Autor Thema: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr  (Gelesen 96777 mal)

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schaffnerlos

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #15 am: 10. März 2020, 16:55:47 »
Der vorderste Türflügel darf nicht verriegelt sein, da der Fahrer jederzeit schnellstens aus dem Zug sein muß. Außerdem steht dieser Türflügel jederzeit unter Beobachtung des Fahrers.

Wie ist das dann wenn ein Fahrlehrer dort sitzt. Bis jetzt habe ich immer beobachtet, dass der Türflügel dann verriegelt ist. Die Beobachtung ist egal; es geht darum, dass niemand dem Fahrer zu nahe kommen soll, also nicht den vorderen Einstieg der Tür 1 benützen soll.

denond

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #16 am: 10. März 2020, 17:09:05 »
Der vorderste Türflügel darf nicht verriegelt sein, da der Fahrer jederzeit schnellstens aus dem Zug sein muß. Außerdem steht dieser Türflügel jederzeit unter Beobachtung des Fahrers.

Wie ist das dann wenn ein Fahrlehrer dort sitzt. Bis jetzt habe ich immer beobachtet, dass der Türflügel dann verriegelt ist. Die Beobachtung ist egal; es geht darum, dass niemand dem Fahrer zu nahe kommen soll, also nicht den vorderen Einstieg der Tür 1 benützen soll.

Wenn der Lehrfahrer dort sitzt, wird der (von außen gesehen rechte Türflügel bei E1) versperrt, der andere Türflügel bleibt in Funktion. Beim E2 gibt es eine andere Möglichkeit.
Wenn die Order kommen sollte, die Tür 1 zur Gänze außer Funktion zu setzen, genügt das Auslegen eines gewissen Automaten. Damit ist die Tür außer Funktion. Der Türflügel in unmittelbarer Nähe des Fahrers bleibt unversperrt, der hintere (von außen gesehen der linke) kann/wird versperrt. Den würde ich auch versperren, da heute viele Exzentriker unterwegs sind...


Gast1090

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #17 am: 10. März 2020, 17:21:14 »
Derzeit sind Veranstaltungen, bei denen sich mehr als 100 Personen in einem geschlossenen Raum befinden, abzusagen. Wie ist das mit den ÖFFIS? Wenn sich in einem Waggon mehr als 100 Fahrgäste befinden, müssen dann so viele wieder aussteigen, daß genau 100 drinnen sind? Und dürfen dann bei den anderen Stationen immer nur so viele Fahrgäste zusteigen, wie ausgestiegen sind? Die katholische Kirche erlaubt maximal 100 Besucher in Messen. Nun sind Kirchenräume in der Regel viel weitläufiger als ein zum Beispiel U-Bahn-Abteil.

Tramwayhüttl

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #18 am: 10. März 2020, 17:49:59 »
Es betrifft ja Veranstaltungen und nicht Transport!
Bitte seien Sie achtsam! Zwischen Ihren Ohren befindet sich nichts als Luft.

60er

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #19 am: 10. März 2020, 17:53:28 »
Derzeit sind Veranstaltungen, bei denen sich mehr als 100 Personen in einem geschlossenen Raum befinden, abzusagen. Wie ist das mit den ÖFFIS? Wenn sich in einem Waggon mehr als 100 Fahrgäste befinden, müssen dann so viele wieder aussteigen, daß genau 100 drinnen sind? Und dürfen dann bei den anderen Stationen immer nur so viele Fahrgäste zusteigen, wie ausgestiegen sind? Die katholische Kirche erlaubt maximal 100 Besucher in Messen. Nun sind Kirchenräume in der Regel viel weitläufiger als ein zum Beispiel U-Bahn-Abteil.
Nein, natürlich nicht. Anders als Fußballspiele, Messen oder Konzerte ist öffentlicher Verkehr systemrelevant und daher nicht von solchen Maßnahmen betroffen.

Alex

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #20 am: 10. März 2020, 18:03:54 »
Derzeit sind Veranstaltungen, bei denen sich mehr als 100 Personen in einem geschlossenen Raum befinden, abzusagen. Wie ist das mit den ÖFFIS? Wenn sich in einem Waggon mehr als 100 Fahrgäste befinden, müssen dann so viele wieder aussteigen, daß genau 100 drinnen sind? Und dürfen dann bei den anderen Stationen immer nur so viele Fahrgäste zusteigen, wie ausgestiegen sind? Die katholische Kirche erlaubt maximal 100 Besucher in Messen. Nun sind Kirchenräume in der Regel viel weitläufiger als ein zum Beispiel U-Bahn-Abteil.
Nein, natürlich nicht. Anders als Fußballspiele, Messen oder Konzerte ist öffentlicher Verkehr systemrelevant und daher nicht von solchen Maßnahmen betroffen.
Ich denke, das wird sich von selbst regulieren, sobald auch die Schulen geschlossen und ein großer Teil der Bevölkerung zum Teleworking aufgefordert ist. Gefühlsmäßig war bereits jetzt am Nachmittag deutlich weniger los, als normalerweise an einem Dienstag um 17:30.

60er

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #21 am: 10. März 2020, 18:10:17 »
Ich denke, das wird sich von selbst regulieren, sobald auch die Schulen geschlossen und ein großer Teil der Bevölkerung zum Teleworking aufgefordert ist. Gefühlsmäßig war bereits jetzt am Nachmittag deutlich weniger los, als normalerweise an einem Dienstag um 17:30.
Ich habe das Gefühl, es schon seit gut einer Woche in den Verkehrsmitteln weniger los, als normalerweise.

schaffnerlos

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #22 am: 10. März 2020, 18:10:36 »
Es wird empfohlen, überfüllte Fahrzeuge zu meiden.

highspeedtrain

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #23 am: 10. März 2020, 18:16:46 »
Derzeit sind Veranstaltungen, bei denen sich mehr als 100 Personen in einem geschlossenen Raum befinden, abzusagen. Wie ist das mit den ÖFFIS? Wenn sich in einem Waggon mehr als 100 Fahrgäste befinden, müssen dann so viele wieder aussteigen, daß genau 100 drinnen sind? Und dürfen dann bei den anderen Stationen immer nur so viele Fahrgäste zusteigen, wie ausgestiegen sind? Die katholische Kirche erlaubt maximal 100 Besucher in Messen. Nun sind Kirchenräume in der Regel viel weitläufiger als ein zum Beispiel U-Bahn-Abteil.
Nein, natürlich nicht. Anders als Fußballspiele, Messen oder Konzerte ist öffentlicher Verkehr systemrelevant und daher nicht von solchen Maßnahmen betroffen.

Naja. Ich rechne zwar jetzt nicht damit, aber sakrosankt ist der ÖV sicherlich nicht, bei einer Epidemie. Und einzelne Gegenden könnten natürlich, wenn dort „zugemacht“ wird, sehr wohl abgeschnitten werden.

Sonderzug

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #24 am: 10. März 2020, 18:54:15 »
Der vorderste Türflügel darf nicht verriegelt sein, da der Fahrer jederzeit schnellstens aus dem Zug sein muß. Außerdem steht dieser Türflügel jederzeit unter Beobachtung des Fahrers.

Wie ist das dann wenn ein Fahrlehrer dort sitzt. Bis jetzt habe ich immer beobachtet, dass der Türflügel dann verriegelt ist. Die Beobachtung ist egal; es geht darum, dass niemand dem Fahrer zu nahe kommen soll, also nicht den vorderen Einstieg der Tür 1 benützen soll.

Wenn der Lehrfahrer dort sitzt, wird der (von außen gesehen rechte Türflügel bei E1) versperrt, der andere Türflügel bleibt in Funktion. Beim E2 gibt es eine andere Möglichkeit.
Wenn die Order kommen sollte, die Tür 1 zur Gänze außer Funktion zu setzen, genügt das Auslegen eines gewissen Automaten. Damit ist die Tür außer Funktion. Der Türflügel in unmittelbarer Nähe des Fahrers bleibt unversperrt, der hintere (von außen gesehen der linke) kann/wird versperrt. Den würde ich auch versperren, da heute viele Exzentriker unterwegs sind...

Ist die Tür 1 defekt so wird sie auch versperrt und die Fahrt fortgesetzt mehr nicht. Anders beim Bus dort darf der Lenker nicht mit einer versperrten Tür 1 fahren.

WVB

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #25 am: 10. März 2020, 20:19:05 »
Seit Samstag gilt auch die Maxime, bei allen Fahrzeugen, die zentrales Öffnen eingebaut haben, diese Einrichtung zu verwenden: Folgende Typen kommen in Frage: A A1, B B1, D, v/V-Züge.
Das dient dazu, daß Fahrgäste die Türtaster - zumindest von außen - nicht berühren müssen und somit eine der möglichen Übertragungsquellen wegfällt.
Quelle?
Wurde schon in einem anderen Thread erwähnt mit einem Verweis auf die Krone: https://www.krone.at/2109084

Tatra83

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #26 am: 10. März 2020, 20:53:39 »
In der Schweiz werden in den Postautos keine Fahrkarten mehr verkauft, die Vordertüre bleibt geschlossen. Diese Maßnahme wäre bei den WL nicht wirklich notwendig.
Wie schaut es derzeit in den betroffenen italenischen Städten aus? Gibt's da Informationen?
Auf der Webseite der Mailänder Verkehrsbetriebe schaut es derzeit nach Normalbetrieb aus: https://www.atm.it/it/Pagine/default.aspx

Aber, was man sich unbedingt klar machen muss: Die Systematik in der Pandemie-Bekämpfung ändert sich recht drastisch mit der Zunahme der Fallzahlen. Am Anfang gilt der Grundsatz: Schutz der Masse vor der geringen Zahl an Erkrankten. Im wirklichen Pandemie-Fall gilt nurnoch der Schutz der Wenigen vor der großen Zahl an Erkrankten.

Wenn also am Anfang der nächsten Woche möglicherweise die Schulen geschlossen werden und auch die Betreuung im Kindergarten nicht mehr sichergestellt werden kann, müssen viele Menschen (auch bei den WL) zu Hause bleiben. Dann kann in vielen Branchen nur mehr ein Teil des Personals überhaupt zur Arbeit erscheinen, sofern die Kinderbetreuung nicht anders gelöst werden kann.

Noch vor einer Woche war undenkbar, was da heute verkündet wurde, am Dienstag der kommenden Woche werden wir genau das gleiche erneut feststellen...
Und ich dachte, mit der Straßenbahn bin ich schneller als zu Fuß.

Werner1981

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #27 am: 10. März 2020, 21:22:06 »
Derzeit sind Veranstaltungen, bei denen sich mehr als 100 Personen in einem geschlossenen Raum befinden, abzusagen. Wie ist das mit den ÖFFIS? Wenn sich in einem Waggon mehr als 100 Fahrgäste befinden, müssen dann so viele wieder aussteigen, daß genau 100 drinnen sind? Und dürfen dann bei den anderen Stationen immer nur so viele Fahrgäste zusteigen, wie ausgestiegen sind? Die katholische Kirche erlaubt maximal 100 Besucher in Messen. Nun sind Kirchenräume in der Regel viel weitläufiger als ein zum Beispiel U-Bahn-Abteil.
Nein, natürlich nicht. Anders als Fußballspiele, Messen oder Konzerte ist öffentlicher Verkehr systemrelevant und daher nicht von solchen Maßnahmen betroffen.
Ich denke, das wird sich von selbst regulieren, sobald auch die Schulen geschlossen und ein großer Teil der Bevölkerung zum Teleworking aufgefordert ist. Gefühlsmäßig war bereits jetzt am Nachmittag deutlich weniger los, als normalerweise an einem Dienstag um 17:30.

Dann wird sich aber auch die Personalsituation deutlich zuspitzen, wenn viele Mütter und Väter nicht zum Dienst erscheinen können, da sie ihre Kinder beaufsichtigen müssen.

haidi

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #28 am: 10. März 2020, 21:41:17 »
Der vorderste Türflügel darf nicht verriegelt sein, da der Fahrer jederzeit schnellstens aus dem Zug sein muß. Außerdem steht dieser Türflügel jederzeit unter Beobachtung des Fahrers.

Ganz einfach. Elektrische Türbedienung abschalten.
Außen ein Plakat: Türe verschlossen, Einstieg und ein Pfeil nach hinten.
Innen: Ein Absperrband zwischen Fahrkartenautomat und Stange hinter Tür 1 mit Plakat: "Ausstieg hinten".

Gewährleistet bleibt, dass der Fahrer jederzeit bei der Tür 1 raus kann. Er sollte aber die Türe hinter sich zumachen und dass Fahrgäste problemlos über Tür 1 evakuiert werden können, wenn man das Absperrband entsprechend gestaltet, z.B, Schlaufe mit Klettverschluss um die Säule hinter Tür 1.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

Tatra83

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #29 am: 10. März 2020, 21:52:04 »
Dann wird sich aber auch die Personalsituation deutlich zuspitzen, wenn viele Mütter und Väter nicht zum Dienst erscheinen können, da sie ihre Kinder beaufsichtigen müssen.
Wenn die Schulen geschlossen sind, kann man zunächst auch mit dem Ferienfahrplan den Personalbedarf im Fahrdienst senken. Sollte das immer noch nicht reichen, wird eben wie an Samstagen (ohne Nachtverkehr) gefahren.
Und ich dachte, mit der Straßenbahn bin ich schneller als zu Fuß.