Autor Thema: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr  (Gelesen 107697 mal)

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95B

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #1035 am: 03. Dezember 2020, 09:11:20 »
Back2topic, da es hier ja eigentlich um die Öffis geht:
https://www.heute.at/s/keine-trennwaende-38-postbus-fahrer-an-corona-erkrankt-100115591
in dem Artikel ist die Rede vom Postbus va. im Osten; wie sieht das bei den Wiener Linien aus? Weil da gibt's ja außer den Baustellenbandln bei der ersten Sitzreihe auch keinen Schutz

Es gibt die Plexiglaswände in den E1 und die quergestellte Fahrerplatztür in den E2. Somit ist eine Grunddistanz zu den Fahrgästen vorhanden. Ob bei den erwähnten Autobussen die Vordertür gesperrt ist, weiß ich nicht. Ob sich die erwähnten 38 Lenker alle bei Fahrgästen angesteckt haben, kann man auch nur grob vermuten, aber nicht belegen.

und die Fahrerinnen und Fahrer fahren auch großteils ohne MNS....

Das liegt im Ermessen jedes Einzelnen, es gibt nur die Verpflichtung, beim Fahrerwechsel, im Pausenraum und beim Betreten des Fahrgastraums eine Maske zu tragen.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
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abc

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #1036 am: 03. Dezember 2020, 09:15:02 »
Back2topic, da es hier ja eigentlich um die Öffis geht:
https://www.heute.at/s/keine-trennwaende-38-postbus-fahrer-an-corona-erkrankt-100115591
in dem Artikel ist die Rede vom Postbus va. im Osten; wie sieht das bei den Wiener Linien aus? Weil da gibt's ja außer den Baustellenbandln bei der ersten Sitzreihe auch keinen Schutz

Es gibt die Plexiglaswände in den E1 und die quergestellte Fahrerplatztür in den E2. Somit ist eine Grunddistanz zu den Fahrgästen vorhanden. Ob bei den erwähnten Autobussen die Vordertür gesperrt ist, weiß ich nicht.

Also bei den Regionalbussen, mit denen ich zwischen den Lockdowns unterwegs war, konnte man immer vorn einsteigen und sogar Fahrkarten kaufen. Und das dürfte auch der große Unterschied zu den WL sein, wo ja das Flatterband automatisch für eine nötige Distanz sorgt.

Ferry

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #1037 am: 03. Dezember 2020, 12:57:01 »
Also bei den Regionalbussen, mit denen ich zwischen den Lockdowns unterwegs war, konnte man immer vorn einsteigen und sogar Fahrkarten kaufen.

Momentan auch in Regionalbussen nicht. Mit einer Netzkarte für die Zone 100 muss man sich, sofern man über die Stadtgrenze will, das Ticket im Vorhinein online besorgen. Vorne einsteigen und Ticket beim Fahrer kaufen ist momentan nicht möglich, ganz analog zu den WL.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #1038 am: 03. Dezember 2020, 13:27:18 »
Back2topic, da es hier ja eigentlich um die Öffis geht:
https://www.heute.at/s/keine-trennwaende-38-postbus-fahrer-an-corona-erkrankt-100115591
in dem Artikel ist die Rede vom Postbus va. im Osten; wie sieht das bei den Wiener Linien aus? Weil da gibt's ja außer den Baustellenbandln bei der ersten Sitzreihe auch keinen Schutz

Es gibt die Plexiglaswände in den E1 und die quergestellte Fahrerplatztür in den E2. Somit ist eine Grunddistanz zu den Fahrgästen vorhanden. Ob bei den erwähnten Autobussen die Vordertür gesperrt ist, weiß ich nicht.

Also bei den Regionalbussen, mit denen ich zwischen den Lockdowns unterwegs war, konnte man immer vorn einsteigen und sogar Fahrkarten kaufen. Und das dürfte auch der große Unterschied zu den WL sein, wo ja das Flatterband automatisch für eine nötige Distanz sorgt.
Im ersten Lockdown und jetzt war/ist ein Einstieg vorne und dementsprechend auch Ticketkauf im Regionalbus nicht möglich (16.3. bis bis 17.5. und 17.11. bis 6.12.). Dazwischen ging es aber.

S. Böck

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #1039 am: 03. Dezember 2020, 16:00:28 »
Das wird in den Bundesländern bzw Verkehrsverbünden offenbar unterschiedlich gehandhabt. Ich konnte am Montag im Pongau sowohl vorne in die Busse einsteigen als auch eine Fahrkarte kaufen. Es gab keine Plexiglaswand oder sonstigen Schutz für den Lenker.

WVB

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #1040 am: 03. Dezember 2020, 17:27:15 »
Das wird in den Bundesländern bzw Verkehrsverbünden offenbar unterschiedlich gehandhabt.
Sogar innerhalb des VOR ist es unterschiedlich. Beim Zuklinbus (Südraum) kann man z.b. seit März weder vorne einsteigen noch Fahrkarten kaufen.

Ferry

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #1041 am: 04. Dezember 2020, 17:02:27 »
Im ersten Lockdown und jetzt war/ist ein Einstieg vorne und dementsprechend auch Ticketkauf im Regionalbus nicht möglich (16.3. bis bis 17.5. und 17.11. bis 6.12.). Dazwischen ging es aber.

Stimmt, eine Zeitlang ging es nicht, dann schon und seit kurzem wieder nicht. Du glaubst, dass das ab 6.12. wieder anders wird? Der Lockdown bleibt ja (in etwas gelockerter Form) bis 6.1.2021 aufrecht.
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Autobusfan

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #1042 am: 04. Dezember 2020, 21:23:57 »
Es hieß meines Wissens, dass es vorerst bis 6.12. so ist, und es gab (zumindest bis gestern) keine neuen Informationen. Außerdem ist der Lockdown ja schon seit 3.11. in Kraft, keinen Einstieg vorne mehr gibt es ja erst seit den Verschärfungen Mitte November, welche ja jetzt mehr oder weniger wieder aufgehoben werden.

Kanitzgasse

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #1043 am: 05. Dezember 2020, 17:22:34 »
Die 2. COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung, die am Montag in Kraft tritt und die COVID-19-Notmaßnahmenverordnung ablöst, bedeutet für Benützer öffentlicher Verkehrsmittel Folgendes:
In der Zeit von 6 bis 20 Uhr ist für die Benützung von Massenbeförderungsmitteln keinerlei Begründung notwendig. Man dürfte also auch einfach damit hin- und herfahren, ohne etwa zur Erholung ins Freie zu wollen – was selbstverständlich höchst unvernünftig und nicht ratsam ist und hoffentlich auch niemand tun wird.
Von 20 bis 6 Uhr ist der Aufenthalt außerhalb des eigenen privaten Wohnbereichs wieder nur zu den schon bekannten Zwecken zulässig, darunter zur körperlichen und psychischen Erholung im Freien. Auch zu diesen Fahrten ins Freie dürfen die Massenbeförderungsmittel verwendet werden.

t12700

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #1044 am: 05. Dezember 2020, 22:29:32 »
Fährt man denn am Montag 7.12.2020 nach Ferienplan? ???

Zumindest die Linie 6 scheint das zu tun, denn da wurde aufgrund der Baustelle bei der Geiereckstrasse für den kommenden Montag extra ein eigener Plan erstellt, wonach der 6er im Ferienintervall unterwegs sei! Ist das angesichts des ersten Schultags (und der Öffnung des Handels) bei den derzeitigen Coronazahlen eine verantwortungsvolle Entscheidung? Ich denke nicht...

LG t12700
Auf dass uns die E1 noch lange erhalten bleiben!

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #1045 am: 07. Dezember 2020, 05:46:13 »
Fährt man denn am Montag 7.12.2020 nach Ferienplan? ???

Zumindest die Linie 6 scheint das zu tun, denn da wurde aufgrund der Baustelle bei der Geiereckstrasse für den kommenden Montag extra ein eigener Plan erstellt, wonach der 6er im Ferienintervall unterwegs sei! Ist das angesichts des ersten Schultags (und der Öffnung des Handels) bei den derzeitigen Coronazahlen eine verantwortungsvolle Entscheidung? Ich denke nicht...

LG t12700
Die verantwortungsvolle Entscheidung ist, nicht wie alle anderen Idioten die Geschäfte zu stürmen. Dann ist auch der Ferienplan am 6er halb so tragisch. ;)

t12700

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #1046 am: 07. Dezember 2020, 07:38:06 »
Man fährt nun doch auch am 6er im Schulplan! :up:

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nord22

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #1047 am: 19. Dezember 2020, 00:00:08 »
Zitat aus krone.at:
"Ab dem 18. Jänner werde man auf großflächige und regelmäßige Testungen für bestimmte Berufsgruppen setzen. „Das Ziel ist, dass wir ab dem 18. Jänner trotz der Pandemie wieder Urlaub in Österreich oder den Besuch einer Kultureinrichtung wieder möglich machen, allerdings mit einem Test, der davor durchgeführt wird“, sagte Kurz. In vielen Berufsgruppen sei das verpflichtende (Testen) ohnehin bereits jetzt schon üblich.
Für folgende Berufsgruppen wird die wöchentliche Teilnahme an den Corona-Massentests verpflichtend sein:

Lehrer und Elementarpädagogen
Friseure und körpernahe Dienstleistungen
Handel (nur wenn direkter Kundenkontakt)
Verkehr (alle Personen mit Fahrgastkontakt)
Gesundheit (alle Berufe mit Patientenkontakt)
Bauwirtschaft (bevorzugt auf betrieblicher Ebene)"

Völlig offen ist, wie diese periodischen Tests im Fahrdienst bei den W.L. organisiert werden. Die Gemeinde Wien und die W.L. müssen jedenfalls sicherstellen, dass das Fahrpersonal der W.L. systematisch und unabhängig von irgendwelchen öffentlichen Massentests mit langen Wartezeiten wie vorgeschrieben jede Woche getestet wird. Als geeignete Örtlichkeiten kommen Betriebsbahnhöfe und Garagen in Frage. Spannend wird auch, wieviel Fahrbedienstete wegen eines positiven CoV19 Testergebnisses (inkl. aussagekräftigem PCR Test) in Quarantäne müssen und ob es auf einzelnen Deinststellen CoV19 Cluster gibt.

nord22

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #1048 am: 19. Dezember 2020, 14:37:55 »
Zitat aus krone.at:
"Ab dem 18. Jänner werde man auf großflächige und regelmäßige Testungen für bestimmte Berufsgruppen setzen. „Das Ziel ist, dass wir ab dem 18. Jänner trotz der Pandemie wieder Urlaub in Österreich oder den Besuch einer Kultureinrichtung wieder möglich machen, allerdings mit einem Test, der davor durchgeführt wird“, sagte Kurz. In vielen Berufsgruppen sei das verpflichtende (Testen) ohnehin bereits jetzt schon üblich.
Für folgende Berufsgruppen wird die wöchentliche Teilnahme an den Corona-Massentests verpflichtend sein:

.....
Verkehr (alle Personen mit Fahrgastkontakt) ......"


Völlig offen ist, wie diese periodischen Tests im Fahrdienst bei den W.L. organisiert werden. Die Gemeinde Wien und die W.L. müssen jedenfalls sicherstellen, dass das Fahrpersonal der W.L. systematisch und unabhängig von irgendwelchen öffentlichen Massentests mit langen Wartezeiten wie vorgeschrieben jede Woche getestet wird. Als geeignete Örtlichkeiten kommen Betriebsbahnhöfe und Garagen in Frage. Spannend wird auch, wieviel Fahrbedienstete wegen eines positiven CoV19 Testergebnisses (inkl. aussagekräftigem PCR Test) in Quarantäne müssen und ob es auf einzelnen Deinststellen CoV19 Cluster gibt.

nord22

Das Fahrpersonal kann damit nicht gemeint sein, denn das hat in der Regel keinen direkten Fahrgastkontakt und hält sich ohnedies abgeschottet - entweder in eigener Faherkabine oder in Sicherheitsabstand - von seinen Beförderungsfällen auf.
Ich denke da eher an das Service- bzw. Security-Personal, die ja des öfteren mit Maskenlosen zu tun haben (sollten).

95B

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Re: Coronavirus und die Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr
« Antwort #1049 am: 19. Dezember 2020, 17:12:38 »
Zitat aus krone.at:
"Ab dem 18. Jänner werde man auf großflächige und regelmäßige Testungen für bestimmte Berufsgruppen setzen. „Das Ziel ist, dass wir ab dem 18. Jänner trotz der Pandemie wieder Urlaub in Österreich oder den Besuch einer Kultureinrichtung wieder möglich machen, allerdings mit einem Test, der davor durchgeführt wird“, sagte Kurz. In vielen Berufsgruppen sei das verpflichtende (Testen) ohnehin bereits jetzt schon üblich.
Für folgende Berufsgruppen wird die wöchentliche Teilnahme an den Corona-Massentests verpflichtend sein:

.....
Verkehr (alle Personen mit Fahrgastkontakt) ......"


Völlig offen ist, wie diese periodischen Tests im Fahrdienst bei den W.L. organisiert werden. Die Gemeinde Wien und die W.L. müssen jedenfalls sicherstellen, dass das Fahrpersonal der W.L. systematisch und unabhängig von irgendwelchen öffentlichen Massentests mit langen Wartezeiten wie vorgeschrieben jede Woche getestet wird. Als geeignete Örtlichkeiten kommen Betriebsbahnhöfe und Garagen in Frage. Spannend wird auch, wieviel Fahrbedienstete wegen eines positiven CoV19 Testergebnisses (inkl. aussagekräftigem PCR Test) in Quarantäne müssen und ob es auf einzelnen Deinststellen CoV19 Cluster gibt.

nord22

Das Fahrpersonal kann damit nicht gemeint sein, denn das hat in der Regel keinen direkten Fahrgastkontakt und hält sich ohnedies abgeschottet - entweder in eigener Faherkabine oder in Sicherheitsabstand - von seinen Beförderungsfällen auf.
Ich denke da eher an das Service- bzw. Security-Personal, die ja des öfteren mit Maskenlosen zu tun haben (sollten).

Die Formulierung ist halt wie so oft schwammig und unklar, aber ich tendiere ebenfalls dazu, mich der Interpretation von Gast1090 anzuschließen. Das gesamte Fahrpersonal wöchentlich zu testen, ist nur mit immensem Aufwand zu schaffen, schließlich müssten die Teststationen aufgrund der unterschiedlich gelagerten Schichten fast rund um die Uhr zugänglich sein.
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