Autor Thema: Johann-Nepomuk-Vogl-Platz: Neue Station für den 42er  (Gelesen 9945 mal)

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DaedalusBC304

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Re: Johann-Nepomuk-Vogl-Platz: Neue Station für den 42er
« Antwort #75 am: 17. März 2020, 09:37:20 »
Die Haltestellenabstände (in ~m) zwischen Antonigasse und Gürtel werden sogar kürzer als bei einem Grätzlbus sein: 160 - 230 - 280 - 220 - 280.  ::)
6 Haltestellen auf rund 1170 m Strecke. Wahnsinn. Der Streckenteil vom Ring bis Michelbeuern hat sogar eine Haltestelle weniger, ist aber fast doppelt so lang. :blank:

Man muss das so sehen, durch die bis zu 1min Wegersparnis werden jetzt sicher tausende Bewohner sich dazu entschließen auf die Öffis umzusteigen!  ;D

Floster

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Re: Johann-Nepomuk-Vogl-Platz: Neue Station für den 42er
« Antwort #76 am: 30. Juni 2020, 23:55:43 »
Anbei ein paar aktuelle Fotos zum aktuellen Baustand der neuen Haltestelle Johann-Nepomuk-Vogl-Platz.

Neue Haltestelle Richtung Antonigasse:

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Neue Haltestelle Richtung Schottentor:

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Positiv sind sicher die wegfallenden Parkplätze im Bereich der neuen Haltestellen. Dadurch wird es weniger Behinderungen durch Falschparker sowie ein- und ausparkende Fahrzeuge geben. Wenn auch die Ampel an der Kreuzung Kreuzgasse/Teschnergasse wegkommt gibt es eine weitere Quelle für Verzögerungen weniger. Insgesamt denke ich nicht, dass sich die neue Haltestelle trotz der zweifellos sehr kurzen Stationsabstände negativ auf die Attraktivität der Linie 42 auswirken wird. Für die Nutzer der Haltestellen Antonigasse, Sommarugagasse und teilweise Vinzenzgasse kommt es zwar zu einer geringfügigen Verlängerung der Fahrzeit, aber dafür verkürzen sich auch für viele Fahrgäste die Zugangswege zur Straßenbahn und das Einzugsgebiet des 42ers in diesem dicht besiedelten Gebiet wird vergrößert.

T1

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Re: Johann-Nepomuk-Vogl-Platz: Neue Station für den 42er
« Antwort #77 am: 01. Juli 2020, 00:09:56 »
Die Straßenbahn ist nicht direkt (= ohne Straße zu queren) am Markt? Super, wie man städtebauliche Potenziale nicht einmal ignoriert. :fp:

Linie 58

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Re: Johann-Nepomuk-Vogl-Platz: Neue Station für den 42er
« Antwort #78 am: 01. Juli 2020, 08:44:30 »
Wenn auch die Ampel an der Kreuzung Kreuzgasse/Teschnergasse wegkommt gibt es eine weitere Quelle für Verzögerungen weniger.

Gibt's dazu irgendetwas offizielles? Die Ampel ist sowieso unnötig wie ein Kropf.

Klingelfee

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Re: Johann-Nepomuk-Vogl-Platz: Neue Station für den 42er
« Antwort #79 am: 01. Juli 2020, 09:38:21 »
Die Straßenbahn ist nicht direkt (= ohne Straße zu queren) am Markt? Super, wie man städtebauliche Potenziale nicht einmal ignoriert. :fp:

Also einmal die Straße überqueren ist nicht so schlimm. Und ich bin persönlich kein Freund von Haltestellen nach der Kreuzung, sofern der MIV nicht die Möglichkeit hat, das ÖV zu überholen. Denn selbst, wenn du nach dem ÖV die Ampel auf Rot legst, was macht denn dann der MIV aus der Seitengasse?
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schaffnerlos

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Re: Johann-Nepomuk-Vogl-Platz: Neue Station für den 42er
« Antwort #80 am: 01. Juli 2020, 09:42:36 »
Und ich bin persönlich kein Freund von Haltestellen nach der Kreuzung, sofern der MIV nicht die Möglichkeit hat, das ÖV zu überholen. Denn selbst, wenn du nach dem ÖV die Ampel auf Rot legst, was macht denn dann der MIV aus der Seitengasse?

Typisch Klingelfee, die Sorge gilt dem MIV. Aber wenn das in der stark befahrenen Gersthofer Straße funktioniert (Türkenschanzplatz), warum nicht in der kaum befahrenen Kreuzgasse? Abgesehen davon, dass man die Haltestelle ja zum Beginn der nächsten Kreuzung legen könnte.

T1

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Re: Johann-Nepomuk-Vogl-Platz: Neue Station für den 42er
« Antwort #81 am: 01. Juli 2020, 10:00:19 »
Und ich bin persönlich kein Freund von Haltestellen nach der Kreuzung, sofern der MIV nicht die Möglichkeit hat, das ÖV zu überholen. Denn selbst, wenn du nach dem ÖV die Ampel auf Rot legst, was macht denn dann der MIV aus der Seitengasse?

Typisch Klingelfee, die Sorge gilt dem MIV. Aber wenn das in der stark befahrenen Gersthofer Straße funktioniert (Türkenschanzplatz), warum nicht in der kaum befahrenen Kreuzgasse? Abgesehen davon, dass man die Haltestelle ja zum Beginn der nächsten Kreuzung legen könnte.
:up: :up:

U4

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Re: Johann-Nepomuk-Vogl-Platz: Neue Station für den 42er
« Antwort #82 am: 01. Juli 2020, 10:16:46 »
Die Straßenbahn ist nicht direkt (= ohne Straße zu queren) am Markt? Super, wie man städtebauliche Potenziale nicht einmal ignoriert. :fp:

Also einmal die Straße überqueren ist nicht so schlimm. Und ich bin persönlich kein Freund von Haltestellen nach der Kreuzung, sofern der MIV nicht die Möglichkeit hat, das ÖV zu überholen. Denn selbst, wenn du nach dem ÖV die Ampel auf Rot legst, was macht denn dann der MIV aus der Seitengasse?
Und was macht der MIV beim 62er in der Hetzendorferstraße nach der Rosenhügelstraße stadtauswärts  8)
🥒 Haltestelle NEU -  die schlechteste Version seit Beginn der Haltestellentafeln

Klingelfee

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Re: Johann-Nepomuk-Vogl-Platz: Neue Station für den 42er
« Antwort #83 am: 01. Juli 2020, 10:21:52 »
Die Straßenbahn ist nicht direkt (= ohne Straße zu queren) am Markt? Super, wie man städtebauliche Potenziale nicht einmal ignoriert. :fp:

Also einmal die Straße überqueren ist nicht so schlimm. Und ich bin persönlich kein Freund von Haltestellen nach der Kreuzung, sofern der MIV nicht die Möglichkeit hat, das ÖV zu überholen. Denn selbst, wenn du nach dem ÖV die Ampel auf Rot legst, was macht denn dann der MIV aus der Seitengasse?
Und was macht der MIV beim 62er in der Hetzendorferstraße nach der Rosenhügelstraße stadtauswärts  8)

Dort hast du erstens schon genügend Stauraum und dann hast du dort auch baulich gesehen keinen wirklichen Platz, dass man die Haltestelle vor der Rosenhügelstraße errichtet. Und wenn du genau schaust ist, die Haltestelle nicht nach der Rosenhügelstraße, sondern vor der Abermanngasse.
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HLS

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Re: Johann-Nepomuk-Vogl-Platz: Neue Station für den 42er
« Antwort #84 am: 01. Juli 2020, 11:48:19 »

Also einmal die Straße überqueren ist nicht so schlimm. Und ich bin persönlich kein Freund von Haltestellen nach der Kreuzung, sofern der MIV nicht die Möglichkeit hat, das ÖV zu überholen. Denn selbst, wenn du nach dem ÖV die Ampel auf Rot legst, was macht denn dann der MIV aus der Seitengasse?
You made my day.
Bei dir könnte man glauben, du bist nicht bei den WL sondern bei einem Automobilclub angestellt.

Wenn du diese Sorgen etwa bei einem 6, 43, 46, 49 ansetzen würdest, wo ein deutlich dichteres Intervall gefahren wird und auch das Verkehrsaufkommen extem viel höher ist, würde ichs ja irgendwie eventuell noch verstehen.
Dieses Komentar allerdings bei einem 42er und noch dazu in der Kreuzgasse dann kann ich dir nur mit zwei Smiley entgegnen :bh: :fp:.
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Klingelfee

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Re: Johann-Nepomuk-Vogl-Platz: Neue Station für den 42er
« Antwort #85 am: 01. Juli 2020, 12:26:30 »

Also einmal die Straße überqueren ist nicht so schlimm. Und ich bin persönlich kein Freund von Haltestellen nach der Kreuzung, sofern der MIV nicht die Möglichkeit hat, das ÖV zu überholen. Denn selbst, wenn du nach dem ÖV die Ampel auf Rot legst, was macht denn dann der MIV aus der Seitengasse?
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Bei dir könnte man glauben, du bist nicht bei den WL sondern bei einem Automobilclub angestellt.

Wenn du diese Sorgen etwa bei einem 6, 43, 46, 49 ansetzen würdest, wo ein deutlich dichteres Intervall gefahren wird und auch das Verkehrsaufkommen extem viel höher ist, würde ichs ja irgendwie eventuell noch verstehen.
Dieses Komentar allerdings bei einem 42er und noch dazu in der Kreuzgasse dann kann ich dir nur mit zwei Smiley entgegnen :bh: :fp:.

@HLS: Meine Aussage ist bitte allgemein zu halten. Ich mach da keinen unterschied zwischen der Linie 42 und 43. Auch dem betroffenen Fahrgast ist es egal, ob er auf der Linie 42 oder 43 unterwegs ist, wenn er in dem Zug, wo er drinnen ist, wegen einer verstellten Kreuzung nicht weiter kommt.

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Re: Johann-Nepomuk-Vogl-Platz: Neue Station für den 42er
« Antwort #86 am: 01. Juli 2020, 13:01:41 »
Auch dem betroffenen Fahrgast ist es egal, ob er auf der Linie 42 oder 43 unterwegs ist, wenn er in dem Zug, wo er drinnen ist, wegen einer verstellten Kreuzung nicht weiter kommt.

Das kapiere ich jetzt noch weniger: Wenn der Zug die Haltestelle nach der Kreuzung einhält, kann ihm doch die verstelle Kreuzung komplett egal sein.

Es gibt sogar zig Beispiele in Wien, wo eine Bushaltestelle nach einer Kreuzung situiert ist – ohne Vorbeifahrmöglichkeit. Und das nicht nur bei Pimperlkreuzungen.

Tunafish

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Re: Johann-Nepomuk-Vogl-Platz: Neue Station für den 42er
« Antwort #87 am: 01. Juli 2020, 20:39:35 »
dass sich die neue Haltestelle trotz der zweifellos sehr kurzen Stationsabstände negativ auf die Attraktivität der Linie 42 auswirken wird. Für die Nutzer der Haltestellen Antonigasse, Sommarugagasse und teilweise Vinzenzgasse kommt es zwar zu einer geringfügigen Verlängerung der Fahrzeit, aber dafür verkürzen sich auch für viele Fahrgäste die Zugangswege zur Straßenbahn und das Einzugsgebiet des 42ers in diesem dicht besiedelten Gebiet wird vergrößert.

Ich glaube nicht, dass das Einzugsgebiet hier in irgendeiner Weise vergrößert wird. Der 42 hat auch schon jetzt sehr viele Haltestellen in diesem Gebiet, dass eine weitere hier Fahrgäste zieht ist unwahrscheinlich. Im Gegenteil wird damit nur der Ruf der Wiener Straßenbahn als "sehr langsam" einzementiert.

abc

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Re: Johann-Nepomuk-Vogl-Platz: Neue Station für den 42er
« Antwort #88 am: 02. Juli 2020, 10:55:30 »
Ich glaube nicht, dass das Einzugsgebiet hier in irgendeiner Weise vergrößert wird. Der 42 hat auch schon jetzt sehr viele Haltestellen in diesem Gebiet, dass eine weitere hier Fahrgäste zieht ist unwahrscheinlich. Im Gegenteil wird damit nur der Ruf der Wiener Straßenbahn als "sehr langsam" einzementiert.

Dass die Wiener Straßenbahn als sehr langsam wahrgenommen wird, liegt weniger an den Haltestellenabständen als vielmehr daran, dass es praktisch keine Vorrangschaltungen gibt, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen. Und daran, dass anscheinend Fahrer/innen oder Fahrplangestalter/innen davon überzeugt sind, dass Geschwindigkeiten jenseits der 20 km/h beim Menschen zu Wahnsinn führen.

Und zu Haltestellenabständen: gerade am Außenende einer Linie kann es durchaus Sinn haben, oft zu halten, um möglichst vielen Fahrgästen einen möglichst kurzen Weg zu bieten, während der Anteil durchfahrender (heißt: von einer Fahrzeitverlängerung betroffener) Fahrgäste relativ gering ist. Expresslinien funktionieren z.T. nach einem ähnlichen Prinzip. Im konkreten Fall kommt ja noch hinzu, dass der 42er und der 43er als benachbarte Radiallinien weiter auseinanderliegen als jeweils benachbarte Linien bei 43er, 44er, 2er, 46er und 48A zueinander. Die Wege sind also eh schon etwas länger als in den südlich anschließenden Grätzeln.

Wenn der 42er ohne lange Wartezeiten beide Gürtelfahrbahnen sowie die Straße des achten Mai/Hörlgasse queren könnte, würde er sicher ein Vielfaches der Zeit einsparen, die der zusätzliche Halt kostet.

95B

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Re: Johann-Nepomuk-Vogl-Platz: Neue Station für den 42er
« Antwort #89 am: 02. Juli 2020, 13:48:48 »
Dass die Wiener Straßenbahn als sehr langsam wahrgenommen wird, liegt weniger an den Haltestellenabständen als vielmehr daran, dass es praktisch keine Vorrangschaltungen gibt, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen. Und daran, dass anscheinend Fahrer/innen oder Fahrplangestalter/innen davon überzeugt sind, dass Geschwindigkeiten jenseits der 20 km/h beim Menschen zu Wahnsinn führen.

Die Fahrer können am wenigsten dafür. Die müssen so schleichen, damit sie nicht extrem verfrüht unterwegs sind. Dass die Fahrzeiten gern lang gestaltet werden, liegt an der Rolldienstzulage (offiziell unsinnigerweise "Effizienzbonus"), die nur für rollende Minuten bezahlt wird, aber nicht für Steh- und Pausenzeiten. Die Kollektivvertragler sind eh nicht mehr in diesem fragwürdigen Entlohnungsschema, aber solange es Altbedienstete und Gewerkschaft gibt, wird sich an der Fahrplangestaltung grundsätzlich nichts ändern.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!