Autor Thema: [PL] Impressionen aus Krakau  (Gelesen 484099 mal)

Straßenbahn Graz und 2 Gäste betrachten dieses Thema.

13er

  • Verkehrsstadtrat
  • **
  • Beiträge: 27820
Re: [PL] Impressionen aus Krakau
« Antwort #735 am: 28. August 2014, 14:51:37 »
Manamocybogówjego
???
Zweiter Fall von "der die Kraft der Götter hat" :D
Mit uns kommst du sicher... zu spät.

Konstal 105Na

  • Verkehrsführer
  • *
  • Beiträge: 2697
  • Polenkorrespondent
Re: [PL] Impressionen aus Krakau
« Antwort #736 am: 28. August 2014, 15:38:03 »
Manamocybogówjego
???
Zweiter Fall von "der die Kraft der Götter hat" :D

Mającego moc bogów oder którego ma moc bogów.  ;) Ersteres klingt in dieser Situation besser und lautet übersetzt "des die Kraft der Götter habenden", zweiteres bedeutet "dessen die Kraft der Götter hat".  8)
po sygnale odjazdu nie wsiadac

Tramwaycafe

  • Zugführer
  • *
  • Beiträge: 744
Re: [PL] Impressionen aus Krakau
« Antwort #737 am: 29. August 2014, 20:45:45 »
Die Altstadtdurchquerung ist natürlich ein Muss für einen Krakaubesuch. Dabei hat es mir weniger der Plac Wszystkich Świętych angetan, der im übrigen ganz straight-forward aussprechbar ist¹ :D , sondern vielmehr die Dominikańska, die Auffahrt von der Poczta Główna zu besagtem Platz. Hier einmal ein ganz anderer Wagentyp, der im Gegensatz zum abgebildeten Wagen in aller Regel vollverhunztworben herumfährt: Ein NGT6. Soweit mit LEDs ausgestattet, sind diese Wägen ob der Taktung ihres Displays wirklich schlecht in Bewegung fotografierbar; der abgebildete Wagen 2034 fährt als 18er nach Krowodrza Górka, wie hoffentlich lesbar ist ;) Gestalterisch kein solches Highlіght wie die NGT8 sind sie dennoch angenehm in ihrer Fahrweise und durchaus elegant. Die Aufnahme ist wiederum vom 20. August.

[1] Hauptproblem für mich ist dabei das «y»: Ist das nun eher ein i oder eher ein e? In der Haltestellenansage meinte ich gerade beim Plac Wszystkich Świętych einmal das eine, einmal das andere gehört zu haben

95B

  • Verkehrsstadtrat
  • **
  • Beiträge: 31533
  • Anti-Klumpert-Beauftragter
Re: [PL] Impressionen aus Krakau
« Antwort #738 am: 29. August 2014, 23:18:48 »
Hauptproblem für mich ist dabei das «y»: Ist das nun eher ein i oder eher ein e? In der Haltestellenansage meinte ich gerade beim Plac Wszystkich Świętych einmal das eine, einmal das andere gehört zu haben

Es ist ein Laut zwischen i und e, etwa wie ein geböhmakeltes ü.

Dass du eine Haltestellenansage wirklich so deutlich vernommen hast, grenzt in Krakau an ein Wunder. Wenn es überhaupt welche gibt, sind die meistens so leise, dass man fast gar nichts hört. Ich muss aber dazu sagen, dass sich meine Wahrnehmung fast ausschließlich auf die E1+C3 bezieht (und die dortigen Werkstattler wissen wahrscheinlich nicht, wo der Lautstärkeregler ist).
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

Konstal 105Na

  • Verkehrsführer
  • *
  • Beiträge: 2697
  • Polenkorrespondent
Re: [PL] Impressionen aus Krakau
« Antwort #739 am: 29. August 2014, 23:33:54 »
Dass du eine Haltestellenansage wirklich so deutlich vernommen hast, grenzt in Krakau an ein Wunder. Wenn es überhaupt welche gibt, sind die meistens so leise, dass man fast gar nichts hört. Ich muss aber dazu sagen, dass sich meine Wahrnehmung fast ausschließlich auf die E1+C3 bezieht

Bei den E1 sind die Ansagen zum Teil wirklich leise, es wurde aber besser. Vor ein paar Jahren hat man sie fast überhaupt nicht gehört, jetzt sind in gefühlten 40-50% der E1 die Ansagen deutlich hörbar. In den NGT6, NGT8, GT8S, N8 und EU8N sind sie aber meistens sehr gut hörbar.

Hauptproblem für mich ist dabei das «y»: Ist das nun eher ein i oder eher ein e?

Wie 95B schon schrieb, es ist ein Laut zwischen i und e, ein dunkles i. Ähnlich dem türkischen ı.
po sygnale odjazdu nie wsiadac

95B

  • Verkehrsstadtrat
  • **
  • Beiträge: 31533
  • Anti-Klumpert-Beauftragter
Re: [PL] Impressionen aus Krakau
« Antwort #740 am: 29. August 2014, 23:37:59 »
In den NGT6, NGT8, GT8S, N8 und EU8N sind sie aber meistens sehr gut hörbar.

Damit fahre ich kaum, da es sich meistens gut vermeiden lässt. Fast alle Relationen sind mit E1 und/oder Konstal zu bewältigen. :) Die anderen Typen nehme ich nur, wo es nicht anders geht bzw. wenn es nur wenige Haltestellen sind.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

Tramwaycafe

  • Zugführer
  • *
  • Beiträge: 744
Re: [PL] Impressionen aus Krakau
« Antwort #741 am: 30. August 2014, 09:41:46 »
Dass du eine Haltestellenansage wirklich so deutlich vernommen hast, grenzt in Krakau an ein Wunder. Wenn es überhaupt welche gibt, sind die meistens so leise, dass man fast gar nichts hört. Ich muss aber dazu sagen, dass sich meine Wahrnehmung fast ausschließlich auf die E1+C3 bezieht
Bei den E1 sind die Ansagen zum Teil wirklich leise, es wurde aber besser.

Dieses Thema wäre eines der nächsten gewesen, die ich ansprechen wollte. Die Haltestellenansagen funktionieren in allen Tramtypen außer den Konstal-Wägen ziemlich zuverlässig; müssen sie eigentlich von Hand weitergeschaltet werden? So manches Mal klaffte Realität und Ansage die eine oder andere Haltestelle auseinander…

Aber die Lautstärke, tja. Zwischen unhörbar und schwer vernehmbar, außer das Fahrzeug steht gerade, was eher unwahrscheinlich ist, wenn die Ansagen typischerweise erst knapp vor der nächsten Haltestelle erklingen. Das unvermittelte Loslegen der Ansage ohne Gong oder andere Einleitung halte ich für verbesserungswürdig und ist mir im deutschsprachigen Raum von größeren Netzen nur aus Stuttgart bekannt. Was wird eigentlich bei den Tram-/Busknoten zusätzlich angesagt? Klingt für mich wie «Mosch…sch…sch…sch…linie tramwajowe i autobusowe» (vier Wörter hintereinander ohne Sche-Laut, ja sogar ohne Diakritika >:D)
 
Hauptproblem für mich ist dabei das «y»: Ist das nun eher ein i oder eher ein e?
Wie 95B schon schrieb, es ist ein Laut zwischen i und e, ein dunkles i. Ähnlich dem türkischen ı.

Danke! Hmmmm… Wenn mich meine nicht mehr allzu jugendlichen Schweinsohren nicht täuschen, klingt für mich das y unterschiedlich, ob's betont wird oder nicht. Der Allerheiligenplatz hörte sich für mich, grob vereinfacht, wie «Wschistkich Schwjentech» an, mit dem zweiten y nahe einem Schwa-Laut. Trügt mich das oder ist's nachvollziehbar?


So, und jetzt verscherze ich es mir mit 95B ;), denn wir kommen zu einem der Highlights im Wagenpark, den GT8S. Die Kombination späten Düwag-Hochflurwagenbaus mit ebenso später Schaltwerkskonstruktion ist einfach gediegen-klassisch-verlässliche Qualität im Fahrkomfort, dazu ist das Design zeitlos elegant. Fangen wir in der Schleife Cichy Kącik an, wo Wagen 3049 am 20. August noch die Gromadzka als Zielanzeige führt, um am nächsten Tag schon auf einer anderen Linie (3? 6? 23?) eingesetzt zu werden. Ganz exquisit passt dem Wagen übrigens die Farbgebung, finde ich.

95B

  • Verkehrsstadtrat
  • **
  • Beiträge: 31533
  • Anti-Klumpert-Beauftragter
Re: [PL] Impressionen aus Krakau
« Antwort #742 am: 30. August 2014, 10:46:20 »
Was wird eigentlich bei den Tram-/Busknoten zusätzlich angesagt? Klingt für mich wie «Mosch…sch…sch…sch…linie tramwajowe i autobusowe» (vier Wörter hintereinander ohne Sche-Laut, ja sogar ohne Diakritika >:D)
"Możliwość przesiadki na inne linie tramwajowe i autobusowe" – "Umsteigemöglichkeit zu anderen Straßenbahn- und Autobuslinien", ein meiner Meinung nach reichlich sinnloser Text.
 
Danke! Hmmmm… Wenn mich meine nicht mehr allzu jugendlichen Schweinsohren nicht täuschen, klingt für mich das y unterschiedlich, ob's betont wird oder nicht. Der Allerheiligenplatz hörte sich für mich, grob vereinfacht, wie «Wschistkich Schwjentech» an, mit dem zweiten y nahe einem Schwa-Laut. Trügt mich das oder ist's nachvollziehbar?

Ein -y am Wortende ist dem e etwas näher. Möglicherweise trifft das auch auf -ych zu. ???

So, und jetzt verscherze ich es mir mit 95B ;), denn wir kommen zu einem der Highlights im Wagenpark, den GT8S. Die Kombination späten Düwag-Hochflurwagenbaus mit ebenso später Schaltwerkskonstruktion ist einfach gediegen-klassisch-verlässliche Qualität im Fahrkomfort, dazu ist das Design zeitlos elegant.

Paaaah, Klumpert! :D

Ganz exquisit passt dem Wagen übrigens die Farbgebung, finde ich.

No na, die ist ja auch ein Plagiat der ursprünglichen Lackierung. Das weiße Band ist etwas dünner als in Düsseldorf und die Verzierung bei den Scheinwerfern ist vertikal gespiegelt.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

Konstal 105Na

  • Verkehrsführer
  • *
  • Beiträge: 2697
  • Polenkorrespondent
Re: [PL] Impressionen aus Krakau
« Antwort #743 am: 30. August 2014, 13:01:44 »
Das unvermittelte Loslegen der Ansage ohne Gong oder andere Einleitung halte ich für verbesserungswürdig und ist mir im deutschsprachigen Raum von größeren Netzen nur aus Stuttgart bekannt.

Das haben sich die Fahrgäste in einer Umfrage so gewünscht. Früher war es folgendermaßen: Fahrzeug fährt los, knapp danach ertönte die Ansage "Następny Przystanek [Haltestellenname]" (Nächste Haltestelle [Haltestellenname]). Kurz vor der Haltestelle ertönte ein Gong und der Haltestellenname wurde durchgesagt, eventuell noch der Zusatz mit den Umsteigemöglichkeiten und falls es die Endstation war, wurde noch "Koniec trasy. Prosimy opuścić pojazd. Dziękujemy za wspólną podróż" (wörtliche Übersetzung: Ende der Trasse. Wir bitten Sie, das Fahrzeug zu verlassen. Wir danken für die gemeinsame Reise) durchgesagt. Diesen Wortlaut gibt es bei den Endstationen noch heute.
Bei den Bedarfshaltestellen wird nach dem Namen noch der Zusatz "na żądanie" (wörtlich auf Verlangen, also auf Bedarf) hinzugefügt, damit die Fahrgäste auch wissen, dass man hier rechtzeitig den Haltewunsch äußern muss.

Ich bin deiner Meinung, auch wäre für einen Gong. Zwei mal muss es nicht angesagt werden, es hätte aber auch Vorteile. In Warschau gibt es übrigens auch keinen Gong. Hier sieht es folgendermaßen aus: Zug fährt los, danach ertönt  Ansage "Następny Przystanek [Haltestellenname]" (Nächste Haltestelle [Haltestellenname]) kurz vor der Haltestelle ertönt: Przystanek [Haltestellenname] (Haltestelle [Haltestellenname]) und eventuell noch Przystanek na żądanie (Haltestelle auf Bedarf).

Übrigens: In den letzten Jahren wurde die Stimme dreimal gewechselt. Bei der Verlängerung nach Czerwone Maki wurde die Stimme eines Profis durch einen MPK-Mitarbeiter ersetzt. Den Sprecher konnte man nicht mehr verwenden, da er verstorben ist.   :( Kurz nach dem der MPK-Mitarbeiter auftrat meldete sich jemand, der viel mit Klangtechnik und Aussprache zu tun hat, er arbeitet in einem Schulzentrum für gehörgeschädigte Kinder und weiß wie akkustisiche Information aufbereitet werden muss, wie man sprechen muss, damit auch solche Leute einen gut verstehen. MPK hörte sich seine mitgesendeten Proben an und entschied sich seine Stimme zu verwenden.  :up:
Dieser Sprecher wird bis heute verwendet und spricht sehr deutlich. Etwa spricht er das ę wirklich als nasales e aus und nicht als "en" wie es umgangssprachlich üblich ist.  ^-^ :up:

Die Haltestellenansagen müssen nicht händisch betätigt werden. Eventuell war aber am 20er aufgrund der Bauarbeiten und der geänderten Haltestellensituation etwas falsch programmiert oder nicht umprogrammiert und somit waren die Ansagen nicht richtig. Ich erlebe selten falsche Ansagen, manchmal kommt es vor, dass gar nichts angesagt wird. Meistens hilft dann ein Restart. Dann muss der Fahrer allerdings manuell bis zur gewünschen Haltestelle schalten, da ansonsten wieder von der Anfangsstation aus angesagt werden würde. Manche Fahrer tun sich das nicht an und warten bis zur Endstation.

Die 105Na haben in Krakau keine Haltestellenansagen.

linie tramwajowe i autobusowe» (vier Wörter hintereinander ohne Sche-Laut, ja sogar ohne Diakritika >:D)

Von diesen vier Wörtern ist auch nur eines polnisch/slawisch.  ;)
 
Danke! Hmmmm… Wenn mich meine nicht mehr allzu jugendlichen Schweinsohren nicht täuschen, klingt für mich das y unterschiedlich, ob's betont wird oder nicht. Der Allerheiligenplatz hörte sich für mich, grob vereinfacht, wie «Wschistkich Schwjentech» an, mit dem zweiten y nahe einem Schwa-Laut. Trügt mich das oder ist's nachvollziehbar?

Für jemanden der nicht oder nur gebrochen polnisch kann, kann sich ein y wenn es betont ist schon eher als ein i anhören. Betont wird in der Regel übrigens immer auf der vorletzten Silbe von ein paar Ausnahmen (es sind glaube ich um die 15-20 Wörter) ausgenommen. Diese Ausnahmen sind Internationalismen (z.B. Uniwersytet, hier wird die Silbe -er- betont) oder zusammengesetzte Wörter wie Rzeczpospolita oder Białystok. Einige Leute betonen aber auch hier die vorletzte Silbe. Auch bei Verben in der Vergangenheits- oder Möglichkeitsform wird nicht die vorletzte Silbe betont, obwohl hier immer mehr Polen auch die vorletzte Silbe betonen, was streng genommen falsch ist. So sollte man in pisaliśmy (wir schrieben) das a betonen und nicht das i.



um am nächsten Tag schon auf einer anderen Linie (3? 6? 23?) eingesetzt zu werden.

Eventuell auch auf einer anderen Linie, wo keine GT8S zum Einsatz kommen. Podgórze teilt an Werktagen einen GT8S als Reserve ein.

"Umsteigemöglichkeit zu anderen Straßenbahn- und Autobuslinien", ein meiner Meinung nach reichlich sinnloser Text.

Finde ich auch. Sinnvoller wäre es die Linien oder Richtungen anzusagen. Aber an vielen Haltestellen wäre dann die Haltestellenansage extrem lang. Im 4er würde sich das beim Rondo Mogilskie so anhören "Rondo Mogilskie, Umsteigemöglichkeit in Richtung Krowodrza Górka, Nowy Bieżanów, Kurdwanów, Czerwone Maki, Mały Płaszów, Mistrzejowice, Aleja Przyjaźni, Os. na Stoku, Powstańców Wielkopolskich, Szpital Rydygiera, Złocień, Ugorek, Prądnik Czerwony, Os. Kurdwanów.

Zudem gäbe es dann sicher köstliche Diskussionen welche Präposition bei gewissen Stadtteilen zu verwenden ist. Heißt es dann do Borku Fałęckiego oder na Borek Fałęcki? Stellt diese Frage einmal zwei Krakauern, das Ergebnis und die Argumentation könnten sehr interessant sein.  :D Die Richtungen immer im Nominativ und damit als Zitat aufzuzählen, klänge auch fremd.
Somit wäre die beste Lösung den Zusatz wegzulassen.

Als wärend er Bauarbeiten an der Schnürstelle für eine Woche die Straßenbahn nur bis Boisko Kabel (Sportplatz Kabel) fuhr, wurde bei der Bieżanowska der Busersatzverkehr durchgesagt. Das ist etwas, dass bei Baustellen wirklich sinnvoll wäre.

Es gibt noch einige weitere Ansagen. Bei der Anfangsstation werden die Linie und die Richtung durchgesagt, auf der der Wagen unterwegs ist. Das könnte man eventuell auch bei großen Umsteigeknoten kurz nach dem Öffnen der Türen ansagen.
Die häufigste Ansage (neben der Haltestellenansage) ist folgende: Bitte die Fahrscheine zur Kontrolle vorbereiten. Diese ertönt nachdem ein Kontrolleur sich dem Fahrer zu erkennen gibt und dieser die Entwerter blockiert.
Dann gibt es noch die Ansage "Klimatisiertes Fahrzeug. Wir bitten, die Fenster zu schließen." Ertönt sehr selten, die meisten Fahrgäste öffnen in klimatisierten Fahrzeugen ohnehin kein Fenster. Ebenso selten ertönt die Ansage "Bitte von den Türen zurücktreten", es gibt aber einen Fahrer in Podgórze der sie bei jedem Zentralen Schließen abspielt. Die Ansage ist für Situationen gedacht, wo der Fahrer die Türen nicht zentral schließen kann, da sich Fahrgäste oder Gegenstände im Türbereich befinden.
po sygnale odjazdu nie wsiadac

darkweasel

  • Obermeister
  • *
  • Beiträge: 3026
  • Kompliziertdenker
Re: [PL] Impressionen aus Krakau
« Antwort #744 am: 30. August 2014, 14:41:48 »
Was wird eigentlich bei den Tram-/Busknoten zusätzlich angesagt? Klingt für mich wie «Mosch…sch…sch…sch…linie tramwajowe i autobusowe» (vier Wörter hintereinander ohne Sche-Laut, ja sogar ohne Diakritika >:D)
"Możliwość przesiadki na inne linie tramwajowe i autobusowe" – "Umsteigemöglichkeit zu anderen Straßenbahn- und Autobuslinien", ein meiner Meinung nach reichlich sinnloser Text.
Auch nicht blöder als "Jakominiplatz, zentraler Umsteigepunkt, seeentral poooint of trääänsfer". :)

95B

  • Verkehrsstadtrat
  • **
  • Beiträge: 31533
  • Anti-Klumpert-Beauftragter
Re: [PL] Impressionen aus Krakau
« Antwort #745 am: 30. August 2014, 16:26:30 »
Finde ich auch. Sinnvoller wäre es die Linien oder Richtungen anzusagen. Aber an vielen Haltestellen wäre dann die Haltestellenansage extrem lang.

Das ist ein systemimmanenter Nachteil des (in Osteuropa standardmäßig verwendeten) Nachfrageliniennetzes, wo auf (fast) jeder Strecke mehrere Linien mit unterschiedlichen Zielen unterwegs sind. Im Gegensatz dazu ist das Wiener Netz ein Achsenliniennetz, wo mehrheitlich jede Strecke ihre eigene (und einzige) Stammlinie hat.

Wäre das Krakauer Netz nach westeuropäischem Schema aufgebaut, würde beispielsweise auf beiden Strecken nach Nowa Huta nur eine Linie fahren (und die dafür so dicht wie der Wiener 6er), etwa nach Wzgórza Krzesławickie und Os. Piastów. Alle anderen Linienäste von Nowa Huta würden nur bis Plac Centralny fahren. Entlang der Planty könnte es aber auch Durchgangslinien geben.

Zudem gäbe es dann sicher köstliche Diskussionen welche Präposition bei gewissen Stadtteilen zu verwenden ist. Heißt es dann do Borku Fałęckiego oder na Borek Fałęcki? Stellt diese Frage einmal zwei Krakauern, das Ergebnis und die Argumentation könnten sehr interessant sein.  :D Die Richtungen immer im Nominativ und damit als Zitat aufzuzählen, klänge auch fremd.

Wie unser "Umsteigen zuuu:".

Dann gibt es noch die Ansage "Klimatisiertes Fahrzeug. Wir bitten, die Fenster zu schließen."

Das könnte man in Wien auch einführen.

Ebenso selten ertönt die Ansage "Bitte von den Türen zurücktreten"

Entspricht unserem IBIS "3".

Zentralen Schließen

Das könnte man in Wien auch einführen. :)

Die Ansage ist für Situationen gedacht, wo der Fahrer die Türen nicht zentral schließen kann, da sich Fahrgäste oder Gegenstände im Türbereich befinden.

Apropos: Wieviele Verletzte und Tote gibt es durch das zentrale Schließen ohne Abfertigungshilfe, das – zu Hülf! – auch in nicht einsehbaren Linksbögen eingesetzt wird?
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

4463

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 5782
Re: [PL] Impressionen aus Krakau
« Antwort #746 am: 30. August 2014, 16:43:50 »
Zentralen Schließen

Das könnte man in Wien auch einführen. :)

Die Ansage ist für Situationen gedacht, wo der Fahrer die Türen nicht zentral schließen kann, da sich Fahrgäste oder Gegenstände im Türbereich befinden.

Apropos: Wieviele Verletzte und Tote gibt es durch das zentrale Schließen ohne Abfertigungshilfe, das – zu Hülf! – auch in nicht einsehbaren Linksbögen eingesetzt wird?
[ ] Dir ist klar, dass Wien mit anderen Städten nicht vergleichbar ist.  :P :lamp:
"das korrupteste Nest auf dem weiten Erdenrund"
Mark Twain über die Wienerstadt.

Tramwaycafe

  • Zugführer
  • *
  • Beiträge: 744
Re: [PL] Impressionen aus Krakau
« Antwort #747 am: 30. August 2014, 17:15:04 »
Das unvermittelte Loslegen der Ansage ohne Gong oder andere Einleitung halte ich für verbesserungswürdig und ist mir im deutschsprachigen Raum von größeren Netzen nur aus Stuttgart bekannt.
Das haben sich die Fahrgäste in einer Umfrage so gewünscht. Früher war es folgendermaßen: Fahrzeug fährt los, knapp danach ertönte die Ansage "Następny Przystanek [Haltestellenname]" (Nächste Haltestelle [Haltestellenname]). Kurz vor der Haltestelle ertönte ein Gong und der Haltestellenname wurde durchgesagt
…was ich von der Doppelansage her als die traditionelle osteuropäische und italienische Lösung kenne. Interessant, dass das abgeschafft wurde!

Dieser Sprecher wird bis heute verwendet und spricht sehr deutlich.
Das finde ich auch, soweit ich das beurteilen kann; und bei der einzigen E1-c3-Garnitur mit adäquater Lautstärke klang es wie in einem Polnischkurs :D
 
Für jemanden der nicht oder nur gebrochen polnisch kann, kann sich ein y wenn es betont ist schon eher als ein i anhören.
Genauso ging es mir übrigens beim Rondo Czyżyńskie; klang annähernd wie Czeżińskie für mich… Wie auch immer, polnisch beginnt langsam interessant zu werden >:D

Sinnvoller wäre es die Linien oder Richtungen anzusagen. Aber an vielen Haltestellen wäre dann die Haltestellenansage extrem lang. Im 4er würde sich das beim Rondo Mogilskie so anhören "Rondo Mogilskie, Umsteigemöglichkeit in Richtung Krowodrza Górka, Nowy Bieżanów, Kurdwanów, Czerwone Maki, Mały Płaszów, Mistrzejowice, Aleja Przyjaźni, Os. na Stoku, Powstańców Wielkopolskich, Szpital Rydygiera, Złocień, Ugorek, Prądnik Czerwony, Os. Kurdwanów.
Da gibt es viele Lösungen…
  • «Nächster Halt: Rondo Mogilskie. Dieser Zug fährt weiter über Rondo Grzegórzeckie und Aleja Pokoju nach Nowa Huta, Wzgórza Krzesławickie. In alle anderen Richtungen: Bitte umsteigen!»
  • «Nächster Halt: Rondo Mogilskie. Umsteigen zu den Linien 70, 125, …»
  • «Nächster Halt: Rondo Mogilskie. Umsteigen zu den Linien in Richtung Olsza, Rakowice, zum Hauptbahnhof Tunnel/Ost und in die ulica Mogilska.»

Ebenso selten ertönt die Ansage "Bitte von den Türen zurücktreten", es gibt aber einen Fahrer in Podgórze der sie bei jedem Zentralen Schließen abspielt. Die Ansage ist für Situationen gedacht, wo der Fahrer die Türen nicht zentral schließen kann, da sich Fahrgäste oder Gegenstände im Türbereich befinden.
«Attention à la fermeture automatique des portes!» >:D

"Możliwość przesiadki na inne linie tramwajowe i autobusowe"
Danke!
 
Ganz exquisit passt dem Wagen übrigens die Farbgebung, finde ich.
No na, die ist ja auch ein Plagiat der ursprünglichen Lackierung. Das weiße Band ist etwas dünner als in Düsseldorf und die Verzierung bei den Scheinwerfern ist vertikal gespiegelt.
Das ist ja das Geniale der Lackierung: Die schon hervorragende Düsseldorfer Lösung noch verbessert, etwa durch Änderung des blauen Scheinwerferüberdeckstreifens von einem Frowny in ein Smiley. Ist ein Detail, aber in der Autoindustrie verdienen viele Leute sehr viel Geld mit genau so etwas. Und wie fein, dass die E1 eine vergleichbare Farbgebung bekommen haben; sehr schnittig!


Bleiben wir am so schönen Westast des 20ers. Ich hatte das unglaubliche Glück, dass an allen drei fraglichen Tagen knapp vor Sonnenuntergang nochmals kurz die Sonne unter den Wolken hervorblinzelte und die Szenerie in fast unnatürlich wirkendes Licht tauchte, wie auf dieser Aufnahme beim Park Jordana neben der im Übrigen wirklich wunderbaren Błonia. Nochmals ein GT8S, weil's am 20. August war. Die fotografierten Fahrer waren ausnahmslos zwischen gleichgültig und sehr freundlich; ich hab' versucht, mich wie üblich eher im Hintergrund zu halten und nicht provokant zu fotografieren. Die Wagennummer sollte aus dem Foto hervorgehen ;)

HLS

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 9441
Re: [PL] Impressionen aus Krakau
« Antwort #748 am: 30. August 2014, 19:25:01 »
...ich hab' versucht, mich wie üblich eher im Hintergrund zu halten und nicht provokant zu fotografieren.
Wie zu deiner Ausrüstung gehört kein Stockerl?  >:D

Übrigens bisher eine sehr schöne Bebilderung sowie Beschreibung deiner Reise.  :up:
"Grüß Gott"

Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen. Dieter Nuhr

13er

  • Verkehrsstadtrat
  • **
  • Beiträge: 27820
Re: [PL] Impressionen aus Krakau
« Antwort #749 am: 30. August 2014, 21:08:19 »
ich hab' versucht, mich wie üblich eher im Hintergrund zu halten und nicht provokant zu fotografieren.
Ich bin dort mit dem Tele mitten am Gleis gestanden :D Allerdings musste er sowieso vor mir abbiegen, sonst wäre er ins Stockerl äh Stockgleis gefahren.
Mit uns kommst du sicher... zu spät.