Autor Thema: Pressemeldungen Linie 13  (Gelesen 23019 mal)

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13er

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Re: Kurier: Startprobleme für den 13er
« Antwort #45 am: 14. Februar 2011, 01:02:00 »
Ja, das Gehirn spielt einem ständig Streiche. Manchmal hätte ich auf eine bestimmte Situation schwören können, da ich sie noch immer bildlich vor Augen hatte, aber sie konnte gar nie so passiert sein. Darum ist es wichtig, dass man auch andere Quellen prüft und sich nie auf die Erinnerung allein verlässt, wo es um wichtige Fakten geht.
Mit uns kommst du sicher... zu spät.

95B

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Re: Kurier: Startprobleme für den 13er
« Antwort #46 am: 14. Februar 2011, 08:12:28 »
Darum ist es wichtig, dass man auch andere Quellen prüft und sich nie auf die Erinnerung allein verlässt, wo es um wichtige Fakten geht.
Meinst du etwa den... ach, wie heißt er... Professor Amsel? Nein, Schwalbe? Ah, jetzt hab ich's: Professor Drossel! ;D
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

13er

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Re: Kurier: Startprobleme für den 13er
« Antwort #47 am: 14. Februar 2011, 11:32:23 »
Darum ist es wichtig, dass man auch andere Quellen prüft und sich nie auf die Erinnerung allein verlässt, wo es um wichtige Fakten geht.
Meinst du etwa den... ach, wie heißt er... Professor Amsel? Nein, Schwalbe? Ah, jetzt hab ich's: Professor Drossel! ;D
Jaja, unser Star... :D
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W_E_St

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Re: Kurier: Startprobleme für den 13er
« Antwort #48 am: 14. Februar 2011, 11:34:52 »
Jaja, Professors Märchenstunde, diese immer wieder unterhaltsame und lehrreiche Buchserie :D
"Sollte dies jedoch der Parteilinie entsprechen, werden wir uns selbstverständlich bemühen, in Zukunft kleiner und viereckiger zu werden!"

(aus einer Beschwerde über viel zu weit und kurz geschnittene Pullover in "Good Bye Lenin")

13er

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Re: Kurier: Startprobleme für den 13er
« Antwort #49 am: 14. Februar 2011, 21:23:02 »
Einen Fehler im Presseartikel habe ich noch gefunden: Die Amerlingstraße ist natürlich eine Straße und keine Gasse. Das müsste dann wirklich alles gewesen sein  8)
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Revisor

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Re: Kurier: Startprobleme für den 13er
« Antwort #50 am: 14. Februar 2011, 22:17:06 »
Einen Fehler im Presseartikel habe ich noch gefunden: Die Amerlingstraße ist natürlich eine Straße und keine Gasse. Das müsste dann wirklich alles gewesen sein  8)
Du bist zu optimistisch. Die Passus "wenn der Fahrer besonders beschleunigte" und "beachtliches Tempo" sind für eine Linie, die in ihrem gesamten Verlauf keine höhere Geschwindigkeit als 30 km/h zugelassen hatte, doch etwas gewagte Aussagen. Außerdem erhielten die Triebwagen die gläsernen Vorbauten nicht, um auf den Puffer sehen zu können. Der Margaretenhof glich damals eher einem verkommenen Ratzenstadel, der erst durch die Renovierung und Revitalisierung in den letzten Jahrzehnten seinen einstigen Glanz wiedererhielt. Detailiert wird zwar die Schnürstelle in der Ziegelofengasse beschrieben, die in der Hofmühlgasse aber nicht einmal erwähnt. Ganz zu schweigen von der einige Jahre vor der Einstrellung erst zweigleisig ausgebauten Kurve von der Lambrechtgasse in die Leibenfrostgasse.

Du siehst, wenn man will, lassen sich schon noch einige Fehler finden.

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Re: Kurier: Startprobleme für den 13er
« Antwort #51 am: 14. Februar 2011, 22:56:09 »
Leute, ihr erwartet von einem elegisch gemeinten Zeitungsartikel, der in ein, zwei Stunden fertig sein muss schon bissl viel. Die Gesamtstimmung des alten 13ers hat er wohl ganz gut rübergebracht, und man kann nicht verlangen, dass ein fachlich nicht orientierter Journalist (auch wenn er Historiker ist) das Tramwaynetz von vor 50 Jahren aus dem Ärmel schüttelt. Was mich viel mehr stört ist, dass bei allen 13er-Artikeln unterschwellig die nostalgische "Uralttramway" ins Spiel gebracht wird - das schadet der Sache viel mehr als eine falsch beschriebene Schnürstelle oder längst eingestellte Linie. Wichtig wäre, dass diesen Leuten mal klar gemacht wird, dass das System Tramway anderswo längst einen völlig anderen Auftritt hat als in Wien, wo wir ca 20 Jahre hintennach sind. Das wären bitteschön die Inhalte der zu schreibenden Leserbriefe (Briefe, nicht nur Mails)!
Harald A. Jahn, www.tramway.at

Aktuell: Großes Update auf www.tramway.at

haidi

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Re: Kurier: Startprobleme für den 13er
« Antwort #52 am: 14. Februar 2011, 23:35:38 »
Außerdem erhielten die Triebwagen die gläsernen Vorbauten nicht, um auf den Puffer sehen zu können.

Warum der Kobel gebaut wurde, ist klar, aber warum hatte der Kobel einen "Glasboden" und nicht einen aus Holz, der weniger bruchgefährdet gewesen wäre? Der Glasboden führte zu der Urban Legend (oder stimmts doch), dass er (der Glasboden) zur besseren Rangierbarkeit und "Kuppelei" geacht war.

Hannes
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

moszkva tér

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http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/642371/OBus-statt-Strassenbahn_Neue-Idee-fuer-den-13A
Hervorhebungen in rot von mir  :D
Zitat
O-Bus statt Straßenbahn: Neue Idee für den 13A

16.03.2011 | 18:38 |  ERICH KOCINA (Die Presse)

Verkehr. Die Wiener ÖVP schlägt vor, auf der Linie 13A statt der Umstellung auf Straßenbahnbetrieb den Einsatz von Oberleitungsbussen zu prüfen. Ein System, das vor allem in Osteuropa verbreitet ist. Die Wiener Linien sind skeptisch.


Wien. Die Debatte um den 13A ist um eine Facette reicher – während der Vorschlag der Grünen, Wiens meistfrequentierte Buslinie auf Straßenbahnbetrieb umzustellen, gerade auf seine Machbarkeit geprüft wird, wirft die ÖVP eine neue Variante ins Rennen: So schlägt Verkehrssprecher Wolfgang Gerstl vor, auf der Strecke vom künftigen Hauptbahnhof in die Josefstadt O-Busse einzusetzen.

Wer meint, dass das vorangestellte O für „Ostblock“ steht, täuscht sich zwar – es ist die Abkürzung für „Oberleitung“ –, ganz absurd ist die Assoziation allerdings auch wieder nicht. Schließlich sind es vor allem Länder des ehemaligen Ostblocks, in denen diese Art des öffentlichen Verkehrsmittels besonders häufig anzutreffen ist. Unter der Bezeichnung „Trolleybus“ sind etwa 1600 Busse auf rund 100 Linien in der russischen Hauptstadt Moskau unterwegs. Auch in anderen osteuropäischen Ländern schwört man seit Jahrzehnten auf dieses System– Busse mit Elektromotor, die so wie Straßenbahnen mittels Stromabnehmern aus einer Oberleitung betrieben werden. In der westlichen Welt erlebte das Fortbewegungsmittel seine Blütezeit in den 1950er- und 1960er-Jahren, mittlerweile begegnet man ihm eher selten – in der Schweiz (13 Städte), Italien (zwölf), Frankreich (vier) und Deutschland (drei). Insgesamt fahren O-Busse in 155 europäischen Städten, weltweit sind es 315.

Betrieb in Linz und Salzburg

In Österreich trifft man sie zur Zeit in Linz und in Salzburg, in Innsbruck wurde ihr Betrieb 2007 eingestellt. In Klagenfurt und Graz wurde zuletzt über eine Wiedereinführung diskutiert – bisher ohne Ergebnis. In Wien hat der O-Bus keine Tradition – Versuche gab es zwar, etwa die 1908 errichtete Strecke von Pötzleinsdorf nach Salmannsdorf, doch versandeten sie alle schnell wieder.

Dass die Wiener ÖVP nun trotzdem versucht, den O-Bus zu forcieren, begründet Wolfgang Gerstl vor allem damit, dass eine Umstellung des 13A auf Straßenbahnbetrieb massive Kosten mit sich brächte – so müsste auf den zahlreichen steilen Stellen der Strecke der Straßenverlauf eingeebnet werden. Denn die Niederflurstraßenbahn ULF hätte zu wenig Bodenfreiheit und würde an einigen Stellen mit Bug und Heck aufsitzen. Und müsste man auf der Strecke alte Garnituren einsetzen, meint Gerstl, hätte man weitaus geringere Kapazitäten als angenommen zur Verfügung. Auch müssten bei einem O-Bus keine Parkplätze geopfert werden, die Busse seien leiser und Adaptierungen weitaus kostengünstiger als für eine Straßenbahn.

Was gegen die Idee spricht ist allerdings, dass O-Busse auch nicht mehr Kapazitäten haben als die jetzige Busflotte des 13A. Dazu kommt, dass O-Busse einer fest definierten Streckenführung entlang der Oberleitungen folgen müssen – immerhin, aktuelle O-Busse haben einen Hilfsmotor, mit dem sie bei Umleitungen auch abseits der Oberleitungen fahren können.

Die Wiener Linien zeigen sich gegenüber dem Vorschlag jedenfalls skeptisch: „Wir haben schon U-Bahn, Straßenbahn und Autobus“, sagt Sprecher Dominik Gries. „Es hat wenig Sinn, jetzt eine vierte Betriebsgattung aufzubauen, die eigene Werkstätten und neue Infrastruktur braucht.“

WEITERE INFORMATIONEN UNTER

www.trolleymotion.at

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.03.2011)

Eine "neue" Idee ist das aber nicht. Geistert doch der O-Bus schon seit Monaten in der Diskussion um den 13er herum.

158er

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Schau, 13er, da hast Du Deinen neuen Gerstl-Erguß. Er hat sich offenbar gleich ans Werk gemacht, nachdem er Dein flehentliches Rufen vernommen hat.  :D

Dass die Wiener ÖVP nun trotzdem versucht, den O-Bus zu forcieren, begründet Wolfgang Gerstl vor allem damit, dass eine Umstellung des 13A auf Straßenbahnbetrieb massive Kosten mit sich brächte – so müsste auf den zahlreichen steilen Stellen der Strecke der Straßenverlauf eingeebnet werden. Denn die Niederflurstraßenbahn ULF hätte zu wenig Bodenfreiheit und würde an einigen Stellen mit Bug und Heck aufsitzen. Und müsste man auf der Strecke alte Garnituren einsetzen, meint Gerstl, hätte man weitaus geringere Kapazitäten als angenommen zur Verfügung. Auch müssten bei einem O-Bus keine Parkplätze geopfert werden, die Busse seien leiser und Adaptierungen weitaus kostengünstiger als für eine Straßenbahn.
Der Absatz ist größtenteils kompletter Schwachfug. Wieso wären die Kapazitäten geringer, wenn man alte Garnituren einsetzte (abgesehen, daß nur die Überlegung schon allein aus Behinderten- etc. -gründen völlig hirnrissig ist, es sei denn, Gerstl will auch in fünfzig Jahren noch mit Hochflurern ausschließlich am 13er herumkurven)? Außerdem glaube ich nicht, daß O-Busse um so vieles leiser wären. Manche O-Busse röhren ganz schön (und erzeugen schon fast T1-artige Töne). Wie es mit der Einebnung aussieht, weiß ich nicht, allzu viele Straßenzüge wird das aber doch wohl nicht betreffen, nachdem die ULFe auch ähnliche Steigungen problemlos bewältigen. Aber mit Steigungen kennt er sich eben nicht so gut aus, der Gerstl...  :D

Linie 41

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Die Diskussion hatten wir ja schon mal. Das ist ja nur ein Wiederholungsfall Gerstlscher Logorrhoe. Eigentlich nicht einmal wert zu kommentieren. Ich tu's aber trotzdem: Was glaubt Gerstl eigentlich, daß eine O-Bus Infrastruktur kostet? Fahrleitung, Werkstätte, Hybridbusse (wird man brauchen, zumal man wohl eher keine Fahrleitung bis zur Spetterbrücke legt)... Völliger Bullshit.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

Ferry

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Eine "neue" Idee ist das aber nicht. Geistert doch der O-Bus schon seit Monaten in der Diskussion um den 13er herum.
Und ist, wie ich schon geschrieben habe, im Fall des 13A das Mittel der Wahl, wenn es gilt, mit enormen Aufwand keinerlei oder kaum Verbesserungen (speziell Kapazitätserweiterungen) zu erreichen.

Interessante O-Bus-Strecken wären für mich der 35A (war ja schon da), der 38A, ev. 39A und die Linien vom Reumannplatz Richtung Süden (66A, 67A, 70A), eventuell auch 62A und 64A. Denkbar wäre somit ein nördliches und südliches O-Bus-Netz jeweils in Außenbezirken.

Die Assoziation des "O" mit "Ostblock" ist übrigens ein geschickter psychologischer Trick, die Stimmung gegen dieses Verkehrsmittel schaffen soll.

Edit: "habe" hinzugefügt.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

darkweasel

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Ich stelle fest: Gerstl hat nicht verstanden, wieso die Grünen eine Umstellung auf Straßenbahn vordern, äh, fordern.

moszkva tér

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Die Assoziation des "O" mit "Ostblock" ist übrigens ein geschickter psychologischer Trick, die Stimmung gegen dieses Verkehrsmittel schaffen soll.
nicht nur gegen dieses Verkehrsmittel, sondern auch gegen diese Partei, die dieses Verkehrsmittel fordert.

coolharry

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So jetzt hab ich mich endlich ausgelacht.

Gestern war in so einem Bezirksblatt(keine Ahnung ob Journal, Baltt, oder sonst wie) ein Artikel vom Gerstl. Hab mich nicht mal die mühe gemacht ihn zu lesen, hätte ich vielleicht, angesichts dessen, tun sollen.


Die Idee vom O-Bus kann ja grotesker gar nicht sein.
Straßen frei räumen bleibt Gebot der Stunde. Alles andere kann man dann immer noch diskutieren.
Das Glück ist ein Vogerl. Wenns knallt ist es weg.