Autor Thema: 1.7.2019: Zugunglück in Floridsdorf  (Gelesen 10973 mal)

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Re: 1.7.2019: Zugunglück in Floridsdorf
« Antwort #30 am: 02. Juli 2019, 16:10:48 »
Wieso? Wird der nicht mehr instandgesetzt? Ist doch nicht viel mehr passiert als etwas Blechschaden.
Wie willst Du so bitte erkennen, ob der Rahmen verzogen ist?
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

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Re: 1.7.2019: Zugunglück in Floridsdorf
« Antwort #31 am: 02. Juli 2019, 19:48:25 »
Das Jahr 2022 werden manche 4020er wohl noch erleben...

Ja, das wars dann aber nach derzeitigem Stand dann auch. Bereits im nächsten Fahrplanjahr werden es voraussichtlich deutlich weniger als heute sein.

Ferry

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Re: 1.7.2019: Zugunglück in Floridsdorf
« Antwort #32 am: 03. Juli 2019, 09:59:12 »
Wieso? Wird der nicht mehr instandgesetzt? Ist doch nicht viel mehr passiert als etwas Blechschaden.
Wie willst Du so bitte erkennen, ob der Rahmen verzogen ist?

Es mag sein, dass er verzogen ist, aber das kann man ja wieder reparieren. Deswegen eine ganze Garnitur (mit zwei intakten Wagen) auszumustern, erscheint mir doch etwas übertrieben. Ich gebe allerdings zu, dass ich das Alter der Wagen nicht bedacht habe. Mag sein, dass eine Reparatur aus diesem Grund unwirtschaftlich ist; das kann ich nicht beurteilen. Ist ja auch die Frage, was genau an dem Wagen alles wieder instandgesetzt werden müsste.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

4836er

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Re: 1.7.2019: Zugunglück in Floridsdorf
« Antwort #33 am: 03. Juli 2019, 10:11:44 »
Wieso? Wird der nicht mehr instandgesetzt? Ist doch nicht viel mehr passiert als etwas Blechschaden.
Wie willst Du so bitte erkennen, ob der Rahmen verzogen ist?

Es mag sein, dass er verzogen ist, aber das kann man ja wieder reparieren. Deswegen eine ganze Garnitur (mit zwei intakten Wagen) auszumustern, erscheint mir doch etwas übertrieben. Ich gebe allerdings zu, dass ich das Alter der Wagen nicht bedacht habe. Mag sein, dass eine Reparatur aus diesem Grund unwirtschaftlich ist; das kann ich nicht beurteilen. Ist ja auch die Frage, was genau an dem Wagen alles wieder instandgesetzt werden müsste.

Ich glaub, sobald ein 4020 einen größeren Schaden hat, wird er ausgemustert. Da gibt man einem anderen lieber eine neue "HU" (oder wie das bei der Vollbahn auch immer heißen mag) als dass man den Kasten eines Triebkopfs von Grund auf neu aufbaut.

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Re: 1.7.2019: Zugunglück in Floridsdorf
« Antwort #34 am: 03. Juli 2019, 12:50:08 »
Ganz ehrlich: vergesst das bei einem derart beschädigtem Fahrzeug und der verbleibenden Restnutzungsdauer. Das hat mit Wirtschaftlichkeit weniger zu tun als eine U-Bahn nach Tullnerbach.

4836er

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Re: 1.7.2019: Zugunglück in Floridsdorf
« Antwort #35 am: 03. Juli 2019, 13:06:07 »
Ganz ehrlich: vergesst das bei einem derart beschädigtem Fahrzeug und der verbleibenden Restnutzungsdauer. Das hat mit Wirtschaftlichkeit weniger zu tun als eine U-Bahn nach Tullnerbach.

 ;D :up:

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Re: 1.7.2019: Zugunglück in Floridsdorf
« Antwort #36 am: 03. Juli 2019, 15:14:29 »
Es werden ja nicht mal mehr die Graffities entfernt.

U4

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Re: 1.7.2019: Zugunglück in Floridsdorf
« Antwort #37 am: 03. Juli 2019, 15:17:58 »
Es werden ja nicht mal mehr die Graffities entfernt.
Beim Unfall beim Stadion vor einigen Jahren wurden sogar die Graffities überklebt!
Unsere Fahrgäste sind uns egal - wir fahren nur mehr wenn unbedingt nötig

denond

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Re: 1.7.2019: Zugunglück in Floridsdorf
« Antwort #38 am: 03. Juli 2019, 23:17:32 »
Mit dem von @denond so massiv (ungerechtfertigt) kritisierten ETCS L2 wäre dieser Unfall übrigens nicht passiert. Aber er wird schon wissen warum er flächendeckend kapazitätszerstörende 500 Hz-Magnete fordert....

Aus verlässlicher Quelle (Techniker, die mit diesem System vertraut) weiß ich, daß auch mit ETCS unter bestimmter Voraussetzung und ab einer gewissen Geschwindigkeit man in die Lage kommen kann, genauso über jedes HALT-zeigende Signal zu fahren. Und das bei einem Vorfall oft der Teufel im Detail sitzt, es im entscheidenden Moment ganz dumm abgehen kann, wissen wir hier alle. Dieses System daher bitte nicht als das Wunderwuzzi-System darstellen. Und dafür würde die altehrwürdige LZB auch genügen.

Aus purem egoistischen, selbstgefälligem EU-Klientel-Denken heraus (wir sind EU, wir müssen ETCS) wird also versucht, dieses System flächendeckend zu installieren und die horrenden Kosten, die durch die Implementierung dieses Systems entstehen, auf die EVUs und Nationalstaaten zwingend abzuwälzen. Ob jetzt L1, L2 oder L3 ist mir persönlich schnurz egal. Tatsache ist, es genügt ein kleiner Schnipp, oder, ein Satellit das GSM-R ist weg: Der Betrieb steht. Einzig, viel Geld kostet es halt.
Österreich ist dabei so erpicht, ja sogar geil darauf, unbedingt als eines der ersten Länder in Europa unbedingt federführend dabei zu sein. Die dabei entstehenden Kosten stehen in keinem Verhältnis zu dem damit erzielten Erfolg, außerdem steht in ausreichendem Maße ein Sicherungssystem zur Verfügung. Das kritisiere ich, da ich solches nicht als notwendig empfinde, dieses verprasste Geld – wo es wirklich gebraucht wird, wo heute Not besteht - wesentlich effizienter man einsetzen könnte. Ob diese Kritik jetzt gerechtfertigt ist oder nicht, darüber zu urteilen, überlasse ich anderen.

Signalabhängigkeit

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Re: 1.7.2019: Zugunglück in Floridsdorf
« Antwort #39 am: 03. Juli 2019, 23:21:03 »
Bin gespannt auf die Erklärung was Satelliten mit ETCS zu tun haben!

denond

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Re: 1.7.2019: Zugunglück in Floridsdorf
« Antwort #40 am: 04. Juli 2019, 00:21:20 »
Bin gespannt auf die Erklärung was Satelliten mit ETCS zu tun haben!

...hat gar nichts damit zu tun. War ein Gedankengang in pkto. Fliegerei in einem anderen Forum. Entschuldige diesen Lapsus...

LG

Alex

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Re: 1.7.2019: Zugunglück in Floridsdorf
« Antwort #41 am: 04. Juli 2019, 15:19:58 »
Wieso? Wird der nicht mehr instandgesetzt? Ist doch nicht viel mehr passiert als etwas Blechschaden.
Wie willst Du so bitte erkennen, ob der Rahmen verzogen ist?

Es mag sein, dass er verzogen ist, aber das kann man ja wieder reparieren. Deswegen eine ganze Garnitur (mit zwei intakten Wagen) auszumustern, erscheint mir doch etwas übertrieben. Ich gebe allerdings zu, dass ich das Alter der Wagen nicht bedacht habe. Mag sein, dass eine Reparatur aus diesem Grund unwirtschaftlich ist; das kann ich nicht beurteilen. Ist ja auch die Frage, was genau an dem Wagen alles wieder instandgesetzt werden müsste.

Ich glaub, sobald ein 4020 einen größeren Schaden hat, wird er ausgemustert. Da gibt man einem anderen lieber eine neue "HU" (oder wie das bei der Vollbahn auch immer heißen mag) als dass man den Kasten eines Triebkopfs von Grund auf neu aufbaut.

Laut nv-wien.at steht 4020 268 bereits am Verbindungsgleis zur Verschrottungsfirma Scholz.
Auf einer Aufnahme aus Wien Heute hat man übrigens schon einen ordentlichen Knick im Bereich hinter dem Führerstand erkennen können.

haidi

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Re: 1.7.2019: Zugunglück in Floridsdorf
« Antwort #42 am: 04. Juli 2019, 17:18:06 »
Ein oder zwei Garnituren bei den ein Fahrzeug defekt ist könnten sich die öbb doch aufbehalten um bei einem weiteren Defekt eine funktionsfähige Garnitur zusammenzustellen.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

HLS

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Re: 1.7.2019: Zugunglück in Floridsdorf
« Antwort #43 am: 04. Juli 2019, 17:46:40 »
Und dafür würde die altehrwürdige LZB auch genügen.
Ich bin mir grad nicht sicher, ob du noch immer nicht verstanden hast, dass es auf dem Markt keine LZB (Ersatz)Teile mehr gibt. Die letzten Überreste, was es von mehr als 10 Jahren noch irgendwo zu kaufen gab, hat sich die DB eingehamstert um ihre Bestandstrecken noch ein paar Jahre weiter betreiben zu können.
Neubaustrecken gibts aber auch bei der DB damit keine mehr. Somit gibts zum ETCS nicht allzuviele Alternativen.

Aus verlässlicher Quelle (Techniker, die mit diesem System vertraut) weiß ich, daß auch mit ETCS unter bestimmter Voraussetzung und ab einer gewissen Geschwindigkeit man in die Lage kommen kann, genauso über jedes HALT-zeigende Signal zu fahren.

Da hast du grundsätzlich auch nicht unrecht und wird auch teilweise beabsichtigt und zwar wenn einem, aus welchem Grund auch immer, das Halt auf die Zugspitze legt, nennt sich "Train Trip".
Auch kann das GSM-R ausfallen, kommt es länger als 1min zu einem GSM-R Ausfall, kommts automatisch zur Zwangsbremsung.

Und weil du scheinbar das LZB so "vergötterst" auch da kanns jederzeit zum überfahren eines in Halt befindlichem Signal kommen.
Und billiger und benutzerfreundlicher ist es auch nicht zwangsläufig. Man wills ja irgendwann mal schaffen mit jeder Lok überall in Europa zu fahren, es gibt aber, soweit ich weiß, nur in Deutschland und Österreich PZB & LZB und z.B. in Ungarn, Slowakei & Tschechien die MIREL, jetzt bräuchtest allein für fünf Länder zwei Ausrüstungen auf die Lok.
Jetzt überlege mal, was es kostet, wenn eine Lok von Eurotunnel bis zum Bosporus fahren soll, wieviele verschiedene Zugbeeinflussungssysteme du benötigst um diese Lok fahren zu können, da sparst d im Vergleich zu nur einem System dann genau nichts.
Und natürlich muß irgendwo mal irgendwer anfangen es auszubauen und zu nutzen, denn sonst gehts nirgens weiter und es bleibt alles wie es ist und das wiederum bedeutet dann noch mehr Güterverkehr nicht auf der Schiene zu haben und ein weiter anhaltender Abwärtstrend bei Fernreisen.

Man muß also nicht nur momentane Anschaffungskosten für ein System sehen, sondern die zusätzlichen Kosten die ein technisches Aufrüsten der Loks mit "ausländischen" Zugsystemen verursachen.
Und wenn es einmal flächendeckend verbaut ist, werden die entsprechenden Kosten sicher abnehmen(wenn man die Inflation rausrechnet).

Und wenn ein besseres System verbaut werden kann und auch nur ein Menschenleben damit gerettet werden kann, sollte es doch im Intresse aller sein, dass auch zu verbauen.

Stell dir vor, dass wäre nicht ein leer Stockwagen gewesen, sondern ein Vollbesetzter, das hätte mit Sicherheit Tote gegeben. Oder aber ein Wagon mit hoch giftigen/brennbaren Füssigkeiten/Gasen, dass hätte tausende Verletzte und Tote geben können.


Erklär mir, anhand meiner Einwände mal, warum du dich so gegen den Fortschritt streubst? Ober verwendest du auch noch eines der alten Nokias aus den frühen 90er Jahren und dein Internetrouter ist ebenfalls aus den Anfängen des Internet und verteufelst die ganzen 4G-Netze sowie die künftigen 5G-Netze, denn das kostet(e) auch mehrere Milliarden Euro die jeder von uns indirekt über die Telefonrechnung mitfinanziert und teilweise auch über Steuern enbehalten werden. ;)
"Grüß Gott"

Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen. Dieter Nuhr

Ferry

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Re: 1.7.2019: Zugunglück in Floridsdorf
« Antwort #44 am: 04. Juli 2019, 18:44:26 »
Erklär mir, anhand meiner Einwände mal, warum du dich so gegen den Fortschritt streubst? Ober verwendest du auch noch eines der alten Nokias aus den frühen 90er Jahren und dein Internetrouter ist ebenfalls aus den Anfängen des Internet

Was ist "Internet"?  ;D SCNR
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