Autor Thema: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn)  (Gelesen 3327016 mal)

LAWO, Klingelfee, 31/5, TW 292 und 1 Gast betrachten dieses Thema.

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Re: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn)
« Antwort #15105 am: 28. Juli 2020, 08:54:08 »
Vorbildlich bei der Weiche mit Maske  ;)

denond

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Re: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn)
« Antwort #15106 am: 28. Juli 2020, 09:32:42 »
Für weniger Verwirrung in diesem Fall würde ich sorgen, wenn ich die Fahrgäste schon aus dem Zug habe, die Weiche für die angeordnete Kurzführung gestellt und mich dafür in der VLSA-Anlage einprogrammiert habe, indem ich die so geplante Kurzführung ausführe, eine Runde über die Kurzführungsmöglichkeit Teichgasse (Lorenz-Bayer-Platz) mache, in der Haltestelle Teichgasse das Zugziel dort in Ruhe auf Westbahnhof einstellen kann und von dort wirklich zum Westbahnhof fahre. Noch dazu, wenn ich plane, den Folgezug ebenfalls über J-N-B-P in FR Westbahnhof zu kürzen. Da kann ich auch gleich seine Fahrgäste mitnehmen. Abgesehen davon, würde ich auch dem System mit dem abfahren der eingegebenen Parameter eher helfen und richtige Anzeigen auf der VFGI ermöglichen.


Klingelfee

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Re: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn)
« Antwort #15107 am: 28. Juli 2020, 10:13:14 »
Für weniger Verwirrung in diesem Fall würde ich sorgen, wenn ich die Fahrgäste schon aus dem Zug habe, die Weiche für die angeordnete Kurzführung gestellt und mich dafür in der VLSA-Anlage einprogrammiert habe, indem ich die so geplante Kurzführung ausführe, eine Runde über die Kurzführungsmöglichkeit Teichgasse (Lorenz-Bayer-Platz) mache, in der Haltestelle Teichgasse das Zugziel dort in Ruhe auf Westbahnhof einstellen kann und von dort wirklich zum Westbahnhof fahre. Noch dazu, wenn ich plane, den Folgezug ebenfalls über J-N-B-P in FR Westbahnhof zu kürzen. Da kann ich auch gleich seine Fahrgäste mitnehmen. Abgesehen davon, würde ich auch dem System mit dem abfahren der eingegebenen Parameter eher helfen und richtige Anzeigen auf der VFGI ermöglichen.

Dem kann ich nicht ganz anschließen, da die Weiche beim Expedit nur eine Handweiche ist.

Ausserdem geht aus dem Bericht auch nicht hervor, ob die Schleife überhaupt frei war.

Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

denond

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Re: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn)
« Antwort #15108 am: 28. Juli 2020, 10:32:00 »
Dem kann ich nicht ganz anschließen, da die Weiche beim Expedit nur eine Handweiche ist.

Ausserdem geht aus dem Bericht auch nicht hervor, ob die Schleife überhaupt frei war.

Zur Handweiche: Vermutlich, ich trau' mich sogar schreiben, bestimmt, verpasse ich aus der ersten Schilderung die vorerst gewollte und gekommene Abbiegephase für mich. Es fällt aber auch nach dem neuerlichen Umstellen der Weiche, das Hin- und Herlaufen zwecks neuerlicher Einprogrammierung von zuerst weg. Und das alles kostet Minuten.
Und zur freien Schleife: Da hab' ich ja als Disponent den Überblick, ob diese frei ist. Ohne diesen Überblick würde ich das natürlich nicht anordnen... Ich vermute, sie war frei, außer der Disponent hatte mit dem A 50 - also die spätere Kurzführung - etwas anderes vor.

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Re: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn)
« Antwort #15109 am: 28. Juli 2020, 10:43:22 »
Dem kann ich nicht ganz anschließen, da die Weiche beim Expedit nur eine Handweiche ist.

Ausserdem geht aus dem Bericht auch nicht hervor, ob die Schleife überhaupt frei war.

Zur Handweiche: Vermutlich, ich trau' mich sogar schreiben bestimmt verpasse ich aus der ersten Schilderung die vorerst gewollte und gekommene Abbiegephase für mich. Es fällt aber auch nach dem neuerlichen Umstellen der Weiche, das Hin- und Herlaufen zwecks neuerlicher Einprogrammierung von zuerst weg. Und das alles kostet Minuten.
Und zur freien Schleife: Da hab' ich ja als Disponent den Überblick, ob diese frei ist. Ohne diesen Überblick würde ich das natürlich nicht anordnen... Ich vermute, sie war frei, außer der Disponent hatte mit dem A 50 - also die spätere Kurzführung - etwas anderes vor.
Kurz aus meiner Sicht: Wenn der Fahrer den Auftrag erhält nicht zu Kürzen, selbst wenn die Fahrgäste bereits den Zug verlassen haben, dann gibt es die Möglichkeit dies den Ausgestiegenen mitzuteilen. Verzögerung = minimal.
Wie soll der Disponent, mW sitzt jener am Westbahnhof, ob die Schleife frei befahrbar ist? Sind da jetzt mehrere Kameras montiert?
Noch was: du bist aber nicht Fahrer bei den WL, oder?
Sollte jemand einen Tipp- oder Rechtschreibfehler finden darf er diesen behalten!

denond

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Re: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn)
« Antwort #15110 am: 28. Juli 2020, 10:57:21 »
Kurz aus meiner Sicht: Wenn der Fahrer den Auftrag erhält nicht zu Kürzen, selbst wenn die Fahrgäste bereits den Zug verlassen haben, dann gibt es die Möglichkeit dies den Ausgestiegenen mitzuteilen. Verzögerung = minimal.
Wie soll der Disponent, mW sitzt jener am Westbahnhof, ob die Schleife frei befahrbar ist? Sind da jetzt mehrere Kameras montiert?
Noch was: du bist aber nicht Fahrer bei den WL, oder?

Zur Verzögerung: Bis die Umstellung der Weiche, neuerliches Einprogrammieren für die Ampelphase Ri Westbahnhof, bis der Fahrer wieder am Fahrerplatz sich befindet, die Weichenkrüke verstaut hat, die Aufforderung durch die Durchsage an die Fahrgäste erfolgen kann zum neuerlichen Einsteigen, bis die Fahrgäste überhaupt reagieren und neuerlich einsteigen, vergeht ganz einfach Zeit und das nicht in minimaler Form. Und da hat er noch nicht einmal selbst das Fahrziel an seinem Zug durch Überschilderung geändert.

Der Disponent hat RBL und damit den Überblick über die gesamte Linie in mehrfacher Hinsicht, auch wenn er am Westbahnhof sitzt.
Und wenn er gut ist, er weiß, was ihm das System so alles bietet, dann hat er im Störungsfall gewonnen.

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Re: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn)
« Antwort #15111 am: 28. Juli 2020, 10:58:57 »
Kurz aus meiner Sicht: Wenn der Fahrer den Auftrag erhält nicht zu Kürzen, selbst wenn die Fahrgäste bereits den Zug verlassen haben, dann gibt es die Möglichkeit dies den Ausgestiegenen mitzuteilen. Verzögerung = minimal.
Wie soll der Disponent, mW sitzt jener am Westbahnhof, ob die Schleife frei befahrbar ist? Sind da jetzt mehrere Kameras montiert?
Noch was: du bist aber nicht Fahrer bei den WL, oder?
Ich kann mich da nur anschließen.

Aber hier können die meisten nur lästern, ohne überhaupt die genauen Umstände zu kennen.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

denond

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Re: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn)
« Antwort #15112 am: 28. Juli 2020, 11:03:10 »
Aber hier können die meisten nur lästern, ohne überhaupt die genauen Umstände zu kennen.

...das ist deine Sichtweise.

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Re: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn)
« Antwort #15113 am: 28. Juli 2020, 11:10:07 »
Aber hier können die meisten nur lästern, ohne überhaupt die genauen Umstände zu kennen.

...das ist deine Sichtweise.
Und die Andere, ist deine!
Meine letzte Frage blieb aber unbeantwortet, daher nochmals: du bist aber nicht Fahrer bei den WL, oder?
Sollte jemand einen Tipp- oder Rechtschreibfehler finden darf er diesen behalten!

Klingelfee

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Re: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn)
« Antwort #15114 am: 28. Juli 2020, 11:11:57 »
Aber hier können die meisten nur lästern, ohne überhaupt die genauen Umstände zu kennen.

...das ist deine Sichtweise.

Mag sein, aber den Zug einmal um den Häuserblock zu schicken, dass wäre mMn eine noch größere Fahrgastverarsche. Denn ich hatte in meiner Fahrdienstzeit auch nicht nur einmal, dass ich bei der Kurzführungsörtlichkeit erfahren habe, dass ich doch lang fahre. Oder aber auch bei Veranstaltungen, der Fahrer hatte noch die Kurzführung drinnen und von mir bekam er dann die Anordnung lang zu fahren, da unmittelbar, nachdem er in die Haltestelle eingefahren ist, die durchgehende Linienführung angeordnet wurde.

Das einzige, was mir nicht gefallen, hat, ist dass offensichtlich der Fahrer nicht aktiverer kund getan hat dass er, aus welchen Grund auch immer, kurzfristig doch zum Westbahnhof fährt. Da die Störung noch länger gedauert hat, vermute ich, dass der Fahrer am Westbahnhof Dienstschluß hatte und er deshalb weiter geschickt wurde
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Re: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn)
« Antwort #15115 am: 28. Juli 2020, 11:24:33 »
Meines Wissens sind Grundzüge der Fahrgastinformation kein Bestandteil der Fahrerausbildung. Man lernt zwar in der Theorie den einen oder anderen Stehsatz ("Es tut mir leid, dass Sie so lang warten mussten, ich verstehe Ihren Ärger" und dergleichen), aber Dinge wie "Was sage ich im Störungsfall wann, wo und wie durch" kommen in der Praxis wohl maximal dann vor, wenn Lehrfahrer und Schüler tatsächlich in eine Störung geraten.

Man darf es also nicht allein dem Fahrpersonal zum Vorwurf machen, wenn in der geschilderten Situation nicht alles richtig gelaufen ist. (Ja, für manche ist es selbstverständlich, was man wann, wo und wie durchsagen könnte, aber die treiben sich normalerweise hier im Forum herum und nicht in der Fahrerkabine. ;))
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denond

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Re: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn)
« Antwort #15116 am: 28. Juli 2020, 11:30:22 »
Das einzige, was mir nicht gefallen, hat, ist dass offensichtlich der Fahrer nicht aktiverer kund getan hat dass er, aus welchen Grund auch immer, kurzfristig doch zum Westbahnhof fährt. Da die Störung noch länger gedauert hat, vermute ich, dass der Fahrer am Westbahnhof Dienstschluß hatte und er deshalb weiter geschickt wurde

Da mußt du aber wieder bedenken, ob der Fahrer neu war, ob er der Sache/ Anordnung sofort folgen/verarbeiten konnte oder nicht. Da spielen etliche Faktoren zusammen und kann in mom. Überforderung enden.

Das mit dem Dienstschluß am Westbahnhof - nach bekannt werden einer doch länger andauernden Störung - vermute ich auch. Die Betriebsnummer hätte auch dazu gepaßt. Es sind halt einige Informationen zur Störung zum gleichen Zeitpunkt eingelangt und haben so zur Situation - auch am RBL-Tisch - beigetragen. Für Außenstehende sind halt manche Abläufe nicht nachvollziehbar. Ich wäre aber trotzdem - um nicht noch mehr Verwirrung im Moment zu stiften und es in eingeschlagener Bahn ablaufen zu lassen - einmal um den Block gefahren. Die Fahrgäste - außer Ferros - kriegen das gar nicht mit. Du weißt das, ich weiß das...  ;)

@95B:  :up:, richtig erkannt: Hängt mit Ausbildungserlebnissen Lehrfahrer/Schüler ebenfalls zusammen. Dir LG...

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Re: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn)
« Antwort #15117 am: 28. Juli 2020, 11:35:09 »
Meines Wissens sind Grundzüge der Fahrgastinformation kein Bestandteil der Fahrerausbildung. Man lernt zwar in der Theorie den einen oder anderen Stehsatz ("Es tut mir leid, dass Sie so lang warten mussten, ich verstehe Ihren Ärger" und dergleichen), aber Dinge wie "Was sage ich im Störungsfall wann, wo und wie durch" kommen in der Praxis wohl maximal dann vor, wenn Lehrfahrer und Schüler tatsächlich in eine Störung geraten.

Man darf es also nicht allein dem Fahrpersonal zum Vorwurf machen, wenn in der geschilderten Situation nicht alles richtig gelaufen ist. (Ja, für manche ist es selbstverständlich, was man wann, wo und wie durchsagen könnte, aber die treiben sich normalerweise hier im Forum herum und nicht in der Fahrerkabine. ;))
Da keimt bei mir die Frage: War der Fahrer überhaupt der deutschen Sprache mächtig?
Einst wurde aber in der "Minischaffnerschule" und auch in der "Fahrerfach" bezüglich Fahrgastinformation unterrichtet! Ob das heute noch so ist, entzieht sich meiner Kenntnis!
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Re: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn)
« Antwort #15118 am: 28. Juli 2020, 12:22:48 »
Da keimt bei mir die Frage: War der Fahrer überhaupt der deutschen Sprache mächtig?
Einst wurde aber in der "Minischaffnerschule" und auch in der "Fahrerfach" bezüglich Fahrgastinformation unterrichtet! Ob das heute noch so ist, entzieht sich meiner Kenntnis!

Zu deiner Frage: Man darf - vorweg - nicht alle in einen Topf werfen.
Es ist nicht nur die Sprache, auch die Auffassung einer Situation, die unterschiedlichen Befindlichkeiten - auch hervorgerufen durch eine anders gelebte Kultur - spielen hier eine Rolle. Alleine das Verantwortungsbewußtsein für den Job ist ein anderes, siehe auch die div. Vorfälle in den letzten Jahren. Zwei Sachen dazu: Video über alleine fahrenden ULF. Den meisten hier im Forum bekannt. Wie dumm muß man sein, in einem verantwortungsvollen Beruf sowas ins Netz zu stellen. Oder: Es geht um die Erlangung der Fahrberechtigung für den Bus: Im Schulzimmer die große Lippe, vor der Garage am Kreuzungsplateau um ca. 14:50 Uhr mit seinem Mercedes aus seinem Imponiergehabe heraus, einen Willi hingelegt. Polizeifunkwagen zufällig vor der roten Ampel haltend. Was dann kommt kann sich jeder zusammen reimen, nächsten Tag die Ausschulung des Anwärters. Noch mehr davon?

Zur Minischaffnerschule: Die gibt es heute nur mehr in abgespeckter Form, da vieles automatisiert. MMn falsch, daher auch die großen Mankos in pkto. Netzkenntnisse, wo auch oben genanntes dazu beiträgt. Schuld an dieser Misere sind Personalentscheidungen in einem großen Haus am Ring, erbaut von Friedrich Schmidt und Betrieb in den vergangenen 24 Jahren, wo man nur auf billig gesetzt hat, viele 'waschechte' Österreicher nicht genommen hat, da man vermehrte Kosten befürchtet hat und den Faktor Migrationshintergrund bevorzugt hat...

Mancher meint es mit seiner Migration ernst, das ist auch gut so und man kann da auch viel lernen. Diese Personen haben auch selbst keine Probleme, sie/er will ja. Mancher nicht. Mit letzteren hat man viel Arbeit und man braucht auch viel Geduld...

hema

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Re: Störungen und Fahrtbehinderungen (Straßenbahn)
« Antwort #15119 am: 28. Juli 2020, 16:30:43 »
Wenn man zum Weichenstellen und Einprogrammieren aussteigt, ruft man den Leuten zu "Es geht schon wieder weiter, bitte wieder einsteigen!" und macht eventuell eine entsprechende Handbewegung zum Zug. Bis man wie der zurück am Fahrerplatz ist, sind längst alle drinnen, das kostet keine zusätzliche Zeit.   ::)
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