Autor Thema: [DE] Duisburg  (Gelesen 15008 mal)

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13er

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Re: [DE] Duisburg
« Antwort #30 am: 28. August 2014, 11:53:50 »
Das sollte unsere Verantwortlichen SEHR genau beobachten. Wir sind nämlich nur mehr ein paar Jahre von demselben Szenario entfernt. Nur dass wir wissen, dass einfach noch mehr Schulden gemacht werden anstatt die U-Bahn einzustellen. Irgendeinen Trick wird man schon finden.
Mit uns kommst du sicher... zu spät.

pTn

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Re: [DE] Duisburg
« Antwort #31 am: 05. Mai 2015, 08:17:47 »
Die Stadt im Ruhrgebiet hat ein recht attraktives Straßenbahn- und Stadtbahnnetzwerk, das die Stadt auch mit umliegenden Städten verbindet.
Neben den GT10NC und den eigenen B80 kommen auch Düsseldorfer B80 in die Stadt.

mehr: http://public-transport.net/a/Duisburg/

Tatra83

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Re: [DE] Duisburg
« Antwort #32 am: 05. Mai 2015, 08:40:55 »
Die Baureihe GT10NC (auf dem ersten Bild zu sehen) ist seit Anfang März 2015 komplett abgestellt und muss durch die DVG saniert werden. So fehlen 45 Fahrzeuge, was zu massiven Einschränkungen im städtischen Straßenbahnverkehr führt. Die jährliche Laufleistung dieser Fahrzeuge liegt übrigens bei mehr als 70.000km. :lamp:
Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren. (Karl Lagerfeld)

Kanitzgasse

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Re: [DE] Duisburg
« Antwort #33 am: 03. April 2018, 17:30:04 »
Zahlreiche Verletzte bei Auffahrunfall im Tunnel im Bereich der Haltestelle "Auf dem Damm" in Meiderich heute Nachmittag:
https://www.nrz.de/staedte/duisburg/u-bahnen-stossen-in-duisburg-zusammen-viele-verletzte-id213909649.html

Tramwaycafe

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Re: [DE] Duisburg
« Antwort #34 am: 10. März 2019, 14:09:52 »
Berlin kann jeder – Duisburg muss man wollen >:D

Ich will – inzwischen weiß ich die Zeit mehr und mehr zu schätzen, die ich immer wieder im Ruhrgebiet verbringen darf. Der Charme ist ein rauer, doch die Gegend bietet eine ganz besondere Stimmung. Das Duisburger Straßenbahnnetz zeichnet sich durch ein paar Einzigartigkeiten aus, von denen ich als erste die Liniennummern erwähnen möchte: Mit den Linien 901 und 903 fahren dort die beiden Linien mit den wohl höchsten regulär vergebenen Nummern weltweit – eine dem riesigen Verkehrsverbund geschuldete Spezialität, in dem Duisburg den Sektor 9 einnimmt, welche Nummer als Präfix den Liniennummern vorangestellt wird.

Zum Start eine Aufnahme vom GT10NC 1015 zwischen den Haltestellen Heiligenbaumstraße und Rheinstahl in Hüttenheim am Südast der Linie 903, das Foto entstand am 15. Februar 2019 mittags.

Tramwaycafe

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Re: [DE] Duisburg
« Antwort #35 am: 16. März 2019, 14:28:25 »
Die 900er-Liniennummern als Einzigartigkeit in Duisburg sind offensichtlich, weniger offensichtlich ist die rekordverdächtige Linienlänge: Ich kenne weltweit keinen anderen städtischen Straßenbahnbetrieb mit mehr als 25km Durchschnittslänge der regulären Straßenbahnlinien; und die Stadtbahnlinie U79 nach Düsseldorf mit mehr als 41km Länge würde da noch eines d'rauf setzen, bezöge man sie in die Durchschnittsrechnung mit ein.

Den 903er hatten wir schon, den 901er noch nicht: Am Vinckeweg am Südrand von Ruhrort nimmt GT10NC 1002 Fahrt auf, um die Ruhr an den unbeschreiblich großen Hafenanlagen Duisburgs zu überqueren, bevor es durch den Duisburger Innenstadttunnel weiter bis ins benachbarte Mülheim geht.

Tramwaycafe

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Re: [DE] Duisburg
« Antwort #36 am: 17. März 2019, 12:39:47 »
Das dritte Spezifikum der Duisburger Straßenbahn ist der Wagenpark: Die GT10NC gibt's nur hier – und sie sorgen für den gesamten Auslauf der regulären Straßenbahnlinien. Duisburg hat den Ruf, bei seinen Straßenbahnwägen schon lange eigene Wege zu gehen; mir gefällt die verschlankte Version einer Mélange aus B- und N-Wagen gar nicht einmal so schlecht. Anfangs als hochflurige Achtachser konzipiert wurden die GT10NC umgehend mit einem zusätzlichen Niederflurmittelteil ausgestattet, womit der gesamte Straßenbahnwagenpark Niederflurigkeit bietet, wenn auch nur in einem geringen Anteil der Wagenfläche. Typischerweise verhalten sich hochflurige Drehgestellwägen mit niederflurigen Zwischenelementen in vielerlei Hinsicht gutmütiger als hochgezüchtete 100%-Niederflurwägen – doch auch die GT10NC waren nicht vor einem systematischen Problem gefeit, das vor einiger Zeit vorüber gehend die gesamte Straßenbahnflotte außer Gefecht setzte, wie hier weiter oben schon Thema war. Noch ist der Wagenpark nicht wieder im Normalumfang verfügbar; dazu später mehr.

Hier eine ganz klassische Duisburger Szene mit Wagen 1018 am 14. Februar 2019 nächst der Haltestelle Thyssen Tor 30 in Laar.

Konstal 105Na

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Re: [DE] Duisburg
« Antwort #37 am: 17. März 2019, 12:45:09 »
mir gefällt die verschlankte Version einer Mélange aus B- und N-Wagen gar nicht einmal so schlecht.

Ja, schaut wirklich nicht schlecht aus. Danke für die Bilder, bin schon auf weitere Eindrücke gespannt.  :)
po sygnale odjazdu nie wsiadac

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Re: [DE] Duisburg
« Antwort #38 am: 20. März 2019, 18:06:39 »
Nach all den Heizerseitenfotos nun die andere Seite – zurück zum Vinckeweg, eine Haltestelle nach dem berühmten Tausendfensterhaus in Ruhrort. Wie so gut wie alle GT10NC zeigt der hier abgebildete Wagen 1029 eine tadellose Lackierung – könnte aber dringend eine Fahrt durch die Waschanlage brauchen; die sandgelbschmutzige Unterseite der Flanken zog sich durch einen großen Teil des Wagenparks. Man bemerke übrigens die überbreite Vordereinzeltüre – wieder einmal eine Duisburger Spezialität. Wo möglich und tunlich werden Haltestellen in Straßenmittellage auf Inselbahnsteige umgebaut, langsam und Zug um Zug: Es fehlt hier Geld an allen Ecken und Enden.

Tramwaycafe

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Re: [DE] Duisburg
« Antwort #39 am: 30. März 2019, 09:58:37 »
Begeben wir uns in den Süden, in den Stadtteil Wanheimerort: GT10NC 1041 braust hier auf Linie 903 der Haltestelle Rheintörchenstraße entgegen. Diese ist außerhalb der Schwachverkehrszeiten Endstation für jeden zweiten Kurs des 903ers, der damit auf seinem zentralen Abschnitt unter der Woche immerhin einen 7½-Minuten-Takt bietet: Selbst das ist kaum ausreichend, den Andrang adäquat zu adressieren.

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Re: [DE] Duisburg
« Antwort #40 am: 30. März 2019, 10:23:15 »
Ich finde es immer wieder interessant, wie lang man in Deutschland am Scherenbügel festgehalten hat.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

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Re: [DE] Duisburg
« Antwort #41 am: 31. März 2019, 11:53:39 »
Der wuchtige Kontrast zu den tendenziell filigran wirkenden Scherenstromabnehmern sind die im Ruhrgebiet so häufig verlegten Hochkettenfahrleitungen, ganz unabhängig vom Umfeld. Hier, an der Haltestelle Marienhospital, verlässt die Straßenbahn den Kern des Stadtteils Hochfeld – wohl eines der buntesten Viertel der ohnehin heterogenen Stadt Duisburg.

Der gesamte zu sehende Abschnitt durch die Wanheimer Straße verlor 1979 den Straßenbahnregelbetrieb; dass die Straßenbahn 1992 hierher zurückkehren durfte, ist der vielleicht einzige wirklich erfreuliche Effekt der Stadtbahntunneleröffnung – doch dazu später mehr. Auf dieser Aufnahme ist GT10NC 1036 auf einem der erwähnten Verstärkerkurse zur Rheintörchenstraße zu sehen – so wie jeder 903er bestens gefüllt.

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Re: [DE] Duisburg
« Antwort #42 am: 31. März 2019, 20:20:01 »
Ich finde es immer wieder interessant, wie lang man in Deutschland am Scherenbügel festgehalten hat.

Die B80 wurden in Duisburg sogar nachträglich von Einholm auf Schere umgerüstet.

Tramwaycafe

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Re: [DE] Duisburg
« Antwort #43 am: 04. April 2019, 07:44:28 »
Die mögliche Stilllegung des Duisburger Stadtbahn-Innenstadttunnels wird immer wieder als Horrorvariante ob der leeren Kassen zitiert – ich sehe dabei den Horror nicht, sondern fasse das eher als Idealvorstellung auf. Kaum eine andere Stadt kenne ich, deren innerstädtischer Stadtbahntunnel so wenig Mehrwert gegenüber der bisherigen oberirdischen Lösung gebracht hat (sieht man von der Beschleunigung der Hafenquerung Duissern–Meiderich ab, doch das wäre anders auch gegangen).

1992 wurde nicht nur schlagartig ein durchaus moderner Wagenpark obsolet – Graz hat sich gefreut! –; die Fahrt der Hauptlinie von Süden, U79, verlängerte sich schon rein in der Fahrzeit um drei Minuten bis zum Hauptbahnhof durch die Tunnelführung; mit der Reduktion der Zugänglichkeit durch die Tunnelstationen ist das eine durchaus schmerzhafte Verlangsamung durch den Tunnelbau. Dazu kam das Abhängen des Stadtteils Neudorf hinter dem Hauptbahnhof durch Einstellung des 904ers: Das war gar nicht gut.

Die oberirdischen Achsen durch die Innenstadt könnten eine Wiedereröffnung der Straßenbahn sehr gut gebrauchen, Neufeld könnte einfach wieder angebunden werden; und von der Fahrzeit her würde nix schlechter.

Hier ist als erstes Tunnelfoto einmal die unspektulärere untere Ebene der zentralen Haltestelle König-Heinrich-Platz, wo der 901er in beiden Richtungen fährt: GT10NC 1020 am 15. Februar.

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Re: [DE] Duisburg
« Antwort #44 am: 04. April 2019, 08:35:04 »
Tut sich jetzt etwas in Sachen Stilllegung des Tunnels?