Autor Thema: 3, 2, 1, los!: Start für die StadtRegioTram am 10. März  (Gelesen 122256 mal)

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Re: 3, 2, 1, los!: Start für die StadtRegioTram am 10. März
« Antwort #105 am: 30. Oktober 2014, 11:49:06 »
Ja, kommendes Jahr sind Gemeinderatswahlen.
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Z-TW

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Re: 3, 2, 1, los!: Start für die StadtRegioTram am 10. März
« Antwort #106 am: 30. Oktober 2014, 11:51:27 »
Ja, kommendes Jahr sind Gemeinderatswahlen.

Na also - und fast 4000 Unterschriften gegen das Projekt sind ja vorhanden. Also: 1 + 1 = ?

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Re: 3, 2, 1, los!: Start für die StadtRegioTram am 10. März
« Antwort #107 am: 30. Oktober 2014, 11:57:15 »
Ja, wobei eine Unterschrift gegen ein Projekt schneller hergegeben wird als ein Kreuzerl bei der Wahl zu einer anderen Partei gesetzt wird - insbesondere, wenn es nur wegen einer Sache ist. Die Parteien, die für die Tram sind, haben ja noch Gelegenheit, die Argumente der Gegner im Rahmen des Wahlkampfes zu entkräften und zur Not gibt es dann auch noch die Sache mit der Traunbrücke, die nur neu gebaut wird, wenn die Straßenbahn kommt. Und in 10 Jahren müsste man die Brücke dann ohne Landesförderung neu bauen, was für die Stadt finanziell sicher ein ordentlicher Brocken wäre.
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Re: 3, 2, 1, los!: Start für die StadtRegioTram am 10. März
« Antwort #108 am: 30. Oktober 2014, 14:56:45 »
Zitat
Ein aus dem Bericht und der darin geäußerten Kritik hervorgehendes Kommunikationsproblem scheint zu sein, dass von Gegnerseite ausgegangen wird, dass nach der Verlängerung mit eisenbahnähnlichen Zügen durch Gmunden gefahren werden soll - die Vorchdorfer Bahn ist ihrem Character nach derzeit ja eher eine Eisenbahn als eine Straßenbahn. Diesem Argument könnte leicht entgegengetreten werden, indem klargestellt wird, dass der Stadtverkehr nach der Durchbindung nicht mehr mit den jetzigen Fahrzeugen, sondern mit einer neuen Flotte an speziell an die Gmunder Gegebenheiten angepassten Straßenbahnfahrzeugen durchgeführt werden wird.

Vor kurzem wurde eine Zeitung zum Baufortschritt an alle Haushalte ausgeschickt, die auch diese Thema behandelt. Siehe hier, auf den letzten Seiten:
http://www.stadtregiotram-gmunden.at/index.php/downloads.html?file=files/srt/content/downloads/Tram_Magazin_1_2014_web.pdf
Lesen muss man es halt auch...

Bus

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Re: 3, 2, 1, los!: Start für die StadtRegioTram am 10. März
« Antwort #109 am: 30. Oktober 2014, 15:19:58 »
Interessant auch, das mit 2,40 m das die "schmalste" Version ist von allen abgebildeten.

Linie 41

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Re: 3, 2, 1, los!: Start für die StadtRegioTram am 10. März
« Antwort #110 am: 30. Oktober 2014, 15:26:05 »
Ich wette, daß da reichlich Unterschriften von in Gmunden gar nicht wahlberechtigten Personen sind. Da muß man ja nur einmal die Liste an die Freunde in der Landespartei schicken.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

kklm

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Re: 3, 2, 1, los!: Start für die StadtRegioTram am 10. März
« Antwort #111 am: 03. November 2014, 15:38:01 »
Ein paar Bilder aus Gmunden:













Bus

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Re: 3, 2, 1, los!: Start für die StadtRegioTram am 10. März
« Antwort #112 am: 03. November 2014, 15:48:19 »
Danke, ich kann mir nur nicht vorstellen das diese "Wartehalle" irgendeinen Schutz bietet.

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Re: 3, 2, 1, los!: Start für die StadtRegioTram am 10. März
« Antwort #113 am: 08. November 2014, 20:44:40 »
Ich habe mir gestern und heute die Situation in Gmunden angesehen. Während mit Hochdruck an der Verlängerung bis zum Klosterplatz gearbeitet wird, tut sich von dort bis zur jetzigen Endstelle der Straßenbahn auch was: Nämlich massiver Protest gegen die Durchbindung. In bestimmten Geschäften liegen Unterschriftenlisten gegen das Projekt auf, ein großflächliges Plakat gleich hinter dem Kammerhof macht Stimmung gegen den Lückenschluss:  Es ist die Rede von Steuerverschwendung, von der Zerstörung (!) der Kulturstadt Gmunden. Wenn man den ununterbrochenen Autoverkehr durch die Stadt in diesem Bereich sieht, ist die Rede von Zerstörung der Kulturstadt durch die Tram nur als blanker Zynismus zu bezeichnen. In Wirklichkeit ist die Gegnerschaft meiner Meinung nach ausschließlich "autodeterminiert".  Meiner Einschätzung nach ist die Durchbindung noch nicht "gegessen", sie wird am Widerstand der Autofahrer scheitern. Übrigens kurven die auch in den engsten Altstadtgassen herum...
Hier noch ein paar Frequentierungszahlen:
.) Freitag: Zug um 14.31 ab Vorchdorf nach Gmunden 18 Personen in der Gesamtrelation
.) Samstag: Straßenbahn 13.44 an Stadt: 1 Person
                     Straßenbahn  13.46 ab Stadt: 8 Personen
                     Straßenbahn an 14.21 Bhf. Gmunden mit 3 Personen

Ferry

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Re: 3, 2, 1, los!: Start für die StadtRegioTram am 10. März
« Antwort #114 am: 08. November 2014, 22:00:21 »
Meiner Einschätzung nach ist die Durchbindung noch nicht "gegessen", sie wird am Widerstand der Autofahrer scheitern.

Das glaube ich nicht. Mit der Verlängerung der Vorchdorfer Bahn bis Klosterplatz, aber ohne Durchbindung hätte man mit einem Maximum an Aufwand ein Minimum an Verbesserung erreicht. Und da in diesem Fall auch die finanzielle Frage geklärt ist, wäre es politischer Selbstmord, jetzt einen Rückzieher zu machen.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

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Re: 3, 2, 1, los!: Start für die StadtRegioTram am 10. März
« Antwort #115 am: 08. November 2014, 22:47:14 »
Ich denke, man wird das trotz allem durchziehen. Nachher wird die Jammerei schon aufhören - in 2 Jahren waren eh alle schon immer dafür.
Mit uns kommst du sicher... zu spät.

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Re: 3, 2, 1, los!: Start für die StadtRegioTram am 10. März
« Antwort #116 am: 08. November 2014, 23:02:16 »
Ich denke, man wird das trotz allem durchziehen. Nachher wird die Jammerei schon aufhören - in 2 Jahren waren eh alle schon immer dafür.
Ein zu nicht ganz unwesentlichen Teilen vom Land finanziertes Projekt in der Ausführung noch abzuwürgen wäre langfristig gesehen Harakiri mit Anlauf, für so dumm halte ich die Gmundner nicht.
"Sollte dies jedoch der Parteilinie entsprechen, werden wir uns selbstverständlich bemühen, in Zukunft kleiner und viereckiger zu werden!"

(aus einer Beschwerde über viel zu weit und kurz geschnittene Pullover in "Good Bye Lenin")

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Re: 3, 2, 1, los!: Start für die StadtRegioTram am 10. März
« Antwort #117 am: 08. November 2014, 23:46:05 »
Was man nicht vergessen darf: Das Projekt hat eine professionelle Öffentlichkeitsarbeit wie kaum ein Schienenverkehrsprojekt in Österreich.

Aber im Schwarzmalen ist der Z-TW ja seit jeher gut: Der "massive Protest" manifestiert sich nicht wirklich in der Bevölkerung, die Gegner sind halt wie immer nur lauter. Bei einer Krone-Umfrage waren 80% der Befragten für die Durchbindung. Und das Kronepublikum würde ich jetzt nicht unbedingt als nicht auto-affin einstufen…

Übrigens wird im Land schon an die nächste Legislaturperiode gedacht:

Die Durchbindung der Lokalbahn in Gmunden macht aus Sicht von Verkehrsplanern nun auch die Wiederbelebung des Personenverkehrs zwischen Laakirchen und Gmunden sinnvoll. Die durch Gmunden rollenden Straßenbahngarnituren könnten als Regionalzüge abwechselnd nach Vorchdorf und Laakirchen fahren. Wobei das Fahrgastpotenzial in der Papiermachermetropole ungleich höher wäre als in Richtung Vorchdorf. Laakirchen ist die zweitgrößte Gemeinde Oberösterreichs ohne Personenschienenverkehrsanschluss. Autobusse fahren derzeit im Halbstundentakt zwischen Gmunden und dem Industrieort.

http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/salzkammergut/Bald-Lokalbahn-zwischen-Gmunden-und-Laakirchen;art71,1534372

Wenn sich bei den Wahlen nächstes Jahr nicht viel ändert (wovon in Oberösterreich auszugehen ist), kann man also mit der nächsten StadtRegioTram rechnen. Aber der Z-TW wird uns schon erklären, wieso das ganz sicher nicht kommen wird.

Linie 41

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Re: 3, 2, 1, los!: Start für die StadtRegioTram am 10. März
« Antwort #118 am: 09. November 2014, 10:28:34 »
@T1: Laakirchen ist das ehemalige Fahrplanbild 16, oder?
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

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Re: 3, 2, 1, los!: Start für die StadtRegioTram am 10. März
« Antwort #119 am: 09. November 2014, 12:43:25 »
Marantjossef:

"Bim könnte mit Batterie durch Innenstadt fahren"

GMUNDEN. Die Straßenbahngegner in Gmunden warnen nicht nur vor zerbröckelnden Hausfassaden, sondern auch vor der Beeinträchtigung der Innenstadt durch die Oberleitung, wenn die Stadt-Regio-Tram ab 2017 durch die Stadt rollt.

Gemeinderat Herbert Löcker (Stadtliste), ein promovierter Elektrotechniker, schlägt deshalb vor, sich ein Vorbild an der Straßenbahn in Padua zu nehmen. In der italienischen Stadt fahren Garnituren auf einer Strecke von rund 700 Meter ohne Stromzufuhr von außen. Stattdessen beziehen sie ihre Energie aus Batterien.

"Was in Padua geht, funktioniert auch in Gmunden und würde die Akzeptanz verbessern", sagt Löcker – und verweist auf positive Reaktionen, die er bereits aus der FP Gmunden erhalten habe. Er fordert eine Kontaktaufnahme mit dem Unternehmen Vossloh, das die Garnituren der künftigen Stadt-Regio-Tram herstellt, um auszuloten, zu welchen Bedingungen der Einbau des Batterieantriebs möglich ist. Löcker selbst schätzt, dass die Zusatzkosten pro Garnitur rund 50.000 Euro betragen würden. "Dafür würden wir uns die Oberleitung zwischen Rathausplatz und Klosterplatz ersparen und auch keine Strommasten auf der neuen Brücke brauchen", sagt er.

SP-Verkehrsstadtrat Wolfgang Sageder ist jedoch skeptisch. Bahnbetreiber Stern & Hafferl habe die Variante bereits prüfen lassen, sagt er. Das Ergebnis sei negativ ausgefallen. Die Batterien würden die Züge schwerer machen und den Stromverbrauch auf den starken Steigungen stark erhöhen. Auch sei die Lebensdauer der Batterien sehr begrenzt. (ebra)



http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/salzkammergut/Bim-koennte-mit-Batterie-durch-Innenstadt-fahren;art71,1534681