Autor Thema: Verschiedene Fragen über Wiener Straßenbahnbetrieb  (Gelesen 4122 mal)

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Tatra T3

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Re: Verschiedene Fragen über Wiener Straßenbahnbetrieb
« Antwort #30 am: 02. September 2020, 22:35:45 »
Auf https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/chronik/wien/233644_Ulf-Umruestung-nach-Brand.htmlfindet sich dieses Bild:
(Image removed from quote.)
(finde kein anderes verwertbares Bild, bei dem der ULF in der kurve steht).

Die beiden Elemente vor und hinter der ersten bzw. der  letzten "Achse" sind miteinander starr verbunden. Wenn der ULF in die Kurve einfährt, dann bleibt die erste "Achse" erst einmal starr, weil das Gelenk nicht knicken kann. Erst wenn dann das zweite Gelenk knickt,  hat man den Winkel, um das die erste "Achse" eingelenkt werden muss. Bis dahin schleift das Rad in der Schiene am Rand.

Vielen Dank haidi!

Es geht besser jetzt. Den Einfluß auf die Schienen muss aber echt groß sein.
Es war eher das Problem,dass die Bugachse schon aus dem Gleisbogen in der Geraden aber das Gelenksportal noch im Bogen (Bugmodul geht bis zum ersten Gelenksportal). Dies hat man durch 2 Blattfedern seitlich an den Achslagergehäusen entschärft am Bugmodul.
Die Anlenkung erfolgt von Gelenksportal zu Gelenksportal über Gestänge,Umlenkhebel und Dreieckslenker am Gelenk. Es lenkt somit das erste (Gelenks)Portal das nachfolgende schon vorab ein.


Danke für ihre Meinungen.

Die Situation zwischen zwei Modulen, die nicht Bug oder Ende sind, kann ich mich vorstellen. Aber der erste und letzte Radpaaren sind noch nicht ganz klar. Bedeutet das, dass es eine mechanische Verbindung (Gestänge) zwischen der ersten Radpaar und der ersten Gelenk gibt?

Ein spannendes Thema diese ULF-Technik...

Tatra T3

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Re: Verschiedene Fragen über Wiener Straßenbahnbetrieb
« Antwort #31 am: 02. September 2020, 22:42:10 »

Alle noch in Wien vorhandenen E1 sind im Referat Nord (Bhf. Floridsdorf und Kagran) stationiert. Am ehesten kann man sie - unter der Woche! - auf den Linien 25 und 26 antreffen (am 30er habe ich schon einige Zeit keine mehr gesehen; möglicherweise ist das ab 7.9. anders).

Und selbst wenn. In Floridsdorf kommen alle vorbei.

Danke für ihre Erkentnnise Klingelfee und Ferry!

haidi

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Re: Verschiedene Fragen über Wiener Straßenbahnbetrieb
« Antwort #32 am: 03. September 2020, 03:02:08 »
Man war rein auf die Zahl 100% Niederflur geil, sonst wurde das Hirn dabei ausgeschaltet.

Es gibt zig andere Konstruktionen, die zu 100% Niederflur sind. Aber du biegst dir die Realität sowieso immer zurecht, damit sie in dein vorgefasstes Bild passt – Hauptsache die von dir verhassten Niederflurfahrzeuge/Kinderwagen/Teamleiter/Disponenten/etc. sind an allem schuld.
Er hat nur das halbe Problem geschrieben. Die 100% Niederflur (die im Prinzip ja auch unnötig sind) sind weniger das Problem. Das wirkliche Problem ist, dass man unbedingt die geringste Einstiegshöhe haben wollte, damit erst hat man sich die massiven Probleme teuer erkauft.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

tramway.at

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Re: Verschiedene Fragen über Wiener Straßenbahnbetrieb
« Antwort #33 am: 03. September 2020, 09:53:20 »
Die Situation zwischen zwei Modulen, die nicht Bug oder Ende sind, kann ich mich vorstellen. Aber der erste und letzte Radpaaren sind noch nicht ganz klar. Bedeutet das, dass es eine mechanische Verbindung (Gestänge) zwischen der ersten Radpaar und der ersten Gelenk gibt?
Harald A. Jahn, www.tramway.at

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Tatra T3

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Re: Verschiedene Fragen über Wiener Straßenbahnbetrieb
« Antwort #34 am: 03. September 2020, 10:03:03 »
Perfekt! Danke schön tramway.at

denond

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Re: Verschiedene Fragen über Wiener Straßenbahnbetrieb
« Antwort #35 am: 03. September 2020, 11:05:51 »
Die 100% Niederflur (die im Prinzip ja auch unnötig sind)    ....das wirkliche Problem ist, dass man unbedingt die geringste Einstiegshöhe haben wollte, damit erst hat man sich die massiven Probleme teuer erkauft.

Genau um das geht es.
Auch in so manchen Posts zwischen @ T1 und mir. Ich bin grundsätzlich nicht gegen Niederflur, aber verwehre mich gegen eine Form, die so horrenden Schaden an Oberbau, Gleis und eigentlich, ja, auch am Fahrzeug selbst anrichtet. Ich soll als WL Betrieb machen und keine Steh-Fahrzeuge in meinem Fahrzeugpark haben.
Warum funktioniert es ohne große Probleme in Krakau mit einem EU8N, einem Krakowiak, in Prag mit einem T15, im Saarland mit bereits seit Jahren, genau seit 1997 in Betrieb stehenden Felxity Link 1001 bis 1028 in der Achsform Bo’Bo’Bo’Bo’ z.B., dieses Fahrzeug in modernisierter Form auch für die Badner Bahn in Zukunft? Überall dort, wo echte Drehgestelle in Fahrzeugen verbaut sind, habe ich in keinster Weise irgenwo als Betrieb ein Problem, abgesehen vom normalen Verschleiß.

Wenn ich ein Fahrzeug habe, erstes und letztes Fahrwerk als Drehgestell ausgebildet, dazwischen ein, zwei Senftenmodule mit adäquatem Fahrwerk eingebaut um 18cm (oder weniger) Einstiegshöhe zu erreichen, erfüllt das den Zweck. Es können Rollstuhlfahrer, Kinderwägen in bestimmter Anzahl und sonst noch was alles im Mittelteil des Zuges mitgenommen werden. So einfach wäre es, so einfach könnte ich mir viel Ärger ersparen...

4498

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Re: Verschiedene Fragen über Wiener Straßenbahnbetrieb
« Antwort #36 am: 03. September 2020, 12:06:00 »
Die Fahrer sind zum befördern der Fahrgäste da und nicht für die Kaltverformung von KFZ und produzieren von Störungen. Es gibt nun mal Stellen, wo man als Straßenbahnfahrer ggf. nachläßt, um Unfälle zu vermeiden und so die Fahrgäste sicher und nach Möglichkeit pünktlich von A nach B zu bringen.

@4498:
Die von Klingelfee geschilderte Fahrweise nennt man "vorausschauendes Fahren" und zeichnet einen guten Fahrer/ Lenker eigentlich aus, der Übersicht im Straßenverkehr besitzt. Es gehört auch manchmal dazu - obwohl man im Recht wäre - nachzulassen, um eben einen Vorfall zu vermeiden.

Kein Bediensteter in einer Verkehrskanzlei hätte mit dir eine Freude, denn deine geschilderte - offensichtlich von Aggression geprägte - Vorgehensweise am Fahrerplatz würde nur andauernd zu Betriebsmeldungen führen. Und wenn da dann noch "Vorsätzlichkeit" nachgewiesen werden könnte (auch der gegnerische Verkehrsteilnehmer bzw. sein Rechtsverdreher sind nicht blöd), dann würdest du sehr oft auch vor dem Kadi stehen und viel Geld zahlen müssen und so manche private Anklage ebenfalls über dich ergehen lassen müssen.
Dann hätte man Erdberg viel früher zusperren müssen, denn da war es schon üblich.

T (L-3-Wagenzug) hält bei Rot bei der Wassergasse stadteinwärts. Es wird grün, die ersten beiden Autos ziehen nebenan an der Straßenbahn vorbei und aufs Gleis, Straßenbahner schaltet normal die Serie auf. Als 3. Auto gibt ein alter Käfer noch Gas, Straßenbahner hält die Serie, blickt nach rechts und schaltet im "richtigen" Moment fast voll die Parallele auf, um dem Käfer seine elegante hintere Radabdeckung einzudrücken.

Anderer Fall, Geamat am 18er, Schlachthausgasse Richtung Südbahnhof, Höhe Markhofgasse (Hainburger Weg). Stau, Autos stehen neben dem Gleis bzw. dann halt auf dem Gleis. Straßenbahn zieht vor bis hinter das erste Auto, das im Lichtraum steht und steht damit neben einem Auto, das schräg zum Gleis neben dem Gleis steht. Bei der Weiterfahrt fahren Auto und Straßenbahn gleichzeitig an, da der Autofahrer die neben ihm stehende und und nun anfahrende Straßenbahn übersehen hat. Straßenbahnfahrer beobachtet die Situation die ganze Zeit und meldet sich nach dem Knirschen beim Autofahrer mit den Worten "ich wollte eh ausweichen, habs aber nicht geschafft". Das gleiche hat übrigens der am T danach auch gesagt.

Das Gesetz spricht vom Vertrauensgrundsatz, ich darf auf korrektes Verhalten vertrauen, außer ein nicht korrektes Verhalten ist erkennbar. Ab diesem Zeitpunkt und nicht schon davor muss ich reagieren.

In beiden Fällen, im besonderen aber beim 18er, war das Fehlverhalten vorerst nicht erkennbar.

Ein kleiner Ausflug, ich kehre am Ende dieses Ausflugs zur Straßenbahn zurück. Ich bin mit den Inlineskates am Radweg in der Wagramer Straße gefahren (Gehsteigradweg). Ein Auto kommt in der Nebenfahrbahn entgegen und setzt den Blinker zu einer Ausfahrt, die ich gleich überqueren werde. Ich beobachte das Auto , sehe aber bald, dass er nicht in die Ausfahrt rein will, sondern genau parallel zum Fahrbahnrand stehen bleiben will. Damit kein Konfliktpunkt. In dem Moment dreht eine auf dem Gehsteig stehende Frau ihren Kinderwagen auf den Radweg, die wollte also genau zu dem Auto. Ich weiche Richtung eines Verkehrszeichens aus, um dort abzustoppen. Ich verletze mich dabei leicht und zerstörw meinen Handschoner, da auf dem Mast eine Zeitungsaufhängungsbefestigung ist.

Die Leute, das waren noch mehr, ignorieren mich einfach, setzen das Kind aus dem Kinderwagen ins Auto, verladen den Kinderwagen ins Auto. In meinem Schock weiß ich nicht mehr, welche der Frauen den Kinderwagen gelenkt hat und damit den Unfall verursacht hat.

Ich werde einfach ignoriert. Dem Fahrer des Autos sage ich noch, er soll jetzt nicht wegfahren, denn sonst hilft er zur Fahrerflucht. Auch er ignoriert mich und fährt weg.

Meine Erkenntnis: Wäre ich nicht ausgewichen und hätte den Kinderwagen niedergeschoben (ich hätte nur in die Hocke gehen müssen, dann wäre mir vielleicht weniger passiert) hätten die mich nicht mehr ignorieren können. Und das habe ich mir gemerkt.

Und seitdem kümmere ich mich auf Fahrrad und Co nur mehr um meine eigene Sicherheit. Mit dem Auto bin ich seit meinem Führerschein (1984) unfallfrei unterwegs, mit dem Fahrrad gab es dann (zur Zeit, als ich noch Fahrrad fuhr) etwa eine Blechberührung pro Monat, allerdings ohne Verletzungen meinerseits. Und ohne Schuld.

Und nun zurück zur Straßenbahn: Das geschilderte Problem mit Radwegen ist das gleiche wie mit der Straßenbahn. Seitlich geführte Radwege sind nichts anderes als der Rechtsabbieger am Ring. Das ist nun einmal gefährlicher als eine normale Führung, wo sich alle einen bis mehrere allgemein genutzte Fahrstreifen teilen. Solche Situationen gibt es überall, ich wundere mich auch, warum Autofahrer beim Rechtsabbiegen immer zuerst nach links schwenken (Donaufelder Straße -> Dückegasse). Ja die Straßenbahnfahrer wissen das auch und fahren nicht vor, aber ich sehe keinen Grund, warum man damit rechnen muss. Und das Gesetz sieht auch keinen Grund.

Gefällt mir: So stellt sich der kleine Maxi die Welt des straßenbahnfahrens vor.
Der kleine Maxi sieht diese Situationen sehr wohl, sonst hätte er beim Radfahren schon längst unfallbedingte Verletzungen davongetragen, wundert sich über das Verhalten der Straßenbahner. Und was das interne anbelangt, sollte die Personalvertretung doch auf der Seite des Personals stehen.


haidi

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Re: Verschiedene Fragen über Wiener Straßenbahnbetrieb
« Antwort #37 am: 03. September 2020, 17:35:18 »
Meine Erkenntnis: Wäre ich nicht ausgewichen und hätte den Kinderwagen niedergeschoben (ich hätte nur in die Hocke gehen müssen, dann wäre mir vielleicht weniger passiert) hätten die mich nicht mehr ignorieren können. Und das habe ich mir gemerkt.

Und seitdem kümmere ich mich auf Fahrrad und Co nur mehr um meine eigene Sicherheit. Mit dem Auto bin ich seit meinem Führerschein (1984) unfallfrei unterwegs, mit dem Fahrrad gab es dann (zur Zeit, als ich noch Fahrrad fuhr) etwa eine Blechberührung pro Monat, allerdings ohne Verletzungen meinerseits. Und ohne Schuld.

Ich habe mir vorgenommen - und bete mir das immer wieder vor - dass ich bei einem unvermeidbaren Unfall immer den Schuldtragenden ins Boot nehme. Wenn man es schafft, diesen zu verschonen und nur mit einem Unbeteiligten zusammenstößt ist der Schuldtragende weg und die Problem mit Schadenersatz beginnen.

ich wundere mich auch, warum Autofahrer beim Rechtsabbiegen immer zuerst nach links schwenken (Donaufelder Straße -> Dückegasse).
Das machen nur LKW-Fahrer - Merksatz: LKW sind alle Fahrzeuge ab der Größe eines Smart.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

Tatra T3

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Re: Verschiedene Fragen über Wiener Straßenbahnbetrieb
« Antwort #38 am: 16. September 2020, 21:41:43 »
Gruß euch,

Nach ein paar Tagen seit meinen ersten Fragen, habe ich noch einige Unklarheiten und Bemerkungen über die Wiener Straßenbahnen gesammelt. Helft ihr mir, bitte, um diese zu antworten?

1) Die E1 sind wunderbare Fahrzeugen! Bis letzte Woche bin ich in keiner PCC-Konzept Straßenbahn mit Fahrschalter gefahren. Über die Zweckdienlichkeiten für den Verkehr im Jahr 2020 kann man sich natürlich streiten, trotzdem wenn man auf der Bank hinter den Fahrer sitz, geht es wirklich um einem Konzert :D

Meine Frage ist, ob die Tafeln mit Linienbezeichnung nicht zu viel oft entwendet sind. Meiner Wissens nach sind diese nicht fest angebracht...

2) Warum waren die E2 mit einem Fahrschalter geliefert, wenn man in 1978 schon modernste Steuerungstechniken in Westeuropa benutzt hat?

3) Kann man irgendwie nur dank einem Blick auf die Straßenbahn schnell erkennen zu welchem Bahnhof (Referat) gehört sie und auf welchem Kurs ist sie unterwegs?

4) Warum ausprägt man nicht die Niederflurzüge in die Fahrpläne? Oder besser gesagt, warum ändert sich Tag von Tag, ob ein Kurs mit einem Hochflurer oder Niederflurer gefahren ist...?

Klingelfee

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Re: Verschiedene Fragen über Wiener Straßenbahnbetrieb
« Antwort #39 am: 17. September 2020, 06:10:37 »

Gruß euch,

Nach ein paar Tagen seit meinen ersten Fragen, habe ich noch einige Unklarheiten und Bemerkungen über die Wiener Straßenbahnen gesammelt. Helft ihr mir, bitte, um diese zu antworten?

1) Die E1 sind wunderbare Fahrzeugen! Bis letzte Woche bin ich in keiner PCC-Konzept Straßenbahn mit Fahrschalter gefahren. Über die Zweckdienlichkeiten für den Verkehr im Jahr 2020 kann man sich natürlich streiten, trotzdem wenn man auf der Bank hinter den Fahrer sitz, geht es wirklich um einem Konzert :D

Meine Frage ist, ob die Tafeln mit Linienbezeichnung nicht zu viel oft entwendet sind. Meiner Wissens nach sind diese nicht fest angebracht...
Welche Tafel meinst du da? Aber die Befestigung der Liniensignaltafeln hat sich zumindest seit der Zeit, wo ich bei der WL bin nicht verändert.

2) Warum waren die E2 mit einem Fahrschalter geliefert, wenn man in 1978 schon modernste Steuerungstechniken in Westeuropa benutzt hat?
Das musst du diejenigen befragen, die seinerzeit die Entscheidung über den Ankauf der Fahrzeuge getroffen haben. Allerdings gebe ich dir zu bedenken, dass der E2 zum Ausliefungszeitpunkt keinen Fahrschalter, wie der E1, sondern ein Schaltwerk hatte.  Mittlerweile sind die Fahrzeuge umgebaut und haben eine Tyristorsteuerung

3) Kann man irgendwie nur dank einem Blick auf die Straßenbahn schnell erkennen zu welchem Bahnhof (Referat) gehört sie und auf welchem Kurs ist sie unterwegs?
Zumindest nicht von Aussen. Die Kursnummer ist nur auf einem Display am Fahrerplatz erkennbar. Da jedoch auch im Störungsfall die Züge die Kursnummern ändern, kann man auf Grund der Kursnummer nicht feststellen, wo der Zu hingehört. Und sollte eine Störung auftreten, was ein abstellen des Zuges notwendig macht, dann entscheidet der Disponent, so wir der Zug bei einer Linie, die von 2 Dienststellen betrieben wird, auch öfters auf der "fremden" Dienststellen abgestellt. Ich weiß, dass es für die Straßenbahnfreunde oft lebenswichtig ist, wo welcher Zug beheimatet ist. Mir erschließt dieses Interessen nicht.

4) Warum ausprägt man nicht die Niederflugzüge in die Fahrpläne? Oder besser gesagt, warum ändert sich Tag von Tag, ob ein Kurs mit einem Hochflurer oder Niederflurer gefahren ist...?
Dieses haben die WL einmal ausprobiert. Allerdings wurde dies nach kurzer Zeit wieder eingestellt, da es für die Disponenten ein wesentlich größerer Aufwand war nach einer Störung die Linie wieder auf gerade zu bringen und überhaupt in den Endstationsbereichen eine wesentliche Verschlechterung war, denn eben damit die Niederflurzüge planmässig waren, diese die Endstationen wesentlich seltener gesehen haben, als ein Hochflurzug. Und mittlerweile sind sachon so viele Niederflurzüge unterwegs, dass dies mMn in Papierform nicht mehr notwendig ist. In allen Onlinefahrplänen sind NIederflurfahrzeuge mit einer Ankunftszeit von <70 angezeigt.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

Tatra T3

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Re: Verschiedene Fragen über Wiener Straßenbahnbetrieb
« Antwort #40 am: 17. September 2020, 09:50:14 »
Danke für deine Antwort, Klingelfee.

Welche Tafel meinst du da? Aber die Befestigung der Liniensignaltafeln hat sich zumindest seit der Zeit, wo ich bei der WL bin nicht verändert.

Die Tafeln, die sich in dem hinteren Teil des Fahrgastraums befinden.

Das musst du diejenigen befragen, die seinerzeit die Entscheidung über den Ankauf der Fahrzeuge getroffen haben. Allerdings gebe ich dir zu bedenken, dass der E2 zum Ausliefungszeitpunkt keinen Fahrschalter, wie der E1, sondern ein Schaltwerk hatte. 

Mein Fehler, ich habe den Schaltwerk als Farhschalter übergesetzt.

Zumindest nicht von Aussen. Die Kursnummer ist nur auf einem Display am Fahrerplatz erkennbar. Da jedoch auch im Störungsfall die Züge die Kursnummern ändern, kann man auf Grund der Kursnummer nicht feststellen, wo der Zu hingehört. Und sollte eine Störung auftreten, was ein abstellen des Zuges notwendig macht, dann entscheidet der Disponent, so wir der Zug bei einer Linie, die von 2 Dienststellen betrieben wird, auch öfters auf der "fremden" Dienststellen abgestellt. Ich weiß, dass es für die Straßenbahnfreunde oft lebenswichtig ist, wo welcher Zug beheimatet ist. Mir erschließt dieses Interessen nicht.

Wie kann man aber die ganze Ausläufe auf der Linien mit genauen Wagen- und Kursnummer hier in den Forum schreiben?

Dieses haben die WL einmal ausprobiert. Allerdings wurde dies nach kurzer Zeit wieder eingestellt, da es für die Disponenten ein wesentlich größerer Aufwand war nach einer Störung die Linie wieder auf gerade zu bringen und überhaupt in den Endstationsbereichen eine wesentliche Verschlechterung war, denn eben damit die Niederflurzüge planmässig waren, diese die Endstationen wesentlich seltener gesehen haben, als ein Hochflurzug. Und mittlerweile sind sachon so viele Niederflurzüge unterwegs, dass dies mMn in Papierform nicht mehr notwendig ist. In allen Onlinefahrplänen sind NIederflurfahrzeuge mit einer Ankunftszeit von <70 angezeigt.

Manchmal kommt es aber, dass eine Linie mit "Schlangen" von Hochflurzüge (die mit mehrere Niederflurzüge befolgen sind) verkehrt ist. Dass finde ich als Schande in einem Betrieb, wo mehr als eine Halbe von Fahrzeugpark schon niederflur ist.

Klingelfee

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Re: Verschiedene Fragen über Wiener Straßenbahnbetrieb
« Antwort #41 am: 17. September 2020, 10:08:13 »
Zumindest nicht von Aussen. Die Kursnummer ist nur auf einem Display am Fahrerplatz erkennbar. Da jedoch auch im Störungsfall die Züge die Kursnummern ändern, kann man auf Grund der Kursnummer nicht feststellen, wo der Zu hingehört. Und sollte eine Störung auftreten, was ein abstellen des Zuges notwendig macht, dann entscheidet der Disponent, so wir der Zug bei einer Linie, die von 2 Dienststellen betrieben wird, auch öfters auf der "fremden" Dienststellen abgestellt. Ich weiß, dass es für die Straßenbahnfreunde oft lebenswichtig ist, wo welcher Zug beheimatet ist. Mir erschließt dieses Interessen nicht.

Wie kann man aber die ganze Ausläufe auf der Linien mit genauen Wagen- und Kursnummer hier in den Forum schreiben?
Indem die User hier zu einem gewissen Zeitpunkt die Fahrzeugnummern mitschreiben und dann ggf. auf die entsprechenden Kursnummern legen. Allerdings sind die Kursnummern dann immer mit vorsicht zu geniesen, denn manchmal stimmen die Kursnummern wegen vorrangegangen Störungen oder austauschen von Zügen vor dem Einziehen nicht mit dem Plan überein. Züge werden ausgetauscht, damit Züge mit kleinen Defekten oder auch Hochflurer vorzeitig in den Remisen verschwinden.

Dieses haben die WL einmal ausprobiert. Allerdings wurde dies nach kurzer Zeit wieder eingestellt, da es für die Disponenten ein wesentlich größerer Aufwand war nach einer Störung die Linie wieder auf gerade zu bringen und überhaupt in den Endstationsbereichen eine wesentliche Verschlechterung war, denn eben damit die Niederflurzüge planmässig waren, diese die Endstationen wesentlich seltener gesehen haben, als ein Hochflurzug. Und mittlerweile sind sachon so viele Niederflurzüge unterwegs, dass dies mMn in Papierform nicht mehr notwendig ist. In allen Onlinefahrplänen sind NIederflurfahrzeuge mit einer Ankunftszeit von <70 angezeigt.

Manchmal kommt es aber, dass eine Linie mit "Schlangen" von Hochflurzüge (die mit mehrere Niederflurzüge befolgen sind) verkehrt ist. Dass finde ich als Schande in einem Betrieb, wo mehr als eine Halbe von Fahrzeugpark schon niederflur ist.

Dies muss man von 2 Seiten betrachten. Klar hast du mehrere Hochflurer hintereinander. Dies hast du aber mehrere Gründe.

1.) Die Hochflurer sind von verschiedenen Linien und sind bedingt durch unterschiedliche Umlaufzeiten auch bei jeden Umlauf anders gereiht.

2.) Die Züge wurden nach einer Behinderung umgereiht und für die meisten Fahrgäste ist es immer noch besser, dass mehrere Hochflurer hintereinander kommen, als dass man nach einer Störung mehrer Kurse teilweise ausfallen läßt, nur damit es eine gute Durchmischung zwischen Hochflurer und Niederflurer gibt.

3.) Und schlußendlich, dass nach Möglichkeit nach 22:00 Uhr (15 min Intervall) keine Hochflurer mehr auf der Strecke sind.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

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Re: Verschiedene Fragen über Wiener Straßenbahnbetrieb
« Antwort #42 am: 17. September 2020, 10:17:05 »
Vielen Dank, Klingelfee.

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Ferry

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Re: Verschiedene Fragen über Wiener Straßenbahnbetrieb
« Antwort #43 am: 17. September 2020, 11:08:08 »
Wie kann man aber die ganze Ausläufe auf der Linien mit genauen Wagen- und Kursnummer hier in den Forum schreiben?

Soviel ich mitbekommen habe, werden wohl Wagen- aber nicht Kursnummern angegeben. Eben, weil diese von außen nicht erkennbar sind, im Gegensatz zB. zu Prag, wo bei den modernen Fahrzeugen auch die Kursnummer angezeigt wird.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

Tatra T3

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Re: Verschiedene Fragen über Wiener Straßenbahnbetrieb
« Antwort #44 am: 17. September 2020, 12:11:44 »
Danke Ferry!

Wie kann man aber die ganze Ausläufe auf der Linien mit genauen Wagen- und Kursnummer hier in den Forum schreiben?

Soviel ich mitbekommen habe, werden wohl Wagen- aber nicht Kursnummern angegeben. Eben, weil diese von außen nicht erkennbar sind.

Das ist Wahr. Ich musste das vermengen.


Im Gegensatz zB. zu Prag, wo bei den modernen Fahrzeugen auch die Kursnummer angezeigt wird.

Genau. Aber auch bei den alten Fahrzeugen kann man in Prag dank einen Tafel hinter die vordere Wagenfenster den Kurs sowie die Bahnhofsangehörigkeit erkennen.