Autor Thema: Hier kommt der Flexity  (Gelesen 429250 mal)

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KSW

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Re: Hier kommt der Flexity
« Antwort #2985 am: 10. September 2019, 21:07:39 »
Kann mir vorstellen, dass das Fahrzeug bei höheren Geschwindigkeiten eher zum Schlenkern tendiert, obwohl diverse Stabilisatoren schon für einen ruhigen Lauf sorgen werden...
Da wirst du dich aber wundern, denn die steifere Gelenkskonstruktion (die Mehrheit der Gelenke kann nur seitliche Drehbewegungen, nicht Nick-Bewegungen, und Torsion in Längsachse gibt es gar nicht) sorgt dafür, dass die Wagen bei schlechter Gleislage fast wie ein Brett liegen - wogegen insbesondere der Ulf hier wie ein Schiff auf rauer See sich aufbäumt, Absackt und seitlich hin und her schlingert.
Schwachpunkt ist eher der Einlauf in Gleisbögen, die nicht gerade sauber mit Übergangsbogen versehen sind.

Hawk

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Re: Hier kommt der Flexity
« Antwort #2986 am: 10. September 2019, 21:09:49 »
Mittlerweile fährt der Flexity auch regelmäßig durch die Gürtel-Ustrab.

EDIT: Meine Handyfotos können leider mit den anderen Fotos hier qualitativ nicht mithalten. Also bei Bedarf bitte einfach löschen.

Sind 1A Fotos. Abgesehen davon, dass sie bissl schief sind.

Aber so schön bekommen das manche nicht einmal mit einer Spiegelreflexkamera hin.  ;) :up: Vorallem so, dass man die Anzeige lesen kann.
Er wird schon Normal laufen, hat ja Bombardier produziert!  ;)
Das leben zwingt einen oft in die Knie,jedoch ein jeder kann selbst entscheiden ob er liegen bleibt oder wieder aufsteht! :-)

fr3

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Re: Hier kommt der Flexity
« Antwort #2987 am: 10. September 2019, 22:14:46 »
Da wirst du dich aber wundern, denn die steifere Gelenkskonstruktion (die Mehrheit der Gelenke kann nur seitliche Drehbewegungen, nicht Nick-Bewegungen, und Torsion in Längsachse gibt es gar nicht) sorgt dafür, dass die Wagen bei schlechter Gleislage fast wie ein Brett liegen - wogegen insbesondere der Ulf hier wie ein Schiff auf rauer See sich aufbäumt, Absackt und seitlich hin und her schlingert.
Schwachpunkt ist eher der Einlauf in Gleisbögen, die nicht gerade sauber mit Übergangsbogen versehen sind.
Danke für die Erläuterung. Ganz ohne Spiel für Nickbewegungen kann es wohl nicht gehen, zumal es im Netz genug Kuppen und Mulden gibt, die einen vollkommen steifen Zug dieser Länge zum entgleisen bringen würden.

Mich erinnert das ganze ein wenig an die Type F.  Zugegeben,  es liegen gut 50 Jahre technische Entwicklung dazwischen. Genau so wie es heute keine starren Achsen mehr gibt - und damit kein Singen in den Kurven - werden unerwünschte Schwingbewegungen bestimmt durch entsprechende "intelligente" Dämpfer aufgefangen.

Bin schon neugierig, wann ich das erste Mal mit diesen Wagen fahren werde um die Fahreigenschaften in Natura zu testen ...

KSW

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Re: Hier kommt der Flexity
« Antwort #2988 am: 11. September 2019, 07:23:53 »
Da wirst du dich aber wundern, denn die steifere Gelenkskonstruktion (die Mehrheit der Gelenke kann nur seitliche Drehbewegungen, nicht Nick-Bewegungen, und Torsion in Längsachse gibt es gar nicht) sorgt dafür, dass die Wagen bei schlechter Gleislage fast wie ein Brett liegen - wogegen insbesondere der Ulf hier wie ein Schiff auf rauer See sich aufbäumt, Absackt und seitlich hin und her schlingert.
Schwachpunkt ist eher der Einlauf in Gleisbögen, die nicht gerade sauber mit Übergangsbogen versehen sind.
Danke für die Erläuterung. Ganz ohne Spiel für Nickbewegungen kann es wohl nicht gehen, zumal es im Netz genug Kuppen und Mulden gibt, die einen vollkommen steifen Zug dieser Länge zum entgleisen bringen würden.
Genau das ist es - ein Wagenteil stützt sich auf die 2 Minimal-Drehgestelle, der andere Wagenteil auf 1 Drehgestell und ein Gelenk. Somit sind es immer genau 2 Abstütz-Punkte, innerhalb derer es keine Nickbewegung gibt (was auch nicht nötig ist). Die gut gefederten Fahrwerke gleichen dann die Unebenheiten im Gleisbett aus. So sind z.B. Klettergleise (die werden zwar in Wien nicht mehr verwendet) mit diesen Wagen kaum merkbar.

Recht gut zu sehen in diesem Video vom Abladen eines Flexity bei ca. Minute 3:30: https://www.youtube.com/watch?v=Z3IJ4Pal4Kw, bzw. zwar Stadler, aber im Prinzip dennoch das Gleiche...  https://images.app.goo.gl/KHUA1XM7XRLCos4WA

tramway.at

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Re: Hier kommt der Flexity
« Antwort #2989 am: 11. September 2019, 09:58:59 »
Genau das ist es - ein Wagenteil stützt sich auf die 2 Minimal-Drehgestelle, der andere Wagenteil auf 1 Drehgestell und ein Gelenk. Somit sind es immer genau 2 Abstütz-Punkte, innerhalb derer es keine Nickbewegung gibt (was auch nicht nötig ist). Die gut gefederten Fahrwerke gleichen dann die Unebenheiten im Gleisbett aus.

In Amsterdam kann man den Effekt gut sehen:
Harald A. Jahn, www.tramway.at

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KSW

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Re: Hier kommt der Flexity
« Antwort #2990 am: 11. September 2019, 10:55:00 »
In Amsterdam kann man den Effekt gut sehen:
Vielen Dank, genau solche Bilder suchte ich leider für den Flexity vergebens. Würden alle Gelenke Dreh- und Nickbewegungen ausführen können wären die Wagen tatsächlich nur lose vor sich hin schlingernde Ungetüme, so aber wird mMn schlechte Gleislage sogar besser ausgeglichen als bei den Düwag-Gelenkwagen.

Rodauner

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Re: Hier kommt der Flexity
« Antwort #2991 am: 11. September 2019, 20:51:32 »
302 hat fensterseitig große weiße Lettern, irgendwas mit Klimaschutz. Mehr konnte ich beim Vorbeifahren in der Dunkelheit nicht erkennen. Dzt. Linie 6.
Du sollst hinter der gelben Linie bleiben, Wappler!

Taurus

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Re: Hier kommt der Flexity
« Antwort #2992 am: 11. September 2019, 20:54:17 »
Kann es sein, dass durch die Bauform des Flexity die seitlichen Beschleunigungskräfte (zumindest an manchen Stellen im Fahrzeug) höher wirken oder stärker wechseln als bei anderen Fahrzeugen (Ex) ?
Ich weiß grad nicht wie ich das besser beschreiben soll.

KSW

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Re: Hier kommt der Flexity
« Antwort #2993 am: 11. September 2019, 23:33:10 »
Kann es sein, dass durch die Bauform des Flexity die seitlichen Beschleunigungskräfte (zumindest an manchen Stellen im Fahrzeug) höher wirken oder stärker wechseln als bei anderen Fahrzeugen (Ex) ?
Ich weiß grad nicht wie ich das besser beschreiben soll.
Ja, in Bug und Heck trifft dies mitunter zu - genau das war auch mit dem unsauberen Übergangsbogen im Kurven Ein/Auslauf gemeint. Schließlich lenkt der recht große Überhang an Bug (und Heck) nur aufgrund der Räder des 1. DG ein, nicht wie beim klassischen GTW nur um das Mittel aus DG 1 und 2.
Dadurch wird dieser Teil stärker abgelenkt, schert folglich weniger stark aus und ermöglicht somit eine bessere Hüllkurve (also größere Überhänge oder breitere Fronten). Vor- und Nachteil in einem....

nord22

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Re: Hier kommt der Flexity
« Antwort #2994 am: 12. September 2019, 00:12:39 »
D 305 ist Anfang dieser Woche in FAV eingetroffen.

nord22

UlfB1

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Re: Hier kommt der Flexity
« Antwort #2995 am: 12. September 2019, 07:21:27 »
fein mal eine gute Nachricht, Favoriten heisst er wird demnächst eingesetzt?  Oder wie ist da das Prozedere

nord22

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Re: Hier kommt der Flexity
« Antwort #2996 am: 12. September 2019, 08:36:16 »
Ja, D 305 wird bald im Fahrgastbetrieb eingesetzt.

nord22

T1

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Re: Hier kommt der Flexity
« Antwort #2997 am: 12. September 2019, 08:39:34 »
Er ist schon im Fahrgastbetrieb.

Erdberg

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Re: Hier kommt der Flexity
« Antwort #2998 am: 12. September 2019, 08:59:58 »
Ist das normal, daß neue Typen am Anfang immer nur auf einer Linie eingesetzt werden? Ich hätte mir gedacht, man verwendet den D auch mal am 11er, 1er oder am O-Wagen?

Alex

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Re: Hier kommt der Flexity
« Antwort #2999 am: 12. September 2019, 09:04:58 »
Ist das normal, daß neue Typen am Anfang immer nur auf einer Linie eingesetzt werden? Ich hätte mir gedacht, man verwendet den D auch mal am 11er, 1er oder am O-Wagen?
Laut Plan sollen am 6er 6 D eingesetzt werden, bis so viele da sind (bzw. wahrscheinlich 7 oder 8 ) werden sie sicher nirgends anders eingesetzt. Am 11er sollen sie laut WL Pressemeldungen ab Sommer 2020 kommen, der 1er wird wohl wegen Mischbetrieb mit HLS ein Problem sein und der O-Wagen ist eine Kurz-ULF-Linie. Dann wohl noch eher am 71er.