Autor Thema: Alt Wien um 1900 - Fotografien von August Stauda - untergegangene Stadtwelten  (Gelesen 450008 mal)

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60er

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Ich war heute wieder einmal dort und konnte mit 2019 vergleichen. Vieles ist gleich geblieben. Eyzinggasse 19 und 21 sind abgerissen, 29 (das Haus mit der Katze) steht noch und wurde - etwas lieblos - gelb angestrichen und statt der Verbretterung ist eine Kunststoff-Eingangstür. Es wirkt aber sehr unbewohnt.
Laut Google Street View muss das Haus 2020 "saniert" worden sein. Es wurde auch das Dach neu gedeckt. Die Fassade bröckelt schon wieder ab, da die Wände feucht sind.

W_E_St

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Ich war heute wieder einmal dort und konnte mit 2019 vergleichen. Vieles ist gleich geblieben. Eyzinggasse 19 und 21 sind abgerissen, 29 (das Haus mit der Katze) steht noch und wurde - etwas lieblos - gelb angestrichen und statt der Verbretterung ist eine Kunststoff-Eingangstür. Es wirkt aber sehr unbewohnt.
Laut Google Street View muss das Haus 2020 "saniert" worden sein. Es wurde auch das Dach neu gedeckt. Die Fassade bröckelt schon wieder ab, da die Wände feucht sind.
Mein Eindruck war auch, dass die Fassade nur einmal gemalt worden ist, obwohl eigentlich zwei Schichten Farbe für ein wirklich deckendes Ergebnis notwendig gewesen wären. Innen auf den Fensterbänken liegt Bauschutt, der Gesamtzustand dürfte eher ruinös sein.

Und ich frage mich, ob das Haus 2019 tatsächlich von Menschen bewohnt war oder nur von der Katze - die vernagelte Eingangstür und der Gesamtzustand sprechen eher für letzteres.
"Sollte dies jedoch der Parteilinie entsprechen, werden wir uns selbstverständlich bemühen, in Zukunft kleiner und viereckiger zu werden!"

(aus einer Beschwerde über viel zu weit und kurz geschnittene Pullover in "Good Bye Lenin")

60er

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Mein Eindruck war auch, dass die Fassade nur einmal gemalt worden ist, obwohl eigentlich zwei Schichten Farbe für ein wirklich deckendes Ergebnis notwendig gewesen wären. Innen auf den Fensterbänken liegt Bauschutt, der Gesamtzustand dürfte eher ruinös sein.
Sehr professionell sieht es jedenfalls nicht aus, schnell verputzt und dann mit einer Fassadenfarbe drübergehiaselt. Außerdem wurde bei dem Haus ein neues Kunststofffenster und eine neue Tür eingesetzt, ein neues Regenfallrohr und ein neues Dach montiert und auf der Giebelseite eine Türe zum Dachboden zugemauert. Vielleicht hatte da jemand im Corona-Lockdown viel Zeit und wollte die Bude in Eigenregie herrichten?

Und ich frage mich, ob das Haus 2019 tatsächlich von Menschen bewohnt war oder nur von der Katze - die vernagelte Eingangstür und der Gesamtzustand sprechen eher für letzteres.
Auf der Google-Aufnahme von Juni 2019 steht die Türe zum Holzschuppen offen und es sind zwei Männer zu sehen, die offensichtlich gerade entrümpeln.

W_E_St

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Und ich frage mich, ob das Haus 2019 tatsächlich von Menschen bewohnt war oder nur von der Katze - die vernagelte Eingangstür und der Gesamtzustand sprechen eher für letzteres.
Auf der Google-Aufnahme von Juni 2019 steht die Türe zum Holzschuppen offen und es sind zwei Männer zu sehen, die offensichtlich gerade entrümpeln.
Aktuell ist das kein Holzschuppen mehr, sondern ein Gartenzaun mit Fenster  ;D

Grundsätzlich ja ein hübsches Häuschen, aber für meinen Geschmack zu nah am Gehsteig, dafür dass wahrscheinlich alle oder fast alle Wohnräume nach vorne ausgerichtet sind. Hätte es einen Vorgarten, könnte man das richtig gemütlich herrichten. Natürlich viel Aufwand, aber ein neues Dach ist schon die halbe Miete. Dann Mauertrockenlegung und neuer Innenausbau.
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fr3

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Grundsätzlich ja ein hübsches Häuschen, aber für meinen Geschmack zu nah am Gehsteig, dafür dass wahrscheinlich alle oder fast alle Wohnräume nach vorne ausgerichtet sind. Hätte es einen Vorgarten, könnte man das richtig gemütlich herrichten. Natürlich viel Aufwand, aber ein neues Dach ist schon die halbe Miete. Dann Mauertrockenlegung und neuer Innenausbau.
Vergiss es. Das ist ein qualitativ minderwertiger Bau, den bekommst Du nie trocken. Schad um jeden Euro, den man da hineinbuttert. Das ist ein Fall für die Planierraupe.

W_E_St

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Grundsätzlich ja ein hübsches Häuschen, aber für meinen Geschmack zu nah am Gehsteig, dafür dass wahrscheinlich alle oder fast alle Wohnräume nach vorne ausgerichtet sind. Hätte es einen Vorgarten, könnte man das richtig gemütlich herrichten. Natürlich viel Aufwand, aber ein neues Dach ist schon die halbe Miete. Dann Mauertrockenlegung und neuer Innenausbau.
Vergiss es. Das ist ein qualitativ minderwertiger Bau, den bekommst Du nie trocken. Schad um jeden Euro, den man da hineinbuttert. Das ist ein Fall für die Planierraupe.

Ich hab eine vergleichbare Bauernkate im Weinviertel grundsaniert, ich denke, ich weiß schon, wovon ich rede. Mauertrockenlegung (Säge-Horizontalsperre) ist natürlich nicht gratis, aber wirksam. Ob es raumplanerisch vertretbar ist, in einem verhältnismäßig stadtnahen Gebiet so ein winziges Einfamilienhaus zu haben, ist eine ganz andere Frage, aber wohnen würde ich dort gern, vorausgesetzt, es hätte einen Vorgarten.
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luki32

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Ich hab eine vergleichbare Bauernkate im Weinviertel grundsaniert, ich denke, ich weiß schon, wovon ich rede. Mauertrockenlegung (Säge-Horizontalsperre) ist natürlich nicht gratis, aber wirksam. Ob es raumplanerisch vertretbar ist, in einem verhältnismäßig stadtnahen Gebiet so ein winziges Einfamilienhaus zu haben, ist eine ganz andere Frage, aber wohnen würde ich dort gern, vorausgesetzt, es hätte einen Vorgarten.

Nochmals, da ist eine Straße durch geplant, da gehts nur darum, wie viel Geld bekommt man für die Hütte.
Vorsicht, Bösuser!
Militanter Gegner der Germanisierung der österreichischen Sprache!