Autor Thema: 23.11.2018: Eigenkollision Währinger Straße  (Gelesen 7674 mal)

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Rodauner

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Re: 23.11.2018: Eigenkollision Währinger Straße
« Antwort #30 am: 23. November 2018, 13:28:41 »
Heckplattform

Is' zur Zeit vielleicht net so zu empfehlen... ;)
Wenn du glaubst, alles unter Kontrolle zu haben, bist du einfach nicht schnell genug!

Ferry

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Re: 23.11.2018: Eigenkollision Währinger Straße
« Antwort #31 am: 23. November 2018, 13:46:00 »
und was dazu kommt: bei einem ULF betätigst du nur den Stick nach vorne und nach hinten, hast fast kein Gefühl mehr für Rädergleiten...

Ich glaube auch, dass das eines der größten Probleme des ULF ist. Erhöhter Fahrerplatz, Kabine, man hört und spürt einfach nicht mehr, was "unter einem" vor sich geht. Da gehört ein höheres Maß an Sensibilität dazu als in einem E1 (oder in noch einem älteren Wagen; in einem K oder M spürt man sofort, wenn man "einen Schlitten aufreißt"!). Den Fahrern, die mittlerweile fast nur mit ULF fahren, geht dieses Gespür nach und nach verloren (oder sie haben es nie gehabt). Wenn dann wirklich einmal Rädergleiten eintritt, merkt es der Fahrer zu spät und kann den Zug nicht mehr rechtzeitig zum Stehen bringen.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

Rodauner

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Re: 23.11.2018: Eigenkollision Währinger Straße
« Antwort #32 am: 23. November 2018, 14:16:27 »
Fragt sich nur, was man nun daraus ableiten sollte - z.b. bei der Ausbildung... ???
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denond

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Re: 23.11.2018: Eigenkollision Währinger Straße
« Antwort #33 am: 23. November 2018, 14:29:34 »
Fragt sich nur, was man nun daraus ableiten sollte - z.b. bei der Ausbildung... ???

Derzeit kann man nicht viel ableiten, viele Instruktoren der betrieblichen Ausbildung stecken ja selbst in den 'Kinderschuhen des Betriebes' und glauben, sie können es. Ich würde ihnen in der Grundschule 4 bis 8 Tage eine Ausbildung am Triebwagen LH angedeihen lassen. Da bekommen sie das Gefühl für wirkliches Fahren, für Rädergleiten, wo die Schienenbremse auch nicht viel hilft wie z.B in der Linzer Straße stadteinwärts, der Hadikgasse stadteinwärts oder der äußeren Mariahilfer Straße oder Hohe Warte und hinaus nach Grinzing. Den 8er gibts ja leider nimmer.  Dieses Fahrverhalten würde - glaube ich - so manchen überraschen und andächtig werden lassen falls sie überhaupt mit diesem Triebwagen nicht überfordert wären. Da trennt sich dann die erste Spreu vom Weizen.
 

hema

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Re: 23.11.2018: Eigenkollision Währinger Straße
« Antwort #34 am: 23. November 2018, 14:38:26 »
Was willst' in ein paar Tagen, vielleicht sogar bei Schönwetter, schon groß lernen? Die Erfahrung braucht gut fünf Jahre!


Im Ö24-TV hat ein WiLi-Sprecher von einem leichten Auffahren in der Haltestelle gesprochen, nicht viel passiert.  ::)
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

Rodauner

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Re: 23.11.2018: Eigenkollision Währinger Straße
« Antwort #35 am: 23. November 2018, 14:39:06 »
viele Instruktoren der betrieblichen Ausbildung stecken ja selbst in den 'Kinderschuhen des Betriebes' und glauben, sie können es.

Dann steig' ich am besten wirklich nur mehr in der Mitte ein und bleib' dort... :blank:
Wenn du glaubst, alles unter Kontrolle zu haben, bist du einfach nicht schnell genug!

denond

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Re: 23.11.2018: Eigenkollision Währinger Straße
« Antwort #36 am: 23. November 2018, 14:46:51 »
Was willst' in ein paar Tagen, vielleicht sogar bei Schönwetter, schon groß lernen? Die Erfahrung braucht gut fünf Jahre!

Nau jo, a bisserl a Chance zur Selbsterfahrung muß man ihnen schon auch geben.  Halt nicht so viel im Schulzimmer herumsitzen, sondern raus auf die Piste... Sie müssen auch den LH nicht lernen, sondern nur den Fahrschalter, die Handbremse, die Schienenbremse und die Warnglocke bedienen können um ein Gefühl überhaupt fürs Fahren und Bremsen zu kriegen .   ;)

Komisch in diesem Zusammenhang: Die Währinger/ Gürtler/ Hernalser müssten eh auch den 37er, 38er, den 40er am Herbeck oder den 41er nach Pötzleinsdorf hinauf beherrschen? Also liegt's wirklich am ULF und der Fahrerkabine alleine?

Klingelfee

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Re: 23.11.2018: Eigenkollision Währinger Straße
« Antwort #37 am: 23. November 2018, 15:13:46 »

Komisch in diesem Zusammenhang: Die Währinger/ Gürtler/ Hernalser müssten eh auch den 37er, 38er, den 40er am Herbeck oder den 41er nach Pötzleinsdorf hinauf beherrschen? Also liegt's wirklich am ULF und der Fahrerkabine alleine?


Ich glaube eher, dass dadurch die jungen Fahrer nur mehr mit dem ULF fahren und somit eigentlich nicht mehr erfahren, was ein Rädergleiten ist, sich zusehr auf die Technik verlassen. Man braucht ja nur schauen, wie schnell manche Fahrer auf einen Vorderzug aufschließen. Und auch wie knapp. Das sind Faktoren, die man bei einem alten Fahrer kaum sieht.

Man braucht ja auch nur schauen, wie manche Fahrer sich einer Weiche nähern. Da ist das Gleiche. Das Vertrauen, dass sich die Weichen in die richtige Richtung stellen hätte ich zu meinen Anfängen gerne gehabt. Zum Glück ist die Zuverlässigkeit gegen früher wesentlich höher.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

luki32

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Re: 23.11.2018: Eigenkollision Währinger Straße
« Antwort #38 am: 23. November 2018, 15:27:35 »
Man braucht ja auch nur schauen, wie manche Fahrer sich einer Weiche nähern. Da ist das Gleiche. Das Vertrauen, dass sich die Weichen in die richtige Richtung stellen hätte ich zu meinen Anfängen gerne gehabt. Zum Glück ist die Zuverlässigkeit gegen früher wesentlich höher.

So ist es.
Es gehört endlich das automatische Stellen der Weichen nach Liniencodierung abgeschafft, dann würden sich die Fahrer auch vorsichtiger einer Weiche nähern, da sie sie ja gegebenfalls mittels Knopfdruck umstellen müßten.

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Rodauner

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Re: 23.11.2018: Eigenkollision Währinger Straße
« Antwort #39 am: 23. November 2018, 15:37:43 »
Im Ö24-TV hat ein WiLi-Sprecher von einem leichten Auffahren in der Haltestelle gesprochen, nicht viel passiert.  ::)

Die Partei, die Partei...! :fp:
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denond

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Re: 23.11.2018: Eigenkollision Währinger Straße
« Antwort #40 am: 23. November 2018, 15:43:15 »
Es gehört endlich das automatische Stellen der Weichen nach Liniencodierung abgeschafft, dann würden sich die Fahrer auch vorsichtiger einer Weiche nähern, da sie sie ja gegebenfalls mittels Knopfdruck umstellen müßten.

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 :up:  Bin ich sofort dafür!

@Klingelfee:  Mit deinen Aussagen hast du zweifellos Recht...

13er

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Re: 23.11.2018: Eigenkollision Währinger Straße
« Antwort #41 am: 23. November 2018, 16:22:40 »
Es gehört endlich das automatische Stellen der Weichen nach Liniencodierung abgeschafft, dann würden sich die Fahrer auch vorsichtiger einer Weiche nähern, da sie sie ja gegebenfalls mittels Knopfdruck umstellen müßten.
Was mit diesem Fall allerdings überhaupt nichts zu tun hat, denn der hintere Fahrer hat von einer Weiche weit und breit nichts gesehen, selbst als er im Vorderzug drin war.

Es ist einfach ein generelles Nicht-Ernstnehmen dieser Gefährte, die sich dann halt doch stark von einem Auto unterscheiden - stärker als man glaubt. Man erlebt es doch jeden Tag - da wird alles aufgeschaltet, was der ULF hat, nur um dann ein paar Meter weiter wieder extremst herunterzubremsen. Das geht dann halt manchmal nicht gut.
Mit uns kommst du sicher... zu spät.

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Re: 23.11.2018: Eigenkollision Währinger Straße
« Antwort #42 am: 23. November 2018, 16:29:39 »
An der besagten Örtlichkeit fährt fast jeder einen 50er runter. Die Platanenblätter können aber a Hund sein. Wenn man dann mit dem Bremsen beginnt merkt man das man plötzlich einen schöneren Schlitten als der Weihnachtsmann hat. Da kommt dann vielen der Buntstift raus  ::)

schaffnerlos

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Re: 23.11.2018: Eigenkollision Währinger Straße
« Antwort #43 am: 23. November 2018, 16:36:42 »
Gerade heute am Ring wieder bemerkt: E2-Fahrer nähert sich mit vollem Karacho der Haltestelle Börse, die aber schon mit zwei Zügen besetzt war. Nur dem reichlichen Sandeinsatz war es zu verdanken, dass er dann nicht die ganze Kreuzung blockiert hat.

Schienenchaos

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Re: 23.11.2018: Eigenkollision Währinger Straße
« Antwort #44 am: 23. November 2018, 17:02:49 »
Gerade heute am Ring wieder bemerkt: E2-Fahrer nähert sich mit vollem Karacho der Haltestelle Börse, die aber schon mit zwei Zügen besetzt war. Nur dem reichlichen Sandeinsatz war es zu verdanken, dass er dann nicht die ganze Kreuzung blockiert hat.

Und mit der reichlichen Sandgabe hat man beim ULF seit dem Umbau halt ein Problem.