Mit Wochen- oder Monatskarten sehe ich das komplizierter. Wann soll die Wochenkarte "ausgelöst" werden? Wenn ich 7 Tage lang jeden Tag einmal fahre? Und die Monatskarte?
Man könnte bei der Gelegenheit das Ticketsystem reformieren. Früher wurde ja auch zwischen dem 8-Tage-Fahrschein (gilt für jeden Tag, an dem eine Entwertung vorgenommen wurde, bis Betriebsschluss) und dem 24-Stunden-Fahrschein (gilt bis zur gleichen Uhrzeit am nächsten Tag) unterschieden, inzwischen hat man die tagesbasierten Fahrscheine abgeschafft. Die Regelung beim Einzelfahrschein war auch nicht zeitbeschränkt.
Jetzt könnte man die ganzen Regelungen ersetzen durch: Es gibt je einen Fahrpreis für 90 Minuten, 24 Stunden, 168 Stunden (= 7 Tage) und 744 Stunden (= 31 Tage). In diesem Zeitraum, exakt gerechnet, wird maximal so viel abgebucht wie viel der jeweilige Fahrpreis vorsieht. Alternativ zur Debit-/Kreditkarte gibt es eine App und eine aufladbare NFC-Karte.
Lediglich die Jahreskarte (und das Klimaticket) könnte man noch beibehalten, um dem Fahrgast die Wahl zu lassen, gegen Übernahme des Risikos, doch nicht so häufig zu fahren, und Vorauszahlung deutlich günstiger unterwegs zu sein, dabei auch den Start an jedem beliebigen Tag ermöglichen, außerdem wären das die einzigen personalisierten Tickets, sodass man hier z.B. eine Ermäßigung für junge Erwachsene anbieten könnte. Unter 18 könnte man generell Freifahrt gewähren.
Damit hätte man mit insgesamt sechs Fahrscheinarten (davon zwei auch ermäßigt erhältlich) alle typischen Nutzungsszenarien abgedeckt, ohne dass sich an den Preisen für die Fahrgäste oder Einnahmen aus Verkäufen groß etwas ändern würde. Unabsichtliche Schwarzfahrer wird es kaum mehr geben, und absichtliche wird man häufiger finden, da die Kontrollen effizienter werden.
Der nächste Schritt wäre dann die Ausweitung des Systems auf ganz Österreich nach Bundesländern und die Abschaffung der sieben Verkehrsverbünde und des Dachverbands zugunsten einer einheitlichen Organisation.