Autor Thema: Museumslinie Böhmischer Prater (war: Rathaus-PM: Neue Straßenbahnlinie 11)  (Gelesen 6721 mal)

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WIENTAL DONAUKANAL

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Ein Öffi-Bus zum Böhmischen Prater, das muss aber wirklich nicht sein! :fp:

diogenes

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Ein Öffi-Bus zum Böhmischen Prater, das muss aber wirklich nicht sein! :fp:
Gleise legen und eine Nostalgie-Straßenbahn hinführen. Das ist durchaus nicht ganz im Spaß gemeint. Warum kein Museumsbetrieb in Wien?
Ceterum censeo in Vindobona ferrivias stratarias ampliores esse.
Oh 8er, mein 8er!

Norbert Waltnerl

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Ein Öffi-Bus zum Böhmischen Prater, das muss aber wirklich nicht sein! :fp:
Gleise legen und eine Nostalgie-Straßenbahn hinführen. Das ist durchaus nicht ganz im Spaß gemeint. Warum kein Museumsbetrieb in Wien?

Bin 100%-ig dafür!
Danke für diese grandiose Idee.

diogenes

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*Verneig*

Danke. Ist aber, füchte ich, ein warmer Eislutscher. Aber wenn sich die Vereine zusammentun ...
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4463

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Ist aber, füchte ich, ein warmer Eislutscher. Aber wenn sich die Vereine zusammentun ...
Und das Zusammentun der Vereine ist kein noch wärmerer Eisklutscher? ???
"das korrupteste Nest auf dem weiten Erdenrund"
Mark Twain über die Wienerstadt.

diogenes

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1) "Zusammentun" heißt nicht notwendigerweise "Dachverband" oder "Fusion". Das kann auch "Zusammenarbeit" bedeuten.
2) Ansonsten kenne ich die Vereinspolitik nicht und fühle mich auch daher nicht in der Lage, hier einen Kommentar abzugeben.
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Klingelfee

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Ein Öffi-Bus zum Böhmischen Prater, das muss aber wirklich nicht sein! :fp:
Gleise legen und eine Nostalgie-Straßenbahn hinführen. Das ist durchaus nicht ganz im Spaß gemeint. Warum kein Museumsbetrieb in Wien?

Ist sicher eine Idee. Nur wie machst du die Strecke für Oldtimerfreunde interessant, so dass man auch die notwendige Auslastung zusammen bekommst. Ich sehe an dieser Strecke absolut keinen Anreiz, dass man dort öfters mitfährt.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

MK

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Ist sicher eine Idee. Nur wie machst du die Strecke für Oldtimerfreunde interessant, so dass man auch die notwendige Auslastung zusammen bekommst. Ich sehe an dieser Strecke absolut keinen Anreiz, dass man dort öfters mitfährt.

Komisch, dass solche Linien in anderen (auch weniger von Touristen besuchten) Städten gut angenommen werden. Aber du erklärst uns sicher gleich lang und breit, dass das in Wien nicht ginge und es ohnehin niemand braucht.
So vergeht Jahr um Jahr, und es ist mir längst klar, dass nichts bleibt, dass nichts bleibt, wie es war.

haidi

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Ist sicher eine Idee. Nur wie machst du die Strecke für Oldtimerfreunde interessant, so dass man auch die notwendige Auslastung zusammen bekommst. Ich sehe an dieser Strecke absolut keinen Anreiz, dass man dort öfters mitfährt.

Komisch, dass solche Linien in anderen (auch weniger von Touristen besuchten) Städten gut angenommen werden. Aber du erklärst uns sicher gleich lang und breit, dass das in Wien nicht ginge und es ohnehin niemand braucht.

Schau dir andere Betriebe und deren Oldtimerlinien an und dann vergleiche das mit der vorgeschlagenen in (für die Touristen) irgend einer finsteren Ecke am Ende der Welt.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

Klingelfee

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Ist sicher eine Idee. Nur wie machst du die Strecke für Oldtimerfreunde interessant, so dass man auch die notwendige Auslastung zusammen bekommst. Ich sehe an dieser Strecke absolut keinen Anreiz, dass man dort öfters mitfährt.

Komisch, dass solche Linien in anderen (auch weniger von Touristen besuchten) Städten gut angenommen werden. Aber du erklärst uns sicher gleich lang und breit, dass das in Wien nicht ginge und es ohnehin niemand braucht.

Vielleicht bin ich aus einem anderen Holz. Aber eine Linie, die zum Böhmischen Prater fährt reizt halt mich überhaupt nicht. Ist aber vielleicht auch dann die Frage, von wo du dann mit dieser Oldtimerlinie wegfahren willst und in welchen Intervall.

Ich habe nur bedenken, dass der Wagenbedarf für so eine Dauerlinie zu hoch ist und auch das du das Personal für einen Dauerbetrieb zusammen bekommst. Und dann stellt sich mir noch die Frage, wie die Fahrzeuge dann den Dauerbetrieb aushalten. Es ist halt auch ein Unterschied, ob die Oldtimer immer nur Stundenweise im Einsatz sind, oder ganztägig Mo - So.
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Ist sicher eine Idee. Nur wie machst du die Strecke für Oldtimerfreunde interessant, so dass man auch die notwendige Auslastung zusammen bekommst. Ich sehe an dieser Strecke absolut keinen Anreiz, dass man dort öfters mitfährt.

Komisch, dass solche Linien in anderen (auch weniger von Touristen besuchten) Städten gut angenommen werden. Aber du erklärst uns sicher gleich lang und breit, dass das in Wien nicht ginge und es ohnehin niemand braucht.

Doch merke: Oldtimertrams sind nicht nur etwas für Oldtimerfreunde ...  :lamp:

Das wäre ja durchaus auch ein passendes Ziel: Böhmischer Prater ist schon per se auch so was wie ein Oldtimer. Nostalgie ist bekanntlich ein Zug der Zeit. Zum Pratervergnügen mit der vorgelagerten Praterattraktion. Was gleich zum nächsten Punkt führt: Die Vereine könnten einen derartigen Museumsbetrieb gemeinsam mit den Unternehmern des Böhmischen Praters betreiben. Die könnten mitfinanzieren, wenn ihnen ja wahrscheinlich neues Publikum zugeführt würde, das statt mit dem MIV nostalgisch-gemütlich anreist.

Allerdings wäre mMn sinnvoll, wenn der Museumsbetrieb nicht erst bei der geplanten Puchsbaumschleife beginnt. Dort vorbeikommen und an der künftigen 6er-Endstelle einen Haltepunkt zu haben, ja sicher. Aber, nochmals mMn, besser wohl beim Hauptbahnhof beginnend, womit auch ein wesentlicher Verknüpfungspunkt des Tourismus angefahren würde für aus den Bundesländern ankommende Touris/Praterpublikum ebenso, wie für jene, die per U1 oder D-Wagen aus der Stadt oder per 18er oder O-Wagen oder 13A daherkommen (hab ich eine Linie vergessen?).

Und auch gegen die Puchsbaumgasse formiert sich schon Widerstand: https://www.meinbezirk.at/favoriten/c-lokales/aufregung-um-schleife-der-6er-bim_a3055185
Der Leserbrief ist super geschrieben.
Im Forum bedankt sich jemand für dein Lob. :)

Gestatten, dass auch ich den Leserbrief für super geschrieben halte?!

Es ist wie immer: "Wer schützt denn unsere armen Kinder!" als altbekanntes Totschlagargument.

Mit einem Einwand aber: Das mit der besseren Ausbildung für Strabfahrer - da hab ich so meine Zweifel, siehe die diesbezüglich laufende Diskussion hierzuforums im Zusamenhang mit den Auffahrern, gehäuft mit ULF-Garnituren. Und in denen auch die erhöhte Sitzposition und die fehlenden Klinkerlitzchen der heutigen diversen Kraftfahrzeuge auch schon wurscht ist.
Was ja glatt fast für das Argument der beiden Frauen um den Schutz der Kinder vor der Tram sprechen würde ...  >:D

Zum weiteren Inhalt des verlinkten Artikels:
  • Wie üblich ein FP-Mann an vorderster Front, wenn es um den Schutz der freien Fahrt für freie Bürger und gegen den öffentlichen Verkehr geht.
  • "Lustig", dass nicht nur mit dem Schutz der Kinder und dem Schulweg, sondern auch mit dem Radweg argumentiert wird. Ich wette darauf, dass weder den beiden Anrainerinnen, noch dem FPler der Radverkehr ein wirkliches Anliegen ist. Wehe der nächsten Radwegplanung oder auch nur Platz für die sog. Wiener Bügel, wenn dabei der ein oder andere Parkplatz gefährdet ist ...



diogenes

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Ich kriege das Gefühl, dass "es ist eine Oldtimertramway" reicht, wenn man bloß ein wenig Werbung macht:
  • Es ist ein Frauenportrait, von einem Genie gemalt (Mona Lisa)
  • Es ist eine Kirche, von einem Genie entworfen (Sagrada Familia in Barcelona)
  • Es ist ein Büro- und Verwaltungsgebäude, Jahrhunderte lang genutzt (Palazzo Vecchio, Uffizien, Hofburg, Louvre, ...)
  • Es ist der kleinste funktionale Straßenbahnbetrieb der Welt (Gmunden)
  • Es ist eine Museumslinie (Krakau, glaube ich)
  • Es ist eine explizit als Museumsbetrieb angelegte Strecke (Mariazell)
Lauter Beispiele für real existierende Touristenattraktionen. Soll keiner sagen, das könne nicht funktionieren. Siehe den letzten Punkt. Was mich betrifft, würde ich wohl beide (Mariazell und Böhmischer Prater) mindestens ein Mal pro Jahr besuchen.
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Ich habe nur bedenken, dass der Wagenbedarf für so eine Dauerlinie zu hoch ist und auch das du das Personal für einen Dauerbetrieb zusammen bekommst. Und dann stellt sich mir noch die Frage, wie die Fahrzeuge dann den Dauerbetrieb aushalten. Es ist halt auch ein Unterschied, ob die Oldtimer immer nur Stundenweise im Einsatz sind, oder ganztägig Mo - So.

Ein Betrieb Mo-So wird sich wahrscheinlich wirklich nicht auszahlen. Wochenende/Feiertag und wohl auch die stärksten Tage unter der Woche (Do? Fr?) wäre sicher ausreichend. Liegen erstmals die Gleise dorthin, ist eh egal, ob Dauerbetrieb oder WoE/Ftg-Betrieb geführt wird. Aus betriebswirtschaftlichem Standpunkt darf man einen Museumsbetrieb - jedenfalls zu Beginn und bis sich der Museumsbetrieb auch gut entwickelt hat - ohnedies nicht betrachten. Museum ist Museum ist Museum und vielfach subventionsabhängig. Nur wenige Museumsbetriebe schaffen es, sich selbst zu tragen.

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Zur Museumslinie: Gibt es überhaupt einen Reiseführer, der den böhmischen Prater erwähnt?
Ein bisserl provokativ: Um eine Museumslinie finanzierbar zu machen, braucht man Touristen, viele Touristen. Die paar straßenbahngeilen Wiener, die dann vielleicht ein Mal im Monat mit der Linie fahren, reichen nicht aus. Eine Museumslinie, die angenommen würde, kann ich mir vorstellen - grob: Praterstern, Ring, Grinzing. Leider ist die Praterstraße straßenbahnfrei, sodass das auch nicht geht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Böhmischer_Prater

Zur Frage: Ja. DuMont, Marco Polo, Baedeker u.a. nicht so bekannte Reiseführer (siehe Suchmaschine der persönlichen Vorliebe mit reiseführer+böhmischer+prater). Auch im "Neckermann Reisen Magazin - 5 Insidertipps für Wien" findet sich der Böhmische Prater. Der etwas verschlafene Böhmische Prater findet sich nicht nur hier, sondern gilt zunehmend als Geheimtipp gegenüber dem lauten, teuren Wurstelprater.

Die Stadt Wien wiederum müsste ein Interesse haben, dass der BP funktioniert, die genau zu dessen Fortbestand das Areal 1986 angekauft hat, wie dem "Weblexikon der Wiener Sozialdemokratie" in dessen Artikel Böhmischer Prater zu entnehmen ist. Ebenso sollten die Praterunternehmer ihr Interesse haben, dass der BP funktioniert.

Es ist dort in der Umgebung aber nicht der BP allein ein lohnendes Ziel, sondern auch der Laaer Wald, vgl. 23.5.1982: Ein neuer Wald für die Wienerinnen und Wien.

Das Wiki klärt uns auf, dass es bereits einmal einen "Shuttelbus Böhmischer Prater" gegeben hat, aber "der Betrieb 'zwischen den beiden Vereinen' eingestellt" wurde.

Siehe u.a. auch:

Und, btw, dem Threadtitel folgend: Wenn denn schon Gleise bis zum Böhmischen Prater zwecks Museumsbetrieb verlegt werden könnten, warum dann nicht gleich dort eine Endschleife anlegen und den künftigen 11er bis dorthin führen? Damit die armen beiden Anrainerinnen und ihre Unterstützer/innen und der FPler ihre angeblich ach so heilige Ruhe haben? *ketzerischgedacht*




MK

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In Riga fährt eine Oldtimerlinie zum Mežaparks.
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