Autor Thema: [DE] Düsseldorf  (Gelesen 42975 mal)

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Re: [DE] Düsseldorf
« Antwort #60 am: 23. August 2014, 13:25:31 »
Immer wieder erstaunlich, wie klein die Welt ist. Die einzige Person, die ich in Deutschland näher kenne, schreibt:

Das war genau rechts und links von unserem Haus! Wir haben den Unfall in dem Moment nicht gesehen, aber die Decken auf den Teilen... Schrecklich!
 
Hab gerade festgestellt, daß man auf Bild 6 unser Haus sieht, das Ding mit den grünen Balkonen. Wir sind auf der 5. Etage ganz rechts. Das hübsche Glasgebäude auf Bild 1 ist denkmalgeschützt, da stehen BMWs drin, war mal als erstes Düsseldorfer Motel mit Parkplatz gedacht.
 
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/duesseldorf-toedlicher-unfall-mit-strassenbahn-verkehrsstoerungen-aid-1.4469693

Harald A. Jahn, www.tramway.at

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Re: [DE] Düsseldorf
« Antwort #61 am: 23. August 2014, 14:53:23 »
Das war genau rechts und links von unserem Haus! Wir haben den Unfall in dem Moment nicht gesehen, aber die Decken auf den Teilen... Schrecklich!
Nennt mich gefühlskalt, aber das wirklich schreckliche daran ist, dass die Leute das mitansehen mussten bzw. der Fahrer jetzt vielleicht sein Leben lang Schuldgefühle hat. Der Tro**el, der über die Kupplung steigen wollte, hat sich selbst aus dem Rennen um Mitleid oder ähnliches genommen. SSKM. Hoffentlich hatte er noch keine Kinder, dann hat Darwin wenigstens "gewirkt".
"das korrupteste Nest auf dem weiten Erdenrund"
Mark Twain über die Wienerstadt.

wolfrathplatz

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Re: [DE] Düsseldorf
« Antwort #62 am: 23. August 2014, 14:59:36 »
In Wien geht das  über längere Entfernungen auch .
 8)
Linie 8 vom Bereich Westbahnhof bis zur U6 Baugrube Philadelphiabrücke.

18er Einzieher (flüchtiger Autoeinbrecher) vom Südbahnhof bis in die Halle Bhf. Fav, wo der Torso dann in die Putzgrube gefallen ist.

Düsseltram

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Re: [DE] Düsseldorf
« Antwort #63 am: 25. August 2014, 13:30:49 »
Die Wiener Art der Anwendung schwächt höchstens die Auswirkungen eines solchen Ereignisses ab, aber schützt nicht vor einem Zusammenstoß mit dem Gegenzug.

Doch, da in Wien so wie auch anderswo ein Zug wartet – allerdings nicht der vor der Linksweiche, sondern der andere. Wenn der Gegenzug daher unerwarteterweise nach links abbiegt, passiert nichts (außer vielleicht einem Angsthäuferl).

Sorry, wenn ich mich an die alte Diskussion mal dranhänge, aber ich kenne die örtlichen Gegebenheiten der Flankenfahrt.
Der geradeaus fahrende Zug hatte F1.
Die Kollegin auf dem links abbiegenden Zug hatte F0 nach links und F1 für geradeaus.

Sie war irrtümlich der Annahme, auf einer der geradeaus fahrenden Linien unterwegs zu sein, da sie diese am Vortag hatte.
Zum Zeitpunkt des Unfalls war sie aber auf der 706, die dort links abbiegt.

Bei solchem menschlichen Versagen (das JEDEM passieren kann) schützt auch die Linksweichenregel nicht.

Diese lautet in Düsseldorf so, dass trotz vorhandenem feindlichen Abzweig auch bei Gegenverkehr geradeaus gefahren werden darf, wenn die Weiche geradeaus liegt, dort verriegelt ist und dies durch W31 signalisiert wird.
Ist das nicht der Fall. hat der Fahrer zu warten bis der Gegenzug den Bereich geräumt hat.

Zum aktuellen "Übersteiger" fällt mir auch nur Darwin ein und mir tun die restlichen Beteiligten leid.
Der Hauptdarsteller hat seine Strafe ja gründlich "ausgefasst"...

Gruß Thomas
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Re: [DE] Düsseldorf
« Antwort #64 am: 25. August 2014, 13:43:43 »
Bei solchem menschlichen Versagen (das JEDEM passieren kann) schützt auch die Linksweichenregel nicht.

Doch, weil bei grundlegender Anwendung der Linksweichenregel keine Flankenfahrt passiert wäre. Mit der bei euch verwendeten verwässerten Form ist das natürlich schon möglich. Klar kann man sich fragen, ob so eine Regel heute im Zeitalter verriegelbarer Weichen noch zeitgemäß ist ... ich sage: Ja, denn es passieren immer wieder Unfälle auf Konfliktweichen.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
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luki32

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Re: [DE] Düsseldorf
« Antwort #65 am: 25. August 2014, 13:44:10 »
Sorry, wenn ich mich an die alte Diskussion mal dranhänge, aber ich kenne die örtlichen Gegebenheiten der Flankenfahrt.
Der geradeaus fahrende Zug hatte F1.
Die Kollegin auf dem links abbiegenden Zug hatte F0 nach links und F1 für geradeaus.

Sie war irrtümlich der Annahme, auf einer der geradeaus fahrenden Linien unterwegs zu sein, da sie diese am Vortag hatte.
Zum Zeitpunkt des Unfalls war sie aber auf der 706, die dort links abbiegt.

Bei solchem menschlichen Versagen (das JEDEM passieren kann) schützt auch die Linksweichenregel nicht.

Diese lautet in Düsseldorf so, dass trotz vorhandenem feindlichen Abzweig auch bei Gegenverkehr geradeaus gefahren werden darf, wenn die Weiche geradeaus liegt, dort verriegelt ist und dies durch W31 signalisiert wird.
Ist das nicht der Fall. hat der Fahrer zu warten bis der Gegenzug den Bereich geräumt hat.

Ich kenne zwar die Kürzel, die Du verwendest nicht, aber bei uns ist die Linksweichenregel anders, da darfst Du auch nicht gerade fahren, und damit ist dieser Unfall zu verhindern.

mfg
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Re: [DE] Düsseldorf
« Antwort #66 am: 25. August 2014, 13:50:15 »
Mit der bei euch verwendeten verwässerten Form . . . .
Auch in Wien lautet die Vorschrift so (natürlich nicht wortident)!

Was du meinst, ist die Innerbetriebliche Regelung, nach der eine Zugsbegegnung auf Linksweichen generell verboten ist! Sieht man von den Ausnahmen auf den "berühmten" IF-Weichen aus.
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

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Re: [DE] Düsseldorf
« Antwort #67 am: 25. August 2014, 14:04:21 »
Doch, weil bei grundlegender Anwendung der Linksweichenregel keine Flankenfahrt passiert wäre. Mit der bei euch verwendeten verwässerten Form ist das natürlich schon möglich. Klar kann man sich fragen, ob so eine Regel heute im Zeitalter verriegelbarer Weichen noch zeitgemäß ist ... ich sage: Ja, denn es passieren immer wieder Unfälle auf Konfliktweichen.
Dann dürfen wir auch nur einen Zug auf der Strecke haben, mit der verwässerten Form, dass Züge hintereinander fahren, gibt es auch immer wieder Unfälle.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

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Re: [DE] Düsseldorf
« Antwort #68 am: 25. August 2014, 14:09:45 »
Dann dürfen wir auch nur einen Zug auf der Strecke haben, mit der verwässerten Form, dass Züge hintereinander fahren, gibt es auch immer wieder Unfälle.

Man kann alles übertreiben.
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Re: [DE] Düsseldorf
« Antwort #69 am: 25. August 2014, 14:33:08 »
Sorry für die Kürzel:

F0 - Fahrt gesperrt
F1 - Fahrt geradeaus frei (oder generell, wenn es nur eine Richtung gibt)
F2 - Fahrt nach rechts frei
F3 - Fahrt nach links frei

W 11 - Weiche in Richtung geradeaus verriegelt
W 12 - Weiche in Richtung rechts verriegelt
W 13 - Weiche in Richtung links verriegelt

Hier gibt es auch noch W 1-3 analog, dann ist die Weiche NICHT verriegelt und die Linksregel gilt ebenso, wie wenn das Weichensignal dunkel bleibt oder es keines gibt
(Handweichen)

Somit ist die Kollegin bei Gesperrt gefahren, und gegen einen Fahrer, der trotz feindlichem Verkehr fährt, hilft nun mal KEINE Regel...

Gruß Thomas
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Re: [DE] Düsseldorf
« Antwort #71 am: 28. November 2014, 23:40:43 »
Korrekt müsste es allerdings heißen: U-Bahn entgleist, der Zug ist nämlich eine Stadtbahngarnitur und keine der hässlichen Hamsterbacken! ;)

Vermutliche Ursache laut einem anderen Bericht: Überhöhte Geschwindigkeit.

Es gibt sogar ein Video direkt von der Entgleisung :o http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/duesseldorf-zehn-verletzte-bei-schwerem-strassenbahn-unfall-aid-1.4701213
Mit uns kommst du sicher... zu spät.

Linie 41

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Re: [DE] Düsseldorf
« Antwort #72 am: 29. November 2014, 01:19:04 »
Da muß so ein Intelligenzbolzen am Bock gesessen sein wie damals am 26er.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

trammer

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Re: [DE] Düsseldorf
« Antwort #73 am: 30. November 2014, 08:28:45 »
Seit ihr schonmal Trambahn in Düsseldorf gefahren?

Die Dinger rasen mit einem schönen Tempo durch die Stadt das es regelmäßig zu Unfällen kommt

Linie 41

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Re: [DE] Düsseldorf
« Antwort #74 am: 30. November 2014, 10:28:06 »
Dann ist offensichtlich das Tempo zu hoch oder die Gleisanlagen sind zu schlecht. Der TGV fährt 300 km/h und kugelt auch nicht dauernd durch die Gegend.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.