Autor Thema: HU-Fristen von Typen E2 und c5  (Gelesen 10994 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

t12700

  • Obermeister
  • *
  • Beiträge: 3268
Re: HU-Fristen von Typen E2 und c5
« Antwort #15 am: 29. Juli 2018, 22:33:12 »
gibt's KEINE Fotos ??  8)

Da er noch in der HW steht gibt es noch keine offiziellen Fotos.  ;)
Vermutlich ging U4 davon aus, dass er schon am Vorkopf der HW steht. Ist bekannt, welcher E2 die Ehre hat? :)

LG t12700
Auf dass uns die E1 noch lange erhalten bleiben; hoffentlich auch am 49er

benkda01

  • Verkehrsführer
  • *
  • Beiträge: 2337
Re: HU-Fristen von Typen E2 und c5
« Antwort #16 am: 30. Juli 2018, 15:32:33 »
Ist bekannt, welcher E2 die Ehre hat? :)
Es handelt sich um 4053.

denond

  • Zugführer
  • *
  • Beiträge: 866
Re: HU-Fristen von Typen E2 und c5
« Antwort #17 am: 01. August 2018, 10:58:19 »
Und spätestens jetzt würde ich pro Fahrzeug noch zusätzliche € 20.000 für seine nächsten 8 bis 16 Jahre ausgeben, in Krakau Mittelteile fertigen lassen und diese Sänften im Rahmen dieser Arbeiten einfügen und die Beiwagen abstellen. Selbst eine Klimaanlage würde sich für den unverzichtbaren, täglichen Einsatz noch rechnen.

Eigentlich könnte die Zentralwerkstätte mit ihren Maschinen, wo sich Private anhalten müßten, die alle Stückeln spielen, die alle Möglichkeiten eines Wagenbaus, Schienenbaus und Oberbaus hätten, alleine bewerkstelligen. Sicher, um die nötigen Zertifikate müßte man sich bemühen, man bräuchte da – trotzdem das Land auch in der EU sich befindet - nach Krakau, nach Polen schauen. In Wien aber ist sehr vieles unmöglich, zunichte gemacht von Bonzen, die glauben alles auf ihre Art und Weise erledigen zu können: die Betriebsräte und ihre zuständigen Atlaten, die glauben, den Draht schlechthin ins Rathaus zu haben.

T1

  • Obermeister
  • *
  • Beiträge: 3039
  • Lieber Raupe als Wurm!
Re: HU-Fristen von Typen E2 und c5
« Antwort #18 am: 01. August 2018, 11:51:24 »
Und spätestens jetzt würde ich pro Fahrzeug noch zusätzliche € 20.000 für seine nächsten 8 bis 16 Jahre ausgeben, in Krakau Mittelteile fertigen lassen und diese Sänften im Rahmen dieser Arbeiten einfügen und die Beiwagen abstellen. Selbst eine Klimaanlage würde sich für den unverzichtbaren, täglichen Einsatz noch rechnen.
Da fehlt eine 0. Mindestens. ;)

denond

  • Zugführer
  • *
  • Beiträge: 866
Re: HU-Fristen von Typen E2 und c5
« Antwort #19 am: 01. August 2018, 11:55:58 »
Da fehlt eine 0. Mindestens. ;)

Ja, hier in Österreich, in Krakau nicht...

hema

  • Geschäftsführer
  • *
  • Beiträge: 14753
Re: HU-Fristen von Typen E2 und c5
« Antwort #20 am: 01. August 2018, 12:56:34 »
Die Polen haben einmal gesagt, der Umbau von 25 Stück E6 koste sie soviel wie ein Stück Neubaufahrzeug!
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

T1

  • Obermeister
  • *
  • Beiträge: 3039
  • Lieber Raupe als Wurm!
Re: HU-Fristen von Typen E2 und c5
« Antwort #21 am: 01. August 2018, 13:08:42 »
Da fehlt eine 0. Mindestens. ;)

Ja, hier in Österreich, in Krakau nicht...
In Krakau auch: http://www.gazetakrakowska.pl/artykul/392635,zobacz-krakowski-tramwaj-po-liftingu-zdjecia,id,t.html#material_1

Meine Polnischkenntnisse sind nicht die Besten (vielleicht kann unser Forumskonstal aushelfen?), aber ich lese da: 800 000 Zloty pro Fahrzeug, das sind ca. 200 000 €. Ich nehme an, inklusive Beschaffung. Aber gut, das wird auch keine 180 000 € ausmachen. Und: Der Umbau von 10 Wägen kostet so viel wie ein Neubaufahrzeug.

Deine Quelle?

Konstal 105Na

  • Verkehrsführer
  • *
  • Beiträge: 2490
  • Polenkorrespondent
Re: HU-Fristen von Typen E2 und c5
« Antwort #22 am: 01. August 2018, 15:01:05 »
In Krakau auch nicht: http://www.gazetakrakowska.pl/artykul/392635,zobacz-krakowski-tramwaj-po-liftingu-zdjecia,id,t.html#material_1

Meine Polnischkenntnisse sind nicht die Besten (vielleicht kann unser Forumskonstal aushelfen?), aber ich lese da: 800 000 Zloty pro Fahrzeug, das sind ca. 200 000 €. Ich nehme an, inklusive Beschaffung. Aber gut, das wird auch keine 180 000 € ausmachen. Und: Der Umbau von 10 Wägen kostet so viel wie ein Neubaufahrzeug.

Ja, stimmt soweit.

Ich möchte auch hinzufügen, dass der Verkehrsbetrieb sich die Niederflurmittelteile nicht selbst gebastelt, sondern bei einem Bushersteller (Autosan) bestellt hat.

Der Umbau eines E2 zu einem EU8N wäre aber sicher noch teurer, weil ma zusätzlich ein Gelenk bauen müsste. Die EU8N in Krakau haben ihr zweites Gelenk ja von einem c6 erhalten.
po sygnale odjazdu nie wsiadac

Schienenchaos

  • Zugführer
  • *
  • Beiträge: 864
Re: HU-Fristen von Typen E2 und c5
« Antwort #23 am: 01. August 2018, 15:03:52 »
Dafür würden die ganzen Schlosserarbeiten am Originalfahrzeugkasten wegfallen. Denn es würden wohl weder die Fronten verändert, die Schürzen verlängert noch müssten Türen verschlossen werden.

petestoeb

  • Fahrer
  • ***
  • Beiträge: 343
Re: HU-Fristen von Typen E2 und c5
« Antwort #24 am: 01. August 2018, 19:56:48 »
Und spätestens jetzt würde ich pro Fahrzeug noch zusätzliche € 20.000 für seine nächsten 8 bis 16 Jahre ausgeben, in Krakau Mittelteile fertigen lassen und diese Sänften im Rahmen dieser Arbeiten einfügen und die Beiwagen abstellen. Selbst eine Klimaanlage würde sich für den unverzichtbaren, täglichen Einsatz noch rechnen.


Stimmt. Egal jetzt ob 20.000 oder 200.000 Euro. Beim Umbau auf Chopper hätte man das gleichzeitig machen sollen und selbstverständlich den Zug klimatisieren.

T1

  • Obermeister
  • *
  • Beiträge: 3039
  • Lieber Raupe als Wurm!
Re: HU-Fristen von Typen E2 und c5
« Antwort #25 am: 01. August 2018, 20:01:20 »
Der Vorteil eines neuzubauenden Gelenks wäre, dass man dann eine andere Gelenkskonstruktion einbauen könnte, die längere Sänften erlauben würde, indem der Drehpunkt nicht über dem Drehgestell, sondern versetzt weiter Richtung Mittelteil liegt (wie bei den Grazer 600ern).

Aber wie schon anderswo erwähnt: In den 90ern wäre der richtige Zeitpunkt dafür gewesen, auch wenn es manche nicht wahrhaben möchten, heute macht das nur mehr wenig Sinn. Sinnvoll wäre es vielmehr, das Geld in ein Midlife-Upgrade der Erstgenerations-ULFe zu stecken.

denond

  • Zugführer
  • *
  • Beiträge: 866
Re: HU-Fristen von Typen E2 und c5
« Antwort #26 am: 01. August 2018, 20:26:16 »
Der Vorteil eines neuzubauenden Gelenks wäre, dass man dann eine andere Gelenkskonstruktion einbauen könnte, die längere Sänften erlauben würde, indem der Drehpunkt nicht über dem Drehgestell, sondern versetzt weiter Richtung Mittelteil liegt (wie bei den Grazer 600ern).

Aber wie schon anderswo erwähnt: In den 90ern wäre der richtige Zeitpunkt dafür gewesen, auch wenn es manche nicht wahrhaben möchten, heute macht das nur mehr wenig Sinn. Sinnvoll wäre es vielmehr, das Geld in ein Midlife-Upgrade der Erstgenerations-ULFe zu stecken.

Na ja, mit Midlife-Upgrade wird es bei der ersten Generation alleine nicht getan sein, denn die Fahrzeuge sind in einem eher fürchterlichen, ausgemergelten Zustand. Und wenn man sich für diesen Weg entscheiden würde, wären sie binnen kürzester Zeit wieder in einem solchen Zustand wie jetzt und man steht wieder am Anfang vom Ende. Ich meine, der ULF ist/war zwar eine echte, aber nicht für eine Serienproduktion ausgereifte Inovation. Er war 1994/1995 ganz einfach eine politische Fehlentscheidung und hätte mind. noch 1 bis 1 1/2 Jahre gebraucht. Leider.
Er ist in allen Belangen, ob jetzt für die Werkstätte, ob für die Schieneninfrastruktur, ob für die Finanzen des Betriebes ganz einfach das teuerste und wartungsintensivste Fahrzeug, was man am Markt bekommen konnte.

Wenn ich da nur an einen Fenstertausch z.B. denke: der ULF - da die Fenster in die tragende Struktur miteinbezogen und geklebt sind - ist der Zug für das Fenster-Einkleben über 24 Stunden dem Betrieb entzogen, bei einem E2 dauert das Ganze ca. 2,5 Stunden und ich hab'  den Triebwagen wieder für den Betrieb zur Verfügung. Portale/Antriebs-Rep.,  Rädertauschen,  nächstes Szenario: wenn alles so läuft wie es soll, an die zwei Tage Betriebsentzug, beim E2 oder c5 nach dem Frühauslauf eingezogen, zur Hochhebe vorgesehen, am Nachmittag frei zum Auslauf, egal jetzt, ob nur die Drehgestelle zwecks gleichmäßiger Abnützung gedreht und gesäubert wurden oder neue Räder eingebaut wurden. Beim E1 ging es genau so schnell. Oder: Die ersten ULFe hatten drei Umformer, beim nötigen Tausch Dieser gab es Schwierigkeiten und viele Diskussionen mit der Hauptwerkstätte mit dem Materiallager und mit dem SAP, da lt. SAP ein Fahrzeug nur einen Umformer haben darf. Also am SAP vorbeischwindeln, wieder ein bis zwei Tage Betriebsentzug des Triebwagens... Ich könnte locker noch 15 bis 20 Sachen aufzählen.
Tatsache wird sein, daß man den E2 noch locker die nächsten 10 bis 12 Jahre tagtäglich nötigst brauchen wird, da der ULF weiterhin ein Betriebshindernis (Kilometer sparen, vielleicht sogar schon die ersten Ausscheidungen) bleiben wird und so schnell wirds mit der Type D auch nicht gehen, wenn man den Betrieb im jetzigen Umfang aufrecht erhalten will.

Aber jetzt noch eine Frage zu deinem erwähnten 'Vorteil eines neuzubauenden Gelenks wäre, dass man dann eine andere Gelenkskonstruktion einbauen könnte, die längere Sänften erlauben würde':

Wäre das auch Einseitig machbar, oder müßten des Drehpunktes wegen beide Kastenteile bzw. Drehgestelle deiner Meinung nach so ausgelegt sein?

T1

  • Obermeister
  • *
  • Beiträge: 3039
  • Lieber Raupe als Wurm!
Re: HU-Fristen von Typen E2 und c5
« Antwort #27 am: 01. August 2018, 23:19:53 »
Ich bin bei diesen Kritikpunkten ganz bei dir. Viele Sachen davon kann man aber durch organisatorische Änderungen zumindest lindern…

Dennoch: Diese Fahrzeuge (und ihre Folgeerscheinungen) haben uns (viel) Geld gekostet. Sie sind trotz ihrer Macken für den Fahrgast und das Fahrpersonal deutlich attraktiver als die Hochflurer – von demher wäre es schon gerechtfertigt, da noch mal Geld in die Hand zu nehmen, damit man die Einsatzquote zumindest für eine Zeitlang ein wenig hebt. Das ist sinnvoller, als die Fahrzeuge ohne Midlife-Update so lange einzusetzen, bis sie zerfallen und sie dann wegzuschmeißen… Und selbst wenn es nur 8 Jahre mehr sein sollten.

Aber jetzt noch eine Frage zu deinem erwähnten 'Vorteil eines neuzubauenden Gelenks wäre, dass man dann eine andere Gelenkskonstruktion einbauen könnte, die längere Sänften erlauben würde'

Wäre das auch Einseitig machbar, oder müßten des Drehpunktes wegen beide Kastenteile bzw. Drehgestelle deiner Meinung nach so ausgelegt sein?
Interessante Frage.

Ich bin kein Schienenfahrzeugkonstrukteur, ich kann dir das leider nicht beantworten. Rein logisch sollte nicht viel dagegensprechen, der Gewinn – also die längere Sänfte – ist halt deutlich geringer. Ob sich der reduzierte Aufwand lohnt, wenn sowieso viele Teile (die Anbindung des Mittelteils ans alte Gelenk z.B.) neu gemacht werden müssen, ist wohl eher die Hauptfrage.

Das wäre übrigens die angesprochene Konstruktion: https://patents.google.com/patent/EP0915000A1/de

denond

  • Zugführer
  • *
  • Beiträge: 866
Re: HU-Fristen von Typen E2 und c5
« Antwort #28 am: 02. August 2018, 00:06:14 »
Interessante Frage.  Das wäre übrigens die angesprochene Konstruktion: https://patents.google.com/patent/EP0915000A1/de

wäre es schon gerechtfertigt, da noch mal Geld in die Hand zu nehmen, damit man die Einsatzquote zumindest für eine Zeitlang ein wenig hebt. Das ist sinnvoller, als die Fahrzeuge ohne Midlife-Update so lange einzusetzen, bis sie zerfallen und sie dann wegzuschmeißen… Und selbst wenn es nur 8 Jahre mehr sein sollten.

Danke für diesen Link.
Aufgrund dieser Unterlagen und meinem Verständnis funktioniert die Sache MMn nur, wenn auf beiden Kastenseiten A und B die Drehpunkte im gleichen Maße angeordnet sind.

Und zum noch mal Geld in die Hand nehmen: Obwohl ich zumindest für eine Zeitlang die Einsatzquote am Papier ein wenig heben kann bleibt noch immer die schnelle Radreifenabnützung bei Einsatz, dadurch auch die Verkürzung der Frist für eine Hauptrevision, die ich ja durch die Verordnung der Selbstgeißelung des Km-Sparens verhindern will. Die ULFe stehen dann kostenintensiv frisch revidiert neuerlich...  Das ältere Fahrzeug hauptrevidiert fährt und fährt und fährt, dient mir, bringt mir also Geld.

Na ja, wir werdens nicht ändern, ist aber trotzdem zum  :fp:...

T1

  • Obermeister
  • *
  • Beiträge: 3039
  • Lieber Raupe als Wurm!
Re: HU-Fristen von Typen E2 und c5
« Antwort #29 am: 02. August 2018, 00:43:12 »
Und zum noch mal Geld in die Hand nehmen: Obwohl ich zumindest für eine Zeitlang die Einsatzquote am Papier ein wenig heben kann bleibt noch immer die schnelle Radreifenabnützung bei Einsatz, dadurch auch die Verkürzung der Frist für eine Hauptrevision, die ich ja durch die Verordnung der Selbstgeißelung des Km-Sparens verhindern will. Die ULFe stehen dann kostenintensiv frisch revidiert neuerlich...  Das ältere Fahrzeug hauptrevidiert fährt und fährt und fährt, dient mir, bringt mir also Geld.

Na ja, wir werdens nicht ändern, ist aber trotzdem zum  :fp:...
Ich versteh deine Argumentation eh, aber: Genauso wenig, wie man über den Schatten springt, Geld in die Hand nimmt und das km-Sparen aufgibt, genauso wenig wird man Geld für eine Modernisierung der E2 in die Hand nehmen… Anders gesagt: In einer Welt, in der zweiteres plötzlich möglich wäre, ist ersteres sicher auch, und da würde ich eben wegen erwähnter Gründe die ULFe präferieren.

Wie du richtig sagst: Wir werdens nicht ändern ;)