Autor Thema: 1.7.2019: Zugunglück in Floridsdorf  (Gelesen 10902 mal)

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13er

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1.7.2019: Zugunglück in Floridsdorf
« am: 01. Juli 2019, 17:57:28 »
Zitat
Zugunglück in Wien-Floridsdorf

In Floridsdorf ist es am Nachmittag zu einem Zugunglück gekommen. Der Vorfall hat sich zwischen den Stationen Floridsdorf und Siemensstraße ereignet.
...
Erste Meldungen sprechen von drei verletzten Personen.
...

Quelle: https://www.heute.at/oesterreich/wien/story/Zugunglueck-in-Wien-Floridsdorf-Siemensstra-e-Schnellbahn-S-Bahn-51405943
Mit uns kommst du sicher... zu spät.

nord22

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Linie 360

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Re: 1.7.2019: Zugunglück in Floridsdorf
« Antwort #2 am: 01. Juli 2019, 19:01:26 »
4020 268+4020 319 gegen DoSto

nord22

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Re: 1.7.2019: Zugunglück in Floridsdorf
« Antwort #3 am: 01. Juli 2019, 21:09:17 »
So schaut das aus; wieder ein 4020er weniger ...  (Foto: ORF Wien)

nord22

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Re: 1.7.2019: Zugunglück in Floridsdorf
« Antwort #4 am: 01. Juli 2019, 21:13:39 »
Wie kann sowas passieren?

Linie 360

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Re: 1.7.2019: Zugunglück in Floridsdorf
« Antwort #5 am: 01. Juli 2019, 21:24:16 »
4020 268+4020 319 waren zum Unfallzeitpunkt als leicht verspätete S2 24646 am Weg von Mödling nach Wolkersdorf unterwegs
Unfallzeitpunkt-> 16:41

Die betroffene DoSto Garnitur war als Verschubfahrt von Wien Floridsdorf Frachtenbahnhof nach Wien Floridsdorf unterwegs, von wo sie als R 2251 um 16:49 nach Payerbach-Reichenau fahren sollte
Die Garnitur fuhr davor als REX 9990 von Fertöszentmikloš nach Wien Hbf und von dort als LPNV 84369 nach Wien Floridsdorf Frachtenbahnhof

Die DoSto Garnitur bestand aus->
1116 122+2633 073+2633 123+2633 159+2633 516+8633 031

Schienenchaos

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Re: 1.7.2019: Zugunglück in Floridsdorf
« Antwort #6 am: 01. Juli 2019, 21:47:12 »
Also dürfte die S2 ein Halt-Signal überfahren haben und in die Flanke der Verschubfahrt gerutscht sein. Andernfalls wäre die Weichenstellung nicht der Verschubfahrt entsprechend gestellt gewesen.

Linie 360

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Re: 1.7.2019: Zugunglück in Floridsdorf
« Antwort #7 am: 01. Juli 2019, 22:14:15 »
Also dürfte die S2 ein Halt-Signal überfahren haben
:up:

denond

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Re: 1.7.2019: Zugunglück in Floridsdorf
« Antwort #8 am: 02. Juli 2019, 07:38:20 »
Wie kann sowas passieren?

Ganz einfach:  ...eigene Unachtsamkeit des Lokführers und somit Überfahren des HALT-zeigenden Signales F 202 mit dem Triebwagen 4020 268-1.

LH

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Re: 1.7.2019: Zugunglück in Floridsdorf
« Antwort #9 am: 02. Juli 2019, 08:15:32 »
Wie kann sowas passieren?

Ganz einfach:  ...eigene Unachtsamkeit des Lokführers und somit Überfahren des HALT-zeigenden Signales F 202 mit dem Triebwagen 4020 268-1.

Zu der die Temperaturen wohl ihr übriges Beigetragen haben.

abc

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Re: 1.7.2019: Zugunglück in Floridsdorf
« Antwort #10 am: 02. Juli 2019, 08:39:12 »
Wie kann sowas passieren?

Ganz einfach:  ...eigene Unachtsamkeit des Lokführers und somit Überfahren des HALT-zeigenden Signales F 202 mit dem Triebwagen 4020 268-1.

Das ist ja nun schon mindestens die dritte Flankenfahrt innerhalb von zwei Jahren (nach Kritzendorf und Niklasdorf). Zugleich sind ja Flankenfahrten durch entsprechende infrastrukturelle Maßnahmen, sprich: Schutzweichen, extrem leicht vermeidbar. War das die letzten Jahre immer einfach Pech oder sind solche Schutzweiche tatsächlich weniger verbreitet?

Alex

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Re: 1.7.2019: Zugunglück in Floridsdorf
« Antwort #11 am: 02. Juli 2019, 09:23:15 »
Wie kann sowas passieren?

Ganz einfach:  ...eigene Unachtsamkeit des Lokführers und somit Überfahren des HALT-zeigenden Signales F 202 mit dem Triebwagen 4020 268-1.

Zu der die Temperaturen wohl ihr übriges Beigetragen haben.

Was ich nicht verstehe: Normalerweise ist der Fahrer erst seit Floridsdorf am Bock gesessen. In die Richtung wird ja der Tfzf immer in Floridsdorf gewechselt.
Der ist demnach nicht einmal einen Kilometer seit Fahrtantritt unterwegs gewesen.

WVB

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Re: 1.7.2019: Zugunglück in Floridsdorf
« Antwort #12 am: 02. Juli 2019, 09:41:51 »
Zugleich sind ja Flankenfahrten durch entsprechende infrastrukturelle Maßnahmen, sprich: Schutzweichen, extrem leicht vermeidbar. War das die letzten Jahre immer einfach Pech oder sind solche Schutzweiche tatsächlich weniger verbreitet?
Das ist ein bisschen wirr. Was hat der jetzige Unfall mit einer Schutzweiche zu tun? Weißt du überhaupt was eine Schutzweiche ist? Und dass es einen aktiven und passiven Flankenschutz gibt?

schaffnerlos

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Re: 1.7.2019: Zugunglück in Floridsdorf
« Antwort #13 am: 02. Juli 2019, 09:45:58 »
Zugleich sind ja Flankenfahrten durch entsprechende infrastrukturelle Maßnahmen, sprich: Schutzweichen, extrem leicht vermeidbar. War das die letzten Jahre immer einfach Pech oder sind solche Schutzweiche tatsächlich weniger verbreitet?

Wo hättest du dort eine Schutzweiche eingebaut?

denond

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Re: 1.7.2019: Zugunglück in Floridsdorf
« Antwort #14 am: 02. Juli 2019, 10:02:39 »
Das ist ja nun schon mindestens die dritte Flankenfahrt innerhalb von zwei Jahren (nach Kritzendorf und Niklasdorf). Zugleich sind ja Flankenfahrten durch entsprechende infrastrukturelle Maßnahmen, sprich: Schutzweichen, extrem leicht vermeidbar. War das die letzten Jahre immer einfach Pech oder sind solche Schutzweiche tatsächlich weniger verbreitet?
Wenn du Matzleinsdorf mitzählst, dann ist es bereits die vierte mit enormen Sachschaden und einem Todesopfer. Es ist ein mehrwegiges, hausgemachtes Problem und kein Pech:

  • Die strukturelle Zerschlagung der ÖBB in ihre einzelnen Geschäftszweige, dadurch die gegenseitig zuschiebende Kosten-/Einsparungsfrage, ständige Reiberein Konzernintern
  • ein ÖBB-Konzern sich nach wie vor ziert, nachdem Vielerorts von links auf rechtsfahren umgestellt wurde und sich viele Berührungspunkte verändert haben, aus Kostengründen zusätzliche 500erter Magnete neu zu verlegen oder ortszuverändern, dieses vorläufig nur im allernötigsten Ausmaß bisher gemacht hat, um Ruhe einkehren zu lassen
  • die Ausbildung ganz einfach nicht mehr so ausfällt, wie in vergangener Zeit
  • dadurch das Verantwortungsbewußtsein nicht in der nötigen Schärfe vorhanden ist, wie auch, wenn falsche Berufserwartungen vorgespielt werden um ja Personal zu bekommen
  • die heutigen Arbeitnehmer Hindernissen, absurden Forderungen, die vom Arbeitgeber gefordert werden, sich nicht widersprechen trauen, faktisch alles in Kauf nehmen, sich so unter ihrem persönlichen Wert eigentlich verkaufen...   Ist jetzt per se kein alleiniges ÖBB-Problem, aber ein generelles der Arbeitswelt heute, aus der falschen Auffassung, der falschen Einschätzung und Inteligenz vieler Manager heraus, ganz einfach, da es nur um ihren Kopf, ihrem Willen und Bezahlung geht
  • das Handy und Tablet als obligat im Führerstand anzusehen, obwohl Zugfunk und Buchfahrpläne vorhanden waren bzw. sind.
  • Ein Beispiel: Tfzf ist während der Fahrt ständig auf Whats-App online am Diensthandy. Auch wenn er sich mit seinem Ggü. gut unterhält und sie gerade etwas planen, während des fahrens... War übrigens ein älterer Tfzf.
  • die Anerkennung, ja, die Wertschätzung des Berufsstandes - egal jetzt Welchem - nicht mehr gibt

>Matzleinsdorf hätte man von Haus aus durch eine geänderte Flankenschutzmöglichkeit beim Vs 282 verhindern können,
>Niklasdorf ist durch den spurtschnellen 4744er und einem ggü. dem Signalbild unachtsamen Tfzf. entstanden, abgelenkt durch ein Handy. So wurde ja auch der Tfzf des betroffenen EC-216 mit zur Verantwortung gezogen, da man ihm nachweisen konnte, daß er zum Unfallzeitpunkt ebenfalls telefoniert hatte.
>Kritzendorf, dort hat man ganz einfach nicht die nötigen Vorkehrungen (Verlegung eines 500erter-Magneten) aus Kostengründen für die neue fahrplanmäßige Wende für nötig erachtet. Dort ist es ja schon einmal - aus einer allerdings anderen Situation heraus - zu einem Konflikt gekommen.
>Steeg-Gosau, so nebenbei heuer im Februar, wo mehrfach geschlammt wurde. Und zu guter letzt traf es auch den Tfzf, da er eine geringfügig höhere Geschwindigkeit mit dem 4744 052, als R-1435 fuhr, als erlaubt. Und jetzt eben
>Floridsdorf...