Autor Thema: [PM] Wiener U-Bahn-Ausbau dürfte teurer werden als geplant  (Gelesen 3510 mal)

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Re: [PM] Wiener U-Bahn-Ausbau dürfte teurer werden als geplant
« Antwort #15 am: 11. Oktober 2019, 21:18:29 »
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Danke für die Antwort! Dem ursprünglichen Plan könnte ich aktuell gar nichts mehr abgewinnen, aber so sind die Sichtweisen verschieden...

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Re: [PM] Wiener U-Bahn-Ausbau dürfte teurer werden als geplant
« Antwort #16 am: 12. Oktober 2019, 10:03:50 »
Nein, lasst bitte die Alser und Währinger Strasse in Ruhe. Da gefällt mir das schon besser, dass die U-Bahn zwischen Alser und Währinger Strasse fährt, so bleibt wenigstens die Tram.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

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Re: [PM] Wiener U-Bahn-Ausbau dürfte teurer werden als geplant
« Antwort #17 am: 12. Oktober 2019, 10:21:11 »
Nein, lasst bitte die Alser und Währinger Strasse in Ruhe. Da gefällt mir das schon besser, dass die U-Bahn zwischen Alser und Währinger Strasse fährt, so bleibt wenigstens die Tram.

Richtung Währing sehe ich persönlich weder jetzt noch in Zukunft Bedarf nach einer U-Bahn.

Richtung Hernals mittelfristig wahrscheinlich schon, aber auch wenn da andere User (fr3?) auf mich einprügeln, eher als UStrab... mit schrittweiser Verlängerung der Tunnelstrecke nach Bedarf.

Nullvariante wäre derzeit trotzdem am besten,  Geld ist eh keines da, und es gäbe in ÖV-Bereich wahrlich sinnvollere Investitionen (S-Bahn und Straßenbahn).

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Re: [PM] Wiener U-Bahn-Ausbau dürfte teurer werden als geplant
« Antwort #18 am: 12. Oktober 2019, 10:28:22 »
Nein, lasst bitte die Alser und Währinger Strasse in Ruhe. Da gefällt mir das schon besser, dass die U-Bahn zwischen Alser und Währinger Strasse fährt, so bleibt wenigstens die Tram.

Sinngemäßes Zitat eines hochrangigen Verkehrsplaners: "Die Politiker wollen unbedingt eine U-Bahn, so reden wir ihnen halt Linienführungen ein, die im Tramwaynetz möglichst wenig Schaden anrichten." - Insoferne ist die Route der U2/5 natürlich optimal. Allerdings hat er nicht bedacht, dass für das Tramwaynetz zu wenig Kohle überbleibt, um es unbeschädigt zu erhalten.
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Re: [PM] Wiener U-Bahn-Ausbau dürfte teurer werden als geplant
« Antwort #19 am: 12. Oktober 2019, 23:45:44 »
Nein, lasst bitte die Alser und Währinger Strasse in Ruhe. Da gefällt mir das schon besser, dass die U-Bahn zwischen Alser und Währinger Strasse fährt, so bleibt wenigstens die Tram.

Sinngemäßes Zitat eines hochrangigen Verkehrsplaners: "Die Politiker wollen unbedingt eine U-Bahn, so reden wir ihnen halt Linienführungen ein, die im Tramwaynetz möglichst wenig Schaden anrichten." - Insoferne ist die Route der U2/5 natürlich optimal. Allerdings hat er nicht bedacht, dass für das Tramwaynetz zu wenig Kohle überbleibt, um es unbeschädigt zu erhalten.

Im heutigen Mittagsjournal auf Ö1 träumte Harald Mahrer, Beauftragter für eh alles von Ubahnen vom Nordburgenland bis ins Waldviertel. Der Wahnsinn wird noch länger weitergehen. Es ist allerdings eigenartig, dass man diese Mittel nicht in sinnhaftere Vorhaben, z.b. eine Umlegung der S45 nach Meidling samt entsprechender Umbauten steckt. Dass die U5 eine Linie mit geringer Nutzung wird ist jetzt schon abzusehen.

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Re: [PM] Wiener U-Bahn-Ausbau dürfte teurer werden als geplant
« Antwort #20 am: 13. Oktober 2019, 09:09:22 »
Sollte die U5 irgendwann nach Dornbach und/oder zumindest Rennweg verlängert werden, dann wird sie auch eine akzeptable Auslastung haben, so lange sie nur bis zum Elterleinplatz fährt wird das eine relativ schwach frequentierte Sache, aber das ist bei den letzten Verlänferungen ja auch nicht viel anders, etwa ab Kagraner Platz, Aspernstraße, Reumannplatz, oder Alterlaa. (Zwischen Karlsplatz und Volkstheater ist heute ja schon nicht sooo viel los, lässt gut erahnen, wie leer die U5 zum Frankhplatz dann erst sein wird!

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Re: [PM] Wiener U-Bahn-Ausbau dürfte teurer werden als geplant
« Antwort #21 am: 13. Oktober 2019, 09:59:20 »
Im heutigen Mittagsjournal auf Ö1 träumte Harald Mahrer, Beauftragter für eh alles von Ubahnen vom Nordburgenland bis ins Waldviertel. Der Wahnsinn wird noch länger weitergehen. Es ist allerdings eigenartig, dass man diese Mittel nicht in sinnhaftere Vorhaben, z.b. eine Umlegung der S45 nach Meidling samt entsprechender Umbauten steckt. Dass die U5 eine Linie mit geringer Nutzung wird ist jetzt schon abzusehen.

Im Mittagsjournal gestern war der Oberwirtschaftkämmerer zu hören, der sinngemäß sagte, die armen Pendler können nicht umsteigen, weil man erst die Infrastruktur ausbauen muss und die Züge in dichtem Intervall (er nannte 5 Minuten) fahren müssen. Gleichzeitig stellt man das Schweinbarter Kreuz ein, anstatt die Strecken wieder aktiv und modern (Karlsruher Modell) auszubauen. Denen ist einfach nicht zu helfen, die sind ahnungslos, für SPÖVP gibts nur das Auto, alles andere ist Blabla.
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Re: [PM] Wiener U-Bahn-Ausbau dürfte teurer werden als geplant
« Antwort #22 am: 13. Oktober 2019, 10:17:24 »
Gleichzeitig stellt man das Schweinbarter Kreuz ein, anstatt die Strecken wieder aktiv und modern (Karlsruher Modell) auszubauen.

Wie würdest das das Karlsruher Modell (von dem ich an sich sehr viel halte) auf das Scheinbarther Kreuz umlegen?

Sollte die U5 irgendwann nach Dornbach und/oder zumindest Rennweg verlängert werden, dann wird sie auch eine akzeptable Auslastung haben, so lange sie nur bis zum Elterleinplatz fährt wird das eine relativ schwach frequentierte Sache, aber das ist bei den letzten Verlänferungen ja auch nicht viel anders, etwa ab Kagraner Platz, Aspernstraße, Reumannplatz, oder Alterlaa.

Wenn man mitten in der Innenstadt baut, sollte man aber schon von Anfang an eine höhere Auslastung anstreben, als am Stadtrand... nicht nur wird die U5 bis Frankhplatz leer herumfahren, aber es wird eben auch der Elterleinplatz kein Bringer werden, weil das ein völlig unlogischer Endpunkt ist und die Mehrheit der Fahrgäste im 43er sitzen bleiben werden (die U5 ist nur für Leute interessant, die jetzt schon am Schottentor in die U2 umsteigen) - die U5 wird daher weder eine Erschließungs- noch eine nennenswerte Entlastungswirkung hat.

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Re: [PM] Wiener U-Bahn-Ausbau dürfte teurer werden als geplant
« Antwort #23 am: 13. Oktober 2019, 11:09:15 »
Gleichzeitig stellt man das Schweinbarter Kreuz ein, anstatt die Strecken wieder aktiv und modern (Karlsruher Modell) auszubauen.

Wie würdest das das Karlsruher Modell (von dem ich an sich sehr viel halte) auf das Scheinbarther Kreuz umlegen?

naja, prinzipiell die Strecken da wo nötig in die Dörfer reinführen, das sind eh langgestreckte Straßendörfer, mit ein, zwei Stationen jeweils. Zweigleisige Inseln in den Dörfern zur Zugskreuzung und um mit dem Verkehr mitzuschwimmen, ansonsten die eingleisige Strecke verwenden, Teilelektrifizierung (zum Nachladen der Akkus). So in der Art.
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Re: [PM] Wiener U-Bahn-Ausbau dürfte teurer werden als geplant
« Antwort #24 am: 13. Oktober 2019, 11:11:24 »
@tramway

Klingt nachvollziehbar, auch wenn ich mir nicht sicher bin, dass das genau die richtigen Strecken dafür sind - ich hätte es dort immer so gesehen, dass man die nur mit einer Einbeziehung in die S-Bahn hätte retten können.

Aber zB bei der inneren Aspangbahn würde ich genau das machen, was du vorschlägst.

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Re: [PM] Wiener U-Bahn-Ausbau dürfte teurer werden als geplant
« Antwort #25 am: 13. Oktober 2019, 11:42:17 »
Klingt nachvollziehbar, auch wenn ich mir nicht sicher bin, dass das genau die richtigen Strecken dafür sind - ich hätte es dort immer so gesehen, dass man die nur mit einer Einbeziehung in die S-Bahn hätte retten können.
Aber zB bei der inneren Aspangbahn würde ich genau das machen, was du vorschlägst.

Für eine S-Bahn ist wahrscheinlich das FG-Potential zu gering, aber mit kleinen, leichten Einheiten könnt's passen. Aspangbahn - ganz genau. Und zu den Kosten - mir wird immer ganz schlecht, wenn ich mir auf Google Maps so anschau, was da für die Autobahn bewegt wurde, das ist ja komplett irre. Da sollten paar Lokalbahnen locker drin sein, wenn man die Klimawende auch nur ansatzweise ernst nimmt (was nicht der Fall ist, ich sage nur "Europaspange Waldviertel", Lobautunnel etc.).
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Re: [PM] Wiener U-Bahn-Ausbau dürfte teurer werden als geplant
« Antwort #26 am: 13. Oktober 2019, 12:47:30 »
Bei der Strecke Obersdorf - Pirawarth hätte ich an S-Bahn gedacht, weil mMn der Umsteigezwang sehr abschreckend wirkt und weil 2 S die Stunde durchaus sinnvoll dorthin durchbindbar wären, in einem schlüssigen Fahrplankonzept. Aber natürlich ist das nicht die einzige Möglichkeit.

Bei der Aspangbahn hätte man mit Oberlaa einen ziemlich guten „“Brückenkopf“ nach Wien (ich war nie ein Fan der U-Bahn dorthin, aber wenn sie schon da ist, muss man sie auch sinnvoll nutzen).

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Re: [PM] Wiener U-Bahn-Ausbau dürfte teurer werden als geplant
« Antwort #27 am: 13. Oktober 2019, 12:49:29 »
Innere Aspangbahn hätte mehr Potenzial, als die dürren Äste des Schweinbarther Kreuzes. Und da läuft die Streckenführung schon heute überwiegend durch die Siedlungsgebiete.
Schweinbarther Kreuz hat heute 700 Reisende am Tag, also 350 pro Richtung, das ist eine volle S-Bahn.
Natürlich wäre es attraktiver, den langen Aufstieg in Obersdorf nicht zu haben und in einen Rex umsteigen zu können, der Gänserndorfer Ast ist überhaupt verhehrend, Prottes und Matzen weit weg von der Hst, den Ast hat man nur gebraucht, um nach Obersdorf VT einzufädeln.
Also weg damit. Kreuz aufstellen und Mittel in die Aspangbahn werfen!

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Re: [PM] Wiener U-Bahn-Ausbau dürfte teurer werden als geplant
« Antwort #28 am: 13. Oktober 2019, 13:08:10 »
Gleichzeitig stellt man das Schweinbarter Kreuz ein, anstatt die Strecken wieder aktiv und modern (Karlsruher Modell) auszubauen.

Wie würdest das das Karlsruher Modell (von dem ich an sich sehr viel halte) auf das Scheinbarther Kreuz umlegen?

naja, prinzipiell die Strecken da wo nötig in die Dörfer reinführen, das sind eh langgestreckte Straßendörfer, mit ein, zwei Stationen jeweils. Zweigleisige Inseln in den Dörfern zur Zugskreuzung und um mit dem Verkehr mitzuschwimmen, ansonsten die eingleisige Strecke verwenden, Teilelektrifizierung (zum Nachladen der Akkus). So in der Art.

Ich könnte mir auch eine Lokalbahn wie sie Stern & Hafferl (Gmunden-Vorchdorf, Vöcklamarkt-Attersee) betreibt vorstellen. In deren Einzugsbereich sind die Dörfer auch kaum größer als im Weinviertel und die (Strassen-)bahn fährt stündlich. Als ersten Schritt könnte man z.B. diese Lokalbahn von Obersdorf bis zum Einkaufszentrum G3 verlängern. Das würde meiner Meinung nach schon einiges an Fahrgastpotenzial bringen. Dass diese "Weinvierteltram" einiges kosten würde ist mir klar, aber öffentlicher Verkehr kostet immer.

highspeedtrain

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Re: [PM] Wiener U-Bahn-Ausbau dürfte teurer werden als geplant
« Antwort #29 am: 13. Oktober 2019, 13:12:22 »
Innere Aspangbahn hätte mehr Potenzial, als die dürren Äste des Schweinbarther Kreuzes. Und da läuft die Streckenführung schon heute überwiegend durch die Siedlungsgebiete.
Schweinbarther Kreuz hat heute 700 Reisende am Tag, also 350 pro Richtung, das ist eine volle S-Bahn.
Natürlich wäre es attraktiver, den langen Aufstieg in Obersdorf nicht zu haben und in einen Rex umsteigen zu können, der Gänserndorfer Ast ist überhaupt verhehrend, Prottes und Matzen weit weg von der Hst, den Ast hat man nur gebraucht, um nach Obersdorf VT einzufädeln.
Also weg damit. Kreuz aufstellen und Mittel in die Aspangbahn werfen!

Im Ergebnis bin ich deiner Meinung, leider. Sehr viel besser als derzeit wäre ein Karlsruher Fahrplan auch nicht. Man darf halt auch nicht vergessen, dass die A5 dort den PKW viel wettbewerbsfähiger gemacht hat (ist halt jetzt so..).

Hätte man die Strecke anlässlich des zweigleisigen Ausbaus nach Wolkersdorf in Obersdorf Ri Wien eingebunden, sähe es aber anders aus.