Autor Thema: 16.08.2018: Schwere Ausschreitungen in Schönbrunn vor Fußballspiel (war: Störungen und Fahrtbehinder  (Gelesen 9679 mal)

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Rodauner

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Zitat von: haidi link=topic=848.msg317382#msg317382
Dieses Rudel in einem "Sonderzug" polizeibegleitet in der Ubahn zu fahren ist das Mittel der Wahl.

Wirklich....?

 :fp:

Zitat von: haidi link=topic=848.msg317382#msg317382
Das Ziehen der Notbremse und das Verlassen des Zuges kann man nicht verhindern,...

Fällt dir was auf? Du entlarvst deine soeben gemachte Aussage umgehend als - Irrtum!

Personen(gruppen) dieser Art gehören nicht in Öffentliche Vekehrsmittel, Punkt. An- und Abreise in eskortierten, gecharterten Bussen oder gar nicht. Es war bekannt, dass die anreisen und wie sie sich im schlechtesten Fall verhalten könnten. Wie kommen Verkehrsbetriebe dazu, sich mit den Folgen für Betrieb, Schäden an Fahrzeugen, etc. herumschlagen zu müssen? Wer zahlt dafür? Wie kommen andere Fahrgäste dazu, durch die Betriebsstörung bzw. sogar eine Streckensperre aufwendige Umwege, etc. nehmen zu müssen? Wie kommt generell die "schweigende" Mehrheit dazu, durch eine randalierende Minderheit gravierende Nachteile in Kauf nehmen zu müssen, die mit Mut, richtigen Entscheidungen und Durchsetzungsvermögen seitens Behörden und WL (siehe weiter unten!) vermeidbar wären?

Und man weis zwar, was die Fans aufführen werden, nur solange sie noch keine Straftaten gemacht haben, darf man sie nicht von der Beförderung ausschließen.

Da ist geradezu pervers! Ihr wisst, was auf euch zukommt und stellt trotzdem extra einen U-Bahnzug zur Verfügung? Wer bezahlt das? Wer kommt für den entstandenen Schaden, Mehrstunden für das Personal, etc., auf? Gibt's bei euch nicht einen halbwegs vernünftigen Verantwortlichen, der sich bei derartigen "Anfragen" nein zu sagen traut? Oder wird euch das von gaaanz oben (Rathaus) vorgeschrieben, weil man dem Volke immer wieder Brot und Spiele bieten will, damit es nicht auf dumme Ideen kommt, die den Mächtigen letztlich schaden könnten?
Du sollst hinter der gelben Linie bleiben, Wappler!

Klingelfee

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Da ist geradezu pervers! Ihr wisst, was auf euch zukommt und stellt trotzdem extra einen U-Bahnzug zur Verfügung? Wer bezahlt das? Wer kommt für den entstandenen Schaden, Mehrstunden für das Personal, etc., auf? Gibt's bei euch nicht einen halbwegs vernünftigen Verantwortlichen, der sich bei derartigen "Anfragen" nein zu sagen traut? Oder wird euch das von gaaanz oben (Rathaus) vorgeschrieben, weil man dem Volke immer wieder Brot und Spiele bieten will, damit es nicht auf dumme Ideen kommt, die den Mächtigen letztlich schaden könnten?

Klar ist es Pervers. Nur solange nichts vorfällt, kannst du nicht wirklich dich gegen so einen Transport wären. Denn was wäre die Alternative. Die "Fans" reisen mit einem Tourenzug an. Ist dir das lieber? Nach dem Vorfall wurden die "Fans" sehr wohl von der Beförderung ausgeschlossen und traten die heimreise dann auch mit anderen Verkehrsmittel, die nicht die WL zur Verfügung gestellt hatten, an.
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Ferry

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Da ist geradezu pervers! Ihr wisst, was auf euch zukommt und stellt trotzdem extra einen U-Bahnzug zur Verfügung? Wer bezahlt das? Wer kommt für den entstandenen Schaden, Mehrstunden für das Personal, etc., auf? Gibt's bei euch nicht einen halbwegs vernünftigen Verantwortlichen, der sich bei derartigen "Anfragen" nein zu sagen traut? Oder wird euch das von gaaanz oben (Rathaus) vorgeschrieben, weil man dem Volke immer wieder Brot und Spiele bieten will, damit es nicht auf dumme Ideen kommt, die den Mächtigen letztlich schaden könnten?

Das Problem ist die Gesetzeslage, die ein Einschreiten der Polizei erst ermöglicht, wenn schon etwas passiert ist, nicht vorher. Und du kannst nicht jemand von der Beförderung ausschließen, weil er wie ein Hooligan aussieht. Du kannst ihn erst ausschließen, wenn er sich wie ein Hooligan benimmt. Dann ist er allerdings meistens schon im Zug und für eine wirksame Prävention ist es zu spät.

Angeblich wurde eine in der näher befindliche Tankstelle auch komplett ausgeplündert. Hoffentlich ist der Besitzer/Pächter wenigstens versichert. Obwohl ich nicht weiß, ob die Versicherung in so einem Fall überhaupt zahlt.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

Rodauner

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Nur solange nichts vorfällt, kannst du nicht wirklich dich gegen so einen Transport wären. Denn was wäre die Alternative. Die "Fans" reisen mit einem Tourenzug an.

Liebe Klingelfee, bei allem Respekt: Man, also ihr und die "Polizei" wusstet, wer da kommt, ihr wusstet, dass etwas vorfallen wird. So naiv kann man doch nicht sein! So eine Truppe ist von der Staatsgrenze weg bis vor das Stadion in Reisebussen zu eskortieren und wieder zurückzubringen. Kein Betrieb des Öffentlichen Verkehrs sollte sich zu ihrer Beförderung zwingen lassen - dafür muss es allerdings Verantwortliche geben, die auch die "Eier" haben, so einen Transport abzulehnen!

Das Problem ist die Gesetzeslage, die ein Einschreiten der Polizei erst ermöglicht, wenn schon etwas passiert ist, nicht vorher.

Gerade solche bekannten Personengruppen stellen aber "Gefahr im Verzug" dar. Daher sollte ein präventives Handeln durch die Exekutive sehr wohl möglich sein. Trauen muss man sich halt!
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luki32

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Nur solange nichts vorfällt, kannst du nicht wirklich dich gegen so einen Transport wären. Denn was wäre die Alternative. Die "Fans" reisen mit einem Tourenzug an.

Liebe Klingelfee, bei allem Respekt: Man, also ihr und die "Polizei" wusstet, wer da kommt, ihr wusstet, dass etwas vorfallen wird. So naiv kann man doch nicht sein! So eine Truppe ist von der Staatsgrenze weg bis vor das Stadion in Reisebussen zu eskortieren und wieder zurückzubringen. Kein Betrieb des Öffentlichen Verkehrs sollte sich zu ihrer Beförderung zwingen lassen - dafür muss es allerdings Verantwortliche geben, die auch die "Eier" haben, so einen Transport abzulehnen!

Du weißt schon, daß Du von der Tintenburg redest, oder?  ;)
Vorsicht, Bösuser!
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13er

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Abgelehnt wäre der Transport nur worden, wenn sie mit einem Kebab in der Hand eingestiegen wären! Traurig, aber so läufts heutzutage.
Mit uns kommst du sicher... zu spät.

Rodauner

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Du weißt schon, daß Du von der Tintenburg redest, oder?  ;)

Latürnich, das Gebäude in der Erdbergstraße 202, wo die Chefitäten wie Marionetten vom Rathaus (fern)gesteuert werden (sicher ist sicher... ;D).
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haidi

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Da ist geradezu pervers! Ihr wisst, was auf euch zukommt und stellt trotzdem extra einen U-Bahnzug zur Verfügung? Wer bezahlt das? Wer kommt für den entstandenen Schaden, Mehrstunden für das Personal, etc., auf? Gibt's bei euch nicht einen halbwegs vernünftigen Verantwortlichen, der sich bei derartigen "Anfragen" nein zu sagen traut? Oder wird euch das von gaaanz oben (Rathaus) vorgeschrieben, weil man dem Volke immer wieder Brot und Spiele bieten will, damit es nicht auf dumme Ideen kommt, die den Mächtigen letztlich schaden könnten?
Dir sollte auch klar sein, dass man 600 "Fans" in einem Ubahnzug besser unter Kontrolle halten kann als 600 Fans in 10 Autobussen.
In diesem Fall waren die Fans nach dem Vorfall auf einem kleinen Platz zerniert. Bei 10 Bussen  hätten sich die Fans auf 10 Stellen verteilen können, wenn sie die Weiterfahrt jeweils des letzten Busses irgendwo verhindert hätten. Da wäre ein größeres Polizeiaufgebot notwendig gewesen, weil man die Businsassen rundherum einzingeln hätte müssen, während in der Ubahn ein relativ kleines Aufgebot die Herde zusammen halten konnte (Polizisten an beiden Enden, den Rest machen die Mauern).

Du könntest dich aber stark machen, Fußballspiele in Wien überhaupt zu verbieten, dann gäbe es all die Probleme nicht.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

mike1163

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Es gäbe eine ganz einfache Lösung, nämlich das die UEFA auch dann Vereine bestraft, wenn im Umfeld des Spiels Ausschreitungen stattfinden. So schnell kannst dann gar ned schauen wie sich dann die Vereine von diesem Abschaum lossagen werden. Laut Medienberichten besteht die Hälfte der Fanszene von Slovan aus diesem Gesocks, da krankt es also schon beim Verein selbst gewaltig.

Klingelfee

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Dir sollte auch klar sein, dass man 600 "Fans" in einem Ubahnzug besser unter Kontrolle halten kann als 600 Fans in 10 Autobussen.
In diesem Fall waren die Fans nach dem Vorfall auf einem kleinen Platz zerniert. Bei 10 Bussen  hätten sich die Fans auf 10 Stellen verteilen können, wenn sie die Weiterfahrt jeweils des letzten Busses irgendwo verhindert hätten. Da wäre ein größeres Polizeiaufgebot notwendig gewesen, weil man die Businsassen rundherum einzingeln hätte müssen, während in der Ubahn ein relativ kleines Aufgebot die Herde zusammen halten konnte (Polizisten an beiden Enden, den Rest machen die Mauern).

Du könntest dich aber stark machen, Fußballspiele in Wien überhaupt zu verbieten, dann gäbe es all die Probleme nicht.

@Rodauner: Und ich versuche es dir noch einmal zu erklären.

Nur weil es sich um angeblich gewaltbereite Fußballfans handelt (Es gilt auch für diese Gruppe die Unschuldsvermutung) darfst du ihnen im Vorfeld weder die Einreise, noch die Beförderung verweigern. Und wenn die Vereinsleitung sich weigeert, eine Fanreise zu organisieren, dann bleibt den fans nichts anderes übrig, als in Eigenregie anzureisen und sich irgendwo in Wien zu treffen. Wie man es richtig macht, hat ja die Rapid beim Auswärtsspiel bewiesen. Da sind die Fans in einem Buskonvoi hin und auch wieder zurück gefahren. Aber da kann weder die Wiener Polizei, noch die WL etwas machen, wenn der verein der Gastmannschaft nicht mitmacht.

Und ich muss sagen, ich bin froh, dass ich in einem Land lebe, wo es eben erst zu Ausschreitungen kommen muss, bevor die Polizei eingreifen darf. Oder wäre es dir umgekehrt lieber? Polizei schlägt zuerst zu und fragt nachher.
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Schienenchaos

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Ist der Sonderzug tatsächlich vom Verteilerkreis bis Schönbrunn geführt worden?
Wie ist es rechtlich eigentlich um die Personenbeförderung auf Betriebsgleisen bestellt?

Klingelfee

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Ist der Sonderzug tatsächlich vom Verteilerkreis bis Schönbrunn geführt?
Wie ist es rechtlich eigentlich um die Personenbeförderung auf Betriebsgleisen bestellt?

Dies ist zulässig. Da diese Verbindungsgleise sich von den Sicherheitseinrichtungen überhaupt nicht von den Streckengleisen unterscheiden
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60er

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Und wenn Sonderzug warum nicht gleich nach Hütteldorf?
Weil du dann den gesamten Bahnhof Hütteldorf lahmlegst und die Rapidfans nicht mehr zum Stadion kommen. Wenn schon ein Sonderzug, dann zum Westbahnhof und von dort mit Bussen weiter zum Stadion. Oder überhaupt gleich ab Bratislava mit Bussen.

Dass es diesen Hooligans erlaubt wurde, individuell anzureisen und sich in der Stadt zu versammeln, war ein Fehler. Die österreichischen Behörden hätten das den Slowaken sehr wohl verbieten können, wie es beim Hinspiel die slowakischen Behörden mit den Rapidfans gemacht haben. Da war nur eine Anreise mit Fanbussen gestattet, die ab der Grenze von der Polizei zum Stadion eskortiert wurden, und es galt ein generelles Versammlungsverbot in der Stadt.

95B

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Da war nur eine Anreise mit Fanbussen gestattet

Das wurde so kolportiert, ist aber unwahr. In der EU gilt Reisefreiheit, so eine Beschränkung widerspräche geltendem Recht. Karten für den Auswärtssektor konnten allerdings nur in Verbindung mit der Buchung des Bustransfers Hütteldorf – Bratislava erworben werden, zudem hatte der ŠK Slovan Bratislava angekündigt, keine Karten für andere Sektoren an Rapidfans zu verkaufen. (Das ist erlaubt, da es sich um keine öffentliche Institution handelt und somit kein Kontrahierungszwang besteht.) So konnten die Besucherströme kanalisiert werden.

Beim Rückspiel in Hütteldorf passierte nichts dergleichen, weil der ŠK Slovan Bratislava eben nichts organisiert hat.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

60er

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Die slowakische Polizei hat gesagt wie es gemacht wird und Rapid hat daraufhin die Busreisen organisiert. Anderenfalls wäre der Auswärtssektor in Bratislava eben leer geblieben. Warum wir den Slowaken nicht die gleichen Auflagen erteilt haben, wie sie uns, verstehe ich nicht.