Tramwayforum

Öffentlicher Verkehr national und international => Verkehrspolitik => Thema gestartet von: Operator am 10. März 2020, 13:53:21

Titel: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Operator am 10. März 2020, 13:53:21
Ich möchte  hier eine Diskussion beginnen zum Thema Corona...
Was denkt Ihr? Wie wird sich das auf unsere öffentlichen Verkehrsmittel auswirken und wie reagieren die Wiener Linien?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 10. März 2020, 14:04:13
Also solange kein generelles Ausgangsverbot kommt, kann ich mir nicht vorstellen, daß es zu einem geplanten Angebot kommt.

Was natürlich schwieriger wird, offene Dienste nach zu besetzen.

Denn bei der jetzigen Situation werden einige Mitarbeiter keine Überstunden leisten, um so dass Ansteckrisiko für sich zu minimieren.

Ich zähle mich offen und ehrlich auch dazu.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Bus am 10. März 2020, 14:08:59
In der Schweiz werden in den Postautos keine Fahrkarten mehr verkauft, die Vordertüre bleibt geschlossen. Diese Maßnahme wäre bei den WL nicht wirklich notwendig.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Operator am 10. März 2020, 14:10:12
In der Schweiz werden in den Postautos keine Fahrkarten mehr verkauft, die Vordertüre bleibt geschlossen. Diese Maßnahme wäre bei den WL nicht wirklich notwendig.
Wie schaut es derzeit in den betroffenen italenischen Städten aus? Gibt's da Informationen?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: S. Böck am 10. März 2020, 14:25:18
Denn bei der jetzigen Situation werden einige Mitarbeiter keine Überstunden leisten, um so dass Ansteckrisiko für sich zu minimieren.

Ich zähle mich offen und ehrlich auch dazu.

Setzt das Unternehmen Maßnahmen, um die Ansteckungsgefahr für Mitarbeiter im Dienst zu minimieren (Desinfektionsmittelspender, gründliche Reinigung von Pausenräumen, WC's, etc., Anleitung zu mehr Hygiene & zum Reduzieren direkter Kontakte wie zb. Händeschütteln unterlassen, Umgang mit Fahrgästen,...)?

In den Fahrerkabinen ist das Personal wahrscheinlich gut geschützt, aber in den alten Hochflurfahrzeugen... ::)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Bus am 10. März 2020, 14:42:14
In der Schweiz werden in den Postautos keine Fahrkarten mehr verkauft, die Vordertüre bleibt geschlossen. Diese Maßnahme wäre bei den WL nicht wirklich notwendig.
Wie schaut es derzeit in den betroffenen italenischen Städten aus? Gibt's da Informationen?

Zumindest in Bozen/Meran ist dieselbe Maßnahme.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: U4 am 10. März 2020, 14:45:21
Denn bei der jetzigen Situation werden einige Mitarbeiter keine Überstunden leisten, um so dass Ansteckrisiko für sich zu minimieren.

Ich zähle mich offen und ehrlich auch dazu.

Setzt das Unternehmen Maßnahmen, um die Ansteckungsgefahr für Mitarbeiter im Dienst zu minimieren (Desinfektionsmittelspender, gründliche Reinigung von Pausenräumen, WC's, etc., Anleitung zu mehr Hygiene & zum Reduzieren direkter Kontakte wie zb. Händeschütteln unterlassen, Umgang mit Fahrgästen,...)?

In den Fahrerkabinen ist das Personal wahrscheinlich gut geschützt, aber in den alten Hochflurfahrzeugen... ::)
Meines Wissens in Erdberg NEIN - Motto Kopf in den Sand - und durchtauchen derzeit
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: schaffnerlos am 10. März 2020, 14:53:28
In den Fahrerkabinen ist das Personal wahrscheinlich gut geschützt, aber in den alten Hochflurfahrzeugen... ::)

Das macht wohl keinen sehr großen Unterschied. Zur Not den vorderen Türflügel verriegeln.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Tatra83 am 10. März 2020, 15:24:07
Meines Wissens in Erdberg NEIN - Motto Kopf in den Sand - und durchtauchen derzeit

Oh, ganz im Gegenteil, die Teamleiter telefonieren ihre Schäfchen durch, damit die wichtige Information weitergegeben wird, dass es nach einer möglichen Erkrankung/Absonderung/Quarantäne nach einer Reise in ein Risikogebiet keine Entgeltfortzahlung gibt.  :lamp:
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Alex am 10. März 2020, 15:45:54
Meines Wissens in Erdberg NEIN - Motto Kopf in den Sand - und durchtauchen derzeit

Oh, ganz im Gegenteil, die Teamleiter telefonieren ihre Schäfchen durch, damit die wichtige Information weitergegeben wird, dass es nach einer möglichen Erkrankung/Absonderung/Quarantäne nach einer Reise in ein Risikogebiet keine Entgeltfortzahlung gibt.  :lamp:

Auf Basis welcher rechtlichen Grundlage? Wenn bei Reiseantritt keine Reisewarnung für die Gebiete seitens BMeiA bestanden hat, dann kann die Entgeltfortzahlung nicht ausgesetzt werden.
Bezogen auf öffentliche Verkehrsmittel hat Kurz heute in der PK verkündet, dass diese weiterhin fahren werden, um Mobilität für Personen, die kein Auto besitzen auch weiterhin zu gewährleisten. Heißt das im Umkehrschluss, dass jeder, der ein Auto besitzt damit jetzt innerhalb Wiens zur Arbeit fahren muss? Werden dann auch die Kurzparkregelungen außer Kraft gesetzt?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: schaffnerlos am 10. März 2020, 16:00:44
dass es nach einer möglichen Erkrankung/Absonderung/Quarantäne nach einer Reise in ein Risikogebiet keine Entgeltfortzahlung gibt.
Auf Basis welcher rechtlichen Grundlage? Wenn bei Reiseantritt keine Reisewarnung für die Gebiete seitens BMeiA bestanden hat, dann kann die Entgeltfortzahlung nicht ausgesetzt werden.

Das nicht, aber der Arbeitsnehmer muss auch außer Dienst alle Möglichkeiten ausschöpfen, seine Arbeitsfährigkeit zu erhalten. Das heißt, keinen Reiseantritt in ein Gebiet mit Reisewarnung, ggf. vorzeitige Heimkehr (derzeit für Italien der Fall). Im Krankheitsfall darf er keine Maßnahmen setzen bzw. unterlassen, welche die Gesundung verhindern oder hinauszögern. In diesem Fall besteht kein Anspruch auf Entgeltfortzahlung.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Alex am 10. März 2020, 16:41:20
dass es nach einer möglichen Erkrankung/Absonderung/Quarantäne nach einer Reise in ein Risikogebiet keine Entgeltfortzahlung gibt.
Auf Basis welcher rechtlichen Grundlage? Wenn bei Reiseantritt keine Reisewarnung für die Gebiete seitens BMeiA bestanden hat, dann kann die Entgeltfortzahlung nicht ausgesetzt werden.

Das nicht, aber der Arbeitsnehmer muss auch außer Dienst alle Möglichkeiten ausschöpfen, seine Arbeitsfährigkeit zu erhalten. Das heißt, keinen Reiseantritt in ein Gebiet mit Reisewarnung, ggf. vorzeitige Heimkehr (derzeit für Italien der Fall). Im Krankheitsfall darf er keine Maßnahmen setzen bzw. unterlassen, welche die Gesundung verhindern oder hinauszögern. In diesem Fall besteht kein Anspruch auf Entgeltfortzahlung.
Das ist aber dann eigentlich das Gegenteil von dem, was Tatra83 geschrieben hat. Sprich, selbst wenn er so schnell wie möglich heimkommt, dann MUSS er in Quarantäne bzw. sich komplett auskurieren, bevor er wieder am Arbeitsplatz erscheinen darf. Damit hat er ein Anrecht auf Entgeltfortzahlung. Das Anrecht verliert er nur, wenn er fahrlässig handelt, also zum Zeitpunkt einer Reisewarnung in ein betroffenes Gebiet fährt (zählt Tirol nicht auch schon dazu?) oder eben nicht umgehend von dort abreist.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: denond am 10. März 2020, 16:51:08
In den Fahrerkabinen ist das Personal wahrscheinlich gut geschützt, aber in den alten Hochflurfahrzeugen... ::)

Das macht wohl keinen sehr großen Unterschied. Zur Not den vorderen Türflügel verriegeln.

Der vorderste Türflügel darf nicht verriegelt sein, da der Fahrer jederzeit schnellstens aus dem Zug sein muß. Außerdem steht dieser Türflügel jederzeit unter Beobachtung des Fahrers.

Seit Samstag gilt auch die Maxime, bei allen Fahrzeugen, die zentrales Öffnen eingebaut haben, diese Einrichtung zu verwenden: Folgende Typen kommen in Frage: A A1, B B1, D, T T1, v/V-Züge.
Das dient dazu, daß Fahrgäste die Türtaster - zumindest von außen - nicht berühren müssen und somit eine der möglichen Übertragungsquellen wegfällt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: schaffnerlos am 10. März 2020, 16:53:04
Sprich, selbst wenn er so schnell wie möglich heimkommt, dann MUSS er in Quarantäne bzw. sich komplett auskurieren, bevor er wieder am Arbeitsplatz erscheinen darf. Damit hat er ein Anrecht auf Entgeltfortzahlung. Das Anrecht verliert er nur, wenn er fahrlässig handelt, also zum Zeitpunkt einer Reisewarnung in ein betroffenes Gebiet fährt (zählt Tirol nicht auch schon dazu?) oder eben nicht umgehend von dort abreist.

Nichts anderes habe ich behauptet. Wie das mit den betroffenen Gebieten in Österreich ist, weiß ich nicht, weil ja das Außenministerium wohl keine Reisewarnung für Tirol herausgeben wird. Das Deutsche Auswärtige Amt zählt Österreich nicht zu den Risikogebieten.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Wagenbeweger am 10. März 2020, 16:53:41
In den Fahrerkabinen ist das Personal wahrscheinlich gut geschützt, aber in den alten Hochflurfahrzeugen... ::)

Das macht wohl keinen sehr großen Unterschied. Zur Not den vorderen Türflügel verriegeln.

Der vorderste Türflügel darf nicht verriegelt sein, da der Fahrer jederzeit schnellstens aus dem Zug sein muß. Außerdem steht dieser Türflügel jederzeit unter Beobachtung des Fahrers.

Seit Samstag gilt auch die Maxime, bei allen Fahrzeugen, die zentrales Öffnen eingebaut haben, diese Einrichtung zu verwenden: Folgende Typen kommen in Frage: A A1, B B1, D, v/V-Züge.
Das dient dazu, daß Fahrgäste die Türtaster - zumindest von außen - nicht berühren müssen und somit eine der möglichen Übertragungsquellen wegfällt.

Quelle?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: schaffnerlos am 10. März 2020, 16:55:47
Der vorderste Türflügel darf nicht verriegelt sein, da der Fahrer jederzeit schnellstens aus dem Zug sein muß. Außerdem steht dieser Türflügel jederzeit unter Beobachtung des Fahrers.

Wie ist das dann wenn ein Fahrlehrer dort sitzt. Bis jetzt habe ich immer beobachtet, dass der Türflügel dann verriegelt ist. Die Beobachtung ist egal; es geht darum, dass niemand dem Fahrer zu nahe kommen soll, also nicht den vorderen Einstieg der Tür 1 benützen soll.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: denond am 10. März 2020, 17:09:05
Der vorderste Türflügel darf nicht verriegelt sein, da der Fahrer jederzeit schnellstens aus dem Zug sein muß. Außerdem steht dieser Türflügel jederzeit unter Beobachtung des Fahrers.

Wie ist das dann wenn ein Fahrlehrer dort sitzt. Bis jetzt habe ich immer beobachtet, dass der Türflügel dann verriegelt ist. Die Beobachtung ist egal; es geht darum, dass niemand dem Fahrer zu nahe kommen soll, also nicht den vorderen Einstieg der Tür 1 benützen soll.

Wenn der Lehrfahrer dort sitzt, wird der (von außen gesehen rechte Türflügel bei E1) versperrt, der andere Türflügel bleibt in Funktion. Beim E2 gibt es eine andere Möglichkeit.
Wenn die Order kommen sollte, die Tür 1 zur Gänze außer Funktion zu setzen, genügt das Auslegen eines gewissen Automaten. Damit ist die Tür außer Funktion. Der Türflügel in unmittelbarer Nähe des Fahrers bleibt unversperrt, der hintere (von außen gesehen der linke) kann/wird versperrt. Den würde ich auch versperren, da heute viele Exzentriker unterwegs sind...

Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Gast1090 am 10. März 2020, 17:21:14
Derzeit sind Veranstaltungen, bei denen sich mehr als 100 Personen in einem geschlossenen Raum befinden, abzusagen. Wie ist das mit den ÖFFIS? Wenn sich in einem Waggon mehr als 100 Fahrgäste befinden, müssen dann so viele wieder aussteigen, daß genau 100 drinnen sind? Und dürfen dann bei den anderen Stationen immer nur so viele Fahrgäste zusteigen, wie ausgestiegen sind? Die katholische Kirche erlaubt maximal 100 Besucher in Messen. Nun sind Kirchenräume in der Regel viel weitläufiger als ein zum Beispiel U-Bahn-Abteil.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Tramwayhüttl am 10. März 2020, 17:49:59
Es betrifft ja Veranstaltungen und nicht Transport!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 60er am 10. März 2020, 17:53:28
Derzeit sind Veranstaltungen, bei denen sich mehr als 100 Personen in einem geschlossenen Raum befinden, abzusagen. Wie ist das mit den ÖFFIS? Wenn sich in einem Waggon mehr als 100 Fahrgäste befinden, müssen dann so viele wieder aussteigen, daß genau 100 drinnen sind? Und dürfen dann bei den anderen Stationen immer nur so viele Fahrgäste zusteigen, wie ausgestiegen sind? Die katholische Kirche erlaubt maximal 100 Besucher in Messen. Nun sind Kirchenräume in der Regel viel weitläufiger als ein zum Beispiel U-Bahn-Abteil.
Nein, natürlich nicht. Anders als Fußballspiele, Messen oder Konzerte ist öffentlicher Verkehr systemrelevant und daher nicht von solchen Maßnahmen betroffen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Alex am 10. März 2020, 18:03:54
Derzeit sind Veranstaltungen, bei denen sich mehr als 100 Personen in einem geschlossenen Raum befinden, abzusagen. Wie ist das mit den ÖFFIS? Wenn sich in einem Waggon mehr als 100 Fahrgäste befinden, müssen dann so viele wieder aussteigen, daß genau 100 drinnen sind? Und dürfen dann bei den anderen Stationen immer nur so viele Fahrgäste zusteigen, wie ausgestiegen sind? Die katholische Kirche erlaubt maximal 100 Besucher in Messen. Nun sind Kirchenräume in der Regel viel weitläufiger als ein zum Beispiel U-Bahn-Abteil.
Nein, natürlich nicht. Anders als Fußballspiele, Messen oder Konzerte ist öffentlicher Verkehr systemrelevant und daher nicht von solchen Maßnahmen betroffen.
Ich denke, das wird sich von selbst regulieren, sobald auch die Schulen geschlossen und ein großer Teil der Bevölkerung zum Teleworking aufgefordert ist. Gefühlsmäßig war bereits jetzt am Nachmittag deutlich weniger los, als normalerweise an einem Dienstag um 17:30.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 60er am 10. März 2020, 18:10:17
Ich denke, das wird sich von selbst regulieren, sobald auch die Schulen geschlossen und ein großer Teil der Bevölkerung zum Teleworking aufgefordert ist. Gefühlsmäßig war bereits jetzt am Nachmittag deutlich weniger los, als normalerweise an einem Dienstag um 17:30.
Ich habe das Gefühl, es schon seit gut einer Woche in den Verkehrsmitteln weniger los, als normalerweise.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: schaffnerlos am 10. März 2020, 18:10:36
Es wird empfohlen, überfüllte Fahrzeuge zu meiden.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: highspeedtrain am 10. März 2020, 18:16:46
Derzeit sind Veranstaltungen, bei denen sich mehr als 100 Personen in einem geschlossenen Raum befinden, abzusagen. Wie ist das mit den ÖFFIS? Wenn sich in einem Waggon mehr als 100 Fahrgäste befinden, müssen dann so viele wieder aussteigen, daß genau 100 drinnen sind? Und dürfen dann bei den anderen Stationen immer nur so viele Fahrgäste zusteigen, wie ausgestiegen sind? Die katholische Kirche erlaubt maximal 100 Besucher in Messen. Nun sind Kirchenräume in der Regel viel weitläufiger als ein zum Beispiel U-Bahn-Abteil.
Nein, natürlich nicht. Anders als Fußballspiele, Messen oder Konzerte ist öffentlicher Verkehr systemrelevant und daher nicht von solchen Maßnahmen betroffen.

Naja. Ich rechne zwar jetzt nicht damit, aber sakrosankt ist der ÖV sicherlich nicht, bei einer Epidemie. Und einzelne Gegenden könnten natürlich, wenn dort „zugemacht“ wird, sehr wohl abgeschnitten werden.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Sonderzug am 10. März 2020, 18:54:15
Der vorderste Türflügel darf nicht verriegelt sein, da der Fahrer jederzeit schnellstens aus dem Zug sein muß. Außerdem steht dieser Türflügel jederzeit unter Beobachtung des Fahrers.

Wie ist das dann wenn ein Fahrlehrer dort sitzt. Bis jetzt habe ich immer beobachtet, dass der Türflügel dann verriegelt ist. Die Beobachtung ist egal; es geht darum, dass niemand dem Fahrer zu nahe kommen soll, also nicht den vorderen Einstieg der Tür 1 benützen soll.

Wenn der Lehrfahrer dort sitzt, wird der (von außen gesehen rechte Türflügel bei E1) versperrt, der andere Türflügel bleibt in Funktion. Beim E2 gibt es eine andere Möglichkeit.
Wenn die Order kommen sollte, die Tür 1 zur Gänze außer Funktion zu setzen, genügt das Auslegen eines gewissen Automaten. Damit ist die Tür außer Funktion. Der Türflügel in unmittelbarer Nähe des Fahrers bleibt unversperrt, der hintere (von außen gesehen der linke) kann/wird versperrt. Den würde ich auch versperren, da heute viele Exzentriker unterwegs sind...

Ist die Tür 1 defekt so wird sie auch versperrt und die Fahrt fortgesetzt mehr nicht. Anders beim Bus dort darf der Lenker nicht mit einer versperrten Tür 1 fahren.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: WVB am 10. März 2020, 20:19:05
Seit Samstag gilt auch die Maxime, bei allen Fahrzeugen, die zentrales Öffnen eingebaut haben, diese Einrichtung zu verwenden: Folgende Typen kommen in Frage: A A1, B B1, D, v/V-Züge.
Das dient dazu, daß Fahrgäste die Türtaster - zumindest von außen - nicht berühren müssen und somit eine der möglichen Übertragungsquellen wegfällt.
Quelle?
Wurde schon in einem anderen Thread erwähnt mit einem Verweis auf die Krone: https://www.krone.at/2109084
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Tatra83 am 10. März 2020, 20:53:39
In der Schweiz werden in den Postautos keine Fahrkarten mehr verkauft, die Vordertüre bleibt geschlossen. Diese Maßnahme wäre bei den WL nicht wirklich notwendig.
Wie schaut es derzeit in den betroffenen italenischen Städten aus? Gibt's da Informationen?
Auf der Webseite der Mailänder Verkehrsbetriebe schaut es derzeit nach Normalbetrieb aus: https://www.atm.it/it/Pagine/default.aspx

Aber, was man sich unbedingt klar machen muss: Die Systematik in der Pandemie-Bekämpfung ändert sich recht drastisch mit der Zunahme der Fallzahlen. Am Anfang gilt der Grundsatz: Schutz der Masse vor der geringen Zahl an Erkrankten. Im wirklichen Pandemie-Fall gilt nurnoch der Schutz der Wenigen vor der großen Zahl an Erkrankten.

Wenn also am Anfang der nächsten Woche möglicherweise die Schulen geschlossen werden und auch die Betreuung im Kindergarten nicht mehr sichergestellt werden kann, müssen viele Menschen (auch bei den WL) zu Hause bleiben. Dann kann in vielen Branchen nur mehr ein Teil des Personals überhaupt zur Arbeit erscheinen, sofern die Kinderbetreuung nicht anders gelöst werden kann.

Noch vor einer Woche war undenkbar, was da heute verkündet wurde, am Dienstag der kommenden Woche werden wir genau das gleiche erneut feststellen...
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Werner1981 am 10. März 2020, 21:22:06
Derzeit sind Veranstaltungen, bei denen sich mehr als 100 Personen in einem geschlossenen Raum befinden, abzusagen. Wie ist das mit den ÖFFIS? Wenn sich in einem Waggon mehr als 100 Fahrgäste befinden, müssen dann so viele wieder aussteigen, daß genau 100 drinnen sind? Und dürfen dann bei den anderen Stationen immer nur so viele Fahrgäste zusteigen, wie ausgestiegen sind? Die katholische Kirche erlaubt maximal 100 Besucher in Messen. Nun sind Kirchenräume in der Regel viel weitläufiger als ein zum Beispiel U-Bahn-Abteil.
Nein, natürlich nicht. Anders als Fußballspiele, Messen oder Konzerte ist öffentlicher Verkehr systemrelevant und daher nicht von solchen Maßnahmen betroffen.
Ich denke, das wird sich von selbst regulieren, sobald auch die Schulen geschlossen und ein großer Teil der Bevölkerung zum Teleworking aufgefordert ist. Gefühlsmäßig war bereits jetzt am Nachmittag deutlich weniger los, als normalerweise an einem Dienstag um 17:30.

Dann wird sich aber auch die Personalsituation deutlich zuspitzen, wenn viele Mütter und Väter nicht zum Dienst erscheinen können, da sie ihre Kinder beaufsichtigen müssen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: haidi am 10. März 2020, 21:41:17
Der vorderste Türflügel darf nicht verriegelt sein, da der Fahrer jederzeit schnellstens aus dem Zug sein muß. Außerdem steht dieser Türflügel jederzeit unter Beobachtung des Fahrers.

Ganz einfach. Elektrische Türbedienung abschalten.
Außen ein Plakat: Türe verschlossen, Einstieg und ein Pfeil nach hinten.
Innen: Ein Absperrband zwischen Fahrkartenautomat und Stange hinter Tür 1 mit Plakat: "Ausstieg hinten".

Gewährleistet bleibt, dass der Fahrer jederzeit bei der Tür 1 raus kann. Er sollte aber die Türe hinter sich zumachen und dass Fahrgäste problemlos über Tür 1 evakuiert werden können, wenn man das Absperrband entsprechend gestaltet, z.B, Schlaufe mit Klettverschluss um die Säule hinter Tür 1.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Tatra83 am 10. März 2020, 21:52:04
Dann wird sich aber auch die Personalsituation deutlich zuspitzen, wenn viele Mütter und Väter nicht zum Dienst erscheinen können, da sie ihre Kinder beaufsichtigen müssen.
Wenn die Schulen geschlossen sind, kann man zunächst auch mit dem Ferienfahrplan den Personalbedarf im Fahrdienst senken. Sollte das immer noch nicht reichen, wird eben wie an Samstagen (ohne Nachtverkehr) gefahren.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hiller_michael am 11. März 2020, 00:27:51
Hier in Toronto werden die Oeffis mit speziellen Chemikalien gespritzt und gesaeubert.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Wagenbeweger am 11. März 2020, 01:20:59
Seit Samstag gilt auch die Maxime, bei allen Fahrzeugen, die zentrales Öffnen eingebaut haben, diese Einrichtung zu verwenden: Folgende Typen kommen in Frage: A A1, B B1, D, v/V-Züge.
Das dient dazu, daß Fahrgäste die Türtaster - zumindest von außen - nicht berühren müssen und somit eine der möglichen Übertragungsquellen wegfällt.
Quelle?
Wurde schon in einem anderen Thread erwähnt mit einem Verweis auf die Krone: https://www.krone.at/2109084
Schwache Antwort. Sorry aber ein Krone Artikel ist für mich kein Dienstauftrag.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: S. Böck am 11. März 2020, 06:07:50
http://www.bahnonline.ch/bo/67513/coronavirus-massnahmen-im-zuercher-verkehrsverbund.htm
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: moszkva tér am 11. März 2020, 07:31:10
Nachdem gerade das gesamte öffentliche Leben mehr oder weniger komplett zugedreht wird: Weiß jemand, ob es beim ÖV (z.B. den Wiener Linien) Notfallpläne wegen Corona gibt?

Das Verbot von Veranstaltungen mit mehr als 100 Besuchern könnte man beispielsweise leicht auch auf den öffentlichen Verkehr ausdehnen. Dann hat man ganz schnell ein Problem (100 Leute hat man schnell einmal in einem Wagen beisammen, von einem durchgängigen V-Zug gar nicht zu reden).

Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 25/26 am 11. März 2020, 07:47:39
Bitte die Beiträge von https://www.tramwayforum.at/index.php?topic=9581.0 hierher verschieben. Danke!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Katana am 11. März 2020, 08:00:54
In diesem Board wäre dieses städte- und länderübergreifende Thema aber besser aufgehoben als im Board Straßenbahn Wien.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: U4 am 11. März 2020, 09:13:22
In diesem Board wäre dieses städte- und länderübergreifende Thema aber besser aufgehoben als im Board Straßenbahn Wien.

 :up:

lasst es so wie es ist

Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Sonderzug am 11. März 2020, 09:42:35
Seit Samstag gilt auch die Maxime, bei allen Fahrzeugen, die zentrales Öffnen eingebaut haben, diese Einrichtung zu verwenden: Folgende Typen kommen in Frage: A A1, B B1, D, v/V-Züge.
Das dient dazu, daß Fahrgäste die Türtaster - zumindest von außen - nicht berühren müssen und somit eine der möglichen Übertragungsquellen wegfällt.
Quelle?
Wurde schon in einem anderen Thread erwähnt mit einem Verweis auf die Krone: https://www.krone.at/2109084
Schwache Antwort. Sorry aber ein Krone Artikel ist für mich kein Dienstauftrag.

Für die U-Bahn gibt es eine Anweisung.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Bus am 11. März 2020, 09:53:45
Seit Samstag gilt auch die Maxime, bei allen Fahrzeugen, die zentrales Öffnen eingebaut haben, diese Einrichtung zu verwenden: Folgende Typen kommen in Frage: A A1, B B1, D, v/V-Züge.
Das dient dazu, daß Fahrgäste die Türtaster - zumindest von außen - nicht berühren müssen und somit eine der möglichen Übertragungsquellen wegfällt.
Quelle?
Wurde schon in einem anderen Thread erwähnt mit einem Verweis auf die Krone: https://www.krone.at/2109084
Schwache Antwort. Sorry aber ein Krone Artikel ist für mich kein Dienstauftrag.

Für die U-Bahn gibt es eine Anweisung.

"Steigen Sie nicht mehr ein"  ;D >:D
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 11. März 2020, 09:58:52
Nachdem gerade das gesamte öffentliche Leben mehr oder weniger komplett zugedreht wird: Weiß jemand, ob es beim ÖV (z.B. den Wiener Linien) Notfallpläne wegen Corona gibt?

Das Verbot von Veranstaltungen mit mehr als 100 Besuchern könnte man beispielsweise leicht auch auf den öffentlichen Verkehr ausdehnen. Dann hat man ganz schnell ein Problem (100 Leute hat man schnell einmal in einem Wagen beisammen, von einem durchgängigen V-Zug gar nicht zu reden).

An die Verschwörungstheoretiker unter euch.

Es wird sicherlich schon an Notfallplänen gearbeitet. Diese werden wenn, unter Verschluß gehalten.

Und da man derzeit noch nicht weiß, wie sich der Virus wirklich ausbreitet und welche Maßnahmen daher gesetzt werden, halte ich von Veröffentlichung solcher Pläne auch überhaupt nichts.

Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Tatra83 am 11. März 2020, 10:13:51
An die Verschwörungstheoretiker unter euch. Es wird sicherlich schon an Notfallplänen gearbeitet. Diese werden wenn, unter Verschluß gehalten. Und da man derzeit noch nicht weiß, wie sich der Virus wirklich ausbreitet und welche Maßnahmen daher gesetzt werden, halte ich von Veröffentlichung solcher Pläne auch überhaupt nichts.

Du raffst es nicht oder? Es ist jetzt nicht mehr der Zeitpunkt, dass man irgendwelche Notfallpläne erarbeitet. Man muss sie haben und umsetzen (somit indirekt veröffentlichen). Aber die weltbeste Truppe in der Coronaburg Erdberg hat nichts besseres zu tun als dem Fahrpersonal zu verbieten, dass Schutzmasken getragen werden - ganz großes Kino in puncto Fürsorgepflicht. :fp:
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: schaffnerlos am 11. März 2020, 10:14:59
Warum soll das Personal Schutzmasken tragen?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: moszkva tér am 11. März 2020, 10:32:06
Und da man derzeit noch nicht weiß, ... welche Maßnahmen daher gesetzt werden, ...
Guten Morgen!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 11. März 2020, 10:37:22
An die Verschwörungstheoretiker unter euch. Es wird sicherlich schon an Notfallplänen gearbeitet. Diese werden wenn, unter Verschluß gehalten. Und da man derzeit noch nicht weiß, wie sich der Virus wirklich ausbreitet und welche Maßnahmen daher gesetzt werden, halte ich von Veröffentlichung solcher Pläne auch überhaupt nichts.

Du raffst es nicht oder? Es ist jetzt nicht mehr der Zeitpunkt, dass man irgendwelche Notfallpläne erarbeitet. Man muss sie haben und umsetzen (somit indirekt veröffentlichen). Aber die weltbeste Truppe in der Coronaburg Erdberg hat nichts besseres zu tun als dem Fahrpersonal zu verbieten, dass Schutzmasken getragen werden - ganz großes Kino in puncto Fürsorgepflicht. :fp:

Was willst du umsetzen? Solange nicht das öffentliche Leben wirklich eingeschränkt wird (Ausgangsverbot), kannst du nicht wirklich etwas im ÖV verändern. Ich habe auch noch nirgend im Verkauf jemanden mit Schutzmasken gesehen. Und ich glaube, die haben ein höhere Ansteckungsrisiko, als die Fahrbediensteten. Ausserdem wird sogar von Mediziner abgeraten Schutzmasken zu tragen. Denn dass man einen wirklichen Schutz hat, müsste man Spezialmasken tragen und diese auch regelmässig tauschen. Die meisten Masken, mit denen ich schon einige Personen gesehen haben, helfen nämlich nicht dass man sich ansteckt, sondern verhindern dass man andere ansteckt.

Und was glaubst du, was es auslösen würde, wenn das Personal der WL jetzt schon ihren Dienst mit Masken versehen würde. Das würde nur eine Panik in der Bevölkerung auslösen.
Und ich weiß, dass die Verantwortlichen der WL sehr wohl ständig auf die aktuellen Anweisung reagieren.

Aber jetzt schon zu sagen, OK wir reduzieren das Angebot um X% und das Personal soll zu Hause bleiben und nur auf Abruf zum Dienst erscheinen, das ist zwar ein mögliches Szenario, dies zu Veröffentlichen ist noch viel zu früh.

Ich hätte auch nicht gehört, dass die ÖBB oder irgend ein anders Verkehrsunternehmen in Österreich diesbezüglich Maßnahmen gesetzt hat.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Alex am 11. März 2020, 11:16:04

Stellt man für die Zeit jetzt eigentlich auch das Kilometersparen bei den ULFen ein?
Folgende Argumente würden für den maximalen Einsatz von ULF sprechen:
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: haidi am 11. März 2020, 11:34:57
Panik auslösen - du bist ein paar Tage zu spät, die Panik ist schon da. Von Deutschland habe ich gehört, dass Toliettenpapier schwer zu bekommen sei - warum?

In Ternitz war eine Ordination in der Früh von der BH gesperrt, weil ein Corona-Verdacht  bei einem Patienten vorlag. Zu Mittag, als es Entwarnung gab, waren die Geschäfte leer.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: abc am 11. März 2020, 11:55:26

Stellt man für die Zeit jetzt eigentlich auch das Kilometersparen bei den ULFen ein?
Folgende Argumente würden für den maximalen Einsatz von ULF sprechen:
  • Getrennte Fahrerkabine -> Personal wird geschützt
  • Zentrales Öffnen -> Kunden werden geschützt.

Und das Elternteilen-beim-Einsteigen-mit-Kinderwagen-Helfen entfällt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 360 am 11. März 2020, 12:15:06
@ moszkva ter-> Ja, es gibt einen Notfallplan, von dem aber bislang noch nichts umgesetzt wurde
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 38ger am 11. März 2020, 14:01:33
An die Verschwörungstheoretiker unter euch. Es wird sicherlich schon an Notfallplänen gearbeitet. Diese werden wenn, unter Verschluß gehalten. Und da man derzeit noch nicht weiß, wie sich der Virus wirklich ausbreitet und welche Maßnahmen daher gesetzt werden, halte ich von Veröffentlichung solcher Pläne auch überhaupt nichts.

Du raffst es nicht oder? Es ist jetzt nicht mehr der Zeitpunkt, dass man irgendwelche Notfallpläne erarbeitet. Man muss sie haben und umsetzen (somit indirekt veröffentlichen). Aber die weltbeste Truppe in der Coronaburg Erdberg hat nichts besseres zu tun als dem Fahrpersonal zu verbieten, dass Schutzmasken getragen werden - ganz großes Kino in puncto Fürsorgepflicht. :fp:

Also Fahrer mit Schutzmasken wären ja wohl das schlimmstmögliche Signal und komplett überzogen! Ist daher eine mMn derzeit sinnvolle Maßnahme um nicht unnötig zu einer schlimmeren Eskalation beizutragen!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 38ger am 11. März 2020, 14:04:21

Stellt man für die Zeit jetzt eigentlich auch das Kilometersparen bei den ULFen ein?
Folgende Argumente würden für den maximalen Einsatz von ULF sprechen:
  • Getrennte Fahrerkabine -> Personal wird geschützt
  • Zentrales Öffnen -> Kunden werden geschützt.

Werden die Viren nicht ohnehin durch die Lüftung in die Fahrerkabine geblasen?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: WVB am 11. März 2020, 14:13:00
Von Deutschland habe ich gehört, dass Toliettenpapier schwer zu bekommen sei - warum?
Soweit braucht man gar nicht schweifen. Beim Lidl in Vöcklabruck war die ganze letzte Woche über keines vorhanden weil sich die Leute wie narrisch eingedeckt haben. In den Ballungsräumen merkt man aufgrund der Fülle an Supermärkten nix davon aber am Land scheint das echt ein Thema zu sein.  :fp:
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: moszkva tér am 11. März 2020, 14:34:56
Von Deutschland habe ich gehört, dass Toliettenpapier schwer zu bekommen sei - warum?
Soweit braucht man gar nicht schweifen. Beim Lidl in Vöcklabruck war die ganze letzte Woche über keines vorhanden weil sich die Leute wie narrisch eingedeckt haben. In den Ballungsräumen merkt man aufgrund der Fülle an Supermärkten nix davon aber am Land scheint das echt ein Thema zu sein.  :fp:
Beim Hofer im 3. Bezirk (St. Marx) heute zu Mittag auch: Mehl, Zucker und Nudeln ausverkauft und mehrere Leute mit Wagerln voller Steigen mit diesen Dingen. Da fragst dich echt...
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Alex am 11. März 2020, 14:40:18

Die meisten Masken, mit denen ich schon einige Personen gesehen haben, helfen nämlich nicht dass man sich ansteckt, sondern verhindern dass man andere ansteckt.
Es ist ja auch der Hauptzweck der jetzt verhängten Maßnahmen (inkl. Quarantäne), dass man von sich aus andere Menschen nicht ansteckt und weniger umgekehrt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 11. März 2020, 15:07:06

Stellt man für die Zeit jetzt eigentlich auch das Kilometersparen bei den ULFen ein?
Folgende Argumente würden für den maximalen Einsatz von ULF sprechen:
  • Getrennte Fahrerkabine -> Personal wird geschützt
  • Zentrales Öffnen -> Kunden werden geschützt.

Werden die Viren nicht ohnehin durch die Lüftung in die Fahrerkabine geblasen?

Was ich weiß, handelt es sich um Tröpfchenübertragung.

Bedeutet, dich muss ein infeszierter Anniesen, Spucken oder Berühren

Im Umkehrschluss, eine Ansteckung über die Klimaanlage ist ehr sehr unwahrscheinlich.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 60er am 11. März 2020, 15:45:04
Es ist ja auch der Hauptzweck der jetzt verhängten Maßnahmen (inkl. Quarantäne), dass man von sich aus andere Menschen nicht ansteckt und weniger umgekehrt.
Dafür baucht es aber keine Masken. Dazu reichen normale Vorsichtsmaßnahmen, wie häufiges Händewaschen, nicht in die Hand hineinhusten, auf das Handgeben verzichten, Abstand zu anderen Leuten einhalten, Menschenansammlungen meiden und bei Anzeichen von Verkühlungssymptomen daheim bleiben.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: schaffnerlos am 11. März 2020, 16:14:55
In den Spitälern werden teilweise schon OPs abgesagt. Der Grund ist nicht Corona selbst sondern der Mangel an Schutzmasken.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: abc am 11. März 2020, 16:14:57
In Berliner Bussen darf man ab morgen nicht mehr an der ersten Tür einsteigen, auch der Fahrscheinverkauf im Bus entfällt dann vorübergehend:
https://www.bvg.de/de/Unternehmen/Medien/Presse/Pressemitteilungen/Detailansicht?newsid=3792

Und als pdf inkl. der Screens im "Berliner Fenster", den Bildschirmen in der U-Bahn: https://www.bvg.de/images/content/pressemitteilungen/2020/20200311_PM_Bitte_hinten_einsteigen.pdf

In Krakau wurde - wie in Wien auch - das zentrale Öffnen der Türen eingeführt, außerdem kann man auch dort beim Fahrer keine Tickets mehr kaufen (Links auf Polnisch):
http://mpk.krakow.pl/pl/aktualnosci/news,7226,drzwi-w-autobusach-i-tramwajach-otworza-prowadzacy-pojazdy.html
http://mpk.krakow.pl/pl/aktualnosci/news,7227,kierowcy-i-motorniczowie-nie-sprzedaja-biletow.html
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: schaffnerlos am 11. März 2020, 16:17:49
eine Ansteckung über die Klimaanlage ist ehr sehr unwahrscheinlich.

Vor allem weil jede Kilmaanlage die Luft auch filtert.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: HLS am 11. März 2020, 16:49:36
Was ich weiß, handelt es sich um Tröpfchenübertragung.

Bedeutet, dich muss ein infeszierter Anniesen, Spucken oder Berühren

Im Umkehrschluss, eine Ansteckung über die Klimaanlage ist ehr sehr unwahrscheinlich.
Du hast grundsätzlich recht, dass es eine Tröpfcheninfektion ist. Diese Tröpfchen können und werden bei normalen Klimaanlagen aber sehr wohl angesaugt, gefiltert, gewärmt/gekühlt, be- oder entfeuchtet und wieder in den Raum abgegeben. Keime, Viren und Baktierien, die über die Luft und somit auch über Tröpfchen verbreitbar sind, werden bei einer Standardklimaanlage fast 1:1 wieder in den Raum abgegeben wo sie herkommen. Um diese ebenfalls zu filtern braucht es richtige Megaanlagen, wie sie z.B. für Operationsräume zwingend vorgeschrieben sind. Dort wird in mehreren Stufen unter anderem mit Ozon, ultraviolettem Licht, Schwefel und noch so einigen Feinheiten 99,999%(es müssen mindestenstens 99,999% sein) dieses "Schmutzes" gefiltert und gereinigt und dann der Zuluft wieder zugeführt.

Somit muß dich ein Infizierter nicht zwangsläufig "ansandeln" es reicht schon dieses in einem Raum zu machen, der eine Klimaanlage besitzt und du könntest mit Pech hunderte, ja sogar 1000 Leute schlagartig infizieren.
Die wahrscheinlichkeit tendiert aber ehrlich gesagt gegen 0, auszuschließen ist eber dennoch nicht. Gefährlich ist es dann, wenn ein Klimaanlage eher selten bis nie gereinigt und desinfiziert wird und sich somit über eine längere Zeit diese Keime usw. ungehindert in den Filtermatten und dem Kondensat vermehren können.


P.S. bei einigen Klimaanlagen wird sogar mit Heißdampf(ca. 180-200°C) oder mit flüssigem Stickstoff versucht die Luft zu reinigen, wie effektiv das allerdings ist, weiß ich nicht, da ich so eine Anlage selbst nie betreut habe.


Edit:
eine Ansteckung über die Klimaanlage ist ehr sehr unwahrscheinlich.

Vor allem weil jede Kilmaanlage die Luft auch filtert.
Siehe meinen Beitrag. Also ich kenne keine Klimaanlagen, außer in Krankenhäusern, Pharma- und Lebensmittelindustrie, die überhaupt die Chance hätten es zu filtern.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 60er am 11. März 2020, 17:10:02
In den Spitälern werden teilweise schon OPs abgesagt. Der Grund ist nicht Corona selbst sondern der Mangel an Schutzmasken.
Das macht man schon länger. Es werden OPs, die nicht dringend notwendig sind, verschoben, damit Kapazitäten und Ressourcen für Notfälle freigehalten werden können.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: schaffnerlos am 11. März 2020, 17:11:50
In den Spitälern werden teilweise schon OPs abgesagt. Der Grund ist nicht Corona selbst sondern der Mangel an Schutzmasken.
Das macht man schon länger. Es werden OPs, die nicht dringend notwendig sind, verschoben, damit Kapazitäten und Ressourcen für Notfälle freigehalten werden können.

Das auch, aber manche OPs werden ausschließlich wegen des Schutzmaskenmangels abgesagt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Alex am 11. März 2020, 17:18:27
Es ist ja auch der Hauptzweck der jetzt verhängten Maßnahmen (inkl. Quarantäne), dass man von sich aus andere Menschen nicht ansteckt und weniger umgekehrt.
Dafür baucht es aber keine Masken. Dazu reichen normale Vorsichtsmaßnahmen, wie häufiges Händewaschen, nicht in die Hand hineinhusten, auf das Handgeben verzichten, Abstand zu anderen Leuten einhalten, Menschenansammlungen meiden und bei Anzeichen von Verkühlungssymptomen daheim bleiben.
Ja eh, es sagt ja auch keiner, dass die Menschen Masken tragen sollen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: schaffnerlos am 11. März 2020, 17:40:44
Ab Montag kein Unterricht an Schulen für Schüler ab 15 Jahre, ab Mittwoch kein Unterricht für die jüngeren Schüler. Für letztere bleiben aber die Schulen zwecks Betreuung geöffnet. Mal sehen, ob die WL ihren Fahrplan anpassen werden.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Elin Lohner am 11. März 2020, 17:46:13
Mal sehen, ob die WL ihren Fahrplan anpassen werden.
Wahrscheinlich würden alle Linien unter der Woche und am Samstag die ganze Woche über mit dem Sonntagsfahrplan fahren, falls angedacht wird die Fahrzeiten auf allen Linien, wegen dem Coronavirus, zu strecken.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: schaffnerlos am 11. März 2020, 17:49:04
Wahrscheinlich würden alle Linien unter der Woche und am Samstag die ganze Woche über mit dem Sonntagsfahrplan fahren

Sicher nicht, weil dann werden nicht alle Streckenabschnitte bedient. Wenn, dann Ferienfahrplan. Die Frage ist nur ob dieser 1:1 sein wird oder ob teilweise verdichtet bzw. verdünnt wird.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Autobusfan am 11. März 2020, 18:02:38
Ist aber insofern nicht so gescheit, denn wenn der normale Fahrplan ist, aber quasi Ferien sind, gibt es mehr Fahrten als sonst nötig, was dazu führt, dass die Fahrzeuge weniger voll sind, was ein guter Effekt wäre.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: schaffnerlos am 11. März 2020, 18:12:41
Das ist ein gutes Argument :up:
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 60er am 11. März 2020, 18:43:34
Das auch, aber manche OPs werden ausschließlich wegen des Schutzmaskenmangels abgesagt.
Ist genauso eine Vorsichtsmaßnahme. Alle verfügbaren Masken sollen eben für Notfälle zur Verfügung stehen, und nicht für Schönheitsoperationen oder Korrekturen von Nasenscheidewänden benutzt werden.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Sonderzug am 11. März 2020, 19:09:52
Der vorderste Türflügel darf nicht verriegelt sein, da der Fahrer jederzeit schnellstens aus dem Zug sein muß. Außerdem steht dieser Türflügel jederzeit unter Beobachtung des Fahrers.

Ganz einfach. Elektrische Türbedienung abschalten.
Außen ein Plakat: Türe verschlossen, Einstieg und ein Pfeil nach hinten.
Innen: Ein Absperrband zwischen Fahrkartenautomat und Stange hinter Tür 1 mit Plakat: "Ausstieg hinten".

Gewährleistet bleibt, dass der Fahrer jederzeit bei der Tür 1 raus kann. Er sollte aber die Türe hinter sich zumachen und dass Fahrgäste problemlos über Tür 1 evakuiert werden können, wenn man das Absperrband entsprechend gestaltet, z.B, Schlaufe mit Klettverschluss um die Säule hinter Tür 1.

Mal schauen was doch noch kommt. :blank:
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 11. März 2020, 20:30:22
Der vordere Flügel der Tür 1 bei den Hochflurern wird abgesperrt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 71er am 11. März 2020, 20:41:23
Also vermutlich längere Aufenthalte in den Haltestellen und statt viel zu wenig Distanz zwischen Fahrpersonal und Fahrgästen nur noch zu wenig Distanz. Eine typische österreichische Lösung.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 38ger am 11. März 2020, 21:02:03
Also vermutlich längere Aufenthalte in den Haltestellen und statt viel zu wenig Distanz zwischen Fahrpersonal und Fahrgästen nur noch zu wenig Distanz. Eine typische österreichische Lösung.

Die Aufenthalte werden trotzdem nicht länger, sondern eher kürzer, weil ja niemand mehr zur Schule fährt, niemand mehr zur Uni fährt, viele Leute von zu Hause aus arbeiten, Krankenhaus- und Pflegeheimbesuche deutlich reduziert werden, weniger Touristen da sein werden, Leute keine größeren Konzerte / Veranstaltungen mehr besuchen können usw.
Die eine von sieben Türen fällt da wohl kaum noch ins Gewicht mEn.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hema am 11. März 2020, 21:14:11
Der vordere Flügel der Tür 1 bei den Hochflurern wird abgesperrt.
Ist aber im Endeffekt eine ähnliche Alibi-Maßnahme wie das zentrale Öffnen der U-Bahn-Türen!   ::)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 11. März 2020, 21:20:02
Der vordere Flügel der Tür 1 bei den Hochflurern wird abgesperrt.
Ist aber im Endeffekt eine ähnliche Alibi-Maßnahme wie das zentrale Öffnen der U-Bahn-Türen!   ::)

Natürlich, aber das Fahrpersonal wird dadurch beruhigt ("de kimmern si jo do um uns").
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Katana am 11. März 2020, 21:27:31
eine Ansteckung über die Klimaanlage ist ehr sehr unwahrscheinlich.

Vor allem weil jede Kilmaanlage die Luft auch filtert.
Ich glaube nicht, dass in den nächsten Tagen in einem Wiener Schienenfahrzeug eine Klimaanlage laufen wird. Eher eine Heizung, und die zieht die Luft über heiße Teile, was eine bessere Wirkung hat als die üblichen Staubfilter.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 11. März 2020, 22:05:21
In Bussen und O-Bussen in Bratislava dürfen ab morgen nur noch Personen mit Blinden- oder Assistenzhunden bei der vordersten Tür ein- und aussteigen. Fahrer und Lenker dürfen nur dann unterwegs sein, wenn ihre Körpertemperatur nicht erhöht ist. Diese wird bei Dienstantritt berührungslos gemessen. Schon vergangenes Wochenende wurden 800 Straßenbahnwagen, Busse und O-Busse desinfiziert, zum Preis von 36.400 € ohne Mehrwertsteuer (Ergebnis einer Ausschreibung). Seit 5. März werden die Türen zentral geöffnet.

Quellen: https://m.imhd.sk/ba/doc/sk/19395/Predne-dvere-v-autobusoch-a-trolejbusoch-sa-docasne-nebudu-pouzivat-od-12-3-2020

https://m.imhd.sk/ba/doc/sk/19372/Vozidla-IDS-BK-sa-v-tychto-dnoch-intenzivnejsie-dezinfikuju
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: WVB am 11. März 2020, 22:08:35
Immer wieder ein Traum was die  :luck: vom Social-Media-Team für einen Topfen von sich geben:

Hallo @wienerlinien könnt ihr auch den Lenker*innen der 43er sagen, dass sich alle Türen automatisch öffnen sollten?

Bei Straßenbahnen ist das technisch nur möglich, wenn es einen Haltewunsch gibt. Und da auch nur bei den Niederflurfahrzeugen. Am wirksamsten ist laut Gesundheitsexperten der Stadt noch immer das Händewaschen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: HLS am 11. März 2020, 22:12:45

Natürlich, aber das Fahrpersonal wird dadurch beruhigt ("de kimmern si jo do um uns").
Und es gibt es sogar in Schriftform.
[attach=1]
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Konstal 105Na am 11. März 2020, 22:34:45
Mittlerweile ist auch in Krakau das Einsteigen bei Tür 1 in Autobussen nicht mehr erlaubt:
http://mpk.krakow.pl/pl/aktualnosci/news,7228,wydzielone-strefy-w-autobusach-i-tramwajach.html

Ab Montag bleiben auch Schulen geschlossen. In einem krakauer Forum überlegt man schon, ob der Fahrplan gestreckt wird. Angeblich haben das andere Betriebe bereits verkündet, ich habe das aber nicht überprüft.

Ansonsten gilt zentrales Öffnen auch in vielen anderen polnischen Betrieben.

MPK Wrocław gibt sogar an, dass niesende und hustende Fahrgäste nicht aus den Fahrzeugen gebeten werden.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: JochenK am 12. März 2020, 08:33:54
Seit Samstag gilt auch die Maxime, bei allen Fahrzeugen, die zentrales Öffnen eingebaut haben, diese Einrichtung zu verwenden: Folgende Typen kommen in Frage: A A1, B B1, D, v/V-Züge.

Wird in Floridsdorf bei den Strassenbahnen soweit ich gesehen habe ignoriert, auch bei den Buslinien.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: moszkva tér am 12. März 2020, 08:34:31
Die Aufenthalte werden trotzdem nicht länger, sondern eher kürzer, weil ja ... viele Leute von zu Hause aus arbeiten ...
Und bei uns gibt es seit heute "bis auf Weiteres" Urlaubssperre  :fp:
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 12. März 2020, 09:35:59
Die Aufenthalte werden trotzdem nicht länger, sondern eher kürzer, weil ja ... viele Leute von zu Hause aus arbeiten ...
Und bei uns gibt es seit heute "bis auf Weiteres" Urlaubssperre  :fp:

Vielleicht will man so auch Urlaubsquote für Eltern reservieren.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Alex am 12. März 2020, 10:08:41
Die Aufenthalte werden trotzdem nicht länger, sondern eher kürzer, weil ja ... viele Leute von zu Hause aus arbeiten ...
Und bei uns gibt es seit heute "bis auf Weiteres" Urlaubssperre  :fp:

Vielleicht will man so auch Urlaubsquote für Eltern reservieren.
Ich gehe eher davon aus, dass Eltern ihre Jahresurlaube für die Kinderbetreuung einsetzen werden müssen und ab Ende der Corona-Welle bis Jahresende in der Regel keine Urlaube mehr genehmigt werden, um die entgangene Wirtschaftsleistung wieder hereinzuholen,
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: coolharry am 12. März 2020, 10:59:44
Die Aufenthalte werden trotzdem nicht länger, sondern eher kürzer, weil ja ... viele Leute von zu Hause aus arbeiten ...
Und bei uns gibt es seit heute "bis auf Weiteres" Urlaubssperre  :fp:

Vielleicht will man so auch Urlaubsquote für Eltern reservieren.
Ich gehe eher davon aus, dass Eltern ihre Jahresurlaube für die Kinderbetreuung einsetzen werden müssen und ab Ende der Corona-Welle bis Jahresende in der Regel keine Urlaube mehr genehmigt werden, um die entgangene Wirtschaftsleistung wieder hereinzuholen,
Ja und im Sommer sollen sich die Gschroppen gefälligst selbst betreuen. Jetzt mal im ernst. Die Kinder werden weiterhin zum größtenteil in die Schule gebracht. Was anderes bleibt Berufstätigen auch nicht über. Andere Regelungen sind für die Regierung auch schwer möglich. Man kann die Wirtschaft nicht einfach abdrehen. Das geht nicht.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 71er am 12. März 2020, 11:44:21
Die Aufenthalte werden trotzdem nicht länger, sondern eher kürzer, weil ja niemand mehr zur Schule fährt, niemand mehr zur Uni fährt, viele Leute von zu Hause aus arbeiten, Krankenhaus- und Pflegeheimbesuche deutlich reduziert werden, weniger Touristen da sein werden, Leute keine größeren Konzerte / Veranstaltungen mehr besuchen können usw.
Die eine von sieben Türen fällt da wohl kaum noch ins Gewicht mEn.
Im Vergleich zum Normalbetrieb werden die Aufenthalte natürlich nicht länger. Aber die Fahrgäste werden sich wohl kaum deswegen auf die anderen Türen konzentrieren und damit sind länger Fahrgäste in der Nähe des Fahrers, als wenn man beide Türflügel offen lässt und die Leute einfach zügig am Personal vorbei kommen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 12. März 2020, 11:58:45
Die vordere Hälfte der Tür 1 ist ohnehin de facto unbenutzt, auch wenn sie offen ist.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Tatra83 am 12. März 2020, 12:17:32
Basierend auf den hier (https://medium.com/@tomaspueyo/coronavirus-act-today-or-people-will-die-f4d3d9cd99ca) geäußerten Theorien steht uns noch einiges bevor, also wage ich die Prognose, dass wir auch in Österreich die schrittweise Einstellung des gesamten öffentlichen Nah- und Fernverkehr erleben werden.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: tramway.at am 12. März 2020, 12:27:46
Deutscher Bundestag, 2012, Ab Seite 57 ff. ausführliche Analyse von Pandemiefolgen (allerdings mit höher angenommenen Zahlen als jetzt real). Wichtig+interessant: Folgenabschätzung in den verschiedenen Bereichen!

https://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/120/1712051.pdf
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: E1-c3 am 12. März 2020, 12:28:01

Natürlich, aber das Fahrpersonal wird dadurch beruhigt ("de kimmern si jo do um uns").
Und es gibt es sogar in Schriftform.
(Dateianhang Link)
Personalablöse Quartier Belvedere, Linie D:

Neuer Fahrer: (untersucht vordersten Türflügel, weil dieser nicht offen ist)
Alter Fahrer: Na, loss des. Der is versperrt. Der muas zua bleibm.
Neuer Fahrer: Wos? Warum muas der zua bleibm?
Alter Fahrer: Na wengam Virus. Und die Tür von da Kabin' muast mim Lederbandl do aubinden! Host n' Dienstauftrog ned glesn?
Neuer Fahrer: Geh, schleich di. Do gibt's an DA!?
Alter Fahrer: Jo.
Neuer Fahrer: Seit waun güüd der?
Alter Fahrer: Seit heit.
Neuer Fahrer: Ah interessant. Warum sogt ma des kaana?
Alter Fahrer: Hod da wirklich kaana wos gsogt?
Neuer Fahrer: Na, überhaupt niemand. Na guad, donk da schee, seawas.
Alter Fahrer: Seawas.

 :fp:
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Werner1981 am 12. März 2020, 12:40:23
Die Aufenthalte werden trotzdem nicht länger, sondern eher kürzer, weil ja ... viele Leute von zu Hause aus arbeiten ...
Und bei uns gibt es seit heute "bis auf Weiteres" Urlaubssperre  :fp:

Vielleicht will man so auch Urlaubsquote für Eltern reservieren.
Ich gehe eher davon aus, dass Eltern ihre Jahresurlaube für die Kinderbetreuung einsetzen werden müssen und ab Ende der Corona-Welle bis Jahresende in der Regel keine Urlaube mehr genehmigt werden, um die entgangene Wirtschaftsleistung wieder hereinzuholen,

Je nach Kollektivvertrag steht dir aber eine gewisse Anzahl an Urlaubswochen im Sommer zu.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hema am 12. März 2020, 12:49:45

Je nach Kollektivvertrag steht dir aber eine gewisse Anzahl an Urlaubswochen im Sommer zu.
In besonderen Not- und Sonderfällen steht dir gar nichts zu. Falls man dich braucht und du (noch) fähig bist deine Leistung zu bringen, wirst du zupacken müssen!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Lint am 12. März 2020, 13:02:51

Natürlich, aber das Fahrpersonal wird dadurch beruhigt ("de kimmern si jo do um uns").
Und es gibt es sogar in Schriftform.
(Dateianhang Link)
Personalablöse Quartier Belvedere, Linie D:

Neuer Fahrer: (untersucht vordersten Türflügel, weil dieser nicht offen ist)
Alter Fahrer: Na, loss des. Der is versperrt. Der muas zua bleibm.
Neuer Fahrer: Wos? Warum muas der zua bleibm?
Alter Fahrer: Na wengam Virus. Und die Tür von da Kabin' muast mim Lederbandl do aubinden! Host n' Dienstauftrog ned glesn?
Neuer Fahrer: Geh, schleich di. Do gibt's an DA!?
Alter Fahrer: Jo.
Neuer Fahrer: Seit waun güüd der?
Alter Fahrer: Seit heit.
Neuer Fahrer: Ah interessant. Warum sogt ma des kaana?
Alter Fahrer: Hod da wirklich kaana wos gsogt?
Neuer Fahrer: Na, überhaupt niemand. Na guad, donk da schee, seawas.
Alter Fahrer: Seawas.

 :fp:

Naja wenn die Fahrer keine Dienstaufträge lesen kommt es zu solchen Situationen, keine Überraschung!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: E1 4833 am 12. März 2020, 13:08:20
Ich hätte mal eine Frage zu den Fahrplänen ab Dem Zeitpunkt der Schulschliessungen??
Wird ab Mittwoch mit Ferienfahrplan gefahren oder bleibt es bei den normalen Plänen???
Oder fängt man damit schon Montag an???
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Alex am 12. März 2020, 13:18:36
Ich hätte mal eine Frage zu den Fahrplänen ab Dem Zeitpunkt der Schulschliessungen??
Wird ab Mittwoch mit Ferienfahrplan gefahren oder bleibt es bei den normalen Plänen???
Oder fängt man damit schon Montag an???
Das wird Dir wahrscheinlich noch keiner beantworten können, da bei den Wiener Linien wie in vermutlich allen Betrieben derzeit der Krisenstab beraten wird.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Tunafish am 12. März 2020, 13:21:41
Von Kosteneinsparungen abgesehen ist wohl auch mit mehr Krankmeldungen zu rechnen, insofern spricht sicher vieles für den Ferienfahrplan.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 12. März 2020, 13:42:41
Und da man jetzt noch nicht sagen kann, wie viele Kinder wirklich zu Hause bleiben, kann man auch noch nicht sagen, wann das Angebot bei den WL reduziert wird,

Ich glaube, das wird dann kurzfristig entschieden, wenn

 :blank: Das Fahrgastaufkommen merklich zurück gegangen ist

 :blank: Weitere Anweisungen vond er Regierung kommt

 :blank: Wenn man auf Grund von Erkrankung des Fahrpersonal nicht mehr das Angebot leisten zu können.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 71er am 12. März 2020, 13:56:35
In Graz hat man angeblich schon alles durchgerechnet und will auf den Ferienfahrplan wechseln :bh:.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Tunafish am 12. März 2020, 14:08:47
Das klingt doch vernünftig? Man darf auch nicht vergessen, dass derzeit sicher eine ganze Reihe an Einnahmen ausbleiben, weil weniger Einzelfahrten und Zeitkarten verkauft werden. Alleine das Ausbleiben von Touristen hat sicherlich merkliche Auswirkungen. Was längerfristige Budgetüberlegungen auch sinnvoll macht.

Und Personalausfälle wird es nicht nur beim Fahrpersonal geben, sondern auch an anderen Stellen mit Auswirkung auf den Fahrbetrieb - Werkstattpersonal, etwa. Und vielleicht sind auch manche Ersatzteile nur mit längerer Lieferfrist erhältlich, es sind viele Folgen denkbar.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Straßenbahn Graz am 12. März 2020, 14:26:23
In Graz hat man angeblich schon alles durchgerechnet und will auf den Ferienfahrplan wechseln :bh:.

Will man nicht.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 71er am 12. März 2020, 14:39:42
Das klingt doch vernünftig? Man darf auch nicht vergessen, dass derzeit sicher eine ganze Reihe an Einnahmen ausbleiben, weil weniger Einzelfahrten und Zeitkarten verkauft werden. Alleine das Ausbleiben von Touristen hat sicherlich merkliche Auswirkungen. Was längerfristige Budgetüberlegungen auch sinnvoll macht.
Aus wirtschaftlicher Sicht macht es natürlich Sinn, aber das sollte bei einem Unternehmen im öffentlichen Eigentum in so einer Situation wohl nebensächlich sein. Um so mehr die Verkehrsbetriebe sparen um so mehr explodieren die Kosten im Gesundheitssektor. Es ist einfach enorm wichtig, dass die Leute möglichst größen Abstand zueinander halten und dazu tragen halbleere Öffis bei.

Und Personalausfälle wird es nicht nur beim Fahrpersonal geben, sondern auch an anderen Stellen mit Auswirkung auf den Fahrbetrieb - Werkstattpersonal, etwa. Und vielleicht sind auch manche Ersatzteile nur mit längerer Lieferfrist erhältlich, es sind viele Folgen denkbar.
Trotzdem sollte man so lange nach normalen Fahrplan fahren wie es nur irgendwie geht. Die Fahrer werden leider Überstunden machen müssen, aber das ist in Krisensituationen in solchen Jobs nun mal so. Die Ärzte in Italien arbeiten teilweise schon zwei Wochen lang jeden Tag 16-18h.

Will man nicht.
Stimmt, wurde vor einer Stunde widerrufen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Werner1981 am 12. März 2020, 15:30:58

Je nach Kollektivvertrag steht dir aber eine gewisse Anzahl an Urlaubswochen im Sommer zu.
In besonderen Not- und Sonderfällen steht dir gar nichts zu. Falls man dich braucht und du (noch) fähig bist deine Leistung zu bringen, wirst du zupacken müssen!

Diese Not- oder Sonderfälle kann es in manchen Berufsgruppen für eine gewisse Zeit sicher geben, aber nicht wie im Ursprungsposting angedeutet fast ein ganzes Jahr lang z.B. in einem Industriebetrieb.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Tatra83 am 12. März 2020, 19:06:59
Ab morgen wird es wohl soweit sein, dass das Angebot der WL auf Ferienfahrplan oder gar weniger gestutzt wird.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Wile E. Coyote am 12. März 2020, 19:08:11
Naja wenn die Fahrer keine Dienstaufträge lesen kommt es zu solchen Situationen, keine Überraschung!
... oder wenn die Fahrer Dienstaufträge sehr wohl lesen würden, diese aber am Expedit Quartier Belvedere ganz einfach nicht ordnungsgemäß ausgehängt werden und daher auch nicht gelesen werden können. :-X
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: haidi am 12. März 2020, 19:51:21
Der Ferienfahrplan heißt ja nicht nur, dass keine Schüler fahren, sondern auch, dass weniger Erwachsene fahren. Daher wird wohl ein Mischfahrplan aus Normal und Ferien sinnvoll sein. Zwischen 7 und 8 Uhr wird wohl die Zeit sein, wo der größte Fahrgastrückgang ist. Über den Nachmittag wird sich das besser verteilen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 38ger am 12. März 2020, 20:58:28
Ab morgen wird es wohl soweit sein, dass das Angebot der WL auf Ferienfahrplan oder gar weniger gestutzt wird.

Bevor man die Intervalle dehnt sollte man sich lieber erst die Auslastung ab Montag bzw. Mittwoch ansehen. Die meisten Eltern werden ihre Eltern wohl trotzdem zur Schule bringen, da ja irgendwer auf die Kinder schauen muss. Zu den Großeltern sollte man sie ja keinesfalls geben, da gerade die älteren Personen am meisten gefährdet sind von dem Virus und gerade Kinder es auch am besten verbreiten.

Es ist ja auch vom gesundheitlichen Aspekt her nicht sinnvoll, wenn die Öffis durch die gedehnten Intervall wieder voll sind, da dann die Ansteckungswahrscheinlichkeit ja auch am höchsten ist.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 12. März 2020, 21:47:55
Angela-Schneider-Durchsage in den U-Bahn-Stationen:

"Liebe Fahrgäste, wir möchten Sie auf die aktuellen Gesundheitstipps hinweisen. Damit Sie und andere Fahrgäste gesund bleiben: Waschen Sie regelmäßig Ihre Hände und husten und niesen Sie in die Ellenbeuge oder in ein Taschentuch."
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 71er am 12. März 2020, 22:03:11
Bevor man die Intervalle dehnt sollte man sich lieber erst die Auslastung ab Montag bzw. Mittwoch ansehen. Die meisten Eltern werden ihre Eltern wohl trotzdem zur Schule bringen, da ja irgendwer auf die Kinder schauen muss. Zu den Großeltern sollte man sie ja keinesfalls geben, da gerade die älteren Personen am meisten gefährdet sind von dem Virus und gerade Kinder es auch am besten verbreiten.

Es ist ja auch vom gesundheitlichen Aspekt her nicht sinnvoll, wenn die Öffis durch die gedehnten Intervall wieder voll sind, da dann die Ansteckungswahrscheinlichkeit ja auch am höchsten ist.
So wie es aussieht gibt es ab Montag aber einen Shutdown ähnlich wie in Italien. Wenn dem so ist werden die Fahrgastzahlen wohl auch implodieren.

Quelle: https://twitter.com/RablPeter/status/1238146145999818752 bzw. https://www.derstandard.at/jetzt/livebericht/2000115645725/coronavirus-drei-wochen-sonderurlaub-fuer-eltern-bund-zahlt-mit-besuchsverbote?responsive=false (Kurz laut Standard: Das Ziel sei, ab Montag das soziale Leben auf ein "absolutes Minimum zu reduzieren")
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: noniq am 12. März 2020, 22:32:27
So trennt die ÜSTRA (Hannover) den Fahrerplatz vom Rest des Fahrzeugs:
[attach=1]


Quelle: https://twitter.com/Sternenrot/status/1238185637599207424
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Tatra83 am 12. März 2020, 22:35:39
Der Zugverkehr in die Slowakei wird morgen, am Freitag, den 13.03., um 7 Uhr eingestellt: https://www.zssk.sk/aktuality/obmedzenia-zeleznicnej-dopravy-pre-koronavirus/
Der Zugverkehr von/nach Tschechien wird ab Samstag, den 14.03., 0 Uhr eingestellt: https://twitter.com/cdomezenijm
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 4020 am 13. März 2020, 00:02:43
Gibt es eigentlich endlich einen Bereichsauftrag zum zentralen Öffnen? Oder hat man den Knopf dafür noch immer nicht gefunden?



Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: LH am 13. März 2020, 00:44:25
Ist das auf diesem Bild  (http://www.bildstrecke.at/Niederflur/Images/detail/2948)der blaue Knopf unten rechts mit der Aufschrift "Zentrales Öffnen"?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 38ger am 13. März 2020, 01:17:11
Bevor man die Intervalle dehnt sollte man sich lieber erst die Auslastung ab Montag bzw. Mittwoch ansehen. Die meisten Eltern werden ihre Eltern wohl trotzdem zur Schule bringen, da ja irgendwer auf die Kinder schauen muss. Zu den Großeltern sollte man sie ja keinesfalls geben, da gerade die älteren Personen am meisten gefährdet sind von dem Virus und gerade Kinder es auch am besten verbreiten.

Es ist ja auch vom gesundheitlichen Aspekt her nicht sinnvoll, wenn die Öffis durch die gedehnten Intervall wieder voll sind, da dann die Ansteckungswahrscheinlichkeit ja auch am höchsten ist.
So wie es aussieht gibt es ab Montag aber einen Shutdown ähnlich wie in Italien. Wenn dem so ist werden die Fahrgastzahlen wohl auch implodieren.

Quelle: https://twitter.com/RablPeter/status/1238146145999818752 bzw. https://www.derstandard.at/jetzt/livebericht/2000115645725/coronavirus-drei-wochen-sonderurlaub-fuer-eltern-bund-zahlt-mit-besuchsverbote?responsive=false (Kurz laut Standard: Das Ziel sei, ab Montag das soziale Leben auf ein "absolutes Minimum zu reduzieren")

Dann sieht das ganze natürlich schon deutlich anders aus...
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: marcel0106 am 13. März 2020, 07:09:52
Ist das auf diesem Bild  (http://www.bildstrecke.at/Niederflur/Images/detail/2948)der blaue Knopf unten rechts mit der Aufschrift "Zentrales Öffnen"?

Ja! Mit diesem Knopf wird die Freigabe aktiviert und alle Türen geöffnet.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 13. März 2020, 07:21:18
So trennt die ÜSTRA (Hannover) den Fahrerplatz vom Rest des Fahrzeugs:
(Dateianhang Link)
Wien ist da natürlich anders! :fp:

Quelle: ORF

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 4836er am 13. März 2020, 07:35:42
So trennt die ÜSTRA (Hannover) den Fahrerplatz vom Rest des Fahrzeugs:
(Dateianhang Link)
Wien ist da natürlich anders! :fp:

Quelle: ORF

LG t12700

Naja da ist es noch immer am einfachsten für die Kinderwägen zum Einsteigen. Das Problem gibt es in Hannover nicht.  :lamp:
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: U4 am 13. März 2020, 07:53:51
Darf der Fahrer/Fahrerin überhaupt derzeit helfen beim Einstieg mit Kinderwägen  8)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: abc am 13. März 2020, 09:18:54
So trennt die ÜSTRA (Hannover) den Fahrerplatz vom Rest des Fahrzeugs:
(Dateianhang Link)
Wien ist da natürlich anders! :fp:

Quelle: ORF

LG t12700

Naja da ist es noch immer am einfachsten für die Kinderwägen zum Einsteigen. Das Problem gibt es in Hannover nicht.  :lamp:

Warum sollte es das Problem in Hannover nicht geben? Es gibt keine flächendeckenden Hochbahnsteige - insofern müssen Kinderwägen an einigen Haltestellen IMMER (nicht nur, wenn gerade zufällig das falsche Fahrzeug kommt) in die Bahn gehoben werden.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 13. März 2020, 10:14:31
So trennt die ÜSTRA (Hannover) den Fahrerplatz vom Rest des Fahrzeugs:
(Dateianhang Link)
Wien ist da natürlich anders! :fp:

Quelle: ORF

Naja da ist es noch immer am einfachsten für die Kinderwägen zum Einsteigen. Das Problem gibt es in Hannover nicht.  :lamp:
Wenn man schon weiter mit E1/E2 fährt, sollte man die erste Tür sowie den Fahrerbereich absperren, so wie das jetzt gelöst wurde, ist das eine Scheinlösung, bei der man sich nur an den Kopf greifen kann. Aber ja, die Entscheidungsträger in Erdberg müssen ja nicht am Fahrersitz Platz nehmen, denen kann’s ja wurscht sein! :fp:

Allein dass man in dieser Situation weiter nach Fahrplan fährt und nicht alle bzw. die meisten Hochflurer nach der HVZ einzieht, ist mir unverständlich.Ich persönlich hätt noch drastischer eingegriffen und alle Hochflurer vorübergehend abgestellt, und auch bei U1-U4 alle verfügbaren v/V rausgeschickt und möglichst keine Silberpfeile. Wird aber womöglich vorübergehend noch kommen.

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: abc am 13. März 2020, 10:19:30
In Berlin wird gerade ein Konzept ausgearbeitet, wie der ÖV auf ein Mindestmaß reduziert werden kann. Focus soll dabei auf den Schienenverkehr gelegt werden.

Leider nur im Live-Ticker aufzufinden, so dass die Meldung immer weiter nach unten rutschen wird (ggf. per STRG+F nach "ÖPNV" suchen):
https://www.tagesspiegel.de/berlin/kampf-gegen-das-coronavirus-berlin-schliesst-schulen-und-kitas-reduziert-oepnv/25605226.html
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: U4 am 13. März 2020, 10:50:17
So trennt die ÜSTRA (Hannover) den Fahrerplatz vom Rest des Fahrzeugs:
(Dateianhang Link)
Wien ist da natürlich anders! :fp:

Quelle: ORF

Naja da ist es noch immer am einfachsten für die Kinderwägen zum Einsteigen. Das Problem gibt es in Hannover nicht.  :lamp:
Wenn man schon weiter mit E1/E2 fährt, sollte man die erste Tür sowie den Fahrerbereich absperren, so wie das jetzt gelöst wurde, ist das eine Scheinlösung, bei der man sich nur an den Kopf greifen kann. Aber ja, die Entscheidungsträger in Erdberg müssen ja nicht am Fahrersitz Platz nehmen, denen kann’s ja wurscht sein! :fp:

Allein dass man in dieser Situation weiter nach Fahrplan fährt und nicht alle bzw. die meisten Hochflurer nach der HVZ einzieht, ist mir unverständlich.Ich persönlich hätt noch drastischer eingegriffen und alle Hochflurer vorübergehend abgestellt, und auch bei U1-U4 alle verfügbaren v/V rausgeschickt und möglichst keine Silberpfeile. Wird aber womöglich vorübergehend noch kommen.

LG t12700
Warten wie den heutigen Vormittag/Tag ab, ich denke dass es heute eine einschneidende Veränderung im ÖV geben könnte ...
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hema am 13. März 2020, 11:19:34
Nachdem eine abendliche Ausgangssperre im Raum steht, wird der ÖV wohl auf die Tagesstunden reduziert werden.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Konstal 105Na am 13. März 2020, 11:19:54
In Krakau gibt es ab Montag ebenfalls Einschränkungen im Straßenbahnverkehr. Die Linien 16, 17, 49, 71, 76 und 78 werden bis auf weiteres eingestellt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: coolharry am 13. März 2020, 11:44:23
Nachdem eine abendliche Ausgangssperre im Raum steht, wird der ÖV wohl auf die Tagesstunden reduziert werden.

Weniger eine Ausgangssperre als eine Sperre von allem wo man Abends hin gehen könnte. Also alle Bars, Discos (sofern nicht eh schon zu), Kinos etc.

Kommt einer Ausgangssperre gleich nur das man trotzdem mit dem Hund Gassi gehen kann. Wohl dann für die nächsten Wochen die einzige Abendbeschäftigung ausser Haus.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 71er am 13. März 2020, 12:04:00
Leider sind viele Leute dumm und uneinsichtig. In Italien wird schon die Schliessung von Parks diskutiert, weil die Leute sich jetzt dort massenhaft aufhalten :bh:.

Eine komplette Ausgangssperre wäre in Österreich aber sowieso nicht kontrollierbar.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hema am 13. März 2020, 16:33:12
. . . . weil die Leute sich jetzt dort massenhaft aufhalten :bh:.

Gestern sollen über hundert Promis und Journalisten dicht gedrängt im Schani-Garten vom "Schwarzen Kameel" in der Sonne gesessen sein. Gute Vorbilder!   ::)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: JochenK am 13. März 2020, 16:37:54
Nachdem eine abendliche Ausgangssperre im Raum steht, wird der ÖV wohl auf die Tagesstunden reduziert werden.

Welche sich somit mal bis auf weiteres wiederlegt hat....

Hörst bitte auf jeden Schmarn von OE24 zu glauben und weiterzuverbreiten  :bh:
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Alex am 13. März 2020, 16:58:45
Leider sind viele Leute dumm und uneinsichtig. In Italien wird schon die Schliessung von Parks diskutiert, weil die Leute sich jetzt dort massenhaft aufhalten :bh: .

Eine komplette Ausgangssperre wäre in Österreich aber sowieso nicht kontrollierbar.
Gestern in PULS4 hat am Abend auch jemand aus einer Fahrschule angerufen und gefragt, wie sie Theoriekurse am besten abhalten sollen, da sie momentan in Anmeldungen untergehen, weil viele glauben, dass sie schlau sind, wenn sie die schulfreie Zeit jetzt für den Führerschein nutzen.
Die Leute kapieren anscheinend nicht, dass sie jetzt einfach nur einmal zurückstecken und möglichst wenig persönlichen Kontakt zu anderen Menschen haben sollen.
Ich persönlich hoffe, dass die jetzigen Schritte und der gesunde Menschenverstand reichen und nicht die Dummheit der Leute dann vielleicht doch noch größere Einschränkungen nach sich zieht, die eigentlich niemand will.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Elin Lohner am 13. März 2020, 17:46:31
Ab Mittwoch treten, wegen dem Coronavirus, bei den Wiener Linien einige Änderungen in Kraft, wie man hier (https://www.wienerlinien.at/eportal3/ep/contentView.do/pageTypeId/66526/programId/74577/contentTypeId/1001/channelId/-47186/contentId/5000623) nachlesen kann.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 360 am 13. März 2020, 17:51:01
Ab kommenden Mittwoch gilt in Wien der Ferienfahrplan
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 13. März 2020, 18:09:46
Mit entsprechenden Umstellungen wie im Sommer (kurze ULFe auf Langzuglinien) sollte es möglich sein, die Hochflurer vorübergehend abzustellen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 15A am 13. März 2020, 18:14:10
Ab kommenden Mittwoch gilt in Wien der Ferienfahrplan

Und Samstag wird nach dem Sonntagsfahrplan gefahren.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 360 am 13. März 2020, 18:15:23
Weiters ab 14.03.2020 keine VRT mehr und ab 20.03.2020 Nachtbus statt Nacht U-Bahn
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 13. März 2020, 18:23:30
Mit entsprechenden Umstellungen wie im Sommer (kurze ULFe auf Langzuglinien) sollte es möglich sein, die Hochflurer vorübergehend abzustellen.
Zumindest E1 sollte man dann die kommenden Wochen keine sehen, und E2 allerhöchstens in der HVZ (mit entsprechenden abgesperrten Fahrerbereich!

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Ferry am 13. März 2020, 18:38:13
Weiters ab 14.03.2020 keine VRT mehr und ab 20.03.2020 Nachtbus statt Nacht U-Bahn

Heißt das, es verkehren entlang den U-Bahn-Strecken Busse, die jede U-Bahn-Station einhalten? Wo ist da der Sinn? Man ist in einem vollen Bus (und die Busse werden voll sein, wenn jeder Bus die Fahrgäste eines kompletten U-Bahn-Zuges aufnehmen muss) genauso wenn nicht noch mehr gefährdet als in der U-Bahn, die in den Nachtstunden wohl kaum übergehen wird. Vom Fahrer, der in der U-Bahn von den Fahrgästen komplett abgetrennt sitzt, dem aber im Bus im Prinzip jeder Fahrgast "ins Gnack speiben kann", ganz abgesehen.

Oder fahren die Nachtbusse dann öfter? Also wie das aussehen soll, kann ich mir zumindest vorläufig noch nicht vorstellen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: JochenK am 13. März 2020, 18:38:28
Ich persönlich hoffe, dass die jetzigen Schritte und der gesunde Menschenverstand reichen und nicht die Dummheit der Leute dann vielleicht doch noch größere Einschränkungen nach sich zieht, die eigentlich niemand will.

Der gesunde Menschenverstand ist leider ausgestorben.... und das schon vor einiger Zeit.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 13. März 2020, 18:49:56
Weiters ab 14.03.2020 keine VRT mehr und ab 20.03.2020 Nachtbus statt Nacht U-Bahn

Heißt das, es verkehren entlang den U-Bahn-Strecken Busse, die jede U-Bahn-Station einhalten? Wo ist da der Sinn? Man ist in einem vollen Bus (und die Busse werden voll sein, wenn jeder Bus die Fahrgäste eines kompletten U-Bahn-Zuges aufnehmen muss) genauso wenn nicht noch mehr gefährdet als in der U-Bahn, die in den Nachtstunden wohl kaum übergehen wird. Vom Fahrer, der in der U-Bahn von den Fahrgästen komplett abgetrennt sitzt, dem aber im Bus im Prinzip jeder Fahrgast "ins Gnack speiben kann", ganz abgesehen.

Oder fahren die Nachtbusse dann öfter? Also wie das aussehen soll, kann ich mir zumindest vorläufig noch nicht vorstellen.

Da die ganzen Lokale und Discotheken zu sind, glaube ich nicht, dass so viele Leute unterwegs sind.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hema am 13. März 2020, 18:50:57
In der Nacht, oder am späteren Abend, werden sogar sicher nicht viele Leute unterwegs sein, wenn keine Lokale offen haben und es keine Veranstaltungen gibt!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Schienenchaos am 13. März 2020, 18:51:31
Weiters ab 14.03.2020 keine VRT mehr und ab 20.03.2020 Nachtbus statt Nacht U-Bahn

Heißt das, es verkehren entlang den U-Bahn-Strecken Busse, die jede U-Bahn-Station einhalten? Wo ist da der Sinn? Man ist in einem vollen Bus (und die Busse werden voll sein, wenn jeder Bus die Fahrgäste eines kompletten U-Bahn-Zuges aufnehmen muss) genauso wenn nicht noch mehr gefährdet als in der U-Bahn, die in den Nachtstunden wohl kaum übergehen wird. Vom Fahrer, der in der U-Bahn von den Fahrgästen komplett abgetrennt sitzt, dem aber im Bus im Prinzip jeder Fahrgast "ins Gnack speiben kann", ganz abgesehen.

Oder fahren die Nachtbusse dann öfter? Also wie das aussehen soll, kann ich mir zumindest vorläufig noch nicht vorstellen.

Nachdem Lokale nur bis 15h offen haben dürfen, wird die Hauptklientel des Nachtverkehrs ohnehin wegfallen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 13. März 2020, 18:56:28
Heißt das, es verkehren entlang den U-Bahn-Strecken Busse, die jede U-Bahn-Station einhalten? Wo ist da der Sinn? Man ist in einem vollen Bus (und die Busse werden voll sein, wenn jeder Bus die Fahrgäste eines kompletten U-Bahn-Zuges aufnehmen muss) genauso wenn nicht noch mehr gefährdet als in der U-Bahn, die in den Nachtstunden wohl kaum übergehen wird. Vom Fahrer, der in der U-Bahn von den Fahrgästen komplett abgetrennt sitzt, dem aber im Bus im Prinzip jeder Fahrgast "ins Gnack speiben kann", ganz abgesehen.

Oder fahren die Nachtbusse dann öfter? Also wie das aussehen soll, kann ich mir zumindest vorläufig noch nicht vorstellen.

Es schaut genau so aus wie der Nachtverkehr an Wochentagen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Gabri16 am 13. März 2020, 19:39:40
Wie sieht es mit den WLB aus? Ändern die ihren Fahrplan?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: T1 am 13. März 2020, 19:43:21
Aktuell noch nicht.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 4020 am 13. März 2020, 19:48:51
Ist das auf diesem Bild  (http://www.bildstrecke.at/Niederflur/Images/detail/2948)der blaue Knopf unten rechts mit der Aufschrift "Zentrales Öffnen"?

Ja! Gratulation, du bist schon kompetenter als die gesamte Social-Media-Abteilung der WL.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: darkweasel am 13. März 2020, 20:11:20
kurze ULFe auf Langzuglinien
führen nur dazu, dass die Fahrgäste sich auf einem kleineren Raum verteilen. Ob das sinnvoll ist?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Alex am 13. März 2020, 20:15:34
Ich wusste nicht, dass beim ORF schon Schreiber von Heute und OE24 angestellt sind. Wenn man sich so manche Schlagzeile durchliest, dann könnte man das glauben:
Zitat
Nacht-U-Bahn fährt noch eine Woche

Quelle:
https://wien.orf.at/stories/3038873/ (https://wien.orf.at/stories/3038873/)

Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: denond am 13. März 2020, 20:17:21
im Bus im Prinzip jeder Fahrgast "ins Gnack speiben kann"
Oder fahren die Nachtbusse dann öfter? Also wie das aussehen soll, kann ich mir zumindest vorläufig noch nicht vorstellen.

Ungefähr so, wie es in Szenarien hier dargestellt wurde, daß der 49er durch die E2 untergehen bzw. zusammenbrechen wird.

Nichts von all dem ist passiert, genauso wird - auch sprichwörtlich "dem Buslenker ins Gnack speiben" - nicht passieren, wenn die Nacht-U-Bahn ab 20.03. nicht mehr fährt und durch die herkömmlichen Nacht-Bus-Linien - wie sie lt. ihrem Fahr-/ Streckenplan von Mo bis Fr angeboten werden - so quasi ersetzt wird, also kommendes Wochenende das letzte Mal in der Form unterwegs sein wird. Nachdem die Lokale um 15 Uhr zu schließen haben, wird/soll gewollt das Nachtleben zum Erliegen kommen. Also laßt bitte hier die Kirche im Dorf.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 13. März 2020, 20:31:36
Es wäre trotzdem sinnvoll, in den Bussen den Bereich der Tür 1 abzusperren.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: denond am 13. März 2020, 20:47:47
Es wäre trotzdem sinnvoll, in den Bussen den Bereich der Tür 1 abzusperren.

Da kommt leider wieder die Maxime "Wien ist anders" zur Anwendung. Bin aber voll und ganz bezüglich Bus und T1 zum Schutz des Lenkers bei Dir...
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 13. März 2020, 23:35:15
Zu den Überlegungen, neben den E1+c4 auch die E2+c5 in den nächsten Wochen abzustellen, habe ich mir folgend mal die benötigten Züge im Vergleich zu den vorhandenen ULFen und Flexitys angeschaut:

Bei einem verdünnten Auslauf ab Mittwoch würde es wie folgt aussehen:

Benötigte Züge:
West: 39 Langzüge und 48 Kurzzüge
Mitte: 49 LZ und 21 KZ
Nord: 54 LZ und 7 KZ
Süd: 71 LZ und 11 KZ

Vorhandene Lang-ULFe & Flexitys
West: 16 B, 24 B1
Mitte: 25 B, 30 B1
Nord: 23 B, 26 B1
Süd: 37 B, 20 B1, 8 D

Somit:
West: 40 vorhandene NF-Langzüge für 39 Kurse
Mitte: 55 NF für 49 Kurse
Nord: 49 NF für 54 Kurse
Süd: 65 NF für 71 Kurse

Insgesamt gibt es für die notwendigen 213 Ferienfahrplankurse 209 NF-Züge. Möglich wäre es aber, überzählige A/A1 (nur 87 Kurse bei 131 vorhandenden Zügen) statt E2+c5 einzusetzen!

Anbei möchte ich noch mittels einer Aufnahme aus dem Flexity (http://www.bildstrecke.at/Alle/Images/detail/21380?page=7&filter=Flexity&filterCategory=Alle) festhalten, dass auch dieser selbstverständlich die Funktion des zentrales Öffnen besitzt, scheint ja bei der Social-Media-Abteilung immer noch nicht angekommen zu sein! :fp:

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 4020 am 13. März 2020, 23:43:21
Anbei möchte ich noch mittels einer Aufnahme aus dem Flexity (http://www.bildstrecke.at/Alle/Images/detail/21380?page=7&filter=Flexity&filterCategory=Alle) festhalten, dass auch dieser selbstverständlich die Funktion des zentrales Öffnen besitzt, scheint ja bei der Social-Media-Abteilung immer noch nicht angekommen zu sein! :fp:

Es braucht dafür auch keinen Haltewunsch, wie zeitweise behauptet wurde. Ich verstehe nicht, warum man sich in Erdberg so dumm stellt. :bh:
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 38ger am 14. März 2020, 00:14:32
Anbei möchte ich noch mittels einer Aufnahme aus dem Flexity (http://www.bildstrecke.at/Alle/Images/detail/21380?page=7&filter=Flexity&filterCategory=Alle) festhalten, dass auch dieser selbstverständlich die Funktion des zentrales Öffnen besitzt, scheint ja bei der Social-Media-Abteilung immer noch nicht angekommen zu sein! :fp:

Es braucht dafür auch keinen Haltewunsch, wie zeitweise behauptet wurde. Ich verstehe nicht, warum man sich in Erdberg so dumm stellt. :bh:

Doch, da Stationen sonst ja auch durchfahren kann. Könnte man zwar vermutlich mittels Dienstauftrag ändern, so lang das nicht geschehen ist muss man einen Haltewunsch bekanntgeben, damit diesm entgegengekommen werden muss.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Tunafish am 14. März 2020, 00:59:03
"Zentrales Öffnen" wird auch jeder regelmäßige Straßenbahnbenützer schon beobachtet haben, insofern erst recht eigenartig.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 4020 am 14. März 2020, 02:00:55
Doch, da Stationen sonst ja auch durchfahren kann.

Natürlich muss zusätzlich zum zentralen Öffnen ausnahmslos Halt in allen Haltestellen angeordnet werden. Es ist wirklich keine Raketenwissenschaft.

[attach=1]

Die Social-Media-Abteilung hat derweil den Knopf gefunden. Jetzt muss in Erdberg nur noch jemand herausfinden, dass das Durchfahren von Haltestellen kein Naturgesetz ist.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Operator am 14. März 2020, 07:04:05
Doch, da Stationen sonst ja auch durchfahren kann.

Natürlich muss zusätzlich zum zentralen Öffnen ausnahmslos Halt in allen Haltestellen angeordnet werden. Es ist wirklich keine Raketenwissenschaft.

(Dateianhang Link)

Die Social-Media-Abteilung hat derweil den Knopf gefunden. Jetzt muss in Erdberg nur noch jemand herausfinden, dass das Durchfahren von Haltestellen kein Naturgesetz ist.
Naja; in Wirklichkeit und in der Praxis sind die Fahrpläne so großzügig, das ein Durchfahren der Haltestellen den Fahrern nix bringt. Außer Verfrühungen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: tramufo am 14. März 2020, 08:21:57
Doch, da Stationen sonst ja auch durchfahren kann.

Natürlich muss zusätzlich zum zentralen Öffnen ausnahmslos Halt in allen Haltestellen angeordnet werden. Es ist wirklich keine Raketenwissenschaft.

(Dateianhang Link)

Die Social-Media-Abteilung hat derweil den Knopf gefunden. Jetzt muss in Erdberg nur noch jemand herausfinden, dass das Durchfahren von Haltestellen kein Naturgesetz ist.
Naja; in Wirklichkeit und in der Praxis sind die Fahrpläne so großzügig, das ein Durchfahren der Haltestellen den Fahrern nix bringt. Außer Verfrühungen.

Wenn schon seitens der WL auf dem erforderlichen Haltewunsch herumgeritten wird, so sollten sie den Hinweis darauf in den Fahrzeugen wieder prominent anbringen. In den E1 und E2 ist dies noch der Fall, bei Ulf und Flexity sind mir die Aufkleber mit "Wollen Sie aussteigen? Bitte rechtzeitig Druckknopf betätigen!" nicht in Erinnerung. In den Stinkebussen sind sie definitiv nicht mehr vorhanden.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Katana am 14. März 2020, 09:23:31
Wenn schon seitens der WL auf dem erforderlichen Haltewunsch herumgeritten wird, so sollten sie den Hinweis darauf in den Fahrzeugen wieder prominent anbringen. In den E1 und E2 ist dies noch der Fall, bei Ulf und Flexity sind mir die Aufkleber mit "Wollen Sie aussteigen? Bitte rechtzeitig Druckknopf betätigen!" nicht in Erinnerung. In den Stinkebussen sind sie definitiv nicht mehr vorhanden.
Wenn man die Hinweise wirklich bräuchte, würde der Betrieb schon seit Jahrzehnten nicht funktionieren. Interessant, dass der Haltewunsch auch in U- und S-Bahnen eingebaut ist, obwohl sowieso bei jeder Haltestelle gehalten wird.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: darkweasel am 14. März 2020, 09:27:45
Doch, da Stationen sonst ja auch durchfahren kann.

Natürlich muss zusätzlich zum zentralen Öffnen ausnahmslos Halt in allen Haltestellen angeordnet werden. Es ist wirklich keine Raketenwissenschaft.

(Dateianhang Link)

Die Social-Media-Abteilung hat derweil den Knopf gefunden. Jetzt muss in Erdberg nur noch jemand herausfinden, dass das Durchfahren von Haltestellen kein Naturgesetz ist.
Naja; in Wirklichkeit und in der Praxis sind die Fahrpläne so großzügig, das ein Durchfahren der Haltestellen den Fahrern nix bringt. Außer Verfrühungen.

Wenn schon seitens der WL auf dem erforderlichen Haltewunsch herumgeritten wird, so sollten sie den Hinweis darauf in den Fahrzeugen wieder prominent anbringen. In den E1 und E2 ist dies noch der Fall, bei Ulf und Flexity sind mir die Aufkleber mit "Wollen Sie aussteigen? Bitte rechtzeitig Druckknopf betätigen!" nicht in Erinnerung. In den Stinkebussen sind sie definitiv nicht mehr vorhanden.
Vermutlich liegt das daran, dass zu Zeiten, als die E1 und E2 in Betrieb genommen wurden, es auch noch Schaffnerbetrieb gegeben hat. Ich bin zu jung, um zu wissen, wie dort Haltewünsche funktioniert haben, aber vermutlich nicht per Druckknopf?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 14. März 2020, 09:40:47
In einem schaffnerbesetzten Wagen hat der Schaffner bei der Einfahrt in die Haltestelle abgeläutet, wenn für ihn erkennbar war, dass keine aussteigewilligen Fahrgäste am Wagen waren. Wenn dann auch noch der Fahrer keine einsteigewilligen Fahrgäste in der Haltestelle gesehen hat, konnte er durchfahren.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Katana am 14. März 2020, 09:50:13
Vermutlich liegt das daran, dass zu Zeiten, als die E1 und E2 in Betrieb genommen wurden, es auch noch Schaffnerbetrieb gegeben hat. Ich bin zu jung, um zu wissen, wie dort Haltewünsche funktioniert haben, aber vermutlich nicht per Druckknopf?
Am Anfang der schaffnerlosen Zeit hat es keinen Haltewunsch gegeben. Man musste mit dem Drücken warten, bis die Freigabe gegeben war. Aber möglicherweise war das die Zeit, in der nur der BW schaffnerlos war.

Zum Threadtitel passend aus https://www.nzz.ch/schweiz/coronavirus-bundesrat-empfiehlt-zuege-busse-und-trams-zu-meiden-ld.1546346
Zitat
In öffentlichen Verkehrsmitteln sitzen viele Leute längere Zeit nah beieinander, so dass das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus hoch ist. Gleichwohl sieht der Bundesrat davon ab, die Benutzung von Bahn, Tram und Bus einzuschränken. Stattdessen ruft er gestützt auf Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) die Bevölkerung auf, ab sofort unnötige Fahrten zu unterlassen. Darüber hinaus gibt er Empfehlungen ab, die das Ansteckungsrisiko verringern sollen.
  • Die Bevölkerung soll Fahrten mit Bahnen, Trams und Bussen aufs Minimum verringern und möglichst nicht zu Stosszeiten fahren.
  • Freizeitfahrten mit dem öV sind zu unterlassen.
  • Wenn möglich sollen Pendler zu Fuss oder per Velo zur Arbeit.
  • Personen über 65 Jahre sollen ganz auf Fahrten im öV verzichten.
  • Bei Symptomen für eine Atemwegserkrankung soll man keinesfalls öffentliche Verkehrsmittel benutzen und zu Hause bleiben.
  • An den Haltestellen sollen die Wartenden auf Abstand gehen.
  • In den Verkehrsmitteln sollen die Reisenden Abstand halten und die Hygiene- und Verhaltensregeln beachten.
  • Arbeitgeber sollen Möglichkeiten für Home-Office schaffen und mit flexiblen Arbeitszeiten ermöglichen, dass die Angestellten nicht zu Stosszeiten pendeln müssen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: tramway.at am 14. März 2020, 10:12:59
Aber ist das zentrale Öffnen wirklich so wichtig? In der Tramway muss man sich sowieso anhalten, oder schafft jemand irgendeine Fahrt, ohne nie eine Haltestange zu benützen? Und wenn man das anders macht (indem man sich verkeilt oder mit dem Ellenbogen, oder den Pulli über die Hand zieht), kann man die Taster ebenfalls so bedienen. Aber natürlich ist das typisch, dass ein Problem erfunden ist, wo es keines gibt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 4020 am 14. März 2020, 11:09:26
Ich versteife mich vielleicht zu sehr auf ein Detail, aber das gibt es doch nicht, dass man sich derart blamiert.

Am 03.03. verkündet Erdberg noch über die Krone (https://www.krone.at/2109084):

Wiener Linien im Kampf gegen das Coronavirus

[...] Dort, wo es technisch möglich ist, öffnen die Fahrzeuge der Wiener Linien bei allen Stationen alle Türen automatisch, um das Drücken zu vermeiden. „Möglich ist dies aber nur bei den Straßenbahn-Niederflurfahrzeugen und durchgängigen U-Bahn-Modellen“, heißt es von den Wiener Linien. [...]

Dann passiert erstmal nichts. Seit sich die Situation verschärft hat übt man sich in Fake News, warum zentrales Öffnen bei der Straßenbahn nicht möglich ist. Das ist wirklich eine winzige und leicht umsetzbare Maßnahme und nicht einmal das schafft Erdberg.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 14. März 2020, 11:40:46
Ja, das ist schon ein unglaublich dilettantisches Verhalten der Tintenburg. Beim Großteil der Flotte ist zentrales Öffnen ohne weiteres möglich, dann bleibt man eben bei jeder Station stehen, ist das echt so schwer? :bh:

Nicht möglich ist es eben bei den circa 130 E1+c4 sowie E2+c5 Zügen sowie den circa 180 Ux. Genau diese sollten nun eben nicht bzw allerhöchstens in der HVZ unterwegs sein. So wie ich die WL kenne, wird's das aber eh nicht spielen, auf vielen Linien wäre das auch in den letzten Tagen schon möglich gewesen ... (zB Linie 31, 49)

Denn wieso müssen heute zB am 2er und am 71er je 2 E2+c5 fahren, oder am 31er gleich 4 E2+c5, davon 2 hintereinander. Das ist einfach ein Armutszeugnis!

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: fr3 am 14. März 2020, 11:43:11
Um einmal etwas weiter auszuholen: bereits vor hundert Jahren zwang eine andere Pandemie Personal und Fahrgäste des öffentlichen Verkehrs sich vor der Übertragung des Virus zu schützen. Die spanische Grippe forderte zwischen 1918 und 1920 weltweit über 20 Millionen Tote.

Bin zufällig über das folgende Bild gestolpert, welches in jenen Jahren in Seattle entstand.

Quelle: https://www.ancientfaces.com/
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 14. März 2020, 11:58:08
Insgesamt sind heute auf folgenden Linien E2 unterwegs:
Linie 2: 2 E2+c5
Linie 5: 2 E2+c5
Linie 11: 1 E2+c5
Linie 18: 1 E2+c5
Linie 31: 4 E2+c5
Linie 38: 1 E2+c5
Linie 71: 2 E2+c5

Davon aus Nord sieben Züge, aus Mitte zwei Züge und aus Süd sinds vier.

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 360 am 14. März 2020, 12:17:53
Insgesamt sind heute auf folgenden Linien E2 unterwegs:
Linie 2: 2 E2+c5
Linie 5: 2 E2+c5
Linie 11: 1 E2+c5
Linie 18: 1 E2+c5
Linie 31: 4 E2+c5
Linie 38: 1 E2+c5
Linie 71: 2 E2+c5

Davon aus Nord sieben Züge, aus Mitte zwei Züge und aus Süd sinds vier.

LG t12700
Also bis auf die Linie 31 eh so wie planmäßig an Samstagen (auf der Linie 31 ist es 1 Chopper mehr als planmäßig)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 14. März 2020, 12:28:45
Insgesamt sind heute auf folgenden Linien E2 unterwegs:
Linie 2: 2 E2+c5
Linie 5: 2 E2+c5
Linie 11: 1 E2+c5
Linie 18: 1 E2+c5
Linie 31: 4 E2+c5
Linie 38: 1 E2+c5
Linie 71: 2 E2+c5

Davon aus Nord sieben Züge, aus Mitte zwei Züge und aus Süd sinds vier.

LG t12700
Also bis auf die Linie 31 eh so wie planmäßig an Samstagen (auf der Linie 31 ist es 1 Chopper mehr als planmäßig)
Und keiner davon müsste fahren, an Samstagen braucht man nämlich nur 167 Langzüge und 63 Kurzzüge! :lamp:

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Katana am 14. März 2020, 12:39:31
Aber ist das zentrale Öffnen wirklich so wichtig? In der Tramway muss man sich sowieso anhalten, oder schafft jemand irgendeine Fahrt, ohne nie eine Haltestange zu benützen? .... Aber natürlich ist das typisch, dass ein Problem erfunden ist, wo es keines gibt.
Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Und nicht nur in Tramway und Bus ist das Anhalten notwendig, sogar in der relativ gemütlichen S-Bahn, wenn auch meist nur in den Weichenbereichen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 38ger am 14. März 2020, 12:39:39
Insgesamt sind heute auf folgenden Linien E2 unterwegs:
Linie 2: 2 E2+c5
Linie 5: 2 E2+c5
Linie 11: 1 E2+c5
Linie 18: 1 E2+c5
Linie 31: 4 E2+c5
Linie 38: 1 E2+c5
Linie 71: 2 E2+c5

Davon aus Nord sieben Züge, aus Mitte zwei Züge und aus Süd sinds vier.

LG t12700
Also bis auf die Linie 31 eh so wie planmäßig an Samstagen (auf der Linie 31 ist es 1 Chopper mehr als planmäßig)
Und keiner davon müsste fahren, an Samstagen braucht man nämlich nur 167 Langzüge und 63 Kurzzüge! :lamp:

LG t12700

Bin gespannt was noch kommt ... wenn das Fahrgastaufkommen ab Montag und/oder Mittwoch nochmals deutlich sinken sollte könnte man den Verkehr wirklich massiv zurückfahren, auf wichtigen Linien könnte dann selbst im 10'-Takt mit kurzen ULF wenig los sein...wird spannend...
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 38ger am 14. März 2020, 12:42:08
Aber ist das zentrale Öffnen wirklich so wichtig? In der Tramway muss man sich sowieso anhalten, oder schafft jemand irgendeine Fahrt, ohne nie eine Haltestange zu benützen? .... Aber natürlich ist das typisch, dass ein Problem erfunden ist, wo es keines gibt.
Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Und nicht nur in Tramway und Bus ist das Anhalten notwendig, sogar in der relativ gemütlichen S-Bahn, wenn auch meist nur in den Weichenbereichen.

Mittlerweile is so wenig los, dass man sich auch einfach hinsetzen kann. Für ältere Menschen vielleicht schwierig ohne anhalten, für Jüngere eventuell ungewohnt, aber sicher nicht unmöglich.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 31/5 am 14. März 2020, 13:07:06
Aber ist das zentrale Öffnen wirklich so wichtig? In der Tramway muss man sich sowieso anhalten, oder schafft jemand irgendeine Fahrt, ohne nie eine Haltestange zu benützen? Und wenn man das anders macht (indem man sich verkeilt oder mit dem Ellenbogen, oder den Pulli über die Hand zieht), kann man die Taster ebenfalls so bedienen. Aber natürlich ist das typisch, dass ein Problem erfunden ist, wo es keines gibt.

Möglicherweise will man durch Zentrales Öffnen für Frischluft sorgen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Hawk am 14. März 2020, 13:09:56
Aber ist das zentrale Öffnen wirklich so wichtig? In der Tramway muss man sich sowieso anhalten, oder schafft jemand irgendeine Fahrt, ohne nie eine Haltestange zu benützen? Und wenn man das anders macht (indem man sich verkeilt oder mit dem Ellenbogen, oder den Pulli über die Hand zieht), kann man die Taster ebenfalls so bedienen. Aber natürlich ist das typisch, dass ein Problem erfunden ist, wo es keines gibt.

Möglicherweise will man durch Zentrales Öffnen für Frischluft sorgen.
Das wird sicher so sein!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Katana am 14. März 2020, 13:17:46
Aber ist das zentrale Öffnen wirklich so wichtig? In der Tramway muss man sich sowieso anhalten, oder schafft jemand irgendeine Fahrt, ohne nie eine Haltestange zu benützen? Und wenn man das anders macht (indem man sich verkeilt oder mit dem Ellenbogen, oder den Pulli über die Hand zieht), kann man die Taster ebenfalls so bedienen. Aber natürlich ist das typisch, dass ein Problem erfunden ist, wo es keines gibt.

Möglicherweise will man durch Zentrales Öffnen für Frischluft sorgen.
Das wird sicher so sein!

Schön wär's! Das hatten wir schon im Thread der Absurden Entdeckungen https://www.gesundheitstrends.com/a/news/wiener-linien-tueren-coronavirus-84968 (https://www.gesundheitstrends.com/a/news/wiener-linien-tueren-coronavirus-84968)
Zitat
Viele Keimphobiker ekeln sich davor den Türknöpf in der Wiener U-Bahn zu drücken. Kein Wunder, denn allein in der österreichischen Hauptstadt leben 1,9 Millionen Menschen, die  diesen potenziell täglich anfassen. Die Griffe und Knöpfe in den U-Bahn-Garnituren sind also perfekte Virenschleudern, die zur jetzigen Coronavirus-Ausbreitung besonders abschreckend wirken.

Um den Fahrgästen die Fahrt angenehmer zu gestalten, haben die Wiener Linien beschlossen, die U-Bahn-Türen in allen Stationen (dort wo es technisch möglich ist) automatisch zu öffnen, um das Drücken des Türknopfs zu vermeiden. "Möglich ist dies aber nur bei den Straßenbahn-Niederflurfahrzeugen und durchgängigen U-Bahn-Modellen", erklären die Wiener Linien gegenüber der Kronen Zeitung.

Keine Angst vor Haltegriffen!

Vor Haltegriffen und -stangen sollten die Fahrgäste keine übertriebene Angst haben: "Die Materialoberfläche von Haltestangen der Öffis sind so gestaltet, dass  Infektionsrisiken minimiert sind, jedes Handy ist dagegen eine Brutstätte an Infektionsmöglichkeiten", sagt das Unternehmen weiter. Außerdem werden die Fahrzeuge regelmäßig gewartet und gereinigt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Gast1090 am 14. März 2020, 15:09:30

Zitat
......

Keine Angst vor Haltegriffen!

Vor Haltegriffen und -stangen sollten die Fahrgäste keine übertriebene Angst haben: "Die Materialoberfläche von Haltestangen der Öffis sind so gestaltet, dass  Infektionsrisiken minimiert sind, jedes Handy ist dagegen eine Brutstätte an Infektionsmöglichkeiten", sagt das Unternehmen weiter. Außerdem werden die Fahrzeuge regelmäßig gewartet und gereinigt.

Ja, eh klar, denn mein Handy wird jeden Tag von Hunderten Fingern angetatscht, etliche niesen oder husten auch in unmittelbarer Handyumgebung. Die Haltestangen hingegen werden ja nur von mir berührt und besteht so gut wie kein Infektionsrisiko.  :bh: Natürlich ist es umgekehrt. Und wenn man sein Handy pflegt und nur mit vorher gewaschenen Fingern angreift, wie sollen dann Viren draufkommen? Wobei ich sagen muß, daß ich ein "altmodisches" Handy nur zum Telefonieren besitze und kein Wischiwischi-Dingsbumms und ich mein Handy, wenn ich öffentlich unterwegs bin, so gut wie nie benutze. Aber auch für das Wischiwischi-Dingsbumms sollte gelten: wenn man regelmässig das Display desinfiziert und dann konsequent nur mit sauberen Fingern wischiwischi drüberfährt, ist das sicher virenfreier wie eine Haltestange, die täglich von Hunderten benutzt wird.

Und wie schaut die Reinigung aus: Fährt da Einer mit einem Putzfetzen über die Haltestangen oder wird da wirklich jede Halteschlaufe sowohl an der Innenseite als auch Aussenseite gründlichst desinfiziert? Und das mehrmals täglich?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Tunafish am 14. März 2020, 15:25:17
Ich reinige schon immer mein Handy beim Heimkommen, geht auch ganz schnell. Insofern halte ich den Haltestangenvergleich für etwas eigenartig.

Insbesondere in einem halbleeren Ulf ist es auch kein Problem, mitzufahren ohne die Haltestangen mit den Händen zu berühren.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Gast1090 am 14. März 2020, 15:42:32
.....

Insbesondere in einem halbleeren Ulf ist es auch kein Problem, mitzufahren ohne die Haltestangen mit den Händen zu berühren.

Ja, ich schaffe es auch (noch), mich ohne Berührung von Haltestangen zu setzen bzw. aufzustehen. Aber auf dem Weg vom Sitzplatz zur Tür ohne mich anzuhalten? Wie schaut das im Fall einer Notbremsung aus, wenn ich dabei - Gott behüte - stürze und mich schwer verletze? Und sich dann herausstellt, ich habe mich nicht angehalten? Könnten da die Wiener Linien bzw. deren Versicherung nicht Selbstverschulden geltend machen? Denn an und für sich hat man sich ja - gerade für solche Fälle - festzuhalten.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 14. März 2020, 15:56:50
.....

Insbesondere in einem halbleeren Ulf ist es auch kein Problem, mitzufahren ohne die Haltestangen mit den Händen zu berühren.

Ja, ich schaffe es auch (noch), mich ohne Berührung von Haltestangen zu setzen bzw. aufzustehen. Aber auf dem Weg vom Sitzplatz zur Tür ohne mich anzuhalten? Wie schaut das im Fall einer Notbremsung aus, wenn ich dabei - Gott behüte - stürze und mich schwer verletze? Und sich dann herausstellt, ich habe mich nicht angehalten? Könnten da die Wiener Linien bzw. deren Versicherung nicht Selbstverschulden geltend machen? Denn an und für sich hat man sich ja - gerade für solche Fälle - festzuhalten.
Sitzenbleiben, bis die Straßenbahn steht. Dafür müsste aber gewährleistet sein, dass bei jeder Station angehalten wird und zentrales Öffnen (wo möglich) auch umgesetzt wird.

Deine Bedenken kann ich aber verstehen und Notbremsungen kann man nicht vorhersehen, daher kann man dem eben mit entsprechenden Verhalten nur entgegenwirken, aber nicht gänzlich verhindern.

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: N1 am 15. März 2020, 00:23:53
Das zentrale Öffnen hat heute, wenigstens als ich mit dem D-Wagen und der U4 unterwegs war, mehrheitlich nicht geklappt. Und selbst wenn: Ist ohnehin eine Alibimaßnahme.

Auch noch zum Thema passend erscheint mir folgende Begebenheit: Ich wartete gestern Abend (also am Samstag) gemeinsam mit meiner Mutter in der Station Schönbrunn auf die U4 Richtung Heiligenstadt. Am ansonsten weitgehend leeren Bahnsteig standen zwei junge Damen (da wären eigentlich diverse andere, allerdings durchwegs nicht forenregelkonforme Bezeichnungen angebracht), eine davon rauchte, dieselbe oder ihre Begleiterin hat außerdem auf den Fliesenboden geschlatzt. Meine Mutter, in ihrer erfrischend-wienerischen Art weit direkter und weniger zurückhaltend als ich, hat den beiden daraufhin deutlich zu verstehen gegeben, dass dieses Verhalten an das von :ugvm: erinnert. Mehr als deppert Zurückstänkern ist den beiden aber nicht eingefallen, dann ist ohnehin die U-Bahn gekommen. Vielleicht wäre eine andere Reaktion besser gewesen, aber ich bin jetzt noch ein wenig ratlos und perplex. Die Sache mit dem Irren auf der U6 (https://www.tramwayforum.at/index.php?topic=848.msg362323#msg362323) war von der Dimension her und der Anzahl der (potentiellen) Zeugen doch etwas anders gelagert.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Tunafish am 15. März 2020, 01:09:44
Das zentrale Öffnen hat heute, wenigstens als ich mit dem D-Wagen und der U4 unterwegs war, mehrheitlich nicht geklappt. Und selbst wenn: Ist ohnehin eine Alibimaßnahme.

Da hast du wohl (leider) recht, es hat einen Grund, weshalb sich der Virus so weit verbreitet: Es ist sehr leicht, sich damit anzustecken. Der hauptsächliche Infektionsvektor sind wohl nicht die Türknöpfe.

Die Sache mit dem Irren auf der U6 (https://www.tramwayforum.at/index.php?topic=848.msg362323#msg362323) war von der Dimension her und der Anzahl der (potentiellen) Zeugen doch etwas anders gelagert.

Traurig.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Wagenbeweger am 15. März 2020, 20:21:14
Dringende Betriebliche Anordnung:
Verwendung von ,,Zentralen Öffnen" bei Niederflurzügen....
Ab sofort bei allen Haltestellen die einzuhalten sind (aufgrund Haltewunsch, einsteigwilliger Fahrgäste, Sicherheitshalt) ist die Freigabe
mittels ,,Zentrales Öffnen" zu aktivieren.

15.03.2020
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 38ger am 15. März 2020, 20:30:36
Dringende Betriebliche Anordnung:
Verwendung von ,,Zentralen Öffnen" bei Niederflurzügen....
Ab sofort bei allen Haltestellen die einzuhalten sind (aufgrund Haltewunsch, einsteigwilliger Fahrgäste, Sicherheitshalt) ist die Freigabe
mittels ,,Zentrales Öffnen" zu aktivieren.

15.03.2020

Eine dringende Anordnung wäre auch, dass man gar keine Hochflurfahrzeuge mehr ausfahren lässt. Kies schleppen, nachfüllen, nachstochern is ja wohl keine so gute Idee derzeit!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: WVB am 15. März 2020, 20:52:04
Das zentrale Öffnen hat heute, wenigstens als ich mit dem D-Wagen und der U4 unterwegs war, mehrheitlich nicht geklappt.
Mein Tages-Highlight: In der U4 gingen heute zwischen dem Schwedenplatz und Friedensbrücke immer alle Türen auf. Dann kam die bekannte Durchsage, dass die Türen in den Stationen automatisch aufgehen. Nach der Durchsage musste man in Spittelau und Heiligenstadt erst recht drücken. Ein unpackbar typischer WL-Moment. :fp:
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 331 am 15. März 2020, 23:34:20
Laut Verordnung des Sozialministeriums ist bei der Benützung von Massenbeförderungsmitteln von 16. bis 22. März 2020 ein Abstand von mindestens einem Meter gegenüber anderen Personen einzuhalten:


Zitat
98. Verordnung des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz gemäß § 2 Z 1 des COVID-19-Maßnahmengesetzes


Auf Grund von § 2 Z 1 des COVID-19-Maßnahmengesetzes, BGBl. I Nr. 12/2020, wird verordnet:

    § 1. Zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 ist das Betreten öffentlicher Orte verboten.

    § 2. Ausgenommen vom Verbot gemäß § 1 sind Betretungen,
    1. die zur Abwendung einer unmittelbaren Gefahr für Leib, Leben und Eigentum erforderlich sind;
    2. die zur Betreuung und Hilfeleistung von unterstützungsbedürftigen Personen dienen;
    3. die zur Deckung der notwendigen Grundbedürfnisse des täglichen Lebens erforderlich sind und sichergestellt ist, dass am Ort der Deckung des Bedarfs zwischen den Personen ein Abstand von mindestens einem Meter eingehalten werden kann;
    4. die für berufliche Zwecke erforderlich sind und sichergestellt ist, dass am Ort der beruflichen Tätigkeit zwischen den Personen ein Abstand von mindestens einem Meter eingehalten werden kann;
    5. wenn öffentliche Orte im Freien alleine, mit Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben, oder mit Haustieren betreten werden sollen, gegenüber anderen Personen ist dabei ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten.

    § 3. Die Benützung von Massenbeförderungsmitteln ist nur für Betretungen gemäß § 2 Z 1 bis 4 zulässig, wobei bei der Benützung ein Abstand von mindestens einem Meter gegenüber anderen Personen einzuhalten ist.

    § 4. Im Fall der Kontrolle durch Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes sind die Gründe, warum eine Betretung gemäß § 2 zulässig ist, glaubhaft zu machen.

    § 5. Diese Verordnung tritt mit 16. März 2020 in Kraft und mit Ablauf des 22. März 2020 außer Kraft.

    Anschober
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: dalski am 16. März 2020, 05:33:55
Nachdem nahezu alle internationalen Verbindungen der ÖBB bereits auf unbestimmte Zeit ausgesetzt sind (Deutschland ist komischerweise bis dato noch nicht eingeschlossen, kommt aber wohl bald), beginnt man jetzt den nationalen Verkehr einzuschränken, was wohl massiv auch die S-Bahn betreffen wird: https://wien.orf.at/stories/3039172/ (https://wien.orf.at/stories/3039172/)

Generell ist es momentan fast unmöglich Grenzen zu überschreiten ohne in Quarantäne zu kommen, so sitze ich beispielsweise in Singapur fest, eines der letzten chaosfreien Gebiete der Welt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 16. März 2020, 07:11:02
Nachdem nahezu alle internationalen Verbindungen der ÖBB bereits auf unbestimmte Zeit ausgesetzt sind (Deutschland ist komischerweise bis dato noch nicht eingeschlossen, kommt aber wohl bald), beginnt man jetzt den nationalen Verkehr einzuschränken, was wohl massiv auch die S-Bahn betreffen wird: https://wien.orf.at/stories/3039172/ (https://wien.orf.at/stories/3039172/)

Generell ist es momentan fast unmöglich Grenzen zu überschreiten ohne in Quarantäne zu kommen, so sitze ich beispielsweise in Singapur fest, eines der letzten chaosfreien Gebiete der Welt.

Dann wünsche ich dir, dass dies dort auch noch lange so bleibt und noch rasch einen Weg nach Österreich findest, sofern du derzeit überhaupt nach Österreich kommen willst/kannst. Denn nach Aussage von Kurz sind wahrscheinlich demnächst die Flughäfen in Österreich zu.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Operator am 16. März 2020, 07:28:14
Laut Verordnung des Sozialministeriums ist bei der Benützung von Massenbeförderungsmitteln von 16. bis 22. März 2020 ein Abstand von mindestens einem Meter gegenüber anderen Personen einzuhalten:


Zitat
98. Verordnung des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz gemäß § 2 Z 1 des COVID-19-Maßnahmengesetzes


Auf Grund von § 2 Z 1 des COVID-19-Maßnahmengesetzes, BGBl. I Nr. 12/2020, wird verordnet:

    § 1. Zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 ist das Betreten öffentlicher Orte verboten.

    § 2. Ausgenommen vom Verbot gemäß § 1 sind Betretungen,
    1. die zur Abwendung einer unmittelbaren Gefahr für Leib, Leben und Eigentum erforderlich sind;
    2. die zur Betreuung und Hilfeleistung von unterstützungsbedürftigen Personen dienen;
    3. die zur Deckung der notwendigen Grundbedürfnisse des täglichen Lebens erforderlich sind und sichergestellt ist, dass am Ort der Deckung des Bedarfs zwischen den Personen ein Abstand von mindestens einem Meter eingehalten werden kann;
    4. die für berufliche Zwecke erforderlich sind und sichergestellt ist, dass am Ort der beruflichen Tätigkeit zwischen den Personen ein Abstand von mindestens einem Meter eingehalten werden kann;
    5. wenn öffentliche Orte im Freien alleine, mit Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben, oder mit Haustieren betreten werden sollen, gegenüber anderen Personen ist dabei ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten.

    § 3. Die Benützung von Massenbeförderungsmitteln ist nur für Betretungen gemäß § 2 Z 1 bis 4 zulässig, wobei bei der Benützung ein Abstand von mindestens einem Meter gegenüber anderen Personen einzuhalten ist.

    § 4. Im Fall der Kontrolle durch Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes sind die Gründe, warum eine Betretung gemäß § 2 zulässig ist, glaubhaft zu machen.

    § 5. Diese Verordnung tritt mit 16. März 2020 in Kraft und mit Ablauf des 22. März 2020 außer Kraft.

    Anschober
Im 31er wars aber heute Früh recht kuschelig...... :fp: :fp: :fp:
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: dalski am 16. März 2020, 10:03:41
Generell ist es momentan fast unmöglich Grenzen zu überschreiten ohne in Quarantäne zu kommen, so sitze ich beispielsweise in Singapur fest, eines der letzten chaosfreien Gebiete der Welt.

Dann wünsche ich dir, dass dies dort auch noch lange so bleibt und noch rasch einen Weg nach Österreich findest, sofern du derzeit überhaupt nach Österreich kommen willst/kannst. Denn nach Aussage von Kurz sind wahrscheinlich demnächst die Flughäfen in Österreich zu.
Laut Botschafter wäre es möglich via Schweiz und Deutschland einzureisen, was aber keine sichere Alternative für mich ist. Ein Verbleib in Asien ist derzeit die sicherere und kostengünstigere Variante. Danke jedenfalls für dein Mitgefühl und allen anderen viel Kraft in dieser schwierigen Zeit.  :)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 15A am 16. März 2020, 10:07:24
Hat zwar mit dem Bus zu tun aber gerade konnte ich sehen, dass bei den Wiener Linienbussen die 1.Türe abgesperrt ist zum Schutz des Fahrers.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 38ger am 16. März 2020, 11:06:16
Hat zwar mit dem Bus zu tun aber gerade konnte ich sehen, dass bei den Wiener Linienbussen die 1.Türe abgesperrt ist zum Schutz des Fahrers.

Sollte man bei den E2 auch dringend einführen, die gesamte Tür 1 abzusperren. E1 sind ja hoffentlich keine mehr in Betrieb und falls doch, dann...  :ugvm:
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 16. März 2020, 11:13:11
Und wie heute E1 in Betrieb sind!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 38ger am 16. März 2020, 11:30:08
Und wie heute E1 in Betrieb sind!

Und dort nur ein Türflügel abgesperrt?  :o
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Tramwaycafe am 16. März 2020, 11:41:30
Und wie heute E1 in Betrieb sind!
Und warum das?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 16. März 2020, 11:44:00
Und wie heute E1 in Betrieb sind!
Und warum das?

Weil der Ferienfahrplan erst ab Mittwoch gilt und daher heute und morgen noch der Normalauslauf gestellt wird.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: moszkva tér am 16. März 2020, 11:44:27
Ein Verbleib in Asien ist derzeit die sicherere und kostengünstigere Variante.
Wenn es dort, wo du bist, halbwegs ok ist (vor allem vom Alltagsleben her) und auch sonst nichts dagegen spricht, sitze es aus und mache dir eine schöne Zeit!
Wir stellen uns grad auf einige Wochen Isolation ein (nein, niemand ist krank, aber Home Office ist angeordnet und wir versuchen auch, die Ausgangsbeschränkungen möglichst einzuhalten) und die Kinder haben schon nach wenigen Stunden einen Lagerkoller. Das wird noch was werden, wenn das bis Mai so gehen sollte...
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Helga06 am 16. März 2020, 12:15:33
In der TR hat man uns mehr oder weniger ausgewiesen. Aus einem virenfrei Gebiet müssen wir zurück nach Wien wo die Viren nur so herumtollen. Womit von vier Wochen Urlaub 10 Tage wegfallen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 16. März 2020, 12:15:53
Und wie heute E1 in Betrieb sind!
Und warum das?

Weil der Ferienfahrplan erst ab Mittwoch gilt und daher heute und morgen noch der Normalauslauf gestellt wird.
Und auch typenmässig fährt man brav nach Vorschreibung (zB vier E2 am 49er ganztags!). Den Verantwortlichen Gebühren dafür jede Menge :ugvm: !

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Gabri16 am 16. März 2020, 13:01:52
Ab nächstem Wochenende gilt an Samstagen der sonntagsfahrplan. Heißt das, dass zB Autobuslinien, die am Sonntag nicht fahren, am Samstag auch nicht fahren werden?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 16. März 2020, 13:21:46
Ab nächstem Wochenende gilt an Samstagen der sonntagsfahrplan. Heißt das, dass zB Autobuslinien, die am Sonntag nicht fahren, am Samstag auch nicht fahren werden?

Ich würde mich darauf einstellen. Sollte es dann aber auf der Route ein Astax geben, so wird am Samstag sicherlich das Astax unterwegs sein.

Allerdings wird dies erst entschieden. Vielleicht weis ich morgen mehr.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: dalski am 16. März 2020, 14:03:28
In der TR hat man uns mehr oder weniger ausgewiesen. Aus einem virenfrei Gebiet müssen wir zurück nach Wien wo die Viren nur so herumtollen. Womit von vier Wochen Urlaub 10 Tage wegfallen.
Ich finde es generell etwas eigenartig, dass alle Österreicher nach Hause gerufen werden. Sofern ich mich in einem sicheren Staat aufhalte und nicht kurz vor dem persönlichen Bankrott stehe, dann sollte das auch passen.
Mir wurde von der zuständigen Botschaft empfohlen einen Flieger nach Zürich zu nehmen, im Anbetracht der dortigen Situation etwas fragwürdig.
Aber eine Ausweisung ist schon um einiges härter, hier zeigen einige Staaten (bzw eher deren verantwortliche) ihr wahres Gesicht, denn aus medizinischer Sicht ist es in meinen Augen falsch Menschen in ein verseuchtes Gebiet zu schicken, nur "weils halt a Ausländer is"...
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: mike1163 am 16. März 2020, 14:15:09
In der TR hat man uns mehr oder weniger ausgewiesen. Aus einem virenfrei Gebiet müssen wir zurück nach Wien wo die Viren nur so herumtollen. Womit von vier Wochen Urlaub 10 Tage wegfallen.
Ich finde es generell etwas eigenartig, dass alle Österreicher nach Hause gerufen werden. Sofern ich mich in einem sicheren Staat aufhalte und nicht kurz vor dem persönlichen Bankrott stehe, dann sollte das auch passen.
Mir wurde von der zuständigen Botschaft empfohlen einen Flieger nach Zürich zu nehmen, im Anbetracht der dortigen Situation etwas fragwürdig.
Aber eine Ausweisung ist schon um einiges härter, hier zeigen einige Staaten (bzw eher deren verantwortliche) ihr wahres Gesicht, denn aus medizinischer Sicht ist es in meinen Augen falsch Menschen in ein verseuchtes Gebiet zu schicken, nur "weils halt a Ausländer is"...
Ähm, das Virus wird auch vor der Türkei nicht halt machen und dann möchte ich lieber in dem Land sein, wo die medizinische Versorgung besser ist...
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 71er am 16. März 2020, 16:02:52
Ich finde es generell etwas eigenartig, dass alle Österreicher nach Hause gerufen werden. Sofern ich mich in einem sicheren Staat aufhalte und nicht kurz vor dem persönlichen Bankrott stehe, dann sollte das auch passen.
Mir wurde von der zuständigen Botschaft empfohlen einen Flieger nach Zürich zu nehmen, im Anbetracht der dortigen Situation etwas fragwürdig.
Aber eine Ausweisung ist schon um einiges härter, hier zeigen einige Staaten (bzw eher deren verantwortliche) ihr wahres Gesicht, denn aus medizinischer Sicht ist es in meinen Augen falsch Menschen in ein verseuchtes Gebiet zu schicken, nur "weils halt a Ausländer is"...
Es wird ja niemand dazu gezwungen wieder nach Österreich zu kommen. Nur werden die Reisemöglichkeiten immer geringer und wer nicht in den nächsten Tagen heimkommt wird es vielleicht schlichtweg für längere Zeit nicht mehr können.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Autobusfan am 16. März 2020, 17:42:31
Hat zwar mit dem Bus zu tun aber gerade konnte ich sehen, dass bei den Wiener Linienbussen die 1.Türe abgesperrt ist zum Schutz des Fahrers.
Endlich eine Gelegenheit, die Türstörungspickerl mal richtig anzuwenden >:D
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Konstal 105Na am 16. März 2020, 17:43:01
In Krakau sind ab heute alle Vorverkaufsstellen und sonstige Punkte mit Kundendienst geschlossen. Seit Freitag oder Samsta.g, kann man bei den Fahrzeugen, wo die Tür 1 an der Fahrerkabine vorbeiführt (also alle bis auf NGT6 und NGT8), selbige als Fahrgast nicht verwenden. Ab Mittwoch 18.03. gilt der Samstagsfahrplan.

In der TR hat man uns mehr oder weniger ausgewiesen. Aus einem virenfrei Gebiet müssen wir zurück nach Wien wo die Viren nur so herumtollen. Womit von vier Wochen Urlaub 10 Tage wegfallen.

Der Virus ist mittlerweile auch in der Türkei offiziell bestätigt. Dass man aber Ausländer ausweist, ist in der derzeitigen Situation nicht verwunderlich.
.
Ich finde es generell etwas eigenartig, dass alle Österreicher nach Hause gerufen werden. Sofern ich mich in einem sicheren Staat aufhalte und nicht kurz vor dem persönlichen Bankrott stehe, dann sollte das auch passen.

Es geht darum, dass man womöglich für längere Zeit (ich gehe von 2 Monaten aus) nicht mehr nach Hause kommt. Gerade im Krankheitsfall ist es nicht schlecht, wenn man zu Hause ist, da man erstens problemlos Zugang zur Gesundheitsversorgung hat und zweitens dort ist, wo Sprachbarrieren niedriger sind.

hier zeigen einige Staaten (bzw eher deren verantwortliche) ihr wahres Gesicht, denn aus medizinischer Sicht ist es in meinen Augen falsch Menschen in ein verseuchtes Gebiet zu schicken, nur "weils halt a Ausländer is"...

In Zeiten, wo diverse Staaten davor Angst haben, dass ihr Gesundheitssystem zusammenbricht, ist es nicht verwunderlich, dass man sich keine potentiellen Krankheitsfälle importieren will.

Und um beim Beispiel Türkei zu bleiben: Lieber ist mir ich kann mich im Fall der Fälle auf deutsch verständigen, als auf englisch, was in diesem Fall sowohl für Patient als auch Arzt eine Fremdsprache wäre.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: schaffnerlos am 16. März 2020, 17:48:54
Heute waren nur mehr sehr wenige Fahrgäste unterwegs. Ein bisserl geht noch und dann haben die WL den idealen Zustand erreicht: Den fahrgastlosen Betrieb.  >:D
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: dalski am 16. März 2020, 18:28:52
hier zeigen einige Staaten (bzw eher deren verantwortliche) ihr wahres Gesicht, denn aus medizinischer Sicht ist es in meinen Augen falsch Menschen in ein verseuchtes Gebiet zu schicken, nur "weils halt a Ausländer is"...

In Zeiten, wo diverse Staaten davor Angst haben, dass ihr Gesundheitssystem zusammenbricht, ist es nicht verwunderlich, dass man sich keine potentiellen Krankheitsfälle importieren will.

Und um beim Beispiel Türkei zu bleiben: Lieber ist mir ich kann mich im Fall der Fälle auf deutsch verständigen, als auf englisch, was in diesem Fall sowohl für Patient als auch Arzt eine Fremdsprache wäre.
Gut, ich habe das wohl zu sehr auf meine eigene Situation bezogen. Ich bin unter 25, gesundheitlich im besten Zustand und derzeit in Ländern mit bester medizinischer Versorgung und ohne Schwierigkeiten was Kommunikation betrifft.
Die Türkei ist da ein anderes Pflaster, Fremdsprachen (egal welche) werden von der Mehrheit maximal rudimentär beherrscht, aber selbst das ist oft schon zu viel. Das soll kein rassistischer Kommentar sein, das ist vielmehr eine Tatsache, die ich aus mehrmaliger Erfahrung begründen kann, auch in China wird man vor ähnliche Barrieren gestellt.
Das größte Problem ist, dass keiner weiß was passieren wird, dafür muss ich allerdings sagen, macht Österreich - aus der Ferne betrachtet - einen guten Job.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Konstal 105Na am 16. März 2020, 18:45:45
Gut, ich habe das wohl zu sehr auf meine eigene Situation bezogen. Ich bin unter 25, gesundheitlich im besten Zustand und derzeit in Ländern mit bester medizinischer Versorgung und ohne Schwierigkeiten was Kommunikation betrifft.

Medizinische Versorgung ist das Eine, Zugang dazu haben, das Andere.

Ich kenne deine Fremdsprachenkenntnisse jetzt nicht, aber ich bin sprachlich recht gut unterwegs, aber auf Englisch mich über Krankheiten bzw. diverse Symptome und Organe zu unterhalten, ist für mich eine Herausforderung.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: highspeedtrain am 16. März 2020, 21:37:30
In der TR hat man uns mehr oder weniger ausgewiesen. Aus einem virenfrei Gebiet müssen wir zurück nach Wien wo die Viren nur so herumtollen. Womit von vier Wochen Urlaub 10 Tage wegfallen.
Ich finde es generell etwas eigenartig, dass alle Österreicher nach Hause gerufen werden. Sofern ich mich in einem sicheren Staat aufhalte und nicht kurz vor dem persönlichen Bankrott stehe, dann sollte das auch passen.
Mir wurde von der zuständigen Botschaft empfohlen einen Flieger nach Zürich zu nehmen, im Anbetracht der dortigen Situation etwas fragwürdig.
Aber eine Ausweisung ist schon um einiges härter, hier zeigen einige Staaten (bzw eher deren verantwortliche) ihr wahres Gesicht, denn aus medizinischer Sicht ist es in meinen Augen falsch Menschen in ein verseuchtes Gebiet zu schicken, nur "weils halt a Ausländer is"...

Wurde schon von einem Kollegen geschrieben, aber man kann es nicht oft genug wiederholen: niemand weiß, ob Leute wie du wieder nach Hause kommen können. Es wird schlicht keine Flüge mehr geben.

Also nach Hause fahren, solange es noch geht. Zeit für Heldentum ist derzeit zu Hause (helfen, wenn man kann), nicht woanders.

(... und ich habe in meinem Leben lange genug woanders gelebt und bin ein Reisefreak).
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Konstal 105Na am 16. März 2020, 22:12:16
In der Ukraine werden die drei Metronetze (Kiev, Charkiv und Dnipro) vorübergehend eingestellt.

https://strana.ua/news/255185--v-ukraine-zakryvaetsja-metro-zelenskij.html?fbclid=IwAR39yGCJTvADGrgZ4erjVnwhrTJVdQMI6ifADFwMEQs7-ppTB2sNPiKZd-U
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 16. März 2020, 22:40:13
In Bratislava müssen Fahrgäste öffentlicher Verkehrsmittel seit heute Nase und Mund bedecken, mit Schutzmaske, Tuch oder Schal. Empfohlen wird darüber hinaus das Tragen von Handschuhen. 

Quelle: https://m.imhd.sk/ba/doc/sk/19429/Aktualne-obmedzenia-v-bratislavskej-MHD-v-suvislosti-s-koronavirusom-od-16-3-2020
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Petersil am 16. März 2020, 22:45:33
Diese Maßnahmen wie in Bratislava kommen in Tschechien ebenfalls.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 17. März 2020, 10:52:14
Ab nächstem Wochenende gilt an Samstagen der sonntagsfahrplan. Heißt das, dass zB Autobuslinien, die am Sonntag nicht fahren, am Samstag auch nicht fahren werden?

Ich würde mich darauf einstellen. Sollte es dann aber auf der Route ein Astax geben, so wird am Samstag sicherlich das Astax unterwegs sein.

Allerdings wird dies erst entschieden. Vielleicht weis ich morgen mehr.

Ich habe jetzt nochmal nachgefragt.

Es wird am Samstag mit dem Sonntagsplan ohne Wenn und Aber gefahren. bedeutet zum Beispiel Kein betrieb auf den Linie 9A, 25A und 12A nur zwischen Schmelz und Eichenstraße.

Ist halt auch die Frage, ob die Linien am Samstag, wenn ausser für Lebensmittel keine Einkaufsmöglichkeit gibt, überhaupt eine Nachfrage dafür gibt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Autobusfan am 17. März 2020, 12:03:44
Gilt das mit samstags Sonntagsfahrplan nur bei den WL oder im ganzen VOR?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 17. März 2020, 12:08:16
Gilt das mit samstags Sonntagsfahrplan nur bei den WL oder im ganzen VOR?

Ich kann nur für die WL sprechen. Ich würde aber davon ausgehen, dass auch im VOR die eine oder andere Linie nach dem Sonntagsplan fahren. Die ÖBB hat ja angeblich auch schon ihren Fahrplan ausgedühnt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: HLS am 17. März 2020, 12:11:14
Wie wir ja alle mittlerweile wissen, wird der öffentliche Verkehr als wichtiger Grund angesehen, sein zu Hause verlassen zu dürfen, hier ists nochmal in Schriftform.
[attach=1]
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 17. März 2020, 13:00:51
In einem Informationsblatt des VOR mit Stand von heute 9.30 Uhr steht, dass die Nachtautobuslinien ab morgen in einem 60-Minuten-Intervall fahren. Stimmt das?

Quelle: https://www.vor.at/fileadmin/CONTENT/Downloads/Corona-Info/20200317_0930_Aktuelle_Lage_im_OEV.pdf
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 17. März 2020, 13:17:32
(https://www.wienerlinien.at/media/img/2020/image_342172_w345.jpg)

Gefährliche Falschinformation! :ugvm:
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 17. März 2020, 13:23:48
In einem Informationsblatt des VOR mit Stand von heute 9.30 Uhr steht, dass die Nachtautobuslinien ab morgen in einem 60-Minuten-Intervall fahren. Stimmt das?

Quelle: https://www.vor.at/fileadmin/CONTENT/Downloads/Corona-Info/20200317_0930_Aktuelle_Lage_im_OEV.pdf

Lt. Rücsprache mit der Fachabteilung, tritt das beim Nachtbus mit Freitag in Kraft. Und die Auslastung der Fahrzeuge liegt bei unter 10%.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: T1 am 17. März 2020, 13:31:38
Die Auslastungszahlen sind nebensächlich, wichtig ist, dass kritische Berufsgruppen an ihren Arbeitsplatz kommen. Ist das bei einem Stundentakt gewährleistet?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: schaffnerlos am 17. März 2020, 13:52:17
Dass man den Fahrplan reduziert, ist verständlich. Zumindest soweit, dass a) die Fahrzeuge so leer sind, dass die Fahrgäste einen Abstand untereinander einhalten können und b) die Intervalle noch akzeptabel sind. Ein Nachtbusintervall von 60 Minuten trifft ausgerechnet jene Personen, welche in dieser Situation für uns arbeiten müssen. Und erst recht, wenn man weiß, wie gut WL-Anschlüsse funktionieren.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: HLS am 17. März 2020, 13:55:55
Die Auslastungszahlen sind nebensächlich, wichtig ist, dass kritische Berufsgruppen an ihren Arbeitsplatz kommen. Ist das bei einem Stundentakt gewährleistet?
Ich zähle auch zur kritischen Berufsgruppe und vermeide es so gut als möglich nicht in Öffis einsteigen zu müssen. So frage ich dann auch schonmal den Dispo, ob er nicht eine andere Möglichkeit hat.

Und zu den Möglichkeiten von und zur Arbeit zu kommen, ich denke schon das es gewährleistet ist, kommunizieren muß man es aber. Denn wenn ich keine Information bekomme und einfach glaube es fährt eh immer alle 30min ein Nachtbus, könnte es mit dem pünktlich am Arbeitsplatz sein, schwieriger werden.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Tunafish am 17. März 2020, 14:13:26
Ich kann nur für die WL sprechen. Ich würde aber davon ausgehen, dass auch im VOR die eine oder andere Linie nach dem Sonntagsplan fahren. Die ÖBB hat ja angeblich auch schon ihren Fahrplan ausgedühnt.

Genauere Informationen zum verdünnten Fahrplan der ÖBB gibt es hier: https://www.oebb.at/de/notfallnews

Ab morgen wird etwa Wien - Salzburg auf einen 2-Stunden-Takt gedehnt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: schaffnerlos am 17. März 2020, 14:27:21
Ab morgen wird etwa Wien - Salzburg auf einen 2-Stunden-Takt gedehnt.

Aber nur die RJ, die RJX fahren weiterhin stündlich.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hema am 17. März 2020, 14:34:27
Die Leute sollen ja nicht soviel rumfahren. Die ausufernde Reisetätigkeit war schließlich der wesentliche Grund zur raschen (weltweiten) Verbreitung der Krankheit!  :lamp:
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 17. März 2020, 14:37:04
Die Leute sollen ja nicht soviel rumfahren. Die ausufernde Reisetätigkeit war schließlich der wesentliche Grund zur raschen (weltweiten) Verbreitung der Krankheit!  :lamp:

Die grenzenlose und viel zu billige Mobilität als Geißel der Menschheit – zwar anders als gedacht, aber letztlich doch ...
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: WVB am 17. März 2020, 16:04:14
Es wird am Samstag mit dem Sonntagsplan ohne Wenn und Aber gefahren.
Kann ich mir beim 38A nur schwer vorstellen weil er an Sonn- und Feiertagen öfters an Samstagen fährt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Schienenbremse am 17. März 2020, 17:20:53
Zwei Beiträge entfernt. Das Posten von unbestätigten Gerüchten, die nicht als solche gekennzeichnet sind, ist in der momentanen Situation alles andere als zweckdienlich. Bleibt bitte genau so sachlich, wie ihr auch (hoffentlich) zu Hause bleibt!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 360 am 17. März 2020, 20:56:09
Weiter geht's->
Stammstrecke 65 Fahrten weniger
S40 34 Fahrten weniger
S50 46 Fahrten weniger
Nachtschnellbahn ersatzlos eingestellt
Nachtbusse an allen Tagen nur noch alle 60min
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 17. März 2020, 21:00:56
Gibts eigentlich ab morgen irgendwelche besonderen Vorschriften bei der Wageneinteilung (zB E1-Verbot oder dass HF tunlichst nicht auf Tageskursen unterwegs sind)?

Ich fürchte zwar, dass das ein warmer Eislutscher ist, lasse mich aber gerne überraschen.

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 360 am 17. März 2020, 21:18:46
Gibts eigentlich ab morgen irgendwelche besonderen Vorschriften bei der Wageneinteilung (zB E1-Verbot oder dass HF tunlichst nicht auf Tageskursen unterwegs sind)?

Ich fürchte zwar, dass das ein warmer Eislutscher ist, lasse mich aber gerne überraschen.

LG t12700
Nein gibt's nicht!
Wobei viele E1 wird man ab morgen aufgrund vom Ferienfahrplan sowieso nicht mehr sehen und bei den E2 ist die Tür 1 abgesperrt
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Geamatic am 17. März 2020, 21:23:26
Samstags und Sonntags fahren statt E2 und E1 dann Ulf A/A1.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 17. März 2020, 21:27:31
Gibts eigentlich ab morgen irgendwelche besonderen Vorschriften bei der Wageneinteilung (zB E1-Verbot oder dass HF tunlichst nicht auf Tageskursen unterwegs sind)?

Ich fürchte zwar, dass das ein warmer Eislutscher ist, lasse mich aber gerne überraschen.

LG t12700
Nein gibt's nicht!
Wobei viele E1 wird man ab morgen aufgrund vom Ferienfahrplan sowieso nicht mehr sehen und bei den E2 ist die Tür 1 abgesperrt
Das habe ich mir gedacht. Man sollte im Sinne der Fahrer ab morgen komplett ohne E1 fahren!

Das sollte sich auch ausgehen. Auf den Linien 25, 26, 30 und 31 braucht man ab morgen laut Wageneinteilung statt 26 Hochflurern nur mehr 10 (am 25er drei, am 26er einer und der Rest am 30er), auch bei den Linien 2 und 5 erspart man sich welche somit sollte es ohne E1 gehen! Allein schon die drei E2 fürn 2er, die KAG stellen, werden ja auch frei.

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 17. März 2020, 21:45:46
Heute war 4049 am 5er unterwegs – mit normalisierter Fahrer-"Kabine" und ohne ausgeschaltete Tür 1.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: T1 am 17. März 2020, 23:46:36
Weiter geht's->
Stammstrecke 65 Fahrten weniger
S40 34 Fahrten weniger
S50 46 Fahrten weniger
Diese Aussage ist für den Normalfahrgast nichtssagend und wenig hilfreich. Der VOR macht es ein wenig besser*, aber wieso man nicht einfach schreibt, dass auf der S3, S40 und S50 statt dem Viertelstundentakt nur ein Halbstundentakt angeboten wird (und dass sich außerhalb von Korneuburg/Stockerau, Kritzendorf, Unter Purkersdorf nichts ändert), verstehe ich nicht. Die 65 Fahrten weniger auf der Stammstrecke sind ähnlich hilfreich, wie wenn man schreiben würde, dass 20 000 Sitzplatzkilometer entfallen ::)

* "Ab 19.03.2020 entfallen die folgenden Verstärker-Züge:
S3: Wien Liesing <> Korneuburg bzw. Stockerau
S40: Wien Franz-Josefs-Bahnhof <> Kritzendorf
S50: Wien Westbahnhof <> Unterpurkersdorf"
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 58 am 18. März 2020, 09:28:18
Dafür müssten die für die Notfallskommunikation zuständigen halt einen Fahrplan lesen und interpretieren können...
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 18. März 2020, 11:31:39
Mit kommendem Montag, dem 23.3., wird der ÖBB-Nahverkehr weiter ausgedünnt. Geplant ist die Umstellung auf den Sonntagsfahrplan mit Verstärkung in den Hauptverkehrszeiten in der Früh und am Nachmittag.

Quelle: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200318_OTS0083/update-zum-oebb-personenverkehr
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kabus1914 am 18. März 2020, 11:42:50
E2 1.Tür komplett gesperrt und am Triebwagen so verklebt, dass sich kein Fahrgast an das Personal annähern kann.. Ich finde es zwar nicht schlecht aber es ist niemals sicher wie in ein ULF. Und da mann ja bei jeder Enstelle Wagenumsicht halten müssen, finde ich alles ein bisschen um sonst...
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: T1 am 18. März 2020, 12:33:09
Und da mann ja bei jeder Enstelle Wagenumsicht halten müssen, finde ich alles ein bisschen um sonst...
Es geht darum, Kontakte zu verringern und vermeiden. Das heißt nicht, dass man absolut jeden potenziellen Kontakt vermeiden kann. Aber nur weil das nicht geht, heißt es deswegen nicht, dass alle Maßnahmen zur Reduktion möglicher Kontakte umsonst sind. ::)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 360 am 18. März 2020, 12:34:10
Ab morgen und bis mindestens 13.04.2020 ist der CAT komplett eingestellt-> Ersatz ist die S7
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: T1 am 18. März 2020, 12:39:40
Auch zwei der drei VAL-Linien werden ab morgen eingestellt bzw. eine ist es heute schon.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 18. März 2020, 18:46:50
Schon am ersten Tag des "Corona"-Fahrplans gehen scheinbar reihenweise die ULFe ein, denn sowohl am Verstärker 26-55 und als Tauschzug auf 26-52 (bis 22.40 an KAG!) fahren jetzt Hochflurer! :down:

Am 25er fährt wie in der Früh am Verstärker 25-08 ein Hochflurer (E2?)

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 360 am 18. März 2020, 19:10:18
Schon am ersten Tag des "Corona"-Fahrplans gehen scheinbar reihenweise die ULFe ein, denn sowohl am Verstärker 26-55 und als Tauschzug auf 26-52 (bis 22.40 an KAG!) fahren jetzt Hochflurer! :down:

Am 25er fährt wie in der Früh am Verstärker 25-08 ein Hochflurer (E2?)

LG t12700
@ t12700->
1.) Kurs 26-55 ist planmäßig ein Hochflurer
2.) Sind dir Kursausfälle lieber als Hochflurer (vor allem jetzt weil desto dünner das Intervall, desto mehr Menschen in den verbliebenen Zügen)?
3.) Es gilt der normale Ferienfahrplan mit dem dazugehörigen normalen Wagenauslauf-> alle zusätzlich eingesetzten ULFe sind freiwillig!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 18. März 2020, 19:18:47
Schon am ersten Tag des "Corona"-Fahrplans gehen scheinbar reihenweise die ULFe ein, denn sowohl am Verstärker 26-55 und als Tauschzug auf 26-52 (bis 22.40 an KAG!) fahren jetzt Hochflurer! :down:

Am 25er fährt wie in der Früh am Verstärker 25-08 ein Hochflurer (E2?)

LG t12700
@ t12700->
1.) Kurs 26-55 ist planmäßig ein Hochflurer
2.) Sind dir Kursausfälle lieber als Hochflurer (vor allem jetzt weil desto dünner das Intervall, desto mehr Menschen in den verbliebenen Zügen)?
3.) Es gilt der normale Ferienfahrplan mit dem dazugehörigen normalen Wagenauslauf-> alle zusätzlich eingesetzten ULFe sind freiwillig!
1.) in der Früh wars ein ULF, muss der jetzt Kilometersparen?
2.) nein, aber diverse kurze ULFe verstauben derzeit in den Hallen, die sind (sofern keine B/B1 mehr verfügbar) derzeit ausreichend und wären sowohl fürs Personal als auch für die Kunden besser, was die Hygiene und Gesundheit angeht!
3.) zusätzlich eingesetzte ULFe sollten in der derzeitigen Situation nicht nur freiwillig sondern auch selbstverständlich sein. Die dafür notwendige Flexibilität bei den WL lässt wie immer zu wünschen übrig! :down:

Dafür zu sorgen, dass alle verfügbaren ULFe auch fahren, wäre im Grunde die Aufgabe der Stadtregierung, und dieser Umstand wäre auch durchaus im Interesse der Stadt, damit die derzeitige Corona-Situation so bald wie möglich und gesundheitlich vertretbar überstanden ist!

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 19. März 2020, 08:08:00
Heutige E2 im Netz (Auswahl / # -> HVZ)

Linie 49: 49-05, -06
Linie 25: 25-07, -08#
Linie 26: 26-07#
Linie 30: 30-01, -03, -04, -05, -06
Linie 5: 5-03#
Linie 60: 60-58#, -59#
Linie 38: 38-01, -06
Linie 18: 18-02#, -53#
Linie 6: 6-13, -14
Linie 11: 11-08#, -10#, -57#

Besonders günstig die beiden Tageskurs-E2 am 6er und 49er. Zumindest am 49er könnte man bei beiden noch leicht reagieren, deren Folgekurse 1 und 11 sind beide Verstärker. Ansonsten wären die E2 bis planmäßig 19.59 sowie 0.45 an OTG unterwegs!

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: HLS am 19. März 2020, 10:47:33
Ich habe gestern in der Früh in der S80 genau so erlebt, der halbe Zug komplett leer und drinnen sitzt eine Gruppe aus 10-12 Personen, die sich alle sehr intensiv, mit sehr intensiver Nähe lautstark unterhielten.
Somit gibts anscheinend doch diese Volltrotteln, die dann im übrigen alle geschlossen aus einer Tür in Speising ausstiegen.

Weiteres was ich Anfang der Woche erlebte und wo ich dann dezent ungehalten wurde, war in der S60. Ich saß als einziger im hinterem Bereich, als nach ein paar Stationen plötzlich ein junger Mann einstieg und sich genau neben mich setzten mußte, da habe ich ihn dann schon direkt gefragt, ob er irgendwelche Drogen nimmt oder auf Körperkontakt steht.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Schienenbremse am 19. März 2020, 12:37:05
OT entfernt. Bitte beim Thema bleiben und nicht an den Stammtisch und zu den Verschwörungstheorien abdriften!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Aviara am 19. März 2020, 13:03:48
Naja immerhin eine deutliche E2-Reduktion im Vergleich zu gestern. Aber ich frage mich nach wie vor, ist die Linie 30 wirklich notwendig?? Da hättest schon einmal ein paar E2, die nicht fahren müssen. Im Störungfall (was ja auch momentan eher seltener vorkommen sollte) hast eh sämtliche 31er zwischen Stammersdorf und Floridsdorf, die ja momentan eigentlich völlig ausreichen sollten. Dann Linie 43... ich mein ich weiß nicht wieviel da jetzt genau los ist aber sind da wirklich 4-min Intervall notwendig?? Ich wage zu behaupten, dass 7,5 völlig ausreichen und das wiederum würde wieder Ulfe freigeben für andere Linien. Ich denke es gibt keine Linie die wirklich häufiger als im 7,5 min Intervall fahren müsste.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 19. März 2020, 13:14:09
Lt. meinen Informationen wird die Linie 30 mit 20.3.2020 20:10 bis zum Ende der Coronakrise eingestellt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 19. März 2020, 13:31:00
Lt. meinen Informationen wird die Linie 30 mit 20.3.2020 20:10 bis zum Ende der Coronakrise eingestellt.
Nicht dass ich Linieneinstellungen begrüße, aber wäre dann bei der derzeitigen Situation eine vorübergehende Einstellung oder generelle Kürzung des 33er zur Augasse nicht auch eine Option? Die freiwerdenden A/A1 kann man dann ja am 5er, 25er und 26er einsetzen.

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 19. März 2020, 13:38:04
Lt. meinen Informationen wird die Linie 30 mit 20.3.2020 20:10 bis zum Ende der Coronakrise eingestellt.
Nicht dass ich Linieneinstellungen begrüße, aber wäre dann bei der derzeitigen Situation eine vorübergehende Einstellung oder generelle Kürzung des 33er zur Augasse nicht auch eine Option? Die freiwerdenden A/A1 kann man dann ja am 5er, 6er und 26er einsetzen.

LG t12700

Auch das soll angeblich mit Samstag Betriebsbeginn sein, dass die Linie 33 bis zum Ende der Krise nur mehr bis Augasse fährt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: E1-c3 am 19. März 2020, 13:38:14
Weiß eigentlich jemand wie es derzeit bei Zügen, die ein anderes Land im Korridorverkehr durchfahren, aussieht (z.B. nach Deutschkreutz)? Auf der ÖBB-App steht, dass mit Grenzkontrollen durch die ungarische Polizei zu rechnen ist und Personen, die keine gültige Aufenthaltsberechtigung in Ungarn oder keinen ungarischen Pass haben, an der Grenze die Einreise verweigert wird.

Gilt das auch für Personen, die in Sopron nicht aussteigen und weiter nach Deutschkreutz fahren bzw. brauchen diese Personen dann auch einen Reisepass mit sich zu führen?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 360 am 19. März 2020, 13:45:55
Die Züge nach/von Deutschkreutz fahren wie früher die Korridorzüge!
Die Einreisekontrollen finden am Bahnsteig in Sopron statt


Ab kommenden Montag gilt in Wien auf allen Straßenbahnlinien und den meisten Buslinien Mo-Fr der Samstagsfahrplan
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 15A am 19. März 2020, 14:41:47
Lt. meinen Informationen wird die Linie 30 mit 20.3.2020 20:10 bis zum Ende der Coronakrise eingestellt.
Nicht dass ich Linieneinstellungen begrüße, aber wäre dann bei der derzeitigen Situation eine vorübergehende Einstellung oder generelle Kürzung des 33er zur Augasse nicht auch eine Option? Die freiwerdenden A/A1 kann man dann ja am 5er, 6er und 26er einsetzen.

LG t12700


Auch das soll angeblich mit Samstag Betriebsbeginn sein, dass die Linie 33 bis zum Ende der Krise nur mehr bis Augasse fährt.

Ich hab wieder gehört der 33er soll ganz eingestellt sein.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Hawk am 19. März 2020, 15:42:14
Lt. meinen Informationen wird die Linie 30 mit 20.3.2020 20:10 bis zum Ende der Coronakrise eingestellt.
Nicht dass ich Linieneinstellungen begrüße, aber wäre dann bei der derzeitigen Situation eine vorübergehende Einstellung oder generelle Kürzung des 33er zur Augasse nicht auch eine Option? Die freiwerdenden A/A1 kann man dann ja am 5er, 6er und 26er einsetzen.

LG t12700


Auch das soll angeblich mit Samstag Betriebsbeginn sein, dass die Linie 33 bis zum Ende der Krise nur mehr bis Augasse fährt.

Ich hab wieder gehört der 33er soll ganz eingestellt sein.
Das glaube ich eher nicht!  ;)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 38ger am 19. März 2020, 16:29:31
Naja immerhin eine deutliche E2-Reduktion im Vergleich zu gestern. Aber ich frage mich nach wie vor, ist die Linie 30 wirklich notwendig?? Da hättest schon einmal ein paar E2, die nicht fahren müssen. Im Störungfall (was ja auch momentan eher seltener vorkommen sollte) hast eh sämtliche 31er zwischen Stammersdorf und Floridsdorf, die ja momentan eigentlich völlig ausreichen sollten. Dann Linie 43... ich mein ich weiß nicht wieviel da jetzt genau los ist aber sind da wirklich 4-min Intervall notwendig?? Ich wage zu behaupten, dass 7,5 völlig ausreichen und das wiederum würde wieder Ulfe freigeben für andere Linien. Ich denke es gibt keine Linie die wirklich häufiger als im 7,5 min Intervall fahren müsste.

Am 46er auf jeden Fall! Da war es gestern teilweise noch recht kuschelig. Zwar nicht so, dass alle Sitzplätze besetzt sind, aber teilweise war es doch fast jeder zweite Sitzplatz und da is dann eigentlich schon nicht mehr genug Abstand zwischen den Leuten!

Eine Einstellung der Linie 33 wäre wohl die naheliegendste Maßnahme, um auf kurze ULF für andere Linien freizuspielen, der Verkehrswert des 33ers zur Augasse ist derartig gering, dass ich davon gar nichts hielte.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 19. März 2020, 16:44:40
Ab kommenden Montag gilt in Wien auf allen Straßenbahnlinien und den meisten Buslinien Mo-Fr der Samstagsfahrplan
Ist das wirklich auf allen Linien notwendig und sinnvoll?

Demnach würde der 31er dann aber häufiger verkehren, da der an Samstagen ein dichteres Intervall als an Ferientagen hat (15 Züge statt 12!)

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 19. März 2020, 17:24:56
Ab kommenden Montag gilt in Wien auf allen Straßenbahnlinien und den meisten Buslinien Mo-Fr der Samstagsfahrplan
Ist das wirklich auf allen Linien notwendig und sinnvoll?

Demnach würde der 31er dann aber häufiger verkehren, da der an Samstagen ein dichteres Intervall als an Ferientagen hat (15 Züge statt 12!)

LG t12700

Für diese Linien wird ein eigener Plan erstellt, dass dies eben nicht vorkommt.

SO fährt die Linie 38A zum Beispiel am Sonntag nur alle 10 min und nicht alle 6 min, wie lt. Fahrplanaushang.

Und habt Verständnis, wenn nicht alle Fahrpläne gleich online gestellt werden, da die Mitarbeiter dafür grundsätzlich im Homeoffice sind und ich nicht weis, ob sie auch von zu Hause wirklich alle Programme bedienen können.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 19. März 2020, 17:30:08
Ab kommenden Montag gilt in Wien auf allen Straßenbahnlinien und den meisten Buslinien Mo-Fr der Samstagsfahrplan
Ist das wirklich auf allen Linien notwendig und sinnvoll?

Demnach würde der 31er dann aber häufiger verkehren, da der an Samstagen ein dichteres Intervall als an Ferientagen hat (15 Züge statt 12!)

LG t12700

Für diese Linien wird ein eigener Plan erstellt, dass dies eben nicht vorkommt.

SO fährt die Linie 38A zum Beispiel am Sonntag nur alle 10 min und nicht alle 6 min, wie lt. Fahrplanaushang.

Und habt Verständnis, wenn nicht alle Fahrpläne gleich online gestellt werden, da die Mitarbeiter dafür grundsätzlich im Homeoffice sind und ich nicht weis, ob sie auch von zu Hause wirklich alle Programme bedienen können.
Eine Frage noch dazu: fahren dann grundsätzlich frequentiertere Linien wie 6, 43, 46, 49 unter der Woche auch nach Samstagplan oder bekommen die einen eigenen Plan oder bleibt da der Ferienplan. Denn zB am 49er wären das dann gleich bis zu 6 Züge weniger, da weiß ich nicht ob das nicht zu viel des guten ist.

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: LH am 19. März 2020, 17:30:24
Am 41er ist auch ein E2+c5 unterwegs.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Schienenchaos am 19. März 2020, 18:41:48
Am 41er ist auch ein E2+c5 unterwegs.
Ist der 4032+1432
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hema am 19. März 2020, 19:11:49

SO fährt die Linie 38A zum Beispiel am Sonntag nur alle 10 min und nicht alle 6 min, wie lt. Fahrplanaushang.

Der 38A ist doch eine Ausflugslinie. Wieso fährt der Überhaupt, wenn man die Öffis doch nur in wichtigen Fällen (Arbeit, Arztbesuch, Versorgung usw.) benützen darf/soll?  ???
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Elin Lohner am 19. März 2020, 19:15:55
Der 38A ist doch eine Ausflugslinie. Wieso fährt der Überhaupt, wenn man die Öffis doch nur in wichtigen Fällen (Arbeit, Arztbesuch, Versorgung usw.) benützen darf/soll?  ???
Ein besiedeltes Gebiet (bis zur Station Wagenwiese auf der Cobenzlgasse) bedient der 38A ja, von daher würde es schon genügen den 38A, bis zum Ende der Corona-Epidemie, bis zur Wagenwiese zu kürzen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: darkweasel am 19. März 2020, 19:27:41
Der 38A ist doch eine Ausflugslinie. Wieso fährt der Überhaupt, wenn man die Öffis doch nur in wichtigen Fällen (Arbeit, Arztbesuch, Versorgung usw.) benützen darf/soll?  ???
Ein besiedeltes Gebiet (bis zur Station Wagenwiese auf der Cobenzlgasse) bedient der 38A ja, von daher würde es schon genügen den 38A, bis zum Ende der Corona-Epidemie, bis zur Wagenwiese zu kürzen.
Oben am Kahlenberg gibt es auch einige Einfamilienhäuser.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 19. März 2020, 19:30:09
Der 38A ist doch eine Ausflugslinie. Wieso fährt der Überhaupt, wenn man die Öffis doch nur in wichtigen Fällen (Arbeit, Arztbesuch, Versorgung usw.) benützen darf/soll?  ???
Ein besiedeltes Gebiet (bis zur Station Wagenwiese auf der Cobenzlgasse) bedient der 38A ja, von daher würde es schon genügen den 38A, bis zum Ende der Corona-Epidemie, bis zur Wagenwiese zu kürzen.
Oben am Kahlenberg gibt es auch einige Einfamilienhäuser.
Es wäre ja auch eine Möglichkeit, jeden zweiten Bus zur Wagenwiese zu kürzen.

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 19. März 2020, 19:48:30
Ich will nicht wieder als Diskussionabwürger dastehen. Aber bitte, fangt nicht mit einer Endlosdiskussion an, welche Linien zu Dicht fahren und welche nicht. Seitens der WL stehen alle Linie unter Beobachtung und werden ggf. auch angepasst. Aber für die paar Benutzer der Linien sollte ein gewisser Intervall auf alle Fätte angeboten werden. Und wie schon jemand anderer erwähnt hat. Auch oberhalb der Wagenwiese wohnen einige Leute, die eine halbwegs vernünftigen Intervall erwarten. Und wie willst du bei einem 10 min Intervall jeden 2. Bus kürzen, wenn jeder 3. Bus bis auf den Leopoldsberg fährt?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 19. März 2020, 21:46:08
@Klingelfee: am einfachsten wäre es dann folgende Abfolge: Wagenwiese - Kahlenberg - Wagenwiese - Leopoldsberg usw. Das sollte doch machbar sein.

Grundsätzlich stimme ich dir zu, dass man auf allen Linien dem Fahrgastaufkommen entsprechende Intervalle ermöglichen sollte. Deshalb auch meine obige Frage, ob die Samstagsintervalle auf allen Linien (wie von Linie 360 geschrieben) auch auf allen Linien sinnvoll sind. Notfalls muss man für die frequentierteren Linien einen entsprechenden Fahrplan erstellen.

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 19. März 2020, 21:49:06
@Klingelfee: am einfachsten wäre es dann folgende Abfolge: Wagenwiese - Kahlenberg - Wagenwiese - Leopoldsberg usw. Das sollte doch machbar sein.

LG t12700

Klar wäre das eine Alternative. Aber wie willst du in deinem Plan alle 30 min auf den Leopoldsberg fahren, wenn du nur alle 10 min ab Heiligenstadt fährst?

Nach meiner Rechnung hättest du dann nur alle 40 min einen Bus auf den Leopoldsberg.

Aber we,, du das weiter diskutieren willst, dann mach das bitte im Autobusforum. Nur dort wirst du von mir keine Antwort erwarten können, da ich dort nur lese, aber nicht schreibe.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 19. März 2020, 21:51:07
@Klingelfee: am einfachsten wäre es dann folgende Abfolge: Wagenwiese - Kahlenberg - Wagenwiese - Leopoldsberg usw. Das sollte doch machbar sein.

LG t12700

Klar wäre das eine Alternative. Aber wie willst du in deinem Plan alle 30 min auf den Leopoldsberg fahren, wenn du nur alle 10 min ab Heiligenstadt fährst?

Nach meiner Rechnung hättest du dann nur alle 40 min einen Bus auf den Leopoldsberg.

Aber we,, du das weiter diskutieren willst, dann mach das bitte im Autobusforum. Nur dort wirst du von mir keine Antwort erwarten können, da ich dort nur lese, aber nicht schreibe.
Ja genau, dann würde man nur alle 40 Minuten am Leopoldsberg fahren aber nun genug OT.

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 20. März 2020, 08:35:29
Wenn ich keine übersehen habe sind das die einzigen derzeit verkehrenden E2+c5:

Linie 30: 30-01, -03, -04, -05, -06
Linie 5: 5-05
Linie 11: 11-08#, -10#
Linie 2: 1 E2
Linie 41: 1 E2
Linie 71: 1 E2

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Pat1305 am 20. März 2020, 10:05:35
Ab 23.März:
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 15A am 20. März 2020, 10:14:18
Wenn ich keine übersehen habe sind das die einzigen derzeit verkehrenden E2+c5:

Linie 30: 30-01, -03, -04, -05, -06
Linie 5: 5-05
Linie 11: 11-08#, -10#
Linie 2: 1 E2
Linie 41: 1 E2
Linie 71: 1 E2

LG t12700

Du hast am 40er auch einen E2+c5.

Wie viele E2 werden eigentlich an Samstagen benötigt?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 20. März 2020, 10:36:17
Wie viele E2 werden eigentlich an Samstagen benötigt?

Benötigen tut man – auch jetzt schon – keinen einzigen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: abc am 20. März 2020, 12:44:39
Ab 23.März:
  • Montag-Freiag gilt der Samstagsfahrplan
  • An Wochenenden gilt der Sonntagsfahrplan

Ich hoffe doch, mit einzelnen Adaptionen in Gewerbegebieten und bei Ausflugslinien?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 20. März 2020, 13:09:08
Ab 23.März:
  • Montag-Freiag gilt der Samstagsfahrplan
  • An Wochenenden gilt der Sonntagsfahrplan

Ich hoffe doch, mit einzelnen Adaptionen in Gewerbegebieten und bei Ausflugslinien?

Du kannst nicht die Buslinien extrem ausdühnen. Denn auch die wenigen, die dort wohnen oder noch arbeiten, haben ein Recht auf einen halbwegs vernüftigen Intervall.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: contra am 20. März 2020, 15:56:43
Zitat
Ich hoffe doch, mit einzelnen Adaptionen in Gewerbegebieten und bei Ausflugslinien?

Wozu brauchst du Ausflugslinien?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Alex am 20. März 2020, 15:59:15
Anscheinend muss man jetzt doch auch beim Fotografieren aufpassen.
Zumindest Selfies im Freien dürften in Wien inzwischen verboten sein: https://www.heute.at/s/corona-wien-parks-polizei-strafen-59154776 (https://www.heute.at/s/corona-wien-parks-polizei-strafen-59154776)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 20. März 2020, 16:35:04
Anscheinend muss man jetzt doch auch beim Fotografieren aufpassen.
Zumindest Selfies im Freien dürften in Wien inzwischen verboten sein: https://www.heute.at/s/corona-wien-parks-polizei-strafen-59154776 (https://www.heute.at/s/corona-wien-parks-polizei-strafen-59154776)

Es ist zwar begrüßenswert, wenn die Exekutive so vorgeht, aber gesetzlich gedeckt ist das meiner Ansicht nach nicht.

§ 1. Zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 ist das Betreten öffentlicher Orte verboten.
§ 2. Ausgenommen vom Verbot gemäß § 1 sind Betretungen,
[...] 5. wenn öffentliche Orte im Freien alleine, mit Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben, oder mit Haustieren betreten werden sollen, gegenüber anderen Personen ist dabei ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten.
[...]
§ 4. Im Fall der Kontrolle durch Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes sind die Gründe, warum eine Betretung gemäß § 2 zulässig ist, glaubhaft zu machen.
(Q: https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2020_II_98/BGBLA_2020_II_98.html)

Das ist weder schwer verständlich noch erlaubt es unterschiedliche Interpretationen. Wenn ich allein hinausgehe, darf ich das – und zwar wann ich will, wo ich will und wie lang ich will, sofern ich anderen Personen dabei nicht nahe komme. Dass es dennoch nicht unbedingt ratsam ist, sollte einem der Hausverstand sagen (den gibt's beim Billa noch, nur das Klopapier ist aus), aber im Gesetz steht das so nicht drinnen!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: LH am 20. März 2020, 17:44:13
4021+1421 verkehren heute am 40er.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: darkweasel am 20. März 2020, 17:52:04
Anscheinend muss man jetzt doch auch beim Fotografieren aufpassen.
Zumindest Selfies im Freien dürften in Wien inzwischen verboten sein: https://www.heute.at/s/corona-wien-parks-polizei-strafen-59154776 (https://www.heute.at/s/corona-wien-parks-polizei-strafen-59154776)

Es ist zwar begrüßenswert, wenn die Exekutive so vorgeht, aber gesetzlich gedeckt ist das meiner Ansicht nach nicht.
Ich finde es nicht begrüßenswert, wenn die Exekutive Regeln erfindet, die es gar nicht gibt, und damit Leute belästigt, die nichts Verbotenes getan haben. Wenn man will, dass die Regeln anders sind, dann soll man das in einem Rechtsstaat auch so verordnen! Aber Fotografieren (egal ob sich selbst oder irgendetwas anderes) zu verbieten, ist nicht einmal durch das der Verordnung zu Grunde liegende Gesetz (https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20011073) gedeckt. Es kann das Betreten von bestimmten Orten verboten werden, aber wenn es erlaubt ist, kann die Tätigkeit dort nicht sicherlich nicht weiter eingeschränkt werden, als dies zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 erforderlich ist. COVID-19 wird nach derzeitigem medizinischem Wissensstand nicht durch Licht übertragen, also kann Fotografieren nicht eingeschränkt werden.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 71er am 20. März 2020, 18:25:23
Die Gesellschaft trennt sich leider immer mehr in die zwei extremen Lager "StayTheFuckHome" und "ois wuascht". Der dazwischen liegende eigentlich für Österreich typische Graubereich nach Hausverstand und Empathie verschwindet scheinbar leider. Die Polizei wird natürlich dadurch auseinander gerissen und kann es keinem mehr Recht machen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: S. Böck am 20. März 2020, 18:30:09
Ich finde es nicht begrüßenswert, wenn die Exekutive Regeln erfindet, die es gar nicht gibt, und damit Leute belästigt, die nichts Verbotenes getan haben. Wenn man will, dass die Regeln anders sind, dann soll man das in einem Rechtsstaat auch so verordnen! Aber Fotografieren (egal ob sich selbst oder irgendetwas anderes) zu verbieten, ist nicht einmal durch das der Verordnung zu Grunde liegende Gesetz (https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20011073) gedeckt. Es kann das Betreten von bestimmten Orten verboten werden, aber wenn es erlaubt ist, kann die Tätigkeit dort nicht sicherlich nicht weiter eingeschränkt werden, als dies zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 erforderlich ist. COVID-19 wird nach derzeitigem medizinischem Wissensstand nicht durch Licht übertragen, also kann Fotografieren nicht eingeschränkt werden.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich unter unseren Kapplständern eine Metternichfraktion bildet, die diese Verordnung sehr flexibel zu ihren Gunsten auslegt. War werden höchstwahrscheinlich noch sehen, was in Zukunft alles möglich sein wird - auch ohne einen Herrn Kickl als Innenminister. ???
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Hawk am 20. März 2020, 18:35:09
Ich finde es nicht begrüßenswert, wenn die Exekutive Regeln erfindet, die es gar nicht gibt, und damit Leute belästigt, die nichts Verbotenes getan haben. Wenn man will, dass die Regeln anders sind, dann soll man das in einem Rechtsstaat auch so verordnen! Aber Fotografieren (egal ob sich selbst oder irgendetwas anderes) zu verbieten, ist nicht einmal durch das der Verordnung zu Grunde liegende Gesetz (https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20011073) gedeckt. Es kann das Betreten von bestimmten Orten verboten werden, aber wenn es erlaubt ist, kann die Tätigkeit dort nicht sicherlich nicht weiter eingeschränkt werden, als dies zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 erforderlich ist. COVID-19 wird nach derzeitigem medizinischem Wissensstand nicht durch Licht übertragen, also kann Fotografieren nicht eingeschränkt werden.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich unter unseren Kapplständern eine Metternichfraktion bildet, die diese Verordnung sehr flexibel zu ihren Gunsten auslegt. War werden höchstwahrscheinlich noch sehen, was in Zukunft alles möglich sein wird - auch ohne einen Herrn Kickl als Innenminister. ???
Tja leider ist es so, da es immer mehr werden die es besser wissen wollen, jedoch die Polizei macht auch nur ihre Arbeit!  ;)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: highspeedtrain am 20. März 2020, 19:01:39
Ich finde es nicht begrüßenswert, wenn die Exekutive Regeln erfindet, die es gar nicht gibt, und damit Leute belästigt, die nichts Verbotenes getan haben. Wenn man will, dass die Regeln anders sind, dann soll man das in einem Rechtsstaat auch so verordnen! Aber Fotografieren (egal ob sich selbst oder irgendetwas anderes) zu verbieten, ist nicht einmal durch das der Verordnung zu Grunde liegende Gesetz (https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20011073) gedeckt. Es kann das Betreten von bestimmten Orten verboten werden, aber wenn es erlaubt ist, kann die Tätigkeit dort nicht sicherlich nicht weiter eingeschränkt werden, als dies zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 erforderlich ist. COVID-19 wird nach derzeitigem medizinischem Wissensstand nicht durch Licht übertragen, also kann Fotografieren nicht eingeschränkt werden.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich unter unseren Kapplständern eine Metternichfraktion bildet, die diese Verordnung sehr flexibel zu ihren Gunsten auslegt. War werden höchstwahrscheinlich noch sehen, was in Zukunft alles möglich sein wird - auch ohne einen Herrn Kickl als Innenminister. ???

Nein.  Nervig sein und anzeigen können sie, aber zu einer rechtskräftigen Strafe wird das ohne gesetzliche Grundlage schlicht und einfach nicht führen. Im Zweifel, wenn der Magistrat straft (was er sicher oft gar nicht tun wird), Beschwerde ans Verwaltungsgericht. Das Kostenrisiko ist überschaubar, Anwalt braucht man auch nicht.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Straßenbahn Graz am 20. März 2020, 19:07:25
Wie wäre es einfach mal nicht raus zu gehen wenn es nicht unbedingt nötig ist, und sich einfach an die Vorgaben zu halten? In Italien pfeifen auch viele drauf. Dafür bekommen sie nun eh täglich die aktuellen Zahlen präsentiert.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 38ger am 20. März 2020, 19:07:38
Ich finde es nicht begrüßenswert, wenn die Exekutive Regeln erfindet, die es gar nicht gibt, und damit Leute belästigt, die nichts Verbotenes getan haben. Wenn man will, dass die Regeln anders sind, dann soll man das in einem Rechtsstaat auch so verordnen! Aber Fotografieren (egal ob sich selbst oder irgendetwas anderes) zu verbieten, ist nicht einmal durch das der Verordnung zu Grunde liegende Gesetz (https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20011073) gedeckt. Es kann das Betreten von bestimmten Orten verboten werden, aber wenn es erlaubt ist, kann die Tätigkeit dort nicht sicherlich nicht weiter eingeschränkt werden, als dies zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 erforderlich ist. COVID-19 wird nach derzeitigem medizinischem Wissensstand nicht durch Licht übertragen, also kann Fotografieren nicht eingeschränkt werden.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich unter unseren Kapplständern eine Metternichfraktion bildet, die diese Verordnung sehr flexibel zu ihren Gunsten auslegt. War werden höchstwahrscheinlich noch sehen, was in Zukunft alles möglich sein wird - auch ohne einen Herrn Kickl als Innenminister. ???
Tja leider ist es so, da es immer mehr werden die es besser wissen wollen, jedoch die Polizei macht auch nur ihre Arbeit!  ;)

Lies die vorigen Beiträge durch, dann kannst Du nicht zu diesem Schluss kommen!
Es gibt Gesetze und mehr als deren Einhaltung darf auch die Polizei nicht einfordern!
Wenn Menschen alleine oder mit Mitbewohnern zum derzeitigen Zeitpunkt unter Einhaltung der Mindestabstände spazieren gehen, dann hat auch die Polizei kein Wegweiserecht.
Handelt die Polizei ungesetzlich, dann raubt sie sich auch ihre Legitimation, was dann dazu führt, dass es aus moralischer Sicht nicht mehr notwendig ist, sich an deren Anweisung zu halten.
Gerade in Zeiten wie diesen wäre ein professionelles, gesetzlich gedecktes Vorgehen das oberste Gebot.
Und ob ich am Weg zur Arbeit, zum Supermarkt, oder zur Arbeit jetzt ein Foto unterwegs mach oder nicht, ändert am Tatbestandes des Arbeits-, Einkaufs- oder Freizeitweges ja nichts.  :fp:
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: abc am 20. März 2020, 19:18:23
Zitat
Ich hoffe doch, mit einzelnen Adaptionen in Gewerbegebieten und bei Ausflugslinien?

Wozu brauchst du Ausflugslinien?

Ich sie eben nicht, und viele andere, die sie sonst nützen, auch nicht. Wenn man stur den Samstagsfahrplan fährt, sind schlimmstenfalls einige Arbeitsplätze nicht angebunden (weil die zugehörigen Linien oder Linienabschnitte nur Mo-Fr bedient werden), während alle 7-8 Minuten ein Bus auf den Kahlenberg fährt. Das war der Gedanke hinter dem Beitrag.

Du kannst nicht die Buslinien extrem ausdünnen. Denn auch die wenigen, die dort wohnen oder noch arbeiten, haben ein Recht auf einen halbwegs vernüftigen Intervall.

Es geht nicht ums Ausdünnen, sondern darum, bei 38A & Co den Werktagsfahrplan zu fahren, also auf eine sinnfreie Verdichtung (gegenüber normalen Werktagen) zu verzichten.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: WVB am 20. März 2020, 19:43:49
Wenn man stur den Samstagsfahrplan fährt, sind schlimmstenfalls einige Arbeitsplätze nicht angebunden (weil die zugehörigen Linien oder Linienabschnitte nur Mo-Fr bedient werden), während alle 7-8 Minuten ein Bus auf den Kahlenberg fährt.
Ich fände es skurril wenn der 38A noch zum Leopoldsberg fährt weil der obere Abschnitt ausschließlich dem (jetzt illegalen) Ausflugsverkehr dient. Dass dann dort sinnloserweise trotzdem alle 20-30 Minuten ein leerer Dieselstinker rauf fährt würde ich den Fahrplangestaltern in der Tintenburg leider zutrauen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 20. März 2020, 19:46:03
Zitat
Ich hoffe doch, mit einzelnen Adaptionen in Gewerbegebieten und bei Ausflugslinien?

Wozu brauchst du Ausflugslinien?

Ich sie eben nicht, und viele andere, die sie sonst nützen, auch nicht. Wenn man stur den Samstagsfahrplan fährt, sind schlimmstenfalls einige Arbeitsplätze nicht angebunden (weil die zugehörigen Linien oder Linienabschnitte nur Mo-Fr bedient werden), während alle 7-8 Minuten ein Bus auf den Kahlenberg fährt. Das war der Gedanke hinter dem Beitrag.

Du kannst nicht die Buslinien extrem ausdünnen. Denn auch die wenigen, die dort wohnen oder noch arbeiten, haben ein Recht auf einen halbwegs vernüftigen Intervall.

Es geht nicht ums Ausdünnen, sondern darum, bei 38A & Co den Werktagsfahrplan zu fahren, also auf eine sinnfreie Verdichtung (gegenüber normalen Werktagen) zu verzichten.

Ich weis nicht, was dir der 38A getan hat.

Aber es wohnen noch mehr Leute oberhalb der Wagenwiese. Und bedingt durch den Leopoldsberg kannst du nicht einfach einen jeden 2. Bus kürzen. Denn ich finde, dass man auf einer Stichlinie auch bei eine Nachfrage knapp über Null tagsüber keinen längeren Intervall, als 30 min zu haben.

Denn die Linie 38A fährt jetzt nicht nach dem ausgehängten Sommerfahrplan, sondern nach dem Winterfahrplan. bedeutet alle 10 min ein Bus ab Heiligenstadt.

Und bitte verlangt nicht, dass die WL derzeit die korrigierte Pläne auch auf allen Linien veröffentlicht. Das ist ein Aufwand, der in der kürze der Zeit einfach nicht machbar ist.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 20. März 2020, 19:50:55
Und bitte verlangt nicht, dass die WL derzeit die korrigierte Pläne auch auf allen Linien veröffentlicht. Das ist ein Aufwand, der in der kürze der Zeit einfach nicht machbar ist.

Wieviele Linien weichen denn überhaupt vom Samstagsfahrplan ab? Überall, wo der normale Samstagsfahrplan gefahren wird, braucht man gar nix neu veröffentlichen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: abc am 20. März 2020, 19:55:49
Zitat
Ich hoffe doch, mit einzelnen Adaptionen in Gewerbegebieten und bei Ausflugslinien?

Wozu brauchst du Ausflugslinien?

Ich sie eben nicht, und viele andere, die sie sonst nützen, auch nicht. Wenn man stur den Samstagsfahrplan fährt, sind schlimmstenfalls einige Arbeitsplätze nicht angebunden (weil die zugehörigen Linien oder Linienabschnitte nur Mo-Fr bedient werden), während alle 7-8 Minuten ein Bus auf den Kahlenberg fährt. Das war der Gedanke hinter dem Beitrag.

Du kannst nicht die Buslinien extrem ausdünnen. Denn auch die wenigen, die dort wohnen oder noch arbeiten, haben ein Recht auf einen halbwegs vernüftigen Intervall.

Es geht nicht ums Ausdünnen, sondern darum, bei 38A & Co den Werktagsfahrplan zu fahren, also auf eine sinnfreie Verdichtung (gegenüber normalen Werktagen) zu verzichten.

Ich weis nicht, was dir der 38A getan hat.

Der 38A hat mir überhaupt nichts getan. Aber ich finde es skurril, ihn gegenüber dem regulären Angebot zu verdichten, nur weil stadtweit stupide der Samstagsfahrplan gefahren werden soll. Möchtest Du ernsthaft behaupten, die Häuser würden vom ÖV abgeschnitten, nur weil der 38A an einem Werktag nach dem gewöhnlichen Werktagsfahrplan fährt? Heißt das, sie haben für gewöhnlich an Werktagen keine Nahverkehrsanbindung?

Die Aussage "Samstagsfahrplan" hat sicher für >90 % des Netzes Sinn (sowohl inhaltlich auch von der Aussagekraft her), aber sie darf auch kein Dogma sein. Vor allem in Gewerbegebieten und bei Ausflugslinien muss es Ausnahmen geben - und wenn es die ist, dass auf einzelnen Linien eben doch der Werktagsfahrplan (Ferien) gilt. 

Denn die Linie 38A fährt jetzt nicht nach dem ausgehängten Sommerfahrplan, sondern nach dem Winterfahrplan. bedeutet alle 10 min ein Bus ab Heiligenstadt.

Und wieso ist es so schwer, diese Info zu veröffentlichen? Von wie vielen Linien bzw. Abschnitten reden wir, für die man neben den ansonsten fast stadtweit gültigen Aussagen "Ferienfahrplan" bzw. "Samstagsfahrplan" eigene Infos veröffentlichen müsste? Fünf oder gar zehn?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: mike1163 am 20. März 2020, 20:05:17
Und bitte verlangt nicht, dass die WL derzeit die korrigierte Pläne auch auf allen Linien veröffentlicht. Das ist ein Aufwand, der in der kürze der Zeit einfach nicht machbar ist.
Gibt es nicht sowas wie Betriebs- und Fahrplanpflicht?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 20. März 2020, 20:18:19
Und bitte verlangt nicht, dass die WL derzeit die korrigierte Pläne auch auf allen Linien veröffentlicht. Das ist ein Aufwand, der in der kürze der Zeit einfach nicht machbar ist.
Gibt es nicht sowas wie Betriebs- und Fahrplanpflicht?

Vom Gesetz her reicht es, wenn der erste und letzte Bus/Zug angekündigt wird. Ausserdem ist Österreich im Ausnahmezustand. Und ich glaube, da ist es einer der letzten Sorgen, ob die korrekten Fahrpläne veröffentlicht sind.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: WVB am 20. März 2020, 20:28:02
Vor allem in Gewerbegebieten und bei Ausflugslinien muss es Ausnahmen geben - und wenn es die ist, dass auf einzelnen Linien eben doch der Werktagsfahrplan (Ferien) gilt. 
Wo würde es konkret zu Problemen kommen? Mir fällt jetzt nur ein, dass der Hafen Freudenau von Süden her nicht mehr erreichbar wäre. Das HUMA Einkaufszentrum verliert samstags den 73A, für den 28A gibt als den 29A und 31A als Alternativen ... und sonst?

Und ich glaube, da ist es einer der letzten Sorgen, ob die korrekten Fahrpläne veröffentlicht sind.
Man schafft es ja einmal in Nicht-Krisenzeiten korrekte Fahrpläne zu veröffentlichen. Da kann man durchaus Verständnis haben, dass es jetzt nicht funktioniert.  :up:
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: mike1163 am 20. März 2020, 20:40:40
Vom Gesetz her reicht es, wenn der erste und letzte Bus/Zug angekündigt wird. Ausserdem ist Österreich im Ausnahmezustand. Und ich glaube, da ist es einer der letzten Sorgen, ob die korrekten Fahrpläne veröffentlicht sind.
Sind die erste und letzte Fahrt auf allen Linien weiterhin gleich wie in den veröffentlichten Fahrplänen?

Und nein, wir sind nicht im Ausnahmezustand, jetzt braucht man nicht glauben, dass Gesetze, weil es einem gerade nicht passt, einfach so ignoriert werden können.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 20. März 2020, 21:13:29
Und bitte verlangt nicht, dass die WL derzeit die korrigierte Pläne auch auf allen Linien veröffentlicht. Das ist ein Aufwand, der in der kürze der Zeit einfach nicht machbar ist.
Immerhin für die U-Bahn und für den Nachtbus hat man die geänderten Pläne online gestellt, bei den Nachtbussen allerdings (vorerst?) nur die Wochenendpläne:
https://www.wienerlinien.at/eportal3/ep/channelView.do/pageTypeId/66526/channelId/-46749
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 360 am 20. März 2020, 21:31:15
Kaum zu glauben, aber heute schafft man es tatsächlich ohne Hochflurer im Spätverkehr, denn die letzten HF ziehen wie folgt ein->
Friedrich-Engels-Platz 21:18->Dornbach 22:08->HLS
Herbeckstraße 21:46->Gersthof S->HLS
Edmund-Hawranek-Platz 22:05->Floridsdorf SU->FLOR
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 22. März 2020, 18:08:36
Das Info-Plakat zum geänderten U-Bahn-Fahrplan ("timeable"):
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 22. März 2020, 18:40:29
Die englische Formulierung lässt die Interpretation zu, dass anstatt der Nacht-U-Bahn SEV-Busse entlang der U-Bahn-Strecken fahren. ::)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 4498 am 22. März 2020, 19:15:04
Vom Gesetz her reicht es, wenn der erste und letzte Bus/Zug angekündigt wird. Ausserdem ist Österreich im Ausnahmezustand. Und ich glaube, da ist es einer der letzten Sorgen, ob die korrekten Fahrpläne veröffentlicht sind.
Was heißt hier erste und letzte Fahrt? Im Prinzip wird ja ohnehin rund um die Uhr gefahren, mit halt unterschiedlichen, weil bedarfsorientierten Intervallen.

Man könnte ja dann gesetzeskonform schreiben: Von 17:45 bis 17:42 Intervall 3 Minuten bis 4 Stunden.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: haidi am 23. März 2020, 10:37:29
Die deutsche Formulierung "im Fahrplan eines Samstags unterwegs" ist aber auch grauenhaft, besser wäre "nach Samstagfahrplan unterwegs".
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Monorail am 23. März 2020, 18:08:06
Von wie vielen Linien bzw. Abschnitten reden wir, für die man neben den ansonsten fast stadtweit gültigen Aussagen "Ferienfahrplan" bzw. "Samstagsfahrplan" eigene Infos veröffentlichen müsste? Fünf oder gar zehn?
Achtung, potentielle Kandidaten gibt es da gar nicht so wenige. Es gibt immerhin...

...Verstärkerlinien, die Samstags zwar fahren aber derzeit auch Mo-Fr nicht gebraucht werden: 11B, 30, 33, 37A/Dänenstr., 88A, 95B
...Gewerbelinien, die im Samstagsfahrplan de facto unbrauchbar oder eingestellt sind: 25A, 27A, 28A, 34A, 64A, 67A/B, 71B, 72A, 73A, 79A/B
...Grätzllinien, die an Samstagen abschnittsweise nur eingeschränkt oder gar nicht unterwegs sind: 32A, 65A, 80A, 96A
...Ausflugslinien, die derzeit - mitunter nur auf manchen Abschnitten - nicht benötigt werden: 38A, 43A, 43B, 52B, 54A, 92B
...Touristen- und Citylinien, die man einsparen könnte: 2A, 3A, VRT

Ergibt summa summarum also einiges an "Ausnahmen".
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Ferry am 23. März 2020, 18:25:43
Achtung, potentielle Kandidaten gibt es da gar nicht so wenige. Es gibt immerhin...
...Touristen- und Citylinien, die man einsparen könnte: 2A, 3A, VRT

Die VRT ist ohnehin schon eingestellt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 23. März 2020, 18:43:46
Von wie vielen Linien bzw. Abschnitten reden wir, für die man neben den ansonsten fast stadtweit gültigen Aussagen "Ferienfahrplan" bzw. "Samstagsfahrplan" eigene Infos veröffentlichen müsste? Fünf oder gar zehn?
Achtung, potentielle Kandidaten gibt es da gar nicht so wenige. Es gibt immerhin...

...Verstärkerlinien, die Samstags zwar fahren aber derzeit auch Mo-Fr nicht gebraucht werden: 11B, 30, 33, 37A/Dänenstr., 88A, 95B
...Gewerbelinien, die im Samstagsfahrplan de facto unbrauchbar oder eingestellt sind: 25A, 27A, 28A, 34A, 64A, 67A/B, 71B, 72A, 73A, 79A/B
...Grätzllinien, die an Samstagen abschnittsweise nur eingeschränkt oder gar nicht unterwegs sind: 32A, 65A, 80A, 96A
...Ausflugslinien, die derzeit - mitunter nur auf manchen Abschnitten - nicht benötigt werden: 38A, 43A, 43B, 52B, 54A, 92B
...Touristen- und Citylinien, die man einsparen könnte: 2A, 3A, VRT

Ergibt summa summarum also einiges an "Ausnahmen".

Ich will jetzt nicht auf alle Linien eingehen.

Aber Linien komplett einzustellen, nur weil es "Ausfluglinien" sind halte ich als übertrieben, da entlang dieser Linien auch Leute wohnen, die ab und an doch eventuelle diese auch benutzen wollen/müssen - Z.B.: einkaufen .

Die VRT ist im übringen schon seit längerem und die Linie 30 seit Samstag eingestellt. Und andere angeführte Linien sind knapp vor der Einstellung. Viele Linien werden aber auch deshalb nicht komplett eingestellt, da es sich da um private Linien handelt und man so den Lenkern eine Verdienstmöglichkeit schaffen will. Denn wenn die Linie nicht fährt, dann bekommt das Untenehmen von den WL kein Geld und inwieweit die privaten Unternehmen die Lenker weiter bezahlt, kann ich nicht sagen.

Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Gabri16 am 23. März 2020, 18:50:03
Kann es sein/bzw. ist es sinnvoll, den 62er oder die WLB während der Corona-Zeit bis Meidling (Aßmayergasse oder Murlingengasse) zu kürzen?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Monorail am 24. März 2020, 02:22:55
Aber Linien komplett einzustellen, nur weil es "Ausfluglinien" sind halte ich als übertrieben, da entlang dieser Linien auch Leute wohnen, die ab und an doch eventuelle diese auch benutzen wollen/müssen - Z.B.: einkaufen .
Klar, ich meinte auch gar nicht, die Linien unbedingt gänzlich einzustellen, sondern eben auf den betroffenen Abschnitten der Nachfrage entsprechend auszudünnen bzw. einzustellen. Niemand verwendet den 43A vom Cobenzl, um einzukaufen zu fahren, aber bis zur Waldandacht ist er sinnvoll. Den 43B - Hanslteich und Schottenhof in allen Ehren - kann man getrost stanzen, ebenso wie die Fahrten des 52B nach Steinhof und über den 38A wurde hier eh schon diskutiert.

Kann es sein/bzw. ist es sinnvoll, den 62er oder die WLB während der Corona-Zeit bis Meidling (Aßmayergasse oder Murlingengasse) zu kürzen?
Es wird sich in den nächsten Tagen/Wochen sowieso zeigen, ob beide Linien ab der Oper notwendig sind. Wenn, dann wird mEn eher der 62er gekürzt, profitiert man bei der WLB doch von den Doppeltraktionen, dichteren Intervallen und größerem Einzugsgebiet. Kann mir gut vorstellen, dass genug WLB-Fahrgäste derzeit lieber in Meidling gen Zentrum weiterfahren, statt auf S/U zu wechseln.
Zu klären wäre noch, ob die Lokalbahn auch nach dem Sa-Fahrplan fährt - und damit tagsüber durchgehend alle 7-8 Minuten, was besser als die 10 Minuten am 62er sind - oder dort nach wie vor alles unverändert ist. Zumindest lässt nichts auf deren Homepage auf eine Umstellung schließen und bei regulärem Werktagsfahrplan führe zwischen 9 und 15 Uhr nur alle 15 Minuten ein Zug von der Oper Richtung Meidling. Dem Abschnitt bis Matzplatz ist es dank 1er egal, es geht somit nur um die Flurschützstraße. Verkraften die Bewohner dort einen Viertelstundentakt?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 58 am 24. März 2020, 07:57:49
Zu klären wäre noch, ob die Lokalbahn auch nach dem Sa-Fahrplan fährt - und damit tagsüber durchgehend alle 7-8 Minuten, was besser als die 10 Minuten am 62er sind - oder dort nach wie vor alles unverändert ist. Zumindest lässt nichts auf deren Homepage auf eine Umstellung schließen und bei regulärem Werktagsfahrplan führe zwischen 9 und 15 Uhr nur alle 15 Minuten ein Zug von der Oper Richtung Meidling. Dem Abschnitt bis Matzplatz ist es dank 1er egal, es geht somit nur um die Flurschützstraße. Verkraften die Bewohner dort einen Viertelstundentakt?

Die WLB verkehrt ganz normal: https://www.vor.at/service/aktuelles/detail/news/informationen-betreffend-coronavirus/
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Ferry am 24. März 2020, 09:23:00
Kann es sein/bzw. ist es sinnvoll, den 62er oder die WLB während der Corona-Zeit bis Meidling (Aßmayergasse oder Murlingengasse) zu kürzen?

Die WLB kann man nicht kürzen, da diese einen Nutzungsvertrag für die Strecke bis Oper haben. Da müsste man erst den Vertrag ändern.

Beim 62er hängt es wohl davon ab, wie ausgelastet er ab Meidling ist. Dazu kann ich mangels Erfahrung nichts sagen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: T1 am 24. März 2020, 09:35:16
Kann es sein/bzw. ist es sinnvoll, den 62er oder die WLB während der Corona-Zeit bis Meidling (Aßmayergasse oder Murlingengasse) zu kürzen?

Die WLB kann man nicht kürzen, da diese einen Nutzungsvertrag für die Strecke bis Oper haben. Da müsste man erst den Vertrag ändern.
Bitte was? ???
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 24. März 2020, 09:46:33
Kann es sein/bzw. ist es sinnvoll, den 62er oder die WLB während der Corona-Zeit bis Meidling (Aßmayergasse oder Murlingengasse) zu kürzen?

Die WLB kann man nicht kürzen, da diese einen Nutzungsvertrag für die Strecke bis Oper haben. Da müsste man erst den Vertrag ändern.

Beim 62er hängt es wohl davon ab, wie ausgelastet er ab Meidling ist. Dazu kann ich mangels Erfahrung nichts sagen.

Und ich frage mich, wieso ihr mit Gewalt Linien einstellen wollt. Überhaupt bei der Straßenbahn, wo das Fahrpersonal eine eigen Kabine hat, sehe ich eine Kompletteinstellung absolut nicht ein.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: T1 am 24. März 2020, 10:06:34
Kann es sein/bzw. ist es sinnvoll, den 62er oder die WLB während der Corona-Zeit bis Meidling (Aßmayergasse oder Murlingengasse) zu kürzen?

Die WLB kann man nicht kürzen, da diese einen Nutzungsvertrag für die Strecke bis Oper haben. Da müsste man erst den Vertrag ändern.

Beim 62er hängt es wohl davon ab, wie ausgelastet er ab Meidling ist. Dazu kann ich mangels Erfahrung nichts sagen.

Und ich frage mich, wieso ihr mit Gewalt Linien einstellen wollt. Überhaupt bei der Straßenbahn, wo das Fahrpersonal eine eigen Kabine hat, sehe ich eine Kompletteinstellung absolut nicht ein.
:up:
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Ferry am 24. März 2020, 14:21:05
Kann es sein/bzw. ist es sinnvoll, den 62er oder die WLB während der Corona-Zeit bis Meidling (Aßmayergasse oder Murlingengasse) zu kürzen?

Die WLB kann man nicht kürzen, da diese einen Nutzungsvertrag für die Strecke bis Oper haben. Da müsste man erst den Vertrag ändern.
Bitte was? ???

Die WLB entrichten eine Gleisnutzungspauschale - die sogenannte Peage  - dafür, dass sie mit ihren Fahrzeugen auf dem Gleisnetz der Wiener Linien unterwegs sein dürfen, vor allem auf der linienmäßig befahrenen Strecke Schedifkaplatz - Oper. Und ich nehme doch an, dass Umfang und Höhe dieser Peage vertraglich festgehalten sind. Würden die WL eine Kürzung der Strecke bis Meidling fordern, könnten sich die WLB zu Recht auf dieses Vertragswerk berufen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: T1 am 24. März 2020, 14:58:17
Kann es sein/bzw. ist es sinnvoll, den 62er oder die WLB während der Corona-Zeit bis Meidling (Aßmayergasse oder Murlingengasse) zu kürzen?

Die WLB kann man nicht kürzen, da diese einen Nutzungsvertrag für die Strecke bis Oper haben. Da müsste man erst den Vertrag ändern.
Bitte was? ???

Die WLB entrichten eine Gleisnutzungspauschale - die sogenannte Peage  - dafür, dass sie mit ihren Fahrzeugen auf dem Gleisnetz der Wiener Linien unterwegs sein dürfen, vor allem auf der linienmäßig befahrenen Strecke Schedifkaplatz - Oper. Und ich nehme doch an, dass Umfang und Höhe dieser Peage vertraglich festgehalten sind. Würden die WL eine Kürzung der Strecke bis Meidling fordern, könnten sich die WLB zu Recht auf dieses Vertragswerk berufen.

Ok, du gehst davon aus, dass die Wiener Linien den WLB eine Verkürzung aufzwingen. Schon absurd, manche Prämissen hier ::)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Ferry am 24. März 2020, 15:26:37
Ok, du gehst davon aus, dass die Wiener Linien den WLB eine Verkürzung aufzwingen. Schon absurd, manche Prämissen hier ::)

Kannst du etwas anderes außer meckern auch noch? Nicht ich gehe davon aus, sondern User "Gabri16"  hat diesen Vorschlag gemacht:

Zitat von: Gabri16

Kann es sein/bzw. ist es sinnvoll, den 62er oder die WLB während der Corona-Zeit bis Meidling (Aßmayergasse oder Murlingengasse) zu kürzen?

Und ich habe lediglich darauf geantwortet, dass das im Falle der WLB eher nicht in Frage kommen wird.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: T1 am 24. März 2020, 15:34:49
Daraus geht nicht hervor, wer die Verkürzung einleitet. Sollten die WLB bzw. deren Besteller (SCHIG) auf die Idee kommen, sehe ich kein Problem, das dagegen sprechen sollte. Dein Hinweis auf den Peage-Vertrag ist absolut aus der Luft gegriffen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 38ger am 24. März 2020, 15:57:10
Kann es sein/bzw. ist es sinnvoll, den 62er oder die WLB während der Corona-Zeit bis Meidling (Aßmayergasse oder Murlingengasse) zu kürzen?

Die WLB kann man nicht kürzen, da diese einen Nutzungsvertrag für die Strecke bis Oper haben. Da müsste man erst den Vertrag ändern.

Beim 62er hängt es wohl davon ab, wie ausgelastet er ab Meidling ist. Dazu kann ich mangels Erfahrung nichts sagen.

Und ich frage mich, wieso ihr mit Gewalt Linien einstellen wollt. Überhaupt bei der Straßenbahn, wo das Fahrpersonal eine eigen Kabine hat, sehe ich eine Kompletteinstellung absolut nicht ein.

In dem konkreten Fall sehe ich den 7,5'-Takt der WLB als wirklich unnötiges Überangebot an. Derzeit reicht ein Grundangebot aus, dass einerseits noch akzeptable Wartezeiten garantiert und andererseits die flächendeckende Erschließung auch dort garantiert, wo sehr wenig Verkehrsaufkommen ist. Im wesentlichen besteht ja eh noch ein massives Überangebot und das ist auch gut so. Was ich aber wirklich übertrieben finde ist die Reduktion der Nightline auf einen lächerlichen 60-Minuten-Takt. Die Einsparungen dadurch halten sich ohnehin in Grenzen und gerade für jene, die der Schichtarbeit nachgehen ist ein 60'-Takt wohl eine Zumutung! Gerade jene Menschen, die mitten in der Nacht anfangen oder aufhören mt ihrer Arbeit (etwa in Krankenhäusern) hätten es sich verdient rasch nach Hause kommen zu können!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 24. März 2020, 16:21:10
Kann es sein/bzw. ist es sinnvoll, den 62er oder die WLB während der Corona-Zeit bis Meidling (Aßmayergasse oder Murlingengasse) zu kürzen?

Die WLB kann man nicht kürzen, da diese einen Nutzungsvertrag für die Strecke bis Oper haben. Da müsste man erst den Vertrag ändern.

Beim 62er hängt es wohl davon ab, wie ausgelastet er ab Meidling ist. Dazu kann ich mangels Erfahrung nichts sagen.

Und ich frage mich, wieso ihr mit Gewalt Linien einstellen wollt. Überhaupt bei der Straßenbahn, wo das Fahrpersonal eine eigen Kabine hat, sehe ich eine Kompletteinstellung absolut nicht ein.

In dem konkreten Fall sehe ich den 7,5'-Takt der WLB als wirklich unnötiges Überangebot an. Derzeit reicht ein Grundangebot aus, dass einerseits noch akzeptable Wartezeiten garantiert und andererseits die flächendeckende Erschließung auch dort garantiert, wo sehr wenig Verkehrsaufkommen ist. Im wesentlichen besteht ja eh noch ein massives Überangebot und das ist auch gut so. Was ich aber wirklich übertrieben finde ist die Reduktion der Nightline auf einen lächerlichen 60-Minuten-Takt. Die Einsparungen dadurch halten sich ohnehin in Grenzen und gerade für jene, die der Schichtarbeit nachgehen ist ein 60'-Takt wohl eine Zumutung! Gerade jene Menschen, die mitten in der Nacht anfangen oder aufhören mt ihrer Arbeit (etwa in Krankenhäusern) hätten es sich verdient rasch nach Hause kommen zu können!

Ich finde es persönlich auch etwas hart. Aber ich weiß absolut nicht wie viele Leute jetzt noch den Nachtbus verwenden. Und wenn da die Busse die meiste Zeit wirklich leer durch die Gegend fahren, dann ist dieser Intervall wieder verständlich. Und so viele Leute mit der Schicht, die auch auf den Nachtbus angewiesen sind gibt es auch wieder nicht Da reden wir maximal von dem letzten Bus. Und auch weis ich jetzt nicht, welchen Bus man rausgenommen hat. Ich glaube aber eher jenen, der für die Schichtarbeiter nicht so tragisch ist.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: U4 am 24. März 2020, 16:34:42
Ich denke, dass in CV Zeiten ein 1/2 WLB-Zug dem entspricht, dass derzeit noch dem entspricht was ein WL-Zug transportiert/transportieren muss.
Also würde ein 1/2 Zug bis Schedifkaplatz oder bis Assmayer-Schleife reichen. Und dort könnte man jeweils die Wiedervereinigung machen.
Und der Kuppler könnte im ehemaligen Expedit den Aufenthalt machen und den Kuppelvorgang machen ..

Nu so eine Idee ... 8)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 24. März 2020, 16:39:40
Was ich aber wirklich übertrieben finde ist die Reduktion der Nightline auf einen lächerlichen 60-Minuten-Takt. Die Einsparungen dadurch halten sich ohnehin in Grenzen und gerade für jene, die der Schichtarbeit nachgehen ist ein 60'-Takt wohl eine Zumutung! Gerade jene Menschen, die mitten in der Nacht anfangen oder aufhören mt ihrer Arbeit (etwa in Krankenhäusern) hätten es sich verdient rasch nach Hause kommen zu können!
Das empfinde ich auch als schlechten Scherz! Dass man die Nacht-U-Bahn vorübergehend eingestellt hat, kann ich ja noch nachvollziehen, aber den Nachtbus dann grad mal stündlich fahren zu lassen, ist einer Weltstadt wie Wien nicht würdig. Es gibt sicher genug Menschen (vor allem jene, die derzeit Außergewöhnliches leisten müssen wie Ärzte, Krankenschwestern und Supermarkt-Mitarbeiter), die womöglich auf ihrem Heimweg auch noch umsteigen müssen. Wenn wir zusätzlich bedenken, dass dann womöglich Anschlüsse verpasst werden, dann ist der Nachtbus für eben jene absolut nicht mehr attraktiv.

Man wird des weiteren noch bei manchen Linien nachbessern müssen, unter anderem beim 46er, welcher durch den Samstagsplan immer wieder zu gut gefüllt ist. Aber auch dass nun jeden Tag der 71er als einzige Linie den Frühverkehr in Kaiserebersdorf bewältigen muss, hat schon zu Unmut geführt, denn der 11er fährt ja regulär am Wochenende erst ab 7 Uhr bis nach Kaiserebersdorf. Und ich denke dass man womöglich nicht nur bei diesen beiden Linien Anpassungen vornehmen wird müssen.

Der 31er fährt übrigens tatsächlich im regulären Samstagsplan, somit häufiger als an Ferientagen, dadurch ist die vorübergehende Einstellung des 30ers absolut verständlich.

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: T1 am 24. März 2020, 18:39:28
Ich denke, dass in CV Zeiten ein 1/2 WLB-Zug dem entspricht, dass derzeit noch dem entspricht was ein WL-Zug transportiert/transportieren muss.
Also würde ein 1/2 Zug bis Schedifkaplatz oder bis Assmayer-Schleife reichen. Und dort könnte man jeweils die Wiedervereinigung machen.
Und der Kuppler könnte im ehemaligen Expedit den Aufenthalt machen und den Kuppelvorgang machen ..

Nu so eine Idee ... 8)

Und was genau wäre der Benefit davon? Wem genau tut es weh, wenn die Doppelgarnitur weiterhin bis Oper fährt?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Signalabhängigkeit am 24. März 2020, 18:57:20
War wohl wenig ernst gemeint.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: haidi am 24. März 2020, 19:01:01
War wohl wenig ernst gemeint.
Was den Postern früher zu wenig Beförderungskapazitäten waren, wollens heutzutage die gerade noch vorhandenen noch weiter reduzieren. Das Problem liegt ja weniger in der Anzahl der Fahrzeuge, sondern dass das Personal auch durch den Virus schon reduziert sein wird. Da bringt es ja nichts, wenn ich irgendwo einen  Kuppler hinsetze, der alle 15 Minuten ab- oder ankuppeln muss, der Mann fehlt dann wo anders. Der Fahrer wird aber so und so bis zur Oper und zurück gebraucht.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 24. März 2020, 21:09:18
Und was auch zu bedenken ist.

Manche Triebwagen untereinander vertragen sich nicht und rufen im Tandembetrieb dann Phantomstörungen hervor. Ausserdem ist ja auch nicht gewährleistet, dass alle Führerstände auch ohne Fehler sind. Oft ist ein Führerstand schadhaft und die Doppetraktion so gekuppelt, dass der schadhafte Führerstand in der Mitte ist.

Auch bei der U-Bahn werden oft Züge umgereiht, nur damit man nicht die ganze Garnitur abstellen muss.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Konstal 105Na am 24. März 2020, 21:25:03
Ab morgen gilt auch in Polen eine Ausgangssperre, ähnlich wie in Österreich.
Zudem dürfen in öffentlichen Verkehrsmitteln nur noch die Hälfte der Sitzplätze benutzt werden, d.h. sobald eine Anzahl an Fahrgästen, die der Hälfte der Sitzplätze im Fahrzeug entspricht, im Fahrzeug ist, darf niemand mehr einsteigen. Wie das in der Realität gehandhabt werden soll, ist unklar. Was ich soweit in Krakau und anderen Städten sehen konnte, stellt sich diese Frage aber ohnehin nur theoretisch.

Dennoch werden morgen in Krakau die Straßenbahnlinien 9 und 52 verstärkt.

Ein EU8N darf dann ab morgen nur noch 24 Fahrgäste aufnehmen. In einen E1 passen dann 18 Personen und in einen c3 14.

In Oberschlesien gibt es einige Verkehrsmaßnahmen was die Straßenbahn betrifft. Der 38er ist bis auf Widerruf eingestellt. Ebenfalls eingestellt sind die Linien 0, 11 und 23.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 25. März 2020, 07:12:59
Welche Lösung hat man denn für die HW-Mitarbeiter gefunden, welche mit der Bim ebendort hin fahren? Denn da ja der 71er auch im Samstagsplan unterwegs ist, gibt's die HW-71er derzeit ja nicht. Kommt da noch eine Anpassung oder gibt's diese Fahrten bis auf weiteres einfach nicht?

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 25. März 2020, 07:52:57
Welche Lösung hat man denn für die HW-Mitarbeiter gefunden, welche mit der Bim ebendort hin fahren? Denn da ja der 71er auch im Samstagsplan unterwegs ist, gibt's die HW-71er derzeit ja nicht. Kommt da noch eine Anpassung oder gibt's diese Fahrten bis auf weiteres einfach nicht?

LG t12700

Ist die Frage, wie viel Mitarbeiter derzeit überhaupt in der HW sind.

Auf Grund der 1m Abstand Regel könnte ich mir vorstellen, dass viele Mitarbeiter gar nicht zur Arbeit kommen müssen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: U4 am 25. März 2020, 09:52:25
Und die wenigen - insbesondere Werkstattlerinnen und Werkstattler - könnten gegebenenfalls ausnahmsweise mit dem eigenen Auto soweit vorhanden oder mit dem Bus fahren …

Ist eigentlich das Betriebsrestaurant noch offen ???
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Konstal 105Na am 25. März 2020, 10:14:02
In Krakau sollen nun 20 Reservezüge im Netz verteilt sein, um bei Bedarf entsprechend reagieren zu können. Die Verkehrsinspektoren von MPK werden im Netz unterwegs sein und entsprechend handeln. Die Fahrer sollen den aktuellen Stand der Dinge den Disponenten mitteilen, damit Reservezüge schnell auf die gewünschte Linie geschickt werden können.
Zudem ist nun bei allen Türen die maximale Anzahl an Fahrgästen angebracht:

https://www.facebook.com/118439364835801/posts/3069783983034643/
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Ferry am 25. März 2020, 10:18:54
Dein Hinweis auf den Peage-Vertrag ist absolut aus der Luft gegriffen.

Na, wenn du das sagst...  ::)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: T1 am 25. März 2020, 10:30:20
Dein Hinweis auf den Peage-Vertrag ist absolut aus der Luft gegriffen.

Na, wenn du das sagst...  ::)

Wenn man keine Argumente mehr hat... ::)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 25. März 2020, 11:32:35
Die Wiener Linien bieten auf den Linien 60 und 62 Verstärkerfahrten an:

Linie 60:

Montag bis Freitag (an Werktagen), ab sofort: zusätzliche Fahrten ab Hietzing U bis Hermesstraße um 05:36 Uhr, 06:18 Uhr, 06:33 Uhr und 06:48 Uhr

Linie 62:

Montag bis Freitag (an Werktagen), ab sofort: zusätzliche Fahrten ab Meidling, Dörfelstraße bis Lainz, Wolkersbergenstraße um 05:58 Uhr und 06:14 Uhr

Auch auf den Linien 27A, 34A, 67B, 76A und 79B werden zusätzliche Fahrten angeboten.

Quelle: Internetseite WL
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 360 am 25. März 2020, 18:32:42
Die Wiener Linien bieten auf den Linien 60 und 62 Verstärkerfahrten an:

Linie 60:

Montag bis Freitag (an Werktagen), ab sofort: zusätzliche Fahrten ab Hietzing U bis Hermesstraße um 05:36 Uhr, 06:18 Uhr, 06:33 Uhr und 06:48 Uhr

Linie 62:

Montag bis Freitag (an Werktagen), ab sofort: zusätzliche Fahrten ab Meidling, Dörfelstraße bis Lainz, Wolkersbergenstraße um 05:58 Uhr und 06:14 Uhr

Auch auf den Linien 27A, 34A, 67B, 76A und 79B werden zusätzliche Fahrten angeboten.

Quelle: Internetseite WL
Das ist ja gut und schön, allerdings tritt das lt meinen Informationen erst mit kommenden Montag statt mit morgen inkraft und betrifft nicht nur 60 und 62, sondern 6 Straßenbahnlinien!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 25. März 2020, 19:20:18
Das ist ja gut und schön, allerdings tritt das lt meinen Informationen erst mit kommenden Montag statt mit morgen inkraft und betrifft nicht nur 60 und 62, sondern 6 Straßenbahnlinien!
Das "ab sofort" haben die WL inzwischen aus dem Text herausgenommen. Von den anderen vier Straßenbahnlinien ist dort allerdings noch nichts zu lesen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 15A am 25. März 2020, 20:30:16
Die Wiener Linien bieten auf den Linien 60 und 62 Verstärkerfahrten an:

Linie 60:

Montag bis Freitag (an Werktagen), ab sofort: zusätzliche Fahrten ab Hietzing U bis Hermesstraße um 05:36 Uhr, 06:18 Uhr, 06:33 Uhr und 06:48 Uhr

Linie 62:

Montag bis Freitag (an Werktagen), ab sofort: zusätzliche Fahrten ab Meidling, Dörfelstraße bis Lainz, Wolkersbergenstraße um 05:58 Uhr und 06:14 Uhr

Auch auf den Linien 27A, 34A, 67B, 76A und 79B werden zusätzliche Fahrten angeboten.

Quelle: Internetseite WL
Das ist ja gut und schön, allerdings tritt das lt meinen Informationen erst mit kommenden Montag statt mit morgen inkraft und betrifft nicht nur 60 und 62, sondern 6 Straßenbahnlinien!

Welche Linien außer 60, 62 sind es?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: tram am 25. März 2020, 20:45:36
@T1: Bitte nimm Dich etwas zurück!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 360 am 26. März 2020, 06:47:06
Die genannten Verstärkerfahrten gab bzw gibt es bereits doch heute (ab Mo sind weitere Verstärkungen auf insgesamt 6 Linien geplant)
Das Ganze war unklar formuliert und deswegen hab ich's missverstanden :-[

Die aktuellen Verstärker sind jedenfalls->
Kurs 60-21
RDH 05:29->Hietzing 05:36->Gallgasse 06:05->Hietzing 06:18->Gallgasse 06:35->Hietzing 06:48->Gallgasse 07:05->
RDH 07:21

Kurs 60-22
RDH 06:26->Hietzing 06:33->Gallgasse 06:50->RDH 07:06

Kurs 62-31
SPEIS 05:36->Murlingengasse 05:57->Lainz 06:18->SPEIS 06:24

Kurs 62-32
SPEIS 05:51->Murlingengasse 06:13->Lainz 06:34->SPEIS 06:40
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: haidi am 26. März 2020, 08:59:08
Bei Kurs 62-32 muss ein Fahrer wegen 50 Minuten zum Dienst
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 31/5 am 26. März 2020, 09:09:14
Wird vermutlich der Reservist führen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 26. März 2020, 09:46:31
Bei Kurs 62-32 muss ein Fahrer wegen 50 Minuten zum Dienst
Ist bei 60-22 ähnlich. Es sind eben außergewöhnliche Umstände.

Auf welchen Linien soll es noch Verstärker geben? Ich könnt es mir vor allem bei den Linien 46 und 11 oder 71 vorstellen.

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: S. Böck am 26. März 2020, 12:53:47
Auf welchen Linien soll es noch Verstärker geben? Ich könnt es mir vor allem bei den Linien 46 und 11 oder 71 vorstellen.

Linien, die Krankenhäuser berühren, sind heiße Kandidaten... :lamp:
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 26. März 2020, 13:33:14
Auf welchen Linien soll es noch Verstärker geben? Ich könnt es mir vor allem bei den Linien 46 und 11 oder 71 vorstellen.

Linien, die Krankenhäuser berühren, sind heiße Kandidaten... :lamp:

Und wieso gerade diese. Denn Besuche von stationär aufgenommen Personen ist derzeit untersagt und ehrlich gestanden, wenn ich derzeit ein Spital benötigen würde, dann würde ich per Rettung oder Taxi anreisen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 26. März 2020, 13:35:56
Auf welchen Linien soll es noch Verstärker geben? Ich könnt es mir vor allem bei den Linien 46 und 11 oder 71 vorstellen.

Linien, die Krankenhäuser berühren, sind heiße Kandidaten... :lamp:
Kann sein, muss nicht sein.

@Klingelfee: das kann wohl nur so gemeint gewesen sein, dass Ärzte und Krankenschwestern davon profitieren.

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 26. März 2020, 14:00:59
Laut WL-Internetseite handelt es sich bei den sechs Linien offenbar um 6, 11, 31, 43, 46 und 49.

Quelle: https://www.wienerlinien.at/eportal3/ep/programView.do?programId=5200309
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 360 am 26. März 2020, 14:14:22
Laut WL-Internetseite handelt es sich bei den sechs Linien offenbar um 6, 11, 31, 43, 46 und 49.

Quelle: https://www.wienerlinien.at/eportal3/ep/programView.do?programId=5200309
:up:
Grund ist beim 31er der Schichtwechsel im KH Nord, wo die Langzüge sehr sehr gut besetzt sind

Am 62er-so wurde mir berichtet-waren trotz der beiden Verstärker-in allen Zügen fast alle Sitzreihen von zumindest 1 Person besetzt...

Am 46er ist das Problem, daß dort einfach zu viele Leute wohnen als daß ein 15min Intervall bis ca 07:00 ausreichend wäre, ebenso auf der Linie 43

Das war aber von Beginn an absehbar und wenn man wirklich will, daß man 1-2m zum Nächsten Abstand haben soll, dann müssten gewisse Linien zu bestimmen Zeiten weiterhin im Schulplan fahren!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: S. Böck am 26. März 2020, 15:05:54
Auf welchen Linien soll es noch Verstärker geben? Ich könnt es mir vor allem bei den Linien 46 und 11 oder 71 vorstellen.

Linien, die Krankenhäuser berühren, sind heiße Kandidaten... :lamp:
Kann sein, muss nicht sein.

@Klingelfee: das kann wohl nur so gemeint gewesen sein, dass Ärzte und Krankenschwestern davon profitieren.

LG t12700

t12700, das ist ein Bingo! :up: Es gibt aber auch weitere Berufsgruppen in Krankenhäusern... :lamp:

Im übrigen bin ich der Meinung, dass man die 60er-Einlagen ab Hietzing dann gleich bis Lainz führen sollte! Ein Corona-60/62 quasi... 8)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 26. März 2020, 16:24:31
Update auf der WL-Website:

Diese Linien verkehren nach dem normalen Fahrplan:

    Linie 6
    Linie 11
    Linie 31
    Linie 43
    Linie 46
    Linie 49

Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob "normaler Fahrplan" Ferienfahrplan oder Schultagfahrplan bedeutet.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 8273 am 26. März 2020, 18:23:11
Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob "normaler Fahrplan" Ferienfahrplan oder Schultagfahrplan bedeutet.
Mit "normaler Fahrplan" ist offenbar jener gemeint, welcher heute auf der Website veröffentlicht wurde. In den meisten Fällen ähnelt der dem Sams- oder Sonntagsfahrplan, so fährt der 49er im "normalen Fahrplan" beispielsweise ganztägig alle 10 Minuten.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 26. März 2020, 18:43:41
Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob "normaler Fahrplan" Ferienfahrplan oder Schultagfahrplan bedeutet.
Mit "normaler Fahrplan" ist offenbar jener gemeint, welcher heute auf der Website veröffentlicht wurde. In den meisten Fällen ähnelt der dem Sams- oder Sonntagsfahrplan, so fährt der 49er im "normalen Fahrplan" beispielsweise ganztägig alle 10 Minuten.
Das ist untertags sogar generell eine Verschlechterung, weil da fährt der 49er am Wochenende normalerweise alle 7,5 Minuten...

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 360 am 26. März 2020, 20:04:12
Auch die Fahrpläne der Linien 60 und 62 wurden aktualisiert, wobei bei beiden Linien die Verstärker nicht komplett drinstehen, denn abseits Hietzing->Gallgasse bzw Meidling->Lainz werden sie verschwiegen, obwohl diese auch SPEIS->Meidling und Lainz->SPEIS bzw Gallgasse->Hietzing (RDH) und RDH->Hietzing als Tourenzug und nicht als Sonderzug fahren :ugvm:
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 27. März 2020, 00:02:36
Die Formulierung "Normalfahrplan" ist für die großteils ausgedünnten Fahrpläne der Linien 6, 31, 49 eigentlich eine Frotzelei.

Am 6er fährt man statt im 6 Minuten Intervall untertags alle 7,5 Minuten (so wie sonntags) nur dass das 7,5 Intervall schon früher am Vormittag beginnt. Einsparung 2 Züge zum regulären Samstagsplan.

Am 31er hat man, so ich am ersten Blick gesehen habe, dass Intervall vom Ferienfahrplan übernommen, dabei aber ein paar Einschübe verspätete Ausfahrzeiten.

Grotesk (neben der Gestaltung des Fahrplans - Stichwort Darstellung der Stationsleiste und Priorität der  verwirrend formulierten Routen der Einziehfahrten) ist die Ausdünnung am 49er. Da fährt man regulär alle 7,5 Minuten, auch sonntags, und nun reduziert man auf 10 Minuten. Das ist auf jeden Fall zu hinterfragen, ob das nicht zu viel des Guten ist (Einsparung zum Samstagsplan 3 Züge und zu Sonntag 2 Züge) Die einzige Verbesserung ist, dass der erste Zug ab Hütteldorf statt um 5.21 schon um 4.38 fährt.

Beim 11er fiel mir am ersten Blick positiv auf, dass man Montag - Freitag nun schon ab BB bis Kaiserebersdorf fährt! :up:

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hema am 27. März 2020, 01:40:18
Man darf ja jetzt eh nicht mit einem Öffi fahren, außer in die Arbeit oder in dringenden Fällen!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Block am 27. März 2020, 13:44:19
Was machen dann eigentlich die ganzen Pensionisten in der U-Bahn?

Aber ernsthaft, grad zur Arbeit ist ja das Problem, beim Freizeitverkehr sind 5 Minuten + eh wurscht, aber täglich mehr Zeit für den Weg in die Arbeit zu brauchen, ist doch eher nervig. Im "östlichen" 10. (und westlichen 11.?) haben wir jetzt das Leiden, dass zumindest vor halb 6 genau die Bims fahren, wo man die U1 am Reumannplatz knapp nicht erwischt, heisst wieder mehr Wartezeit. Der letzte Nachtbus zur ersten U1 fährt auch nicht, das heisst noch früher raus und zu Fuss. Wobei gerade so früh jede Minute länger unterwegs bzw noch früher rausgehen, zumindest für mich, echt zach ist.

Aber gut, dass es Anpassungen gibt ist klar, Pech gehabt, gibt Schlimmeres. ;)

Edit: Rechtschreibung
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: WVB am 27. März 2020, 14:06:35
Was machen dann eigentlich die ganzen Pensionisten in der U-Bahn?
Keine Sorge, in den nächsten Wochen wird es bestimmt ruhiger wenn sie mit den Taxigutscheinen eingedeckt werden.  :-X
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Helga06 am 27. März 2020, 16:15:00
Man darf ja jetzt eh nicht mit einem Öffi fahren, außer in die Arbeit oder in dringenden Fällen!
Ich leide darunter und habe schon Entzugserscheinungen, 14 Tage Heimquarantäne, 14 Tage keine Bim obwohl sie vor meinem Fenster vorbei fährt. Schrecklich für mich.  :o 8)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hema am 27. März 2020, 16:16:05
Muss man im Taxi rechts hinten sitzen, wegen des nötigen Abstands zum Lenker?   8)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 71er am 27. März 2020, 16:50:45
Man darf ja jetzt eh nicht mit einem Öffi fahren, außer in die Arbeit oder in dringenden Fällen!
Man darf auch einkaufen fahren und für alle Wege gibt es keine zeitlichen oder geographischen Einschränkungen (bis auf Gemeinden unter Quarantäne). Wenn mans drauf anlegt kann man als Wiener also auch nach Salzburg fahren, dort ein halbes Schwarzbrot kaufen und wieder retour.

Keine Sorge, in den nächsten Wochen wird es bestimmt ruhiger wenn sie mit den Taxigutscheinen eingedeckt werden.  :-X
Die sind nach 3x auf den Kahlenberg äh einkaufen fahren aber auch aufgebraucht.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Helga06 am 27. März 2020, 20:56:03
Jetzt wohne ich etwas mehr als 10 Jahre im Bereich Autokaderstraße mit Blick auf die Haltestelle der Linie 26. Zur Zeit habe ich durch die Heimquarantäne viel Zeit und sitze auf der verbauten Loggia beim Laptop. So wie jetzt habe ich den 26er noch nie erlebt, 20.45 Uhr Zug Richtung Endstelle Strebersdorf fährt ohne Halt durch und soweit ich es erkennen kann, kein Fahrgast im Zug. Die Garnitur Richtung Hausfeldstraße kommt leer von der Rußbergstraße und fährt die Haltestelle Autokaderstraße durch, kein Fahrgastwechsel. Fahrgäste Null. Das gab es früher manchmal vor Mitternacht aber um diese Zeit eigentlich nie.
Damit ist zu sehen, dass die meisten Wiener doch halbwegs vernünftig sind und ihre Freizeit zuhause verbringen.
Es ist mit bewusst das dieser Beitrag nicht von großer Bedeutung ist, aber da sonst nicht viel los ist betreffs Bim, für euch etwas zum Lesen von einem Bezirk über der Donau.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: tramway.at am 27. März 2020, 22:31:30
Auch am Siebensternplatz sah ich noch nie, dass ein Zug ohne Halt durchgefahren ist - kommt nun aber immer wieder vor. Die 49er sind praktisch immer leer, ein,zwei FG sind vielleicht im langen ULF. Die WiLi haben nun endlich den Idealzustand erreicht - den fahrgastlosen Betrieb. Damit kommt ein uraltes Projekt endlich zum wohlverdienten Abschluss: https://www.tramway.at/witziges/aprilscherz-2007.html
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Helga06 am 28. März 2020, 08:24:46
Auch am Siebensternplatz sah ich noch nie, dass ein Zug ohne Halt durchgefahren ist - kommt nun aber immer wieder vor. Die 49er sind praktisch immer leer, ein,zwei FG sind vielleicht im langen ULF. Die WiLi haben nun endlich den Idealzustand erreicht - den fahrgastlosen Betrieb. Damit kommt ein uraltes Projekt endlich zum wohlverdienten Abschluss: https://www.tramway.at/witziges/aprilscherz-2007.html
;D ;D ;D
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 58 am 28. März 2020, 12:47:58
Unter https://www.oebb.at/de/neuigkeiten/ersatzfahrplaene werden sukzessive die derzeit gültigen Ersatzfahrpläne für die Ostregion online gestellt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 360 am 30. März 2020, 06:29:53
Ich konnte heute (mit dem Auto [und nein, bin nicht deswegen extra hingefahren]) aus den Verstärkern der Linie 60 jeweils ~20 Pax zählen, in den 4 Zügen der Linie 62 (darunter die beiden Verstärker) die ich sah waren es 29, 26, 37 und 25 Personen (und da wird's vor allem beim Fahrgastwechsel mim Abstand halten schon etwas eng)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 30. März 2020, 13:09:43
Unter https://www.oebb.at/de/neuigkeiten/ersatzfahrplaene werden sukzessive die derzeit gültigen Ersatzfahrpläne für die Ostregion online gestellt.
Und jetzt gibt es dort auch ein ganzes Kursbuch (https://www.oebb.at/de/dam/jcr:e4dfc7e9-4d3b-48ef-a8ce-fba1edef3b09/kursbuch-sonderfahrplan-vorost-29032020.pdf) mit den Eisenbahn-Sonderfahrplänen der Ostregion.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hema am 30. März 2020, 13:28:04
. . . .  (und da wird's vor allem beim Fahrgastwechsel mim Abstand halten schon etwas eng)
Gestern (Sonntag!) nachmittags, ca. um 15.00 Uhr, sind auf der Raxstraße auch locker 12 Fahrgäste in einem 15A gesessen. Sind wohl alle in die Arbeit gefahren!?  ::)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: WVB am 30. März 2020, 15:23:41
Und jetzt gibt es dort auch ein ganzes Kursbuch (https://www.oebb.at/de/dam/jcr:e4dfc7e9-4d3b-48ef-a8ce-fba1edef3b09/kursbuch-sonderfahrplan-vorost-29032020.pdf) mit den Eisenbahn-Sonderfahrplänen der Ostregion.
Ist ja recht nett, dass man sich bei den Farben an den entsprechenden Zügen orientiert aber Helltürkis und ein helles Lachsrot fördern nicht unbedingt die Lesbarkeit.  :-\
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Tramwayhüttl am 31. März 2020, 14:49:42
Ist eigentlich aufgrund des doch massiven Rückgangs an Fahrgästen geplant auf der U6/ zu Schwachlastzeiten  wieder Kurzzüge einzuführen?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 31. März 2020, 15:11:25
Ist eigentlich aufgrund des doch massiven Rückgangs an Fahrgästen geplant auf der U6/ zu Schwachlastzeiten  wieder Kurzzüge einzuführen?

Nein, weil das Kuppeln zu aufwändig ist und es vom Personaleinsatz keinen Unterschied ergibt, ob du mit 2, 3 oder 4 Triebwägen im Zugverband fährst. Die Haltestellenaufenthalte werden länger, weil mit dem Einsatz von Kurzzügen der längst vergessene Sport des Fahrgastjoggings wieder eingeführt wird.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: matboy am 31. März 2020, 19:16:20
Ist eigentlich aufgrund des doch massiven Rückgangs an Fahrgästen geplant auf der U6/ zu Schwachlastzeiten  wieder Kurzzüge einzuführen?
Das wäre völlig kontraproduktiv. Jetzt in der Coronakrise sollte so viel Platz wie nur möglich verfügbar sein, um die Abstandsregel besser einhalten zu können.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 31. März 2020, 22:06:15
In der thüringischen 110.000-Einwohner-Stadt Jena sind ab 6. April Fahrgäste öffentlicher Verkehrsmittel verpflichtet, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Quelle: https://rathaus.jena.de/de/abendlage-vom-31032020
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: WVB am 31. März 2020, 22:22:18
In der thüringischen 110.000-Einwohner-Stadt Jena sind ab 6. April Fahrgäste öffentlicher Verkehrsmittel verpflichtet, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.
Falls das auch in Wien kommen sollte wäre auch ein Ohrenschutz notwendig. Die Dauerbeschallung im 5 Minuten-Takt aus den krachenden Lautsprechern zwecks des Einhaltung des Abstands ist mittlerweile eine echte Zumutung.  >:(
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 31. März 2020, 22:22:29
Wird wohl auch bei uns kommen. Die Leute können sich ja Masken aus Klopapier basteln. :D
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hema am 31. März 2020, 22:24:26
Falls das auch in Wien kommen sollte . . . .
Das kommt sicher, sobald ausreichend Masken verfügbar sein werden (nächste Woche?)!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Tunafish am 01. April 2020, 00:16:48
Falls das auch in Wien kommen sollte wäre auch ein Ohrenschutz notwendig. Die Dauerbeschallung im 5 Minuten-Takt aus den krachenden Lautsprechern zwecks des Einhaltung des Abstands ist mittlerweile eine echte Zumutung.  >:(

Ich wohne direkt über einer Straßenbahn-Haltestelle: Die dauernden Durchsagen haben wirklich keinen echten Informationswert. Wobei sie mich auch nicht besonders stören, sie sorgen schließlich für die richtige Endzeit-Stimmung den ganzen Tag über.

Am meisten gefällt mir, wenn nur der Signalton zu hören ist, aber keine anschließende Durchsage. Oder die Durchsage nur aus Störgeräuschen/Rauschen besteht.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 71er am 01. April 2020, 10:41:14
Wenn die Maskenpflicht kommt und bis in den Sommer bleibt wird das in den unklimatisierten Fahrzeugen ein Horror.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 01. April 2020, 14:21:26
Neues aus dem Hause Wiener Linien...->
Ps.: Es möge sich bitte jeder selbst seine eigene Meinung bilden

Der WL-interne Aushang "Warum es keine Masken, Desinfektionsmittel und Handschuhe braucht" hat nun auch die Medien erreicht und ruft Neos und Christgewerkschafter auf den Plan.

oe24-Artikel: https://m.oe24.at/coronavirus/Wiener-Linien-Brauchen-keine-Masken-Desinfektion/424459585

Neos-Presseaussendung: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200401_OTS0071/neos-wienwiederkehr-zu-maskengebot-stadt-wien-muss-jetzt-vorsorgen

FCG-Presseaussendung: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200401_OTS0158/probleme-haeufen-sich-bei-den-wiener-linien
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: moszkva tér am 02. April 2020, 07:51:32
Wenn die Maskenpflicht kommt und bis in den Sommer bleibt wird das in den unklimatisierten Fahrzeugen ein Horror.
Die Maskenpflicht ist purer Aktionismus von der Regierung, um zu zeigen, dass sie eh was machen. Aber mich erinnert sie an die Pressekonferenz vom Fassman, bei der er gesagt hat, dass er noch gar nichts sagen kann. (eine Presseaussendung wäre ausreichend  :fp:)

Wenn die Situation bis zum Sommer so bleibt, sehe ich auf Wien eh eine Revolution zukommen. Wenn es einmal wirklich heiß ist, aber die Freibäder geschlossen und auch die sonstigen Aufenthaltsmöglichkeiten im Freien eingeschränkt sind; wenn man nicht wegfahren kann und gleichzeitig mit den Kindern in der heißen Wohnung eingesperrt ist, wird das in Wien eine Katastrophe werden (und zwar auch gesundheitlich).
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: coolharry am 02. April 2020, 08:28:09
Wenn die Maskenpflicht kommt und bis in den Sommer bleibt wird das in den unklimatisierten Fahrzeugen ein Horror.
Die Maskenpflicht ist purer Aktionismus von der Regierung, um zu zeigen, dass sie eh was machen. Aber mich erinnert sie an die Pressekonferenz vom Fassman, bei der er gesagt hat, dass er noch gar nichts sagen kann. (eine Presseaussendung wäre ausreichend  :fp:)

Wenn die Situation bis zum Sommer so bleibt, sehe ich auf Wien eh eine Revolution zukommen. Wenn es einmal wirklich heiß ist, aber die Freibäder geschlossen und auch die sonstigen Aufenthaltsmöglichkeiten im Freien eingeschränkt sind; wenn man nicht wegfahren kann und gleichzeitig mit den Kindern in der heißen Wohnung eingesperrt ist, wird das in Wien eine Katastrophe werden (und zwar auch gesundheitlich).
Wann werden die Maßnahmen spätestens aufgehoben? Wenn Corona das kleinere Übel darstellt.

Aber jetzt mal im Ernst. Maskenpflicht bei Menschenansammlungen und Abstandsverordnung werden uns gemeinsam mit Reisebeschränkungen noch lange Beschäftigen. Die Ausgangsbeschränkungen werden wahrscheinlich nach Ostern schrittweise zurück genommen. Schule wird ab Mai auch wieder irgendwie anfangen. Allerdings wahrscheinlich irgendwie gestaffelt und mit Fernlehre kombiniert. Meiner Meinung nach. Persönlich bin ich der Meinung das man innerhalb Österreichs diesen Sommer wieder in Urlaub fahren kann. Nur halt nicht ins Ausland.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Ferry am 02. April 2020, 08:40:06
Falls das auch in Wien kommen sollte . . . .
Das kommt sicher, sobald ausreichend Masken verfügbar sein werden (nächste Woche?)!

Dass die Tragpflicht im Öffis noch nicht angeordnet ist, liegt einerseits daran, dass es noch nicht genug Masken gibt und andererseits, dass man der Bevölkerung die Einschränkungen nur nach und nach "bröckerlweis" zum Schlucken gibt und nicht als einen großen Brocken, der für die meisten wohl nur schwer verdaulich wäre. Aus heutiger Sicht ist davon auszugehen, dass - eine entsprechende Versorgungsinfrastruktur vorausgesetzt - das Tragen von Masken auf öffentlichen Flächen generell spätestens Mitte/Ende April angeordnet werden wird. Eben so wie in China und Südkorea, wo letztlich hauptsächlich durch diese Maßnahme der Virus erfolgreich eingedämmt werden konnte.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 71er am 02. April 2020, 09:35:42
Die Ausgangsbeschränkungen werden wahrscheinlich nach Ostern schrittweise zurück genommen. Schule wird ab Mai auch wieder irgendwie anfangen. Allerdings wahrscheinlich irgendwie gestaffelt und mit Fernlehre kombiniert. Meiner Meinung nach. Persönlich bin ich der Meinung das man innerhalb Österreichs diesen Sommer wieder in Urlaub fahren kann. Nur halt nicht ins Ausland.
Laut bahnforum.info bleiben die Einschränkungen im Bahnverkehr mindestens bis Ende Juni. Demnach würde ich nicht davon ausgehen, dass sich bis dahin großartig etwas an der derzeitigen Situation ändern wird.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: WVB am 02. April 2020, 10:03:14
Persönlich bin ich der Meinung das man innerhalb Österreichs diesen Sommer wieder in Urlaub fahren kann. Nur halt nicht ins Ausland.
Können ist relativ. Entweder scheitert es dann bei vielen Leuten an den finanziellen Mitteln oder an der fehlenden Infrastruktur weil viele Hotels/Einrichtungen/Betriebe bis dahin nicht (mehr) aufsperren werden.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 02. April 2020, 10:21:56
Die Linien 2A und 3A sind ab kommendem Montag (6.4.) bis auf Weiteres nicht in Betrieb.

Quelle: https://www.vor.at/fileadmin/CONTENT/Downloads/Corona-Info/20200402_0930_Aktuelle_Lage_im_OEV_01.pdf

Edit (16.48 Uhr): Laut https://www.wienerlinien.at/eportal3/ep/contentView.do/pageTypeId/66526/programId/74577/contentTypeId/1001/channelId/-47186/contentId/5000728 tritt die Einstellung bereits am Samstag (4.4.) in Kraft.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: coolharry am 02. April 2020, 10:24:51
Die Ausgangsbeschränkungen werden wahrscheinlich nach Ostern schrittweise zurück genommen. Schule wird ab Mai auch wieder irgendwie anfangen. Allerdings wahrscheinlich irgendwie gestaffelt und mit Fernlehre kombiniert. Meiner Meinung nach. Persönlich bin ich der Meinung das man innerhalb Österreichs diesen Sommer wieder in Urlaub fahren kann. Nur halt nicht ins Ausland.
Laut bahnforum.info bleiben die Einschränkungen im Bahnverkehr mindestens bis Ende Juni. Demnach würde ich nicht davon ausgehen, dass sich bis dahin großartig etwas an der derzeitigen Situation ändern wird.
Es ändert für die meisten schon was wenn er sich wieder freier im freien bewegen darf als jetzt und wenn die meisten Geschäfte wieder aufsperren. Das heißt jetzt nicht das man mitm Railjet nach Salzburg fährt. Und der Nahverkehr wird sich anpassen. Auch vor Juni wenn es sein soll. Es kann sich alles wöchentlich ändern. In die bessere und in die schlechtere Richtung.
Persönlich bin ich der Meinung das man innerhalb Österreichs diesen Sommer wieder in Urlaub fahren kann. Nur halt nicht ins Ausland.
Können ist relativ. Entweder scheitert es dann bei vielen Leuten an den finanziellen Mitteln oder an der fehlenden Infrastruktur weil viele Hotels/Einrichtungen/Betriebe bis dahin nicht (mehr) aufsperren werden.
Das eine oder andere Privatzimmer wird es schon geben. Viele kleinere haben die Zimmer ja immer nur nebenbei vermietet.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: HLS am 02. April 2020, 10:55:07
Der WL-interne Aushang "Warum es keine Masken, Desinfektionsmittel und Handschuhe braucht" hat nun auch die Medien erreicht und ruft Neos und Christgewerkschafter auf den Plan.

oe24-Artikel: https://m.oe24.at/coronavirus/Wiener-Linien-Brauchen-keine-Masken-Desinfektion/424459585

Neos-Presseaussendung: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200401_OTS0071/neos-wienwiederkehr-zu-maskengebot-stadt-wien-muss-jetzt-vorsorgen

FCG-Presseaussendung: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200401_OTS0158/probleme-haeufen-sich-bei-den-wiener-linien

Könnten sich die WL nicht langsam aber sicher der (fahrlässigen) Körperverletzung strafbar machen?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 02. April 2020, 11:14:11
Könnten sich die WL nicht langsam aber sicher der (fahrlässigen) Körperverletzung strafbar machen?

Warum? Handschuhe nützen nichts, Masken in der Fahrerkabine auch nicht. Seife ist vorhanden, Desinfektionsmittel braucht man zum Händewaschen nicht.

Das einzige, was man bemängeln kann, ist die fehlende Reinigung der Fahrerplätze. Die findet auf dem üblichen Niveau statt, nämlich gar nicht. In den Fahrgasträumen dürfte etwas mehr gereinigt werden, zumindest habe ich in den letzten Tagen vermehrt verschmierte Scheiben gesehen – ein Indiz dafür, dass jemand mit einem dreckigen Putzfetzen drübergewischt hat.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: haidi am 02. April 2020, 11:32:28
Die Maskenpflicht ist purer Aktionismus von der Regierung, um zu zeigen, dass sie eh was machen.

 Keineswegs. Sie verhindert die Ansteckung anderer, ist aber kein Selbstschutz. Ich hoffe, dass sich die Menschen daran gewöhnen und es so machen wie die Japaner, die bei der leichtesten Verkühlung diese Masken tragen. Außerdem gibt es bei den Japanern kein Händeschütteln, sie machen stattdessen eine Verbeugung. Letzteres wird sich bei uns sicher nicht durchsetzen, aber das Tragen der Mund-Nasen-Maske würde im Winter einiges an Ansteckungen in der Öffentlichkeit verhindern. Wird aber nicht passieren und die Schnupfenbazillen und die Grippeviren werden sich nächstes Jahr weiter verbreiten.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: HLS am 02. April 2020, 12:00:23

Warum? Handschuhe nützen nichts, Masken in der Fahrerkabine auch nicht. Seife ist vorhanden, Desinfektionsmittel braucht man zum Händewaschen nicht.

Das einzige, was man bemängeln kann, ist die fehlende Reinigung der Fahrerplätze. Die findet auf dem üblichen Niveau statt, nämlich gar nicht. In den Fahrgasträumen dürfte etwas mehr gereinigt werden, zumindest habe ich in den letzten Tagen vermehrt verschmierte Scheiben gesehen – ein Indiz dafür, dass jemand mit einem dreckigen Putzfetzen drübergewischt hat.
Ich kann dir gern privat schreiben, wie es in einem anderen Verkehrsunternehmen abläuft und das unterscheidet sich schon massiv von dem was die WL machen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: S. Böck am 02. April 2020, 12:11:12
Die Ausgangsbeschränkungen werden wahrscheinlich nach Ostern schrittweise zurück genommen. Schule wird ab Mai auch wieder irgendwie anfangen. Allerdings wahrscheinlich irgendwie gestaffelt und mit Fernlehre kombiniert. Meiner Meinung nach. Persönlich bin ich der Meinung das man innerhalb Österreichs diesen Sommer wieder in Urlaub fahren kann. Nur halt nicht ins Ausland.
Laut bahnforum.info bleiben die Einschränkungen im Bahnverkehr mindestens bis Ende Juni. Demnach würde ich nicht davon ausgehen, dass sich bis dahin großartig etwas an der derzeitigen Situation ändern wird.

Aus ÖBB-Kreisen war zu vernehmen, dass die Ausbildung neuer Lokführer mit den Ausgangsbeschränkungen gestoppt wurde. Der Zeitpunkt für eine Rückkehr zum normalen Fahrplan wird also auch vom verfügbaren Personal abhängen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 02. April 2020, 12:12:59

Warum? Handschuhe nützen nichts, Masken in der Fahrerkabine auch nicht. Seife ist vorhanden, Desinfektionsmittel braucht man zum Händewaschen nicht.

Das einzige, was man bemängeln kann, ist die fehlende Reinigung der Fahrerplätze. Die findet auf dem üblichen Niveau statt, nämlich gar nicht. In den Fahrgasträumen dürfte etwas mehr gereinigt werden, zumindest habe ich in den letzten Tagen vermehrt verschmierte Scheiben gesehen – ein Indiz dafür, dass jemand mit einem dreckigen Putzfetzen drübergewischt hat.
Ich kann dir gern privat schreiben, wie es in einem anderen Verkehrsunternehmen abläuft und das unterscheidet sich schon massiv von dem was die WL machen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass es in anderen Verkehrsunternehmen anders abläuft, aber wie gesagt: Ich sehe absolut kein Versäumnis, wenn man keine Einweghandschuhe, Masken und Desinfektionsmittel zur Verfügung stellt. Der einzige, der das brauchen könnte, ist der Direktionsarzt. ;) Dass die Fahrerplätze sträflich vernachlässigt werden, was Instandhaltung und Sauberkeit betrifft, ist hingegen nichts Neues.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Ferry am 02. April 2020, 13:59:21
Keineswegs. Sie verhindert die Ansteckung anderer, ist aber kein Selbstschutz.

Wobei ich schon frage, weshalb nicht. Die Maske verhindert, dass der Virus, wenn ich spreche oder niese, durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Soweit, so gut. Nur: wieso funktioniert es dann in der Gegenrichtung nicht? Antwort: weil der Virus viel zu klein ist, als dass er durch dünnes Papier aufgehalten werden könnte. Nur: dass muss doch dann für beide Richtungen gelten, oder nicht? Kann mir das jemand erklären?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 02. April 2020, 14:10:51
Keineswegs. Sie verhindert die Ansteckung anderer, ist aber kein Selbstschutz.

Wobei ich schon frage, weshalb nicht. Die Maske verhindert, dass der Virus, wenn ich spreche oder niese, durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Soweit, so gut. Nur: wieso funktioniert es dann in der Gegenrichtung nicht? Antwort: weil der Virus viel zu klein ist, als dass er durch dünnes Papier aufgehalten werden könnte. Nur: dass muss doch dann für beide Richtungen gelten, oder nicht? Kann mir das jemand erklären?
Der Virologe Christian Drosten von der Charité Berlin soll es versuchen :):
https://www.ndr.de/nachrichten/info/coronaskript138.pdf (Seite 2)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 02. April 2020, 14:27:45
Wobei ich schon frage, weshalb nicht. Die Maske verhindert, dass der Virus, wenn ich spreche oder niese, durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Soweit, so gut. Nur: wieso funktioniert es dann in der Gegenrichtung nicht? Antwort: weil der Virus viel zu klein ist, als dass er durch dünnes Papier aufgehalten werden könnte. Nur: dass muss doch dann für beide Richtungen gelten, oder nicht? Kann mir das jemand erklären?

Stell dir folgende Versuchsanordnung vor: eine Sprühflasche (wie für Fensterputzmittel o. ä.), die den Infizierten darstellt. Eine Hand, die den Gesunden darstellt. Ein Blatt Küchenrolle, das die Maske darstellt.

(1) Infizierter trägt Maske: Sprühflasche, direkt davor ein Blatt Küchenrolle und 20 cm weiter weg deine Hand. Sprühflasche wird betätigt (= Niesen), Küchenrolle fängt das Putzmittel auf, deine Hand bleibt trocken. So wirkt die Maske.

(2) Niemand trägt Maske: Sprühflasche und 20 cm weiter weg deine Hand. Sprühflasche wird betätigt (= Niesen), Küchenrolle fängt das Putzmittel auf, deine Hand bleibt trocken. Ohne Maske kriegst du dann den Großteil des Sprühnebels ab.

(3) Gesunder trägt Maske: Sprühflasche und 20 cm weiter weg deine Hand. Aber um deine Hand ist ein Blatt Küchenrolle gelegt. Sprühflasche wird betätigt (= Niesen), Küchenrolle fängt das Putzmittel auf, aber unmittelbar auf deiner Hand. Du kriegst also trotzdem genug davon ab.

Die Mehrheit glaubt, dass die Versuchsanordnung 3 die hilfreiche ist, tatsächlich ist es aber 1. Trotzdem ist Maskentragen nicht verkehrt, weil es Infizierte gibt, die das nicht mitbekommen. Wenn die dann auch maskiert sind, ist das gut. Bei allen anderen wäre es im Prinzip sinnlos, aber nur, wenn sie ausschließen könnten, infiziert zu sein. Und das sind derzeit nur 1.749 Leute in ganz Österreich, nämlich die, die offiziell wieder genesen sind.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: haidi am 02. April 2020, 14:31:06
Keineswegs. Sie verhindert die Ansteckung anderer, ist aber kein Selbstschutz.

Wobei ich schon frage, weshalb nicht. Die Maske verhindert, dass der Virus, wenn ich spreche oder niese, durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Soweit, so gut. Nur: wieso funktioniert es dann in der Gegenrichtung nicht? Antwort: weil der Virus viel zu klein ist, als dass er durch dünnes Papier aufgehalten werden könnte. Nur: dass muss doch dann für beide Richtungen gelten, oder nicht? Kann mir das jemand erklären?
Naja, weil du das Virus oder die Bazille gut verpackt hast (in Speichel, Rotz etc.), dass sie mit der Verpackung nicht durchgeht. Ein einzelne unverpackter Virus oder eine Bazille geht durch. Deshalb sind diese Masken Fremdschutz und nicht Eigenschutz.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Alex am 02. April 2020, 14:48:14
Keineswegs. Sie verhindert die Ansteckung anderer, ist aber kein Selbstschutz.

Wobei ich schon frage, weshalb nicht. Die Maske verhindert, dass der Virus, wenn ich spreche oder niese, durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Soweit, so gut. Nur: wieso funktioniert es dann in der Gegenrichtung nicht? Antwort: weil der Virus viel zu klein ist, als dass er durch dünnes Papier aufgehalten werden könnte. Nur: dass muss doch dann für beide Richtungen gelten, oder nicht? Kann mir das jemand erklären?
Naja, weil du das Virus oder die Bazille gut verpackt hast (in Speichel, Rotz etc.), dass sie mit der Verpackung nicht durchgeht. Ein einzelne unverpackter Virus oder eine Bazille geht durch. Deshalb sind diese Masken Fremdschutz und nicht Eigenschutz.
Und vor allem gehen sie mit der 1-Meter-Abstandsregel einher, den Abstand, der auch ohne Maske vom Virus angeblich nicht überschritten werden kann, ist trotzdem einzuhalten. Es ist auch kein absoluter Schutz, wenn der Infizierte die Maske trägt, aber anscheinend besser als nichts.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Konstal 105Na am 02. April 2020, 17:40:52
Wenn die Situation bis zum Sommer so bleibt, sehe ich auf Wien eh eine Revolution zukommen. Wenn es einmal wirklich heiß ist, aber die Freibäder geschlossen und auch die sonstigen Aufenthaltsmöglichkeiten im Freien eingeschränkt sind; wenn man nicht wegfahren kann und gleichzeitig mit den Kindern in der heißen Wohnung eingesperrt ist, wird das in Wien eine Katastrophe werden (und zwar auch gesundheitlich).

Wenn die Situation wie sie jetzt ist, bis Sommer so bleibt, geht es der Wirtschaft sehr schlecht. Und auch psychisch wird es vielen Menschen sehr schlecht gehen. Irgendwann wird auch die breite Akzeptanz bei der Bevölkerung weg sein, wenn man sieht, dass es über mehrere Monate hinweg nicht besser wird.
Nachdem sich aber die Situation in China entspannt und man dort allmählich zum Normalbetrieb übergeht, gibt mir das persönlich Hoffnung, dass es bei uns auch im Mai wieder langsam besser wird. Ich hoffe die Zahlen aus China stimmen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 58 am 02. April 2020, 17:56:26
Wird es jetzt Staus bis nach Irkutsk geben?

https://wien.orf.at/stories/3042277/
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: captainmidnight am 02. April 2020, 18:15:06
Wird es jetzt Staus bis nach Irkutsk geben?

https://wien.orf.at/stories/3042277/

Jaaa, bitte!!!
B1, B3, B7, B221, B222 und dann selbstredend auch die A22 (Flanieren neben der Donauinsel) und die A23 (Wien mal von weiter oben geniessen)
 8) >:D ^-^

Edit: Und die Idee von der Währinger Strasse finde ich ja ganz lustig (Dort fährt eine Straßenbahn...  ???)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hema am 02. April 2020, 18:17:08
Was ist so schwer dran, eine Zeit zu Hause zu bleiben, abgesehen vom Einkaufen etc.? Jetzt, wo es langsam anfängt besser zu werden, sollte man beinhart drauf drängen die Maßnahmen konsequent durchzuhalten! Gibt leider eh genug Deppen, die alles unterlaufen und die Zeit bis zur (halbwegs) Normalisierung mindestens verdoppeln. Das vorsichtige Öffnen von einzelnen Geschäften für wichtige Besorgungen ist wohl nur das kleinste Übel!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 02. April 2020, 18:25:16
Und die Idee von der Währinger Straße finde ich ja ganz lustig (Dort fährt eine Straßenbahn...  ???)
Wie der ORF auf Währinger Straße und Praterstraße kommt, ist mir unklar. Eigentlich sollen Schopenhauerstraße, Alliiertenstraße und Pazmanitengasse im Gespräch sein.

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200402_OTS0156/leopoldstadt-und-waehring-unterstuetzen-vorstoss-von-temporaeren-begegnungszonen
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Schienenbremse am 02. April 2020, 19:15:24
OT entfernt. Bitte beim Bezug zum (öffentlichen) Verkehr bleiben!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Katana am 02. April 2020, 19:19:41
Laut bahnforum.info bleiben die Einschränkungen im Bahnverkehr mindestens bis Ende Juni.
Ist das eine seriöse Aussage oder einfach eine Meinung?

Persönlich bin ich der Meinung das man innerhalb Österreichs diesen Sommer wieder in Urlaub fahren kann. Nur halt nicht ins Ausland.
Können ist relativ. Entweder scheitert es dann bei vielen Leuten an den finanziellen Mitteln oder an der fehlenden Infrastruktur weil viele Hotels/Einrichtungen/Betriebe bis dahin nicht (mehr) aufsperren werden.
Das eine oder andere Privatzimmer wird es schon geben. Viele kleinere haben die Zimmer ja immer nur nebenbei vermietet.
Sind die mehr als der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: coolharry am 02. April 2020, 19:49:32
Wird es jetzt Staus bis nach Irkutsk geben?

https://wien.orf.at/stories/3042277/
Einzige Bundesstraßen sind die Autobahnen. Sonst gibt's nur mehr Landesstraßen. Und die A23 ist wohl nicht so toll zum Spazierengehen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 02. April 2020, 19:59:48
Wird es jetzt Staus bis nach Irkutsk geben?

https://wien.orf.at/stories/3042277/
Einzige Bundesstraßen sind die Autobahnen. Sonst gibt's nur mehr Landesstraßen. Und die A23 ist wohl nicht so toll zum Spazierengehen.

Und dann stellt sich mir die Frage, wie komme ich zur A23.

Denn eines sollte ja auch nicht sein. Das ich nämlich erst quer durch Wien fahren muss, damit ich die gesperrte Autobahn nutzen kann.

Also sollten die Begenungzonen eher zentral und leicht erreichbar angelegt werden.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: WVB am 02. April 2020, 20:18:51
Und die A23 ist wohl nicht so toll zum Spazierengehen.
Die gesperrte Ausfahrt Simmering ist immer einen Spaziergang wert, vor allem weil das durch den baldigen Umbau nicht mehr möglich sein wird.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: moszkva tér am 03. April 2020, 07:46:36
Was ist so schwer dran, eine Zeit zu Hause zu bleiben, abgesehen vom Einkaufen etc.?
Hängt von der Wohnsituation ab  :lamp:
Wenn du genug Platz hast in der Wohnung, oder gar ein Haus, womöglich noch mit Garten dabei, alle Familienmitglieder ihr eigenes Zimmer und ausreichend große Gemeinschaftsbereiche... dann ist die Situation gar nicht so schlimm.
Wenn du mit sechs anderen Familienmitgliedern auf 60 Quadratmeter haust, ist es eher weniger super... Es gibt viele solche Familien - warum haben die eigentlich nicht vorgesorgt und schon in jungen Jahren Eigentum erworben?

Wenn du auch noch bedenkst, dass Familien mit beengten Wohnverhältnissen auch noch vorwiegend in Stadtvierteln mit schlechter Grünraumversorgung leben, kann man sich eh vorstellen, was das Resultat ist.

Wie gesagt... rausgehen ist nicht verboten (wenn man die Abstandsregeln einhält).
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: nord22 am 03. April 2020, 08:11:05
Unter https://wien.orf.at/stories/3042312/ (https://wien.orf.at/stories/3042312/) wird zum Thema CoV: Verstärkerfahrten bei manchen „Öffis“ berichtet.

Zitat: " Kritik an fehlender Schutzausrüstung
Bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Wiener Linien machen sich unterdessen derzeit einige Sorgen. Sie fürchten (Anmerkung: zu recht), dass die Coronavirus-Schutzmaßnahmen des Unternehmens für sie nicht ausreichend sind. Dem entgegnen die Wiener Linien, dass alle von der Regierung vorgegebenen Maßnahmen eingehalten werden.

„Man sollte nicht unbedingt darauf warten, dass die Bundesregierung oder die Stadt Wien ein Gesetz, oder einen Erlass, oder eine Novelle beschließt, die dann bindend sein muss. Man könnte ja schon von sich aus mit Herz und Seele, für die Gruppe die den Dienst macht, um das System überhaupt aufrecht zu erhalten, dass man ihnen das zur Verfügung stellt", sagt Christian Berhart von der Wiener Arbeiterkammer.

Gefordert werden etwa Desinfektionsmittel, Handschuhe oder auch ein Mundschutz. „An und für sich glauben wir, dass wir mit den Maßnahmen, wo wir das Fahrpersonal in Abstand bringen zu den Fahrgästen, ausreichendes tun. Wir wissen aber, dass das Thema Masken immer mehr eines wird. Und wir versuchen schon seit geraumer Zeit, auch Masken anzuschaffen“, sagt Wiener Linien-Geschäftsführerin Alexandra Reinagl."

nord22
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: petestoeb am 03. April 2020, 08:14:29
Was ist so schwer dran, eine Zeit zu Hause zu bleiben, abgesehen vom Einkaufen etc.?
Hängt von der Wohnsituation ab  :lamp:
Wenn du genug Platz hast in der Wohnung, oder gar ein Haus, womöglich noch mit Garten dabei, alle Familienmitglieder ihr eigenes Zimmer und ausreichend große Gemeinschaftsbereiche... dann ist die Situation gar nicht so schlimm.
Wenn du mit sechs anderen Familienmitgliedern auf 60 Quadratmeter haust, ist es eher weniger super... Es gibt viele solche Familien - warum haben die eigentlich nicht vorgesorgt und schon in jungen Jahren Eigentum erworben?

Wenn du auch noch bedenkst, dass Familien mit beengten Wohnverhältnissen auch noch vorwiegend in Stadtvierteln mit schlechter Grünraumversorgung leben, kann man sich eh vorstellen, was das Resultat ist.

Wie gesagt... rausgehen ist nicht verboten (wenn man die Abstandsregeln einhält).

Stell dir vor, alle jene die in Städten leben, würden ein EFH mit Garten haben. Die Verhüttelung der Landschaft wäre noch katastrofaler, als sie durch die Häuslbauer ohnehin schon ist. Die Verkehrssituation des IPV wäre noch viel schlimmer, als sie jetzt ist.

Bedenke auch, nicht jeder möchte sich einen eigenen Garten, der ja recht viel Arbeit macht, antun. Deshalb die Leute in ihrer Wohnung - jetzt egal wie beengt oder nicht (ich wohne mit meiner Frau auf 100 m2 und finde das durchaus als ausreichend) - einzusperren, ist einfach Unsinn.

Nicht jeder legt Wert auf Eigentum. Ich brauche kein Immobilien-Eigentum um glücklich zu sein.

Es ist nichts dabei, bei entsprechender Vorsicht auch in der derzeitigen Situation sich draußen zu bewegen und selbstverständlich auch mit dem ÖPNV unterwegs zu sein.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Katana am 03. April 2020, 08:24:40
Hat moszkva tér in seinem verständnisvollen Posting EFH mit Garten für alle Stadtbewohner gefordert?
Lass mich raten: Du hast die Ironie in
Zitat
Es gibt viele solche Familien - warum haben die eigentlich nicht vorgesorgt und schon in jungen Jahren Eigentum erworben?
nicht erkannt. :lamp: ;)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Ferry am 03. April 2020, 10:07:56
Wenn du mit sechs anderen Familienmitgliedern auf 60 Quadratmeter haust, ist es eher weniger super... Es gibt viele solche Familien - warum haben die eigentlich nicht vorgesorgt und schon in jungen Jahren Eigentum erworben?

Meinst du das ernst? Wer hat bei den heutigen Preisen das Geld, eine Eigentumswohnung in adäquater Größe zu erwerben?  :o
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: martin8721 am 03. April 2020, 10:10:38
Wenn du mit sechs anderen Familienmitgliedern auf 60 Quadratmeter haust, ist es eher weniger super... Es gibt viele solche Familien - warum haben die eigentlich nicht vorgesorgt und schon in jungen Jahren Eigentum erworben?

Meinst du das ernst? Wer hat bei den heutigen Preisen das Geld, eine Eigentumswohnung in adäquater Größe zu erwerben?  :o

Ich glaub, da ist noch jemand, der die Ironie in moszkva térs Beitrag nicht erkannt hat.  ;)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Ferry am 03. April 2020, 10:11:51
Wenn du mit sechs anderen Familienmitgliedern auf 60 Quadratmeter haust, ist es eher weniger super... Es gibt viele solche Familien - warum haben die eigentlich nicht vorgesorgt und schon in jungen Jahren Eigentum erworben?

Meinst du das ernst? Wer hat bei den heutigen Preisen das Geld, eine Eigentumswohnung in adäquater Größe zu erwerben?  :o

Ich glaub, da ist noch jemand, der die Ironie in moszkva térs Beitrag nicht erkannt hat.  ;)

Mag sein, mein Ironiedetektor ist momentan wohl auf Sparflamme.  ;)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: moszkva tér am 03. April 2020, 17:37:14
Was ist so schwer dran, eine Zeit zu Hause zu bleiben, abgesehen vom Einkaufen etc.?
Hängt von der Wohnsituation ab  :lamp:
Wenn du genug Platz hast in der Wohnung, oder gar ein Haus, womöglich noch mit Garten dabei, alle Familienmitglieder ihr eigenes Zimmer und ausreichend große Gemeinschaftsbereiche... dann ist die Situation gar nicht so schlimm.
Wenn du mit sechs anderen Familienmitgliedern auf 60 Quadratmeter haust, ist es eher weniger super... Es gibt viele solche Familien - warum haben die eigentlich nicht vorgesorgt und schon in jungen Jahren Eigentum erworben?

Wenn du auch noch bedenkst, dass Familien mit beengten Wohnverhältnissen auch noch vorwiegend in Stadtvierteln mit schlechter Grünraumversorgung leben, kann man sich eh vorstellen, was das Resultat ist.

Wie gesagt... rausgehen ist nicht verboten (wenn man die Abstandsregeln einhält).

Stell dir vor, alle jene die in Städten leben, würden ein EFH mit Garten haben. Die Verhüttelung der Landschaft wäre noch katastrofaler, als sie durch die Häuslbauer ohnehin schon ist. Die Verkehrssituation des IPV wäre noch viel schlimmer, als sie jetzt ist.

Bedenke auch, nicht jeder möchte sich einen eigenen Garten, der ja recht viel Arbeit macht, antun. Deshalb die Leute in ihrer Wohnung - jetzt egal wie beengt oder nicht (ich wohne mit meiner Frau auf 100 m2 und finde das durchaus als ausreichend) - einzusperren, ist einfach Unsinn.

Nicht jeder legt Wert auf Eigentum. Ich brauche kein Immobilien-Eigentum um glücklich zu sein.

Es ist nichts dabei, bei entsprechender Vorsicht auch in der derzeitigen Situation sich draußen zu bewegen und selbstverständlich auch mit dem ÖPNV unterwegs zu sein.
Meine Rede!

Wie gesagt, es hängt von der Wohnsituation ab, wie man die Ausgangsbeschränkungen "überlebt" und im derzeitigen Diskurs (nicht unbedingt hier, sondern allgemein gesprochen) melden sich sehr viele Leute zu Wort, die eh gut wohnen. Die, die zu sechst auf 60 Quadratmeter hausen, werden aber nicht gehört.
Ich erinnere mich an ein Interview in der ZIB mit einem quarantänisierten Journalistenkollegen, der sich beschwert hat, dass er gerade einmal in den eigenen Garten gehen kann und das erinnert ihn an den Hofgang im Gefängnis. Nun... er hat immerhin einen Garten. Schön für ihn.

Ich glaub, da ist noch jemand, der die Ironie in moszkva térs Beitrag nicht erkannt hat.  ;)
:up: Das war übrigens ein Zitat von unserem Messias: https://www.derstandard.at/story/2000064900736/die-oevp-die-poster-und-das-eigenheim
Er ist eh schon wie der Jesus: Mit Ibiza wurde er gekreuzigt, mit Corona ist er wieder auferstanden  :D
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 03. April 2020, 21:41:49
Schon nach nur zwei Wochen haben es die Wiener Linien heute endlich geschafft, auf die Einstellung der Linie 30 hinzuweisen:

[attach=1]

Quelle: https://www.wienerlinien.at/eportal3/ep/programView.do/programId/5200304
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: tom128 am 03. April 2020, 22:17:20
Schon nach nur zwei Wochen haben es die Wiener Linien heute endlich geschafft, auf die Einstellung der Linie 30 hinzuweisen:

(Dateianhang Link)

Quelle: https://www.wienerlinien.at/eportal3/ep/programView.do/programId/5200304

Hat einige Nerven gekostet und mehrerer Hinweise auf den unterschiedlichen Social-Media-Kanälen bedurft. Von alleine ist ihnen das nicht aufgefallen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: petestoeb am 04. April 2020, 08:37:06
Schon nach nur zwei Wochen haben es die Wiener Linien heute endlich geschafft, auf die Einstellung der Linie 30 hinzuweisen:

(Dateianhang Link)

Quelle: https://www.wienerlinien.at/eportal3/ep/programView.do/programId/5200304

Es wäre jetzt interessant, wieviele Fahrgäste jetzt auf den 30er gewartet haben und nicht den 31er genommen haben. >:D
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 04. April 2020, 09:07:19
Ab kommendem Montag sollen die WL-Mitarbeiter schrittweise mit Mund-Nasen-Masken ausgestattet werden.

Quelle: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200404_OTS0009/wien-bleibt-mobil-wiener-linien-offensive-gutes-angebot-fuer-fahrgaeste-und-neue-massnahmen-fuer-mitarbeiterinnen
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 31/5 am 04. April 2020, 09:37:34
Schon nach nur zwei Wochen haben es die Wiener Linien heute endlich geschafft, auf die Einstellung der Linie 30 hinzuweisen:

(Dateianhang Link)

Quelle: https://www.wienerlinien.at/eportal3/ep/programView.do/programId/5200304

Es wäre jetzt interessant, wieviele Fahrgäste jetzt auf den 30er gewartet haben und nicht den 31er genommen haben. >:D

Wenn in Floridsdorf ein relativ gut gefüllter 31er daherkommt, überlegen sich sicher nicht wenige der dort zusteigenden Fahrgäste, auf den laut Fahrplan bald folgenden 30er zu warten. Diese sind dann die Angeschmierten.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 04. April 2020, 10:23:27
Wenn in Floridsdorf ein relativ gut gefüllter 31er daherkommt, überlegen sich sicher nicht wenige der dort zusteigenden Fahrgäste, auf den laut Fahrplan bald folgenden 30er zu warten. Diese sind dann die Angeschmierten.

Die sollten anhand der VFGI sehen können, dass dann kein 30er kommt. Und vor allem sollten sie in den letzten zwei Wochen gemerkt haben, dass überhaupt kein 30er fährt.

Ab kommendem Montag sollen die WL-Mitarbeiter schrittweise mit Mund-Nasen-Masken ausgestattet werden.

Na, ich bin gespannt, wie die selbstgeschneiderten Masken aussehen. Vielleicht so?

[attachimg=1]
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 31/5 am 04. April 2020, 12:01:54
Die sollten anhand der VFGI sehen können, dass dann kein 30er kommt.
Wenn sie funktioniert, was ja nicht so selbstverständlich ist.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hema am 04. April 2020, 16:19:24
Ab kommendem Montag sollen die WL-Mitarbeiter schrittweise mit Mund-Nasen-Masken ausgestattet werden.

Wie viele werden den wohl (völlig sinnbefreit) trotzdem tragen, selbst wenn sie in Bim oder U-Bahn völlig allein in der Fahrerkabine sitzen?   8)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: S. Böck am 04. April 2020, 17:21:29
Ab kommendem Montag sollen die WL-Mitarbeiter schrittweise mit Mund-Nasen-Masken ausgestattet werden.

Wie viele werden den wohl (völlig sinnbefreit) trotzdem tragen, selbst wenn sie in Bim oder U-Bahn völlig allein in der Fahrerkabine sitzen?   8)

Meine Maskenpremiere als Brillenträger ergab soeben, dass die Brillengläser beim Ausatmen jedesmal anlaufen. Die feuchte Atemluft entströmt der Oberseite der Maske - direkt auf die Gläser. Kurzzeitig sieht man also so gut wie gar nichts. Super im Fahrdienst... ???
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 04. April 2020, 17:27:11
Gibt es etwa einen Dienstauftrag zum Tragen von Masken in Fahrerkabinen?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: S. Böck am 04. April 2020, 17:58:14
Gibt es etwa einen Dienstauftrag zum Tragen von Masken in Fahrerkabinen?

Sollte eine Tragepflicht im Öffentlichen Raum kommen, würde sich das eigentlich erübrigen...  ::)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 04. April 2020, 18:02:38
Gibt es etwa einen Dienstauftrag zum Tragen von Masken in Fahrerkabinen?

Sollte eine Tragepflicht im Öffentlichen Raum kommen, würde sich das eigentlich erübrigen...  ::)

Ist die Frage, inwieweit die Fahrerkabine als öffentlicher Raum gilt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 04. April 2020, 18:14:01
Ist die Frage, inwieweit die Fahrerkabine als öffentlicher Raum gilt.

Das Interessante ist, dass jedermann weiß, was mit öffentlichem Raum gemeint ist – aber es gibt dafür keine gesetzliche Definition. (Ist übrigens dasselbe wie beim vielzitierten, aber ebensowenig definierten "Verkehrsraum der Straße", außerhalb dessen sich ein eigener Bahnkörper befinden muss.)

Ich würde dazu tendieren, dass eine Fahrerkabine kein öffentlicher Raum ist, da keine öffentliche Zugänglichkeit besteht. Der Fahrgastraum wäre hingegen ein öffentlicher Raum, da er von jedermann zu den gleichen Bedingungen betret- und benutzbar ist. Der Fahrer müsste also meiner Ansicht nach bei Maskenpflicht in der Öffentlichkeit in der Kabine keine Maske tragen, aber sehr wohl, wenn er Umsicht hält, einem Rollstuhlfahrer hilft, eine Weiche stellen muss oder Personalwechsel durchführt.

Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: coolharry am 04. April 2020, 18:26:22
Ab kommendem Montag sollen die WL-Mitarbeiter schrittweise mit Mund-Nasen-Masken ausgestattet werden.

Wie viele werden den wohl (völlig sinnbefreit) trotzdem tragen, selbst wenn sie in Bim oder U-Bahn völlig allein in der Fahrerkabine sitzen?   8)

Meine Maskenpremiere als Brillenträger ergab soeben, dass die Brillengläser beim Ausatmen jedesmal anlaufen. Die feuchte Atemluft entströmt der Oberseite der Maske - direkt auf die Gläser. Kurzzeitig sieht man also so gut wie gar nichts. Super im Fahrdienst... ???
Deswegen hat meine Frau in ihre selbstgenähte einen Blumendraht oben mit eingearbeitet. Den kann man dann an die Nasenkontur anpassen und dann passiert das nicht. Alternativ kannst dann nur eine FFP Maske verwenden. Die haben auch einen Draht.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: N1 am 04. April 2020, 19:12:09
Alternativ kannst dann nur eine FFP Maske verwenden.
Eine FFP-Maske zu tragen, ist für den Träger auf die Dauer ziemlich unangenehm. Im Netz kursieren diverse Bilder von Spitalspersonal, dessen Gesichter von Hämatomen übersät sind, welche von den Druck- bzw. Anliegestellen dieser Masken herrühren. FFP-Masken sollten auch eher diesen Personengruppen vorbehalten bleiben, denn abgesehen davon, dass das Angebot endenwollend ist, schützen gewisse FFP-Masken, nämlich solche mit eigenem Ausatemventil, nur den Träger, aber nicht die Personen um ihn herum. Wenn der Träger einer derartigen Maske unwissentlich mit Covid-19 infiziert ist, sandelt er schlimmstenfalls alle um ihn herum an, die keine FFP-Maske tragen, also auch solche Personen, die einen einfachen Mund-Nasen-Schutz tragen. Kurzum: Wenn schon Maskenpflicht, dann sollte man sich auf einen Maskentyp einigen, denn der wilde Mix von Masken, die einen vollumfänglichen, einen aktiven oder einen passiven Schutz bieten, bringt genau nichts. Aus den genannten Gründen sollte das der einfache Mund-Nasen-Schutz sein.

Eine Maskenpflicht in der Fahrerkabine wäre so oder so nur eine Schikane gegenüber dem Fahrpersonal.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: coolharry am 04. April 2020, 19:24:10
Alternativ kannst dann nur eine FFP Maske verwenden.
Eine FFP-Maske zu tragen, ist für den Träger auf die Dauer ziemlich unangenehm. Im Netz kursieren diverse Bilder von Spitalspersonal, dessen Gesichter von Hämatomen übersät sind, welche von den Druck- bzw. Anliegestellen dieser Masken herrühren. FFP-Masken sollten auch eher diesen Personengruppen vorbehalten bleiben, denn abgesehen davon, dass das Angebot endenwollend ist, schützen gewisse FFP-Masken, nämlich solche mit eigenem Ausatemventil, nur den Träger, aber nicht die Personen um ihn herum. Wenn der Träger einer derartigen Maske unwissentlich mit Covid-19 infiziert ist, sandelt er schlimmstenfalls alle um ihn herum an, die keine FFP-Maske tragen, also auch solche Personen, die einen einfachen Mund-Nasen-Schutz tragen. Kurzum: Wenn schon Maskenpflicht, dann sollte man sich auf einen Maskentyp einigen, denn der wilde Mix von Masken, die einen vollumfänglichen, einen aktiven oder einen passiven Schutz bieten, bringt genau nichts. Aus den genannten Gründen sollte das der einfache Mund-Nasen-Schutz sein.

Eine Maskenpflicht in der Fahrerkabine wäre so oder so nur eine Schikane gegenüber dem Fahrpersonal.
Deswegen haben wir unsere selber genäht. Aber ein Brillenträger braucht oben etwas damit nicht die Brillen anlaufen. Deswegen der Blumendraht.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hema am 04. April 2020, 20:06:29

Meine Maskenpremiere als Brillenträger ergab soeben, dass die Brillengläser beim Ausatmen jedesmal anlaufen.
Ist aber nach längstens einer Minute vorbei.




Sollte eine Tragepflicht im Öffentlichen Raum kommen, würde sich das eigentlich erübrigen...  ::)
Jetzt sind sie eh dabei, die Einschränkungen zu lockern. Jeder darf in seiner Wohnung/Haus nun fünf Gäste empfangen! Das unterläuft alle bisherigen Bemühungen gewaltig und macht wohl viele andere Auflagen relativ sinnlos!   ::)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: N1 am 04. April 2020, 20:10:08

Meine Maskenpremiere als Brillenträger ergab soeben, dass die Brillengläser beim Ausatmen jedesmal anlaufen.
Ist aber nach längstens einer Minute vorbei.
Das glaub ich nicht, Tim.

Sollte eine Tragepflicht im Öffentlichen Raum kommen, würde sich das eigentlich erübrigen...  ::)
Jetzt sind sie eh dabei, die Einschränkungen zu lockern. Jeder darf in seiner Wohnung/Haus nun fünf Gäste empfangen! Das unterläuft alle bisherigen Bemühungen gewaltig und macht wohl viele andere Auflagen relativ sinnlos!   ::)
Drum gibt's bald die Überwachungsapp bzw. für Smartphoneverweigerer wie mich den Überwachungsschlüsselanhänger. ^-^
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 04. April 2020, 20:18:39
Jetzt sind sie eh dabei, die Einschränkungen zu lockern.

Die Gesamtzahl der aktiv Erkrankten in Österreich ist heute erstmals gesunken.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Soundy am 04. April 2020, 20:20:14
Meine Maskenpremiere als Brillenträger ergab soeben, dass die Brillengläser beim Ausatmen jedesmal anlaufen. Die feuchte Atemluft entströmt der Oberseite der Maske - direkt auf die Gläser. Kurzzeitig sieht man also so gut wie gar nichts. Super im Fahrdienst... ???

Dieses Problem habe ich auch, zwar nicht am Führerstand, sondern beim Einkaufen. D.h. beim Lesen des Preisschildes nicht ausatmen ;D!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: darkweasel am 04. April 2020, 20:47:49
Jetzt sind sie eh dabei, die Einschränkungen zu lockern. Jeder darf in seiner Wohnung/Haus nun fünf Gäste empfangen! Das unterläuft alle bisherigen Bemühungen gewaltig und macht wohl viele andere Auflagen relativ sinnlos!   ::)
Bisher hat es gar keine pandemienbedingten Einschränkungen gegeben, was man an privaten Orten machen darf. Keineswegs eine Lockerung.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hema am 04. April 2020, 20:51:31
"Coronaparty"?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 04. April 2020, 20:54:45
Jetzt sind sie eh dabei, die Einschränkungen zu lockern. Jeder darf in seiner Wohnung/Haus nun fünf Gäste empfangen! Das unterläuft alle bisherigen Bemühungen gewaltig und macht wohl viele andere Auflagen relativ sinnlos!   ::)
Bisher hat es gar keine pandemienbedingten Einschränkungen gegeben, was man an privaten Orten machen darf. Keineswegs eine Lockerung.

Verfassungsrechtler sind sowieso der Meinung, dass diese Einschränkungen rechtlich nicht haltbar sind. Vernünftig wäre es natürlich schon, keine Homepartys zu machen...
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hema am 04. April 2020, 22:04:18
Vernünftig wäre es natürlich schon, keine Homepartys zu machen...
. . . . aber leider gibt es einen kleinen hartnäckigen Kern an Leuten, die (meist) bar jeder Vernunft agieren!   :-[
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: darkweasel am 04. April 2020, 22:41:18
"Coronaparty"?
Da hat meines Erachtens die Polizei ohne Rechtsgrundlage gehandelt und ich bin mir ziemlich sicher, dass die Verwaltungsstrafen für jene, die bisher Partys in privaten (!) Räumlichkeiten gefeiert haben, auch nicht vor Gericht halten werden oder würden.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: S. Böck am 04. April 2020, 23:10:07

Meine Maskenpremiere als Brillenträger ergab soeben, dass die Brillengläser beim Ausatmen jedesmal anlaufen.
Ist aber nach längstens einer Minute vorbei.
Das glaub ich nicht, Tim.

So war es, @N1! Der Einkauf beim Spar dauerte nämlich wesentlich länger. 8)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: abc am 04. April 2020, 23:37:40
Jeder darf in seiner Wohnung/Haus nun fünf Gäste empfangen!

Aber, wenn ich richtig verstanden habe, auch nur, wenn der Gastgeber das Haus oder die Wohnung gleichzeitig verlässt. :)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: N1 am 05. April 2020, 00:09:53
@ S. Böck: Ich bezog mich auf die Behauptung, dass das Beschlagensein einer Brille längstens eine Minute dauern würde. Ich war gestern (also am Samstag) in der Früh definitiv länger als eine Minute einkaufen, trotzdem lief meine Brille noch beim Warten an der Kasse jedesmal beim Ausatmen an.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: dalski am 05. April 2020, 00:19:06
Jeder darf in seiner Wohnung/Haus nun fünf Gäste empfangen!

Aber, wenn ich richtig verstanden habe, auch nur, wenn der Gastgeber das Haus oder die Wohnung gleichzeitig verlässt. :)
Jedenfalls wird der ganze Spaß mit großer Sicherheit von einigen Menschen als "Lockerung" empfunden. Jedem ist jetzt klar, dass er bis zu 5 wohnungsfremde Personen zu sich einladen "darf", was dann wiederum einen Anstieg der Infizierten mit sich bringen könnte und uns dann in weiterer Folge wieder "entspannte" Wochen bringen würde.
Ich bin bei weitem kein Verschwörungstheoretiker, aber dieser Erlass ist in jederlei Hinsicht ein Griff ins Klo.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hema am 05. April 2020, 01:40:28
. . . .  aber dieser Erlass ist in jederlei Hinsicht ein Griff ins Klo.
So ist es, würden die Leute noch ein oder zwei Wochen die Füße still halten und würden echt alle mitmachen, hätten wir garantiert viel gewonnen und man könnte ohne Risiko über Erleichterungen nachdenken.

Aber so können sich die gut 90 Prozent Vernünftigen bei den paar Uneinsichtigen bedanken, dass alles noch unnötig lang dauern wird!   :down:
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: coolharry am 05. April 2020, 07:38:10
. . . .  aber dieser Erlass ist in jederlei Hinsicht ein Griff ins Klo.
So ist es, würden die Leute noch ein oder zwei Wochen die Füße still halten und würden echt alle mitmachen, hätten wir garantiert viel gewonnen und man könnte ohne Risiko über Erleichterungen nachdenken.

Aber so können sich die gut 90 Prozent Vernünftigen bei den paar Uneinsichtigen bedanken, dass alles noch unnötig lang dauern wird!   :down:
Du hast immer einen Anteil an verweigerer. Die wirst nie weg bekommen. Wers nämlich bis jetzt nicht begriffen hat wirds auch jetzt nicht begreifen. Macht aber nichts die Rechenmodelle sollten auch diese Fälle mit einkalkulieren.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: haidi am 05. April 2020, 09:17:55
Meine Maskenpremiere als Brillenträger ergab soeben, dass die Brillengläser beim Ausatmen jedesmal anlaufen. Die feuchte Atemluft entströmt der Oberseite der Maske - direkt auf die Gläser. Kurzzeitig sieht man also so gut wie gar nichts. Super im Fahrdienst... ???
Deswegen hat meine Frau in ihre selbstgenähte einen Blumendraht oben mit eingearbeitet. Den kann man dann an die Nasenkontur anpassen und dann passiert das nicht. Alternativ kannst dann nur eine FFP Maske verwenden. Die haben auch einen Draht.
Hast a gscheite Frau, richte ihr meinen herzlichen Dank für diese Anregung aus. Ich werden den Blumendraht doppelt verwenden, dass die Enden bei der Nase und von den Augen abgewandt sind.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: HLS am 05. April 2020, 09:21:36
@ S. Böck: Ich bezog mich auf die Behauptung, dass das Beschlagensein einer Brille längstens eine Minute dauern würde. Ich war gestern (also am Samstag) in der Früh definitiv länger als eine Minute einkaufen, trotzdem lief meine Brille noch beim Warten an der Kasse jedesmal beim Ausatmen an.
Das kann ich dir absolut bestätigen, sie läuft auch bei mir ständig an, was bei mir relativ egal ist, da ich auch ohne Brille noch ausreichend sehen kann, bei meiner Frau ists da schon um einiges schimmer, die braucht ihre Brille zwingend und auch bei ihr läuft sie permanent an.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Ferry am 06. April 2020, 09:46:42
Ich bin bei weitem kein Verschwörungstheoretiker, aber dieser Erlass ist in jederlei Hinsicht ein Griff ins Klo.

Und zwar in jeder Hinsicht, weil er im Widerspruch zum derzeit aufrechten Betretungsverbot öffentlicher Flächen steht, wovon bekanntlich nur dringende Einkäufe (Lebensmittel), die Fahrt zur und von der Arbeit, Hilfeleistung bei anderen sowie Spaziergänge alleine oder mit der eigenen Familie ausgenommen sind. Eine Fahrt zu anderen ("familienfremden") Menschen zwecks Abhalten einer Osterparty oder Osterfeier zählt definitiv nicht dazu. Wie soll man also mit max. fünf Personen Ostern feiern, wenn es für diese Personen gar keine gesetzeskonforme Möglichkeit gibt, zusammenzukommen?

Und wer soll wie überprüfen, ob dem Erlass auch von allen Folge geleistet wird? Ich glaube nicht, dass die Exekutive das Recht hat, sich durch stichprobenartige Kontrollen von der Einhaltung des Erlasses zu überzeugen.

Und das Argument des Gesundheitsministers, man wollte damit "Coronapartys" vermeiden, ist ebenfalls ein Griff ins Braune, weil diejenigen, die begriffen haben, was die Uhr geschlagen hat, ohnehin - auch ohne Erlass - auf große Feiern verzichten werden und diejenigen, die nicht einsichtig sind, es auch durch diesen Erlass bestimmt nicht werden.

Naja, warten wir ab, was wir heute Neues von der hohen Politik hören werden...  ::)

Und es stimmt, für Brillenträger sind die Masken wirklich nicht sehr lustig. Aber was ist schon lustig in dieser Zeit?  ;)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: abc am 06. April 2020, 09:49:35
Passt vielleicht eher zu "Kurioses": bei Radio Wien wurde gestern (also an einem Sonntag) gemeldet, dass die Wiener Linien wegen Corona m Samstagsfahrplan unterwegs seien.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: darkweasel am 06. April 2020, 11:36:27
Wie soll man also mit max. fünf Personen Ostern feiern, wenn es für diese Personen gar keine gesetzeskonforme Möglichkeit gibt, zusammenzukommen?
Wenn jede dieser fünf Personen mit dem eigenen Auto (oder Fahrrad oder zu Fuß) anreist, fällt das nach bisheriger Rechtslage unter die Ausnahme, öffentliche Orte alleine oder mit Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben, zu betreten. Sie müssen halt bei der Ankunft und Abreise, solange sie sich an öffentlichen Orten befinden, einen Meter Abstand voneinander halten.

Aber ich versteh schon, die gestrige ZIB um 19:30 hat da auch mehr Verwirrung verbreitet als Dinge erklärt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Paulchen am 06. April 2020, 11:40:16
Ab nächster Woche gilt in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Maskenpflicht: https://news.orf.at//stories/3160822/
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: haidi am 06. April 2020, 13:08:03
Ich hoffe, die Wiener Linien sind so wie die Lebensmittelhändler verpflichtet, solche auszugeben.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 06. April 2020, 13:29:06
Ich hoffe, die Wiener Linien sind so wie die Lebensmittelhändler verpflichtet, solche auszugeben.

Und wie stellst du dir das vor? Das ist etwas, was mMn logistisch nicht möglich ist.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: coolharry am 06. April 2020, 13:49:24
Ich hoffe, die Wiener Linien sind so wie die Lebensmittelhändler verpflichtet, solche auszugeben.

Und wie stellst du dir das vor? Das ist etwas, was mMn logistisch nicht möglich ist.
Als Beilage in jeder Heute.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: haidi am 06. April 2020, 14:06:16
Ich hoffe, die Wiener Linien sind so wie die Lebensmittelhändler verpflichtet, solche auszugeben.

Und wie stellst du dir das vor? Das ist etwas, was mMn logistisch nicht möglich ist.
An vielgenutzten Haltestellen gibt es einen Standschaffner, der die Masken austeilt und in den wenig genutzten Haltestellen am Stadtrand müssen alle bei Tür 1 einsteigen und bekommen die  Maske vom Fahrer
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Autobusfan am 06. April 2020, 14:08:27
und in den wenig genutzten Haltestellen am Stadtrand müssen alle bei Tür 1 einsteigen und bekommen die  Maske vom Fahrer
Man hat die Fahrer doch extra vom Fahrgastraum abgekapselt. Diese Variante würde dazu ja im Widerspruch stehen!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Helga06 am 06. April 2020, 14:10:40
Ich hoffe, die Wiener Linien sind so wie die Lebensmittelhändler verpflichtet, solche auszugeben.

Und wie stellst du dir das vor? Das ist etwas, was mMn logistisch nicht möglich ist.
An vielgenutzten Haltestellen gibt es einen Standschaffner, der die Masken austeilt und in den wenig genutzten Haltestellen am Stadtrand müssen alle bei Tür 1 einsteigen und bekommen die  Maske vom Fahrer
Deinen Vorschlag halte ich nicht für sehr praktikabel. Der Fahrer soll doch in seiner Kabine durch die geschlossene Türe vor Ansteckung geschützt sein.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 06. April 2020, 14:14:02
Ich hoffe, die Wiener Linien sind so wie die Lebensmittelhändler verpflichtet, solche auszugeben.

Die Supermärkte geben sie nicht aus, sondern verkaufen sie. Du kannst also zuerst in den Supermarkt und dann zur Haltestelle gehen. Oder du bindest dir ein Tuch um, das ist auch zulässig und bei weitem angenehmer zu tragen.

Das Fahrpersonal kann keine Masken ausgeben, da es dazu bei den neueren A1 und B1 die Kabine verlassen müsste. Du kannst dir vorstellen, wie lang das dann dauert (bei jeder Haltestelle den Zug sichern).
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 360 am 06. April 2020, 14:19:09
Was anderes: Nachdem ja der Handel bis 400m2 sowie Bau-& Gartenmärkte nach heutigem Stand ab 14.04.20 wieder geöffnet haben bin ich schon auf die Fahrpläne ab 14.04.20 gespannt, weil das derzeitige Intervall reicht dann auf den meisten Linien nicht mehr!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 06. April 2020, 14:23:03
Was anderes: Nachdem ja der Handel bis 400m2 sowie Bau-& Gartenmärkte nach heutigem Stand ab 14.04.20 wieder geöffnet haben bin ich schon auf die Fahrpläne ab 14.04.20 gespannt, weil das derzeitige Intervall reicht dann auf den meisten Linien nicht mehr!
Man wird wohl vorerst auf den Ferienplan und je nach Entwicklung früher oder später wieder auf den Schulplan wechseln müssen, um den Mindestabstand einigermaßen gewährleisten zu können.

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: abc am 06. April 2020, 14:33:50
Ich hoffe, die Wiener Linien sind so wie die Lebensmittelhändler verpflichtet, solche auszugeben.

Und wie stellst du dir das vor? Das ist etwas, was mMn logistisch nicht möglich ist.
Als Beilage in jeder Heute.

Oder man nimmt die Heute selbst. Das dürfte selbst den Viren zu doof sein. :D

Die Supermärkte geben sie nicht aus, sondern verkaufen sie.

Kommt auf die Firma an. Rewe verkauft sie, Spar gibt sie woh so aus.

Was anderes: Nachdem ja der Handel bis 400m2 sowie Bau-& Gartenmärkte nach heutigem Stand ab 14.04.20 wieder geöffnet haben bin ich schon auf die Fahrpläne ab 14.04.20 gespannt, weil das derzeitige Intervall reicht dann auf den meisten Linien nicht mehr!

Glaubst Du, dass die Leute plötzlich öffentlich durch die halbe Stadt fahren, um in kleinen Läden oder in einen Baumarkt oder ein Gartencenter einkaufen zu gehen? Eventuell gibt es natürlich durch die Mitarbeitenden der wieder zu öffnenden Geschäfte temporär und lokal begrenzt einen größeren Bedarf - aber ich sehe nicht, dass allein dies plötzlich zu einem großen Fahrgastzuwachs führt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 06. April 2020, 14:42:12
Was anderes: Nachdem ja der Handel bis 400m2 sowie Bau-& Gartenmärkte nach heutigem Stand ab 14.04.20 wieder geöffnet haben bin ich schon auf die Fahrpläne ab 14.04.20 gespannt, weil das derzeitige Intervall reicht dann auf den meisten Linien nicht mehr!

Kommt drauf an, ob man solche Einkäufe (die ja nicht der Deckung des Grundbedarfs dienen) dann mit öffentlichen Verkehrsmitteln erledigen darf. Wenn die Fahrpläne verdichtet werden, wird man die E2 auch wieder hervorholen.

Glaubst Du, dass die Leute plötzlich öffentlich durch die halbe Stadt fahren, um in kleinen Läden oder in einen Baumarkt oder ein Gartencenter einkaufen zu gehen? Eventuell gibt es natürlich durch die Mitarbeitenden der wieder zu öffnenden Geschäfte temporär und lokal begrenzt einen größeren Bedarf - aber ich sehe nicht, dass allein dies plötzlich zu einem großen Fahrgastzuwachs führt.

Es sind jetzt schon viel mehr Leute unterwegs als noch vor zwei Wochen. Die Fahrgastzahlen werden sicher nach Ostern weiter steigen. Da der Mindestabstand weiterhin gilt, wird es mit dem Samstagsplan eng werden. Eventuell steigt man auf den Wochentagsferienfahrplan um.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: haidi am 06. April 2020, 14:52:23
Ich habs ja nicht ernst gemeint ;D
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 06. April 2020, 15:13:32
Ich habs ja nicht ernst gemeint ;D

In der momentanen Zeit sollte man solche Forderungen unterlassen. Oder aber so formulieren, dass man gleich sieht, dass es ein Scherz ist.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Tunafish am 06. April 2020, 15:22:48
Die Supermärkte geben sie nicht aus, sondern verkaufen sie. Du kannst also zuerst in den Supermarkt und dann zur Haltestelle gehen. Oder du bindest dir ein Tuch um, das ist auch zulässig und bei weitem angenehmer zu tragen.

Die ersten Tage (Mittwoch - Samstag) wurden die Masken doch kostenlos abgegeben, oder? Ich war in keinem Geschäft in der Zeit, aber das war mein Eindruck aus Medienberichten. Und ab heute verlangt zumindest die Rewe-Gruppe einen Euro pro Maske.

Prinzipiell halte ich es aber durchaus dem Einzelnen zumutbar, seine eigene Maske mitzubringen (oder sich einen Schal o.dgl. umzubinden).
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: WVB am 06. April 2020, 15:26:00
Ich hoffe, die Wiener Linien sind so wie die Lebensmittelhändler verpflichtet, solche auszugeben.
Verpflichtet ist relativ und kommt wohl auf den Markt an. Beim Merkur vorhin wurde ich vor die Wahl gestellt, dass ich mir entweder um 1 € eine Maske kaufe oder mir einen Einkaufswagen als "Abstandshalter" nehme.  Es ist ja auch interessant, dass es Filialen gibt wo die SB-Kassen aus Hygienegründen geschlossen sind und andere sind weiterhin verfügbar. Dürfte wohl wirklich von der Laune der Filialleitung abhängen wenn es da keine einheitliche Regelung innerhalb eines Konzerns gibt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Tunafish am 06. April 2020, 15:28:35
Der Merkur Lugner City hat von den sechs parallel angeordneten SB-Kassen jeweils die Mittleren geschlossen um Abstand zu wahren.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: S. Böck am 06. April 2020, 15:30:34
Die Supermärkte geben sie nicht aus, sondern verkaufen sie.

Mein Spar (westlicher Wiener Außenbezirk) gab sie jedenfalls vergangenen Samstag gratis ab. Billa angeblich nicht.

Kommt drauf an, ob man solche Einkäufe (die ja nicht der Deckung des Grundbedarfs dienen) dann mit öffentlichen Verkehrsmitteln erledigen darf.

Wenn ich mir beim Baumarkt Werkzeug & Material kaufe, um endlich meinen tropfenden Wasserhahn, das rinnende Häusl, etc. reparieren zu können, möcht' ich gern wissen, wie das im Falle einer Kontrolle ausschauen würde. ::) Außerdem gibt's auch jede Menge Putzmittel dort. :))

Und übrigens: Ich habe noch nie Kontrollen in Bezug auf die aktuellen Ausgangsbeschränkungen in Öffis erlebt oder davon gehört.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 360 am 06. April 2020, 16:03:55
@ abc und @ 95B-> Das vielleicht nicht, aber die Mitarbeiter der einzelnen Geschäfte können und werden sehrwohl teilweise mit den Öffis zur/von der Arbeit fahren (und auch wenige Mitarbeiter vieler einzelner kleiner Geschäfte machen eine nicht zu vernachlässigende Menschenmenge aus)!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 06. April 2020, 17:08:43
orf.at zum Umgang der Wiener Linien mit der Maskenpflicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln:

[PM] Wiener Linien setzen auf breite Informationskampagne

Die Wiener Linien sehen die Ausweitung der Maskenpflicht auf öffentliche Verkehrsmittel grundsätzlich positiv. „Wir helfen da gerne mit“, sagte eine Sprecherin. Man werde die Fahrgäste „auf allen Ebenen“ darauf hinweisen. Masken selbst in Stationen zu verteilen bzw. zu kontrollieren, ob die Passagiere den Mund-Nasen-Schutz auch tragen, sei aber nicht angedacht.
Die Kontrolle der Maskenpflicht bzw. die Bestrafung bei der Nichteinhaltung liege in der Verantwortung der Polizei, betonte die Sprecherin. Das Personal der Wiener Linien werde die Kundinnen und Kunden aber schon darauf hinweisen, sollte jemand Nase und Mund nicht bedeckt haben. Zusätzlich werde man breit informieren – etwa in Form von Durchsagen. Ob es auch eigene Aufkleber oder Piktogramme an oder in den Fahrzeugen geben wird, steht noch nicht fest.
„Wir werden uns das alles noch genau anschauen, wenn es schriftlich vorliegt“, sagte die Sprecherin. Das betrifft auch die Frage, ob die Maske erst beim Einstieg in eine U-Bahn, einen Bus oder eine Straßenbahn ein Muss ist, oder schon anzulegen ist, wenn man etwa am Bahnsteig steht oder nur durch ein Stationsgebäude geht. Geklärt werden müsse auch noch die Frage, ob auch Wiener-Linien-Mitarbeiterinnen und -mitarbeiter von der Maskenpflicht umfasst sind.

Quelle: https://orf.at/stories/3160846/

Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Tunafish am 06. April 2020, 17:32:31
Mein Spar (westlicher Wiener Außenbezirk) gab sie jedenfalls vergangenen Samstag gratis ab. Billa angeblich nicht.

Alle Rewe-Märkte verlangen laut Ankündigung des Unternehmens seit heute einen Euro (wenn sie Masken haben, beim Merkur Lugner City konnte ich jedenfalls keine Ausgabe erkennen - und scheint auch noch nicht in jeder Filiale so zu sein), andere Ketten verlangen derzeit noch kein Geld (zumindest Spar, MPreis, Unimarkt, Hofer nicht).
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: T1 am 06. April 2020, 17:33:02
@ abc und @ 95B-> Das vielleicht nicht, aber die Mitarbeiter der einzelnen Geschäfte können und werden sehrwohl teilweise mit den Öffis zur/von der Arbeit fahren (und auch wenige Mitarbeiter vieler einzelner kleiner Geschäfte machen eine nicht zu vernachlässigende Menschenmenge aus)!
Es ist vor allem auch nicht so, als ob nicht jetzt auch Mitarbeiter in die Geschäfte fahren, um Paketlieferungen usw. zu bearbeiten. Die These, dass "das derzeitige Intervall […] dann auf den meisten Linien nicht mehr" ausreicht halte ich für sehr gewagt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Ferry am 06. April 2020, 18:13:00
Ab nächster Woche gilt in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Maskenpflicht: https://news.orf.at//stories/3160822/

Warum bin ich darüber überhaupt nicht erstaunt?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Ferry am 06. April 2020, 18:20:06
Ich hoffe, die Wiener Linien sind so wie die Lebensmittelhändler verpflichtet, solche auszugeben.

Ausgeben? Du kannst sie bei der Kassa kaufen (zumindest bei Billa war es heute so). Drei Euro für drei Stück. Da verdient sich momentan jemand eine goldene Nase...  ::)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Ferry am 06. April 2020, 18:26:02
Sie müssen halt bei der Ankunft und Abreise, solange sie sich an öffentlichen Orten befinden, einen Meter Abstand voneinander halten.

Sie müssten auch innerhalb der Wohnung oder der Örtlichkeit, wo die Feier stattfindet, jeweils einen Meter Abstand voneinander halten. Aber wie soll das funktionieren?

Zitat von: darkweasel
Aber ich versteh schon, die gestrige ZIB um 19:30 hat da auch mehr Verwirrung verbreitet als Dinge erklärt.

Das Gestammel des Gesundheitsministers in der ZIB 22 (mit Armin Wolf möchte ich nie diskutieren müssen!  ;D), war einfach nur mehr peinlich. Bevor ich so einen Auftritt hinlege, lass ich es lieber gleich ganz sein.


Edit: Sorry für das Doppelposting, ist mir erst jetzt aufgefallen!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: darkweasel am 06. April 2020, 18:50:55
Sie müssen halt bei der Ankunft und Abreise, solange sie sich an öffentlichen Orten befinden, einen Meter Abstand voneinander halten.

Sie müssten auch innerhalb der Wohnung oder der Örtlichkeit, wo die Feier stattfindet, jeweils einen Meter Abstand voneinander halten. Aber wie soll das funktionieren?
Nein, das steht eben bisher nirgends! In der Verordnung gemäß § 2 Z 1 des COVID-19-Maßnahmengesetzes (https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20011078) steht jedenfalls nur etwas von öffentlichen Orten, nicht von Privatwohnungen.

Zitat von: darkweasel
Aber ich versteh schon, die gestrige ZIB um 19:30 hat da auch mehr Verwirrung verbreitet als Dinge erklärt.

Das Gestammel des Gesundheitsministers in der ZIB 22 (mit Armin Wolf möchte ich nie diskutieren müssen!  ;D), war einfach nur mehr peinlich. Bevor ich so einen Auftritt hinlege, lass ich es lieber gleich ganz sein.
Das hab ich nicht gesehen, ich beziehe mich eher darauf, dass die Verordnung zuerst völlig richtig zusammengefasst wurde ("Betreten öffentlicher Orte ist verboten, mit folgenden Ausnahmen") und dann irgendwas von "also sind Besuche in Privatwohnungen ohnehin schon bisher verboten" erzählt wurde.

Wir sind aber schon irgendwie ziemlich weit weg von den Auswirkungen auf den öffentlichen Verkehr.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: haidi am 06. April 2020, 20:13:20
Ich habs ja nicht ernst gemeint ;D
In der momentanen Zeit sollte man solche Forderungen unterlassen. Oder aber so formulieren, dass man gleich sieht, dass es ein Scherz ist.
Dass man das als Blödelei erkennt, hab ich mir schon gedacht - aber auch die WL habens offensichtlich ernst genommen :)


Alle Rewe-Märkte verlangen laut Ankündigung des Unternehmens seit heute einen Euro (wenn sie Masken haben, beim Merkur Lugner City konnte ich jedenfalls keine Ausgabe erkennen - und scheint auch noch nicht in jeder Filiale so zu sein), andere Ketten verlangen derzeit noch kein Geld (zumindest Spar, MPreis, Unimarkt, Hofer nicht).

Soll stimmen. (https://dietagespresse.com/wegen-1-euro-masken-billa-hausverstand-geht-ab-sofort-zum-hofer/?utm_source=mailpoet&utm_medium=email&utm_campaign=neuer-artikel-newsletter-post-title_3)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Katana am 06. April 2020, 20:56:17
Wie soll man also mit max. fünf Personen Ostern feiern, wenn es für diese Personen gar keine gesetzeskonforme Möglichkeit gibt, zusammenzukommen?
Wenn jede dieser fünf Personen mit dem eigenen Auto (oder Fahrrad oder zu Fuß) anreist, fällt das nach bisheriger Rechtslage unter die Ausnahme, öffentliche Orte alleine oder mit Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben, zu betreten. Sie müssen halt bei der Ankunft und Abreise, solange sie sich an öffentlichen Orten befinden, einen Meter Abstand voneinander halten.
Du hast aber vergessen, dass es vier erlaubte Gründe fürs Betreten öffentlicher Orte gibt. Und ein Besuch gehört nicht dazu. Und bei 99,99% aller Wiener Besuchsadressen wird man um's Betreten öffentlichen Grundes nicht herum kommen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hema am 06. April 2020, 21:13:42
Da verdient sich momentan jemand eine goldene Nase...  ::)
Die Chinesen!?   :-\
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: darkweasel am 06. April 2020, 21:39:59
Wie soll man also mit max. fünf Personen Ostern feiern, wenn es für diese Personen gar keine gesetzeskonforme Möglichkeit gibt, zusammenzukommen?
Wenn jede dieser fünf Personen mit dem eigenen Auto (oder Fahrrad oder zu Fuß) anreist, fällt das nach bisheriger Rechtslage unter die Ausnahme, öffentliche Orte alleine oder mit Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben, zu betreten. Sie müssen halt bei der Ankunft und Abreise, solange sie sich an öffentlichen Orten befinden, einen Meter Abstand voneinander halten.
Du hast aber vergessen, dass es vier erlaubte Gründe fürs Betreten öffentlicher Orte gibt. Und ein Besuch gehört nicht dazu. Und bei 99,99% aller Wiener Besuchsadressen wird man um's Betreten öffentlichen Grundes nicht herum kommen.
Noch einmal: Solange man beim Betreten des öffentlichen Ortes alleine oder nur in Gegenwart von Personen aus dem gleichen Haushalt ist, ist das eine der vier Ausnahmen. Ich sehe keine andere Lesart des Verordnungstextes. Empfehlungen von Medizinern oder Pressekonferenzen von Ministern haben keine rechtliche Relevanz.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hema am 06. April 2020, 22:28:36
Aber das Besuchen eines Freundes/Bekannten/Verwandten ist kein erlaubter Grund öffentlichen Raum zu betreten oder ein Öffi zu benuitzen! Außer man muss ihn pflegen oder mit Lebensmitteln versorgen.   ;)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: N1 am 06. April 2020, 22:30:36
Der Verordnungstext ist einfach wahnsinnig schlecht formuliert. Niemand kennt sich wirklich aus, das Forum nicht, die Polizei nicht, ja nicht mal die hohe Politik.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: darkweasel am 06. April 2020, 22:33:07
Aber das Besuchen eines Freundes/Bekannten/Verwandten ist kein erlaubter Grund öffentlichen Raum zu betreten oder ein Öffi zu benuitzen! Außer man muss ihn pflegen oder mit Lebensmitteln versorgen.   ;)
Öffis darf man in der Tat nicht benutzen. Zu Fuß gehen schon. Man lese die Verordnung: es ist erlaubt, öffentlichen Raum zu betreten, wenn öffentliche Orte im Freien alleine, mit Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben, oder mit Haustieren betreten werden sollen, gegenüber anderen Personen ist dabei ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten. Es steht weder da noch sonst irgendwo, dass man diese Ausnahme nicht in Anspruch nehmen darf, um in eine private Wohnung einer anderen Person zu gehen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Werner1981 am 07. April 2020, 00:12:27
Aber das Besuchen eines Freundes/Bekannten/Verwandten ist kein erlaubter Grund öffentlichen Raum zu betreten oder ein Öffi zu benuitzen! Außer man muss ihn pflegen oder mit Lebensmitteln versorgen.   ;)
Öffis darf man in der Tat nicht benutzen. Zu Fuß gehen schon. Man lese die Verordnung: es ist erlaubt, öffentlichen Raum zu betreten, wenn öffentliche Orte im Freien alleine, mit Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben, oder mit Haustieren betreten werden sollen, gegenüber anderen Personen ist dabei ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten. Es steht weder da noch sonst irgendwo, dass man diese Ausnahme nicht in Anspruch nehmen darf, um in eine private Wohnung einer anderen Person zu gehen.

In der ZiB2 hatte Armin Wolf im Interview mit dem Kanzler von zahlreichen Juristen berichtet, die die Verordnung so wie "darkweasel" lesen. Und wenn man sie wortwörtlich liest stimmt das eigentlich auch (auch wenn es nicht so gemeint ist).

https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20011078 (https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20011078)

§1 Es ist verboten.
§2 Ausnahmen von §1. Punkt 5: ist der zitierte Passus.

Es fehlt eigentlich der Zusatz, dass hierfür einer der Punkte 1 bis 4 erfüllt sein muss.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Tunafish am 07. April 2020, 00:14:41
Ausgeben? Du kannst sie bei der Kassa kaufen (zumindest bei Billa war es heute so). Drei Euro für drei Stück. Da verdient sich momentan jemand eine goldene Nase...  ::)

Der Großhandelspreis bewegt sich derzeit in diesen Bereichen, Rewe macht damit sicherlich nicht den großen Reibach. Dürfte eher ein Verlustgeschäft sein. Alle nicht-Rewe Supermärkte geben die Masken derzeit noch kostenlos her.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 71er am 07. April 2020, 01:19:39
In der ZiB2 hatte Armin Wolf im Interview mit dem Kanzler von zahlreichen Juristen berichtet, die die Verordnung so wie "darkweasel" lesen. Und wenn man sie wortwörtlich liest stimmt das eigentlich auch (auch wenn es nicht so gemeint ist).

https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20011078 (https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20011078)

§1 Es ist verboten.
§2 Ausnahmen von §1. Punkt 5: ist der zitierte Passus.

Es fehlt eigentlich der Zusatz, dass hierfür einer der Punkte 1 bis 4 erfüllt sein muss.
Punkt 5 soll kein Zusatz zu Punkt 1-4 sein, sondern das spazieren gehen erlauben. Die 4 Gründe von denen immer gesprochen wird sind in der Verordnung §2 Punkt 2-5. Der erste Punkt wurde nie als Grund kommuniziert, weil er ohnehin logisch ist.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Werner1981 am 07. April 2020, 02:46:21
In der ZiB2 hatte Armin Wolf im Interview mit dem Kanzler von zahlreichen Juristen berichtet, die die Verordnung so wie "darkweasel" lesen. Und wenn man sie wortwörtlich liest stimmt das eigentlich auch (auch wenn es nicht so gemeint ist).

https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20011078 (https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20011078)

§1 Es ist verboten.
§2 Ausnahmen von §1. Punkt 5: ist der zitierte Passus.

Es fehlt eigentlich der Zusatz, dass hierfür einer der Punkte 1 bis 4 erfüllt sein muss.
Punkt 5 soll kein Zusatz zu Punkt 1-4 sein, sondern das spazieren gehen erlauben. Die 4 Gründe von denen immer gesprochen wird sind in der Verordnung §2 Punkt 2-5. Der erste Punkt wurde nie als Grund kommuniziert, weil er ohnehin logisch ist.

So war es gemeint und wurde es auch kommuniziert. Steht aber so nicht da...

https://tvthek.orf.at/profile/Additional-Content/1670/Langfassung-ZIB-2-Interview-mit-Bundeskanzler-Kurz/14047508/Langfassung-ZIB-2-Interview-mit-Bundeskanzler-Kurz/14675674 (https://tvthek.orf.at/profile/Additional-Content/1670/Langfassung-ZIB-2-Interview-mit-Bundeskanzler-Kurz/14047508/Langfassung-ZIB-2-Interview-mit-Bundeskanzler-Kurz/14675674)  ab Minute 13:15
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 38ger am 07. April 2020, 07:59:31
Die Supermärkte geben sie nicht aus, sondern verkaufen sie. Du kannst also zuerst in den Supermarkt und dann zur Haltestelle gehen. Oder du bindest dir ein Tuch um, das ist auch zulässig und bei weitem angenehmer zu tragen.

Die ersten Tage (Mittwoch - Samstag) wurden die Masken doch kostenlos abgegeben, oder? Ich war in keinem Geschäft in der Zeit, aber das war mein Eindruck aus Medienberichten. Und ab heute verlangt zumindest die Rewe-Gruppe einen Euro pro Maske.

Prinzipiell halte ich es aber durchaus dem Einzelnen zumutbar, seine eigene Maske mitzubringen (oder sich einen Schal o.dgl. umzubinden).

Billa hatte vor einigen Tagen Masken gratis ausgegeben, verkauft sie jetzt aber angeblich nur noch im Dreierpack um drei Euro. Beim Spar, bei dem ich war gab es einen Mitarbeiter beim Eingang, der jedem Kunden Desinfektionsmittel in die Hand gab und danach eine Maske aushändigte.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: U4 am 07. April 2020, 08:18:07
Kann ich auf der Hermesstraße bestätigen - aber manche können halt den Rewe-Rachen nicht vollkriegen  :down:
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 360 am 07. April 2020, 09:21:19
Ab Dienstag in einer Woche (14.04.2020) gilt Mo-Fr grundsätzlich der Ferienfahrplan, an Samstagen weiterhin der Sonntagsplan
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200407_OTS0022/wiener-linien-informieren-ueber-maskenpflicht-und-verstaerken-oeffi-angebot-mit-14-april
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Bus am 09. April 2020, 12:24:05
Es wären nicht die WL, wenn man nicht schon wieder ein neues Pickerl zu den bestehenden dazukleben könnte...

https://wien.orf.at/stories/3043272/ (https://wien.orf.at/stories/3043272/)

Wer hat bei den vielen Pickerl - Thema Informationsüberfluss - noch den Überblick.  ::)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: WVB am 09. April 2020, 13:02:57
Zitat
Nicht nur optisch, sondern auch mit Durchsagen und auf den Überkopfanzeigen in den Haltestellen werden Fahrgäste auf die Corona-Maßnahme aufmerksam gemacht.
Na hoffentlich nicht zusätzlich zur aktuellen Dauerbeschallung wegen dem einzuhaltenden Abstand.  ::)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 4020 am 09. April 2020, 13:47:58
Es wären nicht die WL, wenn man nicht schon wieder ein neues Pickerl zu den bestehenden dazukleben könnte...

Das ist doch eh sinnvoll!? Wie sollte man sonst auf die Maskenpflicht hinweisen?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: schaffnerlos am 09. April 2020, 13:51:12
Das Symbol für Abstandhalten fehlt aber noch.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Werner1981 am 09. April 2020, 13:56:39
Ab Dienstag in einer Woche (14.04.2020) gilt Mo-Fr grundsätzlich der Ferienfahrplan, an Samstagen weiterhin der Sonntagsplan
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200407_OTS0022/wiener-linien-informieren-ueber-maskenpflicht-und-verstaerken-oeffi-angebot-mit-14-april

Was hat man eigentlich mit dem Personal gemacht, dass man aufgrund des ausgedünnten Fahrplans nicht beschäftigen konnte? Von Kurzarbeit hat man bei den WL ja nichts gehört.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: U4 am 09. April 2020, 14:03:08
Das Symbol für Abstandhalten fehlt aber noch.
Kommt sicher noch  >:D
Aber hoffentlich geschlechtsneutrale Pickerln  8)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 360 am 09. April 2020, 14:31:27
@ WVB-> doch!
@ Werner1981-> Es wurden bloß de facto alle gewünschten Urlaube genehmigt, was mehr als ausreichend war, denn das Fahrpersonal ist bei den Wiener Linien enden wollend
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 38ger am 09. April 2020, 21:50:09
Zitat
Nicht nur optisch, sondern auch mit Durchsagen und auf den Überkopfanzeigen in den Haltestellen werden Fahrgäste auf die Corona-Maßnahme aufmerksam gemacht.
Na hoffentlich nicht zusätzlich zur aktuellen Dauerbeschallung wegen dem einzuhaltenden Abstand.  ::)

Das sollte man wirklich aktualisieren und in EINE Durchsage verpacken, idealerweise mit anderem Wortlaut als bisher, damit auch irgendwer den neuen Teil der Durchsage beachtet.
Wobei die derzeitige Lösung, dass Stationsansagen einfach "overruled" werden ja auch nicht ideal ist. Auch die Außendurchsagen sollte man mMn abschalten, für Leute, die nenen einer Endstation wohnen muss das ja eine Zumutung sein alle zehn Minuten zugedröhnt zu werden.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 09. April 2020, 21:53:20
Noch dazu ist das Gekrächze ohnehin kaum verständlich.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Alex am 10. April 2020, 09:56:09
Ich finde es immer lustig, wenn die derzeit ziemlich verwaiste U1 Station Alte Donau durch irgendwas (von unten nicht verständliches) dauerbeschallt wird. Und da wird es deutlich mehr Stationen von der Sorte geben, bei Stationen im Freien fällt es nur besonders auf.
Das Symbol für Abstandhalten fehlt aber noch.
Wie soll das in der U-Bahn praktisch funktionieren? Pro Vierer-Sitzgruppe nur eine Person bzw. Wohngemeinschaft und stehen bei er Tür und bei den Haltestellen ausnahmslos verboten?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: WVB am 10. April 2020, 10:27:25
Pro Vierer-Sitzgruppe nur eine Person bzw. Wohngemeinschaft und stehen bei er Tür und bei den Haltestellen ausnahmslos verboten?
Mit einem Knoflacher'schen Gehzeug, in einer Fußgänger- statt Autogröße, kann man problemlos den Abstand zu anderen Fahrgästen einhalten.  8)

(https://zigorimedia.files.wordpress.com/2011/02/knoflacher-mit-gehzeug.jpg)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 10. April 2020, 11:09:54
Bring unsere Regierung nicht auf blöde Ideen! >:D
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: WVB am 10. April 2020, 12:41:26
Wer hat bei den vielen Pickerl - Thema Informationsüberfluss - noch den Überblick.  ::)
Man hat es eh weit weg von den anderen Pickerln angebracht damit man es nicht übersehen kann.  :))
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 58 am 10. April 2020, 12:47:16
Beim VOR gibt es seit heute ein neues Kursbuch mit den aktuellen Sonderfahrplänen der Ostregion, gültig ab 14.04. (Osterdienstag):

https://www.vor.at/fileadmin/CONTENT/Downloads/Corona-Info/Kursbuch_Sonderfahrplan_VOR_Ostregion_ab_14.04..pdf
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: abc am 10. April 2020, 13:33:03
Bring unsere Regierung nicht auf blöde Ideen! >:D

Wenn man dem Fußverkehr infolgedessen den gleichen Platz im Stadtraum zur Verfügung stellte wie heute dem Autoverkehr, wäre ich dafür. :)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hema am 10. April 2020, 15:43:03
Dann vergiss nicht den Sicherheitsabstand einzuhalten, besonders, wenn du auf der Tangente mit 80 km/h läufst!   :P
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: coolharry am 10. April 2020, 18:14:44
Bring unsere Regierung nicht auf blöde Ideen! >:D

Wenn man dem Fußverkehr infolgedessen den gleichen Platz im Stadtraum zur Verfügung stellte wie heute dem Autoverkehr, wäre ich dafür. :)
Wenn man alle Parks und Gehsteige zusammen rechnet, wird der Unterschied nicht sehr groß sein. Aber ich bin jetzt zu faul zum zusammen suchen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 10. April 2020, 18:31:39
Damit auch das dokumentiert ist:
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: benkda01 am 10. April 2020, 20:35:10
Damit auch das dokumentiert ist:
Und auch hier: Kein neuer Anzeigetext ohne Fehler...
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Signalabhängigkeit am 10. April 2020, 20:50:23
Der wäre?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Autobusfan am 10. April 2020, 21:10:37
Vor dem Rufzeichen gehört kein Leerzeichen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 4498 am 11. April 2020, 08:57:24
Vor dem Rufzeichen gehört kein Leerzeichen.
Jetzt schon: Nicht vergessen, Abstand halten!  ;)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Tunafish am 11. April 2020, 10:39:48
Wobei die derzeitige Lösung, dass Stationsansagen einfach "overruled" werden ja auch nicht ideal ist. Auch die Außendurchsagen sollte man mMn abschalten, für Leute, die nenen einer Endstation wohnen muss das ja eine Zumutung sein alle zehn Minuten zugedröhnt zu werden.

Kann ich bestätigen; ich wohne über einer Straßenbahnhaltestelle (keine Endstation) und höre den ganzen Tag über dauernd diese verrauschten Durchsagen. Hin- und wieder ist auch nur der Signalton ohne folgende Durchsage zu hören :))
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Gast1090 am 11. April 2020, 12:58:34
Wer hat bei den vielen Pickerl - Thema Informationsüberfluss - noch den Überblick.  ::)
Man hat es eh weit weg von den anderen Pickerln angebracht damit man es nicht übersehen kann.  :))
Eigentlich könnte man jetzt das Eßverbot-Pickerl einsparen: wenn man Nase und Mund mit einer Maske ständig bedeckt hält, kann man eigentlich eh nichts essen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: WIENTAL DONAUKANAL am 11. April 2020, 14:11:02
Wer hat bei den vielen Pickerl - Thema Informationsüberfluss - noch den Überblick.  ::)
Man hat es eh weit weg von den anderen Pickerln angebracht damit man es nicht übersehen kann.  :))
Eigentlich könnte man jetzt das Eßverbot-Pickerl einsparen: wenn man Nase und Mund mit einer Maske ständig bedeckt hält, kann man eigentlich eh nichts essen.

Wo ein Wille, da ein Weg.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: WVB am 11. April 2020, 15:14:29
Eigentlich könnte man jetzt das Eßverbot-Pickerl einsparen: wenn man Nase und Mund mit einer Maske ständig bedeckt hält, kann man eigentlich eh nichts essen.
Das Rauchverbot-Pickerl ist ja eigentlich genauso unnötig auch abseits der jetzigen Situation.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 11. April 2020, 15:29:37
Die Pickerln sind alle unnötig, denn niemand wird sein Verhalten an einem Aufkleber ausrichten.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 12. April 2020, 10:20:11
Sehe ich es richtig, dass das Verbot, öffentliche Verkehrsmittel für Fahrten zum Spazierengehen zu verwenden, mit Dienstag fällt?  § 4 der bisherigen  Verordnung gemäß § 2 Z 1 des COVID-19-Maßnahmengesetzes (https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20011078), der dies verboten hat, wird mittels  Änderung der Verordnung (https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2020_II_148/BGBLA_2020_II_148.html) durch einen neuen Text ersetzt, der diesen Benützungsgrund nicht mehr ausschließt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: darkweasel am 12. April 2020, 10:31:50
Die Pickerln sind alle unnötig, denn niemand wird sein Verhalten an einem Aufkleber ausrichten.
Das Essverbot-Pickerl hat aber sogar rechtliche Relevanz, denn Essen ist nur in "gekennzeichneten Fahrzeugen" verboten.

Sehe ich es richtig, dass das Verbot, öffentliche Verkehrsmittel für Fahrten zum Spazierengehen zu verwenden, mit Dienstag fällt?  § 4 der bisherigen  Verordnung gemäß § 2 Z 1 des COVID-19-Maßnahmengesetzes (https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20011078), der dies verboten hat, wird mittels  Änderung der Verordnung (https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2020_II_148/BGBLA_2020_II_148.html) durch einen neuen Text ersetzt, der diesen Benützungsgrund nicht mehr ausschließt.
Das ist wiederum Interpretationssache, denn die Ausnahme zum Spazierengehen beschränkt sich auch in der am Dienstag gültigen Fassung (https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20011078&FassungVom=2020-04-14) auf "öffentliche Orte im Freien". In einem öffentlichen Verkehrsmittel ist nicht "im Freien" und erst recht nicht, wenn du dorthin nur gehen kannst, indem du geschlossene Räume wie beispielsweise Aufnahmegebäude von U-Bahn-Stationen betrittst. Vielleicht darf man mit dem GM 100 fahren oder mit einem M auf dem Trittbrett … ;)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: haidi am 12. April 2020, 10:48:39
Sehe ich es richtig, dass das Verbot, öffentliche Verkehrsmittel für Fahrten zum Spazierengehen zu verwenden, mit Dienstag fällt?  § 4 der bisherigen  Verordnung gemäß § 2 Z 1 des COVID-19-Maßnahmengesetzes (https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20011078), der dies verboten hat, wird mittels  Änderung der Verordnung (https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2020_II_148/BGBLA_2020_II_148.html) durch einen neuen Text ersetzt, der diesen Benützungsgrund nicht mehr ausschließt.
Das ist wiederum Interpretationssache, denn die Ausnahme zum Spazierengehen beschränkt sich auch in der am Dienstag gültigen Fassung (https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20011078&FassungVom=2020-04-14) auf "öffentliche Orte im Freien". In einem öffentlichen Verkehrsmittel ist nicht "im Freien" und erst recht nicht, wenn du dorthin nur gehen kannst, indem du geschlossene Räume wie beispielsweise Aufnahmegebäude von U-Bahn-Stationen betrittst. Vielleicht darf man mit dem GM 100 fahren oder mit einem M auf dem Trittbrett … ;)
Ist eine Interpretationssache wenn ich im ersten Bezirk wohne und im  Dehnepark spazieren gehen will.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 12. April 2020, 11:19:11
Sehe ich es richtig, dass das Verbot, öffentliche Verkehrsmittel für Fahrten zum Spazierengehen zu verwenden, mit Dienstag fällt?  § 4 der bisherigen  Verordnung gemäß § 2 Z 1 des COVID-19-Maßnahmengesetzes (https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20011078), der dies verboten hat, wird mittels  Änderung der Verordnung (https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2020_II_148/BGBLA_2020_II_148.html) durch einen neuen Text ersetzt, der diesen Benützungsgrund nicht mehr ausschließt.
Ich denke, dass das mit der Öffnung der Geschäfte und Baumärkte zu tun hat. Ein Besuch beim Obi oder Libro gehört sicher nicht zur Erfüllung der Grundbedürfnisse, und somit war diese Lockerung wohl notwendig.

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: darkweasel am 12. April 2020, 12:17:40
Sehe ich es richtig, dass das Verbot, öffentliche Verkehrsmittel für Fahrten zum Spazierengehen zu verwenden, mit Dienstag fällt?  § 4 der bisherigen  Verordnung gemäß § 2 Z 1 des COVID-19-Maßnahmengesetzes (https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20011078), der dies verboten hat, wird mittels  Änderung der Verordnung (https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2020_II_148/BGBLA_2020_II_148.html) durch einen neuen Text ersetzt, der diesen Benützungsgrund nicht mehr ausschließt.
Ich denke, dass das mit der Öffnung der Geschäfte und Baumärkte zu tun hat. Ein Besuch beim Obi oder Libro gehört sicher nicht zur Erfüllung der Grundbedürfnisse, und somit war diese Lockerung wohl notwendig.

LG t12700
Naja, nein, denn das ist eine separate neue Ausnahme, für die man ohnehin sehr wohl öffentliche Verkehrsmittel verwenden darf:

zum Erwerb von Waren oder Inanspruchnahme von Dienstleistungen nach Maßgabe der Verordnung des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend vorläufige Maßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19, BGBl. II Nr. 96/2020 idgF;
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: benkda01 am 12. April 2020, 18:45:45
Das ist wiederum Interpretationssache, denn die Ausnahme zum Spazierengehen beschränkt sich auch in der am Dienstag gültigen Fassung (https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20011078&FassungVom=2020-04-14) auf "öffentliche Orte im Freien". In einem öffentlichen Verkehrsmittel ist nicht "im Freien" und erst recht nicht, wenn du dorthin nur gehen kannst, indem du geschlossene Räume wie beispielsweise Aufnahmegebäude von U-Bahn-Stationen betrittst. Vielleicht darf man mit dem GM 100 fahren oder mit einem M auf dem Trittbrett … ;)
Könnte man die Benützung öffentlicher Verkehrsmittel nicht als "Inanspruchnahme von Dienstleistungen" gemäß § 2 Z 3a der Verordnung des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz gemäß § 2 Z 1 des COVID-19-Maßnahmengesetzes interpretieren? In dem Satz wird ja auch explizit auf die Verordnung des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend vorläufige Maßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 verwiesen, die in § 2 Abs. 1 Z 17 explizit öffentliche Verkehrsmittel als Ausnahme vom Verbot des Betretens des Kundenbereichs von Dienstleistungsunternehmen zum Zweck der Inanspruchnahme von Dienstleistungen anführt. Unter dieser Interpretation würde die Benützung öffentlicher Verkehrsmittel nicht unter die Ausnahme in § 2 Z 5, sondern unter die in § 2 Z 3a fallen, wodurch die Beschränkung mit "im Freien" nicht relevant wäre.

Diese langen Namen der Verordnungen sind leicht mühsam... :-X
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: darkweasel am 12. April 2020, 19:54:38
Diese langen Namen der Verordnungen sind leicht mühsam... :-X
Ja, und wenn du sowas postest, wäre es hilfreich, auch einen Link darauf zu setzen, worauf du dich beziehst; ich mach das einmal: Vorläufige Maßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19, Fassung vom 14.04.2020 (https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20011076&FassungVom=2020-04-14)

Das kann man definitiv so lesen, allerdings ist für die meisten Leute das Fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln eher selten Selbstzweck, also weiß ich nicht, ob ein Gericht das auch so auslegen würde. Definitiv etwas, das eigentlich der Verordnungsgeber klarstellen müsste.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Landstraße am 19. April 2020, 22:15:47
Müssen derzeit eigentlich alle Haltestellen eingehalten werden um den Fahrgästen das Haltewunschdrücken zu ersparen? Ich konnte nämlich beobachten, dass Züge relativ oft bei einer Freiphase stehenbleiben ohne dass jemand an der Haltestelle steht und niemand aussteigt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Gast1090 am 19. April 2020, 23:27:59
Müssen derzeit eigentlich alle Haltestellen eingehalten werden um den Fahrgästen das Haltewunschdrücken zu ersparen? Ich konnte nämlich beobachten, dass Züge relativ oft bei einer Freiphase stehenbleiben ohne dass jemand an der Haltestelle steht und niemand aussteigt.

Ja, wie soll denn der Fahrer im vorhinein wissen, daß niemand aussteigen will, wenn die Fahrgäste, sich darauf verlassend, daß der Zug eh stehenbleibt und sich die Türen automatisch öffnen, keinen Haltewunsch bekanntgeben? Es ist halt nicht jedermanns Sache, einen womöglich Virenkontaminierten Druckknopf anzutatschen. 
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 19. April 2020, 23:45:00
Auch ich habe es so wahrgenommen, dass in jeder Haltestelle stehen geblieben wird. Kommuniziert wird von den Wiener Linien aber etwas anderes:

Automatisches Öffnen der Türen: Bei den durchgängigen U-Bahn-Zügen auf den Linien U1 bis U4 und bei allen U6-Zügen werden die Türen automatisch geöffnet. Bei Niederflurstraßenbahnen und Bussen werden die Türen automatisch geöffnet, wenn im Fahrzeug ein Haltewunsch bekanntgegeben wurde (Knopf drücken) oder wenn sich in der Haltestelle Fahrgäste befinden.

Quelle: https://www.wienerlinien.at/eportal3/ep/programView.do?programId=5200304
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Gast1090 am 20. April 2020, 00:11:32
...... Bei Niederflurstraßenbahnen und Bussen werden die Türen automatisch geöffnet, wenn im Fahrzeug ein Haltewunsch bekanntgegeben wurde (Knopf drücken) ......

Quelle: https://www.wienerlinien.at/eportal3/ep/programView.do?programId=5200304

Das ist aber keine Corona-bedingte Änderung; das war ja immer schon so, daß, wenn man zeitgerecht einen Haltewunsch bekanntgegeben hat, in der Regel der Zug dann auch an der nächsten Haltestelle stehenblieb und sich die Tür öffnete, ohne daß man nochmals drücken mußte .....
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 20. April 2020, 00:53:31
Müssen derzeit eigentlich alle Haltestellen eingehalten werden um den Fahrgästen das Haltewunschdrücken zu ersparen? Ich konnte nämlich beobachten, dass Züge relativ oft bei einer Freiphase stehenbleiben ohne dass jemand an der Haltestelle steht und niemand aussteigt.

Das kann auch daran liegen, dass es bei dem geringen Fahrgastaufkommen nicht zu einer Verfrühung kommt. Einen Dienstauftrag, überall stehenzubleiben, gibt es nicht.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Landstraße am 20. April 2020, 09:41:21
Danke für die Infos. Das klingt schlüssig. Interessant war nämlich auch dass stehengeblieben wurde, Ampel grün, niemand steigt ein, ich als einziger Fahrgast nicht aus und die Türen bleiben geschlossen.

@Gast1090: Ja, das funktionierte immer schon so. Auch wenn ich mich frage, warum hier explizit Niederflurstraßenbahnen genannt werden; das geht doch bei Hochflurern genau so, oder?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 20. April 2020, 09:47:17
Worin liegt eigentlich das Problem, dass man einfach bei jeder Station stehen bleibt und bei allen Typen, wo das auch möglich ist (T, T1, V, A, A1, B, B1, D und bei allen Bussen) alle Türen durch den Fahrer automatisch geöffnet werden (natürlich mit entsprechendem Dienstauftrag. Bei der U-Bahn macht man das ja so, wieso nicht auch bei der Straßenbahn? Man will offensichtlich einfach nicht, anders kann ich mir das nicht erklären!

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Autobusfan am 20. April 2020, 10:31:08
Mancherorts würde das den Verkehr unnötig behindern, vermute ich.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 20. April 2020, 10:44:19
Worin liegt eigentlich das Problem, dass man einfach bei jeder Station stehen bleibt und bei allen Typen, wo das auch möglich ist (T, T1, V, A, A1, B, B1, D und bei allen Bussen) alle Türen durch den Fahrer automatisch geöffnet werden (natürlich mit entsprechendem Dienstauftrag. Bei der U-Bahn macht man das ja so, wieso nicht auch bei der Straßenbahn? Man will offensichtlich einfach nicht, anders kann ich mir das nicht erklären!

LG t12700

Do kunnt a jeda kumman!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: schaffnerlos am 20. April 2020, 10:45:00
Es ist aber einfach inkonsequent. Will man die Möglichkeiten einer Schmierinfektion minimieren, ist zentrales Öffnen an jeder Haltestelle eine notwendige Maßnahme. Ansonsten kann man das zentrale Öffnen gleich generell bleiben lassen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 20. April 2020, 11:07:02
Worin liegt eigentlich das Problem, dass man einfach bei jeder Station stehen bleibt und bei allen Typen, wo das auch möglich ist (T, T1, V, A, A1, B, B1, D und bei allen Bussen) alle Türen durch den Fahrer automatisch geöffnet werden (natürlich mit entsprechendem Dienstauftrag. Bei der U-Bahn macht man das ja so, wieso nicht auch bei der Straßenbahn? Man will offensichtlich einfach nicht, anders kann ich mir das nicht erklären!

LG t12700

Do kunnt a jeda kumman!

Wieso soll ich alle Türen öffnen, wenn ich sehe, dass alle Fahrgäste sitzen und auch im Haltestellenbereich niemand ist, der einsteigen will?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 4020 am 20. April 2020, 11:15:59
Wieso soll ich alle Türen öffnen, wenn ich sehe, dass alle Fahrgäste sitzen und auch im Haltestellenbereich niemand ist, der einsteigen will?

Warum nicht? ::)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 2er am 20. April 2020, 11:35:09
Wieso soll ich alle Türen öffnen, wenn ich sehe, dass alle Fahrgäste sitzen und auch im Haltestellenbereich niemand ist, der einsteigen will?

Warum nicht? ::)

Wenn ich in jeder Haltestelle die Türen öffne soll dann kann ich gleich mal die Klima bei den B1/A1 abdrehen, weil es der Zug dann nie Schaft zu kühlen bzw irgend wann der Umformer nicht mehr schaft so wie ich es schon von ein paar Kollegen gehört habe und auch schon selber erlebt  ( war hauptsächlich bei den A/B selten bei den B1/A1).
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 38ger am 20. April 2020, 11:43:00
Wieso soll ich alle Türen öffnen, wenn ich sehe, dass alle Fahrgäste sitzen und auch im Haltestellenbereich niemand ist, der einsteigen will?

Warum nicht? ::)

Wenn ich in jeder Haltestelle die Türen öffne soll dann kann ich gleich mal die Klima bei den B1/A1 abdrehen, weil es der Zug dann nie Schaft zu kühlen bzw irgend wann der Umformer nicht mehr schaft so wie ich es schon von ein paar Kollegen gehört habe und auch schon selber erlebt  ( war hauptsächlich bei den A/B selten bei den B1/A1).

Die Heizung is genauso für den Hugo und zugluftempfindliche Fahrgäste schätzen es wohl auch nicht, wenn die Türen die halbe Zeit offen stehen.
Autofahrer, die stehen bleiben hinter den sich öffnenden Türen fühlen sich eventuell auch verarscht, wenn niemand ein- und aussteigt.
Tagsüber kann man ja auch immer öffnen, aber ab 21h hat man nach wie vor dermaßen wenig Fahrgäste, dass man genausogut jeden Einzelnen beobachten kann, ob er aufsteht oder nicht.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 4020 am 20. April 2020, 11:45:57
Wenn ich in jeder Haltestelle die Türen öffne soll dann kann ich gleich mal die Klima bei den B1/A1 abdrehen, weil es der Zug dann nie Schaft zu kühlen bzw irgend wann der Umformer nicht mehr schaft so wie ich es schon von ein paar Kollegen gehört habe und auch schon selber erlebt  ( war hauptsächlich bei den A/B selten bei den B1/A1).

Aha, und die 1-2 Haltestellen, die durchfahren werden könnten, machen einen Unterschied aus?

Tagsüber kann man ja auch immer öffnen, aber ab 21h hat man nach wie vor dermaßen wenig Fahrgäste, dass man genausogut jeden Einzelnen beobachten kann, ob er aufsteht oder nicht.

Und wenn ein Fahrgast schlecht auf den Beinen ist und erst aufstehen möchte, wenn der Zug steht, hat er Pech gehabt?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: HLS am 20. April 2020, 12:13:10

Und wenn ein Fahrgast schlecht auf den Beinen ist und erst aufstehen möchte, wenn der Zug steht, hat er Pech gehabt?
Natürlich, aber das war auch schon vor Corona so.

Die meisten, die wirklich so schlecht auf den Beinen waren, haben es mir damals as Fahrer gesagt. Wenn nicht und auch der Haltewunsch nicht gegeben war, bin ich für gewöhnlich durchgefahren und habe die Spielerei "Rollanteil" in die Höhe geschraubt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 38ger am 20. April 2020, 12:22:25
@4020: Auf manchen Linien hat man in den Nachtstunden durchschnittlich regelmäßig unter zwei Fahrgäste.
Und es gibt ja derzeit sogar Fahrer, die selbst dann, wenn sie keine Fahrgäste haben und niemand in der Station steht und in der Nähe der Station zu sehen ist stehen bleiben und alle Türen öffnen. Das ist in meinen Augen schlichtwegs unnötig. Stehen bleiben, damit man keine Verfrühung anhäuft is ja gut, aber wenn man weit und breit niemanden sieht alle Türen zu öffnen ist schon etwas seltsam.
Und wenn ich ein bis zwei Fahrgäste an Bord hab, dann seh' ich ja, ob das ein Jungspund, oder eine ältere Person ist.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 20. April 2020, 12:31:23
@4020: Auf manchen Linien hat man in den Nachtstunden durchschnittlich regelmäßig unter zwei Fahrgäste.
Und es gibt ja derzeit sogar Fahrer, die selbst dann, wenn sie keine Fahrgäste haben und niemand in der Station steht und in der Nähe der Station zu sehen ist stehen bleiben und alle Türen öffnen. Das ist in meinen Augen schlichtwegs unnötig. Stehen bleiben, damit man keine Verfrühung anhäuft is ja gut, aber wenn man weit und breit niemanden sieht alle Türen zu öffnen ist schon etwas seltsam.
Und wenn ich ein bis zwei Fahrgäste an Bord hab, dann seh' ich ja, ob das ein Jungspund, oder eine ältere Person ist.

Das sehe ich genau so. Und wenn dann bei Stillstand ein Fahrgast aufsteht, habe ich als Fahrer noch immer genügend Zeit, dass ich dem Fahrgast die Türe öffne.

Und überhaupt in den Morgen- und Abendstunden glaube ich danken es die Fahrgäste dem Fahrer, wenn die Türen nicht bei jeder Haltestelle aufgehen. Die Temperaturen sind diesbezüglich noch nicht entsprechend.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Katana am 20. April 2020, 18:31:20
Sieht man im ULF ausreichend die Besetzung der Behindertenplätze? Auch wenn der Fahrgast weder Kinderwagen noch Krücken hat?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 38ger am 20. April 2020, 19:05:36
Sieht man im ULF ausreichend die Besetzung der Behindertenplätze? Auch wenn der Fahrgast weder Kinderwagen noch Krücken hat?

Dann nur, wenn man sich bemüht.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 360 am 21. April 2020, 18:53:49
Ich hätte ja gesagt, daß man spätestens ab 15.05.2020 den normalen Schulplan wird fahren müssen, nachdem ab 15.05.2020 die Gastronomie bis 23:00 und schrittweise auch die Schulen wieder den Betrieb aufnehmen werden.
Außerdem das Ganze dann auch mit den regulären Fahrzeugeinsätzen, ansonsten wird's die Einhaltung des Mindestabstands auf einigen Linien nicht spielen!
Nur den Nachtverkehr könnte man dann noch so lassen wie er derzeit ist

https://orf.at/stories/3162739/
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 38ger am 21. April 2020, 19:01:03
Das spätestens sehe ich auch so, wobei ich, da schon den 4. Mai als Datum erhoffe.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hema am 21. April 2020, 19:54:52
. . . . ansonsten wird's die Einhaltung des Mindestabstands auf einigen Linien nicht spielen!

Das wird sowieso fast überall unmöglich sein. Noch dazu, wo die Kurzparkzonenregelung wieder gelten wird und nur mehr wenige mit dem Auto zur Arbeit fahren können werden.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: moszkva tér am 22. April 2020, 08:26:11
Das spätestens sehe ich auch so, wobei ich, da schon den 4. Mai als Datum erhoffe.
Wenn mit Ende April tatsächlich die Ausgangsbeschränkungen fallen, werden sicher auch viele Chefs wollen, dass man wieder ins Büro kommt. Unter Anderem mein Chef ist der fixen Meinung, dass wir mit Home Office derzeit Corona-Ferien haben. Aber vom Output her sind wir eigentlich zum Regelbetrieb gleichwertig.
Das Tachinieren im Home Office wird locker durch fehlende Störungen durch den Chef ("Das alles muss prioritär bearbeitet werden!!!!11elf") sowie das Wegfallen endloser Sinnlosbesprechungen (sowie weiters Tratschpausen usw.) kompensiert. Außerdem muss ich im Home Office nicht prokrastinieren (d.h. Arbeit, die in einer Stunde erledigt wäre, auf eine Woche ausdehnen. Wenn ich zu Hause mit der Arbeit fertig bin, bin ich einfach fertig).

Aber ja, ich freue mich wieder auf die volle U-Bahn in der Früh - nun auch mit Maske. Dafür freue ich mich auch schon wieder auf das Tratschen mit den Kollegen (allgemein auf andere Menschen).
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Z-TW am 22. April 2020, 09:26:35
Wie lange könnte die Maskenpflicht dauern?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: SheepJoe am 22. April 2020, 09:30:29
Wie lange könnte die Maskenpflicht dauern?

Solange bis es einen Impstoff gibt und 2/3 der Bevörkerung durchgeimpft ist (Herdenimmunität)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: coolharry am 22. April 2020, 09:38:25
Wie lange könnte die Maskenpflicht dauern?

Würde auf 2021 Sommer tippen.
Da ist dann wahrscheinlich der erste halbwegs brauchbare Impfstoff auf dem Markt.

Das spätestens sehe ich auch so, wobei ich, da schon den 4. Mai als Datum erhoffe.
Wenn mit Ende April tatsächlich die Ausgangsbeschränkungen fallen, werden sicher auch viele Chefs wollen, dass man wieder ins Büro kommt. Unter Anderem mein Chef ist der fixen Meinung, dass wir mit Home Office derzeit Corona-Ferien haben. Aber vom Output her sind wir eigentlich zum Regelbetrieb gleichwertig.
Das Tachinieren im Home Office wird locker durch fehlende Störungen durch den Chef ("Das alles muss prioritär bearbeitet werden!!!!11elf") sowie das Wegfallen endloser Sinnlosbesprechungen (sowie weiters Tratschpausen usw.) kompensiert. Außerdem muss ich im Home Office nicht prokrastinieren (d.h. Arbeit, die in einer Stunde erledigt wäre, auf eine Woche ausdehnen. Wenn ich zu Hause mit der Arbeit fertig bin, bin ich einfach fertig).

Bei uns ist es genau umgekehrt. Der Chef will das wir alle zuhause bleiben. Nur unsere Kunden nicht. Denen ist das ganze nämlich ziemlich wurscht.
Persönlich fahr ich seit einer Woche wieder vormittags ins Büro. Da bekomm ich mehr weiter als im Home Office. Da läutet nämlich ständig das Telefon und jedesmal die Kinder beim lauteren spielen einbremsen, damit ich mehr oder weniger idiotische Fragen meiner Kollegen oder Monteure beantworten konnte, war mir nach 4 Wochen einfach zu blöd. Das läutet zwar jetzt auch, dafür muss ich keine Kinder einbremsen und es ist so herrlich allein im Büro. Ausserdem läutet das Telefon jetzt nur mehr Vormittags und nicht den ganzen Tag verteilt, weil man hat ja eh Zeit. Gleichzeitig zieht einem der Chef aber Urlaub ab. Ach das werden noch schöne Diskussionen. Aber ich schweife ab.

Gefühlt ist jetzt ungefähr so viel los wie Ende Juli Anfang August. Also zur tiefsten Urlaubszeit. Zumindest auf der Straße. Wenn ich aber Schwedenplatz vorbei komme, ist es irgendwie gespenstisch. Sonst voller Touristenmassen heute gehen ein paar Leutchen dort herum.

Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Konstal 105Na am 22. April 2020, 13:19:39
Wenn mit Ende April tatsächlich die Ausgangsbeschränkungen fallen, werden sicher auch viele Chefs wollen, dass man wieder ins Büro kommt. Unter Anderem mein Chef ist der fixen Meinung, dass wir mit Home Office derzeit Corona-Ferien haben. Aber vom Output her sind wir eigentlich zum Regelbetrieb gleichwertig.

Bei mir in der Firma wurde bereits seitens des Managements Lob ausgesprochen, wie gut das Home Office funktioniert. Weder Kunden, noch interne Schnittstellen merken einen Unterschied. Man muss aber dazusagen, dass ich in einem internationalen Konzern arbeite, wo man ohnehin oft mit Menschen aus allen möglichen Ländern zu tun hat. Insofern ist es für viele durchaus nichts Außergewöhnliches diverse Dinge online in virtuellen Meetings via Skype abzuhandeln.

Dennoch herrscht in meiner Abteilung die Einstellung vor, dass man eher im Büro, als von zu Hause aus arbeiten soll (ausgenommen derzeitige Situation). Ich arbeitete vor der Krise aber auch hin und wieder von zu Hause aus.
Der Hintergrund, warum man grundsätzlich im Büro arbeiten soll, ist nicht nur, dass man seine Mitarbeiter kontrollieren kann (das geht über den Computer auch, wenn man will), sondern dass man datenschutztechnisch im grünen Bereich ist. Niemand weiß, wer im Home Office noch aller mitliest und wer diese Personen genau sind.
Auch arbeitsrechtlich ist das Arbeiten von zu Hause aus, für alle, die nicht ständig im Home Office sind, eine Grauzone. Nicht jeder hat zu Hause einen ergonomischen Arbeitsplatz. Ich weiß nicht, wie das in Österreich ist, aber in Polen müsste ein dauerhaftes Home Office vom Arbeitsinspektorat geprüft und genehmigt werden. In meinem Fall hieße das, dass das Arbeitsinspektorat in meine Wohnung kommen, sich meinen Arbeitsplatz und dessen Ausstattung (Schreibtisch, Sessel, div. Mindestabstände, Beleuchtung) ansehen würde.

Bei mir wird die Rückkehr ins Büro höchstwahrscheinlich schrittweise erfolgen. Eltern mit Kindern werden ziemlich sicher noch länger von zu Hause aus arbeiten wollen, da in Polen Schulen und Kindergärten so schnell wohl nicht wieder geöffnet werden. Ein weiterer Faktor sind Risikogruppen und öffentlicher Verkehr. Nachdem letzterer in Krakau derzeit massiv eingeschränkt ist, ist auch das ein Punkt, der für viele entscheidend ist, ob man jetzt von zu Hause arbeitet oder ins Büro fährt.


Das Tachinieren im Home Office wird locker durch fehlende Störungen durch den Chef ("Das alles muss prioritär bearbeitet werden!!!!11elf") sowie das Wegfallen endloser Sinnlosbesprechungen (sowie weiters Tratschpausen usw.) kompensiert. Außerdem muss ich im Home Office nicht prokrastinieren (d.h. Arbeit, die in einer Stunde erledigt wäre, auf eine Woche ausdehnen. Wenn ich zu Hause mit der Arbeit fertig bin, bin ich einfach fertig).

Einerseits gibt es im Home Office weniger Störungen durch den Chef/andere Mitarbeiter, andererseits kommt das dann via Skype, zumindest bei mir. Ich habe aber einige Kollegen in meinem Team, die im Normalbetrieb, wenn sie etwas prioritär behandeln möchten und/oder Ruhe haben wollen, extra von zu Hause aus arbeiten, damit sie Ruhe haben. Man merkt, im Normalbetrieb kommen die Leute, wenn möglich gerne zu einem zum Schreibtisch persönlich (mache ich selbst auch oft), um diverse Angelegenheiten zu klären. Sagt man, dann, dass der Kollege von zu Hause aus arbeitet, kommt oft die Antwort "ah dann warte ich bis morgen".


Aber ja, ich freue mich wieder auf die volle U-Bahn in der Früh - nun auch mit Maske. Dafür freue ich mich auch schon wieder auf das Tratschen mit den Kollegen (allgemein auf andere Menschen).

Ja, darauf bin ich auch schon gespannt. In Polen müssen Mund und Nase übrigens generell in der Öffentlichkeit verdeckt sein. Viele Leute nehmen das aber derzeit nicht so genau. Einige haben die Maske beim Hals, um sie bei Bedarf, sprich wenn eine Funkstreife auf einen zukommt, hochzuziehen.

Das Plaudern mit Kollegen bzw. mit anderen Menschen allgemein, fehlt mir auch. Mein Dienstgeber hat uns aber anfangs dazu ermuntert auf einen sogenannten virtuellen Kaffee zu gehen. Es steht ausdrücklich in diversen Mails von ganz oben, dass wir uns via Skype treffen und genau über die Dinge sprechen sollen, über die wir auch sonst im Büro in der Küche oder beim Mittagessen sprechen würden. Ich finde das auch eine sehr gute Idee, um die Leute nicht "zu verlieren" und zumindest etwas Alltag stattfinden zu lassen.

Ganz kann aber ein virtuelles Treffen ein persönliches Treffen nicht ersetzen. Ich gehe davon aus, dass nach Corona, viele Meetings nur noch virtuell stattfinden und Dienstreisen weniger bzw. ganz gestrichen werden. Nicht nur bei mir in der Firma, sondern generell und zwar aus zwei Gründen:

Erstens sieht man jetzt, dass man vieles ohenhin auch virtuell machen kann und zweitens werden fast alle Firmen sparen müssen und Dienstreisen sind nunmal teuer.

Gleichzeitig stimmt mich das etwas traurig. Nicht nur weil ich den persönlichen Kontakt zu anderen Menschen mag, sondern weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass die Zusammenarbeit zwischen div. Abteilungen, Funktionen etc. besser funktioniert, wenn man sich einmal persönlich gesehen hat. Hat man ein Gesicht zum Namen, tut man sich leichter. Es sind halt diese kleinen banalen Dinge, wie z.B. dass man in einer Pause auf einer Tagung einen Kaffee oder beim offiziellen Abendessen danach ein Bier miteinander getrunken hat.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 22. April 2020, 13:25:14
Seit 20. April ist die Mund-Nasen-Schutz-Pflicht auch in den Beförderungsbedingungen der Wiener Linien enthalten: 

[attach=1]

Quelle: https://www.wienerlinien.at/media/download/2020/Beförderungsbedingungen_20200420_Corona_350233.pdf (https://www.wienerlinien.at/media/download/2020/Beförderungsbedingungen_20200420_Corona_350233.pdf)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: S. Böck am 22. April 2020, 21:34:00
Wurde das schon hier erwähnt? https://infothek.bmvit.gv.at/fahrgast-charta-oeffi-fahrbetrieb-covid19/
Schon ganz zu Anfang der Corona-Krise hatte ich die dumpfe Ahnung, dass es so schnell nix werden wird mit der Fahrgastmilliarde bei den WL...
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 22. April 2020, 21:53:53
Auch ohne Corona können die WL froh sein, wenn sie die angebliche Fahrgastmilliarde nicht bekommen. Infrastruktur, Fuhrpark und Personalstand geben das einfach nicht her. Schon jetzt geht es sich bisweilen nicht ohne Kursausfälle aus, dabei gilt momentan der Ferienfahrplan. Die Ausbildung neuer Fahrer dürfte zwar wieder aufgenommen worden sein, aber bis die auch alle als Normalarbeitskräfte zur Verfügung stehen, dauert es noch. Ob der Personalschwund in der Krisenzeit abgenommen hat, weiß ich nicht.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Paulchen am 22. April 2020, 22:08:57
Ob der Personalschwund in der Krisenzeit abgenommen hat, weiß ich nicht.

Aber vermutlich wird in der nächsten Zeit der Nachschub an Personal durch das AMS nicht versiegen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 22. April 2020, 22:35:19
Das AMS vermittelt nicht an die WL.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: S. Böck am 22. April 2020, 23:11:40
Mich würde auch nicht wundern, wenn der Zuschußbedarf steigt. Die plus/minus 40% Kostendeckung durch Fahrkartenverkauf bei den WL (wenn ich mich richtig erinnere...) dürften selbst mittelfristig kaum zu halten sein. Gleiches gilt wohl für den ÖBB Personenverkehr.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: coolharry am 23. April 2020, 07:48:09
Mich würde auch nicht wundern, wenn der Zuschußbedarf steigt. Die plus/minus 40% Kostendeckung durch Fahrkartenverkauf bei den WL (wenn ich mich richtig erinnere...) dürften selbst mittelfristig kaum zu halten sein. Gleiches gilt wohl für den ÖBB Personenverkehr.

Die meisten Menschen haben Zeitkarten. Und die Jahreskarte werden jetzt nur ein kleiner Prozentbereich, der Kunden, kündigen. Somit wird sich der Rückgang aus den Fahrkartenerlösen in einem geringeren Bereich abspielen. Und spätestens Ende Juni ist in Österreich sehr wahrscheinlich Business as usual. Nur mit Maske.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: haidi am 23. April 2020, 08:27:57
Das AMS vermittelt nicht an die WL.
Seit wann und warum?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 23. April 2020, 08:40:07
Das AMS vermittelt nicht an die WL.
Seit wann und warum?

Ich glaube, das ist falsch ausgedrückt.

Ich glaube sehr wohl, dass auch das AMS weiterhin Personen an die WL vermittelt. was es allerdings nicht mehr gibt, dass man auf Grund der Dienstnummer erkennt, wer vom AMS und wer von der Straße kommt. Und was es auch nicht mehr gibt, ist der Zuschuß vom AMS, wenn die WL eben Personen vom AMS aufnehmen.

Es gab ja eine Zeit, wo Personen von der Straße gar keine Chance hatte aufgenommen werden, da es reine AMS-Schulungen gemacht wurden.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: T1 am 23. April 2020, 08:50:59
"Personen von der Straße"... Man spürt die Wertschätzung für seine Mitarbeiter in dem Unternehmen. :-X
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 23. April 2020, 08:53:29
"Personen von der Straße"... Man spürt die Wertschätzung für seine Mitarbeiter in dem Unternehmen. :-X

Mir ist in der Schnelle kein andere Bezeichnung eingefallen. Das soll absolut nichts negativ aussagen.

Wie würdest du sie denn bezeichnen?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: T1 am 23. April 2020, 09:11:39
Reguläre Bewerber?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 23. April 2020, 09:12:24
Das AMS vermittelt nicht an die WL.
Seit wann und warum?

Ich glaube, das ist falsch ausgedrückt.

Ich glaube sehr wohl, dass auch das AMS weiterhin Personen an die WL vermittelt. was es allerdings nicht mehr gibt, dass man auf Grund der Dienstnummer erkennt, wer vom AMS und wer von der Straße kommt. Und was es auch nicht mehr gibt, ist der Zuschuß vom AMS, wenn die WL eben Personen vom AMS aufnehmen.

Es gab ja eine Zeit, wo Personen von der Straße gar keine Chance hatte aufgenommen werden, da es reine AMS-Schulungen gemacht wurden.

Ja, genau so meinte ich es. Eine Zeit lang wurde die Personalrekrutierung für die WL vom AMS/WAFF durchgeführt, allerdings hatte es gute Gründe, dass man das wieder aufgegeben hat.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: haidi am 23. April 2020, 09:25:11
"Personen von der Straße"... Man spürt die Wertschätzung für seine Mitarbeiter in dem Unternehmen. :-X

Mir ist in der Schnelle kein andere Bezeichnung eingefallen. Das soll absolut nichts negativ aussagen.

Wie würdest du sie denn bezeichnen?
Als Direktbewerber z.B. oder Initiativbewerbung
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Werner1981 am 23. April 2020, 13:32:44
Wie lange könnte die Maskenpflicht dauern?

Solange bis es einen Impstoff gibt und 2/3 der Bevörkerung durchgeimpft ist (Herdenimmunität)

Die Infektionszahlen werden höchstwahrscheinlich weiter stark zurückgehen, somit wird eine Maskenpflicht in ein paar Wochen von der Bevölkerung auf immer weniger Verständnis stoßen und der Widerstand gegen diese Maßnahmen wird richtig losgehen - spätestens wenn es richtig heiß wird. (Die Zustimmung für die gesetzten Maßnahmen sinkt ja laut Umfragen jetzt schon von Woche zu Woche). Wenn die Lokale ohne Maskenpflicht für Kunden wieder aufsperren, werden sich die anderen Geschäfte über die Maskenpflicht aufregen, da sie dadurch bis zu 90% weniger Umsatz machen (wer geht schon mit Maske im Frühsommer stundenlang shoppen?).

Selbst wenn es einen Impfstoff gibt, stellt sich die Frage wie viele Leute sich impfen lassen. Bei der Influenza (2.000 Tote jedes Jahr in Österreich!) sind es keine 10% der Bevölkerung...
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: S. Böck am 23. April 2020, 14:18:45
Ich glaube auch, dass die Maskenpflicht für nicht Wenige ein Grund ist, die Öffis zu meiden. Speziell, wenn sie Alternativen haben. Trotz Wiedereinführung der Kurzparkzonen rechne ich nicht mit starkem Fahrgastzuwachs kommende Woche. Etwas deutlicher erst, wenn der Schulunterricht wieder beginnt. Die dauernde Berieselung mit Abstand halten, Hygiene, Türgriffe, etc. macht die Leute unsicher. Ersteres ist ja zur Aufforderung, die Öffis zu benützen, sehr widersprüchlich - ja geradezu absurd, wenn man an die üblichen Menschenmengen zu den Stoßzeiten denkt!

EDIT: Jetzt wäre der Zeitpunkt, gestaffelte Schulbeginnzeiten einzuführen. Vorstöße in diese Richtung gab es ja schon, verliefen jedoch alle im Sand.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: coolharry am 23. April 2020, 18:19:38

Selbst wenn es einen Impfstoff gibt, stellt sich die Frage wie viele Leute sich impfen lassen. Bei der Influenza (2.000 Tote jedes Jahr in Österreich!) sind es keine 10% der Bevölkerung...
Influenzaimpfung ist nicht gratis. Zumindest für die meisten nicht. Weiteres werden Toten geschätzt nicht gezählt. Die schätzweise basiert auf der Methode das man die Todesraten der Monate mit denen der Sommermonate vergleicht. Etwaige andere Faktoren für eine höhere Todesraten im Winter (ein schweres Gemüt schwächt das immunsystem, schlechte Luft etc. ) bleiben vollens unberücksichtigt. Somit sind diese Daten auch nur schwer vergleichbar und die Todesraten der Grippe eigentlich nur Show. Wieviele tatsächlich sterben weiß daher niemand. Es könnten mehr aber auch weniger sein. Und die Zahl schwankt von Jahr zu Jahr sehr stark. Last but not least kommt noch hinzu das man eventuell massenweise den falschen Impfstoff produziert hat und die Impfung deswegen nahezu wirkungslos ist. Grippe ist ja nicht gleich Grippe.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: haidi am 23. April 2020, 19:16:51
Die Infektionszahlen werden höchstwahrscheinlich weiter stark zurückgehen, somit wird eine Maskenpflicht in ein paar Wochen von der Bevölkerung auf immer weniger Verständnis stoßen und der Widerstand gegen diese Maßnahmen wird richtig losgehen - spätestens wenn es richtig heiß wird. (Die Zustimmung für die gesetzten Maßnahmen sinkt ja laut Umfragen jetzt schon von Woche zu Woche). Wenn die Lokale ohne Maskenpflicht für Kunden wieder aufsperren, werden sich die anderen Geschäfte über die Maskenpflicht aufregen, da sie dadurch bis zu 90% weniger Umsatz machen (wer geht schon mit Maske im Frühsommer stundenlang shoppen?).

Selbst wenn es einen Impfstoff gibt, stellt sich die Frage wie viele Leute sich impfen lassen. Bei der Influenza (2.000 Tote jedes Jahr in Österreich!) sind es keine 10% der Bevölkerung...

Weil der gelernte Europäer in erster Linie sein Wohlbefinden im Kopf hat. Die anderen bei Verkühlungen, Schnupfen, Husten etc. durch Maske tragen zu schützen wird konsequent abgelehnt. Ich hätte gedacht, dass die Coronazeit auch Verständnis für diese Frage bringt, aber die Gesundheit der anderen geht dem gemeinen Europäer am Arsch vorbei.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 360 am 24. April 2020, 16:52:24
Ab 11.05.2020 gilt zumindest auf der Schiene im Nahverkehr wieder der ganz normale Fahrplan->
https://orf.at/stories/3163202/
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Gast1090 am 25. April 2020, 14:22:06
Ab 11.05.2020 gilt zumindest auf der Schiene im Nahverkehr wieder der ganz normale Fahrplan->
https://orf.at/stories/3163202/

...... Schutzmaßnahmen wie verstärkte Desinfektion, das automatische Öffnen der Türen und das verpflichtende Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes seien in den Verkehrsmitteln verpflichtend, hieß es aus dem Klimaschutzministerium.....

Bin gespannt, ob es die Wiener Linien schaffen, bis 11.05. sämtliche Wagentypen, bei denen dies derzeit noch nicht möglich ist, auf zentrales Öffnen umzurüsten.
Oder eben derartige Wagentypen nicht einzusetzen; ob aber dann die aufgrund der Schulöffnung erforderlichen Intervallverdichtungen eingehalten werden können, bezweifle ich.
Wenn ich mir da so vorstelle, Schulschluß in der Wenzgasse, der 60er war dann immer rappelvoll. In der Station Stadlergasse könnten sich die Polizisten dann die Finger wundschreiben.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Operator am 25. April 2020, 14:30:49
Ab 11.05.2020 gilt zumindest auf der Schiene im Nahverkehr wieder der ganz normale Fahrplan->
https://orf.at/stories/3163202/

...... Schutzmaßnahmen wie verstärkte Desinfektion, das automatische Öffnen der Türen und das verpflichtende Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes seien in den Verkehrsmitteln verpflichtend, hieß es aus dem Klimaschutzministerium.....

Bin gespannt, ob es die Wiener Linien schaffen, bis 11.05. sämtliche Wagentypen, bei denen dies derzeit noch nicht möglich ist, auf zentrales Öffnen umzurüsten.
Oder eben derartige Wagentypen nicht einzusetzen; ob aber dann die aufgrund der Schulöffnung erforderlichen Intervallverdichtungen eingehalten werden können, bezweifle ich.
Wenn ich mir da so vorstelle, Schulschluß in der Wenzgasse, der 60er war dann immer rappelvoll. In der Station Stadlergasse könnten sich die Polizisten dann die Finger wundschreiben.
Das automatische öffnen der Türen wird auch bei den verbliebenen E1 und natürlich E2 nicht gehen.
Die E1 bekommen lediglich Plexischeiben bei Tür eins!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Gast1090 am 25. April 2020, 15:08:09
Ab 11.05.2020 gilt zumindest auf der Schiene im Nahverkehr wieder der ganz normale Fahrplan->
https://orf.at/stories/3163202/

...... Schutzmaßnahmen wie verstärkte Desinfektion, das automatische Öffnen der Türen und das verpflichtende Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes seien in den Verkehrsmitteln verpflichtend, hieß es aus dem Klimaschutzministerium.....

Bin gespannt, ob es die Wiener Linien schaffen, bis 11.05. sämtliche Wagentypen, bei denen dies derzeit noch nicht möglich ist, auf zentrales Öffnen umzurüsten.
Oder eben derartige Wagentypen nicht einzusetzen; ob aber dann die aufgrund der Schulöffnung erforderlichen Intervallverdichtungen eingehalten werden können, bezweifle ich.
Wenn ich mir da so vorstelle, Schulschluß in der Wenzgasse, der 60er war dann immer rappelvoll. In der Station Stadlergasse könnten sich die Polizisten dann die Finger wundschreiben.
Das automatische öffnen der Türen wird auch bei den verbliebenen E1 und natürlich E2 nicht gehen.
Die E1 bekommen lediglich Plexischeiben bei Tür eins!

Das dient aber nur zum Schutz des eigenen Personals; die Fahrgäste bleiben sich selbst überlassen.
Die Maskenpflicht wird kaum kontrolliert - bei mehreren Fahrten der letztenh Tage gab es keine einzige diesbezügliche Kontrolle! Und Einige nehmen es mit der Maskenpflicht (und somit mit dem Schutz der Anderen) sehr locker: Manche setzen die Maske erst IM Wagen auf, manche scheinen von Gesichtsanatomie keine Ahnung zu haben und wissen auch nicht, wo die Nase anfängt und bleibt deren Nase samt Nasenöffnungen daher von der Maske auch unbedeckt, manche tragen zwar Maske, nehmen diese aber zum telephonieren ab. Und manche fahren ohne Maske.

Hin und wieder (eher selten) sieht man ein Sicherheitspärchen, wobei ich mich jedesmal (für mich) frage, ob die ausserhalb des Dienstes auch ein Pärchen sind - oder gilt der 1m-Abstand nur für die Fahrgäste, nicht jedoch für das Personal?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 25. April 2020, 17:27:31
Ab 11.05.2020 gilt zumindest auf der Schiene im Nahverkehr wieder der ganz normale Fahrplan->
https://orf.at/stories/3163202/

...... Schutzmaßnahmen wie verstärkte Desinfektion, das automatische Öffnen der Türen und das verpflichtende Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes seien in den Verkehrsmitteln verpflichtend, hieß es aus dem Klimaschutzministerium.....

Bin gespannt, ob es die Wiener Linien schaffen, bis 11.05. sämtliche Wagentypen, bei denen dies derzeit noch nicht möglich ist, auf zentrales Öffnen umzurüsten.
Oder eben derartige Wagentypen nicht einzusetzen; ob aber dann die aufgrund der Schulöffnung erforderlichen Intervallverdichtungen eingehalten werden können, bezweifle ich.
Wenn ich mir da so vorstelle, Schulschluß in der Wenzgasse, der 60er war dann immer rappelvoll. In der Station Stadlergasse könnten sich die Polizisten dann die Finger wundschreiben.
Worauf willst du hinaus?

Bei den E1 und E2 ist das zentrale Öffnen nicht möglich, dennoch wird man sie ab 11.05.2020 wieder brauchen! Wie Operator schon geschrieben hat, bekommen die E1 daher Plexiglas-Fahrerkabinen. Das einzige, was man machen kann, die Hochflurer so hinaus zu schicken dass sie selten auf Tageskursen sind. Mehr gibt's nicht.

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Gast1090 am 25. April 2020, 18:02:23
Ab 11.05.2020 gilt zumindest auf der Schiene im Nahverkehr wieder der ganz normale Fahrplan->
https://orf.at/stories/3163202/

...... Schutzmaßnahmen wie verstärkte Desinfektion, das automatische Öffnen der Türen und das verpflichtende Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes seien in den Verkehrsmitteln verpflichtend, hieß es aus dem Klimaschutzministerium.....

Bin gespannt, ob es die Wiener Linien schaffen, bis 11.05. sämtliche Wagentypen, bei denen dies derzeit noch nicht möglich ist, auf zentrales Öffnen umzurüsten.
Oder eben derartige Wagentypen nicht einzusetzen; ob aber dann die aufgrund der Schulöffnung erforderlichen Intervallverdichtungen eingehalten werden können, bezweifle ich.
Wenn ich mir da so vorstelle, Schulschluß in der Wenzgasse, der 60er war dann immer rappelvoll. In der Station Stadlergasse könnten sich die Polizisten dann die Finger wundschreiben.
Worauf willst du hinaus?

Bei den E1 und E2 ist das zentrale Öffnen nicht möglich, dennoch wird man sie ab 11.05.2020 wieder brauchen! Wie Operator schon geschrieben hat, bekommen die E1 daher Plexiglas-Fahrerkabinen. Das einzige, was man machen kann, die Hochflurer so hinaus zu schicken dass sie selten auf Tageskursen sind. Mehr gibt's nicht.

LG t12700

Ich hab eh geschrieben - wenn auch nicht so deutlich - daß ich bezweifle, daß man ohne Hochflurer bzw. der alten Silberpfeile nicht auskommen wird.
Aber auch, daß ich Schutzmaßnahmen für die Fahrgäste, wie zum Beispiel verstärkte Kontrollen, vermisse.
Und ich fürchte halt, wenn aufgrund der zwangsweisen Mißachtung der Abstandsregel die Fallzahlen wieder steigen, wir in ein paar Wochen wieder mit einschneidenden Bewegungsbeschränkungen konfrontiert sein werden.   
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 25. April 2020, 19:48:33
Und ich fürchte halt, wenn aufgrund der zwangsweisen Mißachtung der Abstandsregel die Fallzahlen wieder steigen, wir in ein paar Wochen wieder mit einschneidenden Bewegungsbeschränkungen konfrontiert sein werden.   

Die Zahlen werden mit Sicherheit steigen, aber es kommt drauf an, wie stark. In Wien hat sich die tägliche Steigerung (Neuinfektionen) in den letzten 10 Tagen bei ca. 1 % eingependelt (das sind ca. 25 bis 30 neu erkannte Infektionen am Tag), allerdings nimmt die Zahl der Akutfälle ständig ab, weil mehr Leute gesund werden, als sich neu anstecken. Wenn nicht irgendwo ein Superspreader unterwegs ist (und genau deshalb gibt es ja die Maskenpflicht, damit der seine Viren eben nicht ungehemmt in der Öffentlichkeit verteilt), sollte das also im kontrollierbaren Rahmen bleiben.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Gast1090 am 25. April 2020, 23:17:35
Und ich fürchte halt, wenn aufgrund der zwangsweisen Mißachtung der Abstandsregel die Fallzahlen wieder steigen, wir in ein paar Wochen wieder mit einschneidenden Bewegungsbeschränkungen konfrontiert sein werden.   

Die Zahlen werden mit Sicherheit steigen, aber es kommt drauf an, wie stark. In Wien hat sich die tägliche Steigerung (Neuinfektionen) in den letzten 10 Tagen bei ca. 1 % eingependelt (das sind ca. 25 bis 30 neu erkannte Infektionen am Tag), allerdings nimmt die Zahl der Akutfälle ständig ab, weil mehr Leute gesund werden, als sich neu anstecken. Wenn nicht irgendwo ein Superspreader unterwegs ist (und genau deshalb gibt es ja die Maskenpflicht, damit der seine Viren eben nicht ungehemmt in der Öffentlichkeit verteilt), sollte das also im kontrollierbaren Rahmen bleiben.

Tja, wenn ausnahmslos ALLE die Abstandsregeln soweit wie möglich sowie die Maskenpflicht ernst nehmen und mit den Masken Mund UND Nase bedecken würden - dem ist aber leider nicht so. Entweder ist es noch immer nicht bei allen angekommen, daß jeder von uns - noch ohne es selbst zu wissen - bereits infektiös sein könnte oder gar die Erkrankung bereits symptomlos durchmacht oder es glauben manche, daß aufgrund der von Tag zu Tag besser werdenden Zahlen die Gefahr gebannt und die Epidemie ohnedies im abklingen begriffen ist und die Vorsichtsmaßnahmen daher übertrieben seien.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hema am 26. April 2020, 00:47:18
Die meisten glauben leider (insgeheim), dass eh schon alles vorbei ist!  :fp:
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: coolharry am 26. April 2020, 07:45:46
Und ich fürchte halt, wenn aufgrund der zwangsweisen Mißachtung der Abstandsregel die Fallzahlen wieder steigen, wir in ein paar Wochen wieder mit einschneidenden Bewegungsbeschränkungen konfrontiert sein werden.   

Die Zahlen werden mit Sicherheit steigen, aber es kommt drauf an, wie stark. In Wien hat sich die tägliche Steigerung (Neuinfektionen) in den letzten 10 Tagen bei ca. 1 % eingependelt (das sind ca. 25 bis 30 neu erkannte Infektionen am Tag), allerdings nimmt die Zahl der Akutfälle ständig ab, weil mehr Leute gesund werden, als sich neu anstecken. Wenn nicht irgendwo ein Superspreader unterwegs ist (und genau deshalb gibt es ja die Maskenpflicht, damit der seine Viren eben nicht ungehemmt in der Öffentlichkeit verteilt), sollte das also im kontrollierbaren Rahmen bleiben.

Tja, wenn ausnahmslos ALLE die Abstandsregeln soweit wie möglich sowie die Maskenpflicht ernst nehmen und mit den Masken Mund UND Nase bedecken würden - dem ist aber leider nicht so. Entweder ist es noch immer nicht bei allen angekommen, daß jeder von uns - noch ohne es selbst zu wissen - bereits infektiös sein könnte oder gar die Erkrankung bereits symptomlos durchmacht oder es glauben manche, daß aufgrund der von Tag zu Tag besser werdenden Zahlen die Gefahr gebannt und die Epidemie ohnedies im abklingen begriffen ist und die Vorsichtsmaßnahmen daher übertrieben seien.
Abstand halten ist wichtiger als die Maske und das liegt an einem selber. Selbst wenn man quasi vor den Deppen weglaufen muss um ausreichend Abstand zu halten. Und ja manche haben nicht begriffen und manche werdens auch nicht begreifen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: moszkva tér am 26. April 2020, 07:55:28
Die Zahlen werden mit Sicherheit steigen, aber es kommt drauf an, wie stark. In Wien hat sich die tägliche Steigerung (Neuinfektionen) in den letzten 10 Tagen bei ca. 1 % eingependelt (das sind ca. 25 bis 30 neu erkannte Infektionen am Tag), allerdings nimmt die Zahl der Akutfälle ständig ab, weil mehr Leute gesund werden, als sich neu anstecken. Wenn nicht irgendwo ein Superspreader unterwegs ist (und genau deshalb gibt es ja die Maskenpflicht, damit der seine Viren eben nicht ungehemmt in der Öffentlichkeit verteilt), sollte das also im kontrollierbaren Rahmen bleiben.
Das Risiko, sich anzustecken, dürfte im Freien relativ gering sein. Auch wenn man kurze Zeit näher als einen Meter voneinander entfernt ist, ist das Risiko gering.
In Österreich lassen sich immer noch über 50% aller Infektionen auf Ischgl zurückverfolgen. Das zeigt auch, wenn die Infektionen gut rückverfolgbar sind, dass die Ansteckungsgefahr geringer ist, als befürchtet.
Problematisch sind natürlich typische Après-Ski-Settings: Kleine Räume, schlecht belüftet und vollgestopft mit Menschen, die sich dort längere Zeit aufhalten. Da ist eine volle U-Bahn natürlich prädestiniert für Infektionsverteilung. Das Corona-Picknick im Park, wo die Leute mit Abstand draußen ihre Bierdose trinken, wird weniger das Problem sein. Ebenso das Einladen von wenigen Menschen in die Privatwohnung. Die Wohnbaustadträtin wurde positiv getestet, hat sich dann zu Hause isoliert und auch ihren Mann und ihre Kinder nicht angesteckt. Das heißt, es ist an sich mit einigen simplen Maßnahmen ganz gut kontrollierbar.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Ferry am 27. April 2020, 09:35:58
Die Wohnbaustadträtin wurde positiv getestet, hat sich dann zu Hause isoliert und auch ihren Mann und ihre Kinder nicht angesteckt. Das heißt, es ist an sich mit einigen simplen Maßnahmen ganz gut kontrollierbar.

Die hat aber ihr Zimmer während der Quarantäne nur für die allernotwendigsten Wege verlassen, wobei dann darauf geachtet wurde, dass niemand sonst unterwegs war. Das erfordert umso mehr Disziplin, je mehr Bewohner eine Wohnung hat und je kleiner sie ist. Gut, dass wird bei einer Wohnbaustadträtin wohl nicht ein besonders großes Problem gewesen sein...  ;)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 27. April 2020, 10:24:20
Das Kursbuch mit den Sonderfahrplänen der Ostregion wurde wieder aktualisiert:
https://www.vor.at/fileadmin/CONTENT/Downloads/Corona-Info/Kursbuch_Sonderfahrplan_VOR_Ostregion_ab_26.04._Stand_20200424.pdf
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 58 am 27. April 2020, 10:26:40
Das Kursbuch mit den Sonderfahrplänen der Ostregion wurde wieder aktualisiert:
https://www.vor.at/fileadmin/CONTENT/Downloads/Corona-Info/Kursbuch_Sonderfahrplan_VOR_Ostregion_ab_26.04._Stand_20200424.pdf

Die Änderungen betreffen im Vergleich zur Vorversion allerdings nur "Kleinigkeiten" auf der Westbahn: RJ 825 verkehrt seit heute wieder (an Werktagen um 3:56 ab Wels nach Wien), dafür fährt RJX 663 nur mehr an Samstagen bis Wien, an allen anderen Tagen endet er bereits in Linz.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Werner1981 am 27. April 2020, 17:04:20
Wie soll man also mit max. fünf Personen Ostern feiern, wenn es für diese Personen gar keine gesetzeskonforme Möglichkeit gibt, zusammenzukommen?
Wenn jede dieser fünf Personen mit dem eigenen Auto (oder Fahrrad oder zu Fuß) anreist, fällt das nach bisheriger Rechtslage unter die Ausnahme, öffentliche Orte alleine oder mit Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben, zu betreten. Sie müssen halt bei der Ankunft und Abreise, solange sie sich an öffentlichen Orten befinden, einen Meter Abstand voneinander halten.
Du hast aber vergessen, dass es vier erlaubte Gründe fürs Betreten öffentlicher Orte gibt. Und ein Besuch gehört nicht dazu. Und bei 99,99% aller Wiener Besuchsadressen wird man um's Betreten öffentlichen Grundes nicht herum kommen.
Noch einmal: Solange man beim Betreten des öffentlichen Ortes alleine oder nur in Gegenwart von Personen aus dem gleichen Haushalt ist, ist das eine der vier Ausnahmen. Ich sehe keine andere Lesart des Verordnungstextes. Empfehlungen von Medizinern oder Pressekonferenzen von Ministern haben keine rechtliche Relevanz.

Spät aber doch sieht man das auch im Ministerium so:

https://kurier.at/politik/inland/coronavirus-private-treffen-sind-laut-ministerium-erlaubt/400825208 (https://kurier.at/politik/inland/coronavirus-private-treffen-sind-laut-ministerium-erlaubt/400825208)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Gast1090 am 28. April 2020, 15:05:54

..... In öffentlichen Verkehrsmitteln kann der Abstand von einem Meter künftig unterschritten werden. Denn wenn die weitere Öffnung umgesetzt wird, „wird es mehr Frequenz geben“, sagte Anschober. Die Grundnorm bleibe zwar erhalten und müsse überall dort, wo es genug öffentliche Verkehrsmittel und Intervalle gibt, auch umgesetzt werden. Man könne aber „niemanden dafür strafen, wenn das Angebot nicht vorhanden ist“, betonte Anschober.

https://orf.at/stories/3163548/

Daraus ist aber auch ableitbar, nachdem die Wiener Linien Schutzmasken nicht im Angebot haben, das Nichttragen von Schutzmasken in den Fahrzeugen der Wiener Linien straffrei ist? Oder habe ich da einen Trugschluß?

Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Ferry am 28. April 2020, 15:13:01
Daraus ist aber auch ableitbar, nachdem die Wiener Linien Schutzmasken nicht im Angebot haben, das Nichttragen von Schutzmasken in den Fahrzeugen der Wiener Linien straffrei ist? Oder habe ich da einen Trugschluß?

Ja. Mit "Angebot" ist das Platzangebot gemeint. Gerade weil künftig der Abstand von 1m unterschritten werden darf, ist das Tragen von Schutzmasken umso wichtiger und in allen geschlossenen Räumen (und dazu zählt wohl auch jedes Fahrzeug) vorgeschrieben. Davon abgesehen weisen ja auch die WL selbst durch Piktogramme darauf hin, dass in ihren Fahrzeugen Schutzmasken zu tragen sind.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 28. April 2020, 16:49:27
Die Maskenpflicht ist in den Beförderungsbestimmungen festgelegt. Man kann also theoretisch den Fahrgast von der Beförderung ausschließen. In der Praxis wird das nicht machbar sein, denn was passiert, wenn der Fahrgast sich weigert, auszusteigen? Die Linie lahmlegen, bis irgendwann die Polizei kommt, die wohl Besseres zu tun hat?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: mike1163 am 28. April 2020, 17:27:07
Die Maskenpflicht ist in den Beförderungsbestimmungen festgelegt. Man kann also theoretisch den Fahrgast von der Beförderung ausschließen. In der Praxis wird das nicht machbar sein, denn was passiert, wenn der Fahrgast sich weigert, auszusteigen? Die Linie lahmlegen, bis irgendwann die Polizei kommt, die wohl Besseres zu tun hat?
Geh bitte tu nicht so blöd, es wird das gleiche Prozedere sein wie bei Hunden ohne Beißkorb oder Personen ohne Fahrkarte auch. Manche kommen davon, manche fliegen raus, manche werden von der Oma mit dem Stock verprügelt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 28. April 2020, 18:25:49
Geh bitte tu nicht so blöd, es wird das gleiche Prozedere sein wie bei Hunden ohne Beißkorb

Was passiert bei denen? Nix, das wissen wir alle ganz genau. Ein Fahrer, der deswegen einen Polizeieinsatz auslöst, darf sich dann auch noch rechtfertigen, warum er wegen so einer Lappalie den Betrieb aufhält. Wenn sich ein Fahrgast beschwert, ist das ein externer Auslöser, aber von selber wird kein Fahrer auf die Idee kommen, einen maskenlosen Fahrgast wegen des Nichttragens selbiger hinausschmeißen zu wollen und sich dann mit allfälligen Konsequenzen auseinanderzusetzen.

Deine Pöbelei am Satzanfang hättest du dir übrigens sparen können, wir sind hier nicht im EBFÖ.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 28. April 2020, 19:09:24
Geh bitte tu nicht so blöd, es wird das gleiche Prozedere sein wie bei Hunden ohne Beißkorb

Was passiert bei denen? Nix, das wissen wir alle ganz genau. Ein Fahrer, der deswegen einen Polizeieinsatz auslöst, darf sich dann auch noch rechtfertigen, warum er wegen so einer Lappalie den Betrieb aufhält. Wenn sich ein Fahrgast beschwert, ist das ein externer Auslöser, aber von selber wird kein Fahrer auf die Idee kommen, einen maskenlosen Fahrgast wegen des Nichttragens selbiger hinausschmeißen zu wollen und sich dann mit allfälligen Konsequenzen auseinanderzusetzen.

Deine Pöbelei am Satzanfang hättest du dir übrigens sparen können, wir sind hier nicht im EBFÖ.

Nur zur Info. es gibt derzeit täglich wegen Missachtung der Maskenpflicht 2 bis 3 Polizeieinsätze. Allerdings kann ich nicht sagen, von wem die ausgehen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 28. April 2020, 20:15:08
Nur zur Info. es gibt derzeit täglich wegen Missachtung der Maskenpflicht 2 bis 3 Polizeieinsätze. Allerdings kann ich nicht sagen, von wem die ausgehen.

Im Vergleich mit den tatsächlich anzutreffenden Maskenmuffeln ist das eh recht wenig.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Tunafish am 28. April 2020, 20:16:51
Wenn man bedenkt, wie viele renitente Menschen in dieser Stadt unterwegs sind beneide ich das Fahrpersonal derzeit wirklich nicht.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 28. April 2020, 20:48:43
Wenn man bedenkt, wie viele renitente Menschen in dieser Stadt unterwegs sind beneide ich das Fahrpersonal derzeit wirklich nicht.

Dem Fahrpersonal ist das genau so wurscht, wie wenn jemand mit einem Hund ohne Beißkorb einsteigt. Und ich finde, es ist auch nicht Aufgabe des Fahrers, Polizei zu spielen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: WVB am 28. April 2020, 21:29:15
Wenn man bedenkt, wie viele renitente Menschen in dieser Stadt unterwegs sind beneide ich das Fahrpersonal derzeit wirklich nicht.
Am Gummiradlersektor gibt es sogar noch Fahrgäste die bei der ersten Tür einsteigen wollen und gegen die Tür klopfen weil der Fahrer nicht aufmacht.  :fp:
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: moszkva tér am 29. April 2020, 06:44:21
... bis irgendwann die Polizei kommt, die wohl Besseres zu tun hat?
Die Polizei hat derzeit nichts besseres zu tun. Wenn man jetzt auch keine Leute auf Parkbänken mehr anzeigen darf, was bleibt dann noch übrig?  Soll die arme Polizei jetzt womöglich Präventionsarbeit gegen häusliche Gewalt machen, oder gar die boomende Cyberkriminalität bekämpfen? Dazu fehlen ihnen einfach die Kapazitäten.

Wenn man bedenkt, wie viele renitente Menschen in dieser Stadt unterwegs sind beneide ich das Fahrpersonal derzeit wirklich nicht.
Es sind halt alle gestresst, genervt und traumatisiert von dieser Situation. Das äußert sich dann bei jedem Menschen unterschiedlich.

Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: S. Böck am 29. April 2020, 08:50:46
Die Polizei hat derzeit nichts besseres zu tun. Soll die arme Polizei jetzt [...], oder gar die boomende Cyberkriminalität bekämpfen? Dazu fehlen ihnen einfach die Kapazitäten.

Die personellen oder die fachlichen...? 8)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: moszkva tér am 29. April 2020, 09:31:04
Die Polizei hat derzeit nichts besseres zu tun. Soll die arme Polizei jetzt [...], oder gar die boomende Cyberkriminalität bekämpfen? Dazu fehlen ihnen einfach die Kapazitäten.

Die personellen oder die fachlichen...? 8)
fachlich natürlich  C:-)
Ist aber nicht negativ gemeint. Das sind höchst spezialisierte Aufgaben, die nicht im Arbeitsbereich des normalen Kapplständers liegen. Der soll solche Dinge nur erkennen und dann geeignete Stellen verständigen (wenn es die gibt bzw. diese Kapazitäten haben).
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: tramway.at am 30. April 2020, 10:05:39
Vielleicht interessiert Euch mein kleiner Artikel, den ich fürs nächste "Forum Mobil" verfasst habe:

Achja, Update - hier auch noch die "Fahrgast-Charta".
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: coolharry am 30. April 2020, 10:28:23
Vielleicht interessiert Euch mein kleiner Artikel, den ich fürs nächste "Forum Mobil" verfasst habe:

Bei "Use it or loose it" hat sich ein s beim ersten it reingeschummelt.

Bzgl. der "temporären" Begegnungszonen. Schnell etwas in Wien umbauen oder einfach halt ein paar Kübeln aufstellen geht nicht. Hättest ja von der Behörde keinen Bescheid bekommen. Waren ja alle nicht erreichbar.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: tramway.at am 30. April 2020, 10:33:13
Vielleicht interessiert Euch mein kleiner Artikel, den ich fürs nächste "Forum Mobil" verfasst habe:

Bei "Use it or loose it" hat sich ein s beim ersten it reingeschummelt.

Bzgl. der "temporären" Begegnungszonen. Schnell etwas in Wien umbauen oder einfach halt ein paar Kübeln aufstellen geht nicht. Hättest ja von der Behörde keinen Bescheid bekommen. Waren ja alle nicht erreichbar.

Danke. Brüssel hat genau das gemacht: Das "Pentagon" - die Innenstadt, die etwa unserem 1. Bezirk entspricht - ist jetzt BeZo, auch auf den größeren Straßen dort sind nun 20 km/h verordnet. Da braucht man auch nicht viel umbauen (und in den inneren Bezirken in Wien gehen die Leute jetzt auch teilweise auf der Fahrbahn, wenn der Gehsteig zu eng ist). Es ist halt das für Wien typische "Geht ned, des fang ma uns garned an". Man erinnere sich nur an die Abwehrhaltung der ersten Tage, als es um das zentrale Öffnen ging - inzwischen hat man sogar den Auslauf geändert, damit es doch geht, ich weiß nicht, wer da (wahrscheinlich von ganz oben) Druck gemacht hat.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: S. Böck am 30. April 2020, 10:35:29
Vielleicht interessiert Euch mein kleiner Artikel, den ich fürs nächste "Forum Mobil" verfasst habe:

Dinge wie diese Fahrgast-Charta gehen in der öffentlichen Wahrnehmung völlig unter. Zu groß ist die Überhäufung mit anderen, vor allem in irgendeiner Weise warnenden Meldungen in den Medien derzeit, und das wird auch noch lange so bleiben. Vielleicht beginnt sich der Spieß wieder umzudrehen, wenn ein Großteil der Bevölkerung geimpft ist, aber bis dahin sehe ich keine großen Zuwächse für den ÖV. Propagandaaktionen wie Inserate oder Plakate halte ich für sinnlos - schade um's das Geld dafür, es wäre anderswo besser investiert. Ein ziemliches Dilemma für die Grünen und die Roten, denen ein wichtiger Baustein ihrer politischen DNA für längere Zeit wegfällt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: moszkva tér am 30. April 2020, 11:05:00
Vielleicht interessiert Euch mein kleiner Artikel, den ich fürs nächste "Forum Mobil" verfasst habe:

ich habe deinen Artikel durchgelesen und hätte noch eine Ergänzung. Aber das würde den Rahmen deines Artikels wohl sprengen, wenn du das auch noch mit reinnimmst.

Faszinierend habe ich gefunden, wie auch der öffentliche Raum nun genutzt wird, sowie welche Gruppen den öffentlichen Raum wieder für sich entdecken und ihn sich (wieder) aneignen:

Spätestens nach Ostern waren auch größere Gruppen zu sehen, die sich auf Plätzen oder in Parks zusammengefunden haben. Fast immer haben sie den Babyelefanten-Abstand auch brav eingehalten. Aber es waren keine Randgruppen, die hier ihre Schwechater-Dosen getrunken haben. Es waren klassische Bobos und Hipsters, die gemeinsam ihr Craft-Beer geschlürft haben und über Startup-Pläne philosophierten. Es waren Leute, die normalerweise im Lokal oder im Gastgarten sitzen würden, die jetzt wieder die Parkbank für sich entdeckt haben. Ich finde es schön, dass die nicht-kommerzielle Nutzung des öffentlichen Raumes wieder eine Renaissance erfährt und es wäre auch gut, das auch nach Corona beizubehalten. Also, wenn sich Gruppen im öffentlichen Raum treffen, dass diese nicht mehr stigmatisiert werden, sondern auch integrativ behandelt werden.
Da anzunehmen ist, dass die Gastronomie zu Beginn deutlich weniger Plätze zur Verfügung stellen wird können, denke ich, dass das auch noch länger so bleiben wird.

Jedenfalls wäre es schön, wenn der öffentliche Raum zukünftig anders wahrgenommen werden würde und auch wieder vermehrt konsumfreie Zonen eingeplant würden.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 68er am 30. April 2020, 11:37:03
Bei "Use it or loose it" hat sich ein s beim ersten it reingeschummelt.

Und ein o zu viel bei "lose".
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: T1 am 30. April 2020, 12:46:13
Jedenfalls wäre es schön, wenn der öffentliche Raum zukünftig anders wahrgenommen werden würde und auch wieder vermehrt konsumfreie Zonen eingeplant würden.
Funktioniert halt nur, wenn man auch etwas riskiert, also zulässt, dass auch "unerwünschte" Nutzer kommen. Wenn man hingegen überall nur Verbotstafeln aufstellt und grundsätzlich Nutzergruppen verdrängt, wird das nie was.

Und dass man dann z.B. die Bierverkäufer am Donaukanal als großes, steuerhinterziehendes Problem sieht, passt auch gut in das Problem, das wir mit Freiräumen (im doppelten Sinne frei) haben: Solches "Gewerbe" braucht man für's Funktionieren "konsum"freier öffentlicher Orte halt auch.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: S. Böck am 30. April 2020, 12:49:57
Man erinnere sich nur an die Abwehrhaltung der ersten Tage, als es um das zentrale Öffnen ging - inzwischen hat man sogar den Auslauf geändert, damit es doch geht, ich weiß nicht, wer da (wahrscheinlich von ganz oben) Druck gemacht hat.

Vielleicht ist die Verordnung über das ULF-Kilometersparen ausgesetzt worden...  C:-)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: moszkva tér am 30. April 2020, 13:07:57
Jedenfalls wäre es schön, wenn der öffentliche Raum zukünftig anders wahrgenommen werden würde und auch wieder vermehrt konsumfreie Zonen eingeplant würden.
Funktioniert halt nur, wenn man auch etwas riskiert, also zulässt, dass auch "unerwünschte" Nutzer kommen. Wenn man hingegen überall nur Verbotstafeln aufstellt und grundsätzlich Nutzergruppen verdrängt, wird das nie was.
Ganz deiner Meinung. Bei mir hinterm Haus gibt es einen Minipark mit Minispielplatz. Der wird sehr gut angenommen. Vor Corona waren dort Familien aus der Umgebung mit ihren Kindern, aber auch Obdachlose mit ihren Bierdosen. Die haben sich aber eh korrekt verhalten, somit stört es mich nicht. Öffentlicher Raum ist halt für die Öffentlichkeit da - also für alle Menschen.

Mit Corona sieht man aber eh die Prioritäten der Gesellschaft. Während man Baumärkte und Juweliere so schnell wie möglich wieder aufsperrt, bleiben die Kinderspielplätze - und Trinkbrunnen - abgesperrt  :down:
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: schaffnerlos am 30. April 2020, 13:28:48
Mit Corona sieht man aber eh die Prioritäten der Gesellschaft. Während man Baumärkte und Juweliere so schnell wie möglich wieder aufsperrt, bleiben die Kinderspielplätze - und Trinkbrunnen - abgesperrt  :down:

Das ist aber auch logisch. Von kleinen Kindern auf einem Spielplatz kannst du nicht erwarten, dass sie Abstand halten. So gesehen wundert mich die Freigabe der Spielplätze eh.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 30. April 2020, 13:31:59
Mit Corona sieht man aber eh die Prioritäten der Gesellschaft. Während man Baumärkte und Juweliere so schnell wie möglich wieder aufsperrt, bleiben die Kinderspielplätze - und Trinkbrunnen - abgesperrt  :down:
Wenigstens werden die Trinkbrunnen nächste Woche wieder aufgedreht:
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200430_OTS0020/wiens-trinkbrunnen-sprudeln-wieder
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Ferry am 30. April 2020, 13:42:18
Mit Corona sieht man aber eh die Prioritäten der Gesellschaft. Während man Baumärkte und Juweliere so schnell wie möglich wieder aufsperrt, bleiben die Kinderspielplätze - und Trinkbrunnen - abgesperrt  :down:

Das ist aber auch logisch. Von kleinen Kindern auf einem Spielplatz kannst du nicht erwarten, dass sie Abstand halten. So gesehen wundert mich die Freigabe der Spielplätze eh.

Wieso? Es ist auch unmöglich, in den Kindergärten ständig darauf zu achten, dass die Kinder einer 20 köpfigen Gruppe ständig mindestens ein Meter Abstand untereinander halten, und trotzdem sind Kindergärten geöffnet. Ich vermute, dass sich die Sperre der Spielplätze in erster Linie gegen die begleitenden Eltern gerichtet hat, nicht gegen die Kinder selbst.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: schaffnerlos am 30. April 2020, 13:53:52
Mit Corona sieht man aber eh die Prioritäten der Gesellschaft. Während man Baumärkte und Juweliere so schnell wie möglich wieder aufsperrt, bleiben die Kinderspielplätze - und Trinkbrunnen - abgesperrt  :down:

Das ist aber auch logisch. Von kleinen Kindern auf einem Spielplatz kannst du nicht erwarten, dass sie Abstand halten. So gesehen wundert mich die Freigabe der Spielplätze eh.

Wieso? Es ist auch unmöglich, in den Kindergärten ständig darauf zu achten, dass die Kinder einer 20 köpfigen Gruppe ständig mindestens ein Meter Abstand untereinander halten, und trotzdem sind Kindergärten geöffnet. Ich vermute, dass sich die Sperre der Spielplätze in erster Linie gegen die begleitenden Eltern gerichtet hat, nicht gegen die Kinder selbst.

Meines Wissens gibt es in den Kindergärten derzeit nur Kleingruppen, also von 20 Kindern keine Rede. Und die Kindergärtnerinnen und Kindergärtner sind für die derzeitige Situation geschult worden. Außerem sind die Kindergärten offen, damit es für bestimmte Berufsgruppen Betreuungsmöglichkeiten gibt.

Und ja, dass Spielplätze und auch die Volksschulen nicht offen sind, liegt auch den Eltern. Aber nicht nur. Kinder stecken sich zwar nicht so leicht an, wenn aber doch, sind sie genauso infektiös wie Erwachsene.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: coolharry am 30. April 2020, 13:54:06
Mit Corona sieht man aber eh die Prioritäten der Gesellschaft. Während man Baumärkte und Juweliere so schnell wie möglich wieder aufsperrt, bleiben die Kinderspielplätze - und Trinkbrunnen - abgesperrt  :down:

Das ist aber auch logisch. Von kleinen Kindern auf einem Spielplatz kannst du nicht erwarten, dass sie Abstand halten. So gesehen wundert mich die Freigabe der Spielplätze eh.

Wieso? Es ist auch unmöglich, in den Kindergärten ständig darauf zu achten, dass die Kinder einer 20 köpfigen Gruppe ständig mindestens ein Meter Abstand untereinander halten, und trotzdem sind Kindergärten geöffnet. Ich vermute, dass sich die Sperre der Spielplätze in erster Linie gegen die begleitenden Eltern gerichtet hat, nicht gegen die Kinder selbst.
Du wirst derzeit keine 20gruppigen Kindergruppen finden. In ganz Österreich nicht.
Und ja die Sperre war sicher gegen die Eltern gerichtet. Man trifft sich ja gerne mal am Spielplatz. Bin halt kein Gastgarten Bobo.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 360 am 30. April 2020, 14:28:18
@ schaffnerlos-> Eine meiner Schwestern ist Kindergärtnerin ähm Pardon-Elementarpädagogin und die müssen bei ihnen in 3 Gruppen teilen (mit max. 8-9 Kindern pro Gruppe) und auch der dazugehörige Garten wurde mittels Zäune in 3 Teile geteilt

By the Way->
WIENER LINIEN
U-Bahn ab 11.05.2020 nach Schulfahrplan, alle anderen Verkehrsmittel ab 18.05.2020 nach Schulplan
Wie's mit dem Nachtnetz aussieht konnte ich noch nicht eruieren
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 30. April 2020, 14:38:38
U-Bahn ab 11.05.2020 nach Schulfahrplan, alle anderen Verkehrsmittel ab 18.05.2020 nach Schulplan

Hieß es nicht ursprünglich, dass ab 11. alles nach dem Normalfahrplan fahren soll? Oder ist das durch Personalmangel einfach nicht möglich? >:D
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Grazer1 am 30. April 2020, 14:41:11
In Graz ist bereits ab 4.5 Normalfahrplan... warum schafft man das in Wien nicht?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 30. April 2020, 14:43:00
U-Bahn ab 11.05.2020 nach Schulfahrplan, alle anderen Verkehrsmittel ab 18.05.2020 nach Schulplan

Hieß es nicht ursprünglich, dass ab 11. alles nach dem Normalfahrplan fahren soll? Oder ist das durch Personalmangel einfach nicht möglich? >:D
Das wäre ja die Regierungsvorgabe gewesen. Vielleicht wollen da ein paar rote Genossen rebellieren. >:D

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 30. April 2020, 14:46:21
Hieß es nicht ursprünglich, dass ab 11. alles nach dem Normalfahrplan fahren soll? Oder ist das durch Personalmangel einfach nicht möglich? >:D
Das wäre ja die Regierungsvorgabe gewesen. Vielleicht wollen da ein paar rote Genossen rebellieren. >:D

Dann würden nur 11 und 71 im Ferienplan bleiben. :P
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: JochenK am 30. April 2020, 14:53:37
By the Way->
WIENER LINIEN
U-Bahn ab 11.05.2020 nach Schulfahrplan, alle anderen Verkehrsmittel ab 18.05.2020 nach Schulplan
Wie's mit dem Nachtnetz aussieht konnte ich noch nicht eruieren

Hab mit einem Freund vor 4 Wochen gewettet das die WL zum "Normalfahrplan" sicher bis September nicht mehr zurückkehren.
Er hat auch drauf gewettet... das war ja klar.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: darkweasel am 30. April 2020, 15:27:42
Mit Corona sieht man aber eh die Prioritäten der Gesellschaft. Während man Baumärkte und Juweliere so schnell wie möglich wieder aufsperrt, bleiben die Kinderspielplätze - und Trinkbrunnen - abgesperrt  :down:

Das ist aber auch logisch. Von kleinen Kindern auf einem Spielplatz kannst du nicht erwarten, dass sie Abstand halten. So gesehen wundert mich die Freigabe der Spielplätze eh.

Wieso? Es ist auch unmöglich, in den Kindergärten ständig darauf zu achten, dass die Kinder einer 20 köpfigen Gruppe ständig mindestens ein Meter Abstand untereinander halten, und trotzdem sind Kindergärten geöffnet. Ich vermute, dass sich die Sperre der Spielplätze in erster Linie gegen die begleitenden Eltern gerichtet hat, nicht gegen die Kinder selbst.
Es ist das alles eine Abwägung dessen, was unbedingt notwendig ist und was nicht vs. wie hoch die Ansteckungsgefahr ist. Dass die Kinder überhaupt betreut werden können (also Kindergärten offen sind), ist unbedingt notwendig, egal wie hoch die Ansteckungsgefahr ist. Baumärkte, Juweliere, Spielplätze und Trinkbrunnen sind alle nicht unbedingt notwendig, aber die Ansteckungsgefahr ist bei Spielplätzen eventuell größer (aus dem Grund, den schaffnerlos genannt hat) als bei Baumärkten und Juwelieren, und dass man Trinkbrunnen nicht aufgedreht hat, hat wohl eher damit zu tun, dass die dazu verleiten würden, länger draußen zu bleiben als man eigentlich müsste.

Natürlich kann man einzelne Maßnahmen kritisieren, aber irgendwie nachvollziehbar finde ich das, was hier bisher diskutiert wurde, schon. Da verstehe ich es viel weniger, dass Selbstbedienungsgastronomie wie beispielsweise Kebabstände nicht früher aufsperren darf als Bedienungsrestaurants (z.B. gleichzeitig mit kleinen Geschäften), trotz geringerer Ansteckungsgefahr.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: moszkva tér am 30. April 2020, 16:03:54
Es ist das alles eine Abwägung dessen, was unbedingt notwendig ist und was nicht vs. wie hoch die Ansteckungsgefahr ist. Dass die Kinder überhaupt betreut werden können (also Kindergärten offen sind), ist unbedingt notwendig, egal wie hoch die Ansteckungsgefahr ist. Baumärkte, Juweliere, Spielplätze und Trinkbrunnen sind alle nicht unbedingt notwendig, aber die Ansteckungsgefahr ist bei Spielplätzen eventuell größer (aus dem Grund, den schaffnerlos genannt hat) als bei Baumärkten und Juwelieren, und dass man Trinkbrunnen nicht aufgedreht hat, hat wohl eher damit zu tun, dass die dazu verleiten würden, länger draußen zu bleiben als man eigentlich müsste.
Mir ist das eh klar, ich hab das vorhin auch etwas provokant formuliert. Wobei unbedingt notwendig: Baumärkte eher schon (weil nach mehreren Wochen Lockdown auch Sachen kaputt gehen und repariert werden müssen). Auch Spielplätze sind für die psychische Gesundheit der Kinder sehr wichtig, die leiden nämlich derzeit unter der Situation am meisten, weil sie nicht im gleichen Maße wie Erwachsene die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen verstehen und nachvollziehen können. Und permanent grantige Kinder wiederum sind auch eine zusätzliche Belastung für die Eltern, wodurch wiederum die Gefahr von Scheidungen, zerbrochenen Familien und auch häuslicher Gewalt steigt. Das ist halt etwas, was die Virologen als "Kollateralschaden" der Maßnahmen bezeichnen. Man schränkt zwar das Virus ein, aber riskiert im Gegenzug andere schädliche Langzeitwirkungen. Das ist dann eine knallharte volkswirtschaftliche Rechnung, ob man gewisse Maßnahmen lockert oder noch nicht. Zum Beispiel: riskieren wir im Sommer einige tausend Hitzetote, weil wir die Freibäder nicht öffnen? Oder öffnen wir und riskieren eine zweite Welle? Welche Folgen sind - kurzfristig und langfristig - schwerer zu verkraften bzw. schwerer zu reparieren? Ich habe keine Antwort darauf, aber das sind die Fragen, die die Experten so den ganzen Tag behandeln.

Trinkbrunnen wurden wohl auch deshalb nicht aufgedreht, weil noch Nachtfrost befürchtet wurde, das sollte aber in Wien seit ca. zwei, drei Wochen kein Thema mehr sein. Im Übrigen ist es gut, wenn die Leute viel draußen sind (stärkt u.A. das Immunsystem und die Psyche), aber natürlich mit Abstand!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: T1 am 30. April 2020, 16:30:27
U-Bahn ab 11.05.2020 nach Schulfahrplan, alle anderen Verkehrsmittel ab 18.05.2020 nach Schulplan

Hieß es nicht ursprünglich, dass ab 11. alles nach dem Normalfahrplan fahren soll? Oder ist das durch Personalmangel einfach nicht möglich? >:D
Wo denn? Es war immer nur vom (ÖBB-)Nahverkehr die Rede, auch der Fernverkehr beispielsweise fährt weiterhin im Sonderfahrplan.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Piefke am 01. Mai 2020, 10:38:39
Alle 41 Seiten habe ich nicht durchgelesen, falls es schon irgendwo vorkam...
Es ist alles schon dagewesen, Maskenpflicht in der Straßenbahn Seattle (USA) 1918.
Der Schaffner wehrt einen unmaskierten Fahrgast ab. (Quelle: Wikipedia, Spanische Grippe)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 01. Mai 2020, 11:06:07
Mit heutigem Tag ist die COVID-19-Lockerungsverordnung in Kraft getreten, die es erlaubt, ausnahmsweise vom 1-Meter-Mindestabstand in öffentlichen Verkehrsmitteln abzuweichen, falls er auf Grund der Anzahl der Fahrgäste sowie beim Ein- und Aussteigen nicht eingehalten werden kann (siehe § 1 (3) des Verordnungstextes (https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2020_II_197/BGBLA_2020_II_197.html)).
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: darkweasel am 01. Mai 2020, 11:45:05
Lockerungsverordnung
Orwell wäre stolz. Rechtslage am 30. April: Man darf ins Freie, muss aber von Menschen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, einen Meter Abstand halten, außer man ist (u.a.) auf dem Weg in die Arbeit oder in ein Geschäft. Rechtslage am 1. Mai: Man darf ins Freie, muss aber von Menschen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, einen Meter Abstand halten, egal warum man im Freien ist. Diese massive Verschärfung wird als "Lockerungsverordnung" betitelt.

Jetzt jedenfalls erwarte ich mit Spannung die Polizisten, die sich am Ende eines schmalen Gehsteigs positionieren und jedem eine Verwaltungsstrafe aufbrummen, der einem anderen Fußgänger entgegengekommen ist!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: benkda01 am 01. Mai 2020, 13:59:21
Rechtslage am 30. April: Man darf ins Freie, muss aber von Menschen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, einen Meter Abstand halten, außer man ist (u.a.) auf dem Weg in die Arbeit oder in ein Geschäft.
Nein, wieso? Den Meter Abstand durfte man nur im Geschäft bzw. in der Arbeit unterschreiten: https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20011078&FassungVom=2020-04-30


Jetzt jedenfalls erwarte ich mit Spannung die Polizisten, die sich am Ende eines schmalen Gehsteigs positionieren und jedem eine Verwaltungsstrafe aufbrummen, der einem anderen Fußgänger entgegengekommen ist!
Das ist rein rechtlich schon seit 16. März verboten, auf das von dir beschrieben Szenario hättest du also schon bisher genauso warten können!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 31/5 am 01. Mai 2020, 14:19:04
Lockerungsverordnung
Orwell wäre stolz. Rechtslage am 30. April: Man darf ins Freie, muss aber von Menschen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, einen Meter Abstand halten, außer man ist (u.a.) auf dem Weg in die Arbeit oder in ein Geschäft. Rechtslage am 1. Mai: Man darf ins Freie, muss aber von Menschen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, einen Meter Abstand halten, egal warum man im Freien ist. Diese massive Verschärfung wird als "Lockerungsverordnung" betitelt.

Jetzt jedenfalls erwarte ich mit Spannung die Polizisten, die sich am Ende eines schmalen Gehsteigs positionieren und jedem eine Verwaltungsstrafe aufbrummen, der einem anderen Fußgänger entgegengekommen ist!

Da mißinterpretierst Du - denke ich - etwas.

Bis gestern galt der Meter Abstand immer und überall, ausgenommen zu Personen aus dem selben Haushalt.

Ab heute darfst Du den Meter unterschreiten, wenn in der Tramway zu viel Gedränge ist. Ab 15.5. gilt das auch fürs Wirtshaus, wurde angekündigt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: darkweasel am 01. Mai 2020, 16:01:35
@letzte 2 Beiträge: Lest ganz genau, was in der von benkda01 verlinkten Verordnung stand. Man durfte bis gestern öffentliche Orte unter einem der folgenden Umstände betreten:

1. die zur Abwendung einer unmittelbaren Gefahr für Leib, Leben und Eigentum erforderlich sind; – kein Wort von einem Meter Abstand!
2. die zur Betreuung und Hilfeleistung von unterstützungsbedürftigen Personen dienen; – kein Wort von einem Meter Abstand!
3. die zur Deckung der notwendigen Grundbedürfnisse des täglichen Lebens erforderlich sind und sichergestellt ist, dass am Ort der Deckung des Bedarfs zwischen den Personen ein Abstand von mindestens einem Meter eingehalten werden kann, sofern nicht durch entsprechende Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko minimiert werden kann. Diese Ausnahme schließt auch Eheschließungen und Begräbnisse im engen familiären Kreis mit ein; – hier steht etwas von einem Meter Abstand am Ort der Deckung des Bedarfs, nicht am Weg dorthin, und streng genommen steht da nicht einmal, dass er auch eingehalten werden muss, sondern nur, dass es möglich sein muss ("eingehalten werden kann"), ihn einzuhalten.
3a. zum Erwerb von Waren oder Inanspruchnahme von Dienstleistungen nach Maßgabe der Verordnung des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend vorläufige Maßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19, BGBl. II Nr. 96/2020 idgF; – kein Wort von einem Meter Abstand.
4. die für berufliche Zwecke erforderlich sind und sichergestellt ist, dass am Ort der beruflichen Tätigkeit zwischen den Personen ein Abstand von mindestens einem Meter eingehalten werden kann, sofern nicht durch entsprechende Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko minimiert werden kann. Das verpflichtende Tragen von den Mund- und Nasenbereich gut abdeckenden mechanischen Schutzvorrichtung als Barriere gegen Tröpfcheninfektion in Bereichen, wo dies nicht ohnehin auf Grund anderer Rechtsvorschriften verpflichtend erforderlich ist, ist nur im Einvernehmen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zulässig. Dabei ist darauf zu achten, dass eine berufliche Tätigkeit vorzugweise außerhalb der Arbeitsstätte erfolgen soll, sofern dies möglich ist und Arbeitgeber und Arbeitnehmer darüber ein Einvernehmen finden. – gleiche Situation wie bei Z 3.
4a. zum Zweck der Nutzung nicht öffentlicher Sportstätten im Sinn des § 5 Abs. 2; – kein Wort von einem Meter Abstand, aber in § 5 steht etwas von zwei Metern.
5. wenn öffentliche Orte im Freien alleine, mit Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben, oder mit Haustieren betreten werden sollen, gegenüber anderen Personen ist dabei ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten. – hier, und nur hier, wurde bis gestern ein Meter Abstand an öffentlichen Orten im Freien verlangt, also nur wenn man sich auf diese Ausnahme berufen hat, musste man darauf achten.

Jetzt muss man auf den Meter Abstand achten, egal warum man draußen ist. Die Verhaltensregeln in öffentlichen Verkehrsmitteln wurden wirklich gelockert (Unterschreitung erlaubt bei Platzmangel), aber draußen auf der Straße ausschließlich verschärft.

Wundert mich eigentlich, dass Opposition und Medien das noch nicht erkannt und zerrissen haben.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 360 am 01. Mai 2020, 16:23:30
Ich habe ein Foto aus einem A der Linie 5 von heute bekommen und wurde gebeten, das zu veröffentlichen.
Ob der Einsatz derartiger Gefäßgröße in Zeiten wie diesen sinnvoll ist?

Anmerkungen meinerseits->
1.) Dieses Foto entstand nicht während einer Störung, sondern während dem ganz normalen Intervall und es sind auch keine Gruppen in der Garnitur

2.) Ich bin schon gespannt wie die Auslastung morgen aussehen wird, da zwar die Geschäfte wieder offen haben aber trotzdem nach Sonn-& Feiertagsplan gefahren wird (Ausnahme 27A)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Katana am 02. Mai 2020, 08:07:01
@letzte 2 Beiträge: Lest ganz genau, was in der von benkda01 verlinkten Verordnung stand. Man durfte bis gestern öffentliche Orte unter einem der folgenden Umstände betreten:

1. die zur Abwendung einer unmittelbaren Gefahr für Leib, Leben und Eigentum erforderlich sind; – kein Wort von einem Meter Abstand!
2. die zur Betreuung und Hilfeleistung von unterstützungsbedürftigen Personen dienen; – kein Wort von einem Meter Abstand!
3. die zur Deckung der notwendigen Grundbedürfnisse des täglichen Lebens erforderlich sind und sichergestellt ist, dass am Ort der Deckung des Bedarfs zwischen den Personen ein Abstand von mindestens einem Meter eingehalten werden kann, sofern nicht durch entsprechende Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko minimiert werden kann. Diese Ausnahme schließt auch Eheschließungen und Begräbnisse im engen familiären Kreis mit ein; – hier steht etwas von einem Meter Abstand am Ort der Deckung des Bedarfs, nicht am Weg dorthin, und streng genommen steht da nicht einmal, dass er auch eingehalten werden muss, sondern nur, dass es möglich sein muss ("eingehalten werden kann"), ihn einzuhalten.
3a. zum Erwerb von Waren oder Inanspruchnahme von Dienstleistungen nach Maßgabe der Verordnung des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz betreffend vorläufige Maßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19, BGBl. II Nr. 96/2020 idgF; – kein Wort von einem Meter Abstand.
4. die für berufliche Zwecke erforderlich sind und sichergestellt ist, dass am Ort der beruflichen Tätigkeit zwischen den Personen ein Abstand von mindestens einem Meter eingehalten werden kann, sofern nicht durch entsprechende Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko minimiert werden kann. Das verpflichtende Tragen von den Mund- und Nasenbereich gut abdeckenden mechanischen Schutzvorrichtung als Barriere gegen Tröpfcheninfektion in Bereichen, wo dies nicht ohnehin auf Grund anderer Rechtsvorschriften verpflichtend erforderlich ist, ist nur im Einvernehmen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zulässig. Dabei ist darauf zu achten, dass eine berufliche Tätigkeit vorzugweise außerhalb der Arbeitsstätte erfolgen soll, sofern dies möglich ist und Arbeitgeber und Arbeitnehmer darüber ein Einvernehmen finden. – gleiche Situation wie bei Z 3.
4a. zum Zweck der Nutzung nicht öffentlicher Sportstätten im Sinn des § 5 Abs. 2; – kein Wort von einem Meter Abstand, aber in § 5 steht etwas von zwei Metern.
5. wenn öffentliche Orte im Freien alleine, mit Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben, oder mit Haustieren betreten werden sollen, gegenüber anderen Personen ist dabei ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten. – hier, und nur hier, wurde bis gestern ein Meter Abstand an öffentlichen Orten im Freien verlangt, also nur wenn man sich auf diese Ausnahme berufen hat, musste man darauf achten.

Jetzt muss man auf den Meter Abstand achten, egal warum man draußen ist. Die Verhaltensregeln in öffentlichen Verkehrsmitteln wurden wirklich gelockert (Unterschreitung erlaubt bei Platzmangel), aber draußen auf der Straße ausschließlich verschärft.

Wundert mich eigentlich, dass Opposition und Medien das noch nicht erkannt und zerrissen haben.

Glücklicherweise wurde ich schon früh auf die Diskrepanzen zwischen Verordnung und Regierungskommunikation aufmerksam gemacht. Hier (https://www.diepresse.com/5798542/was-die-betretungs-verordnung-wirklich-verbietet-und-was-nicht) ein Kommentar aus der Vor-Osterzeit. §2 Ziff. 5 des BGBl. II Nr. 98/2020 (https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20011078&FassungVom=2020-04-22) war schon bisher eine Generalabsolution. Dass jetzt schon wieder etwas Anderes gesagt wird als das Geschriebene für mich persönlich hergibt, habe ich als ärgerlich empfunden.

Aber in https://www.diepresse.com/5808040/lockerungsverordnung-weitet-maskenpflicht-aus (Paywall) lese ich nicht nur über Verschärfungen
Zitat
So gilt die Maskenpflicht seit Freitag in allen öffentlichen geschlossenen Räumen. Also überall dort, wo auch jeder anderer hineingehen darf. Und sogar im Freien gibt es nun eine teilweise Maskenpflicht: So sind auf Märkten Mund und Nase zu bedecken.

und den abgeschafften Abstand in den Öffis, sondern auch
Zitat
Um sich in der Öffentlichkeit näher kommen zu dürfen, reicht es künftig aus, wenn man nur zeitweise im gemeinsamen Haushalt lebt. Damit wurde die Rechtslage für getrennt lebende Elternteile, deren Kind nur manchmal bei ihnen wohnt, klargestellt. Auch Partner, die mal beim einen, mal beim anderen übernachten, dürften profitieren.
Zitat
Die Ein-Meter-Abstandsregel bei Fahrgemeinschaften ist gefallen.
Zitat
Kommt es in Zeiten wie diesen zu Hochzeiten, dürfen daran nun bis zu zehn Personen beiwohnen, bei Begräbnissen sind es maximal 30.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 02. Mai 2020, 09:38:36
Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup beleuchtet die Einstellung der Österreicher zu den öffentlichen Verkehrsmitteln in der Coronakrise:
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200502_OTS0001/benimmregeln-fuer-oeffis-so-reagieren-die-oesterreicher-anhaenge
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: benkda01 am 02. Mai 2020, 16:53:44
@letzte 2 Beiträge: Lest ganz genau, was in der von benkda01 verlinkten Verordnung stand. Man durfte bis gestern öffentliche Orte unter einem der folgenden Umstände betreten:

[...]

Jetzt muss man auf den Meter Abstand achten, egal warum man draußen ist. Die Verhaltensregeln in öffentlichen Verkehrsmitteln wurden wirklich gelockert (Unterschreitung erlaubt bei Platzmangel), aber draußen auf der Straße ausschließlich verschärft.

Wundert mich eigentlich, dass Opposition und Medien das noch nicht erkannt und zerrissen haben.
Danke für die Richtigstellung – du hast natürlich Recht! Da bin ich einem ordentlichen Denkfehler aufgesessen :-[


Allerdings bin ich der Meinung, dass das seitens des Gesetzgebers sicher keine Absicht war. Ich würde wetten, dass es nie beabsichtigt war, dass der Mindestabstand von 1 m am Weg zur Arbeit oder zur Deckung notwendigen Bedarfs unterschritten werden durfte – egal, wie ich es auszulegen versuche, im Kontext komme ich logisch gesehen jedenfalls zu diesem Ergebnis.
Ich würde das vielmehr auf schlampige Verfassung der Gesetzestexte zurückführen. Wäre ja nicht das einzige Beispiel... Es wurde ja auch z.B. in den ersten zwei Fassungen der Verordnung bei der Vorschreibung des Mindestabstandes in öffentlichen Verkehrsmitteln auf im gemeinsamen Haushalt lebende Personen komplett vergessen, dieser Mangel wurde erst mit der Änderung zu Ostern behoben! Gleichzeitig wurden aber Formalfehler eingeführt ("Das Betreten des Kundenbereichs in Massenbeförderungsmitteln ist nur zulässig, wenn [...] bei der Benützung gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein Abstand von mindestens einem Meter gegenüber anderen Personen eingehalten wird").

Insofern würde ich durchaus meinen, dass die Verschärfungen durch die "Lockerungsverordnung" nicht vorgesehen, sondern schlicht Schlamperei sind.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 4020 am 02. Mai 2020, 17:36:50
Es ist auch sachlich nicht nachvollziehbar, warum jemand am Weg in die Arbeit den Mindestabstand unterschreiten können soll. Es ist keiner weniger ansteckend, wenn er hackeln gehen muss.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Gast1090 am 02. Mai 2020, 18:01:53

.....
Jetzt muss man auf den Meter Abstand achten, egal warum man draußen ist. Die Verhaltensregeln in öffentlichen Verkehrsmitteln wurden wirklich gelockert (Unterschreitung erlaubt bei Platzmangel), aber draußen auf der Straße ausschließlich verschärft.

Wundert mich eigentlich, dass Opposition und Medien das noch nicht erkannt und zerrissen haben.

Also, für den "Otto Normalverbraucher" ist das aus der Sicht der Infektionsrisikominimierung schwer nachvollziehbar, warum im Freien, wo laut Experten im Gegensatz zu einem geschlossenen Raum eine geringere Infektionswahrscheinlichkeit besteht, der 1-Meter Abstand einzuhalten ist, in einem geschlossenen ÖFFI-Waggon man jedoch dichtgedrängt unterwegs sein darf. Ja, ich weiß, da besteht Maskenpflicht, viele halten sich auch daran, einige aber nicht. Da kann man als ÖFFI-Benutzer nur hoffen, nicht in der Nähe eines Superspreaders unterwegs zu sein.
Oder kann es sein, daß dem Gesetzgeber nicht klar ist, daß die von der breiten Masse verwendeten  0815-Masken nicht vor einer Ansteckung schützen? Oder nimmt man bewußt in Kauf, daß sich der Eine oder Andere infiziert?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: highspeedtrain am 02. Mai 2020, 18:09:28
Also, für den "Otto Normalverbraucher" ist das aus der Sicht der Infektionsrisikominimierung schwer nachvollziehbar, warum im Freien, wo laut Experten im Gegensatz zu einem geschlossenen Raum eine geringere Infektionswahrscheinlichkeit besteht, der 1-Meter Abstand einzuhalten ist, in einem geschlossenen ÖFFI-Waggon man jedoch dichtgedrängt unterwegs sein darf. Ja, ich weiß, da besteht Maskenpflicht, viele halten sich auch daran, einige aber nicht. Da kann man als ÖFFI-Benutzer nur hoffen, nicht in der Nähe eines Superspreaders unterwegs zu sein.
Oder kann es sein, daß dem Gesetzgeber nicht klar ist, daß die von der breiten Masse verwendeten  0815-Masken nicht vor einer Ansteckung schützen? Oder nimmt man bewußt in Kauf, daß sich der Eine oder Andere infiziert?

Und was wäre deine bessere Lösung? Wenn die Schulen wieder öffnen, wird in der HVZ nun einmal in den Öffis wieder ziemlich viel los sein - forderst du eine Reservierungspflicht für die U-Bahn, und wer für die U1 ab Praterstern um 7 Uhr 41 Min 45 Sek nicht rechtzeitig gebucht hat, darf nicht mit?

Die Regelung bezüglich Öffis ist schlich und einfach der Realität geschuldet, dass nicht immer genug Platz sein wird.

Anmerkung: NMS Schützt den Träger selbst nicht, das ist hinlänglich bekannt. Es ist aber ebenso schon erwiesen, dass er tatsächlich in signifikantem Ausmaß davor schützt, dass Tröpfchen des Trägers sich verteilen können. Wenn daher jeder in Öffis einen NMS trägt, ist damit gar nicht so wenig Schutz verbunden.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 02. Mai 2020, 18:13:53
Oder kann es sein, daß dem Gesetzgeber nicht klar ist, daß die von der breiten Masse verwendeten  0815-Masken nicht vor einer Ansteckung schützen? Oder nimmt man bewußt in Kauf, daß sich der Eine oder Andere infiziert?

Noch einmal:

Nein, die Maske schützt nicht davor, einen in der Luft befindlichen Virennebel einzuatmen.
Aber: Ja, die Maske schützt davor, einen Virennebel in der Luft zu erzeugen (durch Nusten, Niesen, Ausatmen etc.). Nicht zu 100 Prozent, aber hinreichend.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: darkweasel am 02. Mai 2020, 19:15:39

.....
Jetzt muss man auf den Meter Abstand achten, egal warum man draußen ist. Die Verhaltensregeln in öffentlichen Verkehrsmitteln wurden wirklich gelockert (Unterschreitung erlaubt bei Platzmangel), aber draußen auf der Straße ausschließlich verschärft.

Wundert mich eigentlich, dass Opposition und Medien das noch nicht erkannt und zerrissen haben.

Also, für den "Otto Normalverbraucher" ist das aus der Sicht der Infektionsrisikominimierung schwer nachvollziehbar, warum im Freien, wo laut Experten im Gegensatz zu einem geschlossenen Raum eine geringere Infektionswahrscheinlichkeit besteht, der 1-Meter Abstand einzuhalten ist, in einem geschlossenen ÖFFI-Waggon man jedoch dichtgedrängt unterwegs sein darf. Ja, ich weiß, da besteht Maskenpflicht, viele halten sich auch daran, einige aber nicht. Da kann man als ÖFFI-Benutzer nur hoffen, nicht in der Nähe eines Superspreaders unterwegs zu sein.
Oder kann es sein, daß dem Gesetzgeber nicht klar ist, daß die von der breiten Masse verwendeten  0815-Masken nicht vor einer Ansteckung schützen? Oder nimmt man bewußt in Kauf, daß sich der Eine oder Andere infiziert?
Natürlich wird sich, egal was man tut, weiterhin "der eine oder andere infizieren". Es ist immer eine Abwägung unterschiedlicher Interessen, das kann man natürlich als "bewu[ss]t in Kauf nehmen" formulieren. Langfristig wird sich wahrscheinlich die Mehrheit der Bevölkerung mit SARS-CoV-2 infizieren, das Ziel ist nur, dass sie das möglichst nacheinander tun und nicht zu viele gleichzeitig, damit das Gesundheitssystem nicht überlastet wird und man eventuell später schon mehr über wirksame Behandlungsmethoden weiß.

highspeedtrain schreibt richtigerweise, dass die Ausnahme für überfüllte öffentliche Verkehrsmittel dem geschuldet ist, dass es halt unter Umständen nicht anders möglich ist. Das ist allerdings im restlichen öffentlichen Raum genauso der Fall, siehe mein Beispiel des Gehsteigs, auf dem man einer anderen Person entgegenkommt. Natürlich gäbe es (hoffentlich!) sofort einen medialen und oppositionellen Aufschrei, wenn ein Polizist da wirklich strafen würde, aber dennoch ermöglicht diese Klausel willkürliches selektives Durchsetzen. Vor allem weil man ja unter Umständen nichts dagegen tun kann, dass sich andere einem nähern, und dann zweifelhaft sein kann, wer "schuld" ist an einer Begegnung auf weniger als einen Meter (wie vorhersehbar hat man sich bewegt?). Die Ausnahme, dass die Maßnahme nicht eingehalten werden muss, wenn es "nicht möglich ist", sollte auf den ganzen öffentlichen Raum ausgedehnt werden oder zumindest etwas wie "Begegnungen, die weniger als n Sekunden dauern, sind ausgenommen" dazugeschrieben werden.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Gast1090 am 02. Mai 2020, 19:38:34
Also, für den "Otto Normalverbraucher" ist das aus der Sicht der Infektionsrisikominimierung schwer nachvollziehbar, warum im Freien, wo laut Experten im Gegensatz zu einem geschlossenen Raum eine geringere Infektionswahrscheinlichkeit besteht, der 1-Meter Abstand einzuhalten ist, in einem geschlossenen ÖFFI-Waggon man jedoch dichtgedrängt unterwegs sein darf. Ja, ich weiß, da besteht Maskenpflicht, viele halten sich auch daran, einige aber nicht. Da kann man als ÖFFI-Benutzer nur hoffen, nicht in der Nähe eines Superspreaders unterwegs zu sein.
Oder kann es sein, daß dem Gesetzgeber nicht klar ist, daß die von der breiten Masse verwendeten  0815-Masken nicht vor einer Ansteckung schützen? Oder nimmt man bewußt in Kauf, daß sich der Eine oder Andere infiziert?

Und was wäre deine bessere Lösung? Wenn die Schulen wieder öffnen, wird in der HVZ nun einmal in den Öffis wieder ziemlich viel los sein - forderst du eine Reservierungspflicht für die U-Bahn, und wer für die U1 ab Praterstern um 7 Uhr 41 Min 45 Sek nicht rechtzeitig gebucht hat, darf nicht mit?

Die Regelung bezüglich Öffis ist schlich und einfach der Realität geschuldet, dass nicht immer genug Platz sein wird.

Anmerkung: NMS Schützt den Träger selbst nicht, das ist hinlänglich bekannt. Es ist aber ebenso schon erwiesen, dass er tatsächlich in signifikantem Ausmaß davor schützt, dass Tröpfchen des Trägers sich verteilen können. Wenn daher jeder in Öffis einen NMS trägt, ist damit gar nicht so wenig Schutz verbunden.

Reservierungspflicht? Keine schlechte Idee  :))

Was ich aber fordere, ist, daß die Einhaltung der Maskenpflicht rigoros überwacht wird. Da bin ich bei Dir bzw. 95B: wenn ausnahmslos ALLE Mund und Nase bedeckt halten würden, wäre das Infektionsrisiko minimert. Und ich glaube nicht, daß ausgerechnet immer nur dann, wenn ich unterwegs bin, auch Leute ohne Maske oder Ahnungslose, die nicht wissen, wo ihre Nase anfängt, unterwegs sind. Erst unlängst habe ich einem gedeutet, er möge bitte auch seine Nase bedecken - wenn Blicke töten könnten, wäre ich jetzt tot.
Und ja, es erfüllt mich mit einem gewissen Unbehagen, wenn Maskenlose unterwegs sind. Und nein, ich steige in solchen Situationen nicht immer in den nächsten Folgezug um. Bislang reichte es für mich meistens, mir gegebenenfalls einen anderen Platz - in genügender Entfernung zum Maskenmuffel - zu suchen.
Und nachdem die Wiener Linien es schon im Vorfeld abgelehnt haben, die Einhaltung dieser Beförderungsbestimmung zu überwachen (für die Einhaltung anderer Beförderungsbestimmungen, wie zum Beispiel gültiger Fahrausweis, Transport von Fahrrädern zu bestimmten Zeiten, etc.  fühlen sie sich allerdings schon zuständig), müßte das eben die Polizei machen. Ich bin mir sicher, wenn eine Hundertschaft eine Woche lang täglich die Fahrzeuge durchstreift, daß dann der Großteil der Makenmuffeln erwischt worden sind. Ich darf nur daran erinnern, daß in den ersten Tagen nach Einführung der Ausgangsbeschränkungen genügend Polizisten unterwegs waren, um die Leute abzumahnen bzw. bei Uneinsichtigkeit abzustrafen.

 
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hema am 02. Mai 2020, 19:46:54
Das blöde ist halt, dass in Wien die Zahl der aktuell erkrankten eher steigt (die vermutlich riesige Dunkelziffer möcht' ich gar nicht wissen!), in den anderen Bundesländern sinkt. Kärnten etwa hat nur mehr 17 erkrankte Personen.

Wann werden die wohl ihre Grenzen für Wiener sperren!   :o  >:D
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 02. Mai 2020, 20:08:39
Das blöde ist halt, dass in Wien die Zahl der aktuell erkrankten eher steigt (die vermutlich riesige Dunkelziffer möcht' ich gar nicht wissen!), in den anderen Bundesländern sinkt.

Die Zahlen für Wien haben sich in den letzten Wochen auf konstantem Niveau eingependelt (x-Achse: vergangene Tage seit 1. März, y-Achse: neu gemeldete Erkrankungen pro Tag). Das bedeutet einerseits, dass noch einige unerkannt Infizierte draußen herumschwirren, andererseits aber auch, dass das nicht wahnsinnig viele sein können. Wir wissen auch nicht, aus welchen Bereichen die stammen (Risikogruppe? Personal aus dem Gesundheitswesen? Bestimmte Gesellschaftsschichten? Bunt durchgemischt?). Bei so niedrigen Zahlen ist alles nur Spekulation. Wenn die Zahlen aber weiterhin kostant bleiben, haben wir die komplette Durchseuchung in 182,5 Jahren erreicht. Blöd nur, dass die Menschen nicht so lang leben. ;D

[attachimg=1]
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Gast1090 am 02. Mai 2020, 20:22:58

.....
Jetzt muss man auf den Meter Abstand achten, egal warum man draußen ist. Die Verhaltensregeln in öffentlichen Verkehrsmitteln wurden wirklich gelockert (Unterschreitung erlaubt bei Platzmangel), aber draußen auf der Straße ausschließlich verschärft.

Wundert mich eigentlich, dass Opposition und Medien das noch nicht erkannt und zerrissen haben.

Also, für den "Otto Normalverbraucher" ist das aus der Sicht der Infektionsrisikominimierung schwer nachvollziehbar, warum im Freien, wo laut Experten im Gegensatz zu einem geschlossenen Raum eine geringere Infektionswahrscheinlichkeit besteht, der 1-Meter Abstand einzuhalten ist, in einem geschlossenen ÖFFI-Waggon man jedoch dichtgedrängt unterwegs sein darf. Ja, ich weiß, da besteht Maskenpflicht, viele halten sich auch daran, einige aber nicht. Da kann man als ÖFFI-Benutzer nur hoffen, nicht in der Nähe eines Superspreaders unterwegs zu sein.
Oder kann es sein, daß dem Gesetzgeber nicht klar ist, daß die von der breiten Masse verwendeten  0815-Masken nicht vor einer Ansteckung schützen? Oder nimmt man bewußt in Kauf, daß sich der Eine oder Andere infiziert?
Natürlich wird sich, egal was man tut, weiterhin "der eine oder andere infizieren". Es ist immer eine Abwägung unterschiedlicher Interessen, das kann man natürlich als "bewu[ss]t in Kauf nehmen" formulieren. Langfristig wird sich wahrscheinlich die Mehrheit der Bevölkerung mit SARS-CoV-2 infizieren, das Ziel ist nur, dass sie das möglichst nacheinander tun und nicht zu viele gleichzeitig, damit das Gesundheitssystem nicht überlastet wird und man eventuell später schon mehr über wirksame Behandlungsmethoden weiß.

highspeedtrain schreibt richtigerweise, dass die Ausnahme für überfüllte öffentliche Verkehrsmittel dem geschuldet ist, dass es halt unter Umständen nicht anders möglich ist. Das ist allerdings im restlichen öffentlichen Raum genauso der Fall, siehe mein Beispiel des Gehsteigs, auf dem man einer anderen Person entgegenkommt. Natürlich gäbe es (hoffentlich!) sofort einen medialen und oppositionellen Aufschrei, wenn ein Polizist da wirklich strafen würde, aber dennoch ermöglicht diese Klausel willkürliches selektives Durchsetzen. Vor allem weil man ja unter Umständen nichts dagegen tun kann, dass sich andere einem nähern, und dann zweifelhaft sein kann, wer "schuld" ist an einer Begegnung auf weniger als einen Meter (wie vorhersehbar hat man sich bewegt?). Die Ausnahme, dass die Maßnahme nicht eingehalten werden muss, wenn es "nicht möglich ist", sollte auf den ganzen öffentlichen Raum ausgedehnt werden oder zumindest etwas wie "Begegnungen, die weniger als n Sekunden dauern, sind ausgenommen" dazugeschrieben werden.

Was das Gesundheitssysten betrifft, da sind wir eh auf einem guten Weg - hoffentlich bleibt das auch so.
Leider - zumindest ist das mein Eindruck - weiß man noch zu wenig über das Virus, zum Beisipiel, warum es bei manchen überhaupt keine Symptome auslöst, warum es - gottseidank - bei den meisten nur einen leichten Verlauf nimmt, aber auch, warum es für einige tödlich ist. Da ist dann immer nur im nachhinein von Vorerkrankungen die Rede. Ich habe aber noch nirgendwo gelesen, welche konkrete Vorerkrankungen das Virus zu einer tödlichen Gefahr werden lassen könnte.

Und was den engen Gehsteig betrifft - da kann ich sogar ein Beispiel nennen: den Gehsteig in der Geßlgasse, das ist die Verbindung zwischen Maurer Hauptplatz und Maurer Lange Gasse, eine an und für sich enge Gasse (an deren engsten Stelle haben gerade mal die beiden Geleise der Linie 60 Platz) mit dementsprechend engen Gehsteigen. 1 Meter Abstand kann man da vergessen, da kann man froh sein, wenn man so aneinander vorbeikommt.  >:D
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Gast1090 am 02. Mai 2020, 20:43:34
Das blöde ist halt, dass in Wien die Zahl der aktuell erkrankten eher steigt (die vermutlich riesige Dunkelziffer möcht' ich gar nicht wissen!), in den anderen Bundesländern sinkt.

Die Zahlen für Wien haben sich in den letzten Wochen auf konstantem Niveau eingependelt (x-Achse: vergangene Tage seit 1. März, y-Achse: neu gemeldete Erkrankungen pro Tag). Das bedeutet einerseits, dass noch einige unerkannt Infizierte draußen herumschwirren, andererseits aber auch, dass das nicht wahnsinnig viele sein können. Wir wissen auch nicht, aus welchen Bereichen die stammen (Risikogruppe? Personal aus dem Gesundheitswesen? Bestimmte Gesellschaftsschichten? Bunt durchgemischt?). Bei so niedrigen Zahlen ist alles nur Spekulation. Wenn die Zahlen aber weiterhin kostant bleiben, haben wir die komplette Durchseuchung in 182,5 Jahren erreicht. Blöd nur, dass die Menschen nicht so lang leben. ;D

(Dateianhang Link)

Na, ich hoffe doch schon, daß es in den nächsten 1 - 2 Jahren einen Impfstoff geben wird und nach Durchimpfung aller die Gefahr gebannt ist.

Sind in der Tabelle die heute bekanntgewordenen 21 erkrankten Asylwerber aus Erdberg schon dabei?
Gibt es auch eine Aufgliederung (wie in anderen Bundesländern) nach Bezirken?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: S. Böck am 02. Mai 2020, 20:49:57
Was ich aber fordere, ist, daß die Einhaltung der Maskenpflicht rigoros überwacht wird. Da bin ich bei Dir bzw. 95B: wenn ausnahmslos ALLE Mund und Nase bedeckt halten würden, wäre das Infektionsrisiko minimert. [...] Und ja, es erfüllt mich mit einem gewissen Unbehagen, wenn Maskenlose unterwegs sind.

Na dann wart' mal ab, wie's mit der Fetzn-im-Gesicht-Disziplin vor allem in den Backboxen und der Type U ausschauen wird, wenn die Sommerhitze kommt... 8)

...und übrigens: Das Leben ist immer lebensgefährlich...
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hema am 02. Mai 2020, 21:22:10

Gibt es auch eine Aufgliederung (wie in anderen Bundesländern) nach Bezirken?
Hat es auf https://info.gesundheitsministerium.at/gegeben, das wurde aber nach einer Intervention der Wiener Stadtregierung eingestellt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Gast1090 am 02. Mai 2020, 21:31:07
Was ich aber fordere, ist, daß die Einhaltung der Maskenpflicht rigoros überwacht wird. Da bin ich bei Dir bzw. 95B: wenn ausnahmslos ALLE Mund und Nase bedeckt halten würden, wäre das Infektionsrisiko minimert. [...] Und ja, es erfüllt mich mit einem gewissen Unbehagen, wenn Maskenlose unterwegs sind.

Na dann wart' mal ab, wie's mit der Fetzn-im-Gesicht-Disziplin vor allem in den Backboxen und der Type U ausschauen wird, wenn die Sommerhitze kommt... 8)

...und übrigens: Das Leben ist immer lebensgefährlich...

Darauf "freue" ich mich ja eh schon.
Genauso darauf - bislang sind wir ja durch die Trockenheit davon verschont geblieben - wie das mit den Masken bei Regen abläuft: Feuchte Masken (von nassen Masken will ich ja gar nicht reden) sind ja wirkungslos. Eigentlich müßte man immer zumindest eine weitere trockene(!) Reservemaske bei sich haben.

Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Gast1090 am 02. Mai 2020, 21:35:03

Gibt es auch eine Aufgliederung (wie in anderen Bundesländern) nach Bezirken?
Hat es auf https://info.gesundheitsministerium.at/gegeben, das wurde aber nach einer Intervention der Wiener Stadtregierung eingestellt.

Danke für die Info.

Finde ich schade, daß das eingestellt wurde; wäre schon interessant zu wissen, wie das zum Beispiel in meinem Bezirk aussieht.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Gast1090 am 03. Mai 2020, 03:01:46
Was das Gesundheitssysten betrifft, da sind wir eh auf einem guten Weg - hoffentlich bleibt das auch so....

Daß die Zahl der Kranken von Tag zu Tag - österreichweit gesehen - abnimmt, darf nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Zahl der Kranken (inkl. Spital) in Wien von Tag zu Tag steigt, zuletzt (Stand 02.05.) auf 586! 

Im Bundesländervergleich liegt Wien
bei den Kranken unangefochten an 1. Stelle;
ebenso (leider) auch bei den Verstorbenen;
hingegen bei den positiv Getesteten an 3. Stelle (nach Tirol und NÖ);
und bei den Genesenen an 4. Stelle (nach Tirol, NÖ, OÖ)

Diese Zahlen zu interpretieren, bleibt jedem einzelnen überlassen.
Mal sehen, wie das in einer Woche aussieht. 

Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: T1 am 03. Mai 2020, 03:15:00
Es ist natürlich sehr sinnvoll, Absolutzahlen so zu vergleichen ::)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: haidi am 03. Mai 2020, 05:17:55
@gast1090: Ich habe deine Zahlen realitätsnaher auf Infizierte pro 1000 EW umgerechnet:

Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hema am 03. Mai 2020, 06:02:37
Es geht aber nicht um die jemals Infizierten, sondern um die aktuell erkrankten Personen. Und da schaut es im Moment für Wien nicht so gut aus!   :lamp:  :-[
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: abc am 03. Mai 2020, 08:47:01
@gast1090: Ich habe deine Zahlen realitätsnaher auf Infizierte pro 1000 EW umgerechnet:

Dazu kommt noch, dass die Zahlen ja nur den Ort der Diagnose enthalten und nicht den der Ansteckung. Sonst müsste bei Tirol noch ein Großteil der Hamburger und isländischen Fälle mit eingerechnet werden.

Es geht aber nicht um die jemals Infizierten, sondern um die aktuell erkrankten Personen. Und da schaut es im Moment für Wien nicht so gut aus!   :lamp:  :-[

Sind denn die Erkrankten aus dem Haus Erdberg bei den aktuellen Zahlen schon mit eingerechnet? Die treiben natürlich den Schnitt sehr nach oben. Und da wurden nun aber auch sehr schnell Maßnahmen ergriffen, damit sich das Virus von da nicht weiter ausbreitet.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: haidi am 03. Mai 2020, 08:58:10
Es geht aber nicht um die jemals Infizierten, sondern um die aktuell erkrankten Personen. Und da schaut es im Moment für Wien nicht so gut aus!   :lamp:  :-[
Warum bringt er dann die Zahlen der jemals Erkrankten?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 03. Mai 2020, 10:07:16
Die Gültigkeit der Studenten-Semesterkarte wurde wegen Corona bis 30. September 2020 verlängert:
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200503_OTS0007/simamaresch-das-wiener-linien-semesterticket-gilt-heuer-bis-30-september
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: coolharry am 03. Mai 2020, 12:34:00
Es geht aber nicht um die jemals Infizierten, sondern um die aktuell erkrankten Personen. Und da schaut es im Moment für Wien nicht so gut aus!   :lamp:  :-[
Warum bringt er dann die Zahlen der jemals Erkrankten?
Weil er es einfach mal Wien schlecht reden wollte.
Und am 16.4 gab's über 1000 gleichzeitig kranke. Soviel zu "es steigt ständig"  Und die Steiermark hat derzeit 133 Todesfälle lt. Ministerium und nicht 121 wie in der Grafik des ORF. Somit nur 2 weniger als Wien bei weit weniger Infizierten.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: S. Böck am 03. Mai 2020, 14:02:51
Und die Steiermark hat derzeit 133 Todesfälle lt. Ministerium und nicht 121 wie in der Grafik des ORF.

...wurde nicht irgendwann von Regierungsseite gesagt, wir sollen bezüglich Corona nur seriösen Quellen trauen - oder fiel die Bezeichnung "Leitmedien"? ::)

Mir scheint, man kann den Statistiken generell nicht wirklich vertrauen. Neben der Frage der Verlässlichkeit der Tests ist viel zu wenig transparent, wieviel und nach welchen Kriterien getestet wird. Zu den Todesfällen: Mit Corona oder an Corona gestorben? Die Anzahl der Personen, die sich in Spitälern und Pflegeheimen infiziert haben, sollte gesondert angeführt werden. Die Ursache dieser Fälle ist ja offensichtlich Fremdverschulden, d.h. mangelnde Hygiene in diesen Einrichtungen und nicht eigenes unaufmerksames, schlampiges Verhalten, ignorieren der Regeln, "Pech", etc. zu Hause, auf der Straße, am Arbeitsplatz usw.!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 25/26 am 03. Mai 2020, 14:14:54
Und die Steiermark hat derzeit 133 Todesfälle lt. Ministerium und nicht 121 wie in der Grafik des ORF.

...wurde nicht irgendwann von Regierungsseite gesagt, wir sollen bezüglich Corona nur seriösen Quellen trauen - oder fiel die Bezeichnung "Leitmedien"? ::)

Mir scheint, man kann den Statistiken generell nicht wirklich vertrauen.

Gibt es da nicht diesen einen Spruch?  >:D
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Katana am 03. Mai 2020, 14:23:26
Und am 16.4 gab's über 1000 gleichzeitig kranke. Soviel zu "es steigt ständig"
Lt. Grafik im Standard (https://www.derstandard.at/story/2000115810293/aktuelle-zahlen-zum-coronavirus) waren es 1.448 am 15.4. und 465 am 21.4.. Diese Reduktion von über 2/3 binnen einer Woche kann nur mit verzögerten negativen Testergebnissen zu tun haben.
Und seit dem 21.4. steigt die Zahl wieder kontinuierlich an.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Gast1090 am 03. Mai 2020, 15:07:22
Es geht aber nicht um die jemals Infizierten, sondern um die aktuell erkrankten Personen. Und da schaut es im Moment für Wien nicht so gut aus!   :lamp:  :-[

 :up:

Sehe ich genauso; interessant wäre natürlich auch noch die Zahl jener Erkrankten, die sich in Spitalsbehandlung (egal, ob auf Normal- oder Intensivstation) befinden, denn die sind sicher isoliert, und jener, die sich in Heimquarantäne befinden und bei laschem Quarantäneverhalten ein potentielles Infektionsrisiko darstellen. 
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hema am 03. Mai 2020, 15:15:42
Das Risiko sind nicht die erkannt Kranken, die sind eh in Behandlung bzw. Beobachtung, sondern jene aus der Dunkelziffer und die wird meist mit etwa mal zehn angenommen. In Wien gibt es also vermutlich gut 5000 Personen, die gar nicht wissen, dass sie krank sind.

Ab morgen kann man sich übrigens in Schwechat testen lassen. Kostet 190 Euro, das Ergebnis erhält man nach drei Stunden (der Test gilt vier Tage).
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Gast1090 am 03. Mai 2020, 15:24:01
Es geht aber nicht um die jemals Infizierten, sondern um die aktuell erkrankten Personen. Und da schaut es im Moment für Wien nicht so gut aus!   :lamp:  :-[
Warum bringt er dann die Zahlen der jemals Erkrankten?
Weil er es einfach mal Wien schlecht reden wollte.
Und am 16.4 gab's über 1000 gleichzeitig kranke. Soviel zu "es steigt ständig"  Und die Steiermark hat derzeit 133 Todesfälle lt. Ministerium und nicht 121 wie in der Grafik des ORF. Somit nur 2 weniger als Wien bei weit weniger Infizierten.

Es liegt mir fern, Wien schlechtreden zu wollen. Und auch wenn es seit 16.04. einen Rückgang bei den Erkrankten gegeben hat, ändert das nichts daran, daß in letzter Zeit entgegen dem österreichweiten Trend die Anzahl der Erkrankten stetig zunimmt! Sogar der Innenminister Nehammer zeigt sich wegen der Situation in Wien besorgt - oder willst Du dem auch unterstellen, Wien schlechtreden zu wollen?

.....Derzeit erkennen wir hier einen Schwerpunkt bei den Infektionszahlen in Wien, da in den letzten Tagen rund 50 % der Neuinfektionen in der Stadt Wien aufgekommen sind. ...

....Während die Reproduktionszahl in Österreich zuletzt unter 0,6 lag, ist sie in Wien nun wieder bei 1. ...

Quelle: https://www.oe24.at/coronavirus/Massen-Infektion-in-Asylheim-Wien-als-neuer-Corona-Hotspot/428386677
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: S. Böck am 03. Mai 2020, 15:25:16
Gibt es da nicht diesen einen Spruch?  >:D

Und genau deshalb gehe ich davon aus, dass die Zahlen auch nicht wieder gravierend ansteigen werden. 8) Weil inzwischen allen klar ist, dass eine neuerliche Verschärfung der Restriktionen a) wirtschaftlich endgültig ein Supergau wäre, und b) seitens der Bevölkerung auf mehr und mehr Widerstand stieße. Inzwischen werden die Leute ohnehin immer kreativer, was das Umgehen großzügige Auslegen einzelner Bestimmungen angeht, noch dazu, wenn sie mangelhaft formuliert sind.

Quelle: https://www.oe24.at/coronavirus/Massen-Infektion-in-Asylheim-Wien-als-neuer-Corona-Hotspot/428386677

Das ist ungefähr so, wie wennst als Brite der "Sun" vertraust. Leider tun das aber viele Briten... ???
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Gast1090 am 03. Mai 2020, 15:43:30
Das Risiko sind nicht die erkannt Kranken, die sind eh in Behandlung bzw. Beobachtung, sondern jene aus der Dunkelziffer und die wird meist mit etwa mal zehn angenommen. In Wien gibt es also vermutlich gut 5000 Personen, die gar nicht wissen, dass sie krank sind.

Ab morgen kann man sich übrigens in Schwechat testen lassen. Kostet 190 Euro, das Ergebnis erhält man nach drei Stunden (der Test gilt vier Tage).

Warum dieser Test die bisherige 14-tägige Quarantäne ersetzen soll, ist für mich nicht ganz schlüssig, da der PCR-Test nur eine Momentaufnahme ist und ein heute durchgeführter Test (mit negativem Ergebnis)  bei morgiger (nochmaliger) Testung zu einem positiven Ergebnis führen kann. D.h., man kann bei dem ersten Test zwar schon das Virus haben, dieses ist aber im Test noch nicht nachweisbar. Und wenn man sich dann vielleicht nach 4 Tagen nochmals testen läßt, dann ist man positiv und hat in der Zwischenzeit womöglich etliche Andere infiziert.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Katana am 03. Mai 2020, 15:53:20
Das Risiko sind nicht die erkannt Kranken, die sind eh in Behandlung bzw. Beobachtung, sondern jene aus der Dunkelziffer ....
Endlich sagt das jemand. :up:

Sogar der Innenminister Nehammer zeigt sich wegen der Situation in Wien besorgt - oder willst Du dem auch unterstellen, Wien schlechtreden zu wollen?

.....Derzeit erkennen wir hier einen Schwerpunkt bei den Infektionszahlen in Wien, da in den letzten Tagen rund 50 % der Neuinfektionen in der Stadt Wien aufgekommen sind. ...
"Sogar"? Dass Nehammer kritisch Wien gegenüber ist, wundert mich nicht.

Interessant wären Zahlen aus Graz und Linz, statt mit Bundesländern zu vergleichen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Alex am 03. Mai 2020, 15:53:24
Es liegt mir fern, Wien schlechtreden zu wollen. Und auch wenn es seit 16.04. einen Rückgang bei den Erkrankten gegeben hat, ändert das nichts daran, daß in letzter Zeit entgegen dem österreichweiten Trend die Anzahl der Erkrankten stetig zunimmt! Sogar der Innenminister Nehammer zeigt sich wegen der Situation in Wien besorgt - oder willst Du dem auch unterstellen, Wien schlechtreden zu wollen?

.....Derzeit erkennen wir hier einen Schwerpunkt bei den Infektionszahlen in Wien, da in den letzten Tagen rund 50 % der Neuinfektionen in der Stadt Wien aufgekommen sind. ...

....Während die Reproduktionszahl in Österreich zuletzt unter 0,6 lag, ist sie in Wien nun wieder bei 1. ...

Quelle: https://www.oe24.at/coronavirus/Massen-Infektion-in-Asylheim-Wien-als-neuer-Corona-Hotspot/428386677 (https://www.oe24.at/coronavirus/Massen-Infektion-in-Asylheim-Wien-als-neuer-Corona-Hotspot/428386677)
Die Grafiken im Standard stellen die Zahlen sehr schön dar, aber hier zeigt sich vor allem eines: "Wien ist anders"
In Wien wird das Melden der gesundeten Personen anscheinend anders gehandhabt. Es ist zuerst keine Abnahme der aktiv Kranken zu sehen und dann plötzlich der Absturz (waren glaub ich ca. 900 gesund gemeldete an einem Tag), von dem aus die Kurve aktuell wieder ansteigt. Anscheinend wird da von einigen Stellen unregelmäßig, dafür gesammelt, gemeldet.


Bei der aktuellen Zahlen entfällt die Hälfte aller Neuerkrankungen derzeit tatsächlich auf Wien und der Reproduktionsfaktor ist mit rund um 1 recht hoch, wobei das laut einem Interview mit einer Infektiologin zwei Ursachen hat.
1.) In Wien wird sehr viel getestet, besonders im Umfeld von bekannten Clustern und in Pflegeheimen, sowie dem Asylheim, wobei all diese Bereiche bereits isoliert sind, daher hat man dort weniger Sorge, aber es werden noch laufend neue Fälle gefunden.
2.) Zur Reproduktionszahl ist die Sorge auch recht gering, nachdem diese zwar 1 ist, aber die Anzahl der Infektionen generell auf einem sehr niedrigen Niveau sind. (von gestern 15 Uhr bis heute 15 Uhr gab es lediglich 19 Neuerkrankungen österreichweit).
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Block am 03. Mai 2020, 15:53:42
Sogar der Innenminister Nehammer zeigt sich wegen der Situation in Wien besorgt - oder willst Du dem auch unterstellen, Wien schlechtreden zu wollen?


Na gerade dem, Die wittern Morgenluft in Wien.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 03. Mai 2020, 15:54:27
Das Risiko sind nicht die erkannt Kranken, die sind eh in Behandlung bzw. Beobachtung, sondern jene aus der Dunkelziffer und die wird meist mit etwa mal zehn angenommen. In Wien gibt es also vermutlich gut 5000 Personen, die gar nicht wissen, dass sie krank sind.

Ab morgen kann man sich übrigens in Schwechat testen lassen. Kostet 190 Euro, das Ergebnis erhält man nach drei Stunden (der Test gilt vier Tage).

Warum dieser Test die bisherige 14-tägige Quarantäne ersetzen soll, ist für mich nicht ganz schlüssig, da der PCR-Test nur eine Momentaufnahme ist und ein heute durchgeführter Test (mit negativem Ergebnis)  bei morgiger (nochmaliger) Testung zu einem positiven Ergebnis führen kann. D.h., man kann bei dem ersten Test zwar schon das Virus haben, dieses ist aber im Test noch nicht nachweisbar. Und wenn man sich dann vielleicht nach 4 Tagen nochmals testen läßt, dann ist man positiv und hat in der Zwischenzeit womöglich etliche Andere infiziert.

Ist das nicht auch der gleiche Test, wie der vom Gesundheitsamt?

Wenn dieser negativ ist, braucht man mWn auch nicht in Quarantäne.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Gast1090 am 03. Mai 2020, 15:57:24
Quelle: https://www.oe24.at/coronavirus/Massen-Infektion-in-Asylheim-Wien-als-neuer-Corona-Hotspot/428386677

Das ist ungefähr so, wie wennst als Brite der "Sun" vertraust. Leider tun das aber viele Briten... ???

Von der Masseninfektion im "Haus Erdberg" haben andere Medien auch berichtet - das dürfte also stimmen; den Link zu oe24 habe ich wegen der Äußerungen von Innenminister Nehammer reingestellt. Ob der das wirklich so gesagt hat oder nicht, kann ich naturgemäß nicht überprüfen, aber ich gehe schon mal davon aus, daß sich oe24 hüten wird, Innenminister Nehammer falsche Behauptungen zu unterstellen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hema am 03. Mai 2020, 15:59:41

Ist das nicht auch der gleiche Test, wie der vom Gesundheitsamt?
Ja, es ist ein PCR-Test.




Interessant wären Zahlen aus Graz und Linz, statt mit Bundesländern zu vergleichen.
In Wien sind momentan 604 Leute krank, in ganz Oberösterreich 93.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Gast1090 am 03. Mai 2020, 16:19:10
Das Risiko sind nicht die erkannt Kranken, die sind eh in Behandlung bzw. Beobachtung, sondern jene aus der Dunkelziffer und die wird meist mit etwa mal zehn angenommen. In Wien gibt es also vermutlich gut 5000 Personen, die gar nicht wissen, dass sie krank sind.

Ab morgen kann man sich übrigens in Schwechat testen lassen. Kostet 190 Euro, das Ergebnis erhält man nach drei Stunden (der Test gilt vier Tage).

Warum dieser Test die bisherige 14-tägige Quarantäne ersetzen soll, ist für mich nicht ganz schlüssig, da der PCR-Test nur eine Momentaufnahme ist und ein heute durchgeführter Test (mit negativem Ergebnis)  bei morgiger (nochmaliger) Testung zu einem positiven Ergebnis führen kann. D.h., man kann bei dem ersten Test zwar schon das Virus haben, dieses ist aber im Test noch nicht nachweisbar. Und wenn man sich dann vielleicht nach 4 Tagen nochmals testen läßt, dann ist man positiv und hat in der Zwischenzeit womöglich etliche Andere infiziert.

Ist das nicht auch der gleiche Test, wie der vom Gesundheitsamt?

Wenn dieser negativ ist, braucht man mWn auch nicht in Quarantäne.

Ja, eh; dann braucht man sich aber auch nicht über die Dunkelziffer an Erkrankten wundern.

Und für mich ist das halt der nächste Widerspruch im Zusammenhang mit Corona.

Auch wenn mir klar ist, daß, wenn man den Tourismus wieder ankurbeln will, man Gästen nicht zumuten kann, vorerst mal 14 Tage in Quarantäne zu gehen. Da riskiert man sichtlich, daß, wie das auch in China passiert ist, die eine oder andere Neuinfektionsquelle von Eingereisten stammt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Gast1090 am 03. Mai 2020, 16:39:28

In Wien sind momentan 604 Leute krank, in ganz Oberösterreich 93.

604? Das wäre gegenüber gestern, 23:00, ein Zuwachs um 18 Personen, also fast genausoviel, wie Alex
als österreichweite Neuerkrankungszahl (19), allerdings von 15:00 - 15:00 angegeben hat.

Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Katana am 03. Mai 2020, 17:21:04

In Wien sind momentan 604 Leute krank, in ganz Oberösterreich 93.

604? Das wäre gegenüber gestern, 23:00, ein Zuwachs um 18 Personen, also fast genausoviel, wie Katana
als österreichweite Neuerkrankungszahl (19), allerdings von 15:00 - 15:00 angegeben hat.

Wo habe ich eine Neuerkrankungszahl angegeben? Link bitte!


Ist das nicht auch der gleiche Test, wie der vom Gesundheitsamt?

Wenn dieser negativ ist, braucht man mWn auch nicht in Quarantäne.

Ja, eh; dann braucht man sich aber auch nicht über die Dunkelziffer an Erkrankten wundern.

Gibt es einen besseren Test?


Interessant wären Zahlen aus Graz und Linz, statt mit Bundesländern zu vergleichen.
In Wien sind momentan 604 Leute krank, in ganz Oberösterreich 93.


Ich meinte aber nicht aktuelle Absolutzahlen, sondern um einen Vergleich von mittelfristigen Tendenzen in Großstädten anstellen zu können.

Quelle: https://www.oe24.at/coronavirus/Massen-Infektion-in-Asylheim-Wien-als-neuer-Corona-Hotspot/428386677

Das ist ungefähr so, wie wennst als Brite der "Sun" vertraust. Leider tun das aber viele Briten... ???

Von der Masseninfektion im "Haus Erdberg" haben andere Medien auch berichtet - das dürfte also stimmen; den Link zu oe24 habe ich wegen der Äußerungen von Innenminister Nehammer reingestellt. Ob der das wirklich so gesagt hat oder nicht, kann ich naturgemäß nicht überprüfen, aber ich gehe schon mal davon aus, daß sich oe24 hüten wird, Innenminister Nehammer falsche Behauptungen zu unterstellen.
Nehammer scheint aber eine andere Meinung zu haben als sein eigener Krisenstab:
Zitat
Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) wird in der Kronen Zeitung zur Situation in Wien deshalb mit dem Satz "Diese Entwicklung erfüllt mich mit Sorge" zitiert.

Allerdings: Im Krisenstab des Innenressorts sieht man keinen Grund zur Panik. "Es ist grundsätzlich ruhig, wir haben eine stabile Lage", sagt ein Mitglied im STANDARD-Gespräch. Auch das Faktum, dass die sogenannte effektive Reproduktionszahl – also wie viele andere Personen ein Infizierter ansteckt – in Wien derzeit bei 0,9 und damit über dem Bundesschnitt liegt, ficht niemanden an.
Quelle: https://www.derstandard.at/story/2000117253874/corona-neuinfektionen-stabile-lage-nach-ersten-verordnungs-lockerungen
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Gast1090 am 03. Mai 2020, 17:55:42

In Wien sind momentan 604 Leute krank, in ganz Oberösterreich 93.

604? Das wäre gegenüber gestern, 23:00, ein Zuwachs um 18 Personen, also fast genausoviel, wie Katana
als österreichweite Neuerkrankungszahl (19), allerdings von 15:00 - 15:00 angegeben hat.

Wo habe ich eine Neuerkrankungszahl angegeben? Link bitte!


Sorry, da habe ich mich verschaut.  :-[  Alex hat von 19 Neuerkrankungen geschrieben 
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Gast1090 am 03. Mai 2020, 18:18:34
Quelle: https://www.oe24.at/coronavirus/Massen-Infektion-in-Asylheim-Wien-als-neuer-Corona-Hotspot/428386677

Das ist ungefähr so, wie wennst als Brite der "Sun" vertraust. Leider tun das aber viele Briten... ???

Von der Masseninfektion im "Haus Erdberg" haben andere Medien auch berichtet - das dürfte also stimmen; den Link zu oe24 habe ich wegen der Äußerungen von Innenminister Nehammer reingestellt. Ob der das wirklich so gesagt hat oder nicht, kann ich naturgemäß nicht überprüfen, aber ich gehe schon mal davon aus, daß sich oe24 hüten wird, Innenminister Nehammer falsche Behauptungen zu unterstellen.
Nehammer scheint aber eine andere Meinung zu haben als sein eigener Krisenstab:
Zitat
Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) wird in der Kronen Zeitung zur Situation in Wien deshalb mit dem Satz "Diese Entwicklung erfüllt mich mit Sorge" zitiert.

Allerdings: Im Krisenstab des Innenressorts sieht man keinen Grund zur Panik. "Es ist grundsätzlich ruhig, wir haben eine stabile Lage", sagt ein Mitglied im STANDARD-Gespräch. Auch das Faktum, dass die sogenannte effektive Reproduktionszahl – also wie viele andere Personen ein Infizierter ansteckt – in Wien derzeit bei 0,9 und damit über dem Bundesschnitt liegt, ficht niemanden an.
Quelle: https://www.derstandard.at/story/2000117253874/corona-neuinfektionen-stabile-lage-nach-ersten-verordnungs-lockerungen

Das eine schließt ja das andere nicht aus: man kann ja den Anstieg mit Sorge beobachten, ohne jedoch gleich in Panik zu verfallen. Es wird sicher irgendwo eine Obergrenze definiert sein, wobei mir ehrlich gesagt nicht klar ist, was dann passiert, wenn diese Obergrenze erreicht/überschritten wird. Wie Hr. Katzian (ÖGB-Präsident) anklingen hat lassen, kann er sich einen zweiten Lockdown nicht vorstellen. Und ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, daß die Wiener nocheinmal wochenlang alle schön brav zuhause sitzen bleiben. Von den wirtschaftlichen Folgen ganz zu schweigen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 03. Mai 2020, 19:27:19
Wenn es um die weitere Entwicklung der Infektionszahlen geht, darf man nicht die Zahl der aktiv Erkrankten hernehmen, sondern muss die absolute Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen betrachten. Und bei diesen Zahlen – ich wiederhole mich – gibt es innerhalb der letzten Wochen in Wien keinen Anstieg.

Ist das denn wirklich so schwer verständlich? :-\
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hema am 03. Mai 2020, 19:30:55
Ein Anstieg der Zahl der aktuell Kranken heißt aber im Umkehrschluss, dass mehr Leute erkranken als in der gleichen Zeit gesunden!  ;)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Alex am 03. Mai 2020, 19:33:01
Das eine schließt ja das andere nicht aus: man kann ja den Anstieg mit Sorge beobachten, ohne jedoch gleich in Panik zu verfallen. Es wird sicher irgendwo eine Obergrenze definiert sein, wobei mir ehrlich gesagt nicht klar ist, was dann passiert, wenn diese Obergrenze erreicht/überschritten wird. Wie Hr. Katzian (ÖGB-Präsident) anklingen hat lassen, kann er sich einen zweiten Lockdown nicht vorstellen. Und ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, daß die Wiener nocheinmal wochenlang alle schön brav zuhause sitzen bleiben. Von den wirtschaftlichen Folgen ganz zu schweigen.
Einen österreichweiten Shutdown schließe ich persönlich fast aus, da ja im Gegensatz zum Ausbruch Anfang März inzwischen anhand der Ansteckungsketten und der bekannten "Cluster" ziemlich bekannt ist, wo das Virus unterwegs ist (Dunkelziffer einmal beiseite gelassen)*.
So lange sich neue Infektionen in diesen Bereichen, vor allem in schon unter Quarantäne befindlichen, abspielen, wird nicht viel passieren, sollte es irgendwo, und das wird vermutlich bald nur mehr Wien betreffen, zu einer nicht nachvollziehbaren Ausbreitung kommen, dann werden wohl lokale Isolationen ausgesprochen werden bzw. bestimmte Beschränkungen wieder eingeführt bzw. Lockerungen zurückgenommen werden.


*) großartige Dunkelziffern schließe ich auch für mich aus, da es zum einen zufällig ausgewählte Stichproben-Tests durch SORA gegeben hat, die keine großartigen Fallzahlen aufgedeckt haben und es andererseits in den Bereichen, die während des Shutdowns mit anderen Personen Kontakt hatten, Schwerpunkt-Testungen gegeben hat (Supermarkt-Personal, Pflegepersonal, etc.). Alle anderen waren jetzt quasi 7 Wochen isoliert und sollten damit ziemlich sicher gesund sein.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 03. Mai 2020, 19:34:18
Ein Anstieg der Zahl der aktuell Kranken heißt aber im Umkehrschluss, dass mehr Leute erkranken als in der gleichen Zeit gesunden!  ;)

Ja, aber niemand weiß, warum weniger Gesunde gemeldet werden. Sind sie wirklich länger krank, hat man sie bloß noch nicht getestet, hat man schlicht das Melden versäumt? Wenn die Zahl der Neuerkrankungen so lang stabil bleibt, lässt das eigentlich nur den Schluss zu, dass man die Ansteckungskette nicht ordentlich zurückverfolgen kann – und das ist auch verständlich, wenn man im Hinterkopf hat, dass etliche Infizierte gar keine Symptome ausbilden.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Katana am 04. Mai 2020, 07:20:54
Quelle: https://www.oe24.at/coronavirus/Massen-Infektion-in-Asylheim-Wien-als-neuer-Corona-Hotspot/428386677

Das ist ungefähr so, wie wennst als Brite der "Sun" vertraust. Leider tun das aber viele Briten... ???

Von der Masseninfektion im "Haus Erdberg" haben andere Medien auch berichtet - das dürfte also stimmen; den Link zu oe24 habe ich wegen der Äußerungen von Innenminister Nehammer reingestellt. Ob der das wirklich so gesagt hat oder nicht, kann ich naturgemäß nicht überprüfen, aber ich gehe schon mal davon aus, daß sich oe24 hüten wird, Innenminister Nehammer falsche Behauptungen zu unterstellen.
Nehammer scheint aber eine andere Meinung zu haben als sein eigener Krisenstab:
Zitat
Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) wird in der Kronen Zeitung zur Situation in Wien deshalb mit dem Satz "Diese Entwicklung erfüllt mich mit Sorge" zitiert.

Allerdings: Im Krisenstab des Innenressorts sieht man keinen Grund zur Panik. "Es ist grundsätzlich ruhig, wir haben eine stabile Lage", sagt ein Mitglied im STANDARD-Gespräch. Auch das Faktum, dass die sogenannte effektive Reproduktionszahl – also wie viele andere Personen ein Infizierter ansteckt – in Wien derzeit bei 0,9 und damit über dem Bundesschnitt liegt, ficht niemanden an.
Quelle: https://www.derstandard.at/story/2000117253874/corona-neuinfektionen-stabile-lage-nach-ersten-verordnungs-lockerungen

Das eine schließt ja das andere nicht aus: man kann ja den Anstieg mit Sorge beobachten, ohne jedoch gleich in Panik zu verfallen. Es wird sicher irgendwo eine Obergrenze definiert sein, wobei mir ehrlich gesagt nicht klar ist, was dann passiert, wenn diese Obergrenze erreicht/überschritten wird. Wie Hr. Katzian (ÖGB-Präsident) anklingen hat lassen, kann er sich einen zweiten Lockdown nicht vorstellen. Und ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, daß die Wiener nocheinmal wochenlang alle schön brav zuhause sitzen bleiben. Von den wirtschaftlichen Folgen ganz zu schweigen.

Ich würde nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Wenn der Journalist schreibt "Im Krisenstab des Innenressorts sieht man keinen Grund zur Panik.", ist das doch nichts anderes als "Im Krisenstab des Innenressorts sieht man die Situation entspannt.".

Zitat
Am 28. April, dem letzten Zeitpunkt der jüngsten AGES-Berechnungen, lag die Reproduktionsrate in Wien bei 0,94. Österreichweit lag diese Zahl, die sich stets auf die 13 Tage zuvor bezieht, zuletzt bei 0,72. Allerdings weist auch die AGES darauf hin, dass die Zahl der der Fälle sehr gering sei, weswegen Schwankungen der effektiven Reproduktionszahl „mit großer Vorsicht zu interpretieren“ seien.
Quelle: https://www.diepresse.com/5808690/neuinfektionen-wird-wien-zum-problem

Ja, aber niemand weiß, warum weniger Gesunde gemeldet werden. Sind sie wirklich länger krank, hat man sie bloß noch nicht getestet, hat man schlicht das Melden versäumt? Wenn die Zahl der Neuerkrankungen so lang stabil bleibt, lässt das eigentlich nur den Schluss zu, dass man die Ansteckungskette nicht ordentlich zurückverfolgen kann – und das ist auch verständlich, wenn man im Hinterkopf hat, dass etliche Infizierte gar keine Symptome ausbilden.
Auch darauf gibt es eine Antwort:
Zitat
Aus dem medizinischen Krisenstab der Stadt Wien heißt es jedenfalls, man könne die Infektionswege der neuen Fälle gut rückverfolgen. Infektionen würden derzeit vor allem auftreten, wenn sich Einzelne innerhalb von Familien oder bei Bekannten anstecken. Fälle von Infektionen im öffentlichen Raum durch Fremde, in einem Park oder einem öffentlichen Verkehrsmittel seien keine nachgewiesen (können aber auch nicht ausgeschlossen werden). Zu den „Clustern“ innerhalb von Familien- und Bekanntenkreisen kommen Fälle, die durch Screenings diagnostiziert werden: So werden etwa Bewohner und Betreuer in Pflege- oder Seniorenwohnhäusern systematisch durchgetestet. Das soll auch auf alle Asyl-Unterkünfte, bzw. überhaupt sämtliche Sozial-Einrichtungen, in denen viele Menschen zusammenleben, ausgeweitet werden.
Quelle: https://www.diepresse.com/5808690/neuinfektionen-wird-wien-zum-problem

Wenn es um die weitere Entwicklung der Infektionszahlen geht, darf man nicht die Zahl der aktiv Erkrankten hernehmen, sondern muss die absolute Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen betrachten. Und bei diesen Zahlen – ich wiederhole mich – gibt es innerhalb der letzten Wochen in Wien keinen Anstieg.

Ist das denn wirklich so schwer verständlich? :-\
Wenn die Zahl der potentiellen Infektionsherde steigt und die Zahl der Neuinfektionen aber nicht, würde ich normalerweise daraus schließen, dass die Kontakte zwischen Kranken und Gesunden reduziert werden. Oder? Aber gut, dass die AGES auf die schwache Aussagekraft der kleinen Zahlen hinweist.

Was mir wichtig scheint: Dass sich lt. Wikipedia die Zahl der Intensiv-Patienten in Wien vom 17.4. bis 27.4. von über 40 auf knapp über 20 halbiert hat und seither stabil ist. Und um die Intensiv-Patienten geht es ja in erster Linie.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 04. Mai 2020, 09:00:30
WIENER LINIEN
U-Bahn ab 11.05.2020 nach Schulfahrplan, alle anderen Verkehrsmittel ab 18.05.2020 nach Schulplan
Wie's mit dem Nachtnetz aussieht konnte ich noch nicht eruieren
Laut Presseaussendung weiterhin keine Nacht-U-Bahn, "das aktuelle Angebot" mit Nachtbussen bleibt bestehen.
Außerdem: Ab 11. Mai jeder U6-Zug bis Siebenhirten.
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200504_OTS0010/wiener-linien-fahren-ab-11-mai-normalbetrieb-hoch
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Tatra83 am 04. Mai 2020, 09:30:43
Laut Presseaussendung weiterhin keine Nacht-U-Bahn, "das aktuelle Angebot" mit Nachtbussen bleibt bestehen.
Außerdem: Ab 11. Mai jeder U6-Zug bis Siebenhirten.
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200504_OTS0010/wiener-linien-fahren-ab-11-mai-normalbetrieb-hoch

Und auf der Webseite der Stümper-Truppe findet man keinen Hinweis darauf. Aber Hauptsache, man ventiliert allen sonst wichtigeren Schwachsinn, wie Solarzellen auf dem U-Bahnhof Ottakring... :fp: Fahrgastinformation war wahrlich noch nie die Stärke in der Tintenburg.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Tunafish am 04. Mai 2020, 11:07:48
Mittlerweile gibts eine Meldung dazu https://www.wienerlinien.at/eportal3/ep/contentView.do/pageTypeId/66526/programId/74577/contentTypeId/1001/channelId/-47186/contentId/5000937
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Tatra83 am 04. Mai 2020, 11:25:55
Mittlerweile gibts eine Meldung dazu https://www.wienerlinien.at/eportal3/ep/contentView.do/pageTypeId/66526/programId/74577/contentTypeId/1001/channelId/-47186/contentId/5000937

Aber leider auch nur stumpfe Propaganda mit hohlen Phrasen wie "dichtestmöglichen Takt" oder "[..] werden täglich gründlich gereinigt und desinfiziert", aber keine Information wie es nun am Wochenende aussieht und was in der Nacht ist: "Für dringende nächtliche Wege bleibt das aktuelle Angebot mit Nachtbussen bestehen." Also 60-Minuten-Takt an allen Tagen auf den Werktags-Linien? :fp:

Und zum Drüberstreuen, diese Meldung befindet sich außerhalb des Propaganda-Bereichs rund um Corona-bezogene Einschränkungen.  :lamp: :))
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 360 am 04. Mai 2020, 12:16:14
@ Tatra83-> Das Ganze wundert dich aber jetzt nicht wirklich, oder?
Schließlich war man bis zur Ankündigung der weitreichenden Lockerungen seitens der Bundesregierung damit beschäftigt wie man die Kosten des Fahrpersonals reduzieren könnte (was jetzt zum Glück obsolet ist) und ähnlichen Dingen...
Und zum Nachtnetz-> Ja, das bleibt vorerst so wie es derzeit ist (Stundentakt inklusive) C:-)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Alex am 04. Mai 2020, 12:42:31
Hauptkundschaft des Nachtnetzes war ja doch die in den Nachtlokalen, Bars, etc. unterwegs gewesene Bevölkerung.
An den Fortgehmöglichkeiten in der Nacht wird wohl auch auf längere Sicht nichts gelockert werden, demnach schließen um 23 Uhr die letzten Restaurants und danach ist nichts mehr los.
Daher glaube ich auch nicht, dass das Angebot bis zu dem Zeitpunkt, zu dem auch die Fortgehlokale wieder öffnen, erhöht werden wird.


Dass das Angebot natürlich auch von Personen gerne genutzt wird, die aus diversen Gründen in der Nacht unterwegs sein müssen, ist verständlich, wird aber wohl einen dichteren Takt wirtschaftlich nicht rechtfertigen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: JochenK am 04. Mai 2020, 13:55:32
warum braucht die Straßenbahn eine Woche länger zum hochfahren  :bh:
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 31/5 am 04. Mai 2020, 14:16:53
warum braucht die Straßenbahn eine Woche länger zum hochfahren  :bh:

Damit die Kursausfälle wegen Personalmangel nicht alle an einem Tag auffallen, sondern abgeschwächt. Flatten the curve!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Katana am 04. Mai 2020, 19:03:47
Das Risiko sind nicht die erkannt Kranken, die sind eh in Behandlung bzw. Beobachtung, sondern jene aus der ziffer und die wird meist mit etwa mal zehn angenommen.

*) großartige Dunkelziffern schließe ich auch für mich aus, da es zum einen zufällig ausgewählte Stichproben-Tests durch SORA gegeben hat, die keine großartigen Fallzahlen aufgedeckt haben und es andererseits in den Bereichen, die während des Shutdowns mit anderen Personen Kontakt hatten, Schwerpunkt-Testungen gegeben hat (Supermarkt-Personal, Pflegepersonal, etc.). Alle anderen waren jetzt quasi 7 Wochen isoliert und sollten damit ziemlich sicher gesund sein.

Es gibt Neuigkeiten zur Dunkelziffer:
Zitat
Insgesamt war bei der österreichweiten Studie, die diesmal von der Statistik Austria durchgeführt wurde, von 1432 Getesteten eine Person positiv. Das ist ein Anteil von 0,06 Prozent der Bevölkerung. Hochgerechnet auf das Land wären das 3500 Infizierte. Aufgrund dieser kleinen Fallzahl sei „diese Zahl mit Vorsicht zu genießen“, sagte Faßmann. Eher feststellen ließe sich die wahrscheinliche Obergrenze, die sich ergibt, wenn die Schwankungsbreite mit eingerechnet wird.

Demnach waren Ende April maximal 11.000 Personen in Österreich zusätzlich zu den Erkrankten in Spitälern mit dem Coronavirus infiziert, also ein Anteil von 0,15 Prozent der Bevölkerung.
Quelle: https://www.diepresse.com/5808928/neue-stichprobe-unter-1432-personen-ein-corona-fall
Bezogen auf den Studienzeitraum kommen also auf jede diagnostizierte (1.993 am 29.4. lt. der gestern verlinkten Standard-Grafik) 1,75 bis max. 5,5 unerkannte Infektionen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hema am 04. Mai 2020, 20:16:36
Da kursieren jetzt die tollsten Berechnungen! Offenbar rechnet das jeder so aus, wie es ihm am besten in den Kram passt.  ::) 
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: T1 am 04. Mai 2020, 20:24:27
Da kursieren jetzt die tollsten Berechnungen! Offenbar rechnet das jeder so aus, wie es ihm am besten in den Kram passt.  ::)

Bitte ein wenig konkreter deine Kritik. Oder was würdest du denn errechnen?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Anrew Wiggin am 04. Mai 2020, 20:29:00
Bezogen auf den Studienzeitraum kommen also auf jede diagnostizierte (1.993 am 29.4. lt. der gestern verlinkten Standard-Grafik) 1,75 bis max. 5,5 unerkannte Infektionen.

Diese Aussage ist inkonsistent, weil die 1,75 nicht der untere Wert, sondern der wahrscheinlichste Wert ist. Die Untergrenze (korrespondierend zur Obergrenze von 11.000) wurde meines Wissens nicht angegeben bzw habe ich sie nicht gefunden.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Tatra83 am 04. Mai 2020, 20:29:19
@ Tatra83-> Das Ganze wundert dich aber jetzt nicht wirklich, oder?
Ich bin total verwundert, sonst sind die WL doch soooo vorbildlich! :))

Daher glaube ich auch nicht, dass das Angebot bis zu dem Zeitpunkt, zu dem auch die Fortgehlokale wieder öffnen, erhöht werden wird.
Ist richtig, jedoch stand das nirgends konkret formuliert. Stattdessen fabuliert man über die laufende Beobachtung der Fahrgastzahlen, den Durchsagen-Terror und das breite COVID19-Maßnahmenpaket.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 38ger am 04. Mai 2020, 20:34:17
warum braucht die Straßenbahn eine Woche länger zum hochfahren  :bh:

Das hab ich mich auch gefragt, aber ein Grund kann schon auch sein, dass viele, die nur ein oder zwei Stationen fahren würden jetzt einfach zu Fuß gehen, um sich nicht anzustecken und/oder der Maskenpflicht zu entgehen und/oder weil man sich sowieso mal die Beine vertreten will, wenn Bars, Restaurants, Discos, Kino, Fitnesscenter usw. zu haben, wohingegen mit der U-Bahn eher längere Strecken zurückgelegt werden, die man dann trotzdem nicht zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen möchte.
Die zweite Erklärung wäre, dass man in den letzten Wochen keine Straßenbahnfahrer ausbilden konnte und man jetzt noch schnell so viele Lehrfahrertage wie möglich durchführen will, damit man den sich eventuell gebildeten Rückstau an Auszubildenden noch abbauen kann.

In einigen anderen Städten (Graz z. B.) fährt man ja schon heute nach dem Schultagsfahrplan. Hätte heut aber keine überfüllten Straßenbahnen in Wien gesehen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Katana am 04. Mai 2020, 20:42:24
Bezogen auf den Studienzeitraum kommen also auf jede diagnostizierte (1.993 am 29.4. lt. der gestern verlinkten Standard-Grafik) 1,75 bis max. 5,5 unerkannte Infektionen.

Diese Aussage ist inkonsistent, weil die 1,75 nicht der untere Wert, sondern der wahrscheinlichste Wert ist. Die Untergrenze (korrespondierend zur Obergrenze von 11.000) wurde meines Wissens nicht angegeben bzw habe ich sie nicht gefunden.
Aufmerksamkeitstest bestanden ;)

Da kursieren jetzt die tollsten Berechnungen! Offenbar rechnet das jeder so aus, wie es ihm am besten in den Kram passt.  ::)

Bitte ein wenig konkreter deine Kritik. Oder was würdest du denn errechnen?
Würde ich auch gerne wissen. Abgesehen vom Faktor 1,75.  :(
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 05. Mai 2020, 10:07:23
Laut VOR-Informationsblatt von heute fahren die Straßenbahn- und die Buslinien auch nach dem 18. Mai an Samstagen weiterhin nach Sonntagsfahrplan:

[attach=1]

Quelle: https://www.vor.at/fileadmin/CONTENT/Downloads/Corona-Info/20200505_0900_Aktuelle_Lage_im_OEV.pdf
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 64/8 am 05. Mai 2020, 21:27:25
Laut aktuellen Meldungen soll nun auch jede U6 nach Siebenhirten fahren. Jede? Nein, denn Mo-Fr in der Ferien fährt weiterhin nur jede zweite U6 nach Siebebhirten. Hier gibt es also keine Verbesserung.  ::)

Einzige Möglichkeit, der PDF-Fahrplan (https://www.wienerlinien.at/eportal3/ep/downloadTracker.do/path/media/download/2020/U6_11_05_2020_352272.pdf?oid=&type=pdf) ist falsch, was ja passieren kann, aber nicht sollte.

Auf jeden Fall ist die Presseinformation irreführend und aktuell also eine Vorspielung falscher Tatsachen, denn in der Meldung steht ja "alle U6". Naja, ich bins ja schon gewohnt.  :fp:
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: E1-4774 am 05. Mai 2020, 21:31:25
Laut aktuellen Meldungen soll nun auch jede U6 nach Siebenhirten fahren. Jede? Nein, denn Mo-Fr in der Ferien fährt weiterhin nur jede zweite U6 nach Siebebhirten. Hier gibt es also keine Verbesserung.  ::)

Einzige Möglichkeit, der PDF-Fahrplan (https://www.wienerlinien.at/eportal3/ep/downloadTracker.do/path/media/download/2020/U6_11_05_2020_352272.pdf?oid=&type=pdf) ist falsch, was ja passieren kann, aber nicht sollte.

Auf jeden Fall ist die Presseinformation irreführend und aktuell also eine Vorspielung falscher Tatsachen, denn in der Meldung steht ja "alle U6". Naja, ich bins ja schon gewohnt.  :fp:
Vielleicht hat man erst nur den neuen Schulplan erstellt. Und noch gilt ja der alte Ferienplan
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 64/8 am 05. Mai 2020, 22:08:49
Laut aktuellen Meldungen soll nun auch jede U6 nach Siebenhirten fahren. Jede? Nein, denn Mo-Fr in der Ferien fährt weiterhin nur jede zweite U6 nach Siebebhirten. Hier gibt es also keine Verbesserung.  ::)

Einzige Möglichkeit, der PDF-Fahrplan (https://www.wienerlinien.at/eportal3/ep/downloadTracker.do/path/media/download/2020/U6_11_05_2020_352272.pdf?oid=&type=pdf) ist falsch, was ja passieren kann, aber nicht sollte.

Auf jeden Fall ist die Presseinformation irreführend und aktuell also eine Vorspielung falscher Tatsachen, denn in der Meldung steht ja "alle U6". Naja, ich bins ja schon gewohnt.  :fp:
Vielleicht hat man erst nur den neuen Schulplan erstellt. Und noch gilt ja der alte Ferienplan
Für den aktuell gültigen Ferienfahrplan gibt es ein eigenes PDF. Das von mir verlinkte PDF gilt ab 11.5.2020. Daher sollte darin der ab da gültige Fahrplan enthaten sein. Ich kann nicht ein "neues" PDF erstellen und dann einen "alten" Fahrplan hinein packen. Kann das Programm nicht in Ferien alt und Ferien neu unterscheiden? Oder es gibt in den Ferien wirklich die Kurzführung und die Meldung war nur für einen Teil der Tage richtig.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: E1-4774 am 05. Mai 2020, 22:16:22
Laut aktuellen Meldungen soll nun auch jede U6 nach Siebenhirten fahren. Jede? Nein, denn Mo-Fr in der Ferien fährt weiterhin nur jede zweite U6 nach Siebebhirten. Hier gibt es also keine Verbesserung.  ::)

Einzige Möglichkeit, der PDF-Fahrplan (https://www.wienerlinien.at/eportal3/ep/downloadTracker.do/path/media/download/2020/U6_11_05_2020_352272.pdf?oid=&type=pdf) ist falsch, was ja passieren kann, aber nicht sollte.

Auf jeden Fall ist die Presseinformation irreführend und aktuell also eine Vorspielung falscher Tatsachen, denn in der Meldung steht ja "alle U6". Naja, ich bins ja schon gewohnt.  :fp:
Vielleicht hat man erst nur den neuen Schulplan erstellt. Und noch gilt ja der alte Ferienplan
Für den aktuell gültigen Ferienfahrplan gibt es ein eigenes PDF. Das von mir verlinkte PDF gilt ab 11.5.2020. Daher sollte darin der ab da gültige Fahrplan enthaten sein. Ich kann nicht ein "neues" PDF erstellen und dann einen "alten" Fahrplan hinein packen. Kann das Programm nicht in Ferien alt und Ferien neu unterscheiden? Oder es gibt in den Ferien wirklich die Kurzführung und die Meldung war nur für einen Teil der Tage richtig.
Was erwartest du? Laut WienMobil gilt am Montag der alte Schulplan. Sie sind einfach weder fähig noch willig...
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: T1 am 06. Mai 2020, 01:16:59
Ich kann nicht ein "neues" PDF erstellen und dann einen "alten" Fahrplan hinein packen.
Natürlich geht das, es kommt immer auf die Datenpflege im Hintergrund darauf an. Es werden ja nicht alle Zeiten bei jeder PDF-Generierung manuell eingetippt ;)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: S. Böck am 10. Mai 2020, 20:30:40
https://kurier.at/amp/chronik/oesterreich/oesterreicher-werden-wieder-mobiler-und-meiden-oeffis/400837394
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 11. Mai 2020, 17:40:54
Ein Neuzugang für die lose Reihe
Seltsame Bahnsteiganzeigen der Wiener U-Bahn:
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 11. Mai 2020, 18:11:52
Ich versteh den Sinn dieser Anzeige nicht.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: darkweasel am 11. Mai 2020, 18:15:58
Ich versteh den Sinn dieser Anzeige nicht.
Ist vermutlich derselbe wie der der Anzeige, die auf den letzten zwei Fotos dieses Beitrags (https://www.tramwayforum.at/index.php?topic=6042.msg342990#msg342990) zu sehen ist.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: schaffnerlos am 11. Mai 2020, 18:19:50
Die WL sollen endlich aufhören, die für diesen Zweck komplett ungeeigneten Anzeigen für einen solchen Schaaß zu missbrauchen. Interessant sind die Abfahrtszeiten und die Störungen und sonst nix. :luck:
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: S. Böck am 11. Mai 2020, 20:05:00
Ich versteh den Sinn dieser Anzeige nicht.

Sie versuchen halt irgendwie, die Stimmung der Fahrgäste zu heben damit der Schwund nicht noch ärgere Ausmaße annimmt...
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: pascal am 11. Mai 2020, 20:11:36
Sie versuchen halt irgendwie, sie Stimmung der Fahrgäste zu heben damit der Schwund nicht noch ärgere Ausmaße annimmt...

Ich frage mich ja, wie sich die Corona-Krise auf das ehemals geplante 1-2-3-Ticket auswirken wird. Ursprünglich dachte ich, das würde nun in weite Ferne rücken. Das Geld fehlt, und man möchte (wegen der Ansteckungsgefahr) vielleicht ohnehin keinen Anreiz zu verstärkter Öffi-Nutzung bieten.

Derzeit steigen aber wohl sogar zu viele auf das Auto um … und es wäre vielleicht gerade jetzt der richtige Zeitpunkt für eine günstige und praktische Jahreskarte – auch über Bundeslandgrenzen hinweg …
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: S. Böck am 11. Mai 2020, 20:35:30
Sie versuchen halt irgendwie, sie Stimmung der Fahrgäste zu heben damit der Schwund nicht noch ärgere Ausmaße annimmt...

Ich frage mich ja, wie sich die Corona-Krise auf das ehemals geplante 1-2-3-Ticket auswirken wird. Ursprünglich dachte ich, das würde nun in weite Ferne rücken. Das Geld fehlt, und man möchte (wegen der Ansteckungsgefahr) vielleicht ohnehin keinen Anreiz zu verstärkter Öffi-Nutzung bieten.

Derzeit steigen aber wohl sogar zu viele auf das Auto um … und es wäre vielleicht gerade jetzt der richtige Zeitpunkt für eine günstige und praktische Jahreskarte – auch über Bundeslandgrenzen hinweg …

Der modal split wird sich jedenfalls noch lange nicht in jene Richtung weiterentwickeln, wie sich das vor allem die Grünen und die Roten wünschen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: moszkva tér am 12. Mai 2020, 07:50:22
Derzeit steigen aber wohl sogar zu viele auf das Auto um … und es wäre vielleicht gerade jetzt der richtige Zeitpunkt für eine günstige und praktische Jahreskarte – auch über Bundeslandgrenzen hinweg …

Eigentlich wäre genau jetzt der richtige Zeitpunkt, alternative Verkehrsmittel zu fördern. Und zwar nicht das Elektroauto, sondern Fahrrad / E-Fahrrad und zu Fuß gehen. Der "neue" Radweg in der Praterstraße ist ein Anfang, viele Städte machen aber viel mehr als nur Aktionismus.

Diesbezüglich könnte man auch die Arbeitgeber in die Pflicht nehmen, zum Beispiel die Zahlung von Unterstützungen daran zu koppeln, dass sie für Fahrradfahrer in der Belegschaft sichere Abstellplätze, Umkleide- und Duschmöglichkeiten zur Verfügung stellen usw.
Ich würde beispielsweise gerne mit dem Rad ins Büro fahren (ca. 30 min) um mir die volle U3 zu sparen, auch schon vor Corona. Aber ohne Duschgelegenheit bin ich nicht sozial akzeptabel  :)

Keinesfalls darf es wieder so weit kommen wie vor 30-40 Jahren, als man mit dem Auto noch zum Wahllokal gefahren ist...
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: tramway.at am 12. Mai 2020, 08:15:18
Das ist ja genau der Fehler derzeit in DE und AT. Grade Frankreich macht momentan enorm viel, um die Überlastung im ÖV abzufangen. Mit dem Auto kann man nicht (mehr) in die Städte reinfahren, die lassen sich auch jetzt nicht die Anstrengungen der letzten Jahrzehnte wieder abräumen. Paris zahlt den Leuten sogar Fahrradreparaturen - während DE von Neuwagenförderungen träumt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: haidi am 12. Mai 2020, 08:32:18
Ich versteh den Sinn dieser Anzeige nicht.

Sie versuchen halt irgendwie, die Stimmung der Fahrgäste zu heben damit der Schwund nicht noch ärgere Ausmaße annimmt...
Die Fahrgäste, die man zurück gewinnen wil, können das eh nicht lesen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 360 am 14. Mai 2020, 19:58:42
Wie sieht es jetzt eig. ab Montag aus ? Kriegen die Straßenbahnen andere Fahrpläne oder die alten Schulpläne ? In den Stoßzeiten ist es kaum möglich Sitzplätze auf manche Linien wie z.B 11er oder 6er zu finden. Da ja noch immer sehr viele auf Öffis meiden, zu Hause Arbeitslos sind und keine Touristen gibts werden glaub ich nicht die alten Pläne verwendet oder ?
Ab kommenden Montag fahren alle Linien nach den normalen Schulplänen
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 38ger am 14. Mai 2020, 20:45:33
Wie sieht es jetzt eig. ab Montag aus ? Kriegen die Straßenbahnen andere Fahrpläne oder die alten Schulpläne ? In den Stoßzeiten ist es kaum möglich Sitzplätze auf manche Linien wie z.B 11er oder 6er zu finden. Da ja noch immer sehr viele auf Öffis meiden, zu Hause Arbeitslos sind und keine Touristen gibts werden glaub ich nicht die alten Pläne verwendet oder ?
Ab kommenden Montag fahren alle Linien nach den normalen Schulplänen

Es ist jetzt schon auf vielen Linien fast wieder so viel los in den Öffis, wie vor Corona. So etwas wie 1 Meter Abstand zu allen anderen Fahrgästen einzuhalten braucht man vor 18/19h gar nicht erst probieren. Und morgen kommt die gesamte Gastronomie hinzu und ab Montag wird auch der Schulbetrieb weiter ausgeweitet. Alles abseits vom Normallfahrplan wäre ab Montag wirklich ein Hohn!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: dalski am 18. Mai 2020, 12:07:37
So sehen die E1 nun von innen aus:
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: T1 am 18. Mai 2020, 12:55:46
Die Hässlichkeit und der Dilettantismus sind unerreicht! :-X Dabei wäre es ja an sich eine elegante Lösung gewesen... ::)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: coolharry am 18. Mai 2020, 14:53:07
So sehen die E1 nun von innen aus:

Die Frage die sich mit stellt: Warum?

Da gibt man viel Geld für die Scheibe aus und dann macht man das? War das ein Schnellschuss von jemanden oder ist das jetzt so "Standard"?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Operator am 18. Mai 2020, 15:28:21
Erster Tag nach dem "Lockdown" im März mit Normalverkehr und E1.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Helga06 am 18. Mai 2020, 16:54:11
Schöne Bilder, es kommt aber bei mir trotzdem wenig Freude auf >:(
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Operator am 18. Mai 2020, 16:57:18
Schöne Bilder, es kommt aber bei mir trotzdem wenig Freude auf >:(
Bei dir nicht, das verstehe ich, aber doch bei manch anderen Nostalgiker!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Nussdorf am 18. Mai 2020, 20:44:53
Ich versteh den Sinn dieser Anzeige nicht.
Echt nicht?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Nussdorf am 18. Mai 2020, 20:46:26
Die Hässlichkeit und der Dilettantismus sind unerreicht! :-X Dabei wäre es ja an sich eine elegante Lösung gewesen... ::)
Genauso gelöst wie bei den Bussen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 26. Mai 2020, 09:53:32
Ab 30. Mai, also schon diese Woche, wird an Samstagen wieder nach Samstagsplan gefahren:
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200526_OTS0027/wiener-linien-weitere-angebotsverbesserungen-ab-ende-mai
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 26. Mai 2020, 10:17:15
Ab 30. Mai, also schon diese Woche, wird an Samstagen wieder nach Samstagsplan gefahren:
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200526_OTS0027/wiener-linien-weitere-angebotsverbesserungen-ab-ende-mai
Sehr gut, das ist auf einigen Linien schon längst überfällig!

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 26. Mai 2020, 10:56:25
Ob dann wohl wieder ein 30er am Wochenende fährt?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 26. Mai 2020, 11:09:21
Ob dann wohl wieder ein 30er am Wochenende fährt?

JA
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 4020 am 26. Mai 2020, 15:26:43
Den ganzen Reinfall mit der verheimlichten 30er-Einstellung hätte man sich auch sparen können, hieße die Verstärkerlinie entlang der Brünner Straße einfach auch 31. Man wird wohl erwarten können, dass Fahrgäste ein Zielschild lesen können.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 26. Mai 2020, 16:06:14
Den ganzen Reinfall mit der verheimlichten 30er-Einstellung hätte man sich auch sparen können, hieße die Verstärkerlinie entlang der Brünner Straße einfach auch 31. Man wird wohl erwarten können, dass Fahrgäste ein Zielschild lesen können.

Das geht nicht. Schließlich heißen die Verstärker auf der U6 bis Alterlaa auch nicht U6, sondern ... oh, wait ... 8)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 58 am 26. Mai 2020, 18:11:07
Das geht nicht. Schließlich heißen die Verstärker auf der U6 bis Alterlaa auch nicht U6, sondern ... oh, wait ... 8)

Die gibts ja eh nicht mehr. Oder doch? Irgendwie kenn ich mich nimma aus...

(sorry  >:D)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 38ger am 26. Mai 2020, 19:17:59
Das geht nicht. Schließlich heißen die Verstärker auf der U6 bis Alterlaa auch nicht U6, sondern ... oh, wait ... 8)

Die gibts ja eh nicht mehr. Oder doch? Irgendwie kenn ich mich nimma aus...

(sorry  >:D)

U2 Seestadt vs. U12 Aspernstraße?
U1 Oberlaa vs. U11 Alaudagasse?
Is ja dasselbe, wie (einst) bei der U6.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: captainmidnight am 27. Mai 2020, 10:07:37
U2 Seestadt vs. U12 Aspernstraße?

U2 Seestadt vs. U21 Aspernstraße
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: haidi am 27. Mai 2020, 10:24:17
Ja, ja, das gute alte Gestrichen sollte sich heute leichter und auffälliger durch inverse Darstellung ersetzten lassen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: tramway.at am 27. Mai 2020, 16:03:00
Ja, ja, das gute alte Gestrichen sollte sich heute leichter und auffälliger durch inverse Darstellung ersetzten lassen.

Man ist heute schon wesentlich weiter, diese Kennzeichnung ist zB absolut idiotensicher - die eine Hälfte der Fläche blinkt, damit ist die Teilstrecke ziemlich klar.

Zwei Jahre vorher wurde es "klassisch" gestrichen dargestellt, auch das geht mit den heutigen Anzeigen (wobei das eh schon mehr als 10 Jahre her ist - nur um zu zeigen, auch welchem Stand der Technik die WiLi verharren)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 31. Mai 2020, 13:16:16
Das Coronavirus macht den Wiener Linien finanziell und imagemäßig zu schaffen:
https://wien.orf.at/stories/3051171/
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: tramway.at am 31. Mai 2020, 13:25:05
Das Coronavirus macht den Wiener Linien finanziell und imagemäßig zu schaffen:
https://wien.orf.at/stories/3051171/

Es fehlen ja auch alle Touristen, die oft die überteuerten 3-Tages-Karten genommen haben. Den Studenten hat man ja unbürokratisch ihre Semesterkarten verlängert - gute Idee, die wohl wenig Einnahmeausfall nach sich zieht, aber sympathisch wirkt.  Die Jahreskartenbesitzer werden wohl bei der Stange bleiben, entweder haben sie eh vorausbezahlt, oder der Kündigungstermin ist irgendwann. Gestern war auf Ö1 ein Bericht zum Thema, da wurde die ÖBB kritisiert, weil sie die Jahreskartenbesitzern mit einem Nightjet-Gutschein abspeisen will.

Steinbauer: "Autofahren in der Coronakrise sei vielleicht ein kurz einzusetzendes Antibiotikum, aber als Dauermedikament würde es großen Schaden anrichten: „Es ist vielleicht schwer, jetzt für den öffentlichen Verkehr zu werben, aber es ist alternativlos." - guter Vergleich!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: nord22 am 31. Mai 2020, 13:45:27
Als Maßnahme zur Steigerung der Attraktivität der W.L. wäre es dringend notwendig, die Reinigungsintervalle der Fahrzeuge in allen Betriebsbereichen deutlich zu verkürzen und versiffte ULF Innenverkleidungen durch Neuteile mit schmutzabweisender Beschichtung zu ersetzen. Das Abwischen von Griffstangen und Türtastern durch ein Desinfektionsmittel ist nett, aber aus Fahrgastsicht zu wenig.

nord22
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: WVB am 31. Mai 2020, 14:39:54
Die Jahreskartenbesitzer werden wohl bei der Stange bleiben, entweder haben sie eh vorausbezahlt, oder der Kündigungstermin ist irgendwann.
Kündigen kann man sie quasi eh immer, im gleichen Monat sogar noch innerhalb der ersten drei Werktage. Schön, dass auch die Kündigungsgebühr nun schon 22 € beträgt. Eine Schweinerei wenn man als Teilzahler eh schon 30 € mehr im Jahr zahlen musste.

Als Maßnahme zur Steigerung der Attraktivität der W.L. wäre es dringend notwendig,
Nur die Aufhebung der Maskenpflicht ist wirklich dringend notwendig.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: abc am 31. Mai 2020, 14:49:15
Nur die Aufhebung der Maskenpflicht ist wirklich dringend notwendig.

Hast Du eigentlich ansatzweise eine Idee, was passiert, wenn sich ein öffentliches Verkehrsmittel als Hotspot herausstellt, wie man ihn sonst nur von Post-Verteilzentren oder ostfriesischen Lokalen kennt?

Denn können wir eher darüber nachdenken, welche Linien zuerst zurückgebaut werden statt über Ausbau. Ein solcher Ausbruch würde den ÖPNV um Jahrzehnte zurückwerfen. Nur weil sich der Herr zu fein ist, im relativ kleinen Wien ein paar Minuten eine Maske zu tragen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 31. Mai 2020, 15:13:57
Als Maßnahme zur Steigerung der Attraktivität der W.L. wäre es dringend notwendig, die Reinigungsintervalle der Fahrzeuge in allen Betriebsbereichen deutlich zu verkürzen und versiffte ULF Innenverkleidungen durch Neuteile mit schmutzabweisender Beschichtung zu ersetzen.

Die sind ohnehin graffitiabweisend beschichtet. Man verzichtet bloß aus Kostengründen auf die Anschaffung des Speziallösungsmittels, mit dem man auch die zerronnenen Lackstiftreste von der Beschichtung entfernen kann ...

Das Abwischen von Griffstangen und Türtastern durch ein Desinfektionsmittel ist nett, aber aus Fahrgastsicht zu wenig.

Wird das überhaupt noch gemacht? In den ersten Tagen nach Ankündigung der Desinfektionsoffensive konnte man noch großflächig verschmierte Glasscheiben sehen, als wollte man partout zeigen, dass man da mit einem Wischfetzen drübergegangen ist. Mittlerweile ist davon längst nichts mehr zu sehen, ich vermute daher, dass man wieder zur üblichen "Reinigung" zurückgekehrt ist.

Nur die Aufhebung der Maskenpflicht ist wirklich dringend notwendig.

Wenn man eine Maske richtig trägt, stört sie auch nicht. Die Maskenpflicht ist derzeit durchaus sinnvoll. Leider hat es sich zwar zu den allermeisten Fahrgästen herumgesprochen, dass man sie im Fahrzeug tragen soll. Was aber überhaupt nicht funktioniert, ist, dass die Leute die Maske schon vor dem Einsteigen ordentlich aufhaben. Auch die Maskenpflicht in U-Bahn-Stationen wird weder eingehalten noch kontrolliert.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: WVB am 31. Mai 2020, 15:19:02
Hast Du eigentlich ansatzweise eine Idee, was passiert, wenn sich ein öffentliches Verkehrsmittel als Hotspot herausstellt, wie man ihn sonst nur von Post-Verteilzentren oder ostfriesischen Lokalen kennt?
Na servas da ist wieder ein Äpfel-Birnen-Quitten-Vergleicher am Werk. Es ist echt müsig sich Ende Mai nach unzähligen Artikeln und Interviews darüber zu unterhalten ob Öffis ein Hotspot sein können.

Wenn man eine Maske richtig trägt, stört sie auch nicht.
Gerade in der Allergiezeit wenn man sowieso schon schlecht Luft bekommt stört sie umso mehr. Ich hab sie im leeren Bus oder der Bim am Abend mittlerweile nicht mehr auf weils da auch völlig sinnlos ist.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Werner1981 am 31. Mai 2020, 15:35:34
Wenn man eine Maske richtig trägt, stört sie auch nicht.

Da gehen die Meinungen auseinander. Natürlich ist es zumutbar und auszuhalten, aber ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung meidet zur Zeit eben Öffis und Geschäfte, weil sie die Maske nicht aufsetzen wollen. Spätestens im Sommer wird's in nicht klimatisierten Fahrzeugen unerträglich, für Brillenträger ist es bereits jetzt mühsam. Eigentlich habe ich damit gerechnet, dass die Maskenpflicht komplett fällt - in den Geschäften war es ja wegen der fehlenden Umsätze absehbar.

Hast Du eigentlich ansatzweise eine Idee, was passiert, wenn sich ein öffentliches Verkehrsmittel als Hotspot herausstellt, wie man ihn sonst nur von Post-Verteilzentren oder ostfriesischen Lokalen kennt?

Denn können wir eher darüber nachdenken, welche Linien zuerst zurückgebaut werden statt über Ausbau. Ein solcher Ausbruch würde den ÖPNV um Jahrzehnte zurückwerfen. Nur weil sich der Herr zu fein ist, im relativ kleinen Wien ein paar Minuten eine Maske zu tragen.

Die Gefahr ist bei der aktuellen Zahl der Infizierten (selbst unter Berücksichtigung der Dunkelziffer) nicht gegeben.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: abc am 31. Mai 2020, 15:44:48
Wenn man eine Maske richtig trägt, stört sie auch nicht.

Da gehen die Meinungen auseinander. Natürlich ist es zumutbar und auszuhalten, aber ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung meidet zur Zeit eben Öffis und Geschäfte, weil sie die Maske nicht aufsetzen wollen. Spätestens im Sommer wird's in nicht klimatisierten Fahrzeugen unerträglich, für Brillenträger ist es bereits jetzt mühsam. Eigentlich habe ich damit gerechnet, dass die Maskenpflicht komplett fällt - in den Geschäften war es ja wegen der fehlenden Umsätze absehbar.

Ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung wird dafür Öffis meiden, wenn es die Maskenpflicht nicht mehr gibt. Das scheinen ja die Wiener Linien selbst auch so zu sehen, wenn sie davon ausgehen, dass vor allem die Angst vor CoV die Rückkehr von Fahrgästen verhindert.

Und die Geschäfte werden sicher auch gemieden, da man sich mit Konsum zurückhält, wenn man selbst nicht weiß, wie es beruflich und wirtschaftlich weitergeht (abgesehen davon hatte ich am Freitag in der Mahü nicht den Eindruck, Geschäfte würden gemieden).

Die Gefahr ist bei der aktuellen Zahl der Infizierten (selbst unter Berücksichtigung der Dunkelziffer) nicht gegeben.

Und wenn doch, hat man halt ein paar Kollateralschäden?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: darkweasel am 31. Mai 2020, 16:09:32
Ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung wird dafür Öffis meiden, wenn es die Maskenpflicht nicht mehr gibt. Und die Geschäfte werden sicher auch gemieden, da man sich mit Konsum zurückhält, wenn man selbst nicht weiß, wie es beruflich und wirtschaftlich weiter geht (abgesehen davon hatte ich am Freitag in der Mahü nicht den Eindruck, Geschäfte würden gemieden).
Ich beispielsweise hab keinerlei wirtschaftliche Schäden durch das Virus (keine Kurzarbeit, kein Jobverlust, nur Umstellung auf Homeoffice), aber solange ich auf Abstandsregeln achten muss und Maske tragen muss, gehe ich deutlich seltener als sonst überhaupt irgendwie in den öffentlichen Raum, noch seltener in Geschäfte, und öffentliches Verkehrsmittel habe ich seit Mitte März keins mehr von innen gesehen. Abstandsregeln erzeugen bei mir unnötigen Stress, so viel Aufmerksamkeit auf meine Umgebung lenken zu müssen, und solange die verpflichtend gelten, fahre ich daher auch sicher nicht auf Urlaub. Dass es nicht gut für die Wirtschaft ist, wenn viele Leute so denken wie ich, wird sich aus meiner Sicht die Regierung überlegen müssen, nicht ich.

Vor allem ist es recht unwahrscheinlich, sich bei jemandem anzustecken, an dem man einfach nur für ein paar Sekunden vorbeigeht, der aber dabei nicht hustet, nicht niest und nicht spricht. Diesem Umstand wird durch die Abstandsregeln keinerlei Rechnung getragen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: abc am 31. Mai 2020, 16:14:37
Ich beispielsweise hab keinerlei wirtschaftliche Schäden durch das Virus (keine Kurzarbeit, kein Jobverlust, nur Umstellung auf Homeoffice), aber solange ich auf Abstandsregeln achten muss und Maske tragen muss, gehe ich deutlich seltener als sonst überhaupt irgendwie in den öffentlichen Raum, noch seltener in Geschäfte, und öffentliches Verkehrsmittel habe ich seit Mitte März keins mehr von innen gesehen. Abstandsregeln erzeugen bei mir unnötigen Stress, so viel Aufmerksamkeit auf meine Umgebung lenken zu müssen, und solange die verpflichtend gelten, fahre ich daher auch sicher nicht auf Urlaub. Dass es nicht gut für die Wirtschaft ist, wenn viele Leute so denken wie ich, wird sich aus meiner Sicht die Regierung überlegen müssen, nicht ich.

Und wie kommst Du zu der Annahme, dass Du repräsentativ bist?

Ich erlaube mir mal, aus dem ORF-Artikel zu zitieren, der am Ausgang dieser Diskussion steht:

Zitat von: ORF
Dass die Öffis allzu schnell wieder in gewohnter Intensität genutzt werden, glaubt Michael Cik, Verkehrswissenschaftler an der Technischen Universität Graz, allerdings nicht. „Den Peak, den wir vorher hatten, werden wir so schnell nicht wieder erreichen“, prophezeite er einen „langwierigen Prozess“. Die Menschen hätten nach wie vor Angst vor dem Virus.

Und vor diesem Hintergrund soll es hilfreich sein, Schutzmaßnahmen fallen zu lassen?

Vor allem ist es recht unwahrscheinlich, sich bei jemandem anzustecken, an dem man einfach nur für ein paar Sekunden vorbeigeht, der aber dabei nicht hustet, nicht niest und nicht spricht. Diesem Umstand wird durch die Abstandsregeln keinerlei Rechnung getragen.

Das mag ja sein. Bei einer Öffi-Fahrt geht der/die Infizierte aber eventuell nicht nur kurz vorbei, sondern sitzt neben Dir oder Dir gegenüber, und das vielleicht telefonierend, minutenlang.

Angenehm finde ich die Masken übrigens auch nicht, weshalb ich meine Fahrten auch reduziert habe. Aber ich empfinde sie als das kleinere Übel.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: darkweasel am 31. Mai 2020, 16:28:12
Ich beispielsweise hab keinerlei wirtschaftliche Schäden durch das Virus (keine Kurzarbeit, kein Jobverlust, nur Umstellung auf Homeoffice), aber solange ich auf Abstandsregeln achten muss und Maske tragen muss, gehe ich deutlich seltener als sonst überhaupt irgendwie in den öffentlichen Raum, noch seltener in Geschäfte, und öffentliches Verkehrsmittel habe ich seit Mitte März keins mehr von innen gesehen. Abstandsregeln erzeugen bei mir unnötigen Stress, so viel Aufmerksamkeit auf meine Umgebung lenken zu müssen, und solange die verpflichtend gelten, fahre ich daher auch sicher nicht auf Urlaub. Dass es nicht gut für die Wirtschaft ist, wenn viele Leute so denken wie ich, wird sich aus meiner Sicht die Regierung überlegen müssen, nicht ich.

Und wie kommst Du zu der Annahme, dass Du repräsentativ bist?
Bin ich wahrscheinlich eh nicht, allein schon weil ich bei weitem zur jüngeren (und somit vom Virus selbst am wenigsten bedrohten) Hälfte der österreichischen Bevölkerung gehöre, aber der einzige werde ich auch nicht sein. Ich will nur darauf hinweisen, dass nicht nur Betriebsschließungen und Veranstaltungsverbote, sondern auch Maskenpflicht und Abstandsregeln wirtschaftliche Auswirkungen haben.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: haidi am 31. Mai 2020, 16:35:14
Ich habe die Maske auch als unangenehm empfunden und hab mir ein brillentaugliches Schild geleistet. Das stört nur, wenn man in der Nase bohren will.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: abc am 31. Mai 2020, 16:35:34
Bin ich wahrscheinlich eh nicht, allein schon weil ich bei weitem zur jüngeren (und somit vom Virus selbst am wenigsten bedrohten) Hälfte der österreichischen Bevölkerung gehöre, aber der einzige werde ich auch nicht sein. Ich will nur darauf hinweisen, dass nicht nur Betriebsschließungen und Veranstaltungsverbote, sondern auch Maskenpflicht und Abstandsregeln wirtschaftliche Auswirkungen haben.

Klar haben sie das - aber die Frage ist auch hier: in welche Richtung? Ich bin mir nicht sicher, wann die Geschäfte leerer wären: mit Maskenpflicht und Abstandsregeln (also ohne Menschen, die keine Maske tragen und auf den Abstand achten wollen/können) oder ohne diese (dann ohne Menschen, die Angst vor der Ansteckung haben). Das einzige, was eindeutig ist und worauf wir uns einigen können: die Pandemie an sich hat negative wirtschaftliche Auswirkungen. :)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Autobusfan am 31. Mai 2020, 16:40:51
Menschen, die Angst vor einer Ansteckung haben, wenn die Maskenpflicht fällt, können allerdings auch auf FFP2-Schutzmasken zurückgreifen, die nicht nur andere schützt, sondern auch einen selbst vor anderen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: abc am 31. Mai 2020, 16:44:32
Menschen, die Angst vor einer Ansteckung haben, wenn die Maskenpflicht fällt, können allerdings auch auf FFP-Schutzmasken zurückgreifen, die nicht nur andere schützt, sondern auch einen selbst vor anderen.

Wie schnell sind die in der notwendigen Menge verfügbar? Zumal das ja m.E. auch Einwegmasken sind - also braucht allein eine Person schonmal zwei pro Werktag, zehn pro Woche.

Wie sinnvoll ist es außerdem, in einer weltweiten Pandemie, die in anderen Teilen der Welt noch immer eskaliert, Masken für medizinisches Personal zu benutzen, damit man U-Bahn fahren kann?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Autobusfan am 31. Mai 2020, 16:50:16
Die Verfügbarkeit ist in der Tat ein Problem. Zur Verwendbarkeit sei gesagt, dass der normale Mund-Nasen-Schutz rein theoretisch auch nur ein Einwegartikel ist.

Mir fällt als Alternative zu FFP2-Masken noch die Variante Plexiglas-Visier ein. Das sollte rein von dem, wie ich mir die Funktionsweise von Plexiglas vorstelle, auch in beide Richtungen schützen. Natürlich kann immer noch seitlich was eindringen, aber ein Nullrisiko gibt es nun mal nicht. Besser als ohne alles ist es, wenn man besorgt ist, sicher allemal.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: haidi am 31. Mai 2020, 16:57:36
Gegen Viren braucht man schon FFP4, FFP2 ist für Viren so was wie das Burgtor.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 25er am 31. Mai 2020, 17:01:13
Gegen Viren braucht man schon FFP3, FFP2 ist für Viren so was wie das Burgtor.

Nein, auch FFP2 schützt schon ausreichend vor Viren.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 31. Mai 2020, 17:10:30
Die Wiener Linien planen "ein kleines Dankeschön" für die Jahreskarten-Kunden, wollen aber noch nicht verraten, um was es sich dabei handelt:
https://help.orf.at/m/stories/3003184/
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 31. Mai 2020, 17:19:39
Was mir bei den Gründen der fehlenden Fahrgäste fehlt sind folgende Punkte.

 :blank: Umstieg auf Alternative Verkehrsmittel - Sei es auf das Fahrrad oder auch auf das Auto
 :blank: Kurzarbeit - Bedingt durch die Kurzarbeit müssen Arbeitnehmer nicht so oft in zur Arbeitsstelle
 :blank: Arbeitslosigkeit - Viele Personen, die durch Corona ihren Arbeitsplatz verloren haben, haben nach wie vor keinen Job.
 :blank: Home Office - Viele Personen sind nach wie vor ständig, bzw tageweise in Home Office.

Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Werner1981 am 31. Mai 2020, 19:24:56
Ich beispielsweise hab keinerlei wirtschaftliche Schäden durch das Virus (keine Kurzarbeit, kein Jobverlust, nur Umstellung auf Homeoffice), aber solange ich auf Abstandsregeln achten muss und Maske tragen muss, gehe ich deutlich seltener als sonst überhaupt irgendwie in den öffentlichen Raum, noch seltener in Geschäfte, und öffentliches Verkehrsmittel habe ich seit Mitte März keins mehr von innen gesehen. Abstandsregeln erzeugen bei mir unnötigen Stress, so viel Aufmerksamkeit auf meine Umgebung lenken zu müssen, und solange die verpflichtend gelten, fahre ich daher auch sicher nicht auf Urlaub. Dass es nicht gut für die Wirtschaft ist, wenn viele Leute so denken wie ich, wird sich aus meiner Sicht die Regierung überlegen müssen, nicht ich.

Und wie kommst Du zu der Annahme, dass Du repräsentativ bist?
Bin ich wahrscheinlich eh nicht, allein schon weil ich bei weitem zur jüngeren (und somit vom Virus selbst am wenigsten bedrohten) Hälfte der österreichischen Bevölkerung gehöre, aber der einzige werde ich auch nicht sein. Ich will nur darauf hinweisen, dass nicht nur Betriebsschließungen und Veranstaltungsverbote, sondern auch Maskenpflicht und Abstandsregeln wirtschaftliche Auswirkungen haben.

Volle Zustimmung - und du bist nicht der Einzige, im Gegenteil. Sowohl aus meinem privaten als auch dem beruflichen Umfeld (ebenfalls nicht von der Krise betroffen) kommen ähnliche Aussagen wie deine.


Wenn man eine Maske richtig trägt, stört sie auch nicht.

Da gehen die Meinungen auseinander. Natürlich ist es zumutbar und auszuhalten, aber ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung meidet zur Zeit eben Öffis und Geschäfte, weil sie die Maske nicht aufsetzen wollen. Spätestens im Sommer wird's in nicht klimatisierten Fahrzeugen unerträglich, für Brillenträger ist es bereits jetzt mühsam. Eigentlich habe ich damit gerechnet, dass die Maskenpflicht komplett fällt - in den Geschäften war es ja wegen der fehlenden Umsätze absehbar.

Ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung wird dafür Öffis meiden, wenn es die Maskenpflicht nicht mehr gibt. Das scheinen ja die Wiener Linien selbst auch so zu sehen, wenn sie davon ausgehen, dass vor allem die Angst vor CoV die Rückkehr von Fahrgästen verhindert.

Und die Geschäfte werden sicher auch gemieden, da man sich mit Konsum zurückhält, wenn man selbst nicht weiß, wie es beruflich und wirtschaftlich weitergeht (abgesehen davon hatte ich am Freitag in der Mahü nicht den Eindruck, Geschäfte würden gemieden).

Die Gefahr ist bei der aktuellen Zahl der Infizierten (selbst unter Berücksichtigung der Dunkelziffer) nicht gegeben.

Und wenn doch, hat man halt ein paar Kollateralschäden?

Die Wortwahl ist etwas hart, aber wir werden lernen müssen mit diesem Virus - wie mit vielen anderen auch - leben zu müssen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: WVB am 31. Mai 2020, 20:08:42
Und wenn doch, hat man halt ein paar Kollateralschäden?
Ja die paar kann man getrost in Kauf nehmen. Da finde ich die 95.000 pro Jahr die sich trotz unseren angeblich hohen Gesundheitsstandards Krankenhauskeime einfangen bzw. 4500 die jährlich daran sterben viel schlimmer.

https://noe.orf.at/stories/3030469/ & https://science.orf.at/v2/stories/2947566/
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Straßenbahn Graz am 31. Mai 2020, 20:21:49
Also Menschen dürfen gerne am Virus sterben, nur weil der Herr WVB keine Lust mehr auf Masken hat.  :fp: :bh: :bh:

Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Tunafish am 31. Mai 2020, 20:31:52
Ich würde behaupten, dass ein rapides Ansteigen der Neuinfektionen durch Auflassung von Abstandsregeln und Maskenpflicht sicher noch schlechtere Auswirkungen auf die Verweildauer in Geschäften und Verwendung von Öffis hätte als die jetzige Situation.

Es scheint sehr sinnvoll, dieses temporäre Übel jetzt hinzunehmen um die Virusverbreitung nicht unnötig zeitlich auszudehnen und in Summe viel schlechtere Folgen für Leben und Wirtschaft zu erzeugen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: S. Böck am 31. Mai 2020, 21:41:36
Mietwagenunternehmen versuchen derzeit ebenfalls, aus der Situation Vorteile zu ziehen und Einbußen mangels Touristen zu kompensieren, indem sie die Sicherheit vor Ansteckung im individuellen Kfz hervorheben. Das Carsharing-Unternehmen Share Now startete kurz nach dem lockdown mit einer Rabattaktion für bestimmte systemrelevante Berufsgruppen (Kopie eines Dienstausweises bei Tätigkeit im Gesundheitswesen, öffentlichem Verkehr, Exekutive, kritische Infrastruktur, etc. per Mail genügt).
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: moszkva tér am 01. Juni 2020, 08:31:56
Was mir bei den Gründen der fehlenden Fahrgäste fehlt sind folgende Punkte.

 :blank: Umstieg auf Alternative Verkehrsmittel - Sei es auf das Fahrrad oder auch auf das Auto
 :blank: Kurzarbeit - Bedingt durch die Kurzarbeit müssen Arbeitnehmer nicht so oft in zur Arbeitsstelle
 :blank: Arbeitslosigkeit - Viele Personen, die durch Corona ihren Arbeitsplatz verloren haben, haben nach wie vor keinen Job.
 :blank: Home Office - Viele Personen sind nach wie vor ständig, bzw tageweise in Home Office.

Dann gibt es auch weniger Freizeitverkehr, weil Museen, Gastronomie, Sportstätten, Veranstaltungsorte usw. geschlossen sind oder bis vor Kurzem geschlossen waren oder auch nur eingeschränkt in Betrieb sind.
Die Schulen werden auch nur zu 50 Prozent besucht, Unis gar nicht, Touristen sind keine da, Einkaufsverkehr ist auch reduziert, weil die Menschen weniger einkaufen...

Dafür sind die Öffis vereinzelt eh schon ziemlich voll.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Ferry am 02. Juni 2020, 10:26:28
Was mir bei den Gründen der fehlenden Fahrgäste fehlt sind folgende Punkte.

 :blank: Umstieg auf Alternative Verkehrsmittel - Sei es auf das Fahrrad oder auch auf das Auto
 :blank: Kurzarbeit - Bedingt durch die Kurzarbeit müssen Arbeitnehmer nicht so oft in zur Arbeitsstelle
 :blank: Arbeitslosigkeit - Viele Personen, die durch Corona ihren Arbeitsplatz verloren haben, haben nach wie vor keinen Job.
 :blank: Home Office - Viele Personen sind nach wie vor ständig, bzw tageweise in Home Office.

Der genannte Personenkreis hat aber i.d.R. eine Zeitkarte (Monats- oder Jahreskarte), die er im Voraus bezahlt hat. Für die Einnahmen spielt es daher keine Rolle, ob die Öffis genutzt werden oder nicht.

Was sicher eine Rolle spielen wird, sind die fehlenden Touristen. Diese haben normalerweise keine Zeitkarten, sondern besorgen sich Fahrscheine je nach Bedarf. Das fällt eben weg. Ob diese Verluste allerdings - wie gestern propagiert - im "zweistelligen Millionenbereich" liegen werden, wage ich zu bezweifeln.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: U4 am 02. Juni 2020, 10:37:44
Man sieht es ja auch daran, dass seit Beginn der C-Krise keine VRT fährt und ich denke auch die beiden Vereine können sich Fahrten derzeit "aufzeichnen"  :(
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: WVB am 02. Juni 2020, 11:31:33
Man sieht es ja auch daran, dass seit Beginn der C-Krise keine VRT fährt und ich denke auch die beiden Vereine können sich Fahrten derzeit "aufzeichnen"  :(
Bei der VRT kann man immerhin den Sicherheitsabstand einhalten, da fehlt es halt an den potentiellen Fahrgästen. Die Kombination aus Sicherheitsabstand und kleinen Oldtimern ist halt ganz schlecht. Das wird sich niemand antun für ein paar Fahrgäste hunderte Euro zu zahlen damit man mittels Zwei-/Dreiwagenzug den Sicherheitsabstand einhalten kann.  :-\
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: moszkva tér am 02. Juni 2020, 13:00:12
Der genannte Personenkreis hat aber i.d.R. eine Zeitkarte (Monats- oder Jahreskarte), die er im Voraus bezahlt hat. Für die Einnahmen spielt es daher keine Rolle, ob die Öffis genutzt werden oder nicht.
Das ist die Frage, ob alle auch ihre Jahreskarte behalten werden.
Gerade bei den neuen Arbeitslosen könnte es auch sein, dass die in die Mindestsicherung rutschen und dann stattdessen mit dem Wien Mobil Pass um 18 Euro im Monat herumfahren.  :lamp:
Einige - aber sicher nicht viele - könnten auch ihre Jahreskarte gekündigt haben, eben weil sie nicht mehr so oft ins Büro fahren müssen und/oder stattdessen das Fahrrad benutzen (besonders jetzt im Sommer).
Andere könnten aber auch eine Jahreskarte neu gekauft haben, weil sie jetzt mehr aufs Geld schauen müssen, und ihr Auto (eines von mehreren Autos?) verkauft haben - Die Gruppen 2 und 3 neutralisieren sich wahrscheinlich gegenseitig.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: tramway.at am 12. Juni 2020, 18:06:20
Fürs neue Forum Mobil habe ich einen kleinen Artikel zum Thema verfasst, hier das PDF.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: moszkva tér am 15. Juni 2020, 13:36:47
Fürs neue Forum Mobil habe ich einen kleinen Artikel zum Thema verfasst, hier das PDF.
Sehr schön!
Chancen für den ÖV sehe ich aber auch durch die mögliche Flexibilisierung der Arbeitswelt: Home Office hat sich großteils bewährt, man müsste nicht mehr täglich ins Büro. Außerdem wäre es auch eine große Chance, sich als "verantwortungsbewusster" Arbeitgeber zu positionieren, beispielsweise mit der Bereitstellung von Fahrradabstellplätzen, Umkleide- und Duschmöglichkeiten. Sowie bei der Gleitzeit durch eine weitere Flexibilisierung, damit die Mitarbeiter sich leichter tun, die extremen Stoßzeiten zu vermeiden.
Aber hier ist wie immer der große Nachteil: Wir akademischen, hablwegs gut bezahlten Bürosesselfurzer können es uns einrichten. Die "Systemerhalter", die es eh schon besonders belastend haben und auch noch mies bezahlt werden, hingegen nicht.

Das zeigt auch die soziale Komponente der Pandemie auf. Verbreitet wurde das Virus durch die Reichen (die sich einen Schiurlaub in Ischgl leisten können). Ausgebadet haben es die Armen. Nämlich die Leute, die zu prekären und schlecht bezahlten Verhältnissen dennoch in die Arbeit kommen müssen (Postsortierer, Paketzusteller, Supermarktmitarbeiter). Wer einen Job im Home Office hat, ein Haus mit Garten, ein Auto, möglicherweise noch ein Zweithaus am Land, der hat es leicht gehabt, einfach einmal ein paar Wochen zu Hause zu hocken. Wer mit drei Kindern im Home Schooling auf 60 Quadratmetern, ohne Garten und Balkon und ohne vernünftige Parks in der Nähe hausen muss, hat es natürlich deutlich schwerer gehabt - und hat dann womöglich auch noch das Virus vom prekären Arbeitsplatz mit nach Hause gebracht.

Eigentlich finde ich - bei dem Hintergrund - dass die Stadt Wien gar nicht so schlecht reagiert hat: Parks offen gehalten, schon früh eine Perspektive auf die Freibäder gegeben, trotz beschränktem Platz in den Freibädern ein System, dass es halbwegs gerecht allen Leuten den Zugang ermöglicht, und den N.E. Hammer ("u can't touch this") brav in die Schranken verwiesen  :)

Dennoch, da wäre noch mehr möglich gewesen: Beispielsweise die Ankündigung, die Popup-Radwege permanent zu behalten, wenn sie sich bewähren. Oder im öffentlichen Raum (Donaukanal usw.) mehr Infrastruktur zur Verfügung zu stellen (Toiletten usw.), damit sich die Menschen mehr verteilen können...
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: coolharry am 15. Juni 2020, 14:00:03

Eigentlich finde ich - bei dem Hintergrund - dass die Stadt Wien gar nicht so schlecht reagiert hat: Parks offen gehalten, schon früh eine Perspektive auf die Freibäder gegeben, trotz beschränktem Platz in den Freibädern ein System, dass es halbwegs gerecht allen Leuten den Zugang ermöglicht, und den N.E. Hammer ("u can't touch this") brav in die Schranken verwiesen  :)

Dennoch, da wäre noch mehr möglich gewesen: Beispielsweise die Ankündigung, die Popup-Radwege permanent zu behalten, wenn sie sich bewähren. Oder im öffentlichen Raum (Donaukanal usw.) mehr Infrastruktur zur Verfügung zu stellen (Toiletten usw.), damit sich die Menschen mehr verteilen können...

Die städtischen Parks waren zwar offen, die Spielplätze waren aber alle gesperrt. Machte zwar durchaus Sinn die Maßnahme war aber trotzdem "a schaß".

Übrigens sind die meisten Wasserpielhydranten auf den Spielplätzen, in meiner Wohnumgebung, heute (letztes Wochenende) noch abgedreht.

Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: abc am 16. Juni 2020, 22:19:47
Kommt es eigentlich nur mir so vor, oder sind Busse und Bahnen diese Woche deutlich stärker gefüllt als noch letzte Woche und die Wochen davor? (Ich denke nicht an den Fenstertag!)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: D 3XX am 16. Juni 2020, 22:44:00
Ja, mir kommt auch vor, dass die Fahrgastanzahl kontimuierlich wieder steigt. Gut so.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Autobusfan am 18. Juni 2020, 00:34:33
Wie ist das eigentlich mit Masken in den Stationen der UStrab oder auch anderen unterirdischen Stationen wie Schottentor U und Erzherzog-Karl-Straße S? Es heißt ja: "Öffi-Fahrgäste müssen auch weiterhin in unseren Fahrzeugen und im Bereich der U-Bahn-Stationen einen Mund-Nasen-Schutz tragen." (Quelle: https://www.wienerlinien.at/eportal3/ep/programView.do?programId=5200304) Heißt das also, man braucht in Straßenbahnstationen, auch wenn sie unterirdisch sind, keinen Mund-Nasen-Schutz?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: darkweasel am 18. Juni 2020, 07:50:06
Wie ist das eigentlich mit Masken in den Stationen der UStrab oder auch anderen unterirdischen Stationen wie Schottentor U und Erzherzog-Karl-Straße S? Es heißt ja: "Öffi-Fahrgäste müssen auch weiterhin in unseren Fahrzeugen und im Bereich der U-Bahn-Stationen einen Mund-Nasen-Schutz tragen." (Quelle: https://www.wienerlinien.at/eportal3/ep/programView.do?programId=5200304) Heißt das also, man braucht in Straßenbahnstationen, auch wenn sie unterirdisch sind, keinen Mund-Nasen-Schutz?
Rein von den Bestimmungen, die der Staat vorschreibt, braucht man in überhaupt keinen Stationen (weder U-Bahn noch Ustrab) eine Maske, sondern nur im Massenbeförderungsmittel selbst (§ 1 Z 3 COVID-19-Lockerungsverordnung (https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20011162&FassungVom=2020-06-18)).

In den Beförderungsbedingungen (https://www.wienerlinien.at/media/download/2020/Bef%C3%B6rderungsbedingungen%20g%C3%BCltig%20ab%2009052020_354343.pdf) steht (H 1), dass die WL die Maske nur in U-Bahn-Stationen ab der Entwertersperre verlangen. Also in Ustrab-Stationen nicht. Wobei selbst in U-Bahn-Stationen dies inzwischen rechtlich recht zweifelhaft ist. Schließlich können Beförderungsbedingungen wohl kaum das Anti-Gesichtsverhüllungsgesetz (https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20009892) aushebeln. Klar gibt es dort eine Ausnahme für "gesundheitliche Gründe", aber da Masken ja nicht einen selbst, sondern andere schützen, ist es zweifelhaft, dass man die geltend machen kann, wenn man eine Maske trägt, wo man nicht muss, wenn man selbst keinen Verdacht hat, Viren auszuatmen. Wenn das wirklich so ausgelegt wird, dass es jetzt überhaupt noch erlaubt (!) ist, irgendwo Maske zu tragen, wo die COVID-19-Lockerungsverordnung es nicht ausdrücklich vorschreibt, wäre das de facto eine Generalklausel für alle Verstöße gegen das Anti-Gesichtsverhüllungsgesetz.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: S. Böck am 18. Juni 2020, 10:51:42
Ich habe gestern aus einem Straßenbahnzug heraus beobachtet, wie am Bahnsteig der Ustrab Matzleinsdorfer Platz die Security der Wiener Linien ein junges Pärchen zum Aufsetzen einer Maske aufforderte... Scheinbar gibt es teilweise Unkenntnis des genauen Inhalts der Verordnung beim eigenen Personal.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: coolharry am 18. Juni 2020, 11:29:27
Ich habe gestern aus einem Straßenbahnzug heraus beobachtet, wie am Bahnsteig der Ustrab Matzleinsdorfer Platz die Security der Wiener Linien ein junges Pärchen zum Aufsetzen einer Maske aufforderte... Scheinbar gibt es teilweise Unkenntnis des genauen Inhalts der Verordnung beim eigenen Personal.

Auffordern kann man ja. Strafen bei widersetzen nicht.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: moszkva tér am 18. Juni 2020, 13:48:40
Ich habe gestern aus einem Straßenbahnzug heraus beobachtet, wie am Bahnsteig der Ustrab Matzleinsdorfer Platz die Security der Wiener Linien ein junges Pärchen zum Aufsetzen einer Maske aufforderte... Scheinbar gibt es teilweise Unkenntnis des genauen Inhalts der Verordnung beim eigenen Personal.

Auffordern kann man ja. Strafen bei widersetzen nicht.
Es gab auch Unkenntnis bei der Polizei bei den COVID-Strafen. Alleine auf einer Parkbank sitzen - 500 Euro  :down:
Da wird es noch einige Heber von den Gerichten geben!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: S. Böck am 19. Juni 2020, 19:07:47
https://ooe.orf.at/stories/3053984/

 :-\
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Kanitzgasse am 02. Juli 2020, 07:17:55
Die Wiener Linien weisen die Fahrgäste wieder verstärkt auf die Pflicht hin, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen:
https://wien.orf.at/stories/3056016/
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 44er am 02. Juli 2020, 07:40:55
Damit gehen sie einem aber auf die Nerven,weil man muss diese Durchsage nicht alle 5 Minuten hören.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Linie 58 am 02. Juli 2020, 08:20:40
Die "Disziplin" mancher Fahrgäste nervt mittlerweile aber mindestens genauso...dass immer genau die Leute am wenigsten Berühungsängste haben, die sich am ungustiöstesten verhalten...  :-\
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 02. Juli 2020, 08:44:24
Die Wiener Linien weisen die Fahrgäste wieder verstärkt auf die Pflicht hin, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen:
https://wien.orf.at/stories/3056016/

Wird halt nix nützen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Bus am 02. Juli 2020, 08:44:49
Die Durchsagen nerven wirklich. Aber schlimmer sind noch die unklimatisierten Fahrzeuge, egal ob Ubahn oder Bim, das kommt man mit dem Drecksfetzen im Gesicht um.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: S. Böck am 02. Juli 2020, 10:13:46
Drecksfetzen

Nana - schön sprechen -> Maulwindel (z.b )  8)

Im übrigen halte ich es für gerechtfertigt, und würde auch selbst nicht lange zögern, zumindest die Nase mehr oder weniger vorübergehend freizumachen, wenn ich mich beim Atmen beeinträchtigt fühle. Das könnte etwa für Personen mit Asthma, zutreffen. Bei gravierenderen negativen Auswirkungen rate ich dazu, das Problem mit dem Hausarzt zu besprechen, der ggf. ein Attest zur Befreiung von der MNS-Pflicht ausstellen kann. Und dann immer mitführen, falls man kontrolliert wird...!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hr17 am 02. Juli 2020, 10:43:44
Drecksfetzen

Nana - schön sprechen -> Maulwindel (z.b )  8)

Im übrigen halte ich es für gerechtfertigt, und würde auch selbst nicht lange zögern, zumindest die Nase mehr oder weniger vorübergehend freizumachen, wenn ich mich beim Atmen beeinträchtigt fühle. Das könnte etwa für Personen mit Asthma, zutreffen. Bei gravierenderen negativen Auswirkungen rate ich dazu, das Problem mit dem Hausarzt zu besprechen, der ggf. ein Attest zur Befreiung von der MNS-Pflicht ausstellen kann. Und dann immer mitführen, falls man kontrolliert wird...!

Nase ist bei mir aus Prinzip frei, weil ich aus der Anfangszeit dieser Maßnahmen noch gut weiß, wie sehr mich das beim Atmen beeinträchtigt. Und ich habe kein Asthma oder dgl. Das ist auch spätestens seit der CoVid19-Lockerungsverordnung vom 30.04. rechtlich gedeckt. Gesundheitliche Gründe sind glaubhaft zu machen, falls wer fragt. Da brauchts noch ned einmal ein Attest. Atemprobleme, Schwindel etc. durch die logischerweise aus diesen Masken resultierende Sauerstoff-Unterversorgung sind absehbare Probleme, die zumindest ich auch so erlebt habe.

Und wer - noch dazu bei sommerlichen Temperaturen im unklimatisierten ULF mit den Jux-Fensterln - nicht merkt, dass da schon nach wenigen Minuten mit der Gesichtswindel physiologisch etwas nicht stimmt, beim dem muss ich mich ehrlich gesagt fragen, inwieweit sich der-/diejenige noch "g'spiart"...
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: E1-4774 am 02. Juli 2020, 10:53:39
@hr17: dann fahr nicht öffentlich, wenn du dich nicht an die Hausordnung halten willst!

Wenn man durch das tragen der Maske kurzzeitig keine Luft bekommt, spricht ja nichts dagegen, kurz die Nase freizumachen! Aber grundsätzlich wie ein trotziges Kind sich zu weigern halte ich für falsch!

Im übrigen finde ich dass da viel mehr kontrolliert und sanktioniert gehört, sonst ist das für die Fisch! Mit Hausverstand klappt es ja wie man tagtäglich sieht nicht!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Bus am 02. Juli 2020, 11:57:03
@hr17: dann fahr nicht öffentlich, wenn du dich nicht an die Hausordnung halten willst!

Wenn man durch das tragen der Maske kurzzeitig keine Luft bekommt, spricht ja nichts dagegen, kurz die Nase freizumachen! Aber grundsätzlich wie ein trotziges Kind sich zu weigern halte ich für falsch!

Im übrigen finde ich dass da viel mehr kontrolliert und sanktioniert gehört, sonst ist das für die Fisch! Mit Hausverstand klappt es ja wie man tagtäglich sieht nicht!

Mehr Kontrollen? In jedes Fahrzeug einen Polizisten?
Die Fußgänger und Autofahrer schreien jez schon, dass an jeder Ampel ein Polizist gehört weden den schlimmen Radfahrern. Und Nummerntafeln gleich dazu.
Umgekehrt detto. Auch auf jeden ÖBB Bahnsteig einen, der das Rauchverbot mitkontrolliert. Am besten noch einen Hilfscheriff dazu - am besten Wiener - gibt ja eh schon genug davon.
Man kann es auch übertreiben.

Manchmal kann man sich - provokant gesagt - lebhaft vorstellen, wie es um 1938 gewesen sein muss in Wien. Vernadern und überwachen wo es nur geht. Man kann auch einwenig relaxter sein, es gibt keine 100prozentige Kontrolle und zum Glück keinen übertriebenen Überwachungsstaat a la DDR. Es hilft ja nix, Sünder wird es immer wieder geben.

Das letzte was man allerdings braucht, sind Leute, die an Kreislaufversagen sterben oder Unfälle bauen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: S. Böck am 02. Juli 2020, 12:00:11
Die "Disziplin" mancher Fahrgäste nervt mittlerweile aber mindestens genauso...dass immer genau die Leute am wenigsten Berühungsängste haben, die sich am ungustiöstesten verhalten...  :-\

Im übrigen finde ich dass da viel mehr kontrolliert und sanktioniert gehört, sonst ist das für die Fisch! Mit Hausverstand klappt es ja wie man tagtäglich sieht nicht!

Deshalb sollte sowohl durch die hauseigene Security als auch durch die Exekutive deutlich mehr Aufmerksamkeit auf die seit Lockerung der Maßnahmen rasch zunehmende Okkupation von Haltestellenbereichen durch soziale Randgruppen gelegt werden. Z. b. besonders entlang der Linien 6 und 18. Das wäre zwar ein gewisser Aufwand, würde aber das Sicherheitsgefühl deutlich anheben! In den Stationen der Ustrab sollten Personen, sofern sie nicht offensichtlich Fahrgäste werden wollen (oder gewesen sind) analog zu den U-Bahnbereichen ausnahmslos nichts verloren haben!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 02. Juli 2020, 12:09:48
Die "Disziplin" mancher Fahrgäste nervt mittlerweile aber mindestens genauso...dass immer genau die Leute am wenigsten Berühungsängste haben, die sich am ungustiöstesten verhalten...  :-\

Im übrigen finde ich dass da viel mehr kontrolliert und sanktioniert gehört, sonst ist das für die Fisch! Mit Hausverstand klappt es ja wie man tagtäglich sieht nicht!

Deshalb sollte sowohl durch die hauseigene Security als auch durch die Exekutive deutlich mehr Aufmerksamkeit auf die seit Lockerung der Maßnahmen rasch zunehmende Okkupation von Haltestellenbereichen durch soziale Randgruppen gelegt werden. Z. b. besonders entlang der Linien 6 und 18. Das wäre zwar ein gewisser Aufwand, würde aber das Sicherheitsgefühl deutlich anheben! In den Stationen der Ustrab sollten Personen, sofern sie nicht offensichtlich Fahrgäste werden wollen (oder gewesen sind) analog zu den U-Bahnbereichen ausnahmslos nichts verloren haben!

Da hast du aber in den Oberflächenhaltestellen das Problem, dass das Hausrecht der WL bei der Türe der Fahrzeuge endet. Und wo in der USTRAB da die Grenze ist, kann ich nicht sagen. Denn Nur weil die Stationen von den WL betreut und überwacht werden, heißt es noch lange nicht, dass sie dort auch das Hausrecht haben.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: darkweasel am 02. Juli 2020, 12:23:04
In den Stationen der Ustrab sollten Personen, sofern sie nicht offensichtlich Fahrgäste werden wollen (oder gewesen sind) analog zu den U-Bahnbereichen ausnahmslos nichts verloren haben!
Das Board "Galerie" in diesem Forum wird unter dieser Idee allerdings sicherlich leiden. ;)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: moszkva tér am 02. Juli 2020, 12:23:24
Die "Disziplin" mancher Fahrgäste nervt mittlerweile aber mindestens genauso...dass immer genau die Leute am wenigsten Berühungsängste haben, die sich am ungustiöstesten verhalten...  :-\

Im übrigen finde ich dass da viel mehr kontrolliert und sanktioniert gehört, sonst ist das für die Fisch! Mit Hausverstand klappt es ja wie man tagtäglich sieht nicht!

Deshalb sollte sowohl durch die hauseigene Security als auch durch die Exekutive deutlich mehr Aufmerksamkeit auf die seit Lockerung der Maßnahmen rasch zunehmende Okkupation von Haltestellenbereichen durch soziale Randgruppen gelegt werden. Z. b. besonders entlang der Linien 6 und 18. Das wäre zwar ein gewisser Aufwand, würde aber das Sicherheitsgefühl deutlich anheben! In den Stationen der Ustrab sollten Personen, sofern sie nicht offensichtlich Fahrgäste werden wollen (oder gewesen sind) analog zu den U-Bahnbereichen ausnahmslos nichts verloren haben!

Da hast du aber in den Oberflächenhaltestellen das Problem, dass das Hausrecht der WL bei der Türe der Fahrzeuge endet. Und wo in der USTRAB da die Grenze ist, kann ich nicht sagen. Denn Nur weil die Stationen von den WL betreut und überwacht werden, heißt es noch lange nicht, dass sie dort auch das Hausrecht haben.
Ich muss dir ausnahmsweise einmal recht geben. Außerdem handelt es sich um öffentliche Orte - insbesondere die Haltestellen an der Oberfläche - in denen man sich aufhalten darf, solange und soviel man will.

Was kommt als nächstes? Menschen, die offensichtlich keine Kinder haben, dürfen sich im Park nicht in Spielplatznähe aufhalten? Menschen, die offensichtlich keinen Durst haben, dürfen sich nicht in der Nähe eines Trinkbrunnen aufhalten?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 02. Juli 2020, 13:53:40
@hr17: dann fahr nicht öffentlich, wenn du dich nicht an die Hausordnung halten willst!

Wenn man durch das tragen der Maske kurzzeitig keine Luft bekommt, spricht ja nichts dagegen, kurz die Nase freizumachen! Aber grundsätzlich wie ein trotziges Kind sich zu weigern halte ich für falsch!

Im übrigen finde ich dass da viel mehr kontrolliert und sanktioniert gehört, sonst ist das für die Fisch! Mit Hausverstand klappt es ja wie man tagtäglich sieht nicht!

Es gibt keine Pflicht, eine Maske zu tragen, sondern eine "den Mund und die Nase abdeckende mechanische Schutzvorrichtung". Das kann also auch ein Plexiglasschild sein. Wenn man keine Maske tragen will, muss man sich halt so ein Plexiglasschild anschaffen. Hier werden dieselben Ausreden benutzt wie bei flachschnäuzigen Hunden (Möpsen etc.). Viele Fahrgäste behaupten, sie dürften mit diesen Hunden ohne Beißkorb fahren, weil es für sie keinen Beißkorb gebe. Das ist Unsinn. Ja, man kann so einen Beißkorb meistens nicht in der Diskontzoohandlung kaufen, sondern muss sich um eine (eventuell kostspieligere) Sonderanfertigung bemühen. Aber geben tut es sie und logischerweise sind solche Hunde nicht von der Beißkorbpflicht ausgenommen (es sei denn, es handelt sich um einen Blindenmops oder Assistenzmops).
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hema am 02. Juli 2020, 14:10:21
. . . . oder Polizeimops!  :lamp:


Die erkennt man leicht, weil sie unten am Bauch einen Revolver tragen.   8)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: S. Böck am 02. Juli 2020, 14:28:43
Menschen, die offensichtlich keine Kinder haben, dürfen sich im Park nicht in Spielplatznähe aufhalten? Menschen, die offensichtlich keinen Durst haben, dürfen sich nicht in der Nähe eines Trinkbrunnen aufhalten?

Mir persönlich ist die in Frage kommende Personengruppe egal, solange sie sich nicht aggressiv oder übermäßig auffällig verhält. Aber wenn die Wr. Linien bzw. die Stadt Wien wirklich wollen, dass sich die Leute beim Benützen der Öffis (wieder...) sicher fühlen, dann sollte es jetzt auch diesbezüglich Maßnahmen geben! Wenn man wirklich wollte, würden sich Kompromisslösungen finden.

Das kann also auch ein Plexiglasschild sein.

Dessen Wirkung ich stark bezweifle, wenn ein stehender Fahrgast es trägt und direkt neben sitzenden Personen steht. Der Luftstrom ("Aerosol") wird genau zu diesen nach unten abgelenkt!

Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 02. Juli 2020, 14:30:30
Das kann also auch ein Plexiglasschild sein.

Dessen Wirkung ich stark bezweifle, wenn ein stehender Fahrgast es trägt und direkt neben sitzenden Personen steht. Der Luftstrom ("Aerosol") wird genau zu diesen nach unten abgelenkt!

Es entspricht aber dem Regelwerk.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Bus am 02. Juli 2020, 14:43:06
Wenn die WL wirklich intelligent planen würden, dann blieben die unklimatisierten Fahrzeuge in der Garage, sowei wie möglich. Aber es ist jeden Sommer das gleiche Drama.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 02. Juli 2020, 14:49:15
Wenn die WL wirklich intelligent planen würden, dann blieben die unklimatisierten Fahrzeuge in der Garage, sowei wie möglich. Aber es ist jeden Sommer das gleiche Drama.

Wie soll das gehen? Es gibt 152 ULFe ohne Fahrgastklimaanlage, auf diese Backboxen kann man selbst in den Ferien nicht verzichten.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 02. Juli 2020, 14:49:55
Wenn die WL wirklich intelligent planen würden, dann blieben die unklimatisierten Fahrzeuge in der Garage, sowei wie möglich. Aber es ist jeden Sommer das gleiche Drama.

Die langen ULF ohne Klima stehen zu lassen wird sich nicht ausgehen. Aber ab Montag sollen die Zweiwagenzüge durch kurze ULF ersetzt werden.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 71er am 02. Juli 2020, 15:52:14
Es gibt keine Pflicht, eine Maske zu tragen, sondern eine "den Mund und die Nase abdeckende mechanische Schutzvorrichtung". Das kann also auch ein Plexiglasschild sein. Wenn man keine Maske tragen will, muss man sich halt so ein Plexiglasschild anschaffen.
Es gibt auch Leute, die aus gesundheitlichen Gründen weder Maske noch Visier tragen können ...
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: coolharry am 02. Juli 2020, 15:58:33
Es gibt keine Pflicht, eine Maske zu tragen, sondern eine "den Mund und die Nase abdeckende mechanische Schutzvorrichtung". Das kann also auch ein Plexiglasschild sein. Wenn man keine Maske tragen will, muss man sich halt so ein Plexiglasschild anschaffen.
Es gibt auch Leute, die aus gesundheitlichen Gründen weder Maske noch Visier tragen können ...
Die sind aber selten alleine Unterwegs.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: S. Böck am 02. Juli 2020, 16:36:19
Das kann also auch ein Plexiglasschild sein.

Dessen Wirkung ich stark bezweifle, wenn ein stehender Fahrgast es trägt und direkt neben sitzenden Personen steht. Der Luftstrom ("Aerosol") wird genau zu diesen nach unten abgelenkt!

Es entspricht aber dem Regelwerk.

Selbst ausgewiesene "Experten" sind nicht unfehlbar, speziell wenn es ihnen an Hausverstand mangelt. Das Problem ist, dass es solche Leute offenbar in den Krisenstäben der Bundesregierung gibt! Aus dem selben Grund hätten die Schilder in der Gastronomie von Anfang an nicht erlaubt werden dürfen. Die Gäste bekommen wunderbar den Luftstrom des über ihnen stehenden Kellners ab.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hr17 am 02. Juli 2020, 18:33:39
Aber grundsätzlich wie ein trotziges Kind sich zu weigern halte ich für falsch!
Das hat nichts mit Trotz zu tun, sondern einfach nur mit einer klaren Wahrnehmung dessen, was mir gesundheitlich bekommt und was nicht.

Und "kurz die Nase frei machen", um schnell wenigstens ein paar normale Atemzüge nehmen zu dürfen, nützt für maximal 30 Sekunden. Alles ausprobiert.

Aber bis diesem skurrilen Thema werde ich mit vielen hier auf keinen grünen Zweig kommen, das war mir eh klar. Habe lediglich meinen Standpunkt dargelegt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: E1-4774 am 02. Juli 2020, 20:27:15
Aber grundsätzlich wie ein trotziges Kind sich zu weigern halte ich für falsch!
Das hat nichts mit Trotz zu tun, sondern einfach nur mit einer klaren Wahrnehmung dessen, was mir gesundheitlich bekommt und was nicht.

Und "kurz die Nase frei machen", um schnell wenigstens ein paar normale Atemzüge nehmen zu dürfen, nützt für maximal 30 Sekunden. Alles ausprobiert.

Aber bis diesem skurrilen Thema werde ich mit vielen hier auf keinen grünen Zweig kommen, das war mir eh klar. Habe lediglich meinen Standpunkt dargelegt.
Es gibt eben eine Hausordnung, und an die hat man sich zu halten! Wenn du das nicht kannst/willst, gibts andere Wege.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Nussdorf am 02. Juli 2020, 20:45:53
Aber grundsätzlich wie ein trotziges Kind sich zu weigern halte ich für falsch!
Das hat nichts mit Trotz zu tun, sondern einfach nur mit einer klaren Wahrnehmung dessen, was mir gesundheitlich bekommt und was nicht.

Und "kurz die Nase frei machen", um schnell wenigstens ein paar normale Atemzüge nehmen zu dürfen, nützt für maximal 30 Sekunden. Alles ausprobiert.

Aber bis diesem skurrilen Thema werde ich mit vielen hier auf keinen grünen Zweig kommen, das war mir eh klar. Habe lediglich meinen Standpunkt dargelegt.

Natürlich nicht, wenn hier justament-Unsinn verzapft wird. Lass Dir das gesagt sein von einem Asthmatiker: der MNS ist letztlich wurscht, auch wenn er über M und N getragen wird. Alles andere ist Kopfsache.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: D 3XX am 02. Juli 2020, 20:53:06
Drecksfetzen

Nana - schön sprechen -> Maulwindel (z.b )  8)

Im übrigen halte ich es für gerechtfertigt, und würde auch selbst nicht lange zögern, zumindest die Nase mehr oder weniger vorübergehend freizumachen, wenn ich mich beim Atmen beeinträchtigt fühle. Das könnte etwa für Personen mit Asthma, zutreffen. Bei gravierenderen negativen Auswirkungen rate ich dazu, das Problem mit dem Hausarzt zu besprechen, der ggf. ein Attest zur Befreiung von der MNS-Pflicht ausstellen kann. Und dann immer mitführen, falls man kontrolliert wird...!

Nase ist bei mir aus Prinzip frei, weil ich aus der Anfangszeit dieser Maßnahmen noch gut weiß, wie sehr mich das beim Atmen beeinträchtigt. Und ich habe kein Asthma oder dgl. Das ist auch spätestens seit der CoVid19-Lockerungsverordnung vom 30.04. rechtlich gedeckt. Gesundheitliche Gründe sind glaubhaft zu machen, falls wer fragt. Da brauchts noch ned einmal ein Attest. Atemprobleme, Schwindel etc. durch die logischerweise aus diesen Masken resultierende Sauerstoff-Unterversorgung sind absehbare Probleme, die zumindest ich auch so erlebt habe.

Und wer - noch dazu bei sommerlichen Temperaturen im unklimatisierten ULF mit den Jux-Fensterln - nicht merkt, dass da schon nach wenigen Minuten mit der Gesichtswindel physiologisch etwas nicht stimmt, beim dem muss ich mich ehrlich gesagt fragen, inwieweit sich der-/diejenige noch "g'spiart"...
Zustimmung, bis auf das, dass ich mich an die Regeln halte. Also Maske kommt kurz vor dem Öffnen der Türen bzw. dem Betreten der U-Bahnstation rauf und gleich nach dem Verlassen derselben wieder runter. Es ist einfach eine übertriebene Zumutung, vor allem weil man (seitens des Gesetzgebers) einfach nicht anständig differenziert. Dass man aktuell im Berufsverkehr eine Maske tragen soll, verstehe ich, aber ich sehe nicht ein, wieso man sie auch tragen soll, wenn der Abstand aufgrund der Anzahl der Fahrgäste in einem Bereich der Straßenbahn (U-Bahn oder Bus) locker eingehalten werden kann. Ich hoffe der Verfassungsgerichtshof macht diesem Wahnsinn durch die Stattgabe der vielen Beschwerden dagegen bald ein Ende.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Ferry am 03. Juli 2020, 12:41:40
Dass man aktuell im Berufsverkehr eine Maske tragen soll, verstehe ich, aber ich sehe nicht ein, wieso man sie auch tragen soll, wenn der Abstand aufgrund der Anzahl der Fahrgäste in einem Bereich der Straßenbahn (U-Bahn oder Bus) locker eingehalten werden kann.

Die Anzahl an Fahrgästen in einem Wagen kann sich aber bei jeder Station ändern. Ein Zug, der gerade noch mäßig gefüllt war, wird bei der nächsten Station, die ein gut besuchter Verkehrsknotenpunkt ist (oder auch nach Wiederaufnahme des Betriebes nach einer länger andauernden Störung), schlagartig voll. Wie willst du da differenzieren, ab wann die Maske getragen werden muss? Was machst du mit jemanden, der sagt, er hat keine mit, weil er nicht gedacht hat, dass der Zug so voll werden könnte? Nein, nein, die generelle Pflicht zum Tragen der Maske in den Öffis macht schon Sinn. Und was ich so mitbekomme, halten sich auch fast alle daran.

Und ich muss als täglicher Öffi-Benutzer sagen, dass ich mich langsam daran zu gewöhnen beginne - gestern bin ich beim Betreten meines Büros von den Kollegen merkwürdig angesehen worden, bis mir klar wurde, dass ich immer noch die Maske auf hatte (normalerweise nehme ich gleich sie nach dem Verlassen des Stationsbereiches ab, aber gestern habe ich einfach nicht mehr daran gedacht).  :)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 03. Juli 2020, 12:44:23
Und was ich so mitbekomme, halten sich auch fast alle daran.

Was ich mitbekomme, halten sich immer weniger daran. Detailliertere Erläuterungen hierzu verbietet heutzutage die sogenannte political correctness. :-X
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Ferry am 03. Juli 2020, 12:46:34
Und was ich so mitbekomme, halten sich auch fast alle daran.

Was ich mitbekomme, halten sich immer weniger daran. Detailliertere Erläuterungen hierzu verbietet heutzutage die sogenannte political correctness. :-X

Wahrscheinlich benützt du immer nur die falschen Linien.  ;)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: U4 am 03. Juli 2020, 12:46:48
Letzter Freitag nachmittag:
Haltestelle Philadelphiabrücke Linie 62 und Badnerbahn stadtauswärts, Gewitterregen ..

Vom Abstand konnte keine Rede mehr sein, alles drängte sich in dem viel zu kleinen Unterstand in der Haltestelle. Jeder pickte auf dem anderen und konnte nur mehr wählen zwischen nass werden inklusive dem kleinen Elefanten und kuscheln mit den anderen zukünftigen Fahrgäste die ja noch außerhalb des Zuges und damit unbemasked waren ..

Das zum „Abstand“  8)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 03. Juli 2020, 12:52:12
Wahrscheinlich benützt du immer nur die falschen Linien.  ;)

Ich bin viel auf der Schnellbahnstammstrecke unterwegs, auf allen U-Bahn-Linien, im Zentrum, Westen und Nordosten von Wien. Es ist überall dasselbe Bild. Vielleicht ist es in der Früh-HVZ anders, aber da ich die Möglichkeit habe, diesen Zeitraum zu meiden, tue ich das derzeit auch.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: t12700 am 03. Juli 2020, 15:16:45
Und was ich so mitbekomme, halten sich auch fast alle daran.

Was ich mitbekomme, halten sich immer weniger daran. Detailliertere Erläuterungen hierzu verbietet heutzutage die sogenannte political correctness. :-X

Wahrscheinlich benützt du immer nur die falschen Linien.  ;)
Ich weiß ja nicht welche Linien du benutzt, aber offensichtlich die falschen. ;)
Allein in der U6 hast du teilweise jede Menge Fahrgäste ohne Maske, Maske übern Kinn, Maske runter genommen zum Telefonieren etc. Nur solang die WL ihre eigene Hausordnung nicht kontrollieren wird sich das auch nicht ändern.

LG t12700
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: D 3XX am 03. Juli 2020, 18:12:23
Dass man aktuell im Berufsverkehr eine Maske tragen soll, verstehe ich, aber ich sehe nicht ein, wieso man sie auch tragen soll, wenn der Abstand aufgrund der Anzahl der Fahrgäste in einem Bereich der Straßenbahn (U-Bahn oder Bus) locker eingehalten werden kann.

Die Anzahl an Fahrgästen in einem Wagen kann sich aber bei jeder Station ändern. Ein Zug, der gerade noch mäßig gefüllt war, wird bei der nächsten Station, die ein gut besuchter Verkehrsknotenpunkt ist (oder auch nach Wiederaufnahme des Betriebes nach einer länger andauernden Störung), schlagartig voll. Wie willst du da differenzieren, ab wann die Maske getragen werden muss? Was machst du mit jemanden, der sagt, er hat keine mit, weil er nicht gedacht hat, dass der Zug so voll werden könnte? Nein, nein, die generelle Pflicht zum Tragen der Maske in den Öffis macht schon Sinn. Und was ich so mitbekomme, halten sich auch fast alle daran.
Das ist klar und das könnte einfach damit gelöst werden, in dem man nur das Mitführen einer Maske vorschreibt, welche dann aufzusetzten wäre wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann. Aber die generelle und undifferenzierte Pflicht ist und bleibt eine Zumutung.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Helga06 am 03. Juli 2020, 19:56:08
Dass man aktuell im Berufsverkehr eine Maske tragen soll, verstehe ich, aber ich sehe nicht ein, wieso man sie auch tragen soll, wenn der Abstand aufgrund der Anzahl der Fahrgäste in einem Bereich der Straßenbahn (U-Bahn oder Bus) locker eingehalten werden kann.

Die Anzahl an Fahrgästen in einem Wagen kann sich aber bei jeder Station ändern. Ein Zug, der gerade noch mäßig gefüllt war, wird bei der nächsten Station, die ein gut besuchter Verkehrsknotenpunkt ist (oder auch nach Wiederaufnahme des Betriebes nach einer länger andauernden Störung), schlagartig voll. Wie willst du da differenzieren, ab wann die Maske getragen werden muss? Was machst du mit jemanden, der sagt, er hat keine mit, weil er nicht gedacht hat, dass der Zug so voll werden könnte? Nein, nein, die generelle Pflicht zum Tragen der Maske in den Öffis macht schon Sinn. Und was ich so mitbekomme, halten sich auch fast alle daran.
Das ist klar und das könnte einfach damit gelöst werden, in dem man nur das Mitführen einer Maske vorschreibt, welche dann aufzusetzten wäre wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann. Aber die generelle und undifferenzierte Pflicht ist und bleibt eine Zumutung.
>:D :luck: >:D Über deine Denkweise sage ich nichts, denn man würde sie sicherlich löschen, des halb nur Smilies >:( ::)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: T1 am 06. Juli 2020, 10:45:17
Und was ich so mitbekomme, halten sich auch fast alle daran.

Was ich mitbekomme, halten sich immer weniger daran. Detailliertere Erläuterungen hierzu verbietet heutzutage die sogenannte political correctness. :-X

Wahrscheinlich benützt du immer nur die falschen Linien.  ;)
Ich weiß ja nicht welche Linien du benutzt, aber offensichtlich die falschen. ;)
Allein in der U6 hast du teilweise jede Menge Fahrgäste ohne Maske, Maske übern Kinn, Maske runter genommen zum Telefonieren etc. Nur solang die WL ihre eigene Hausordnung nicht kontrollieren wird sich das auch nicht ändern.
Auf der U6 fahre ich nur außerhalb der Stoßzeiten, bin aber überrascht, dass - zumindest wenn ich unterwegs bin - sich fast alle daran halten.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: coolharry am 06. Juli 2020, 11:02:23
Und was ich so mitbekomme, halten sich auch fast alle daran.

Was ich mitbekomme, halten sich immer weniger daran. Detailliertere Erläuterungen hierzu verbietet heutzutage die sogenannte political correctness. :-X

Wahrscheinlich benützt du immer nur die falschen Linien.  ;)
Ich weiß ja nicht welche Linien du benutzt, aber offensichtlich die falschen. ;)
Allein in der U6 hast du teilweise jede Menge Fahrgäste ohne Maske, Maske übern Kinn, Maske runter genommen zum Telefonieren etc. Nur solang die WL ihre eigene Hausordnung nicht kontrollieren wird sich das auch nicht ändern.
Auf der U6 fahre ich nur außerhalb der Stoßzeiten, bin aber überrascht, dass - zumindest wenn ich unterwegs bin - sich fast alle daran halten.

Gestern vom Fenster aus beobachtet wie ein Busfahrer zwei jugendliche, wo einer keine Maske getragen hat, aus dem Bus komplimentiert wollte. Nach etwa 2 Minütigen wortwechsel hat sich dann der ohne ein T-Shirt umgebunden und die Fahrt wurde fortgesetzt.  :D
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Ferry am 06. Juli 2020, 11:07:14
Allein in der U6 hast du teilweise jede Menge Fahrgäste ohne Maske, Maske übern Kinn, Maske runter genommen zum Telefonieren etc. Nur solang die WL ihre eigene Hausordnung nicht kontrollieren wird sich das auch nicht ändern.

Ich benütze die Öffis momentan eigentlich nur außerhalb der Stoßzeiten und da ist es wirklich so, dass sich (fast) alle daran halten. Gut, heute ist ein Mädchen in die U6 eingestiegen, das gerade telefoniert hat; als es aber die anderen Fahrgäste böse angesehen haben, hat es sofort die Maske aufgesetzt.

Aber es sind nicht nur die WL, die die Hausordnung nicht kontrollieren, sondern auch die ÖBB: unlängst, in der S80 Richtung Stadlau: ein Fahrgast hat keine Maske, es kommt ein ÖBB-Team zum Kontrollieren der Fahrausweise (die kommen neuerdings immer rudelweise, vielleicht fürchten sie sich alleine :) ), besagter Fahrgast zeigt seinen Ausweis her, ÖBB-Team will weiter, ich spreche das Team an und frage: "Wollen Sie den Fahrgast nicht zum Aufsetzen einer Maske auffordern?". Die Antwort: "Dazu sind wir nicht da.". Na ja, da darf man sich dann nicht wundern...  ::)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 06. Juli 2020, 11:10:02
Gestern vom Fenster aus beobachtet wie ein Busfahrer zwei jugendliche, wo einer keine Maske getragen hat, aus dem Bus komplimentiert wollte. Nach etwa 2 Minütigen wortwechsel hat sich dann der ohne ein T-Shirt umgebunden und die Fahrt wurde fortgesetzt.  :D

Tja, als Fahrer bist du letztlich der Blöde, wenn du die Maskenpflicht durchsetzen willst. Was willst du machen, wenn die Angesprochenen sich weigern, eine Maske aufzusetzen, und auch das Fahrzeug nicht verlassen wollen? Polizeieinsatz? Da kannst du dir nachher beim Legen der Meldung am Bahnhof oder in der Garage den Vorwurf gefallen lassen, warum du überhaupt eingeschritten bist und so die Linie lahmgelegt hast. Außerdem stehst du vor den übrigen Fahrgästen als Lachnummer da: Du willst eine Kleinigkeit durchsetzen und schaffst nicht einmal das. Wen wundert es also, wenn das Fahrpersonal im Normalfall großzügigst wegschaut?
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 06. Juli 2020, 11:21:21
Gestern vom Fenster aus beobachtet wie ein Busfahrer zwei jugendliche, wo einer keine Maske getragen hat, aus dem Bus komplimentiert wollte. Nach etwa 2 Minütigen wortwechsel hat sich dann der ohne ein T-Shirt umgebunden und die Fahrt wurde fortgesetzt.  :D

Tja, als Fahrer bist du letztlich der Blöde, wenn du die Maskenpflicht durchsetzen willst. Was willst du machen, wenn die Angesprochenen sich weigern, eine Maske aufzusetzen, und auch das Fahrzeug nicht verlassen wollen? Polizeieinsatz? Da kannst du dir nachher beim Legen der Meldung am Bahnhof oder in der Garage den Vorwurf gefallen lassen, warum du überhaupt eingeschritten bist und so die Linie lahmgelegt hast. Außerdem stehst du vor den übrigen Fahrgästen als Lachnummer da: Du willst eine Kleinigkeit durchsetzen und schaffst nicht einmal das. Wen wundert es also, wenn das Fahrpersonal im Normalfall großzügigst wegschaut?

Für die Meldung hätte ich in so einen Fall immer einen unbekannten Fahrgast der sich über den Fahrgast beschwert hatte, bzw der Fahrgast, den ich nicht am Wagen haben wollte hat aus irgendeinem weiteren Grund gegen die Beförderungbestimmungen verstoßen. Ich weiß jetzt aber nicht, ob die ÖBB die Maskenpflicht in ihre Beförderungbestimmungen aufgenommen haben.
Wenn nicht, dann ist es tatsächlich so, dass die Öbb-Kontrolliere keine Handhabe gegen Maskenverweigerer haben.

Und glaube mir, wenn er Fahrer entsprechend auftritt und dann eben laut verkündet, dass es wegen dem Fahrgast jetzt bis zum eintreffen von Polizei zu einen Aufenthalt kommt, dass in der Regeles dann andere Fahrgäste gibt, die den Verweigert dann überzeugen einen Schutz aufzusetzen oder aber freiwillig das Fahrzeug zu verlassen, bevor nachgeholfen wird.

Nicht nur einmal erlebt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: highspeedtrain am 06. Juli 2020, 11:33:37
@Klingelfee

Nachdem die MNS-Pflicht durch VO geregelt ist, könnte natürlich das ÖBB-Zugpersonal auch die Polizei rufen und verkünden, bis sie da ist fährt der Zug nicht. Wird in anderen Fällen auch gemacht, aber natürlich ist es psychologisch nicht so einfach, einen vollbesetzten Pendlerzug oder Doppel-RJ einfach stehenzulassen, zumal die allermeisten Fahrgäste nichts davon mitkriegen werden.

Ich gehe auch davon aus, dass so und so jeder Fahrgast aus dem Zug gewiesen werden darf, wenn er sich nicht an die rechtlichen Vorgaben hält.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Klingelfee am 06. Juli 2020, 11:48:14
@Klingelfee

Ich gehe auch davon aus, dass so und so jeder Fahrgast aus dem Zug gewiesen werden darf, wenn er sich nicht an die rechtlichen Vorgaben hält.

Verweisen ist das eine, aber auch körperliche Gewalt ansetzen, dass der Fahrgast dann das Fahrzeug auch verläßt, ist eine andere Sache. EIn Fahrer und auch ein Fahrscheinkontrollor hat dieses Recht nämlich nicht. Und so manche Fahrgäste würde ich auch mit einer Berechtigung nicht angreifen.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Autobusfan am 06. Juli 2020, 14:09:23
Zugunsten einer besseren Leistung der Klimaanlagen ist das ständige zentrale Öffnen nun wieder Geschichte. Quelle: https://www.heute.at/s/oeffi-tueren-oeffnen-nicht-mehr-automatisch-100090559
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: hema am 06. Juli 2020, 16:35:34
Außerdem stehst du vor den übrigen Fahrgästen als Lachnummer da: Du willst eine Kleinigkeit durchsetzen und schaffst nicht einmal das.
Nicht nur das, "Scheiß di net an und foahr weida, wir woll'n in die Hock'n!" oder so ähnlich, hörst du da oft von den werten Fahrgästen!  :-[
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: N1 am 07. Juli 2020, 00:16:52
Im südfranzösischen Bayonne wollte am Sonntag ein Busfahrer vier Personen ohne Maske die Mitfahrt verwehren. Ein Mann aus der Gruppe schlug daraufhin zu, mit der Folge, dass der Fahrer nun schwerstverletzt und mutmaßlich hirntot (https://www.spiegel.de/panorama/justiz/frankreich-busfahrer-nach-brutalem-angriff-angeblich-hirntot-a-fd7ce13a-cd30-468f-b368-8f84701de933) im Spital liegt. Vor diesem Hintergrund würde ich, wäre ich etwa ein Schaffner oder Kontrollor, auch vorzugsweise im Rudel unterwegs sein und mich nicht über meinen eigentlichen Aufgabenbereich hinaus engagieren.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: matboy am 07. Juli 2020, 01:16:31
Meinen Beobachtungen zufolge (ich fahre täglich zu unterschiedlichen Zeiten) hielten sich Anfang Mai noch ca. 90% der Fahrgäste an die Maskenpflicht. Mittlerweile würde ich schätzen, dass sich mindestens ein Viertel der Fahrgäste nicht oder nur teilweise daran hält.
häuftigste Abweichungen: Maske über Mund, aber incht über Nase
Maske auf Kinn oder Stirn
Maske in der Tasche
Maske teilweise oben, teilweise nicht
Nase Teilweise im T-Shirt, keine Maske.
In der Regel befinden sich in jedem Zug mehrere Fahrgäste, die gegen die MNS-Pflicht verstoßen. Für das Fahrpersonal ist es schlicht unmöglich, da einzugreifen, selbst bei Kontrollen werden von manchen die Masken nur aufgesetzt, solange das Kontrollpersonal hinschaut.
Ich selbst schütze mich mit FFP2-Masken.

Daher mein neuer Spruch: schau auf dich, die anderen tun es nicht.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: moszkva tér am 07. Juli 2020, 11:12:27
Nase Teilweise im T-Shirt, keine Maske.
Es herrscht keine Maskenpflicht, sondern nur die Pflicht, Mund und Nase zu bedecken. Also ist es vollkommen legitim, wenn man Mund und Nase unter das T-Shirt steckt. Es ist ja auch ein Tuch, ein Schal oder Ähnliches erlaubt. Darauf wurde ja auch schon zu Beginn der "Maskenpflicht" Anfang April explizit hingewiesen  :lamp:

Es wäre mMn also auch ok, während der gesamten Zeit die Hand vor Mund und Nase zu halten  :)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: darkweasel am 07. Juli 2020, 11:32:53
Es wäre mMn also auch ok, während der gesamten Zeit die Hand vor Mund und Nase zu halten  :)
Das mag ich sehen, wie du vor Gericht erklärst, dass das als den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung gem. § 2 COVID-19-Lockerungsverordnung (https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20011162) zählt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: coolharry am 07. Juli 2020, 11:33:56
Nase Teilweise im T-Shirt, keine Maske.
Es herrscht keine Maskenpflicht, sondern nur die Pflicht, Mund und Nase zu bedecken. Also ist es vollkommen legitim, wenn man Mund und Nase unter das T-Shirt steckt. Es ist ja auch ein Tuch, ein Schal oder Ähnliches erlaubt. Darauf wurde ja auch schon zu Beginn der "Maskenpflicht" Anfang April explizit hingewiesen  :lamp:

Es wäre mMn also auch ok, während der gesamten Zeit die Hand vor Mund und Nase zu halten  :)

Ob die Hand als Barriere gilt?
Aber ehrlich gesagt das wäre dann schon sehr weit hergeholt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Ferry am 07. Juli 2020, 12:39:36
Aber es sind nicht nur die WL, die die Hausordnung nicht kontrollieren, sondern auch die ÖBB: unlängst, in der S80 Richtung Stadlau: ein Fahrgast hat keine Maske, es kommt ein ÖBB-Team zum Kontrollieren der Fahrausweise (die kommen neuerdings immer rudelweise, vielleicht fürchten sie sich alleine :) ), besagter Fahrgast zeigt seinen Ausweis her, ÖBB-Team will weiter, ich spreche das Team an und frage: "Wollen Sie den Fahrgast nicht zum Aufsetzen einer Maske auffordern?". Die Antwort: "Dazu sind wir nicht da.". Na ja, da darf man sich dann nicht wundern...  ::)

Dazu gab es heute auf Radio Wien einen Bericht, wo genau das - das Zugpersonal kümmert sich nicht darum, ob jemand ohne Maske im Zug fährt - angeprangert wurde. Wenn ich es richtig verstanden habe, soll das jetzt geändert werden. Hoffen wir's, wünschenswert wäre es.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 07. Juli 2020, 14:15:52
Dazu gab es heute auf Radio Wien einen Bericht, wo genau das - das Zugpersonal kümmert sich nicht darum, ob jemand ohne Maske im Zug fährt - angeprangert wurde. Wenn ich es richtig verstanden habe, soll das jetzt geändert werden. Hoffen wir's, wünschenswert wäre es.

Warum soll sich das Fahrpersonal dieser zusätzlichen Gefahr aussetzen? Neben verbaler und körperlicher Aggression ist da auch das Risiko einer Infektion in Erwägung zu ziehen!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: moszkva tér am 07. Juli 2020, 14:20:34
Es wäre mMn also auch ok, während der gesamten Zeit die Hand vor Mund und Nase zu halten  :)
Das mag ich sehen, wie du vor Gericht erklärst, dass das als den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung gem. § 2 COVID-19-Lockerungsverordnung (https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20011162) zählt.
Ich weiß, der Kanzler mag keine juristischen Spitzfindigkeiten, aber:

Zitat
(2) Im Massenbeförderungsmittel ist gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten und eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen. Ist auf Grund der Anzahl der Fahrgäste sowie beim Ein- und Aussteigen die Einhaltung des Abstands von mindestens einem Meter nicht möglich, kann davon ausnahmsweise abgewichen werden.
Das kann man auch so interpretieren, dass wenn die Einhaltung des Abstands von mindestens einem Meter nicht möglich ist, vom Tragen der mechanischen Schutzvorrichtung ausnahmsweise abgewichen werden kann  C:-)
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: darkweasel am 07. Juli 2020, 15:57:27
Es wäre mMn also auch ok, während der gesamten Zeit die Hand vor Mund und Nase zu halten  :)
Das mag ich sehen, wie du vor Gericht erklärst, dass das als den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung gem. § 2 COVID-19-Lockerungsverordnung (https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20011162) zählt.
Ich weiß, der Kanzler mag keine juristischen Spitzfindigkeiten, aber:

Zitat
(2) Im Massenbeförderungsmittel ist gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten und eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen. Ist auf Grund der Anzahl der Fahrgäste sowie beim Ein- und Aussteigen die Einhaltung des Abstands von mindestens einem Meter nicht möglich, kann davon ausnahmsweise abgewichen werden.
Das kann man auch so interpretieren, dass wenn die Einhaltung des Abstands von mindestens einem Meter nicht möglich ist, vom Tragen der mechanischen Schutzvorrichtung ausnahmsweise abgewichen werden kann  C:-)
Normalerweise beziehen sich solche Pronomen schon auf die zuletzt erwähnte Phrase ("die Einhaltung des Abstands von mindestens einem Meter"). Aber es hat ja sogar das Argument, dass "betreten" nur "hineingehen" heißt und nicht "dort verweilen oder sich darin bewegen" vor einem Gericht gehalten, also wer weiß!
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: dalski am 07. Juli 2020, 16:28:24
Dazu gab es heute auf Radio Wien einen Bericht, wo genau das - das Zugpersonal kümmert sich nicht darum, ob jemand ohne Maske im Zug fährt - angeprangert wurde. Wenn ich es richtig verstanden habe, soll das jetzt geändert werden. Hoffen wir's, wünschenswert wäre es.

Warum soll sich das Fahrpersonal dieser zusätzlichen Gefahr aussetzen? Neben verbaler und körperlicher Aggression ist da auch das Risiko einer Infektion in Erwägung zu ziehen!
Vollste Zustimmung, das wäre eher Aufgabe von Polizei bzw dementsprechend geschulten Sicherheitsorganen.
Ich habe zum Höhepunkt der ersten Coronawelle selbst an gewissen Einrichtungen dafür sorgen müssen, dass die Abstands- und Mund-Nasen-Schutzregeln eingehalten werden.
Von Androhungen körperlicher Gewalt bis zu tiefsten Beleidigungen und auch Nahekommen ohne Abstand war alles dabei (nahezu im Minutentakt).
Man stelle sich jetzt einen Kontrolleur alleine am Abend in den Öffis vor. Würde keine 2 Tage dauern bis es erste gröbere Zwischenfälle gibt.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: 95B am 07. Juli 2020, 16:59:06
Ich habe zum Höhepunkt der ersten Coronawelle selbst an gewissen Einrichtungen dafür sorgen müssen, dass die Abstands- und Mund-Nasen-Schutzregeln eingehalten werden.
Von Androhungen körperlicher Gewalt bis zu tiefsten Beleidigungen und auch Nahekommen ohne Abstand war alles dabei (nahezu im Minutentakt).

Nachvollziehbar, denn die Maskenverweigerer gehören (aufgrund der Tatsasche der Verweigerung!) naturgemäß eher zu den konfliktbereiten Bevölkerungsschichten. Wie so oft: Am meisten weh tut der Griff ins Geldbörsl, aber der kann eben nur von der Exekutive durchgesetzt werden. Ein paar Tage lang Planquadrate in den öffentlichen Verkehrsmitteln, dann würde sich das Benehmen der Beförderungsfälle wohl wieder zum Besseren wandeln.
Titel: Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
Beitrag von: Ferry am 08. Juli 2020, 13:05:49
Dazu gab es heute auf Radio Wien einen Bericht, wo genau das - das Zugpersonal kümmert sich nicht darum, ob jemand ohne Maske im Zug fährt - angeprangert wurde. Wenn ich es richtig verstanden habe, soll das jetzt geändert werden. Hoffen wir's, wünschenswert wäre es.

Warum soll sich das Fahrpersonal dieser zusätzlichen Gefahr aussetzen? Neben verbaler und körperlicher Aggression ist da auch das Risiko einer Infektion in Erwägung zu ziehen!

Stimmt schon, aber die körperliche Nähe und damit das Infektionsrisiko ist ja auch im Rahmen der Fahrausweiskontrolle gegeben. Das lässt sich sowieso nicht ve