Autor Thema: Beschleunigung? za wos brauch ma des?  (Gelesen 93873 mal)

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Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« am: 27. Februar 2013, 00:37:16 »
Betrifft: Beschleunigung des öffentlichen Verkehrs stadtauswärts im Kreuzungsbereich Währinger Straße/Spitalgasse
Die zu­stän­di­gen ma­gistra­tischen Dienst­stel­len werden er­sucht zu­sam­men mit den Wiener Linien Maß­nah­men zur Be­schleu­ni­gung der Stra­ßen­bahn­linien 42, 41 und 40 vor­zu­neh­men. Durch eine Än­de­rung der Ampel­schal­tung im Kreu­zungs­be­reich Wäh­ringer Straße/Spital­gasse, welche es den Straßen­bahnen er­mög­licht, aus der Station Spital­gasse einige Se­kun­den vor den Autos ab­zu­fahren, können Straßen­bahnen oft we­sent­lich schnel­ler die Strecke bis zum Gürtel zu­rück­legen.

Derzeit fahren regel­mäßig ein bis zwei Autos vor einer ab­fah­ren­den Straßen­bahn in die Währin­ger Straße ein. Wenn diese Autos auf der Strecke bis zur Volks­oper ab­biegen (was auf Grund des oft starken Gegen­ver­kehrs manch­mal nur ver­zögert mög­lich ist) oder ein­parken wollen, kommt es dadurch immer wieder zu un­nöti­gen Be­hin­de­run­gen des öffent­lichen Ver­kehrs. Je schnel­ler die Wiener Linien aber ihre Ziele im 17. und 18. Be­zirk er­reichen, um so eher werden die Menschen dort bereit sein auf Öffis um­zu­steigen und um­so mehr werden die Straßen am Alser­grund ent­lastet.

Ergebnis: Mehrheitlich mit den Stimmen von FP, VP und SP abgelehnt.

Betrifft: Maßnahmen für den unbehinderten Fahrtbetrieb der Straßenbahnlinien 43 und 44
Die zuständigen magistratischen Dienststellen mögen ge­mein­sam mit den Wiener Linien über­prüfen, ob es bei den Straßen­bahn­linien 43 und 44 zu einer über­durch­schnitt­lich hohen An­zahl an Fahrt­be­hin­de­run­gen kommt. Ist dies der Fall, so mögen sie ge­mein­sam mit den Wiener Linien ein Kon­zept für Maß­nahmen aus­ar­beiten, durch die eine deut­liche Re­duk­tion dieser Störun­gen des Fahr­be­triebs er­zielt werden kann. Die vor­ge­schla­genen Maß­nah­men sind in der Ver­kehrs­kom­mis­sion des Be­zirks vorzustellen, damit dem Bezirk er­mög­licht wird dazu Stel­lung zu nehmen.

Begründung: Viele Fahr­gäste klagen über die sehr häufig auf­tre­ten­den Fahrt­be­hin­de­run­gen auf diesen Linien, so­dass wahr­schein­lich hier ein Ver­bes­serungs­be­darf ge­ge­ben ist. Die För­de­rung des öffent­lichen Ver­kehrs ist eine maß­geb­liche ver­kehrs­politi­sche Ziel­setzung der Stadt Wien.

Ergebnis: Mehrheitlich mit den Stimmen von FP, VP und SP abgelehnt.

Quelle: http://alsergrund.gruene.at/politik_wahlen/artikel/lesen/88063/
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13er

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #1 am: 27. Februar 2013, 08:27:13 »
Wen kann das noch wundern *seufz* Beim Parkpickerl hat der Häupl ja jetzt auch ein paar BVs vorgeschickt, die dagegen sein sollen, damit man nur ja nicht zu viele Stimmen verliert. So wird man in Wien nie zukunftsfähige Politik gestalten können. :'(
Mit uns kommst du sicher... zu spät.

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #2 am: 27. Februar 2013, 08:35:03 »
Derzeit fahren regel­mäßig ein bis zwei Autos vor einer ab­fah­ren­den Straßen­bahn in die Währin­ger Straße ein. Wenn diese Autos auf der Strecke bis zur Volks­oper ab­biegen (was auf Grund des oft starken Gegen­ver­kehrs manch­mal nur ver­zögert mög­lich ist) oder ein­parken wollen, kommt es dadurch immer wieder zu un­nöti­gen Be­hin­de­run­gen des öffent­lichen Ver­kehrs. Je schnel­ler die Wiener Linien aber ihre Ziele im 17. und 18. Be­zirk er­reichen, um so eher werden die Menschen dort bereit sein auf Öffis um­zu­steigen und um­so mehr werden die Straßen am Alser­grund ent­lastet.
Man hätte es so formulieren müssen, dann wäre die Zustimmung der anderen Parteien sicher gewesen:
Derzeit fahren regel­mäßig ein bis zwei Autos vor einer ab­fah­ren­den Straßen­bahn in die Währin­ger Straße ein. Wenn diese Autos auf der Strecke bis zur Volks­oper ab­biegen (was auf Grund des oft starken Gegen­ver­kehrs manch­mal nur ver­zögert mög­lich ist) oder ein­parken wollen, kommt es dadurch immer wieder zu un­nöti­gen Be­hin­de­run­gen der hinter der Straßenbahn nachfahrenden Pkw, da die Straßenbahn naturgemäß den Linksabbiegern nicht ausweichen kann. Ein Rückstau bis zum Schottentor ist die unausweichliche Folge. Mit dieser Änderung der Ampelschaltung kann die Straßenbahn ungehindert bis zur Volksoper durchfahren und stellt kein Hindernis für die Autofahrer mehr dar. :)
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luki32

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #3 am: 27. Februar 2013, 08:36:09 »
Wen kann das noch wundern *seufz* Beim Parkpickerl hat der Häupl ja jetzt auch ein paar BVs vorgeschickt, die dagegen sein sollen, damit man nur ja nicht zu viele Stimmen verliert. So wird man in Wien nie zukunftsfähige Politik gestalten können. :'(

Und wer ist natürlich dabei? Der Alkofix aus Simmering, da kann man sich als Simmeringer nur mehr verstecken, das ist denen wichtig, aber daß der 6er nach Kaiserebersdorf Blödsinn ist, ist denen völlig egal.  :down: :down: :down:

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #4 am: 27. Februar 2013, 08:43:35 »
Schade, das sowas nicht mal in den Medien hochgespielt wird. Damit auch die immer wieder bewunderten vielen Fahrgäste das mitbekommen. Die werden es dann entsprechend danken.

Linie 41

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #5 am: 27. Februar 2013, 09:06:08 »
Sch... Sozidreck. Von den Klerikalfaschisten und den Braunen ist sowieso nichts anderes zu erwarten.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

Laiseka

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #6 am: 27. Februar 2013, 09:16:26 »
Da Bezirkspolitikerinnen und Bezirkspolitiker angeblich sehr sensibel auf persönliche E-mails reagieren, hier eine kurze Übersicht an welche Stellen entsprechende Beschwerden gerichtet werden können:

http://oevp-wien.at/alsergrund/team/bezirkspartei

http://alsergrund.fpoe-wien.at/bezirke-wien/9-bezirk/bezirksmandatare/

http://www.alsergrund.spoe.at/siegi-lindenmayr

Linie 41

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #7 am: 27. Februar 2013, 10:23:58 »
Da Bezirkspolitikerinnen und Bezirkspolitiker angeblich sehr sensibel auf persönliche E-mails reagieren, hier eine kurze Übersicht an welche Stellen entsprechende Beschwerden gerichtet werden können:
Tatsächlich? Als ich das letzte Mal in irgendsoeiner ÖV-Sache an die Vorsitzenden der Bezirksparteien geschrieben habe, war die Retourquote nur 50% (Grün, ÖVP). War allerdings im 18.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #8 am: 27. Februar 2013, 10:53:21 »
Da Bezirkspolitikerinnen und Bezirkspolitiker angeblich sehr sensibel auf persönliche E-mails reagieren
Im 9. vielleicht. In anderen Bezirken habe ich da gegenteilige Erfahrungen.

Um hier nicht zu desillusionieren, sage ich lieber gar nicht, wie lange die Tramway hier in Prag vor einer Ampel durchschnittlich warten muß.  :-X

Bus

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #9 am: 27. Februar 2013, 11:27:52 »
Das wäre bei uns ziemlich sinnlos. Zurück kommt nur eine wischi-waschi-Standardantwort. Und im Wahljahr zündelt sowieso keiner mehr mit solchen Themen, die die Autofahrer vielleicht mißverstehen könnten.

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #10 am: 27. Februar 2013, 11:52:56 »
Ich habe zu Beginn der 80er-Jahre an den damaligen Stadtrat (Braun?) einen Brief geschrieben mit der Bitte zu prüfen, ob eine Einbindung der Linie 71 auf den Ring nicht sehr vielen Personen das tägliche Umsteigen ersparte. Immerhin habe ich eine Antwort erinnern (das Original ist leider abhanden gekommen), in der sinngemäß stand, daß zur Zeit eine Anbindung wegen des starken Verkehrs und der vielen Linien auf der Ringstraße nicht durchführbar wäre und zugleich eine Neuordnung und Beschleunigung des Verkehrs durch den U-Bahn-Bau erfolgen wird. Na, und nach immerhin 32 Jahren ist ja dann doch noch eine Anbindung erfolgt - Aussitzen ist die Devise, irgendwann wird schon was passieren!
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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #11 am: 27. Februar 2013, 11:56:34 »
Ich habe zu Beginn der 80er-Jahre an den damaligen Stadtrat (Braun?) einen Brief geschrieben mit der Bitte zu prüfen, ob eine Einbindung der Linie 71 auf den Ring nicht sehr vielen Personen das tägliche Umsteigen ersparte. Immerhin habe ich eine Antwort erinnern (das Original ist leider abhanden gekommen), in der sinngemäß stand, daß zur Zeit eine Anbindung wegen des starken Verkehrs und der vielen Linien auf der Ringstraße nicht durchführbar wäre und zugleich eine Neuordnung und Beschleunigung des Verkehrs durch den U-Bahn-Bau erfolgen wird. Na, und nach immerhin 32 Jahren ist ja dann doch noch eine Anbindung erfolgt - Aussitzen ist die Devise, irgendwann wird schon was passieren!

Die Ringlinien durften nicht attraktiver gemacht werden, weil die U2 laufend Fahrgäste verlor. Ich hab seinerzeit immer unter der Hand gehört, "wenn die U2 mal verlängert wird, kommen auch wieder Durchgangslinien"....
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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #12 am: 27. Februar 2013, 16:37:41 »
Die Ringlinien durften nicht attraktiver gemacht werden, weil die U2 laufend Fahrgäste verlor.
Zum Thema Umstellung bietet die TU-Bibliothek eine Diplomarbeit: +EM12795607
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B. S. Agrippa

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #13 am: 27. Februar 2013, 18:57:12 »
Ich habe zu Beginn der 80er-Jahre an den damaligen Stadtrat (Braun?) einen Brief geschrieben mit der Bitte zu prüfen, ob eine Einbindung der Linie 71 auf den Ring nicht sehr vielen Personen das tägliche Umsteigen ersparte. Immerhin habe ich eine Antwort erinnern (das Original ist leider abhanden gekommen), in der sinngemäß stand, daß zur Zeit eine Anbindung wegen des starken Verkehrs und der vielen Linien auf der Ringstraße nicht durchführbar wäre und zugleich eine Neuordnung und Beschleunigung des Verkehrs durch den U-Bahn-Bau erfolgen wird. Na, und nach immerhin 32 Jahren ist ja dann doch noch eine Anbindung erfolgt - Aussitzen ist die Devise, irgendwann wird schon was passieren!

Die Ringlinien durften nicht attraktiver gemacht werden, weil die U2 laufend Fahrgäste verlor. Ich hab seinerzeit immer unter der Hand gehört, "wenn die U2 mal verlängert wird, kommen auch wieder Durchgangslinien"....
Ja, würde die U2 noch heute beim Schottenring enden, würden 1 + 2 weiterhin im Kreis fahren und vom Börse-71er wäre auch keine Rede, davon kannst ausgehen. Seit der 71er-Verlängerung scheinen die Ringlinien aber bei immer mehr Fahrgästen die erste Wahl zu sein (anstelle der U2), subjektiv eingeschätzt natürlich. Konnte das Anfang Februar mehrmals am Schottentor beobachten, wo ungewohnt viele Fahrgäste der Reindllinien rauf zur Bim statt runter zur U-Bahn strömten, genauso hat sich an der starken Auslastung von D und 1 trotz 71er praktisch nichts geändert.

W_E_St

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #14 am: 27. Februar 2013, 19:08:44 »
Ehrlich gesagt wäre die vorgezogene Freiphase bei der Spitalgasse ein winziger Tropfen auf den heißen Felsbrocken. Effektiv lösen ließe sich der unglaubliche Rückstau vom Gürtel nur durch entweder die Errichtung eines selbstständigen Gleiskörpers oder eine Komplettsperre für den IV (die ich in Wien für hochgradig phantastisch halte, zumal es keine brauchbaren örtlichen Ausweichrouten gibt).
"Sollte dies jedoch der Parteilinie entsprechen, werden wir uns selbstverständlich bemühen, in Zukunft kleiner und viereckiger zu werden!"

(aus einer Beschwerde über viel zu weit und kurz geschnittene Pullover in "Good Bye Lenin")