Autor Thema: [DE] Berlin  (Gelesen 500094 mal)

Sendling und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Fahzeug Technik

  • Fahrer
  • ***
  • Beiträge: 320
Re: [DE] Berlin
« Antwort #870 am: 20. Februar 2026, 19:08:56 »
Die Urbanliner sind nicht das Problem, sondern die bröselnde U-Bahn-Infrastruktur, über die die Tram-Linien verlaufen.

Piefke

  • Zugführer
  • *
  • Beiträge: 855
Re: [DE] Berlin
« Antwort #871 am: 02. März 2026, 20:51:18 »
Straßenbahn TM33 3344 auf der Hochbahntrasse zwischen Flohmarkt am Nollendorfplatz und dem Türkischen Basar am Bahnhof Bülowstraße, Juli 1990.
(Foto: Gerd Danigel)

Piefke

  • Zugführer
  • *
  • Beiträge: 855
Re: [DE] Berlin
« Antwort #872 am: 24. April 2026, 20:43:19 »
Falls jemand zufällig in der Nähe ist: Historische Themenfahrten am Sonntag.
https://www.dvn-berlin.de/16_veranstaltungen/0601_themenfahrten.html

Piefke

  • Zugführer
  • *
  • Beiträge: 855
Re: [DE] Berlin
« Antwort #873 am: 27. April 2026, 13:18:33 »
Triebwagen 5984 (T 24/49)+Beiwagen 339 (B 24)+984 (B 06/27) auf Themenfahrt
vor Industriekulisse des ehemaligen Kabelwerk Oberspree (KWO) in der Wilhelminenhofstraße, am 26.04.2026.

Piefke

  • Zugführer
  • *
  • Beiträge: 855
Re: [DE] Berlin
« Antwort #874 am: 27. April 2026, 14:03:22 »
Triebwagen 219 481-3 (KT4D) fährt am ehemaligen Drehstrom-Kraftwerk von 1897 in Oberschöneweide, Wilhelminenhofstraße vorbei.
Fahrzeughistoriker mögen bemängeln, dass dieser Typ unmodernisiert hier selten bis nie eingesetzt war.
Wegen der Spannungsanhebung auf 750 Volt= ist man aber froh nach drei Jahren überhaupt wieder "was Altes" fahren zu können.

Operator

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 6541
Re: [DE] Berlin
« Antwort #875 am: Gestern um 12:38:25 »
Die letzte größere Neubaustrecke in Berlin war die Verlängerung  der Linie M10 zur Turmstraße.
Sonst tat sich dort recht wenig.
Auch die Schienen am Potsdamerplatz bleiben weiter ungenützt und liegen schon ewig dort ohne deren Benützung.

Ferry

  • Geschäftsführer
  • *
  • Beiträge: 12399
Re: [DE] Berlin
« Antwort #876 am: Gestern um 17:57:31 »
Die letzte größere Neubaustrecke in Berlin war die Verlängerung  der Linie M10 zur Turmstraße.
Sonst tat sich dort recht wenig.
Auch die Schienen am Potsdamerplatz bleiben weiter ungenützt und liegen schon ewig dort ohne deren Benützung.

Was soll/wird dort fahren?
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

Operator

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 6541
Re: [DE] Berlin
« Antwort #877 am: Gestern um 20:17:22 »
Die letzte größere Neubaustrecke in Berlin war die Verlängerung  der Linie M10 zur Turmstraße.
Sonst tat sich dort recht wenig.
Auch die Schienen am Potsdamerplatz bleiben weiter ungenützt und liegen schon ewig dort ohne deren Benützung.

Was soll/wird dort fahren?
Ich glaube, das wissen nicht mal die Stadtväter selbst, denn es gibt auch keinen fertigen Anschluss.
Hier ein Zitat von 13er im Jahre 2011: Beginnen wir gleich mit einem Kuriosum. Auf der Leipziger Straße liegen bis zum Potsdamer Platz bereits seit über einem Jahrzehnt ungenutzte Schienen, die eigentlich für eine neue Strecke Alexanderplatz - Leipziger Straße - Potsdamer Platz - Kulturforum gedacht waren. Die Strecke scheiterte aber bisher an Einsprüchen von Bundesrat und DaimlerChrysler und dürfte so bald nicht realisiert werden:

Der Einbügler

  • Schaffner
  • **
  • Beiträge: 153
Re: [DE] Berlin
« Antwort #878 am: Gestern um 22:06:40 »
Die Gleise sind dort, trotz Nichtnutzung, in weiten Bereichen schon völlig kaputt und teilweise auch schon geschnitten.
Sollte dort jemals was fahren müssen wäre vorher ein kompletter Neubau nötig.

Operator

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 6541
Re: [DE] Berlin
« Antwort #879 am: Gestern um 22:11:57 »
Die Gleise sind dort, trotz Nichtnutzung, in weiten Bereichen schon völlig kaputt und teilweise auch schon geschnitten.
Sollte dort jemals was fahren müssen wäre vorher ein kompletter Neubau nötig.
Also reine Geldverschwendung, auch wenn es schon zig Jahre her ist....

MK

  • RBL-Disponent
  • ***
  • Beiträge: 1902
Re: [DE] Berlin
« Antwort #880 am: Gestern um 23:04:29 »
Im Vergleich zur Berliner Stadtverwaltung schaut jede (wirklich jede!) österreichische Verwaltung extrem kompetent aus.

o_O

Floster

  • Fahrer
  • ***
  • Beiträge: 234
Re: [DE] Berlin
« Antwort #881 am: Heute um 08:20:05 »
Die letzte größere Neubaustrecke in Berlin war die Verlängerung  der Linie M10 zur Turmstraße.
Sonst tat sich dort recht wenig.
Auch die Schienen am Potsdamerplatz bleiben weiter ungenützt und liegen schon ewig dort ohne deren Benützung.

Was soll/wird dort fahren?
Geplant war die Verlängerung der Linie M4, aber die derzeit von der CDU geführte Senatsverkehrsverwaltung hat das Projekt gestoppt:
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1197424.tramausbau-ausbau-strassenbahnlinie-m-planungsstopp-aber-keine-sabotage.html

abc

  • Verkehrsführer
  • *
  • Beiträge: 2802
Re: [DE] Berlin
« Antwort #882 am: Heute um 09:28:21 »
Die letzte größere Neubaustrecke in Berlin war die Verlängerung  der Linie M10 zur Turmstraße.
Sonst tat sich dort recht wenig.
Auch die Schienen am Potsdamerplatz bleiben weiter ungenützt und liegen schon ewig dort ohne deren Benützung.

Was soll/wird dort fahren?
Geplant war die Verlängerung der Linie M4, aber die derzeit von der CDU geführte Senatsverkehrsverwaltung hat das Projekt gestoppt:
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1197424.tramausbau-ausbau-strassenbahnlinie-m-planungsstopp-aber-keine-sabotage.html

Man hat in den 90ern leider in einem Teil der Leipziger Straße den historischen Stadtgrundriss wiederhergestellt, also die Straße verschmälert und so eine eigene Trasse verunmöglicht. Das spielt zwar fachlich und faktisch keine Rolle, weil man die Bahn über die paar hundert Meter auch auf der Fahrbahn führen könnte, ist aber für die CDU und weite Teile der SPD denkunmöglich. Deshalb tut sich diese Strecke seit 30 Jahren schwer.

Die unrühmliche Rolle der SPD sei auch erwähnt - die Verkehrspolitik war nämlich der ausschlaggebende Punkt, sich in dieser Legislaturperiode für die Koalition mit der CDU zu entscheiden. Es gäbe im Parlament auch eine rot-rot-grüne Mehrheit. Infolgedessen wurde der Straßenbahnausbau de facto vollständig eingestellt und das in den letzten Jahren stark ausgebaute ÖV-Angebot wieder zusammengestrichen (natürlich nur "vorübergehend" und "zur Stabilisierung des Betriebs"). Die Anti-ÖV-Politik führt so weit, dass der eine Bus, der zur Anbindung eines Neubaugebiets im 20-min-Takt benötigt wird, durch eine Linienverkürzung anderswo ausgeglichen wird. Sprich: in einer Stadt mit tausenden Bussen darf es noch nicht mal einen einzigen Umlauf zusätzlich geben.

MK

  • RBL-Disponent
  • ***
  • Beiträge: 1902
Re: [DE] Berlin
« Antwort #883 am: Heute um 20:55:04 »
Man hat in den 90ern leider in einem Teil der Leipziger Straße den historischen Stadtgrundriss wiederhergestellt, also die Straße verschmälert und so eine eigene Trasse verunmöglicht. Das spielt zwar fachlich und faktisch keine Rolle, weil man die Bahn über die paar hundert Meter auch auf der Fahrbahn führen könnte, ist aber für die CDU und weite Teile der SPD denkunmöglich. Deshalb tut sich diese Strecke seit 30 Jahren schwer.

Nicht ganz, man hat nichts wiederhergestellt, sondern das ist noch die originale Breite. Der Rest der Straße wurde verbreitert (die Gebäude waren eh fast alle zerstört), was aber damals völlig unnötig war, da sie an der Mauer (ohne Grenzübergang) endete. Außerdem wäre sogar an der schmalsten Stelle genug Platz für eine Fahrspur pro Richtung, zwei Gehwege und zwei Straßenbahngleise - aber halt nicht mehr für weitere Fahr- oder Parkspuren.

Zitat
Die unrühmliche Rolle der SPD sei auch erwähnt - die Verkehrspolitik war nämlich der ausschlaggebende Punkt, sich in dieser Legislaturperiode für die Koalition mit der CDU zu entscheiden. Es gäbe im Parlament auch eine rot-rot-grüne Mehrheit. Infolgedessen wurde der Straßenbahnausbau de facto vollständig eingestellt und das in den letzten Jahren stark ausgebaute ÖV-Angebot wieder zusammengestrichen (natürlich nur "vorübergehend" und "zur Stabilisierung des Betriebs"). Die Anti-ÖV-Politik führt so weit, dass der eine Bus, der zur Anbindung eines Neubaugebiets im 20-min-Takt benötigt wird, durch eine Linienverkürzung anderswo ausgeglichen wird. Sprich: in einer Stadt mit tausenden Bussen darf es noch nicht mal einen einzigen Umlauf zusätzlich geben.

Richtig ist zwar, dass die CDU in Berlin stark gegen den ÖPNV eingestellt ist und die SPD kein Kontra gibt, aber die Ursache für die Entscheidung der SPD war es nicht. Tatsächlich war es eher die Bereitschaft der CDU, der SPD die Hälfte der Senatoren (also fünf) zu überlassen, obwohl sie fast zehn Prozentpunkte mehr hatte, weil sie sich unbedingt auf die Fahnen schreiben wollte, RRG beendet zu haben. Umgekehrt waren die Grünen waren nur 53 Stimmen hinter der SPD und stellten daher umfangreiche Forderungen, und einen dritten Koalitionspartner hätte es auch noch gegeben.

Dadurch, dass die Wahl 2023 eine Wiederholungswahl der Wahl 2021 war, findet die nächste Wahl aber bereits im September diesen Jahres statt. Nach derzeitigen Umfragen sind CDU, SPD, Grüne, AfD und Linke alle ungefähr gleich stark und alle anderen scheitern an der Fünfprozenthürde. Dann bliebe an realistischen Mehrheiten nur RRG, wobei aber völlig unklar ist, wer stärkste Partei wird und wer den regierenden Bürgermeister stellt. Alle anderen Optionen wären sehr unwahrscheinlich, außer schwarz-rot-grün, das wäre nur unwahrscheinlich.
o_O