Autor Thema: [DE] Berlin  (Gelesen 503206 mal)

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Beutetiroler

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nord22

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Re: [DE] Berlin
« Antwort #886 am: 16. Juni 2026, 20:15:25 »
Preußens Gloria mit der prächtigen Museumsgarnitur T24 5984 + B 24 339 + B 06/27 984 am Alexanderplatz (Foto: Noé Amari, 31.05.2026).

LG nord22

MK

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Re: [DE] Berlin
« Antwort #887 am: 16. Juni 2026, 20:47:37 »
Nicht ganz Preußens Gloria: 984 ist im Ost-Berliner Zustand der 50er. 5984 wurde immerhin im damals (freistaatlich) preußischen Hannover gebaut, 339 allerdings in Wismar (damals Mecklenburg-Schwerin).
o_O

Piefke

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Re: [DE] Berlin
« Antwort #888 am: 17. Juni 2026, 15:57:54 »
Wie glorienhaft Preußen 1924 (nach der Hyper-Inflation) zur Bauzeit des Tw 5984 war, bleibt fraglich.
Anzumerken wäre noch der Nachkriegszustand des Triebwagens mit Westberliner BVG-Wappen,
mit den Ost-Beiwagen also eine echte Berliner "Promenaden-Mischung".

T1

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Re: [DE] Berlin
« Antwort #889 am: 17. Juni 2026, 23:44:28 »
Die Verkehrsinformationszentrale Berlin meldet:
>>
𝐅𝐫𝐞𝐢𝐞 𝐅𝐚𝐡𝐫𝐭 𝐟ü𝐫 𝐒𝐭𝐫𝐚ß𝐞𝐧𝐛𝐚𝐡𝐧𝐞𝐧 𝐚𝐦 𝐕𝐞𝐫𝐤𝐞𝐡𝐫𝐬𝐤𝐧𝐨𝐭𝐞𝐧 𝐌𝐚𝐫𝐳𝐚𝐡𝐧
Die Straßenbahnlinien M6 und 16 fahren ab sofort wieder ohne Unterbrechung zwischen Innenstadt und Marzahn. Möglich macht dies eine temporäre Sonderkonstruktion. Nach dem Abriss der eigentlichen Trambrücke hat die BVG ihre Straßenbahngleise provisorisch auf die nördliche Straßenbrücke verlegt und ermöglicht damit einen durchgehenden Verkehr, bis die neue Trambrücke fertiggestellt ist.
<<
Es funktioniert manchmal doch was sinnvolles hier... 8)
Und wieso wurde die Trambrücke abgerissen?

coolharry

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Re: [DE] Berlin
« Antwort #890 am: 18. Juni 2026, 07:01:26 »
Die Verkehrsinformationszentrale Berlin meldet:
>>
𝐅𝐫𝐞𝐢𝐞 𝐅𝐚𝐡𝐫𝐭 𝐟ü𝐫 𝐒𝐭𝐫𝐚ß𝐞𝐧𝐛𝐚𝐡𝐧𝐞𝐧 𝐚𝐦 𝐕𝐞𝐫𝐤𝐞𝐡𝐫𝐬𝐤𝐧𝐨𝐭𝐞𝐧 𝐌𝐚𝐫𝐳𝐚𝐡𝐧
Die Straßenbahnlinien M6 und 16 fahren ab sofort wieder ohne Unterbrechung zwischen Innenstadt und Marzahn. Möglich macht dies eine temporäre Sonderkonstruktion. Nach dem Abriss der eigentlichen Trambrücke hat die BVG ihre Straßenbahngleise provisorisch auf die nördliche Straßenbrücke verlegt und ermöglicht damit einen durchgehenden Verkehr, bis die neue Trambrücke fertiggestellt ist.
<<
Es funktioniert manchmal doch was sinnvolles hier... 8)
Und wieso wurde die Trambrücke abgerissen?

Offiziell:

Zitat
Hauptursachen für den dringenden Neubau des Verkehrsknotens sind der teils schlechte Zustand der bestehenden Brückenbauwerke, der schlechte Zustand der Verkehrsanlagen, sowie das Fehlen von Rad- und Fußwegen, die den veränderten Anforderungen an die Mobilität schon heute nicht gerecht werden können.

Quelle:
https://www.berlin.de/sen/uvk/mobilitaet-und-verkehr/infrastruktur/brueckenbau/marzahner-knoten/
Weil ein menschlicher Hühnerstall nicht der Weisheit letzter Schluß sein kann.

60er

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Re: [DE] Berlin
« Antwort #891 am: 18. Juni 2026, 12:40:09 »
Und wieso wurde die Trambrücke abgerissen?
Die Brücke aus DDR-Zeit soll in einem sehr schlechten Zustand gewesen sein. Vielleicht war auch der teilweise Einsturz der Carolabrücke ausschlaggebend?

MK

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Re: [DE] Berlin
« Antwort #892 am: 18. Juni 2026, 16:56:21 »
Nein, mit dem Umbau des Marzahner Knotens wurde bereits 2022 begonnen (Einsturz der Dresdner Carolabrücke war 2024). Die Trambrücke dürfte auch eine der wenigen Brücken am Marzahner Knoten gewesen sein, die nicht Hennigsdorfer Spannstahl verwendet hat.

Der Zustand war aber tatsächlich sehr schlecht, was der Mangelwirtschaft zur Bauzeit und der komplett vernachlässigten Wartung danach geschuldet war.
o_O

Der Einbügler

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Re: [DE] Berlin
« Antwort #893 am: 18. Juni 2026, 23:28:25 »
Mangelwirtschaft zur Bauzeit... -da hab ich ein Beweisstück aus erster Hand.
Ich restauriere ja hobbymäßig u.a. alte Tonbandgeräte etc. Mir lief ein DDR- Gerät zu, allerdings mit unrettbarem Wasserschaden. Das aufliegende Band war aber noch hinzubekommen, und was gab es zu hören? Ein Mitschnitt einer Besprechung aus einem "Baukombinat" vom Beginn der 70er Jahre, es wimmelt von fürchterlichem Parteideutsch, aber unterm Strich kann man deutlich heraushören, daß man "drüben" wirklich nur noch von der Hand in den Mund arbeiten mußte und wortwörtlich aus "Sch***e" Beton machen mußte, teilweise auch aus purer Verzweiflung auf Teufel komm raus zur Zusammenarbeit mit dem "Klassenfeind" genötigt war.

Piefke

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Re: [DE] Berlin
« Antwort #894 am: Heute um 09:59:13 »
Schön, dass mit diesem Beweis die schön schlichte Schwarz/Weiß-Welt wieder belegt ist. ::)
Pardon, aber marode Spannbetonbrücken gibt es im Westen ebenso, wohl eher eine technische und Wartungsfrage.
Beachtlich ist, was trotz Mangel und Überideologisierung gerade im Nahverkehr trotzdem pragmatisch geleistet wurde.

MK

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Re: [DE] Berlin
« Antwort #895 am: Heute um 20:55:35 »
Pardon, aber marode Spannbetonbrücken gibt es im Westen ebenso, wohl eher eine technische und Wartungsfrage.

Die Frage ist, ob Spannstahl verwendet wurde, der für Spannungsrisskorrosion anfällig ist.

Die letzten "stark anfälligen" Spannstähle wurden im Westen 1965 produziert, in Hennigsdorf aber bis 1993. 1978 endete die Produktion auch von "anfälligen" Spannstählen im Westen, nachdem 1975 die Zulassung für Brückenneubauten entzogen wurde.

Und während die problematischen Spannstähle im Westen nur von zwei Walzwerken, später einem, produziert wurden und einen geringen Marktanteil hatten, kam Hennigsdorfer Spannstahl in fast jedem Spannbetonbrückenneubau und in zahlreichen Gebäuden in der DDR zum Einsatz, weil die im Westen benutzten Spannstahllitzen im gesamten RGW bis zum Schluss nicht produziert werden konnten und für Devisen hätten importiert werden müssen.
o_O