Autor Thema: So sollen Wiener und Pendler in die Schnellbahn gelockt werden  (Gelesen 24935 mal)

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haidi

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Re: So sollen Wiener und Pendler in die Schnellbahn gelockt werden
« Antwort #210 am: 25. Juni 2019, 08:47:53 »
Die gleichen wie beim Brechen der Durchbindung.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

Schlingerhof

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Re: So sollen Wiener und Pendler in die Schnellbahn gelockt werden
« Antwort #211 am: 25. Juni 2019, 08:50:04 »
Keine U1, keine U4, keine S 45, keine zentrumsnahe Hst, wie Wien Mitte, längere Fahrzeit, Trassenengpass Stadlauer Brücke, Route ist  wichtige Güterverkehrspane, wie kommst du in Floridsdorf rein, usw.

coolharry

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Re: So sollen Wiener und Pendler in die Schnellbahn gelockt werden
« Antwort #212 am: 25. Juni 2019, 09:24:01 »
Keine U1, keine U4, keine S 45, keine zentrumsnahe Hst, wie Wien Mitte, längere Fahrzeit, Trassenengpass Stadlauer Brücke, Route ist  wichtige Güterverkehrspane, wie kommst du in Floridsdorf rein, usw.

Keine U1 stimmt nicht, wenn diese Züge über den Hbf. fahren. Und Zentrumsnah ist der Hbf. auch.
Der Rest stimmt allerdings.

Schlingerhof

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Re: So sollen Wiener und Pendler in die Schnellbahn gelockt werden
« Antwort #213 am: 25. Juni 2019, 09:32:48 »
Ich habe unter zentrumsnah gesehen:
Der Steffl ist fußläufig erreichbar...
Und die U1 am Hbf ist natürlich von Bahnsteig 3-12 kein Vergleich zu Bahnsteig 1-2.

highspeedtrain

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Re: So sollen Wiener und Pendler in die Schnellbahn gelockt werden
« Antwort #214 am: 25. Juni 2019, 09:33:20 »
Gar nicht, das wäre betrieblich völlig undenkbar.

Denkbar wäre es durchaus, etwa REX Payerbach - Mödling - Matzleinsdorfer Platz - Hbf. (hoch) zu führen mit 200m langen Garnituren und die REX aus Norden dann z. B. nur bis Wien Mitte zu führen. Betrieblich ideal wäre es vielleicht nicht, aber wenn WESTbahn mit Wende am Praterstern und CAT mit Wende in Wien Mitte betrieblich nicht undenkbar sind...ich sag ja nicht, dass es ideal wäre, aber als Übergangslösung bis man die Bahnsteige der Nordstrecken ausgebaut sind und/oder Meidling-Mödling um zwei Gleise erweitert wurde durchaus denkbar. Früher sind die REX ja auch in Trasengasse und Matzleinsdorfer Platz durchgefahren...klar sollte es das Ziel sein keine Züge zu brechen oder umzuleiten, aber *wenn* man wirklich zusätzliche Kapazitäten braucht zwischen Meidling, Mödling und Wr. Neustadt, dann wäre das wohl eine denkbare Notlösung.

Denkbar ist vieles, ganz abgesehen von den offenkundigen Intervalllücken südlich von Wien Mitte bei Deinem Vorschlag (abgesehen davon, dass dort wegen des CAT wohl nur eine Bahnsteigkante zum Wenden frei wäre) muss man die Südbahnzüge halt auch zwischen Meidlung und Hbf (oben) unterbringen und am Hbf wenden können.

Die Realität ist komplex...

Denkbar wäre es durchaus, etwa REX Payerbach - Mödling - Matzleinsdorfer Platz - Hbf. (hoch) zu führen mit 200m langen Garnituren und die REX aus Norden dann z. B. nur bis Wien Mitte zu führen...

Welche Gegenargumente würde es geben bei diesen Zügen, wenn Diese anstatt über die Stammstrecke über Wien Stadlau U und somit auch Wien Simmering U geführt werden würden?

Kapazitätsprobleme auf der Ostbahnbrücke. Und massive Verschlechterungen für Einpendler vom Norden. Die Retzer REX kann man so außerdem nicht sinnvoll führen.

Signalabhängigkeit

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Re: So sollen Wiener und Pendler in die Schnellbahn gelockt werden
« Antwort #215 am: 25. Juni 2019, 15:29:19 »
Siehe Umfrage der Ladendorfer Pendlerinitiative und mehrere Pressemeldungen zum Thema Führung via Stadlau und die "Begeisterung" der Beförderungsfälle über den Vorschlag.

denond

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Re: So sollen Wiener und Pendler in die Schnellbahn gelockt werden
« Antwort #216 am: 25. Juni 2019, 22:22:55 »
Siehe Umfrage der Ladendorfer Pendlerinitiative und mehrere Pressemeldungen zum Thema Führung via Stadlau...

Aha, diese Umfrage bzw. die Pressemeldungen kenne ich nicht. Trotzdem Danke für die Meinungen...

LG

Signalabhängigkeit

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schaffnerlos

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Re: So sollen Wiener und Pendler in die Schnellbahn gelockt werden
« Antwort #218 am: 03. Dezember 2019, 12:24:11 »
OTS0076, 3. Dez. 2019, 10:44

ÖBB und Stadt Wien bauen den Erfolg der S-Bahn weiter aus

Wien (OTS/RK) - Der öffentliche Verkehr ist einer der zentralen Faktoren für die hohe Lebensqualität in Wien. Daher wollen die Stadt Wien und die ÖBB den bisherigen Erfolg weiter ausbauen und das 2. Schienen-Infrastruktur-Paket um rund 2 Milliarden Euro umsetzen.

Die Bevölkerung der Stadt wird 2027 voraussichtlich die 2 Millionen Grenze überschreiten – bis 2035 wird ein starkes Wachstum auf über 2 Millionen Einwohner prognostiziert. Damit steigen von Jahr zu Jahr auch die Ansprüche an den öffentlichen Verkehr. Um diesem wachsenden Bedarf gerecht zu werden verbindet die Stadt Wien eine langjährige, erfolgreiche Partnerschaft mit den ÖBB. Erst drei Jahre ist es her, dass das sogenannte 1. Schienen-Infrastruktur-Paket 2016 unterzeichnet wurde. Und das zweite folgt sogleich: Denn diese positive Zusammenarbeit wird nun mit dem Schienen-Infrastruktur-Paket 2 fortgesetzt. Dabei ist es gelungen, ein neues Programm zum Ausbau der klimafreundlichen Mobilität auf der Schiene in Wien zusammenzustellen. Der Investitionsumfang beträgt rund 2 Milliarde Euro für klimafreundliche Mobilität.

„Wien investiert laufend in den Ausbau des Öffentlichen Verkehrs. Denn mit einem attraktiven Angebot werden die Menschen zum Umsteigen auf die Öffis motiviert und je mehr Wege die Wienerinnen und Wiener, aber auch die Menschen, die zum Arbeiten in unsere Stadt kommen, mit den Öffis zurücklegen, desto besser für die Umwelt. So gibt es heute in unserer Stadt bereits mehr ausgegebene Jahreskarten der Wiener Linien als gemeldete Autos. Mit dem neuen Schienen-Infrastruktur-Paket werden die Öffis nicht nur für die Penderlinnen und Pendler von außerhalb von Wien noch attraktiver“, berichtet Bürgermeister Michael Ludwig.

2019: Projekte aus dem Schienen-Infrastruktur-Paket 2
„Wien wächst – und wir freuen uns, dass sich immer mehr Menschen für die Bahn entscheiden! Wir wollen den öffentlichen Verkehr in Wien natürlich am Puls der Zeit halten und den jahrelangen Erfolg der S-Bahn weiter ausbauen. Daher bringen wir im Rahmen des 2. Schienen-Infrastruktur-Pakets gemeinsam mit der Stadt sechs konkrete Projekte auf Schiene und investieren rund zwei Milliarden Euro in klimafreundliche Mobilität“, erklärt Andreas Matthä. CEO ÖBB-Holding AG. Als nächster Schritt beginnen die konkreten Planungen und Finanzierungsverhandlungen zwischen dem Bund, der Stadt Wien, dem Land Niederösterreich und der ÖBB-Infrastruktur AG. Grundlage dafür sind die Gesamtsumme und die jeweiligen Kostenanteile, die unter den Verhandlungspartnern bereits ausgetauscht wurden. Von den rund 2 Milliarden Euro entfallen rund 1,2 Milliarden Euro auf den Südstreckenausbau von Meidling bis Mödling.

Südstreckenausbau Meidling – Mödling
Die Südstrecke soll zwischen Meidling und Mödling viergleisig ausgebaut und zwei neue Haltestellen Brunn Europaring (Brunn am Gebirge) und Tullnertalgasse (Rosenhügel) errichtet werden.

Damit werden die infrastrukturellen Voraussetzungen für ein strategisches Angebot mit zwölf S-Bahnen pro Stunde und Richtung sowie zehn schnellen Nahverkehrsverbindungen zwischen Meidling und Liesing geschaffen.

Meidling – Floridsdorf
Die Wiener Stammstrecke soll mittels moderner Zugsteuerung – ETCS 2 – und längeren Bahnsteigen – 220m – modernisiert werden. Durch diese Maßnahmen können mehr und längere Züge auf dieser Strecke fahren: Statt wie aktuell 700 Züge am Tag, sollen in Zukunft bis zu 900 Züge täglich unterwegs sein können und die Fahrgastzuwächse der Zukunft gut bewältigen.

Modernisierung Bahnhof Wien Hütteldorf & Streckenabschnitt Hütteldorf – Penzing
Der Bahnhof Wien Hütteldorf soll modernisiert und barrierefrei werden, um der Vertaktung von drei S-Bahnlinien mit dem Fernverkehr und der U-Bahn zu entsprechen.
Für den Streckenabschnitt zwischen Wien Hütteldorf und Penzing ist ein zweigleisiger Ausbau sowie die Errichtung einer Haltestelle in Wien Baumgarten angedacht. Ziel dabei ist ein Viertelstundentakt der S-Bahn auf der inneren Weststrecke sowie ein 7,5 Minuten-Takt auf der Vorortelinie S45.

Aspern Nord – Herstellung eines 2. Wendegleises
Durch das 2. Wendegleises erreichen die ÖBB in diesem Bereich einen 15-Minuten-Takt auf der S80.

Erweiterung Abstellkapazitäten Floridsdorf
In Wien Floridsdorf sollen zusätzliche „Parkplätze“ für rund 40 Elektrozüge entstehen. Dies ist notwendig um die Anforderungen des ambitionierten Verkehrsdienstevertrags erfüllen zu können.

Modernisierung Bahnhöfe
Innerhalb der nächsten Jahre sollen zwölf Wiener Bahnhöfe in neuem Glanz erstrahlen. Dazu zählen unter anderem die Stationen am Matzleindsdorfer Platz, Handelskai, Liesing und der Franz Josefs Bahnhof.
Zusätzlich zu dem genannten Programm sind in dem 2. Schienen-Infrastruktur-Paket zwei weitere Projekte integriert:

In einer Machbarkeitsanalyse wird der Kapazitätsbedarf sowie die Maßnahmen am Laaer Ast der Ostbahn zwischen Simmering und Süßenbrunn geprüft, mit dem Ziel der Erweiterung des Nahverkehrsangebotes – genauer gesagt der Verlängerung der S45 zwischen Handelskai und Praterkai.

Im Rahmen des zweigleisigen Ausbaus zwischen Wien Meidling und dem Abzweig Altmannsdorf soll die Eisenbahnkreuzung auf der Pottendorfer Straße durch einen Personensteg ersetzt werden. Ein weiterer Schritt, um die Sicherheit bei Eisenbahnkreuzungen zu verbessern.

2016: Schienen-Infrastruktur-Paket 1
Die traditionell positive Zusammenarbeit zwischen den ÖBB und der Stadt Wien zeigt sich unter anderem am Schienen-Infrastruktur-Paket 1 aus dem Jahr 2016. Konkret wurden dabei 6 Projekte beschlossen, von denen 5 bereits umgesetzt wurden.

Aktuell arbeiten die ÖBB intensiv daran, eine zweite Strecke quer durch Wien zu attraktivieren. Neben der Nord-Süd-Verbindung kommt eine von Ost nach West dazu – konkret von Hütteldorf nach Aspern. Während der Abschnitt bis Aspern seit Ende 2018 bereits in Betrieb ist, nimmt die Strecke zwischen Hütteldorf und Meidling grad richtig Fahrt auf. Die Modernisierung der Verbindungsbahn bedeutet eine neue Schnellbahn-Qualität für Wien (S80).


Quelle: OTS

LH

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Re: So sollen Wiener und Pendler in die Schnellbahn gelockt werden
« Antwort #219 am: 03. Dezember 2019, 13:24:57 »
>Für den Streckenabschnitt zwischen Wien Hütteldorf und Penzing ist ein zweigleisiger Ausbau sowie die Errichtung einer Haltestelle in Wien Baumgarten angedacht. Ziel dabei ist ein Viertelstundentakt der S-Bahn auf der inneren Weststrecke sowie ein 7,5 Minuten-Takt auf der Vorortelinie S45.

Das halte ich für wenig sinnhaft. Die S45 gehört nach Meidling umgelegt. Hütteldorf ist mit 4 Linien des höherrangigen Verkehrs komplett überversorgt, während es aus den westlichen Außenbezirken weder eine direkte Anbindung an den Süd- noch den Westbahnfernverkehr gibt.

Bus

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Re: So sollen Wiener und Pendler in die Schnellbahn gelockt werden
« Antwort #220 am: 03. Dezember 2019, 14:19:05 »
Naja, die S45 nach Hütteldorf macht schon Sinn, weniger aber, dass man den Streckenabschnitt zw. Heiligenstadt und Handelskai nicht ausbaut.

highspeedtrain

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Re: So sollen Wiener und Pendler in die Schnellbahn gelockt werden
« Antwort #221 am: 03. Dezember 2019, 14:31:06 »
Sehr schade, dass es ganz offensichtlich keine Meinungsänderung mehr bei der Verbindungsbahn gibt (S-Bahn-Halbring S45-Verbindungsbahn statt Führung nach Hütteldorf; gerne mit einer alternativen Führung der S45 abwechselnd nach Hütteldorf und weiter nach Meidling) - ich bin überzeugt davon, dass das als ein enormer Fehler in die Annalen der Wiener Verkehrsplanung eingehen wird, aber das ist ja nicht der erste...

So, jetzt habe ich es von der Seele, werde mich bemühen, mich da in Zukunft zurückzuhalten, mehr als gefühlt 100 Mal muss man so etwas nicht sagen;)

schaffnerlos

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Re: So sollen Wiener und Pendler in die Schnellbahn gelockt werden
« Antwort #222 am: 03. Dezember 2019, 15:15:52 »
Da es dazu noch keine Detailplanungen gibt, kann man auch nicht sagen, ob Vorleistungen für die Verknüpfung von Vorortelinie und Verbindungsbahn vorgesehen sind. Das könnte dann im Paket 3 kommen. Aber bis dahin fließt noch viel Wasser den Wienfluss runter.

LH

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Re: So sollen Wiener und Pendler in die Schnellbahn gelockt werden
« Antwort #223 am: 03. Dezember 2019, 15:26:25 »
Naja, die S45 nach Hütteldorf macht schon Sinn, weniger aber, dass man den Streckenabschnitt zw. Heiligenstadt und Handelskai nicht ausbaut.

Hütteldorf und Hadersdorf haben zusammen 16.000 Einwohner, nennenswerte Destinationen sind im Einzugsgebiet nicht vorhanden, der Umstieg auf die REX könnte ebenso auch in Penzing erfolgen. Dem gegenüber stehen ab dem Fahrplanwechsel: 6 Fahrten/Stunde der S45, 4 Fahrten von S 50 und 2 Fahrten der S 80 sowie 2 Rex pro Stunde sowie die U4. Ich halte eine ordentliche Anbindung der Westbezirke an die Süd- und Westbahn für wesentlich notwendiger als die Bereitstellung einer Kapazität, mit der man (inklusive 49er) die gesamte Bevölkerung von Hadersdorf-Weidlingau und Hütteldorf binnen einer Stunde in die Innenstadt befördern kann.

highspeedtrain

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Re: So sollen Wiener und Pendler in die Schnellbahn gelockt werden
« Antwort #224 am: 03. Dezember 2019, 19:31:29 »
Da es dazu noch keine Detailplanungen gibt, kann man auch nicht sagen, ob Vorleistungen für die Verknüpfung von Vorortelinie und Verbindungsbahn vorgesehen sind. Das könnte dann im Paket 3 kommen. Aber bis dahin fließt noch viel Wasser den Wienfluss runter.

Werden wir sehen, aber abgesehen von diesem „Fehler“ (je nach Sichtweise halt) finde ich dieses Paket sehr überzeugend.

Man muss auch einmal loben können, ich denke, die Prioritäten sind richtig gesetzt.