Autor Thema: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr  (Gelesen 128822 mal)

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hema

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #1185 am: 01. April 2021, 15:04:51 »
jetzt lachen wir noch darüber, aber obs beim lachen bleibt?
Der Basti wird's schon richten. Und die Vier im Geilomobil, sprich das virologische Quartett, werden alles überwachen!   >:D
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

Alex

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #1186 am: 01. April 2021, 15:23:23 »
Ich persönlich finde diese Überreglementierung, was Maskenpflicht auf bestimmten Plätzen betrifft, auch wenn sie anscheinend leider erforderlich ist, mittelfristig eher kontraproduktiv. Heißt nämlich im Umkehrschluss, an allen anderen Plätzen muss keine Maske getragen werden und wird daher auch nicht getragen.
Viel sinnvoller, auch wenn das leider mittlerweile schon komplett verspielt wurde, wäre hier, die Menschen dazu zu motivieren, von sich aus weiter als bis zur eigenen Nasenspitze zu denken und überall dort wo es sinnvoll, wenn auch nicht vorgeschrieben ist, die Maske aufzusetzen. Und zwar in der Motivation, dazu beizutragen, die Verbreitung sinnvoll einzudämmen.
Ich selbst habe auch schon in Menschenaufläufen im Freien oft die Maske aufgesetzt, sei es beim Eingang vom Lainzer Tiergarten, sei es vor dem Kindergarten, wenn mehrere Eltern zusammenkommen, um ihre Kinder abzuholen oder sei es prinzipiell in Innenräumen, im Stiegenhaus, in der Garage, überall, wo man ungeplant jemanden treffen könnte, egal, ob es gesetzlich verboten ist oder nicht.


Und das ist sehr wohl ein Punkt, den Eltern an Kinder und Jugendlich versuchen können, weiterzugeben, wenn diese dann auch einen Sinn dahinter verstehen.
Diese ewigen Ansagen mit entscheidende Wochen und bis zum Sommer wieder in die Realität zurückkehren sind hier leider kontraproduktiv, da bei den meisten Menschen nur mehr hängenbleibt, dass das Versprochene eh nicht gehalten wird und erst alles besser wird, wenn dann irgendwann einmal alle geimpft sind. Dass wir alle aber früher wieder mehr dürften, wenn sich alle an diese einfachen Dinge halten würden, das kommt in der Berichterstattung mittlerweile viel zu kurz.


Und last but not least gibt es dann auch noch Unternehmer, die nicht nur Mitarbeiter dazu zwingen, vor Ort Arbeiten zu verrichten, die auch anders gingen, sondern auch Unternehmen mit Kundenkontakt, die ihren Mitarbeiter/innen sogar nahelegen, keine Tests durchzuführen, da diese in dem Bereich gesetzlich nicht vorgeschrieben sind, weil sie vermeiden wollen, dass dabei ein positiver Fall herauskommt und die Filiale geschlossen werden muss. Und das ist keine Erfindung und auch kein April-Scherz, das gibt es tatsächlich, zumindest am Land.

Katana

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #1187 am: 01. April 2021, 18:29:34 »
Seit Jahresbeginn waren die Schulen der wesentliche Treiber der Pandemie, wie die Statistik zweifelsfrei zeigt. Von dort wurde da Virus in die Privathaushalte getragen (und natürlich von dort aus auch weiter in die Betriebe).
Davon gibt es auffällig viele Fälle in meinem Umfeld - Allerdings sind zum Glück die Eltern rechtzeitig in die Quarantäne geschickt worden.

Wer von uns sich mit 17 an alle Regeln gehalten hat und - wäre damals Corona gewesen - ein Jahr zu Hause geblieben wäre, werfe den ersten Stein.
Was mir aber nicht gefällt, ist, wenn sich, wie erst gestern eine 5köpfige Gruppe von 15jährigen mit Umarmungen begrüßt. Sozialkontakte sind für Jugendliche besonders wichtig, aber man soll nicht übertreiben. Sind es nicht gerade sie es gewesen, die uns die Ghettofaust gelehrt haben?

moszkva tér

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #1188 am: 02. April 2021, 06:48:43 »
Also ich finde die Maskenpflicht im Freien eine Schikane, sonst nichts!

Gestern zu Mittag am Schwedenplatz: kaum ein Mensch da, natürlich trägt niemand Maske. Das Eisgeschäft gut besucht, das Eis wird dann natürlich ohne Maske verzehrt.

Am Donaukanal war gestern Abend kein Mensch. Aber ich wette,  die Leute waren irgendwo anders.

Zuerst sagt man, man soll sich draußen treffen, da ist die Infektionsgefahr geringer. Dann machen das die Leute, ist es auch nicht recht.

Anstatt drauf zu schauen, dass sich die Menschen mehr verteilen, tut man sie lieber ärgern. Zustände wie im Zentralbereich des Donaukanal gehören natürlich vermieden. Aber es wäre ja Platz genug in der Stadt. Dann muss man nur die Leute animieren, sich mehr zu verteilen, dann funktioniert das mit dem Abstand halten auch besser.

Die Hebein hat vor einem Jahr noch Straßen für Autos gesperrt, damit mehr Platz im öffentlichen Raum ist. Heute macht man Maskenpflicht und verhängt Strafen. Das demonstriert auch ganz gut, wie die Pandemie Bekämpfung wegging von einer gemeinsamen Anstrengung hin zu aktionistischen Verordnungen: wir machen eh was, egal ob es sinnvoll ist. Und wenn es nix hilft, seid ihr schuld!

Stattdessen könnte die Stadt auch proaktiv Freiflächen öffnen, zum Beispiel Freibäder oder Sportplätze, damit Leute mehr Platz für den Aufenthalt haben

Dass sich immer weniger Leute an die Maßnahmen halten, liegt meiner Meinung nach nicht nur an der mangelnden Nachvollziehbarkeit des Sinnes, aber auch an der Widersprüchlichkeit der Kommunikation.

Beispiel: die Situation an den Spitälern ist ernst. Wir müssen Maßnahmen setzen. Aber erst in einer Woche. Und dann nennen wir es nicht Lockdown, sondern Osterruhe.

Ich interpretiere: wenn sie Lage sehr ernst ist, muss man sofort was tun. Kann man noch eine Woche warten, ist die Lage nicht ernst.

Klingelfee

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #1189 am: 02. April 2021, 07:06:37 »
Das mit der Maskenpflicht im Freien sehe ich mit 2 verschiedenen Blickwinkel.

Aus der medizinischen Seite - Da ist es vielleicht wirklich nicht unbedingt notwendig.

Aus der versammlungstechnischen Seite - Unbedingt notwendig. Denn würden sich die Leute bei ihren Treffen an die Abstandsregel halten, dann wäre eine Maskenpflicht nicht notwendig. Da aber viele Leute dann dicht auf dicht sitzen, blieb nicht anderes übrig. Denn das Virus bekommen wir einfach nur los, wenn wir unsere sozialen Kontakte reduzieren. Und das ist etwas, was viele einfach nicht kapieren wollen. Denn in meinen Bekanntenkreis zum Beispiel hat sich jetzt heraus gestellt, dass der Virus von 2 Personen übertragen wurde, ohne dass sie es bemerkt haben

Person 1 mit Symptome steckte Person 2 an
Person 2 ohne Symptome steckte Person 3 an
Person 3 ohne Symptome steckte Person 4 an
und Person 4 hatte dann wieder Symptome.

Und infolge Kontakt-Tracing konnte man diese Infektionskette einwandfrei nachvollziehen. Und eben das ist das Gefährliche. Und das ist etwas, was viele einfach nicht kapieren wollen.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

Operator

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #1190 am: 02. April 2021, 07:32:00 »
Das Eisgeschäft gut besucht, das Eis wird dann natürlich ohne Maske verzehrt.

Vielleicht gibts bald eine Erfindung, wie man mit Maske ißt und trinkt!  8)

abc

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #1191 am: 02. April 2021, 07:34:44 »
Das Eisgeschäft gut besucht, das Eis wird dann natürlich ohne Maske verzehrt.

Vielleicht gibts bald eine Erfindung, wie man mit Maske ißt und trinkt!  8)

Nachdem es schon Masken für Rauchende gibt... :)
https://www.der-postillon.com/2020/04/mundloch.html

moszkva tér

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #1192 am: 02. April 2021, 08:25:52 »
Das Eisgeschäft gut besucht, das Eis wird dann natürlich ohne Maske verzehrt.

Vielleicht gibts bald eine Erfindung, wie man mit Maske ißt und trinkt!  8)
Wenn schon Schikane, dann aber richtig: Eisgeschäft behördlich schließen!  C:-)

@Klingelfee:
Ich beobachte immer wieder Gruppen in Parks, und da erkennt man sehr gut, dass die Leute im Allgemeinen die Abstände innerhalb der Gruppe als auch zwischen den Gruppen einhalten.
Wo das nicht so ist, gehört natürlich was gemacht. Und die Menschen sollen sich mehr verteilen. Da könnte die Stadt durch Bänke, Mobiklos und Mistkübel durchaus Anreize schaffen, auch ansonsten dünn besuchte Orte zu frequentierten. Oder den Öffentlichen Raum von den Autos zurück zu holen.
Weil was passiert, wenn man Leute draußen schikaniert? Sie treffen sich zu Hause. Ist das dann besser?

darkweasel

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #1193 am: 02. April 2021, 08:31:19 »
Weil was passiert, wenn man Leute draußen schikaniert? Sie treffen sich zu Hause. Ist das dann besser?
Nein, aber es ist seit Monaten der status quo, dass "öffentliche Orte" strenger eingeschränkt sind als private Räumlichkeiten. Wenn man die Verordnung wörtlich liest, kommt man drauf, dass sie leider genau jenes Verhalten fördert (Treffen in Innenräumen), das von der Infektionsgefahr her am gefährlichsten ist.

Es ist einfach nur noch absurd.

Operator

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #1194 am: 02. April 2021, 11:01:04 »
Das Eisgeschäft gut besucht, das Eis wird dann natürlich ohne Maske verzehrt.

Vielleicht gibts bald eine Erfindung, wie man mit Maske ißt und trinkt!  8)

Weil was passiert, wenn man Leute draußen schikaniert? Sie treffen sich zu Hause. Ist das dann besser?
Genau das ist die Situation derzeit, die Leute treffen sich geheim oder Zuhause, aber das wollen die Herren Politiker und die vielen selbst ernannten Wissenschaftler ja nicht hören!

WVB

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #1195 am: 02. April 2021, 11:18:00 »
... wobei ich sagen muss, wenn wir rein objektiv nach Menschenauflauf gehen, dann wäre das u.a. am Reumannplatz auch nötig, da picken alle auf einem Haufen zam und nicht so verteilt wie am recht weitläufigen Karlsplatz inkl Resselpark...
Da muss man aber auch gleich die Favoritenstraße bis rauf zum Columbusplatz dazunehmen. Dort steppt weiterhin der Bär weil die meisten Geschäfte weiterhin offen haben dürfen.

Wobei "dürfen" in der Gegend sowieso wurscht ist und Öffnungszeiten nur als Empfehlung angesehen werden wenn ich z.b an so manchen Barber-Shop denke der trotz der 20-Uhr-Ausgangsbeschränkung um 20:30 Uhr immer noch Kundenverkehr hatte ...

Tramwaycafe

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #1196 am: 03. April 2021, 15:59:26 »
Bald haben die gemerkt, dass niemand auf der Straße tot umfällt, dass sie niemanden kennen, der an der C-Krankheit gestorben ist, und auch, dass diejenigen, die sie kennen und die es hatten, nur milde Verläufe zeigten ("ein Schnupfen ohne Geruchssinn"). Die Regierung erklärt seit einem Jahr mit gesundheitsministerlichen Schautaferln, dass die nächsten zwei Wochen entscheidend seien. Muss man sich da wundern, wenn es hier bei vielen kein Problembewusstsein gibt, weil die angesagten Probleme schlicht ausgeblieben sind?
Meine Zustimmung könnte größer nicht sein – verstärkt noch durch das Gefühl, dass immer noch ein komplexes Problem mit Ansätzen behandelt wird, die nur bei komplizierten Problemen funktionieren (das ist etwas völlig anderes), und nochmal verstärkt durch die kommunikationstechnische Katastrophe des «Einmal müssen wir noch…» – «Nur noch ein einziges zusätzliches Mal…» – «Jetzt aber zum allerletzten Mal…»

Meine Lust, irgendetwas an den Maßnahmen aktiv mitzutragen, ist inzwischen auf die motivationstechnische Minimalvariante des reinen Rationalismus zurückgefallen («Coronavirus ist ka Lercherlschas, also reiß di z'samm, tramwaycafe!»). Intrinsisch motiviert ist da genau nix mehr, und ich verstehe jeden, der gar nix mehr mitzumachen bereit ist, bei wem der Neocortex (wo unsere Vernunft steckt, wo aber nicht unsere Bauchgefühlentscheidungen getroffen werden) nicht so einen großen Einfluss auf das limbische System hat (Da sind die Bauchgefühlentscheidungen, das versteht aber leider nicht die Sprache der Vernunft, braucht also richtig gut ziehende Kommunikation) – Empfehlung: Start with why

«‹Corona wird vorbeigehen›, versichert der Kanzler und meint, ‹dass wir im Sommer wieder alle zur Normalität zurückkehren können›», steht heute im ORF.

Ihr seid meine Zeugen, dass ich umgehend (zusätzlich) 100€ dem St. Anna-Kinderspital spenden werde, wenn das eintritt. Es wäre die freudvollste Ausgabe, die ich je hatte. Als Kriterien lege ich nix Ausgerissenes fest, sondern Normalität aus meinem Alltag heraus:
  • Das Big Room Planning meines Unternehmens, eine Indoor-Veranstaltung für >200 Personen in einem großen Raum, kann ich endlich wieder als Präsenzformat moderieren, natürlich ohne Masken
  • Ich kann wieder ohne Maske öffentliche Verkehrsmittel aller Art benützen
  • Die Bewegungsfreiheit wenigstens im Schengenraum ist wiederhergestellt – das heißt, ohne systematische Kontrollen und ohne durch grenzüberschreitende Bewegung Nachteile (wie etwa Quarantäne) erdulden zu müssen, ist wieder eine freie Bewegung innerhalb des gesamten Schengenraumes möglich
«Im Sommer»: Wollen wir das nicht allzu früh sehen; den Stichtag setze ich also zu Kurz' Gunsten erst auf den 1. September. 2021 natürlich – ich glaube, das muss man dazusagen :-\. Ich bin gespannt. Wer ist bei der Wette dabei?