Tramwayforum

Allgemeines => Viennensia => Thema gestartet von: tramway.at am 01. Februar 2012, 00:06:19

Titel: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 01. Februar 2012, 00:06:19
Ich stell's mal da rein, weil es ein Bild der umgeleiteten Linie 40 ist - aber eigentlich gehts um das schöne Haus in der Bildmitte: Das wird abgerissen, um einem neuen Hotel Platz zu machen...  >:( >:( >:(
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 68er am 01. Februar 2012, 00:22:06
Ist zwar OT, aber: schöne, alte Häuser in Gürtellage werden abgerissen, weil sie unbewohnbar sind. Sämtliche Zimmer sind straßenseitig wegen dem früher vorteilhaften Ausblick, hofseitig ist nur der Gang oder hin und wieder eine Küche oder ein ehemaliges Dienerkammerl.
Wenn man dort einen neuen Betonklotz mit Glasfassade hinstellt, kann man die Zimmer hofseitig anordnen und gürtelseitig eine mehrfache Verglasung.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 01. Februar 2012, 00:26:07
*schmacht* E1 am 38er, E1 am 40er... ein Traum!

Bei dem Haus bin ich mir nicht so sicher, ob das den üblichen Gürtel-Schnitt hat... abgesehen davon, so sehr ich sonst gegen Fenstertausch bin, aber hier kann man mit Dreischeiben-Schallschutzverglasung verdammt viel machen. Da stört der Vekehrslärm nur mehr wenn die Fenster offen sind. und ein Fenstertausch ist allemal billiger als ein Abbruch und Neubau!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 01. Februar 2012, 07:38:01
*schmacht* E1 am 38er, E1 am 40er... ein Traum!

Bei dem Haus bin ich mir nicht so sicher, ob das den üblichen Gürtel-Schnitt hat... abgesehen davon, so sehr ich sonst gegen Fenstertausch bin, aber hier kann man mit Dreischeiben-Schallschutzverglasung verdammt viel machen. Da stört der Vekehrslärm nur mehr wenn die Fenster offen sind. und ein Fenstertausch ist allemal billiger als ein Abbruch und Neubau!

Außerdem mag ich anmerken, dass das Grundstück nicht wirklich optimal ist: Der Bügeleisengrundriss erlaubt keine nennenswerte Steigerung der Nutzfläche durch Neubau. Ok, man zwängt halt zwei Stockwerke mehr rein, aber sonst?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Linie 41 am 01. Februar 2012, 08:36:06
Man sollte sich wohl eher was überlegen, um den Verkehr am Gürtel einzudämmen, denn unvermietbare schöne Wohnhäuser abzureißen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 01. Februar 2012, 08:42:34

Ist zwar OT, aber: schöne, alte Häuser in Gürtellage werden abgerissen, weil sie unbewohnbar sind. Sämtliche Zimmer sind straßenseitig wegen dem früher vorteilhaften Ausblick, hofseitig ist nur der Gang oder hin und wieder eine Küche oder ein ehemaliges Dienerkammerl.
Das ließe sich aber durch Umsetzen der Wände (oder überhaupt Entkernen) lösen.

Man sollte sich wohl eher was überlegen, um den Verkehr am Gürtel einzudämmen
Des hamma no nia...

*schmacht* E1 am 38er, E1 am 40er... ein Traum!
:up: :up: :up:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 01. Februar 2012, 09:20:09
Man sollte sich wohl eher was überlegen, um den Verkehr am Gürtel einzudämmen, denn unvermietbare schöne Wohnhäuser abzureißen.

Du meinst wohl Spekulationsobjekte abreissen.
Unvermietbar sind Wohnungen in anderen Lagen auch. Oder würdest du gern neben der U2 Aspernstraße im ersten Stock wohnen, mit freiem Blick auf grauen Beton? Leiser ists dort auf jeden Fall, aber wohnen können dort nur blinde.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 01. Februar 2012, 09:33:13
Man sollte sich wohl eher was überlegen, um den Verkehr am Gürtel einzudämmen, denn unvermietbare schöne Wohnhäuser abzureißen.

Du meinst wohl Spekulationsobjekte abreissen.
Unvermietbar sind Wohnungen in anderen Lagen auch. Oder würdest du gern neben der U2 Aspernstraße im ersten Stock wohnen, mit freiem Blick auf grauen Beton? Leiser ists dort auf jeden Fall, aber wohnen können dort nur blinde.

Unvermietbar ist in Wien - wie auch in anderen Städten Österreichs - prinzipiell keine Wohnung, da es einen Mangel gibt. Dzt. wird einem das ärgste Loch zu Apothekerpreisen aus der Hand gerissen. Der Wohnungsneubau kann derzeit mit Ach und Weh den Bedarf der Zuwanderung decken, aber es gibt in Wien praktisch keinen "strategischen Leerstand" mehr, welcher aber notwendig ist, damit der Bestand übersiedeln kann.

http://derstandard.at/1310512302709/Wohnungsmarkt-40000-suchen-eine-gefoerderte-Wohnung-in-Wien (http://derstandard.at/1310512302709/Wohnungsmarkt-40000-suchen-eine-gefoerderte-Wohnung-in-Wien)

Warum braucht man den Leerstand zum Übersiedeln? Damit eine Wohnung frei werden kann, muss ja erst der Bewohner in eine andere Wohnung ziehen können, die bereits frei ist. Vgl. das Geduldspiel mit 3x3 Feldern, bei dem man die Zahlen in die richtige Reihenfolge schieben muss, da muss auch ein Feld frei sein, damit man überhaupt beginnen kann.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 01. Februar 2012, 09:48:31
*schmacht* E1 am 38er, E1 am 40er... ein Traum!

Bei dem Haus bin ich mir nicht so sicher, ob das den üblichen Gürtel-Schnitt hat... abgesehen davon, so sehr ich sonst gegen Fenstertausch bin, aber hier kann man mit Dreischeiben-Schallschutzverglasung verdammt viel machen. Da stört der Vekehrslärm nur mehr wenn die Fenster offen sind. und ein Fenstertausch ist allemal billiger als ein Abbruch und Neubau!

Ich möchte nicht hinter einer SChallschutzverglasung leben müssen, ich hab gern offene Fenster, vor allem im Frühling.

Hannes
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 01. Februar 2012, 10:08:56
Unvermietbar ist in Wien - wie auch in anderen Städten Österreichs - prinzipiell keine Wohnung, da es einen Mangel gibt. Dzt. wird einem das ärgste Loch zu Apothekerpreisen aus der Hand gerissen. Der Wohnungsneubau kann derzeit mit Ach und Weh den Bedarf der Zuwanderung decken, aber es gibt in Wien praktisch keinen "strategischen Leerstand" mehr, welcher aber notwendig ist, damit der Bestand übersiedeln kann.

http://derstandard.at/1310512302709/Wohnungsmarkt-40000-suchen-eine-gefoerderte-Wohnung-in-Wien (http://derstandard.at/1310512302709/Wohnungsmarkt-40000-suchen-eine-gefoerderte-Wohnung-in-Wien)

Warum braucht man den Leerstand zum Übersiedeln? Damit eine Wohnung frei werden kann, muss ja erst der Bewohner in eine andere Wohnung ziehen können, die bereits frei ist. Vgl. das Geduldspiel mit 3x3 Feldern, bei dem man die Zahlen in die richtige Reihenfolge schieben muss, da muss auch ein Feld frei sein, damit man überhaupt beginnen kann.

Da ich grad selbst eine neue Wohnung gesucht und gefunden hab, kann ich dir sagen es ist zum großen Teil nur leere Propaganda, dass mit dem Wohnungsnotstand.
Weil allein schon die Schlagzeile: 40000 suchen eine geförderte Wohnung. Nicht geförderten Wohnraum gibts auch noch. Teuer aber da.

Bei uns im, alten Bau, stehen Wohnung ca. 1-2 Jahre leer. Aber nicht weils leerstehen sollen, sondern weils niemanden finden der darin wohnen möchte. Viele meinen ja um 300€ monatlich auf 150m² wohnen zu können. Das spielts nur nicht und deswegen sind so viele auf "Wohnungssuche".
Auch geförderter Wohnraum ist halt nicht billig. Wenn ich im Bekanntenkreis von der neuen Wohnung rede, werdens alle neidisch und wollen auch dort wohnen, wenn ich ihnen dann aber sag wieviel Eigenmittel und Miete inkl. BK zu zahlen sinds sagens gleich: "Na soviel will ich nicht zahlen." Darauf sag ich dann immer wohnen ist nicht gratis und Wohnungen die was darstellen, Kosten auch als geförderter gleich um ein Hauseck mehr.

Bestes Beispiel dafür war ein Block in der Kaiserebersdorferstraße.
Eine Wohnung im Dachgeschoss mit ca. 100m² und 4 Zimmer: Kosten monatl. ca. 650€ - Eigenmittel ca. 58000€
Selber Block nur im 2.Stock mit freiem Blick auf Beton und die Kaiserbersdorfer selbe Grundfläche: ca. 450€ - Eigenmittel ca. 38000€

Der Ausblick der oberen Wohnung ist auch nicht viel besser, dafür ist sie aber wesentlich sonniger.

Hier mehr Info.
http://www.architekt-stelzhammer.at/kaiserebersdorf.html (http://www.architekt-stelzhammer.at/kaiserebersdorf.html)


Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Linie 41 am 01. Februar 2012, 10:35:32
Wobei sich bei den heutigen Mietpreisen zum Teil die Frage stellt, ob nicht ein Eigentumserwerb im Endeffekt sinnvoller ist – selbst wenn die Wohnung 30 Jahre der Bank gehört.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: invisible am 01. Februar 2012, 11:22:52

Bei uns im, alten Bau, stehen Wohnung ca. 1-2 Jahre leer. Aber nicht weils leerstehen sollen, sondern weils niemanden finden der darin wohnen möchte. Viele meinen ja um 300€ monatlich auf 150m² wohnen zu können. Das spielts nur nicht und deswegen sind so viele auf "Wohnungssuche".


Das ist eine Seite... die andere erleb ich grad, weil ich einer Freundin suchen helfe: In den üblichen Immobilienbörsen gibts nichts unter 10€/qm - und das sind dann meist irgendwelchen tollen Erdgeschoß-Wohnungen wo dir die Passanten reinspucken können - 'normal' sind derzeit eher 15€/qm. Highlight bis jetzt waren 25qm im 17. (allerdings auch keine irgendwie extra-gute Lage) um wohlfeile €550,- +Strom +HK.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 13er am 01. Februar 2012, 11:25:02
Diese Immobilienblase wird auch noch irgendwann platzen. Die Gier ist ein Schwein.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: TH am 01. Februar 2012, 11:27:23
Und was haben die Mietpreise mit dem 40er zutun ?  ???
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 01. Februar 2012, 11:35:36
Bei uns im, alten Bau, stehen Wohnung ca. 1-2 Jahre leer. Aber nicht weils leerstehen sollen, sondern weils niemanden finden der darin wohnen möchte. Viele meinen ja um 300€ monatlich auf 150m² wohnen zu können. Das spielts nur nicht und deswegen sind so viele auf "Wohnungssuche".
Auch geförderter Wohnraum ist halt nicht billig. Wenn ich im Bekanntenkreis von der neuen Wohnung rede, werdens alle neidisch und wollen auch dort wohnen, wenn ich ihnen dann aber sag wieviel Eigenmittel und Miete inkl. BK zu zahlen sinds sagens gleich: "Na soviel will ich nicht zahlen." Darauf sag ich dann immer wohnen ist nicht gratis und Wohnungen die was darstellen, Kosten auch als geförderter gleich um ein Hauseck mehr.

Bestes Beispiel dafür war ein Block in der Kaiserebersdorferstraße.
Eine Wohnung im Dachgeschoss mit ca. 100m² und 4 Zimmer: Kosten monatl. ca. 650€ - Eigenmittel ca. 58000€
Selber Block nur im 2.Stock mit freiem Blick auf Beton und die Kaiserbersdorfer selbe Grundfläche: ca. 450€ - Eigenmittel ca. 38000€

Der Ausblick der oberen Wohnung ist auch nicht viel besser, dafür ist sie aber wesentlich sonniger.

Hier mehr Info.
http://www.architekt-stelzhammer.at/kaiserebersdorf.html (http://www.architekt-stelzhammer.at/kaiserebersdorf.html)

Hast du dir schon einmal überlegt, dass es nicht ums zahlen wollen, sondern ums können geht?

Wo kriegt man heutzutage noch eine Wohnung für unter 500 Euro im Monat, außer durch Förderungen? Dann rechne, was dir dann von einem Nettoverdienst von 750-800 Euro (das ist z.B. im Einzelhandel üblich) noch zum Leben bleibt. Selbst wenn zwei Leute verdienen, es kann einer den Job verlieren. Oder stell dir vor, was passiert, wenn Kinder unterwegs sind, der Eiskasten kaputt geht, oder sonst ein menschliches Disaster ins Haus steht (z.B. Krankheit), das gleichzeitig auch ein finanzielles ist.

Nicht alle Leute haben Akademikergehalt, und auch viele Akademiker müssen mit 1300 netto auskommen. Speziell Jungakademiker, die vielleicht noch höhere Ausgaben wegen Familiengründung haben, haben dank des Senioritätsprinzips ein sehr geringes Einstiegsgehalt. Und mit der Jobsituation ist es auch so, dass man heute nicht wissen kann, ob man sein gutes Einkommen in zwei, drei Jahren immer noch haben wird.

Gut zu wissen, dass du nicht in dieser unangenehmen Situation bist  :up:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: TH am 01. Februar 2012, 11:39:35


Nicht alle Leute haben Akademikergehalt, und auch viele Akademiker müssen mit 1300 netto auskommen. Speziell Jungakademiker, die vielleicht noch höhere Ausgaben wegen Familiengründung haben, haben dank des Senioritätsprinzips ein sehr geringes Einstiegsgehalt. Und mit der Jobsituation ist es auch so, dass man heute nicht wissen kann, ob man sein gutes Einkommen in zwei, drei Jahren immer noch haben wird.

Gut zu wissen, dass du nicht in dieser unangenehmen Situation bist  :up:

Dann wars eine falsche Lebensentscheidung, Akademiker zu werden.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 01. Februar 2012, 11:46:00


Nicht alle Leute haben Akademikergehalt, und auch viele Akademiker müssen mit 1300 netto auskommen. Speziell Jungakademiker, die vielleicht noch höhere Ausgaben wegen Familiengründung haben, haben dank des Senioritätsprinzips ein sehr geringes Einstiegsgehalt. Und mit der Jobsituation ist es auch so, dass man heute nicht wissen kann, ob man sein gutes Einkommen in zwei, drei Jahren immer noch haben wird.

Gut zu wissen, dass du nicht in dieser unangenehmen Situation bist  :up:

Dann wars eine falsche Lebensentscheidung, Akademiker zu werden.

Herrlich! Ich stell mir gerade eine Welt vor, in der alle Leute Lobbyisten, Banker und Juristen sind. Niemand müsste in Armut leben  ;)

PS: –-> in den Small Talk mit den Mietpreisen?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 01. Februar 2012, 12:10:43

Ist zwar OT, aber: schöne, alte Häuser in Gürtellage werden abgerissen, weil sie unbewohnbar sind. Sämtliche Zimmer sind straßenseitig wegen dem früher vorteilhaften Ausblick, hofseitig ist nur der Gang oder hin und wieder eine Küche oder ein ehemaliges Dienerkammerl.
Das ließe sich aber durch Umsetzen der Wände (oder überhaupt Entkernen) lösen.

Bei dem Grundstück kannst nicht viel ändern - das hast einen spitzen kleinen Hof, udn wahrscheinlich steht im Zwickel das Stiegenhaus. Aber ob das so unvermietet war weiss ich garnicht, auf meinem Bild sieht es sehr bewohnt und durchaus gepflegt aus.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: luki32 am 01. Februar 2012, 12:13:57


Nicht alle Leute haben Akademikergehalt, und auch viele Akademiker müssen mit 1300 netto auskommen. Speziell Jungakademiker, die vielleicht noch höhere Ausgaben wegen Familiengründung haben, haben dank des Senioritätsprinzips ein sehr geringes Einstiegsgehalt. Und mit der Jobsituation ist es auch so, dass man heute nicht wissen kann, ob man sein gutes Einkommen in zwei, drei Jahren immer noch haben wird.

Gut zu wissen, dass du nicht in dieser unangenehmen Situation bist  :up:

Dann wars eine falsche Lebensentscheidung, Akademiker zu werden.

Ich hab Dir den Vergleich schon einmal gebracht. Normale Leute verdienen für die gleiche oder höherwertige Arbeit nicht das, was Du verdienst im geschützten Bereich! 
Das hat nichts mit Akademiker und Nichtakademiker zu tun. :lamp:

mfg
Luki
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 01. Februar 2012, 12:15:14
Diese Immobilienblase wird auch noch irgendwann platzen. Die Gier ist ein Schwein.

Das dauert aber noch. Im vergleichbaren München zahlst du beim Kauf in einigermaßen guter Lage 4000,- - 6000,- / m2. In Wien sind es in Bestlage (Innenbezirke ausser 1.) noch max. 3000,- / 3500,-. Am Yppenplatz (Bestlage) kauften wir vor einiger Zeit um 1700,-. Aber natürlich ziehen Sachwerte jetzt an, wo das Geld instabiler wird.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 01. Februar 2012, 12:15:17
Wer braucht eigentlich so viele Hotels (die dann leerstehen)?   ???


Ist wie mit dem Büro-Boom der letzten Jahre!  ::)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: TH am 01. Februar 2012, 12:15:39
Normale Leute ...
Welche da wären ?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 01. Februar 2012, 12:15:43
Wer braucht eigentlich so viele Hotels (die dann leerstehen)?   ???


Ist wie mit dem Büro-Boom der letzten Jahre!  ::)

Google > Schweinebauchzyklus.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 01. Februar 2012, 12:45:08

Hast du dir schon einmal überlegt, dass es nicht ums zahlen wollen, sondern ums können geht?

Das brauch ich nicht überlegen, dass weiß ich aus eigener Erfahrung.

Wo kriegt man heutzutage noch eine Wohnung für unter 500 Euro im Monat, außer durch Förderungen? Dann rechne, was dir dann von einem Nettoverdienst von 750-800 Euro (das ist z.B. im Einzelhandel üblich) noch zum Leben bleibt. Selbst wenn zwei Leute verdienen, es kann einer den Job verlieren. Oder stell dir vor, was passiert, wenn Kinder unterwegs sind, der Eiskasten kaputt geht, oder sonst ein menschliches Disaster ins Haus steht (z.B. Krankheit), das gleichzeitig auch ein finanzielles ist.

Auch alles durchlebt und hab eine geförderte Wohnung für unter 500€ inkl. BK aber ohne Strom und Heizung. Wie wir in diese Wohnung gezogen sind, mussten wir uns auch nach der Decke strecken. Da war halt die 73m² ohne Balkon oder Loggia um knapp 400€ (vor 6 Jahren) das höchste der Gefühle. Vorallem weil noch 25000 Eigenmittel zu zahlen war.
In den ersten  zwei Jahren war auch nix mit großen Anschaffungen. Zum Glück hat sich das gebessert, trotz Karenz meiner Frau.

Nicht alle Leute haben Akademikergehalt, und auch viele Akademiker müssen mit 1300 netto auskommen. Speziell Jungakademiker, die vielleicht noch höhere Ausgaben wegen Familiengründung haben, haben dank des Senioritätsprinzips ein sehr geringes Einstiegsgehalt. Und mit der Jobsituation ist es auch so, dass man heute nicht wissen kann, ob man sein gutes Einkommen in zwei, drei Jahren immer noch haben wird.

Gut zu wissen, dass du nicht in dieser unangenehmen Situation bist  :up:

Ich hab sicher kein Akademikergehalt, weil Akademien kenn ich nur von aussen.  ;D
Ich musste auch mal mit knapp 1000€ Netto auskommen. Ging auch, man darf nur keine Ansprüche stellen.
In meinem Bekanntenkreis gibts genug die wenig verdienen, aber träumen von einer riesen Wohnung in Top Lage und sind dann enttäuscht, dass es sowas nicht zum Schnäppchenpreis gibt. (Stichwort: Grünruhelage in City nähe um weniger als 600€ monatl.)
Aber auch für kleine Geldbörsen, gibts recht nette Wohnungen. Man muss sich nur von ein paar Vorstellungen verabschieden.

Fazit: Deswegen zieh ich jetzt aus der Schnäppchen Wohnung aus, damit ein anderer die Chance bekommt, günstig gut zu wohnen.  ;)


Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: E2 am 01. Februar 2012, 12:54:22
Normale Leute ...
Welche da wären ?

 :up:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 01. Februar 2012, 13:28:02
*schmacht* E1 am 38er, E1 am 40er... ein Traum!

Bei dem Haus bin ich mir nicht so sicher, ob das den üblichen Gürtel-Schnitt hat... abgesehen davon, so sehr ich sonst gegen Fenstertausch bin, aber hier kann man mit Dreischeiben-Schallschutzverglasung verdammt viel machen. Da stört der Vekehrslärm nur mehr wenn die Fenster offen sind. und ein Fenstertausch ist allemal billiger als ein Abbruch und Neubau!

Ich möchte nicht hinter einer SChallschutzverglasung leben müssen, ich hab gern offene Fenster, vor allem im Frühling.
Ich auch nicht, und Geschmäcker sind verschieden! Auch ein Neubau an dieser Stelle hätte genügend straßenseitige Zimmer, unter Garantie! Das Problem ist der Verkehr am Gürtel, nicht das Haus! Der MIV ist dort übrigens deutlich lauter als die U6.

Was das Haus angeht: angeblich sollen die Wohnungen schon seit längerer Zeit nur mehr befristet an Leute vermietet worden sein, die man schnell rausbringt wenn die letzten Altmieter weg sind... meiner Meinung nach ist es eine Ressourcenverschwendung die verboten gehört, solide alte Bausubstanz abzureißen weil man sich mit neuer mehr Profit verspricht!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 01. Februar 2012, 14:36:42
Übrigens, auch so eine Sache, wo ein historisches Objekt in Gefahr ist, dem Kommerz geopfert zu werden, ist diese hier. Wer Lust an Engagement hat, bitte die Facebbook-Gruppe "Mala Strana Mittersteig Theater Darf Kein Supermarkt Werden" besuchen (richtige Website kommt erst).

In dieser Stadt muss man auch alles selber machen!  ::)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 01. Februar 2012, 14:46:33
meiner Meinung nach ist es eine Ressourcenverschwendung die verboten gehört, solide alte Bausubstanz abzureißen weil man sich mit neuer mehr Profit verspricht!
Ich bin kein glühender Fan von Altbauten und kann die Sache vielleicht etwas distanzierter betrachten. Gegen den Ersatz von alter (= unzureichender, nicht mehr zeitgemäßer) Bausubstanz habe ich prinzipiell nichts einzuwenden. Ich bringe ein ganz anderes Argument gegen den Abriss dieses Hauses vor, nämlich die furchtbare Ideenlosigkeit der aktuellen Architekten. Voriges Wochenende stand ich in Bremen in einem Stadterweiterungsgebiet in der Nähe alter Industriebauten. Hätte man mich mit verbundenen Augen dorthin gebracht (sodass ich nicht wüsste, in einer anderen Stadt als Wien zu sein), hätte ich felsenfest behauptet, einen Blick vom Rand des unfertigen Rudolf-Bednar-Parks in Richtung der Neubauten am Nordbahnhofgelände zu haben!

Diese gesichtslose, identitätsfreie, ewig gleiche Architektur der heutigen Zeit ist wahrlich zum Kotzen!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 68er am 01. Februar 2012, 15:02:07
Übrigens, auch so eine Sache, wo ein historisches Objekt in Gefahr ist, dem Kommerz geopfert zu werden, ist diese hier. Wer Lust an Engagement hat, bitte die Facebbook-Gruppe "Mala Strana Mittersteig Theater Darf Kein Supermarkt Werden" besuchen (richtige Website kommt erst).

In dieser Stadt muss man auch alles selber machen!  ::)

In diesem Fall bin ich strikt gegen eine Erhaltung und für den Supermarkt.

Ich habe früher dort gewohnt (meine Eltern wohnen noch dort) und kenne es seit zwanzig Jahren nur in dem abgefuckten Zustand, in dem es jetzt ist. Natürlich ist das Absicht des "bösen" Immobilienspekulanten, es so weit herunterkommen zu lassen, dass alles als Verbesserung verkauft werden kann, das ist mir schon klar.
Nur gibt es in Wien viel mehr Theater, als selbst mit den vorhandenen, gigantischen Subventionen bespielt werden können. Warum soll die Stadt ein paar Millionen im Jahr in die Hand nehmen, damit ein paar sicher sehr talentierte und engagierte Menschen vor einem Publikum von drei Leuten (aus jenen hunderten, die sicher laut schreiend bei der Bürgerinitiative und in Facebook mitmachen) spielen können?
Wenns ein Supermarkt wird, wird es saniert und die Architektur ist öffentlich zugänglich. Was will man mehr?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: TH am 01. Februar 2012, 15:03:26
Übrigens, auch so eine Sache, wo ein historisches Objekt in Gefahr ist, dem Kommerz geopfert zu werden, ist diese hier. Wer Lust an Engagement hat, bitte die Facebbook-Gruppe "Mala Strana Mittersteig Theater Darf Kein Supermarkt Werden" besuchen (richtige Website kommt erst).

In dieser Stadt muss man auch alles selber machen!  ::)

In diesem Fall bin ich strikt gegen eine Erhaltung und für den Supermarkt.

Ich habe früher dort gewohnt (meine Eltern wohnen noch dort) und kenne es seit zwanzig Jahren nur in dem abgefuckten Zustand, in dem es jetzt ist. Natürlich ist das Absicht des "bösen" Immobilienspekulanten, es so weit herunterkommen zu lassen, dass alles als Verbesserung verkauft werden kann, das ist mir schon klar.
Nur gibt es in Wien viel mehr Theater, als selbst mit den vorhandenen, gigantischen Subventionen bespielt werden können. Warum soll die Stadt ein paar Millionen im Jahr in die Hand nehmen, damit ein paar sicher sehr talentierte und engagierte Menschen vor einem Publikum von drei Leuten (aus jenen hunderten, die sicher laut schreiend bei der Bürgerinitiative und in Facebook mitmachen) spielen können?
Wenns ein Supermarkt wird, wird es saniert und die Architektur ist öffentlich zugänglich. Was will man mehr?
:up:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 01. Februar 2012, 15:11:49

In diesem Fall bin ich strikt gegen eine Erhaltung und für den Supermarkt.

Ich habe früher dort gewohnt (meine Eltern wohnen noch dort) und kenne es seit zwanzig Jahren nur in dem abgefuckten Zustand, in dem es jetzt ist. Natürlich ist das Absicht des "bösen" Immobilienspekulanten, es so weit herunterkommen zu lassen, dass alles als Verbesserung verkauft werden kann, das ist mir schon klar.
Nur gibt es in Wien viel mehr Theater, als selbst mit den vorhandenen, gigantischen Subventionen bespielt werden können. Warum soll die Stadt ein paar Millionen im Jahr in die Hand nehmen, damit ein paar sicher sehr talentierte und engagierte Menschen vor einem Publikum von drei Leuten (aus jenen hunderten, die sicher laut schreiend bei der Bürgerinitiative und in Facebook mitmachen) spielen können?
Wenns ein Supermarkt wird, wird es saniert und die Architektur ist öffentlich zugänglich. Was will man mehr?

Wenn es ein Supermarkt wird, kommt ein Stahlbetongeschoß in Höhe der Logen rein (das ist nämlich das Straßenniveau), und der schöne Raum ist für immer hin. Es geht mir weniger um ein weiteres Theater, in dem sich Avantgardisten vor einer Handvoll Leut produzieren, sondern um den Erhalt von Möglichkeiten, und auch um genau den Erhalt der Orte in der Stadt, die Erinnerung, Atmosphäre haben. Zurecht wird die Gesichtslosigkeit der Neubauviertel angeprangert - die alte Stadt bietet aber genau die Reize, die Möglichkeiten, die's da draussen nicht gibt. Dazu kommt, dass die ganzen Theatergruppen Wiens, die den Ruf als Theaterstadt ausmachen, insgesamt ein Zehntel der Subvention bekommen, die nur das Burgtheater bekommt. Ist etwa so wie mit U-Bahn vs. Straßenbahn - ein paar solitäre Saurier bekommen massiv Geld, für kleinräumige Verbesserung fehlt es. Und wenn es so viele Säle in Wien gibt - warum musste man dann für die Sängerknaben ein Stück Augarten zubetonieren?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: N1 am 01. Februar 2012, 15:18:29
Diese gesichtslose, identitätsfreie, ewig gleiche Architektur der heutigen Zeit ist wahrlich zum Kotzen!
Das wäre z.B. an der Ecke Alserbachstraße/Boltzmanngasse gebaut worden, hätte sich eine Bürgerinitiative nicht für den Erhalt des Althauses eingesetzt.
(http://www.lutter.at/projekte/boltzmanngasse/images/Bild-2-gr.jpg)
Quelle: http://www.lutter.at/projekte/boltzmanngasse/index.htm (http://www.lutter.at/projekte/boltzmanngasse/index.htm)*
Auch aktuell angesagter "Behübschungs"-Schnick-Schnack kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich hierbei um einen Betonklotz im Stil der 70er Jahre handelt.

Angesichts der derzeitigen architektonischen Mode ist es um jedes 0815-Zinshaus schade, das der Abrissbirne zum Opfer fällt.
_____

*) Ich hoffe, es stört nicht, dass ich das Bild schon mal auf der Fanpage gepostet habe.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 13er am 01. Februar 2012, 15:24:30
In Wien wurde durch den Wiederaufbau mehr zerstört als durch den Krieg, hat es einmal ein Baumeister bei einer Podiumsdiskussion pointiert ausgedrückt.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 01. Februar 2012, 15:39:30
Diese gesichtslose, identitätsfreie, ewig gleiche Architektur der heutigen Zeit ist wahrlich zum Kotzen!

Das große strukturelle Problem bei den heutigen Neubauten (neben der Optik) ist das fehlen einer sinnvoll verwendbaren Erdgeschoßzone. Gerade die macht ja die Lebendigkeit und Vielfalt der gewachsenen Stadt aus, und die Flexibilität der Erdgeschoße der Gründerzeit bringt die unterschiedlichsten Nutzungen über die Jahrzehnte. Die heutigen Stahlbetonbauten sind praktisch unveränderbar, und die Erdgeschoße mit sekundären Funktionen (Müllraum, Garage etc) besetzt und obendrein zu nieder. Deswegen (neben den zu großen einheitlich gestalteten Blöcken) sind ja die Neubauviertel so menschenfeindlich und leer!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 01. Februar 2012, 15:40:02
Der häßliche Klotz Donaufelder Straße/Dückegasse, ist auch kaum zu überbieten.
Jede Menge tote Zone im Eg und die Fassade schaut aus, als hätts ein Blinder für Blinde gemacht.
Dagegen ist jeder Wohnpark Alt Erlaa noch ein Architekturjuwel.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 01. Februar 2012, 16:06:29
Jede Menge tote Zone im Eg und die Fassade schaut aus, als hätts ein Blinder für Blinde gemacht.
Ein taktiles Relief?
 ;D scnr
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Linie 41 am 01. Februar 2012, 16:06:43
Ich hab Dir den Vergleich schon einmal gebracht. Normale Leute verdienen für die gleiche oder höherwertige Arbeit nicht das, was Du verdienst im geschützten Bereich! 
Das hat nichts mit Akademiker und Nichtakademiker zu tun. :lamp:
Vergiß es Luki, er ist eh lernresistent.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 01. Februar 2012, 16:22:59
Das wäre z.B. an der Ecke Alserbachstraße/Boltzmanngasse gebaut worden, hätte sich eine Bürgerinitiative nicht für den Erhalt des Althauses eingesetzt.
So was in kleinerem Format steht ganz bei mir in der Nähe - keine Ahnung, ob das vom selben Architekten stammt, aber es hat dieselben bunten Glasdinger vor den Fenstern (und passt selbstverständlich nicht zum Rest).
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 01. Februar 2012, 16:56:04
Das wäre z.B. an der Ecke Alserbachstraße/Boltzmanngasse gebaut worden, hätte sich eine Bürgerinitiative nicht für den Erhalt des Althauses eingesetzt.
So was in kleinerem Format steht ganz bei mir in der Nähe - keine Ahnung, ob das vom selben Architekten stammt, aber es hat dieselben bunten Glasdinger vor den Fenstern (und passt selbstverständlich nicht zum Rest).

Das ist momentan modern. Schaut eh ganz witzig aus, allerdings färbt es ja auch die Wohnung stark ein. Ausserdem bleichts mit der Zeit aus, und wenn mal eine Scheibe gewechselt werden muss bekommt man nie wieder die gleiche Farbe... Wers mag...
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 01. Februar 2012, 17:38:42
Das ist momentan modern. Schaut eh ganz witzig aus, allerdings färbt es ja auch die Wohnung stark ein. Ausserdem bleichts mit der Zeit aus, und wenn mal eine Scheibe gewechselt werden muss bekommt man nie wieder die gleiche Farbe... Wers mag...
Stellt sich die Frage, ob das wirklich farbiges Glas ist oder normales Glas mit Farbfolie beklebt... ;)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Ferry am 01. Februar 2012, 17:48:17
Dagegen ist jeder Wohnpark Alt Erlaa noch ein Architekturjuwel.
Naja, Alterlaa war Ende der Siebziger, als der erste Block (Block A) errichtet wurde, wohl die Vorstellung von modernen, urbanen Wohnraum. Inzwischen ist man draufgekommen, dass auch dort nicht alles Gold ist, was glänzt... aber nichtsdestotrotz: glaubt mir, es gibt es Schlimmeres!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 01. Februar 2012, 18:04:04
Das ist momentan modern. Schaut eh ganz witzig aus, allerdings färbt es ja auch die Wohnung stark ein. Ausserdem bleichts mit der Zeit aus, und wenn mal eine Scheibe gewechselt werden muss bekommt man nie wieder die gleiche Farbe... Wers mag...
Stellt sich die Frage, ob das wirklich farbiges Glas ist oder normales Glas mit Farbfolie beklebt... ;)

Die Farbfolie befindet sich zwischen den beiden Scheiben, das ganze heisst Verbundsicherheitsglas ("VSG") und ist bei allen absturzsichernden Teilen vorgeschrieben. Die Folie ist üblicherweise klar, kann aber auch Muster oder Farben tragen. Das ist relativ billig und daher willkommenes Stilmittel, wenn der Bauherr nix für die Gestaltung springen lassen will. Als Laie erklennt man das VSG an der Kante, dort sieht/spürt man die Folie.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: invisible am 02. Februar 2012, 11:47:00
stand ich in Bremen in einem Stadterweiterungsgebiet in der Nähe alter Industriebauten. Hätte man mich mit verbundenen Augen dorthin

Das wirklich erschreckende ist ja, dass teilweise die alten Industriebauten (speziell vor 1950) deutlich mehr Charme haben als moderne Büroklötze. Es ist schon interessant, dass damals auch an simplen Ziegelbau-Hallen z.B. die Fensterbögen durch leicht auskragende Ziegel ornamentiert wurden, und was für eine Wirkung so ein winziges Detail hat. Da merkt man einfach, dass die Erbauer sich damals auch bei unbedeutendsten Gebäuden Gedanken gemacht haben, wie sie sie mit einfachen Mitteln und praktisch kostenneutral ein wenig schöner machen können.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 02. Februar 2012, 12:19:31
Klein-Modellbahn ist auch so ein Beispiel eines hübschen Industriebaus.
Nachdem von der Bank in Wien das Grundstück mit Gebäude abgeluchst wurde, wurden daraus Lofts gemacht und in der Gier, Rendite zu erzielen, wurde jetzt ein weißer Klotz oben drauf gepackt.

Hannes

Edit: Behauptung abgeschwächt.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 02. Februar 2012, 13:31:05
Das wirklich erschreckende ist ja, dass teilweise die alten Industriebauten (speziell vor 1950) deutlich mehr Charme haben als moderne Büroklötze. Es ist schon interessant, dass damals auch an simplen Ziegelbau-Hallen z.B. die Fensterbögen durch leicht auskragende Ziegel ornamentiert wurden, und was für eine Wirkung so ein winziges Detail hat. Da merkt man einfach, dass die Erbauer sich damals auch bei unbedeutendsten Gebäuden Gedanken gemacht haben, wie sie sie mit einfachen Mitteln und praktisch kostenneutral ein wenig schöner machen können.

http://www.viennaslide.com/industrie/ (http://www.viennaslide.com/industrie/)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: pronay am 02. Februar 2012, 14:03:08

http://www.viennaslide.com/industrie/ (http://www.viennaslide.com/industrie/)
Wunderschöne Bilder, danke vielmals!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 02. Februar 2012, 14:18:46
Wunderschöne Bilder, danke vielmals!
HDR trifft nicht unbedingt meinen Geschmack, aber die Fotomotive sind wie immer erstklassig!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 02. Februar 2012, 14:50:58
Das wirklich erschreckende ist ja, dass teilweise die alten Industriebauten (speziell vor 1950) deutlich mehr Charme haben als moderne Büroklötze. Es ist schon interessant, dass damals auch an simplen Ziegelbau-Hallen z.B. die Fensterbögen durch leicht auskragende Ziegel ornamentiert wurden, und was für eine Wirkung so ein winziges Detail hat. Da merkt man einfach, dass die Erbauer sich damals auch bei unbedeutendsten Gebäuden Gedanken gemacht haben, wie sie sie mit einfachen Mitteln und praktisch kostenneutral ein wenig schöner machen können.

http://www.viennaslide.com/industrie/ (http://www.viennaslide.com/industrie/)

Wobei man zugeben muss, dass Berndorf auch damals herausragend war und:
Die Industriegebäude waren durchaus durchgestylt, bei den zugehörigen Arbeiterwohnhäusern wurde dann sehr oft gespart.

Hannes
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 02. Februar 2012, 15:16:35
Das wirklich erschreckende ist ja, dass teilweise die alten Industriebauten (speziell vor 1950) deutlich mehr Charme haben als moderne Büroklötze. Es ist schon interessant, dass damals auch an simplen Ziegelbau-Hallen z.B. die Fensterbögen durch leicht auskragende Ziegel ornamentiert wurden, und was für eine Wirkung so ein winziges Detail hat. Da merkt man einfach, dass die Erbauer sich damals auch bei unbedeutendsten Gebäuden Gedanken gemacht haben, wie sie sie mit einfachen Mitteln und praktisch kostenneutral ein wenig schöner machen können.

Vergleiche die Stadtbahnbögen mit der Hochtrasse der U2 im 22. Bezirk.
Stilvolle Verkehrsarchitektur gegen grauen Beton/Asphalt sch.....
Otto Wagner schau owa.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 68er am 02. Februar 2012, 15:56:44
Der "graue Beton" dröhnt aber im Gegensatz zu den Schrottbrücken der Gürtelstadtbahn nicht fürchterlich, wenn ein Zug drüber fährt.
Und die U2-Trasse wurde nicht drei Meter vor bestehende Häuser  gebaut.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 13er am 02. Februar 2012, 16:13:13
Und die U2-Trasse wurde nicht drei Meter vor bestehende Häuser  gebaut.
Weil es dort einfach keine bestehenden Häuser gibt :)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 02. Februar 2012, 16:14:13
Und die U2-Trasse wurde nicht drei Meter vor bestehende Häuser  gebaut.

Stimmt. Weil nichts dort war. Jetzt schaut die Sache an manchen Ecken schon anders aus. Und da ist sicher teilweise noch weniger Platz als 3m.
Aber wie auch immer.

Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Linie 41 am 02. Februar 2012, 16:17:05
Der "graue Beton" dröhnt aber im Gegensatz zu den Schrottbrücken der Gürtelstadtbahn nicht fürchterlich, wenn ein Zug drüber fährt.
Und die U2-Trasse wurde nicht drei Meter vor bestehende Häuser  gebaut.
Lärm ist wohl wirklich Dein großes Problem, oder? Vorschlag: Zieh aufs Land.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: pronay am 02. Februar 2012, 16:17:29
Der "graue Beton" dröhnt aber im Gegensatz zu den Schrottbrücken der Gürtelstadtbahn nicht fürchterlich, wenn ein Zug drüber fährt.
Und die U2-Trasse wurde nicht drei Meter vor bestehende Häuser  gebaut.
Wo wurde die Stadtbahn drei Meter an bestehende Häuser herangebaut?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Linie 41 am 02. Februar 2012, 16:20:31
Wo wurde die Stadtbahn drei Meter an bestehende Häuser herangebaut?
Also die einzige Stelle, wo die Stadtbahntrasse nicht durch mindestens drei Gürtelfahrbahnen von den Häusern getrennt ist, kann eigentlich nur der Döblinger Gürtel sein in dem Abschnitt vom Café Blaustern bis zur Brücke über die Heiligenstädter Straße. Aber das sind natürlich auch weit mehr als 3 Meter.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: darkweasel am 02. Februar 2012, 16:24:04
Der "graue Beton" dröhnt aber im Gegensatz zu den Schrottbrücken der Gürtelstadtbahn nicht fürchterlich, wenn ein Zug drüber fährt.
Und die U2-Trasse wurde nicht drei Meter vor bestehende Häuser  gebaut.
Lärm ist wohl wirklich Dein großes Problem, oder? Vorschlag: Zieh aufs Land.
:up:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 68er am 02. Februar 2012, 16:26:37
Wo wurde die Stadtbahn drei Meter an bestehende Häuser herangebaut?

Sechshauser Gürtel / Wienzeile

Zitat von: Linie 41
Lärm ist wohl wirklich Dein großes Problem, oder? Vorschlag: Zieh aufs Land.

Damit ich dann ein Auto (oder die U6) brauche und vor anderer Leute Fenster Krawall mache?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 13er am 02. Februar 2012, 17:06:57
Wo wurde die Stadtbahn drei Meter an bestehende Häuser herangebaut?
Sechshauser Gürtel / Wienzeile
Na, da hast jetzt aber auch lange suchen müssen, dass du ein einziges Haus findest, wo das entlang einer kilometerlangen U-Bahn so ist ;)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: darkweasel am 02. Februar 2012, 17:09:40
Wo wurde die Stadtbahn drei Meter an bestehende Häuser herangebaut?
Sechshauser Gürtel / Wienzeile
Na, da hast jetzt aber auch lange suchen müssen, dass du ein einziges Haus findest, wo das entlang einer kilometerlangen U-Bahn so ist ;)
Und selbst da hab ich fünf und nicht drei Meter gemessen. Zugegebenermaßen kein riesiger Unterschied.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Linie 41 am 02. Februar 2012, 17:12:42
Na, da hast jetzt aber auch lange suchen müssen, dass du ein einziges Haus findest, wo das entlang einer kilometerlangen U-Bahn so ist ;)
Auch dort beträgt der Abstand (zum Brückentragwerk, nicht zum Gleis) 4,7 Meter. Unter 10 Meter ist dieser Abstand übrigens auf genau 13 Metern Strecke. ;D ;D ;D

Ganz abgesehen davon, ist das Haus auf dem Generalstadtplan von 1904 als abgeschrägt eingezeichnet, was den Schluß nahelegt, daß es erst später an die Trasse herangebaut wurde.

Deutlich zu sehen ist die Trennung des Spitzes vom Rest des Gebäudes auch auf dem NORC-Photo: http://www.norc.at/pano/3ESlocYB/ (http://www.norc.at/pano/3ESlocYB/)
Wenn man das NORC-Photo von der anderen Seite betrachtet ist auch dort deutlich eine vertikale Linie zu sehen, wo der Anbau in den älteren Teil übergeht.

Also: Epic fail. ;)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 02. Februar 2012, 19:50:32
Wo wurde die Stadtbahn drei Meter an bestehende Häuser herangebaut?
Sechshauser Gürtel / Wienzeile
Na, da hast jetzt aber auch lange suchen müssen, dass du ein einziges Haus findest, wo das entlang einer kilometerlangen U-Bahn so ist ;)

Viele sind ja schon abgerissen. Eins steht noch an der Schnellbahntrasse kurz vorm Praterstern. Rücksichtsvoll war man gerade in der Gründerzeit nicht wirklich...
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 03. Februar 2012, 00:24:06
Wo wurde die Stadtbahn drei Meter an bestehende Häuser herangebaut?
Sechshauser Gürtel / Wienzeile
Na, da hast jetzt aber auch lange suchen müssen, dass du ein einziges Haus findest, wo das entlang einer kilometerlangen U-Bahn so ist ;)

Viele sind ja schon abgerissen. Eins steht noch an der Schnellbahntrasse kurz vorm Praterstern. Rücksichtsvoll war man gerade in der Gründerzeit nicht wirklich...
Ich empfehle da einen Blick nach Berlin... dort rauscht die S-Bahn regelmäßig direkt an der Feuermauer vorbei! Das Wohnzimmer steht da quasi direkt neben dem Lichtraumprofil der Bahn.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 03. Februar 2012, 07:46:41
Viele sind ja schon abgerissen. Eins steht noch an der Schnellbahntrasse kurz vorm Praterstern. Rücksichtsvoll war man gerade in der Gründerzeit nicht wirklich...

Auch vorher nicht, den Wiener Neustädter Kanal hat man im 3. Bezirk quer durch die Gärten der Palaise gelegt.

Hannes
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 03. Februar 2012, 07:58:31
Viele sind ja schon abgerissen. Eins steht noch an der Schnellbahntrasse kurz vorm Praterstern. Rücksichtsvoll war man gerade in der Gründerzeit nicht wirklich...

Auch vorher nicht, den Wiener Neustädter Kanal hat man im 3. Bezirk quer durch die Gärten der Palaise gelegt.
Die armen armen Adeligen  :'(
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 03. Februar 2012, 08:42:30
Das wirklich erschreckende ist ja, dass teilweise die alten Industriebauten (speziell vor 1950) deutlich mehr Charme haben als moderne Büroklötze. Es ist schon interessant, dass damals auch an simplen Ziegelbau-Hallen z.B. die Fensterbögen durch leicht auskragende Ziegel ornamentiert wurden, und was für eine Wirkung so ein winziges Detail hat. Da merkt man einfach, dass die Erbauer sich damals auch bei unbedeutendsten Gebäuden Gedanken gemacht haben, wie sie sie mit einfachen Mitteln und praktisch kostenneutral ein wenig schöner machen können.

Leider ist Industriearchitektur ein mit wenigen Ausnahmen weitgehend unbeachtet gebliebenes Gebiet. Das läßt sich auch daran erkennen, daß gerade in den letzten Jahrzehnten sehr viele architektonisch wertvolle Industriebauten abgerissen wurden, oftmals, ohne sie wenigstens genau zu dokumentieren. Beispiele: die 1994 abgebrochene Tabakfabrik am Rennweg 44 (Bild (http://www.dasmuseen.net/Wien/BezMus03/data/media/3347.jpg)), die in den 2000er-Jahren abgebrochene Turmuhrenfabrik Ing. Emil Schauer in der Flotowgasse 1 (Bild muß ich scannen) oder die Gräf&Stift-Automobilfabrik in der Weinberggasse 76.

Manche, wie die von Harald gezeigte Spinnerei in Teesdorf, haben schon ein Ablaufdatum (ist das Haupthaus eigentlich noch da?), manche, wie die Weigelsdorfer Zwirnerei oder die Spinnerei in Pottendorf, fristen noch immer ihren Dornröschenschlaf. In Wien wäre da auch die architektonisch extravagante ehem. Insektenpulverfabrik Zacherl in der Nußwaldgasse 14 zu nennen (Bild (http://www.sagen.at/fotos/data/686/medium/Zacherlfabrik_07_R.jpg)). Andere, wie eine bereits 1918 stillgelegte Pulverfabrik an der Aspangbahn, präsentieren sich nur mehr als verfallene Zeugen schöner Industriearchitektur (Bild 1 (http://666kb.com/i/c0xoz2udgjdefa7zz.jpg), Bild 2 (http://666kb.com/i/c0xp0dffdb8r07zzz.jpg)).

In Wien finde ich die weitläufigen alten Industriegebiete im 10. Bezirk nahe der Quellenstraße und im 20. Bezirk im Gebiet Donaueschingenstraße/Pasettistraße besonders spannend. Da sind die alten Strukturen zumindest noch teilweise erhalten und auch genutzt.

An dieser Stelle noch eine Literaturempfehlung: "Baudenkmäler der Technik und Industrie in Österreich, Band 1", verfaßt von Manfred Wehdorn u.a., Wien, Böhlau 1984. Leider quasi das einzige Kompendium zu Industriearchitektur in Wien.

Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 03. Februar 2012, 08:58:55
Anmerken möchte ich noch die alte Spinnerei in Ternitz, die von ihrem Besitzer in Schuss gehalten wird, eine wirklich schöne Halle mit Gusssäulen hat.

Hannes
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: pronay am 03. Februar 2012, 09:38:19
Wo wurde die Stadtbahn drei Meter an bestehende Häuser herangebaut?
Sechshauser Gürtel / Wienzeile
Na, da hast jetzt aber auch lange suchen müssen, dass du ein einziges Haus findest, wo das entlang einer kilometerlangen U-Bahn so ist ;)

Viele sind ja schon abgerissen. Eins steht noch an der Schnellbahntrasse kurz vorm Praterstern. Rücksichtsvoll war man gerade in der Gründerzeit nicht wirklich...

Die Schnellbahntrasse beim Praterstern war meines Wissens historisch kein Teil der Stadtbahn.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 03. Februar 2012, 10:28:23
In Wien finde ich die weitläufigen alten Industriegebiete im 10. Bezirk nahe der Quellenstraße und im 20. Bezirk im Gebiet Donaueschingenstraße/Pasettistraße besonders spannend. Da sind die alten Strukturen zumindest noch teilweise erhalten und auch genutzt.
Was du im 20. meinst, erschließt sich mir nicht ganz. Ecke Pasettistraße/Donaueschingenstraße ist nur mehr der ARBÖ in einem halbwegs im Originalzustand befindlichen Bau vorhanden. Das Areal lässt sich übrigens ganz schön von der Schnellbahnstation überblicken, früher ging das nur, wenn wieder einmal eine der (damals undurchsichtigen) Glasscheiben eingehaut war. :)

Von der Eisfabrik entlang der Donaueschingenstraße ist außer ein bisserl Fassade nicht mehr viel übrig. Ich kannte den Komplex noch als Ganzes, die Nachnutzung als Wohnbau hat von der Originalsubstanz nicht mehr viel übrig gelassen.

Apropos: Wie nennt man eigentlich diese undurchsichtigen Glasscheiben, die nicht Milchglas oder Opalglas sind, sondern aufgrund ihrer Struktur nicht durchblickt werden können (früher auch weit verbreitet bei Kastenfenstern im Erdgeschoß, damit neugierige Passanten nicht in die Wohnungen schauen können - heute macht man das mit Klebefolie).
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: invisible am 03. Februar 2012, 12:00:02
Apropos: Wie nennt man eigentlich diese undurchsichtigen Glasscheiben, die nicht Milchglas oder Opalglas sind, sondern aufgrund ihrer Struktur nicht durchblickt werden können (früher auch weit verbreitet bei Kastenfenstern im Erdgeschoß, damit neugierige Passanten nicht in die Wohnungen schauen können - heute macht man das mit Klebefolie).

Strukturglas?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 13. Februar 2012, 09:13:10
Übrigens, auch so eine Sache, wo ein historisches Objekt in Gefahr ist, dem Kommerz geopfert zu werden, ist diese hier. Wer Lust an Engagement hat, bitte die Facebbook-Gruppe "Mala Strana Mittersteig Theater Darf Kein Supermarkt Werden" besuchen

Die Website dazu ist nun online: www.theateristkeinsupermarkt.at (http://www.theateristkeinsupermarkt.at) - mit Plänen, Baugeschichte, vielen Fotos etc.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: RobertK am 09. März 2012, 23:59:09
Beispiele: die 1994 abgebrochene Tabakfabrik am Rennweg 44
Bei der Gelegenheit darf ich diese falsche Jahresangabe korrigieren, die vermutlich von der Homepage des Bezirksmuseums stammt: der Abriss der ehem. Tabakfabrik erfolgte 1985. Ich besitze übrigens ein Dia aus diesem Jahr, auf dem das bereits teilweise abgerissene Gebäude zu sehen ist (mangels Diascanner kann ich es nicht posten, aber es ist ohnehin kein allzu gutes Foto).
Wenn ich mich richtig erinnere, war in der Aspangstraße ein Teil der Mauern im Erdgeschossbereich zur Abgrenzung der Freifläche erhalten geblieben (für die restliche Abgrenzung sorgte die Firma Gewista) - evtl. war 1994 das Jahr, in dem diese letzten Mauerreste entfernt worden sind.
Fotos der Tabakfabrik aus den 50er-Jahren findet man im Bildarchiv Austria (http://www.bildarchivaustria.at), wenn man als Suchbegriff "Rennweg 44" eingibt.
Als Kind (Anfang der 80er-Jahre) hat mich dieses desolate, dunkelgraue, mächtige Gebäude immer fasziniert. Weiß jemand, bis wann es genutzt worden ist und ab wann es leer stand?

Architektonisch weniger wertvoll, aber für mich dennoch historisch interessant war auch der gegenüber (auf der anderen Seite der Kleistgasse) befindliche Nachkriegs-Industriebau der Firma Austro-Fiat (unter diesem Suchbegriff findet man im Bildarchiv Austria vier Fotos von einem Unfall während der Bauarbeiten in den 50ern). Auf dem zuvor erwähnten Dia ist zu erkennen, dass 1985 dort die Firma Sweda beheimatet war. Hier würde mich das genaue Abriss-Datum interessieren, es müsste irgendwann in den späten 80ern oder frühen 90ern gewesen sein.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 10. März 2012, 00:40:23
so um 1994 wurden Teile der Tabakregie-Anlagen in der Thaliastraße/Paltaufgasse abgerissen und dort unter anderem  das Schwesternheim des AKH errichtet und 1998 eröffnet. Könnten da die Gebäude bei der Jahreszahl durcheinander gekommen sein?

Kuriosum: ein Gebäude wurde gesprengt. Nachdem sich der Staub verzogen hatte, stand das Gebäude noch immer, nur das Erdgeschoß fehlte.

Hannes
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: RobertK am 16. März 2012, 22:55:14
Dieses schöne, alte Haus in der Erdbergstraße 160 (Ecke Schlachthausgasse), das als eines der letzten noch ein wenig den früheren dörflichen Charakter von Erdberg erkennen ließ, wurde vor kurzem abgerissen. Laut Baustellenaushang begann der Abbruch am 16.1.2012.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Linie 41 am 16. März 2012, 23:02:24
Dieses schöne, alte Haus in der Erdbergstraße 160 (Ecke Schlachthausgasse), das als eines der letzten noch ein wenig den früheren dörflichen Charakter von Erdberg erkennen ließ, wurde vor kurzem abgerissen. Laut Baustellenaushang begann der Abbruch am 16.1.2012.
Das war ja eigentlich noch in ganz gutem Zustand. Wirklich schade darum.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Revisor am 16. März 2012, 23:40:21
Dieses schöne, alte Haus in der Erdbergstraße 160 (Ecke Schlachthausgasse), das als eines der letzten noch ein wenig den früheren dörflichen Charakter von Erdberg erkennen ließ, wurde vor kurzem abgerissen. Laut Baustellenaushang begann der Abbruch am 16.1.2012.

In diesem Haus befand sich früher einer der zahlreich um den Bahnhof Erdberg angesiedelten Gasthöfe, sogar mit Garten.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 17. März 2012, 00:34:46
Die Münzwäscherei war seit gut 5 Jahren schon geschlossen.

Hannes
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 17. März 2012, 07:03:43
Dieses schöne, alte Haus in der Erdbergstraße 160 (Ecke Schlachthausgasse), das als eines der letzten noch ein wenig den früheren dörflichen Charakter von Erdberg erkennen ließ, wurde vor kurzem abgerissen. Laut Baustellenaushang begann der Abbruch am 16.1.2012.
Das war ja eigentlich noch in ganz gutem Zustand. Wirklich schade darum.

Schlechter Zustand, weil unrentabel  ;)

Übrigens, Baumgasse Ecke Leonhardgasse gibts noch ein echtes Dorfhaus, wenn auch nicht ganz so schön. Für den 1970er-Gemeindebau hat man scheinbar das Grundstück nicht bekommen, deswegen lebt das Haus noch.

Bild aus norc.at
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 17. März 2012, 07:43:30
Übrigens, Baumgasse Ecke Leonhardgasse gibts noch ein echtes Dorfhaus, wenn auch nicht ganz so schön. Für den 1970er-Gemeindebau hat man scheinbar das Grundstück nicht bekommen, deswegen lebt das Haus noch.
Gerade vis-a-vis am Eck hängt übrigens - Ironie des Schicksals - eine Erinnerungstafel, dass man genau in diesem Bereich mit der Sanierung von Alt-Erdberg begonnen hat... :)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: RobertK am 17. März 2012, 10:31:05
Das war ja eigentlich noch in ganz gutem Zustand. Wirklich schade darum.
Das ist aber ein bisserl eine Untertreibung... Zumindest äußerlich (inklusive Dach) war es top-renoviert.
Aber da war wohl die finanzielle Verlockung für den Haus- & Grundeigentümer zu groß, denn wenn man dort einen großen Wohnblock hinstellt, kann man aus der Grundfläche natürlich viel mehr Geld herausholen. Da hat er wohl ein Angebot bekommen, das er nicht ablehnen konnte.

Die Münzwäscherei war seit gut 5 Jahren schon geschlossen.
Wirklich? Ich hab dort zwar nie meine Wäsche gewaschen ;), aber ich hatte eigentlich in Erinnerung, im letzten September oder Oktober auf den blitzblank geputzten Scheiben einen Zettel gesehen zu haben, wo sich der Besitzer für die langjährige Treue seiner Kunden bedankt hat, evtl. war auch eine neue Geschäftsadresse angegeben.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: darkweasel am 17. März 2012, 11:15:44
Dieses schöne, alte Haus in der Erdbergstraße 160 (Ecke Schlachthausgasse), das als eines der letzten noch ein wenig den früheren dörflichen Charakter von Erdberg erkennen ließ, wurde vor kurzem abgerissen. Laut Baustellenaushang begann der Abbruch am 16.1.2012.
Wahrlich schade drum, war ein schönes Haus. :( Ich wollte das eigentlich noch einmal besser mit Straßenbahn fotografieren als meine bisherigen Versuche ...

(http://www.fpdwl.at/forum/index.php?page=Attachment&attachmentID=9028)

(http://www.fpdwl.at/4images/image.php?image_id=29266)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: martin8721 am 17. März 2012, 13:57:47

Echt schade um die GeldMünzwäscherei.  :(

Steht das Haus aus dem Eingangthread (das am Gürtel bei der Nußdorfer Straße) eigentlich noch?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 17. März 2012, 14:15:47
In letzter Zeit und derzeit wurde/wird in Wien leider sehr viel abgerissen.  :-X


Geld ist Geld. Und Wien muss wachsen, schließlich will Häupl unbedingt 2,5 Millionen Einwohner. Ob es seine Leber noch erleben wird, ist eine andere Frage.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 17. März 2012, 14:20:03
Steht das Haus aus dem Eingangthread (das am Gürtel bei der Nußdorfer Straße) eigentlich noch?
Grade noch. Die Wienstrom hat schon den Hausanschlusskasten und die Zuleitung entfernt, da kann das Ende kaum mehr weit sein. Die Proteste, die sich angeblich formiert haben, haben also nichts geholfen.

Übrigens ist der Bau gesichert, wie ich das noch bei keinem Abbruchhaus je zuvor erlebt habe. Das Haustor ist diagonal mit Brettern vernagelt und jedes einzelne Hochparterrefenster ist von innen mit alten Türen verbarrikadiert.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: martin8721 am 17. März 2012, 14:54:20
Übrigens ist der Bau gesichert, wie ich das noch bei keinem Abbruchhaus je zuvor erlebt habe. Das Haustor ist diagonal mit Brettern vernagelt und jedes einzelne Hochparterrefenster ist von innen mit alten Türen verbarrikadiert.

Oje. Also keine Chance mehr, Bilder vom Innenleben eines Geisterhauses zu machen?  8)
Weiß jemand vielleicht, ob das Haus einen Fahrstuhl hat(te)? Ich interessier mich nämlich bissi für alte Aufzüge.  ;)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 17. März 2012, 18:22:28
Übrigens ist der Bau gesichert, wie ich das noch bei keinem Abbruchhaus je zuvor erlebt habe. Das Haustor ist diagonal mit Brettern vernagelt und jedes einzelne Hochparterrefenster ist von innen mit alten Türen verbarrikadiert.

Oje. Also keine Chance mehr, Bilder vom Innenleben eines Geisterhauses zu machen?  8)
Weiß jemand vielleicht, ob das Haus einen Fahrstuhl hat(te)? Ich interessier mich nämlich bissi für alte Aufzüge.  ;)
Gute Frage... ich habe aber einmal bei den Scheiben des Haustors hineingeschaut (sollte übrigens trotz Vernagelung noch möglich sein, bin aber in letzter Zeit immer nur nach Einbruch der Dunkelheit vorbeigekommen) und kann mich nicht an einen erinnern, schon gar keinen schönen alten.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 17. März 2012, 20:18:56
Oje. Also keine Chance mehr, Bilder vom Innenleben eines Geisterhauses zu machen?  8)
Da muß man dann wohl warten, bis die Bauhackler kommen - eine freundliche Bitte und Interesse öffnet manchmal Türen...  :)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 17. März 2012, 21:30:32
Die Münzwäscherei war seit gut 5 Jahren schon geschlossen.
Wirklich? Ich hab dort zwar nie meine Wäsche gewaschen ;), aber ich hatte eigentlich in Erinnerung, im letzten September oder Oktober auf den blitzblank geputzten Scheiben einen Zettel gesehen zu haben, wo sich der Besitzer für die langjährige Treue seiner Kunden bedankt hat, evtl. war auch eine neue Geschäftsadresse angegeben.

Ich hab bis Ende 2007 im mittelalten Zollamt gearbeitet. Da war schon ein Zettel drauf, über den Inhalt bin ich unsicher: Wegen REnovierung geschlossen oder Dank an Kunden. Die SCheiben waren aber immer sauber.

Hannes
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 18. März 2012, 08:58:43
Weiß jemand vielleicht, ob das Haus einen Fahrstuhl hat(te)? Ich interessier mich nämlich bissi für alte Aufzüge.  ;)
Könnte durchaus Thema eines neuen Threads sein, Bilder von solchen Uraltaufzügen würde ich mir auch gern anschauen. :up:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 27. März 2012, 23:33:54
Laut einer Meldung im Parallelforum wurde bei Döblinger Hauptstraße 2 mit der Abtragung des Daches begonnen. Wirklich schade!  >:( :down:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: P.S.38 am 05. April 2012, 10:58:18
Und von der Fassade zur Döblinger Hauptstraße ist auch nicht mehr viel übrig.  :'(
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: RobertK am 30. August 2012, 16:54:53
Diese beiden Gebäude sind vor Kurzem abgerissen worden:
Fotos: NORC (http://www.norc.at/)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Tramwayhüttl am 31. August 2012, 03:09:15
Wobei ich das erste ziemlich hässlich finde, den Aufbau am zweiten schon fast wieder skurril;-)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 31. August 2012, 13:14:22
Wobei ich das erste ziemlich hässlich finde, den Aufbau am zweiten schon fast wieder skurril;-)
Die waren höchstwahrscheinlich beide einmal schön, bevor die Stuckmafia zugeschlagen hat.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: noniq am 08. September 2012, 15:29:34
Heute am Neubaugürtel:

Abrissbirne Helene (http://www.youtube.com/watch?v=VLRdCX3Pk3Y#ws)

Ziemlich staubige Angelegenheit, trotz fleißigem Wasserspritzen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 13er am 08. September 2012, 18:16:07
War da der ganze Gürtel auf der Seite gesperrt?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Klingelfee am 08. September 2012, 19:13:10
War da der ganze Gürtel auf der Seite gesperrt?
nur die erste und 2. Spur
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Ferry am 10. September 2012, 13:34:14
Ziemlich staubige Angelegenheit, trotz fleißigem Wasserspritzen.
Kein Wunder, der "Spritzer" ist ja viel zu weit weg! Die Hälfte des Wasserstrahls erreicht ihr Ziel gar nicht.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 10. September 2012, 14:25:26
Kein Wunder, der "Spritzer" ist ja viel zu weit weg!
Ja, glaubst du denn, der will selber staubig werden? :)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: vodi am 13. September 2012, 11:30:04
Ziemlich staubige Angelegenheit, trotz fleißigem Wasserspritzen.
Kein Wunder, der "Spritzer" ist ja viel zu weit weg! Die Hälfte des Wasserstrahls erreicht ihr Ziel gar nicht.
Ich würd auch weniger "spritzen" und mehr "sprühen". Auf jeden Fall aber näher dran!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 13. September 2012, 11:45:50
Ziemlich staubige Angelegenheit, trotz fleißigem Wasserspritzen.
Kein Wunder, der "Spritzer" ist ja viel zu weit weg! Die Hälfte des Wasserstrahls erreicht ihr Ziel gar nicht.
Ich würd auch weniger "spritzen" und mehr "sprühen". Auf jeden Fall aber näher dran!

Kinder, Kinder, was Ihr immer redets...  ::) Man merkt, ihr habt nicht wirklich Baustellenerfahrung. Wenn da ein Bagger das Haus zerknurspelt fliegen die Fetzen - im Wortsinn! Da ist bissl Abstand nicht das dümmste...
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Tramwayhüttl am 13. September 2012, 12:48:28
War das nicht dieses Haus, das Aufgrund irgendeines Skandals, in den der Besitzer der im Erdgeschoss befindlichen Peepshow verwickelt war, so lange leer stand? An sich machte es ja noch einen recht guten Eindruck. Am Hernalser (?) Gürtel wird z.B. ein sehr heruntergekommenes (hässlich entstucktes) Haus grade aufwendig saniert....
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: N1 am 08. Oktober 2012, 23:05:19
Nachdem die städtische Wohnhausanlage Ecke Breitenfurter Straße/Rodauner Straße 2006 wegen Einsturzgefahr geräumt und in weiterer Folge abgerissen worden ist, fällt nun ein weiterer Nachkriegsgemeindebau (http://metadb.wrwks.at/open/object_pdf/0812355/D0A12/export.pdf) der Spitzhacke zum Opfer:
Zitat
Desolater Gemeindebau muss weichen - Mieter werden abgesiedelt

Sanierung wäre zu aufwendig geworden


Wien - In Wien muss ein Gemeindebau weichen, weil er zu desolat ist: Die Wohnhausanlage in der Darnautgasse 10 in Meidling hätte saniert werden sollen. Laut einer Mitteilung des Büros von Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (S) wäre dies jedoch technisch zu aufwendig geworden. Die Mieter werden nun aus dem 1953 errichteten Gebäude abgesiedelt.

Bei dem Haus handelt es sich nicht um einen der großen Wiener Gemeindebauten. Trotzdem: Immerhin 64 von insgesamt 88 Wohnungen sind vermietet. In den vergangenen Jahren erfolgten die Vorarbeiten für eine notwendige Sanierung. Genaue Analysen haben jedoch ergeben, dass der technische und auch finanzielle Aufwand zu groß gewesen wäre.

"Bedauerlich"

Nun muss das Haus weichen. Das sei, so wurde vonseiten der Stadt betont, bedauerlich. Man werde alles tun, um die Bewohner zu unterstützen. Neue Wohnungsangebote würden derzeit gelegt. Offeriert werden demnach Objekte, die den Voraussetzungen und Gegebenheiten der alten Wohnungen entsprechen würden, wie es hieß.

Die Betroffenen erhalten von der städtischen Gemeindebauverwaltung Wiener Wohnen auch Unterstützung bei der Übersiedlung. Die in den Wohnungen getätigten Investitionen, wie etwa der Einbau eines Bades oder einer Heizung, werden abgelöst. Auch sei es nicht notwendig, die Wohnung vollständig geräumt zurückzugeben, wurde versichert.

Was mit der Liegenschaft passiert, ist im Detail noch offen. Sie soll, so wurde betont, jedoch auch künftig für sozialen Wohnbau genutzt werden. (APA, 8.10.2012)
Quelle: derstandard.at (http://derstandard.at/1348285397964/Desolater-Gemeindebau-muss-weichen---Mieter-werden-abgesiedelt)

Vermutlich wird auch hier auf dem freiwerdenden Grundstück ein gemeinnütziger Bauträger und nicht die Stadt selbst bauen, da diese seit 2004 keine Gemeindebauten mehr errichtet.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 09. Oktober 2012, 01:23:25
Dort in der Gegend (An der Liesing) habens schon vor ca. 20 Jahren einen Teil des alten Gemeindebaus abgerissen und neu gebaut. Nach damaligen Zeitungsberichten seien die Nachkriegsbauten dort unter starken "Materialsparmaßnahmen" erbaut worden.

Hannes
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Ferry am 09. Oktober 2012, 08:49:12
Sanierung wäre zu aufwendig geworden
Ich frage mich wirklich, was bei einem noch nicht mal 60 Jahren altem Gebäude schon so hin ist, dass eine Sanierung zu aufwendig ist.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 09. Oktober 2012, 09:29:12
Sanierung wäre zu aufwendig geworden
Ich frage mich wirklich, was bei einem noch nicht mal 60 Jahren altem Gebäude schon so hin ist, dass eine Sanierung zu aufwendig ist.

Sanierung teurer als Abriss und Neubau samt nebengelagerten Kosten (Leute umsiedeln usw.)  :lamp:

a) Man hat speziell in der frühen Nachkriegszeit schnell und billig gebaut, um die Wohnungsnot zu lindern
b) Man hat dann die nächsten Jahrzehnte wenig bis gar nichts investiert. Das hält kein Bau aus.

Es gibt deutlich jüngere Gebäude, die abgerissen werden sollen, weil die Sanierung zu teuer ist. Der ganze WU-Komplex beispielsweise ist aus den 1970ern. Ästhetisch wäre das kein Verlust, aber nachhaltiges Bauen ist es dennoch nicht. 30 Jahre und weg damit.  :down:

Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 09. Oktober 2012, 12:53:16
Zwei Häuser weiter, in der Darnautgasse 6 (http://metadb.wrwks.at/open/object_pdf/0812337/D0A12/export.pdf), steht übrigens eines der wenigen Wiener Wohnhäuser aus nationalsozialistischer Zeit, gebaut 1941.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 09. Oktober 2012, 15:22:17
Dort in der Gegend (An der Liesing) habens schon vor ca. 20 Jahren einen Teil des alten Gemeindebaus abgerissen und neu gebaut. Nach damaligen Zeitungsberichten seien die Nachkriegsbauten dort unter starken "Materialsparmaßnahmen" erbaut worden.
Das waren etwas bessere, nicht unterkellerte Baracken, die schnell nach dem Krieg aufgestellt wurden. Die "besseren" Häuser der Siedlung An der Liesing wurden alle saniert, die anderen sind Neubau aus den frühen 90er-Jahren.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 11. Oktober 2012, 01:14:57
Wieder ein tragischer Abbruch- oder Sanierungskandidat: das Haus Kirchengasse 9, Ecke Lindengasse.

http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez07/01168002.jpg (http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez07/01168002.jpg)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: martin8721 am 11. Oktober 2012, 09:41:12
Wieder ein tragischer Abbruch- oder Sanierungskandidat: das Haus Kirchengasse 9, Ecke Lindengasse.
http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez07/01168002.jpg (http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez07/01168002.jpg)

Hast du da nähere Infos dazu?
Soweit ich weiß, ist das Haus schon seit Längerem ein Spekulationsobjekt.
Wohnen tut dort schon lange niemand mehr, vor wenigen Wochen ist auch noch die Bäckerei (das letzte Stück Leben in diesem Haus) ausgezogen.  :'(
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 11. Oktober 2012, 09:53:49
Wieder ein tragischer Abbruch- oder Sanierungskandidat: das Haus Kirchengasse 9, Ecke Lindengasse.
http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez07/01168002.jpg (http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez07/01168002.jpg)

Hast du da nähere Infos dazu?
Soweit ich weiß, ist das Haus schon seit Längerem ein Spekulationsobjekt.
Wohnen tut dort schon lange niemand mehr, vor wenigen Wochen ist auch noch die Bäckerei (das letzte Stück Leben in diesem Haus) ausgezogen.  :'(

Gehört das nicht dem Herrn Klein von Kleinbahn selbst? Ich hab vor einiger Zeit die Bäckereidame gefragt, was da ist, sie hat irgendwas gemurmelt von "jetzt hat Herr Klein Umbaupläne" oder so. Hat jemand kostenlosen Einblick ins Grundbuch?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 11. Oktober 2012, 10:25:04
Ich frag mich, warum das praktisch leere Haus nicht schon längst umgebaut wurde. Ob das wirklich Spekulation ist? Vielleicht gibts Besitzstreitigkeiten oder so. Verfallen wird so ein Bau ja nicht so schnell, nehme ich an.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 11. Oktober 2012, 12:46:58
Ich bin nur von einer architekturaffinen Bekannten auf den Zustand des Hauses aufmerksam gemacht worden. Sie hat auch gemeint, dass es zeitweise offen gestanden ist, gestern war das Haustor versperrt. Auf der Bäckerei steht, dass die Filiale "aus baulichen Gründen" geschlossen wurde.

Kulturgüterkataster und die üblichen Quellen geben leider praktisch nichts her.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Tramwayhüttl am 12. Oktober 2012, 17:56:31
Sieht eher nach Sanierung und sündteuren "Stilaltbauwohnungen mitten im 7." aus. Das haus in der Lederergasse mit dem Markanten Erkerturm stand auch viele Jahre lang leer bis es dann 2006 saniert wurde.
Die Substanz des Hauses schaut ja noch recht ordentlich aus. Steht aber in den Wohngeschossen bestimmt schon acht Jahre oder länger leer.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 12. Oktober 2012, 18:07:26
Zwei der vier Eckhäuser dort sind Neubauten aus den letzten (geschätzt) 20 Jahren, insofern bin ich schon etwas misstrauisch. Ein Freund hat erzählt, dass ein Bekannter sich mit dem Eigentümer unterhalten hat. Laut dem soll das Haus in sehr schlechtem Bauzustand sein.

Übrigens: ob wir wohl in der Jörgerstraße bald den nächsten Abbruch haben?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: N1 am 12. Oktober 2012, 23:58:47
Übrigens: ob wir wohl in der Jörgerstraße bald den nächsten Abbruch haben?
Die Einsturzgefahr ist inzwischen gebannt und die Evakuierung aufgehoben.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 13. Oktober 2012, 13:26:53
Übrigens: ob wir wohl in der Jörgerstraße bald den nächsten Abbruch haben?
Die Einsturzgefahr ist inzwischen gebannt und die Evakuierung aufgehoben.
Glück gehabt!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 13er am 13. Oktober 2012, 13:27:52
Übrigens: ob wir wohl in der Jörgerstraße bald den nächsten Abbruch haben?
Die Einsturzgefahr ist inzwischen gebannt und die Evakuierung aufgehoben.
Glück gehabt!
Und der 43er darf nur in Schrittgeschwindigkeit vorbeifahren :)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Ferry am 15. Oktober 2012, 10:30:36
Und der 43er darf nur in Schrittgeschwindigkeit vorbeifahren :)
Für wie lange?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 13er am 15. Oktober 2012, 10:56:41
Und der 43er darf nur in Schrittgeschwindigkeit vorbeifahren :)
Für wie lange?
Keine Ahnung, aber im Ausgleich könnte man noch ein paar Sitze ausbauen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: N1 am 05. November 2012, 17:59:53
Das Haus 19., Boschstraße 51, gehört seit kurzem der Vergangenheit an:
(http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez19/09347001.jpg)
Quelle: wien.gv.at/kulturportal (http://www.wien.gv.at/kulturportal/public/identifyGebaeude.aspx?id=SZI_P.6373812&mid=a2f09b4a-11d0-4f81-93f3-b6e983e7331c&ftype=vienna:ARCH.SZI_P&g=cfe032eb-3098-4144-82fb-e1eb23b20827&cid=b1244f8d-1f31-4acb-87a3-d51894e0ceb6)
(Das einstöckige Gebäude mit der grünlichen Fassade.)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: nord22 am 05. November 2012, 22:06:41
Zum Thema Gründerzeithaus Kirchengasse 9, Ecke Lindengasse:
Das Haus war seit Jahrzehnten Eigentum von Hr. Ing. Erich Klein, Inhaber der Fa. Kleinbahn. Warum der Eigentümer das Haus niemals renoviert hat,
ist mir nicht bekannt. Es scheiterte sicher nicht an Geldmangel, sondern eher am Altersstarrsinn des Eigentümers. Hr. Ing. Klein (Jg. 1923) ist im Juni 2011
hochbetagt verstorben. Auf Anfrage teilte mir die Tochter von Hr. Ing. Klein mit, dass das Haus im Familienbesitz bleiben soll. Architektonisch ist das Gebäude
mit seiner original erhaltenen Gründerzeitfassade sehr wertvoll. Im ganzen Haus sind z. B. noch Wasserleitungen aus Blei verlegt und eine Generalsanierung würde
daher sehr teuer kommen (wahrscheinlich teurer als ein Abbruch und Neubau). Es bleibt abzuwarten, wie sich die Eigentümer des Hauses entscheiden werden.

LG nord 22

Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 05. November 2012, 23:43:35
Ich würde meinen das kommt immer auf die Art und den Umfang der Renovierung an, und natürlich auch auf den Bauzustand des Hauses. An sich nehmen Architekten soweit ich weiß ganz grob 1000-1500 Euro pro m2 an, für Neubauten 1500-2500.

Wenn man jahrzehntelang Reparaturen und Modernisierungen angestaut hat, ist natürlich eine einmalige größere Investition fällig, das ist klar. Andererseits sollte man nicht in ein "Wemma eh scho ollas offen ham" verfallen und Arbeiten ausführen, die nicht unbedingt notwendig sind. Viel leichter gesagt als getan, ein Beispiel im kleinen Maßstab: ich bin letztens einen Tag auf der Leiter gestanden, eine neue Steckdose legen und das Badezimmer auf einen anderen Stromkreis geben, "weil für die neue Heizung eh schon alles aufgestemmt war".
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 06. November 2012, 06:04:49
Es kommt auch drauf an, ob die Besitzer sich das leisten können und/oder wollen.
Ev. kommt ein privater Bauträger und setzt die Leute auch unter Verkaufsdruck, mit einem Angebot, das man schwer ausschlagen kann - sprich, man wird mit Geld überhäuft. Da kann man schwer nein sagen, speziell, wenn bei einer Erbschaft mehrere Leute dranhängen, von denen einige die Kohle wirklich brauchen würden.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 06. November 2012, 09:05:58
Zum Thema Gründerzeithaus Kirchengasse 9, Ecke Lindengasse:
Das Haus war seit Jahrzehnten Eigentum von Hr. Ing. Erich Klein, Inhaber der Fa. Kleinbahn. Warum der Eigentümer das Haus niemals renoviert hat,
ist mir nicht bekannt.
Ein Schmuckstück dieses Hauses ist auch die längst geschlossene, aber noch im Ursprungszustand befindliche Kleinbahn-Filiale – ein Musterbeispiel für ein Ladenlokal vergangener Zeiten.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 06. November 2012, 10:54:47
Ich kann mich irren, aber ist die Kleinbahn-Fassade dort nicht schon über und über mit irgendwelchen Plakaten verschandelt?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 06. November 2012, 11:19:32
Ich kann mich irren, aber ist die Kleinbahn-Fassade dort nicht schon über und über mit irgendwelchen Plakaten verschandelt?
Schon, schon – sie ist aber (wie das dahinter befindliche Ladenlokal) noch erhalten.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 06. November 2012, 12:51:12
Ich kann mich irren, aber ist die Kleinbahn-Fassade dort nicht schon über und über mit irgendwelchen Plakaten verschandelt?
Schon, schon – sie ist aber (wie das dahinter befindliche Ladenlokal) noch erhalten.

Zuletzt hab ich Bauarbeiter drin gesehen. Anscheinend beginnt sich was zu tun.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: martin8721 am 06. November 2012, 17:17:09
Zum Thema Gründerzeithaus Kirchengasse 9, Ecke Lindengasse:
Architektonisch ist das Gebäude mit seiner original erhaltenen Gründerzeitfassade sehr wertvoll. Im ganzen Haus sind z. B. noch Wasserleitungen aus Blei verlegt.

Weißt du, ob sich in dem Haus vielleicht auch ein alter Fahrstuhl befindet?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: N1 am 30. November 2012, 23:44:57
Mit dem heutigen Tag wird das Kaiserin-Elisabeth-Spital im 15. Bezirk geschlossen. Das bis vor kurzem noch unter Denkmalschutz* stehende Verwaltungsgebäude soll abgerissen werden:
(http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/7/79/KES_Verwaltungsgebaeude_Huglgasse_3.JPG/640px-KES_Verwaltungsgebaeude_Huglgasse_3.JPG?uselang=de) (http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/79/KES_Verwaltungsgebaeude_Huglgasse_3.JPG?uselang=de)
Quelle: Wikimedia Commons (http://commons.wikimedia.org/wiki/File:KES_Verwaltungsgebaeude_Huglgasse_3.JPG?uselang=de)
_____

*) Laut einem Benutzerkommentar auf derstandard.at (http://derstandard.at/plink/1353207856676?sap=2&_pid=29180057#pid29180057).
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 13er am 01. Dezember 2012, 00:23:39
Bin schon gespannt, wie lange der (ohnehin nie korrekte) Ansagenzusatz "Elisabethspital" noch bei der Huglgasse durchgesagt wird ;)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 01. Dezember 2012, 09:17:09
Bin schon gespannt, wie lange der (ohnehin nie korrekte) Ansagenzusatz "Elisabethspital" noch bei der Huglgasse durchgesagt wird ;)
Erste Möglichkeit: Bis zur Umstellung auf die Schneiderin.
Zweite Möglichkeit: Der Komplex wird ja in ein Altersheim umgebaut. Also schnippelt man von 62er den entsprechenden Teil heraus, dann wird die Ansage wie folgt lauten: "[dingdong] Huglgasse, Geriatriezentrum Elisabethspital."
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 02. Dezember 2012, 22:17:01
Ebenfalls ein (schon seit 5 Jahren) todgeweihter Abbruchkandidat ist das Haus Breitenfurter Straße 230, an dem ich heute zufällig vorbeigekommen bin.
http://www.meinbezirk.at/wien-23-liesing/politik/neue-plaene-fuer-atzgersdorf-d46202.html (http://www.meinbezirk.at/wien-23-liesing/politik/neue-plaene-fuer-atzgersdorf-d46202.html)

Auf dem Foto im Kulturgüterkataster sieht man schon heftige Anzeichen der Endzeit, aber inzwischen hat sich das noch einmal drastisch verschärft. Soweit ich das aus dem fahrenden Auto erkennen konnte, sind sämtliche Fenster entweder offen oder eingeschlagen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 02. Dezember 2012, 22:27:51
Soeben verstorben: Kleine Sperlgasse 4
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 02. Dezember 2012, 22:48:31
Soeben verstorben: Kleine Sperlgasse 4
:'(
Mehr Bobos braucht das Tewa am Karmelitermarkt  :down:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 03. Dezember 2012, 00:47:44
Zur Zeit reißen s' leider viel z'amm. Nur die hässlichen 60er-Jahre-Bauten (Stadthallenbad, ORF usw.) gelten als wertvoll und stehen unter striktem Denkmalschutz!   ::)  :down:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 03. Dezember 2012, 00:54:40
Nachtrag zur Breitenfurter Straße: ich habe eine Stellungnahme des BDA gefunden, in der unter anderem angemerkt wird, dass das Haus extra zu einer bestehenden Schutzzone hinzugefügt wurde(!) und jetzt wieder rausfliegen soll... allerdings tut sich mit dem Projekt anscheinend seit 2007 nicht mehr viel.

Manchmal habe ich den Eindruck, Wien bemüht sich in jeder Hinsicht redlich, alle internationalen Fehler der 50er und 60er beizubehalten bzw. nachzuholen!

Zum Thema Abbruch und Verschandelung von Altsubstanz ist mir kürzlich dieser (zugegebenermaßen reichlich extreme und teilweise in sich widersprüchliche) Film untergekommen:
Unser Dorf soll hässlich werden (Dieter Wieland, 1975) (http://www.youtube.com/watch?v=8FRBMmM0qjc#)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: luki32 am 03. Dezember 2012, 07:14:07
Zur Zeit reißen s' leider viel z'amm. Nur die hässlichen 60er-Jahre-Bauten (Stadthallenbad, ORF usw.) gelten als wertvoll und stehen unter striktem Denkmalschutz!   ::)  :down:

Wir kleine Maxerln verstehen das nicht, die sind echt suuuuuper schön.

mfG
Luki
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 03. Dezember 2012, 07:52:40
Nur die hässlichen 60er-Jahre-Bauten (Stadthallenbad, ORF usw.) gelten als wertvoll und stehen unter striktem Denkmalschutz!   ::)  :down:
Dabei zerbröseln grad die eh von selber.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 03. Dezember 2012, 08:08:46
Zur Zeit reißen s' leider viel z'amm. Nur die hässlichen 60er-Jahre-Bauten (Stadthallenbad, ORF usw.) gelten als wertvoll und stehen unter striktem Denkmalschutz!   ::)  :down:
Hässlich oder schön liegt im Auge des Betrachters.
Aber die von dir genannten Bauten sind gute Vertreter ihrer Zeit und auch deswegen erhaltenswert. Ich finde, Denkmalschutz hört nicht 1910 auf.

Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 03. Dezember 2012, 08:47:36
Die ganzen Abrissae wären ja nur halb so schlimm, wenn dass was nachkommt auch nur ein bissl Ästhetischen ansprüchen genügen täte. Aber das was heute teilweise gebaut wird,  schaut aus wie ein russicher Plattenbau mit möchtegern Stilelementen. Noch dazu dann auf Pseudo Energiesparweise gebaut und nach 20 Jahren wieder reif für die Spitzhacke.

Anderseits ich arbeite im Baugewerbe also nur zu. Weg damit und irgendwas hingebaut und am besten schon nach 3 Jahren wieder abreissen. Dann ist eh die Gewährleistung aus und 90% aller Bauten werden dann sich selbst überlassen. Sprich ein Problem, welches nicht substanziell ist, besteht dann nach 20 Jahren noch immer weils keinen kümmert.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Ferry am 03. Dezember 2012, 10:44:13
Zur Zeit reißen s' leider viel z'amm. Nur die hässlichen 60er-Jahre-Bauten (Stadthallenbad, ORF usw.) gelten als wertvoll und stehen unter striktem Denkmalschutz!   ::)  :down:
Nein, das markante AUA-Zentrum in Oberlaa, das erst in den 70er-Jahren errichtet wurde, wurde auch schon der Abrissbirne überlassen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Tramwayhüttl am 03. Dezember 2012, 22:01:59
Wobei ich das AUA-Gebäude weitaus schützenswerter gefunden hätte als den Küniglberg. Das war reinste 70er-Jahre-Future Architektur. Übrigens sollte das Gebäude den damals einzigen Flugzeugtyp der AUA, der DC-9, darstellen.

@Sperlgasse: Wobei man sagen muss dass an diesem Haus weder noch viel Originales, noch etwas sonderlich erhaltenswertes gewesen wäre.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Linie 41 am 03. Dezember 2012, 22:10:10
Hässlich oder schön liegt im Auge des Betrachters.
Aber die von dir genannten Bauten sind gute Vertreter ihrer Zeit und auch deswegen erhaltenswert. Ich finde, Denkmalschutz hört nicht 1910 auf.
Die Bauten sind durchaus erhaltungswürdig, aber Roland Rainer dürfte bei einigen seiner Werke ein schlechtes Händchen für Werkstoffe gehabt haben (oder mit saumäßigen Bauingenieuren zusammengarbeitet haben). Die Bausubstanz ist zum Teil miserabel (wohne in so einem Rainer-Schrotthaufen, architektonisch durchdacht, aber selbst nach massiver Sanierung ein zugiges Loch).
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 03. Dezember 2012, 22:15:47
Die Bausubstanz ist zum Teil miserabel (wohne in so einem Rainer-Schrotthaufen
Ah, daher kommt deine Vorliebe für schrottige Hardware... (SCNR)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 09. Januar 2013, 01:59:28
Ein paar Bilder vom Lenikus-Spekulationsobjekt (http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wien/stadtpolitik/448348_Protest-gegen-Bauernmarkt-Plaene.html?em_redirect_url=%2Fthemen_channel%2Fwzwien%2Fstadtpolitik%2F448348_Protest-gegen-Bauernmarkt-Plaene.html) Bauernmarkt 21, einem 1910 erbauten Haus, das sich in einem Ensemble von vier fast baugleichen Häusern befindet und immer weiter verfällt. Teilweise sind auch die gut erhaltenen Nachbargebäude auf den Bildern zu sehen.

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Seit geraumer Zeit dürfte auch das Haus Strozzigasse 39 "Zur Freundschaft Christi", errichtet 1772, komplett leerstehen. Man findet auch im Internet absolut nichts über Besitzer, Geschäfte/Firmen oder sonst etwas, was mit dem Gebäude zu tun hat.

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Rundherum wurden im Vergleich zu den Achtziger Jahren alle Gebäude renoviert. Es wäre schade, wenn es ausgerechnet eines nicht schafft, im schönen josephinischen Ensemble bestehen zu bleiben. Anbei noch einmal das Foto von TARS631 aus der Strozzigasse 1987 aus diesem Thread. (http://www.tramwayforum.at/index.php?topic=2860.msg59395#msg59395) Als zweites Haus von hinten im vorgezogenen Ensemble erkennt man Strozzigasse 39, damals noch mit intakter Traufe:

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Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: E2 am 09. Januar 2013, 08:53:11
Man findet auch im Internet absolut nichts über Besitzer, Geschäfte/Firmen oder sonst etwas, was mit dem Gebäude zu tun hat.

Ach nein?  Musst halt zahlen...

 Grundbuchabfrage  (https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/60/Seite.600300.html#Grundbuchsabfrage)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 09. Januar 2013, 09:53:30
Ach nein?  Musst halt zahlen...
Jaja, das gibts natürlich. Aber normalerweise findet man bei mehr oder weniger intensiver Suche auch so Informationen.  ;)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Tramwayhüttl am 10. Januar 2013, 12:37:56
Das Hick-Hack um das Zwillingshaus am Bauernmarkt geht jetzt schon seit fast einem Jahrzenht. Lennikus glaubt er kann sich alles erlauben. Jedoch lässt sich Madame Nina, Besitzerin von "Nina's" Bar  nicht unterkriegen und zieht nicht aus.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Laiseka am 25. Februar 2013, 18:49:03
Der Abriss des Gemeindebaus in der Mitterhofergasse erscheint interessant, da bekanntlich bis dato nicht viele Gemeindebauten abgerissen wurden.

http://floridsdorf.gruene.at/soziales/artikel/lesen/88086/ (http://floridsdorf.gruene.at/soziales/artikel/lesen/88086/)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 25. Februar 2013, 19:44:13
Der Abriss des Gemeindebaus in der Mitterhofergasse erscheint interessant, da bekanntlich bis dato nicht viele Gemeindebauten abgerissen wurden.

http://floridsdorf.gruene.at/soziales/artikel/lesen/88086/ (http://floridsdorf.gruene.at/soziales/artikel/lesen/88086/)
In der Darnautgasse soll ja auch einer weggerissen werden.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: N1 am 26. Februar 2013, 10:45:42
Der Abriss des Gemeindebaus in der Mitterhofergasse erscheint interessant, da bekanntlich bis dato nicht viele Gemeindebauten abgerissen wurden.

http://floridsdorf.gruene.at/soziales/artikel/lesen/88086/ (http://floridsdorf.gruene.at/soziales/artikel/lesen/88086/)
Die "Hofbeschreibung (http://metadb.wrwks.at/open/object_pdf/0821304/D0A12/export.pdf)" ist noch online.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 26. Februar 2013, 12:59:52
Die "Hofbeschreibung (http://metadb.wrwks.at/open/object_pdf/0821304/D0A12/export.pdf)" ist noch online.

Gibts dazu eine Einstiegsseite? Evtl. mit weiteren solchen Beschreibungen?

Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: N1 am 26. Februar 2013, 13:21:41
Hier: https://metadb.wrwks.at/public.php
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: roadrunner am 05. März 2013, 11:09:29
Tja auch im 17ten sind etliche alte Häuser dem Untergang geweiht.  :(

Die Häuser Hernalser Hauptstr. 59 und 61 stehen seit Jahren leer und werden 2013 abgerissen. Die freiwerdende Fläche, inklusive der Baulücke bei Nr. 63 werden verbaut.

In der Bergsteiggasse werden die Häuser 3-5-und 7 bereits bearbeitet.( Container in der Einfahrt) Ob gänzlicher Abriss und Neubau war noch nicht in Erfahrung zu bringen. Interessant ist, dass das Grundstück bis zur Jögerbadgasse reicht. Auf dieser Seite ist ein genialer alter Hof mit ein paar alten Arbeitsgebäuden. Leider nur durch einen Spalt im Bretterzaun zu erkennen. Vielleich geh ich mit einer Leiter hin!  ;D

Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 05. März 2013, 11:23:53
*uaaaaah* ja, um die Häuser in der Hernalser Hauptstraße habe ich schon länger gefürchtet (und das auch hier geäußert). Weiß zufällig jemand, ob die Grundstücke noch der BIG gehören oder verkauft wurden?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: roadrunner am 05. März 2013, 12:02:49
*uaaaaah* ja, um die Häuser in der Hernalser Hauptstraße habe ich schon länger gefürchtet (und das auch hier geäußert). Weiß zufällig jemand, ob die Grundstücke noch der BIG gehören oder verkauft wurden?

Auf der BIG-Seite habe ich nichts gefunden.
Es wurde aber auch angedacht, die heftig umstrittene Volksgarage unter dem BR/BRG 17, unter dieses Bauvorhaben zu platzieren. Aber wie gesagt, nix is fix.  8)

Bis dato hängen keine Baustellenschilder oder sonstige genauere Hinweise.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: roadrunner am 05. März 2013, 14:02:03
Anbei noch ein paar Aufnahmen von Bergsteiggasse 3-7 Rückseite Jörgerbadgasse und der Hof.

Das Objekt Hernalser Ecke Bergsteiggasse wird auch saniert.

Dann noch Hernalser Hauptstraße 60-62. Interessant hier, dass das alte kleine Haus (HH62) in den Neubau integriert wird.

Das letzte Bild zeigt das Objekt HH 62 von der Jörgerstraße aus. Dazu eine Frage: Wer kann mir sagen was dieser Neubau am 43er ausgelöst hat?  ;D
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 13er am 05. März 2013, 14:24:17
Das letzte Bild zeigt das Objekt HH 62 von der Jörgerstraße aus. Dazu eine Frage: Wer kann mir sagen was dieser Neubau am 43er ausgelöst hat?  ;D
Eine temporäre Betriebseinstellung wegen Einsturzgefahr des Nebenhauses ;)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: roadrunner am 05. März 2013, 14:27:58
Das letzte Bild zeigt das Objekt HH 62 von der Jörgerstraße aus. Dazu eine Frage: Wer kann mir sagen was dieser Neubau am 43er ausgelöst hat?  ;D
Eine temporäre Betriebseinstellung wegen Einsturzgefahr des Nebenhauses ;)
Und der Gewinner ist: 13er  :))
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 21. März 2013, 23:48:52
Tja auch im 17ten sind etliche alte Häuser dem Untergang geweiht.  :(

Die Häuser Hernalser Hauptstr. 59 und 61 stehen seit Jahren leer und werden 2013 abgerissen. Die freiwerdende Fläche, inklusive der Baulücke bei Nr. 63 werden verbaut.

In der Bergsteiggasse werden die Häuser 3-5-und 7 bereits bearbeitet.( Container in der Einfahrt) Ob gänzlicher Abriss und Neubau war noch nicht in Erfahrung zu bringen. Interessant ist, dass das Grundstück bis zur Jögerbadgasse reicht. Auf dieser Seite ist ein genialer alter Hof mit ein paar alten Arbeitsgebäuden. Leider nur durch einen Spalt im Bretterzaun zu erkennen. Vielleich geh ich mit einer Leiter hin!  ;D
Bist du sicher, dass die Hausnummern stimmen? Ist das nicht eher 35, 37 und 39? Die von dir genannten Nummern sind bei der Ottakringer Straße und daher ziemlich weit weg von der Jörgerbadgasse.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: roadrunner am 22. März 2013, 06:53:18
Tja auch im 17ten sind etliche alte Häuser dem Untergang geweiht.  :(

Die Häuser Hernalser Hauptstr. 59 und 61 stehen seit Jahren leer und werden 2013 abgerissen. Die freiwerdende Fläche, inklusive der Baulücke bei Nr. 63 werden verbaut.

In der Bergsteiggasse werden die Häuser 3-5-und 7 bereits bearbeitet.( Container in der Einfahrt) Ob gänzlicher Abriss und Neubau war noch nicht in Erfahrung zu bringen. Interessant ist, dass das Grundstück bis zur Jögerbadgasse reicht. Auf dieser Seite ist ein genialer alter Hof mit ein paar alten Arbeitsgebäuden. Leider nur durch einen Spalt im Bretterzaun zu erkennen. Vielleich geh ich mit einer Leiter hin!  ;D
Bist du sicher, dass die Hausnummern stimmen? Ist das nicht eher 35, 37 und 39? Die von dir genannten Nummern sind bei der Ottakringer Straße und daher ziemlich weit weg von der Jörgerbadgasse.

Du hast natürlich recht!  :-[
Jetzt wird es Zeit für eine neue Lesebrille oder eine Blindentastatur.  ::)
Die Hälfte der betroffenen Häuser ist übrigens schon weg.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: martin8721 am 22. März 2013, 13:09:10
Falls es jemanden interessiert:
Ist zwar kein Hausabriss, aber:
Gestern Nacht wurde damit begonnen, am 6er die alte, genietete Stahlbrücke in der Unterführung Gudrunstraße  (zwischen Absberggasse und Geiselbergstraße) abzutragen.  :lamp:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 01. April 2013, 02:08:37
Tja auch im 17ten sind etliche alte Häuser dem Untergang geweiht.  :(

Die Häuser Hernalser Hauptstr. 59 und 61 stehen seit Jahren leer und werden 2013 abgerissen. Die freiwerdende Fläche, inklusive der Baulücke bei Nr. 63 werden verbaut.

In der Bergsteiggasse werden die Häuser 3-5-und 7 bereits bearbeitet.( Container in der Einfahrt) Ob gänzlicher Abriss und Neubau war noch nicht in Erfahrung zu bringen. Interessant ist, dass das Grundstück bis zur Jögerbadgasse reicht. Auf dieser Seite ist ein genialer alter Hof mit ein paar alten Arbeitsgebäuden. Leider nur durch einen Spalt im Bretterzaun zu erkennen. Vielleich geh ich mit einer Leiter hin!  ;D
Bist du sicher, dass die Hausnummern stimmen? Ist das nicht eher 35, 37 und 39? Die von dir genannten Nummern sind bei der Ottakringer Straße und daher ziemlich weit weg von der Jörgerbadgasse.

Du hast natürlich recht!  :-[
Jetzt wird es Zeit für eine neue Lesebrille oder eine Blindentastatur.  ::)
Die Hälfte der betroffenen Häuser ist übrigens schon weg.
Jetzt noch einmal ganz präzise (nach zwei Vor-Ort-Terminen :D):
Es handelte sich um die Häuser Bergsteiggasse 35 und 37, wobei das Grundstück zur Jörgerbadgasse hin anscheinend auf der ganzen Breite zu Nr. 37 gehörte.

Die Hofgebäude gehörten anscheinend (zumindest die von der Jörgerbadgasse gesehen auf der linken Seite befindlichen) zur Fassbinderei auf Nummer 37. Auch dieses Haus wurde im Lauf der letzten Woche abgebrochen, gestern war nur mehr ein Schutthaufen zu sehen.

Ein neuer Kandidat: Teschnerg. 18 (Ecke Schopenhauerstr.) in Währing. Es hängen schon mehrere Prajo-Transparente, allerdings scheinen Teile des Hauses noch bewohnt zu sein.

(http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez18/05438201.jpg)
Q: Kulturgüterkataster
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: martin8721 am 27. April 2013, 18:41:03
Bei der U4-Station Meidling Hauptstraße wird gerade das imposante Gebäude des ehemaligen Elektro-Händlers Komet abgerissen.
Während der Abbrucharbeiten kamen auch Teile der ursprüngliche Fassade wieder zum Vorschein, welche in den 70er/80er-Jahren (?) leider verschalt wurde - ein kurzes Zeitfenster in die Vergangenheit also, das es galt, zu nutzen. Die Fotos entstanden gestern nachmittag. Wer noch Bilder machen möchte, sollte sich beeilen.

Ganz am Ende ein Bild, wie das Gebäude um 1930 ausgesehen hat.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 13er am 27. April 2013, 21:08:43
Dort kommt ein wunderschöner ... tadaaa ... Büro- und Shoppingkomplex (Hochhaus) hin (geplant und umgeplant wird schon seit mehr als einem Jahrzehnt). Zu den Kometgründen findet man viel im Google... da ging's auch darum, dass man das Projekt in ursprünglicher Form sogar sehr störend vom Schloß(park) Schönbrunn aus sehen konnte. Aber wie wir von anderen Projekten wissen, gelten in Wien ab einer gewissen Summe diverse Gesetze nicht mehr so wirklich... der Millenniumcity ist ja auch viel höher als es das Gesetz erlaubt. Man kann nur mutmaßen, wie es so weit kommt.

z.B.

http://kurier.at/chronik/wien/kometgruende-der-kampf-gegen-ein-hochhaus/768.062 (http://kurier.at/chronik/wien/kometgruende-der-kampf-gegen-ein-hochhaus/768.062)

http://www.wien-konkret.at/politik/buergerinitiativen/komet-hochhaus/ (http://www.wien-konkret.at/politik/buergerinitiativen/komet-hochhaus/)

Ursprünglicher Entwurf: http://www.podsedensek.at/prj/032/site.html (http://www.podsedensek.at/prj/032/site.html)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 06. Mai 2013, 00:56:07
Gestern war ich in der Gersthofer Straße, dort gibt es eine ganze Reihe von - meiner Meinung nach - Spekulationsobjekten, die vermutlich irgendwann abgerissen werden.

Fangen wir beim Türkenschanzplatz an:
Gersthofer Straße 74, unuübersehbar ein ehemaliges Gasthaus. Der Kulturgüterkataster meint Baujahr vor 1848, allerdings steht dort auch "Mietshaus der Gründerzeit", was unübersehbar ein Holler ist und außerdem ein Widerspruch zum Baujahr.
http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez18/05607701.jpg (http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez18/05607701.jpg)

Minimal kümmert sich offensichtlich noch jemand um das Grundstück, der Zaun ist seit dem Foto erneuert worden. Das Haus ist aber unverändert.

Ein ganz trauriger Fall ist das Haus Gersthofer Straße 78 (leider kein brauchbares Foto verfügbar, weder auf NORC noch im Kulturgüterkataster). Hierbei handelt es sich um ein wunderschön erhaltenes ebenerdiges Haus mit altem ländlichen Doppelflügeltor und Innenfensterläden sowie einem sehr alten Dach. Es steht seit ich denken kann leer. Letztes Jahr waren Bauarbeiten zu sehen und ich war schon hoffnungsvoll. Gestern musste ich sehen, dass die nur die Fassade gepölzt haben, da der einstürzende Dachstuhl droht, die Fassade nach außen zu drücken :(

Die Hausnummern 130 bis 136 sind winzig schmale Grundstücke, offensichtlich noch die uralte Weingartenstruktur, dafür reichen diese handtuchschmalen Streifen bis zur Karlweisgasse hinaus. 130 ist als einziges dieser Häuser soweit ich weiß noch bewohnt. 132 ist unbebaut, 134 und 136 sind entzückende kleine Bauernhäuser und seit urdenklichen Zeiten leer. Meiner Meinung wären diese letzten Reste der alten dörflichen Struktur in höchstem Maße schützenswert, damit stehe ich aber offensichtlich relativ alleine da.

http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez18/05695601.jpg (http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez18/05695601.jpg)

Die Fassade von Nummer 136 wurde schon vor Jahren mit einer Plakatwand verbaut und ist praktisch unsichtbar.

Weiter geht es in der Pötzleinsdorfer Straße. Nummer 6 ist kein Abbruchkandidat sondern wurde vor einiger Zeit zumindest äußerlich renoviert. Der hintere Teil des Hauses ist anscheinend komplett Garage, vorn scheinen aber Zimmer zu sein. Möglicherweise wurden auch die Fenster getauscht, da bin ich mir aber nicht sicher.

http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez18/05665301.jpg (http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez18/05665301.jpg)

Ebenfalls kein Abbruchkandidat (leider) aber unnachahmlich skurril ist das Haus Pötzleinsdorfer Straße 27. Ende der 70er gebaut und dank Pleite des Bauherrn niemals fertig geworden steht diese Beton gewordene Monstrosität seither dort und trotzt den Jahrzehnten. Zu den abstrusen Details gehört unter anderem ein Wintergarten mit Pool im zweiten Stock (auf Luftbildern erkennbar).

Das Grundstück ist dem Konkurs offenbar irgendwie entgangen, jedenfalls taucht die Eigentümerin (die Witwe des Bauherren) ab und zu dort auf, pflegt den Garten hinter dem Haus und streitet mit den Nachbarn.

http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez18/10057201.jpg (http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez18/10057201.jpg)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Elandrion am 06. Mai 2013, 13:10:23
Die Grundstücke Gersthoferstraße 130-136 werden meines Wissens in den nächsten zwei Jahren verbaut, ähnlich den Bauten auf No. 140.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 06. Mai 2013, 13:32:23
Die Grundstücke Gersthoferstraße 130-136 werden meines Wissens in den nächsten zwei Jahren verbaut, ähnlich den Bauten auf No. 140.
Vergleiche dazu auch http://gruenewaehring.wordpress.com/2012/10/22/der-wald-in-der-gersthoferstrase/ (http://gruenewaehring.wordpress.com/2012/10/22/der-wald-in-der-gersthoferstrase/) und http://www.meinbezirk.at/wien-18-waehring/chronik/gersthofer-wald-droht-ende-d480653.html (http://www.meinbezirk.at/wien-18-waehring/chronik/gersthofer-wald-droht-ende-d480653.html)  :-\
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 06. Mai 2013, 19:55:09
Die Grundstücke Gersthoferstraße 130-136 werden meines Wissens in den nächsten zwei Jahren verbaut, ähnlich den Bauten auf No. 140.
Vergleiche dazu auch http://gruenewaehring.wordpress.com/2012/10/22/der-wald-in-der-gersthoferstrase/ (http://gruenewaehring.wordpress.com/2012/10/22/der-wald-in-der-gersthoferstrase/) und http://www.meinbezirk.at/wien-18-waehring/chronik/gersthofer-wald-droht-ende-d480653.html (http://www.meinbezirk.at/wien-18-waehring/chronik/gersthofer-wald-droht-ende-d480653.html)  :-\
*brrrr* Ziemlich genau so hab ich mir das vorgestellt!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: roadrunner am 07. Mai 2013, 12:07:40
Nachdem ich heute unterwegs war, ein paar Eindrücke über Veränderungen im 17. Gegend um den Elterleinplatz und teilweise Richtung 18.
Die Lage ergibt sich aus der Bildunterschrift.
Einzig beim Bild Pezzlgasse Ecke Weidmanngasse konnte ich leider nicht auf eine alte Ansicht zurückgreifen. Dort befand sich ein ebenerdiges Haus einer Dachdeckerfirma und einer Tischlerei.
Teilweise sieht man gut was man machen kann wenn man will. :up:  Manchmal  :fp:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 07. Mai 2013, 22:21:12
Ein ganz trauriger Fall ist das Haus Gersthofer Straße 78 (leider kein brauchbares Foto verfügbar, weder auf NORC noch im Kulturgüterkataster). Hierbei handelt es sich um ein wunderschön erhaltenes ebenerdiges Haus mit altem ländlichen Doppelflügeltor und Innenfensterläden sowie einem sehr alten Dach. Es steht seit ich denken kann leer. Letztes Jahr waren Bauarbeiten zu sehen und ich war schon hoffnungsvoll. Gestern musste ich sehen, dass die nur die Fassade gepölzt haben, da der einstürzende Dachstuhl droht, die Fassade nach außen zu drücken :(
Ist das nicht Gersthofer Straße 80? Hier gibts auch ein Photo: http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez18/10447701.jpg (http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez18/10447701.jpg)

Zu Gersthofer Straße 80 habe ich im RIS ein Urteil aus 1986 gefunden: http://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_19860702_OGH0002_0030OB00007_8600000_000 (http://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_19860702_OGH0002_0030OB00007_8600000_000) . Hat zwar nichts mit der heutigen Situation zu tun, ich stelle es trotzdem kurz zusammengefaßt dar: Das Haus wurde von der (wohl damaligen) Eigentümerin, einer Pensionistin, 1972 an einen Bauunternehmer aus Hietzing (* 1941) um 200.000 Schilling und 4.000 Schilling monatliche Leibrente verkauft. Des weiteren sollte seine Lebensversicherung zugunsten ihrerseits vinkuliert (= bedeutet, daß sie Zahlungen daraus verweigern kann) werden, was offenbar nicht geschehen ist und weshalb die Klage zustande kam. Dann hat er die Klage anerkannt, aber trotzdem nicht vinkuliert, weshalb nochmals geklagt wurde. Schließlich hat er vinkuliert, allerdings mit einem Maximalbetrag von 400.000 Schilling und überdies der Klausel, daß die Vinkulierung mit ihrem Tod erlösche, was beides so nicht (direkt) abgemacht war. Dann gabs diverse Rechtsstreitigkeiten, ob die 400.000 ATS ausreichend seien (die Lebensversicherung war in der Tat ungefähr so hoch) oder nicht. Schließlich entschied in der Sache sogar der Oberste Gerichtshof (!), und zwar im Sinne der Erstklägerin.

Zu Gersthofer Straße 130-136: das sind offenbar wirklich die sich über Jahrhunderte erhalten habenden alten Weinbauerstrukturen dieses Gebietes. Das ist eigentlich sensationell und sollte unbedingt geschützt werden! Am Stadtplan von 1904 sieht man, daß es auch links und rechts noch teilweise solche Grundstücke gab, im Kriegsschadenplan 1946 sind die aber praktisch nicht mehr vorhanden. Eine Bebauung von Nr. 132 findet sich noch 1946, das dortige Haus dürfte erst nach dem Krieg abgerissen/abgebrannt sein.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 07. Mai 2013, 23:12:39
Ein ganz trauriger Fall ist das Haus Gersthofer Straße 78 (leider kein brauchbares Foto verfügbar, weder auf NORC noch im Kulturgüterkataster). Hierbei handelt es sich um ein wunderschön erhaltenes ebenerdiges Haus mit altem ländlichen Doppelflügeltor und Innenfensterläden sowie einem sehr alten Dach. Es steht seit ich denken kann leer. Letztes Jahr waren Bauarbeiten zu sehen und ich war schon hoffnungsvoll. Gestern musste ich sehen, dass die nur die Fassade gepölzt haben, da der einstürzende Dachstuhl droht, die Fassade nach außen zu drücken :(
Ist das nicht Gersthofer Straße 80? Hier gibts auch ein Photo: http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez18/10447701.jpg (http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez18/10447701.jpg)
Stimmt, da hab ich mich offensichtlich in der Hausnummer geirrt! In NORC ist das alles eine grüne Wand dort.

Offensichtlich war das Haus schon damals unbewohnt, siehe geschlossene Fensterläden!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 08. Mai 2013, 01:03:35
Stellt sich nur die Frage, was man daraus machen soll?
Im Sinne der Ortsbildpflege (wo existiert dort noch etwas derartiges, da wurden rundherum sehr viele Betonbauten einfach hingeklotzt) müsste man die Häuser renovieren und bewohnbar machen. Bloss die Frage, wer sich das leisten will bei dem Verhältnis von Grundstückspreis zu Wohnfläche?
Die Alternative wäre der Versuch, dort wieder Weingärten anzulegen (im XVIII. Bezirk gibt es ja meines Wissens nach keine mehr). Ob sich das bei der geringen Fläche aber auch nur irgendwie rentiert, ist genauso fraglich.
Ein Projekt unter Einbeziehung der existierenden Bauten scheint auch eher schwer machbar, weil in dem Fall wohl kein Platz für die sicher gewünschten (bzw. vorgeschriebenen?) Garageneinfahrten ist.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 08. Mai 2013, 01:36:01
Meine Idee wäre wenn überhaupt auf Nummer 132 die Garageneinfahrt zu machen (dort ist ja eine Baulücke) und den oberen Teil der Grundstücke zu verbauen. Immer noch schade drum, aber wesentlich besser als Abbruch!

Bei Nummer 134 wird halt außer der Fassade nicht viel überbleiben, den Bauzustand der anderen Häuser kenne ich nicht.

Bei oberflächlicher Recherche ist dieser Bautypus dort einmalig. Es gibt einige wenige vergleichbar alte Häuser, aber nicht in diesem Stil.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 10. Mai 2013, 00:51:37
Ein neuer Kandidat: Teschnerg. 18 (Ecke Schopenhauerstr.) in Währing. Es hängen schon mehrere Prajo-Transparente, allerdings scheinen Teile des Hauses noch bewohnt zu sein.
Heute war dort noch ein zweites Prajo-Transparent und der Strom für die Gegensprechanlage wurde abgeschaltet. Das dürfte es dann wohl gewesen sein für dieses Haus.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 10. Mai 2013, 01:04:56
Bei oberflächlicher Recherche ist dieser Bautypus dort einmalig. Es gibt einige wenige vergleichbar alte Häuser, aber nicht in diesem Stil.
Ja, es ist schade drum! Andererseits, wer möchte heutzutage in so einer winzigen Hütte wohnen?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 10. Mai 2013, 07:51:08
Bei oberflächlicher Recherche ist dieser Bautypus dort einmalig. Es gibt einige wenige vergleichbar alte Häuser, aber nicht in diesem Stil.
Ja, es ist schade drum! Andererseits, wer möchte heutzutage in so einer winzigen Hütte wohnen?
Es ist halt ein Zwiespalt. Ich finde es auch schade, dass alte Hütten verschwinden und romantische Industriebrachen wie der Nordbahnhof verbaut werden.
Andererseits: Wien wächst. Und wenn man schon (berechtigt) kritisiert, wie am Stadtrand Satellitenstädte entstehen, muss man auch sehen, dass die einzige Alternative dazu ist, innerstädtisch zu verdichten. Und da sind nun mal solche kleinen Häuserln die ersten, die dran glauben müssen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 10. Mai 2013, 08:45:24
Das Schlimme ist halt, dass anstelle der abgerissenen Bauten ausnahmslos scheußliche Betonklötze nachkommen, die nicht ins Stadtbild passen, den Anforderungen der Bewohner nicht gerecht werden (gut, das wurden die alten Häuser noch weniger) und die fortschreitende Realitätsentfremdung der Architekten auf Jahrzehnte hinaus "abspeichern".
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 10. Mai 2013, 09:16:59
Das Schlimme ist halt, dass anstelle der abgerissenen Bauten ausnahmslos scheußliche Betonklötze nachkommen, die nicht ins Stadtbild passen, den Anforderungen der Bewohner nicht gerecht werden (gut, das wurden die alten Häuser noch weniger) und die fortschreitende Realitätsentfremdung der Architekten auf Jahrzehnte hinaus "abspeichern".
Da gebe ich dir 100 % recht! Gute Architektur findet man in Wien leider wirklich selten. Wobei ich nicht vom ästhetischen rede, da kann man immer geteilter Meinung sein. Aber dass es beispielsweise keine Nutzungsflexibilität gibt, keine Funktionsmischung eingeplant wird, auch die Öffnung zu den alten Stadtteilen nicht funktioniert - man siehe nur Stadlau, U2-Hochtrasse = neuer Linienwall und die Neubauten wenden sich vom alten Ortskern ab: "Hier nicht auf Besuch kommen!"

Dass alte Häuser den Anforderungen der Bewohner nicht gerecht werden, will ich so nicht unterschreiben. Es kommt natürlich darauf an, was für ein Haus es ist. Ein Zinshaus mit Bassena am Gang, schimmligen Wänden und verfaulten Leitungen wird es sicher nicht. Ein halbwegs in Stand gehaltenes Gründerzeithaus bietet allerdings eine tolle Nutzungsflexibilität. Da kann ich relativ frei entscheiden, was ich mit der Wohnung mache: Büro, Wohnung, Arztpraxis, Wohnung/Büro gemischt usw... alles relativ leicht machbar. In Neubauten gibts nur 1-, 2-, 3-Zimmer-Wohnungen und das wars dann. Und im Erdgeschoß das Geschäftslokal ist für einen Supermarkt geplant. Wenn der zusperrt oder gar nicht erst aufsperrt, kann man aber kein Kaffeehaus drin aufmachen, weil die Raumaufteilung total verbaut ist.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 10. Mai 2013, 09:56:22
Dass alte Häuser den Anforderungen der Bewohner nicht gerecht werden, will ich so nicht unterschreiben.
Ich meinte damit, dass alte Häuser heutigen Anforderungen nicht oder nur mit massiven Umbauten gerecht werden. Das beginnt schon beim Eingang: Vom Haustor führen oft erst einmal Stiegen ins Hochparterre. Wenn es einen Aufzug gibt, dann ist der erst hier zu finden. Dann gibt es noch die maximale Flächenausnutzung, die in unbrauchbaren, gammligen finsteren Lichtschächten endet, durch die kein Licht kommt, sondern nur die WC-Gerüche vom Nachbarn. Von heutigen Anforderungen in Sachen Heizung reden wir erst gar nicht... was Jahr für Jahr an Energie verschwendet wird, um vier Meter hohe Räume auf halbwegs erträgliche Temperaturen zu bringen!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 10. Mai 2013, 13:17:27
Bei den Häusern in der Gersthofer Straße müsste man natürlich den Dachboden ausbauen, dann käme man (ganz grobe Schätzung nach Erfahrungen mit ähnlichen Häusern im Weinviertel) auf etwa 100 m2 Wohnfläche. Klar ist ebenerdige Bebauung eine gewisse Platzverschwendung, aber meiner Meinung nach ist es nicht notwendig, im ohnehin schon recht dicht verbauten Gebiet jeden Quadratzentimeter Grund maximal auszunutzen. Einen Teil der Grundstcke kann man ja durchaus dann auch dichter bebauen!

@95B: der Einfluss der Raumhöhe auf die Heizenergie wird maßlos überschätzt. Dafür haben Altbauten mit ihren dicken Ziegelmauern eine hohe thermische Masse und sparen daher im Sommer bei der Kühlung. Komplett unsinnige Raumausnutzung gibt es in Neubauten immer noch, ein WC zum Lichthof ist mir hundertmal lieber als eines ganz ohne Fenster!

Im Hinblick auf die Ressourcennutzung insgesamt ist die Sanierung eines Hauses - besonders die materialschonende - allemal besser als der Abbruch und Neubau. Ja, nach 80-100 Jahren ist es teilweise notwendig, die Fußböden zu erneuern - aber da kann man oft die alten leicht ergänzt wiederverwenden, weil das Holz noch völlig in Ordnung ist, statt sie in die Müllverbrennungsanlage zu schicken. An den Mauern muss man - abgesehen von u.U. feuchten Erdgeschosszonen oder ungünstigen Kleinstwohnungen - meistens gar nichts ändern, außer nach Leitungsarbeiten hier und da den Verputz zu ergänzen. Gut gepflegte Holzfenster können Lebensdauern weit jenseits der 100 Jahre erreichen - unsere hier haben nächstes Jahr dreistelligen Geburtstag und es wurde noch kein einziges getauscht! Und so weiter und so weiter. Reißt man ein Haus ein, gehen die Holzteile normalerweise in die Müllverbrennung, Metall ins Recycling, Ziegel und Verputz enden als Füllmaterial im Straßenbau, das teure Fensterglas wird zertrümmert und landet im Müll. Was da an Energie und Aufwand in Produktion, Transport und Montage gegangen ist und dann für Demontage, Trennung, Transport und Verwertung noch einmal investiert wird!
Titel: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Vento66 am 10. Mai 2013, 19:47:03
Im Haus Hernalser Hauptstraße / Weissgasse werden überhaupt keine Leute wohnen, da es eine Radiologie und Röntgenklinik wird. (Dort bin ich gerade als Bauleiter tätig)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 10. Mai 2013, 19:56:26
Zieht da jemand von der Jörgerstraße dort hin oder entsteht  in nächster Umgebung eine Konkurrenz?

Hannes
Titel: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Vento66 am 10. Mai 2013, 19:58:48
Nein keine Konkurenz, nur Umzug.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: roadrunner am 11. Mai 2013, 06:47:13
@Vento66 Jedesmal wenn ich vorbeigehe reißt´s mich wegen der weißen Fassade. Ein wenig "bunt" wäre schön gewesen.  ;)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Vento66 am 11. Mai 2013, 10:36:27
Dafür wirds innen schön bunt  :D, aber das erzähl mal der Architektin.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 18. Mai 2013, 00:21:01
Heute hat es - soweit ich das bei der Vorbeifahrt in der Gunoldstraße erkennen konnte - im Schiffmeisterhaus in der Heiligenstädter Lände gebrannt (nicht zum ersten Mal)!

Das Haus steht seit langem leer, ist mittlerweile recht desolat und vor allem mehr oder weniger frei zugänglich, dementsprechend wird es immer wieder "bewohnt".

http://www.binnenschifferforum.de/forum/showthread.php?33016-Schiffmeisterh%E4user-an-der-Donau/page4 (http://www.binnenschifferforum.de/forum/showthread.php?33016-Schiffmeisterh%E4user-an-der-Donau/page4)

Innenaufnahmen habe ich einmal auf einer Urbex-Seite gesehen, finde sie aber nicht mehr.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 18. Mai 2013, 09:08:42
Innenaufnahmen habe ich einmal auf einer Urbex-Seite gesehen, finde sie aber nicht mehr.
http://www.flickr.com/photos/anachronismus2/sets/72157631332071314/with/7898681690/ (http://www.flickr.com/photos/anachronismus2/sets/72157631332071314/with/7898681690/)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 13er am 18. Mai 2013, 14:21:53
Heute hat es - soweit ich das bei der Vorbeifahrt in der Gunoldstraße erkennen konnte - im Schiffmeisterhaus in der Heiligenstädter Lände gebrannt
Laut Medienberichten war es Brandstiftung.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 18. Mai 2013, 17:45:17
Laut Medienberichten war es Brandstiftung.
Werden sich wohl die Sandhasen rechtzeitig aus dem Staub gemacht haben. ;)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 18. Mai 2013, 17:52:51
Und das Haus steht natürlich unter Denkmalschutz... das erklärt wie immer einiges.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: N1 am 18. Mai 2013, 18:11:00
Ein nächster Abbruchkandidat könnte der ehemalige APA-Turm sein, der kürzlich verkauft (http://derstandard.at/1363711047216/Frueheres-APA-Gebaeude-an-Architekten-verkauft) wurde. Wär irgendwie schade drum, da das Ding zwar nicht direkt schön ist - das wäre übertrieben -, aber der Umgebung doch ihr Gepräge verleiht.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 20. Mai 2013, 00:28:36
Ein nächster Abbruchkandidat könnte der ehemalige APA-Turm sein, der kürzlich verkauft (http://derstandard.at/1363711047216/Frueheres-APA-Gebaeude-an-Architekten-verkauft) wurde. Wär irgendwie schade drum, da das Ding zwar nicht direkt schön ist - das wäre übertrieben -, aber der Umgebung doch ihr Gepräge verleiht.
Was ist mit dem Glaskobel Ecke Gunoldstraße/Lände? Sollte der auch leer sein (wirkt eher so) sehe ich da ein Riesenprojekt auf den drei erwähnten Grundstücken heraufdämmern! Das Schiffmeisterhaus grenzt ja direkt an die beiden genannten Grundstücke an.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 20. Mai 2013, 15:44:18
Und das Haus steht natürlich unter Denkmalschutz... das erklärt wie immer einiges.
Das Feuer soll von einem Obdachlosen gelegt worden sein:

Feuer in alter Villa „aus Rache“ gelegt (http://wien.orf.at/news/stories/2584902)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 20. Mai 2013, 16:05:17
Da gab es an der Grünbergstraße die alte Jagdhütte aus der Kaiserzeit (Holzblockhaus), man konnte sie nicht richtig brauchen, auch für nichts wirklich verwenden. Aber da sie unter Denkmalschutz stand, wäre sie den Besitzer teuer gekommen, hätte sie doch in Schuss gehalten werden müssen. Und siehe da, welch glückliche Fügung, kam da doch ein Obdachloser und fackelte sie ab! Und gleich in der Nähe standen die denkmalgeschützten Reste der alten Meierei Tivoli. Blöd, dass man eine teure Seniorenresidenz bauen wollte und da standen doch die alten Bauten und rundherum Wald. Über die Abholzung konnte man ja mit der anderen Bezirksfraktion einen Deal machen, hatten die doch zufällig andernorts auch große Pläne, denen viele Bäume im Weg standen. Und auch hier rettete Meister Zufall das Projekt. Da schlichen sich doch glatt Obdachlose ein, und brannten alles bis zur Ruine nieder!  :'(


Ich fürchte, diese Schilderungen ließen sich bis zum Gehtnichtmehr fortsetzen!   >:D
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Petersil am 20. Mai 2013, 23:11:34
Da gab es an der Grünbergstraße die alte Jagdhütte aus der Kaiserzeit (Holzblockhaus), man konnte sie nicht richtig brauchen, auch für nichts wirklich verwenden. Aber da sie unter Denkmalschutz stand, wäre sie den Besitzer teuer gekommen, hätte sie doch in Schuss gehalten werden müssen. Und siehe da, welch glückliche Fügung, kam da doch ein Obdachloser und fackelte sie ab! Und gleich in der Nähe standen die denkmalgeschützten Reste der alten Meierei Tivoli. Blöd, dass man eine teure Seniorenresidenz bauen wollte und da standen doch die alten Bauten und rundherum Wald. Über die Abholzung konnte man ja mit der anderen Bezirksfraktion einen Deal machen, hatten die doch zufällig andernorts auch große Pläne, denen viele Bäume im Weg standen. Und auch hier rettete Meister Zufall das Projekt. Da schlichen sich doch glatt Obdachlose ein, und brannten alles bis zur Ruine nieder!  :'(

Ach, ich erinnere mich dunkel. Was war denn das Projekt der anderen Bezirksfraktion?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 20. Mai 2013, 23:35:35

Ach, ich erinnere mich dunkel. Was war denn das Projekt der anderen Bezirksfraktion?
(http://maps.google.at/maps?hl=de&gs_rn=14&gs_ri=psy-ab&pq=sp%C3%B6+sommerfest+2012+altmannsdorf&cp=9&gs_id=43y&xhr=t&q=gartenhotel+altmannsdorf&biw=1916&bih=922&bav=on.2,or.r_qf.&bvm=bv.46751780,d.Yms&um=1&ie=UTF-8&sa=X&ei=YpWaUea8LIqmtAb1zIDAAg&sqi=2&ved=0CAgQ_AUoAg)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 21. Mai 2013, 01:51:17

Ach, ich erinnere mich dunkel. Was war denn das Projekt der anderen Bezirksfraktion?

Springer-Schlössel - Seminarhotel?

Hannes
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Petersil am 21. Mai 2013, 01:54:56
Ah, also doch. Ich hätte entweder auf dieses Projekt oder auf die Verbauung des ehemaligen Tierschutzhauses gleich ums Eck getippt, war mir aber zeitlich nicht mehr sicher. Beim Tierschutzhaus wurde ja still und heimlich das Parkschutzgebiet zum Bauland umgewidmet. Spannenderweise ist das wegen der ehemaligen Parkwidmung noch immer ein Landschaftsschutzgebiet nach dem Wr. Naturschutzgesetz, aber jetzt stehen halt mehrere große Häuser darin. Da sieht man, wie zahnlos der Naturschutz in der Realität ist.

Springer-Schlössel - Seminarhotel?

Lt. hema nein, falsche Partei, falsches Hotel  8)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 21. Mai 2013, 02:17:44
Ich hab erst jetzt bemerkt, dass man in den Plan hineinzoomen kann - dachte, das ist ein Screen-shot.

Hannes
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 21. Mai 2013, 13:07:34
Ah, also doch. Ich hätte entweder auf dieses Projekt oder auf die Verbauung des ehemaligen Tierschutzhauses gleich ums Eck getippt, war mir aber zeitlich nicht mehr sicher. Beim Tierschutzhaus wurde ja still und heimlich das Parkschutzgebiet zum Bauland umgewidmet. Spannenderweise ist das wegen der ehemaligen Parkwidmung noch immer ein Landschaftsschutzgebiet nach dem Wr. Naturschutzgesetz, aber jetzt stehen halt mehrere große Häuser darin. Da sieht man, wie zahnlos der Naturschutz in der Realität ist.

Ah, jetzt wo du es sagst! Kann sein dass es auch dieses Projekt war (Ex-Tierschutzhaus), für das dieser "Abtausch" stattfand! Da beide im Raum standen und auch örtlich recht nahe zueinander liegen, kann es sein, dass mich hier die Erinnerung täuscht. Eines davon war es jedenfalls.  :-[


Die Pläne der ÖVP für die Verbauung der Marillenalm beim Springerschlössel mit einem Seminarhotel wurden nach einer Anrainerbefragung wieder aufgegeben, bzw. mussten sie aufgegeben werden, weil der Bezirk nach der Befragung kein grünmes Licht (mehr) gab.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 27. Mai 2013, 22:03:47
Noch ein Opfer des derzeitigen Baubooms in der Maroltingergasse 92:
(http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez16/13291801.jpg)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 27. Mai 2013, 23:45:09
Da steht jetzt nur mehr der Baum mutterselenallein.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 28. Mai 2013, 09:47:30
Da steht jetzt nur mehr der Baum mutterselenallein.
Bis er im Zuge der kommenden Bauarbeiten – ganz von selber und höchst bedauerlicherweise, versteht sich – eingeht. 8)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Ferry am 28. Mai 2013, 09:48:55
Da steht jetzt nur mehr der Baum mutterselenallein.
Bis er im Zuge der kommenden Bauarbeiten – ganz von selber und höchst bedauerlicherweise, versteht sich – eingeht. 8)
Natürlich, denn wenn er eingeht, muss er nicht nachgepflanzt werden!  :lamp:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 28. Mai 2013, 10:18:29
Ich denke, die warten nur mehr auf den Bescheid, dass sie ihn fällen dürfen, so wie der Baum im Weg steht, wird  das Warten auf das Eingehen zu lange dauern.

Hannes
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 28. Mai 2013, 10:34:10
Ich denke, die warten nur mehr auf den Bescheid, dass sie ihn fällen dürfen, so wie der Baum im Weg steht, wird  das Warten auf das Eingehen zu lange dauern.
Da gibts Möglichkeiten:

* Kupfernagel
* Grabungsarbeiten (für Strom, Kanal, wuascht), bei denen das Wurzelwerk leider beschädigt wird

Aber man kann auch ein Gutachten "kaufen", das besagt, dass bei Sturm Gefahr im Verzug wäre, wegen herunterfallender Äste usw.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Linie 41 am 28. Mai 2013, 10:40:51
Da gibts Möglichkeiten:

* Kupfernagel
* Grabungsarbeiten (für Strom, Kanal, wuascht), bei denen das Wurzelwerk leider beschädigt wird

Aber man kann auch ein Gutachten "kaufen", das besagt, dass bei Sturm Gefahr im Verzug wäre, wegen herunterfallender Äste usw.
Das schützt Dich aber auch vor einer Ersatzpflanzung nicht. Da kannst auch gleich den legalen Weg gehen und um Fällung ansuchen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 28. Mai 2013, 10:45:07
Der Kupfernagel funktioniert nur bei sehr kleinen Bäumen, ein größerer steckt die Vergiftung locker weg.

http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20061208052250AAdrGi6 (http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20061208052250AAdrGi6)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 28. Mai 2013, 10:51:56
Der Kupfernagel funktioniert nur bei sehr kleinen Bäumen, ein größerer steckt die Vergiftung locker weg.

http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20061208052250AAdrGi6 (http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20061208052250AAdrGi6)
Nimmt man halt mehrere  8)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: martin8721 am 28. Mai 2013, 10:56:10
Der Kupfernagel funktioniert nur bei sehr kleinen Bäumen, ein größerer steckt die Vergiftung locker weg.

http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20061208052250AAdrGi6 (http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20061208052250AAdrGi6)
Nimmt man halt mehrere  8)

Genau. Und welche, die 1m lang sind.  8)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 28. Mai 2013, 11:13:28
Der Kupfernagel funktioniert nur bei sehr kleinen Bäumen, ein größerer steckt die Vergiftung locker weg.

http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20061208052250AAdrGi6 (http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20061208052250AAdrGi6)
Nimmt man halt mehrere  8)
Das funktioniert dann schon gar nicht –> Kupferdiebe! 8)

Genau. Und welche, die 1m lang sind.  8)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 29. Mai 2013, 00:39:09
Das schützt Dich aber auch vor einer Ersatzpflanzung nicht. Da kannst auch gleich den legalen Weg gehen und um Fällung ansuchen.
Es gibt sehr wohl einen Unterschied: Du mußt in so einem Fall nur einen einzigen Baum nachpflanzen. Suchst Du regulär (ohne Gefährdung) um Fällung an, mußt Du pro 15 Zentimeter Stammumfang einen Baum nachpflanzen!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 29. Mai 2013, 11:05:31
Das schützt Dich aber auch vor einer Ersatzpflanzung nicht. Da kannst auch gleich den legalen Weg gehen und um Fällung ansuchen.
Es gibt sehr wohl einen Unterschied: Du mußt in so einem Fall nur einen einzigen Baum nachpflanzen. Suchst Du regulär (ohne Gefährdung) um Fällung an, mußt Du pro 15 Zentimeter Stammumfang einen Baum nachpflanzen!
Ist das nicht nur bei illegaler Fällugn (zusätzlich zur Geldstrafe) so?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 29. Mai 2013, 11:36:54
Wenn ein gesunder Baum gefällt werden muss, ist je nach Stammumfang die entsprechende Anzahl an Bäumen nachzupflanzen oder eine Ersatzzahlung zu leisten. Wenn aber ein Gutachter feststellt, dass der Baum krank ist, gilt das nicht mehr. Dann muss pro gefälltem Baum nur mehr einer nachgepflanzt werden. Am Liesinger Brauereigelände wurden vor dem Bau der Wohnsiedlungen einige hundert Bäume wegen angeblicher Sturmschäden umgeschnitten.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 29. Mai 2013, 11:46:36
Und im Sternwartepark wurden kürzlich problemlos einige Dutzend Bäume gefällt, die Teil eines wertvollen Biotops mitten in der Stadt waren. Diese Genehmigung konnte wohl nur durch Freunderln erteilt werden. :down: Wozu der Park unbedingt öffentlich zugänglich werden muss, würde mich sehr interessieren. Rundherum gibts ausreichend Grünflächen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 13er am 29. Mai 2013, 12:22:31
Weil sich die Krone auf das Thema gesetzt hat - das ist leider die Realität.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Linie 41 am 29. Mai 2013, 12:44:57
Weil sich die Krone auf das Thema gesetzt hat - das ist leider die Realität.
Gestartet dürfte die Kampagne der Orangen-Scheibner haben...
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 68er am 29. Mai 2013, 13:53:42
Und im Sternwartepark wurden kürzlich problemlos einige Dutzend Bäume gefällt, die Teil eines wertvollen Biotops mitten in der Stadt waren. Diese Genehmigung konnte wohl nur durch Freunderln erteilt werden. :down: Wozu der Park unbedingt öffentlich zugänglich werden muss, würde mich sehr interessieren. Rundherum gibts ausreichend Grünflächen.

Wertvoll ist ein Biotop mitten in der Stadt dann, wenn es für die Menschen einen Wert hat. So gigantische ökologische Wichtigkeit, dass Menschen unbedingt ferngehalten werden müssen, sollen Biotope gefälligst am Ötscher oder im hintersten Waldviertel ausleben, in der Großstadt ist der Mensch Maß aller Dinge.

Beim Sternwartepark geht es nur darum, dass einige Privilegierte nicht verkraften, dass sie erfolgreich unter den Nagel gerissenes öffentliches Eigentum jetzt plötzlich doch wieder mit dem gemeinen Volk teilen müssen.

Die Baumfällorgien und die seit einigen Jahren ausgebrochene große Angst öffentlicher Stellen vor Haftungen im Zusammenhang mit Astbruch ist ein ganz anderes Kapitel. Wenn man die Irren nicht bald stoppt, gibt es in der Stadt bald keinen Baum mehr, der höher als 3 Meter ist. Bei der Allee am Ring haben sie schon ganze Arbeit geleistet, die besteht in weiten Teilen nur noch aus Bäumchen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Linie 41 am 29. Mai 2013, 13:57:51
@68er: Deinem völligen Schwachsinn ist fast nichts mehr hinzuzufügen, außer daß es dort keine Privilegierten gibt, die den Park benutzen dürfen. Der Zugang zum Park ist für alle gleich geregelt gewesen. Den Zugang von Universitätsangestellten und Studenten zu ihrem Arbeitsplatz wird man ja wohl kaum als Privileg zählen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 29. Mai 2013, 15:32:36
@68er: Deinem völligen Schwachsinn ist fast nichts mehr hinzuzufügen, außer daß es dort keine Privilegierten gibt, die den Park benutzen dürfen. Der Zugang zum Park ist für alle gleich geregelt gewesen. Den Zugang von Universitätsangestellten und Studenten zu ihrem Arbeitsplatz wird man ja wohl kaum als Privileg zählen.
Theoretisch war der Zugang auch für Normalmenschen immer möglich, wenn sie nämlich in die öffentlich zugängliche Fachbereichsbibliothek Astronomie wollten.

Dass der Sternwartepark aus Sicht der Anrainer einen ganz anderen Stellenwert hat als der zu Tode manikürte viktorianisch-perfekte Türkenschanzpark steht auf einem komplett anderen Blatt. Es ist ungeachtet aller Baumfällungen ein unglaubliches Gefühl, dort keine 20 m von der Straße entfernt mitten im Wald zu stehen! Dazu kommt dann noch der Reiz des Neuen, vorher halbwegs geheimen. Die extrem restriktiven Öffnungszeiten und Nutzungsregeln schränken das Vergnügen aber ziemlich ein (zum Teil wird auch rasch eine Stunde vor Ende der Öffnungszeiten zugesperrt).
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 29. Mai 2013, 19:53:15
So gigantische ökologische Wichtigkeit, dass Menschen unbedingt ferngehalten werden müssen, sollen Biotope gefälligst am Ötscher oder im hintersten Waldviertel ausleben, in der Großstadt ist der Mensch Maß aller Dinge.
Ah, Du bist wohl einer von jenen, die den Sinn einer Wiese bzw. von Rasen am Praterstern oder Schwarzenbergplatz auch nicht einsehen, weils in der Stadt ja bekanntlich keine Schafe gibt und so...?

Willst Du uns vielleicht auch noch erzählen, dass der Mensch die "Krone der Schöpfung" ist?

Ich wollte mit meinem Beitrag eigentlich nur ausdrücken, dass ich die Verhältnismäßigkeit nicht verstehe. Private Grundbesitzer werden mit allen Mitteln daran gehindert, einen Baum umzuschneiden, aber die Bäume in einem ökologisch tatsächlich wertvollen Biotop werden hemmungslos umgeschnitten, obwohl es in der Gegend genau keinen Bedarf an zusätzlichen für die Öffentlichkeit zugänglichen Grünflächen gibt?!?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 03. Juni 2013, 18:47:58
Ein ganz trauriger Fall ist das Haus Gersthofer Straße 78 (leider kein brauchbares Foto verfügbar, weder auf NORC noch im Kulturgüterkataster). Hierbei handelt es sich um ein wunderschön erhaltenes ebenerdiges Haus mit altem ländlichen Doppelflügeltor und Innenfensterläden sowie einem sehr alten Dach. Es steht seit ich denken kann leer. Letztes Jahr waren Bauarbeiten zu sehen und ich war schon hoffnungsvoll. Gestern musste ich sehen, dass die nur die Fassade gepölzt haben, da der einstürzende Dachstuhl droht, die Fassade nach außen zu drücken :(
Ist das nicht Gersthofer Straße 80? Hier gibts auch ein Photo: http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez18/10447701.jpg (http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez18/10447701.jpg)

Zu Gersthofer Straße 80 habe ich im RIS ein Urteil aus 1986 gefunden: http://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_19860702_OGH0002_0030OB00007_8600000_000 (http://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_19860702_OGH0002_0030OB00007_8600000_000) . Hat zwar nichts mit der heutigen Situation zu tun, ich stelle es trotzdem kurz zusammengefaßt dar: Das Haus wurde von der (wohl damaligen) Eigentümerin, einer Pensionistin, 1972 an einen Bauunternehmer aus Hietzing (* 1941) um 200.000 Schilling und 4.000 Schilling monatliche Leibrente verkauft. Des weiteren sollte seine Lebensversicherung zugunsten ihrerseits vinkuliert (= bedeutet, daß sie Zahlungen daraus verweigern kann) werden, was offenbar nicht geschehen ist und weshalb die Klage zustande kam. Dann hat er die Klage anerkannt, aber trotzdem nicht vinkuliert, weshalb nochmals geklagt wurde. Schließlich hat er vinkuliert, allerdings mit einem Maximalbetrag von 400.000 Schilling und überdies der Klausel, daß die Vinkulierung mit ihrem Tod erlösche, was beides so nicht (direkt) abgemacht war. Dann gabs diverse Rechtsstreitigkeiten, ob die 400.000 ATS ausreichend seien (die Lebensversicherung war in der Tat ungefähr so hoch) oder nicht. Schließlich entschied in der Sache sogar der Oberste Gerichtshof (!), und zwar im Sinne der Erstklägerin.
Das Haus ist vermutlich morgen Geschichte, derzeit steht nur mehr die Fassade. Dach und alle anderen Wände fehlen. :(
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 03. Juni 2013, 20:02:03
Noch ein Abschiedsbild von Gersthofer Straße 80:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 05. Juni 2013, 20:04:22
Ein neuer Kandidat: Teschnerg. 18 (Ecke Schopenhauerstr.) in Währing. Es hängen schon mehrere Prajo-Transparente, allerdings scheinen Teile des Hauses noch bewohnt zu sein.
Heute war dort noch ein zweites Prajo-Transparent und der Strom für die Gegensprechanlage wurde abgeschaltet. Das dürfte es dann wohl gewesen sein für dieses Haus.
Laut Aussage eines Arbeiters ist das Haus innen schon völlig ausgehöhlt und morgen dürfte der Abbruch beginnen (die Halteverbote stehen schon).
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 05. Juni 2013, 21:04:41
Also meiner Beobachtung nach ist die Vorderwand des Hauses heute Abend gegen 19:30 schon fast ganz weg gewesen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 05. Juni 2013, 23:42:11
Also meiner Beobachtung nach ist die Vorderwand des Hauses heute Abend gegen 19:30 schon fast ganz weg gewesen.
Gersthofer Straße ja. Teschnergasse, auf die sich mein Beitrag bezogen hat, steht aber noch, Betonung auf noch.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: roadrunner am 19. Juni 2013, 10:35:40
Für die Objekte Hernalser Hauptstraße 59 und 61 sind die Tage anscheinend auch schon gezählt. Das Innenleben wurde begonnen zu entfernen und die Auslagen der Geschäftslokale sind innen, für den Abbruch, mit Holzbrettern gesichert.  :(
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 24. Juni 2013, 19:36:28
Ehem. Gasthaus Zum sanften Heinrich, 18, Cottagegasse/Hofstattgasse.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 25. Juni 2013, 09:44:42
Diese Götterbäume sind wirklich eine Plage.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 25. Juni 2013, 11:40:55
Diese Götterbäume sind wirklich eine Plage.
Stimmt, aber sie waren eine schöne Rache für die Rodung des Grundstücks durch die ursprünglichen Eigentümer :D (auch wenn so kleine Bäume natürlich kein Hindernis darstellen)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 25. Juni 2013, 17:27:21
Diese Götterbäume sind wirklich eine Plage.
Stimmt, aber sie waren eine schöne Rache für die Rodung des Grundstücks durch die ursprünglichen Eigentümer :D (auch wenn so kleine Bäume natürlich kein Hindernis darstellen)
Müssen bei Entfernung von Guerilla-Götterbäumen Ersatzpflanzungen vorgenommen werden?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: roadrunner am 25. Juni 2013, 18:03:39
Götterbäume sind invasiv und sollten nicht bewußt angepflanzt werden. Weiß aus eigener Erfahrung, dass du sie fast nicht weg kriegst und sie wie Unkraut wachsen.  ::)

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6tterbaum (http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6tterbaum)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 25. Juni 2013, 18:11:21
Diese Götterbäume sind wirklich eine Plage.
Stimmt, aber sie waren eine schöne Rache für die Rodung des Grundstücks durch die ursprünglichen Eigentümer :D (auch wenn so kleine Bäume natürlich kein Hindernis darstellen)
Müssen bei Entfernung von Guerilla-Götterbäumen Ersatzpflanzungen vorgenommen werden?
Ich nehme an ja, denn einige der ursprünglichen Bäume im Gastgarten waren ausgewachsene Götterbäume und jetzt stehen dort exakt so viele Ersatzpfalnzungen wie alte Bäume. Betonung auf noch, einer der Ersatzbäume wirkt schon recht traurig, der mag wohl den ständig herumkurvenden Bagger nicht so.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 25. Juni 2013, 23:46:28

Müssen bei Entfernung von Guerilla-Götterbäumen Ersatzpflanzungen vorgenommen werden?
Eine interessante Frage. Götterbäume bestehen nicht aus Einzelbäumen, sondern aus jeweils einem Mutterbaum und mehreren/vielen Töchterbäumen. Der Mutterbaum wächst z.B. in einem Hof, die Töchterbäume irgendwo in der Nachbarschaft, eventuell sogar aus oder auf einer Mauer. also könnte man eigentlich nur zu einer Ersatzpflanzung gezwungen werden, wenn man den Mutterbaum entfernt!?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 26. Juni 2013, 00:19:52
Ich hab sogar schon zweimal Götterbäume im Keller erlebt... einmal bei uns in einem völlig fensterlosen Raum, das war ein Albino der nur knapp über einen Meter hoch geworden ist, und einmal im Nachbarhaus im Souterrain unter dem Fenster (Nordostseitig), der geht ab und zu ein und kommt dann wieder, seit Jahren.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 26. Juni 2013, 01:00:01
Die werden vom Mutterbaum versorgt. Die Versorgungswurzel geht oft zig Meter weit durch Mauerritzen oder Fundamente (zerstört diese aber nicht!).
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Petersil am 26. Juni 2013, 19:03:12
Ehem. Gasthaus Zum sanften Heinrich, 18, Cottagegasse/Hofstattgasse.

Was kommt denn dorthin? Mit der derzeitigen Flächenwidmung wird der Eigentümer nicht viel machen können  C:-)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 26. Juni 2013, 23:05:35
Ehem. Gasthaus Zum sanften Heinrich, 18, Cottagegasse/Hofstattgasse.

Was kommt denn dorthin? Mit der derzeitigen Flächenwidmung wird der Eigentümer nicht viel machen können  C:-)
Mehr als vorher schon - immerhin war ein satter Teil der gewidmeten Baufläche nur ebenerdig (Kegelbahn, Wirtschaftsraum, verglaste Veranda beim Eingang) und der Rest gar nicht (Durchgang zu den WCs und zum Hintereingang des Privatbereichs) verbaut.

Das alte Haupthaus hatte - grob aus dem Stadtplan herausgemessen - eine Grundfläche von knapp 90 m2. Mit der gesamten Baufläche komme ich auf über 200 m2, also mehr als das Doppelte. Das zweistöckig mit Flachdach verbaut ist völlig was anderes als der magere Bestand (im Prinzip 2 sehr ungleich große Zimmer pro Stockwerk, der 2. Stock nur ein ausgebauter Dachboden mit schiefen Wänden). 6 Wohnungen statt einer lohnt sich dann vielleicht schon.

Allerdings fürchte ich immer noch, dass man an der Flächenwidmung irgendwie vorbeikommen will und das gesamte Grundstück in Bauklasse 3 (wie die Nachbarn) verbauen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 27. Juni 2013, 01:34:19
. . . .  dass man an der Flächenwidmung irgendwie vorbeikommen will . . . .
Null problemo, wennst' den Michl gut kennst!  ;D
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 28. Juni 2013, 00:51:16
Diese Götterbäume sind wirklich eine Plage.
Stimmt, aber sie waren eine schöne Rache für die Rodung des Grundstücks durch die ursprünglichen Eigentümer :D (auch wenn so kleine Bäume natürlich kein Hindernis darstellen)
Müssen bei Entfernung von Guerilla-Götterbäumen Ersatzpflanzungen vorgenommen werden?
Heute wollte ich mir eine Stunde lang die Zeit vertreiben und bin daher ziellos im 16. mit dem Rad herumgefahren. Bei einer Baustelle in der Friedmanngasse habe ich eine dort angeschlagene Fällungsgenehmigung für IIRC 6 Bäume gefunden, nebst Art und Auflistung der Ersatzpflanzung. Für jeden der Götterbäume war eine Ersatzpflanzung vorgeschrieben. Also: ja.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 12. Juli 2013, 11:16:48
Übrigens wird das Kleinbahnhaus in der Kirchengasse nun endlich renoviert. Im ehemaligen geschäft ist eine nette Stiege ins OG, das ganze soll übrigens um 8000,- vermietet werden - schade, dass die Einheit so groß ist, in der Kirchengasse blühen nämlich die kleinen privaten Geschäfte.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: martin8721 am 12. Juli 2013, 14:30:39
Übrigens wird das Kleinbahnhaus in der Kirchengasse nun endlich renoviert. Im ehemaligen geschäft ist eine nette Stiege ins OG, das ganze soll übrigens um 8000,- vermietet werden - schade, dass die Einheit so groß ist, in der Kirchengasse blühen nämlich die kleinen privaten Geschäfte.

Cool!  :up:
Hast du vielleicht gesehen, ob das Haus einen alten Fahrstuhl hat?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: roadrunner am 17. Juli 2013, 13:35:28
Für die Objekte Hernalser Hauptstraße 59 und 61 haben auch schon die letzten Atemzüge begonnen.  :(

Nebeneffekt der Abbrucharbeiten Stau des MIV bis zur Weißgasse fast zu jeder Tageszeit.  >:(
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 17. Juli 2013, 13:46:56
Übrigens wird das Kleinbahnhaus in der Kirchengasse nun endlich renoviert. Im ehemaligen geschäft ist eine nette Stiege ins OG, das ganze soll übrigens um 8000,- vermietet werden - schade, dass die Einheit so groß ist, in der Kirchengasse blühen nämlich die kleinen privaten Geschäfte.
Ich vermute stark, dass dort ein Lokal hineinkommen wird. Für ein Geschäft sind die Räumlichkeiten vermutlich zu groß und zu teuer.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 17. Juli 2013, 13:51:49
Ich vermute stark, dass dort ein Lokal hineinkommen wird. Für ein Geschäft sind die Räumlichkeiten vermutlich zu groß und zu teuer.
ABer was passiert dann mit dem Obergeschoß? Für Publikumsbetrieb ist das wahrscheinlich nicht geeignet, da es meiner Meinung nach heutigen Anforderungen (Fluchtweg) nicht entspricht.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 17. Juli 2013, 15:38:29
Kann ich nicht beurteilen, da ich die Räumlichkeiten nicht gut genug kenne. Aber da das Gebäude ja sowieso komplett entkernt und saniert wird, wird man die notwendigen Fluchtwege vielleicht schaffen können.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 31. Juli 2013, 09:00:36
Das letzte Haus von Alt Erdberg (Baumgasse 55) wird nun doch renoviert. Es kriegt derzeit neue Fenster und ein neues Dach.

Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 31. Juli 2013, 09:05:30
Wird wohl die alte Frau, die darin gewohnt hat, verstorben sein. Hier das Vorher-Bild:

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Ironie der Geschichte: Genau gegenüber auf der anderen Seite der Leonhardgasse hängt eine Steintafel, auf der zu lesen ist, dass an dieser Stelle 1956 die Assanierung von Alt-Erdberg begann. Davor existierten in diesem Bereich noch alte dörfliche Strukturen ohne Gas- und Stromanschluss.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 31. Juli 2013, 12:15:13
*würg* Da kann ja jede Renovierung fast nur eine Verbesserung sein! Eternitfassade und Glasbausteinfenster... *grusel*

Der riesige Plattenbau rechts daneben macht sich aber auch super. Erinnert irgendwie an Arik Brauer!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 31. Juli 2013, 12:25:16
Das letzte Haus von Alt Erdberg (Baumgasse 55) wird nun doch renoviert. Es kriegt derzeit neue Fenster und ein neues Dach.
Viel mehr können die dort nicht machen, nachdem das Haus nicht im bebaubaren Bereich steht.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: N1 am 31. Juli 2013, 14:50:14
Ironie der Geschichte: Genau gegenüber auf der anderen Seite der Leonhardgasse hängt eine Steintafel, auf der zu lesen ist, dass an dieser Stelle 1956 die Assanierung von Alt-Erdberg begann. Davor existierten in diesem Bereich noch alte dörfliche Strukturen ohne Gas- und Stromanschluss.
Falls es interessiert: Im Band "Der soziale Wohnungsbau der Stadt Wien" der Reihe "Der Aufbau" befindet sich ein bebildeter Artikel zu der erwähnten Assanierung (wobei ich jetzt nicht genau weiß, in welcher der beiden Auflagen er zu finden ist - vielleicht ist er auch in beiden).
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: h 3004 am 31. Juli 2013, 23:04:16
In der Ausgabe vom Juli 1956 findet sich ab Seite 162 ein Artikel vom damal. Stadtrat Thaller zu "Wr Sanierungsprobleme" sowie 2 Fotos von (Wirtschafts-) Gebäuden in Alt-Erdberg. PS: auch einige schöne Straßenbahnfotos (z.B. eine T1+k6+k6 Garnitur in Farbe Linie 62 am Gürtel)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 21. September 2013, 23:41:36
Beim Haus Dittesgasse 14 schaut es übelst so aus, als wollte man die Mieter hinausekeln. Eine der Erdgeschosswohnungen steht schon seit bald 10 Jahren halbrenoviert leer. Inzwischen steht seit über einem Monat ständig das Haustor offen. Im Hauseingang ein Sammelsurium aus kaputten Möbeln, Mist, einem gestohlenen Einkaufswagen mit Mist, usw., die Briefkästen zur Hälfte aufgebrochen.

Von außen ist das Haus entstuckt und nicht besonders reizvoll, das Stiegenhaus muss aber einmal wunderschön gewesen sein und vieles davon (Fliesen, Stuck, Geländer) ist noch gut erhalten. Die Wohnungen dürften allerdings bei 24 Stück auf 4 Stockwerken recht klein sein, obwohl das Haus einen Vorder- und Hintertrakt hat.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 22. September 2013, 08:56:57
Übrigens wird das Kleinbahnhaus in der Kirchengasse nun endlich renoviert. Im ehemaligen geschäft ist eine nette Stiege ins OG, das ganze soll übrigens um 8000,- vermietet werden - schade, dass die Einheit so groß ist, in der Kirchengasse blühen nämlich die kleinen privaten Geschäfte.

Cool!  :up:
Hast du vielleicht gesehen, ob das Haus einen alten Fahrstuhl hat?

Die Stiege im Geschäft wurde inzwischen rausgerissen  >:( Aufzug hat es keinen. Dafür aber neue Fenster und helle Fassadenfarbe!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 27. Oktober 2013, 22:43:19
Beim Haus Dittesgasse 14 schaut es übelst so aus, als wollte man die Mieter hinausekeln. Eine der Erdgeschosswohnungen steht schon seit bald 10 Jahren halbrenoviert leer. Inzwischen steht seit über einem Monat ständig das Haustor offen. Im Hauseingang ein Sammelsurium aus kaputten Möbeln, Mist, einem gestohlenen Einkaufswagen mit Mist, usw., die Briefkästen zur Hälfte aufgebrochen.

Von außen ist das Haus entstuckt und nicht besonders reizvoll, das Stiegenhaus muss aber einmal wunderschön gewesen sein und vieles davon (Fliesen, Stuck, Geländer) ist noch gut erhalten. Die Wohnungen dürften allerdings bei 24 Stück auf 4 Stockwerken recht klein sein, obwohl das Haus einen Vorder- und Hintertrakt hat.

Mittlerweile wird heftig und brutal geräumt, es dürfte nur mehr eine einzige Wohnung bewohnt sein. Das Stiegenhaus ist tatsächlich sehr schön erhalten, inklusive ungewöhnlicher rotgrundiger Bodenfliesen. Die Wohnungen sind offenbar tatsächlich Zimmer-Küche-Kabinett mit Bassena und indischem Klo. Sehr kurios, so etwas direkt gegenüber vom Cottage und gegenüber von einem weiteren Häuserblock mit herrschaftlichen Wohnungen aus der gleichen Epoche zu sehen!

Nachtrag:
Auch in der Gumpendorfer Straße finden sich einige recht suspekte Leerstände. Wallgasse 11 (Ecke Gumpendorfer Straße, der Nachbar des seligen Mollardschlössls, Bj. 1864) zum Beispiel, einige Fenster sind vernagelt und bei der Pizzeria unten prangt ein Zettel mit dem absurden Text: "Wegen Umbau geschlossen. Wiedereröffnung in einem Jahr". Ohne Datumsangabe.

Auch Gumpendorfer Straße 149 (Bj. 1838) wirkt reichlich sonderbar und unbewohnt, auch wenn sich am Eingang das Schild eines Vereins findet.

Ein weiterer Todeskandidat scheint mir das Eckhaus Esterhazygasse/Magdalenengasse, auch hier gibt es eingeschlagene Fenster und sonstige Anzeichen des Verfalls.

Einzig halbwegs positives Erlebnis des Spaziergangs war das Haus Gumpendorfer Straße 73 (Bj. 1822). Die Fassade ist zumindest in den oberen Stockwerken wunderschön renoviert, wenn ich das richtig sehe sogar exzellent dem historischen Stil entsprechende neue Fenster eingesetzt. Nur das Erdgeschoss harrt noch der Sanierung und schaut erbärmlich aus.

http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez06/01088602.jpg (http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez06/01088602.jpg)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 28. Oktober 2013, 01:09:26
Das "Mollardschlössel", eigentlich Mollardmühle, war Wallgasse 3!  ;)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 28. Oktober 2013, 09:15:37
Auch Gumpendorfer Straße 149 (Bj. 1838) wirkt reichlich sonderbar und unbewohnt, auch wenn sich am Eingang das Schild eines Vereins findet.
Ist das das Haus von dieser deutschnationalen Buberlschaft?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 13er am 28. Oktober 2013, 09:27:09
Auch Gumpendorfer Straße 149 (Bj. 1838) wirkt reichlich sonderbar und unbewohnt, auch wenn sich am Eingang das Schild eines Vereins findet.
Ist das das Haus von dieser deutschnationalen Buberlschaft?
Ja, eine der schlimmsten Bubis, die wir haben: Die Olympia.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 28. Oktober 2013, 14:10:56
Auch Gumpendorfer Straße 149 (Bj. 1838) wirkt reichlich sonderbar und unbewohnt, auch wenn sich am Eingang das Schild eines Vereins findet.
Ist das das Haus von dieser deutschnationalen Buberlschaft?
Ja genau, die oben wehende Fahne ist eigentlich das einzige Lebenszeichen an diesem Haus. Wenn der Erhaltungszustand den öffentlichen Stellenwert dieser Vereinigung widerspiegelt soll es mir nur recht sein.

Das "Mollardschlössel", eigentlich Mollardmühle, war Wallgasse 3!  ;)
Das kann aber nicht ganz sein. Mollardgasse 3 war doch ewig ein leeres Grundstück, und die Diskussionen um den Abbruch des Mollardschlössls waren ziemlich gleichzeitig mit dem Abbruch von Gumpendorfer Straße 157, wo jetzt dieser mäßig hübsche Kobel mit der Suchthilfe steht.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 28. Oktober 2013, 14:30:03
Auch Gumpendorfer Straße 149 (Bj. 1838) wirkt reichlich sonderbar und unbewohnt, auch wenn sich am Eingang das Schild eines Vereins findet.
Ist das das Haus von dieser deutschnationalen Buberlschaft?
Ja genau, die oben wehende Fahne ist eigentlich das einzige Lebenszeichen an diesem Haus. Wenn der Erhaltungszustand den öffentlichen Stellenwert dieser Vereinigung widerspiegelt soll es mir nur recht sein.
Der Erhaltungszustand ist immer noch zu gut!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 28. Oktober 2013, 19:30:09

Das kann aber nicht ganz sein. Mollardgasse 3 war doch ewig ein leeres Grundstück . . . .
Nicht Mollardgasse! Wallgasse 1 und 3.

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[attach=3]

Das Tor gibt es noch, es wurde im Haus Gumpendorfer Straße 104 im Hof aufgebaut.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 28. Oktober 2013, 20:25:10
Das Tor gibt es noch, es wurde im Haus Gumpendorfer Straße 104
im Hof aufgebaut.

 :)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 28. Oktober 2013, 23:40:21

Das kann aber nicht ganz sein. Mollardgasse 3 war doch ewig ein leeres Grundstück . . . .
Nicht Mollardgasse! Wallgasse 1 und 3.

(Dateianhang Link)

(Dateianhang Link)

(Dateianhang Link)

Das Tor gibt es noch, es wurde im Haus Gumpendorfer Straße 104 im Hof aufgebaut.
Klassischer Dreher... am Stadtplan war ich eh in der Wallgasse. Wallgasse 3 gehört zu Mariahilfer Gürtel 2B, das ist der recht neue AMS-Kübel und war vorher ewig ein leeres Grundstück, Wallgasse 1 ist bis heute Teil der Parkanlage (und eigentlich Mollardgasse 88 nummeriert).

Ich rede vom Haus Gumpendorfer Straße 157, ein Biedermeierhaus von 1830, das irgendwann um 2010 eingerissen wurde. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das irgendwo als "letzter Rest des Mollard-Schlössels" oder so ähnlich bezeichnet wurde.

http://www.amanshauser.at/images/195_Oesterreich.pdf (http://www.amanshauser.at/images/195_Oesterreich.pdf)

http://www.meinbezirk.at/wien-01-innere-stadt/importiert/gumpendorfer-strasse-157-m133688,22562.html (http://www.meinbezirk.at/wien-01-innere-stadt/importiert/gumpendorfer-strasse-157-m133688,22562.html)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 29. Oktober 2013, 00:41:24
Im Zuge des Gürtelausbaues wurden die Häuser Gumpendorfer Straße 159 und 161 und große Teile des Mollard Schlössels abgerissen. Der letze Rest verschwand 1962. Das Mollard Schlössel hätte schon viel früher dem Stadtbahnbau geopfert werden sollen, nämlich dem geplanten Ast zum Südbahnhof. Das Haus Gumpendorfer Straße 157 wurde erst sehr viel später abgerissen, ca. 2010.


[attachimg=1]

Hier die Situation auf einem Plan von 1830 (Vasquez).
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: noniq am 21. Dezember 2013, 18:15:50
Die Gebe-Fabrik …

(http://farm4.staticflickr.com/3730/11480554714_a10d70ea10.jpg) (http://www.flickr.com/photos/noniq/11480554714)

… steht offenbar auch nicht mehr lang: 

(http://farm8.staticflickr.com/7399/11480692513_fa124f9645.jpg) (http://www.flickr.com/photos/noniq/11480692513)

(http://farm3.staticflickr.com/2852/11480659656_c4ff66466f.jpg) (http://www.flickr.com/photos/noniq/11480659656)


(Mehr: http://www.flickr.com/photos/noniq/sets/72157638884367904/ (http://www.flickr.com/photos/noniq/sets/72157638884367904/) )
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 21. Dezember 2013, 18:40:40
Das Gebäude soll doch unter Denkmalschutz stehen/gestanden sein.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 21. Dezember 2013, 20:06:14
Das Gebäude soll doch unter Denkmalschutz stehen/gestanden sein.
Es hieß immer, der neuere Teil auf der stadteinwärtigen Seite würde abgerissen, der ältere Rest in ein Wohnbauprojekt (abartige Idee, so direkt an der Westbahn) integriert.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: noniq am 21. Dezember 2013, 21:21:42
Das würde auch erklären, warum in den Hallen im älteren Teil der Gussasphalt(?)-Boden sauber entfernt wurde – würde man sich wohl eher sparen, wenn man das ganze Ding dann sowieso abreißt.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 21. Dezember 2013, 23:07:06
Ich bin am Donnerstag vorbei gefahren - auf der Westseite ist ein Stück abgerissen, man sieht in den Hof hinein.

Hannes
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 21. Dezember 2013, 23:17:46
Ich glaub, an der Westseite. Ganz sicher bin ich mir nicht.

Hannes
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 22. Dezember 2013, 00:24:11
Es gibt zwar schon recht lange einige Pläne, was mit dem Gebe-Areal passieren soll, ein Abriss ist aber nicht in Sicht, lt meinen Informationen, da u.a. Teile noch als Lager verwendet werden.
Das wäre mir neu. Eine verlässliche Quelle meinte, das Gebäude wäre nur von Obdachlosen bewohnt gewesen und voll mit Exkrementen.

hmm, ok, ich war dort in der Gegend das letzte Mal vor 3 Monaten. Das Eckhaus steht ja im Gerüst, damit Passanten nicht gefährdet werden. Werd mal dort vorbeischauen. Danke für den Tipp.
Das Schutzgerüst ist verschwunden, stattdessen der Gehsteig mit Bauzäunen abgesperrt (Stand vor einer Woche).

Irgendwo im Hinterkopf meint übrigens eine Stimme, das Areal würde der Fa. Hofer gehören und dort sollte u.a. ein neuer Markt entstehen (möglicherwiese war dort ein Schild in diesem Sinne).
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Linie 41 am 22. Dezember 2013, 00:31:54
Irgendwo im Hinterkopf meint übrigens eine Stimme, das Areal würde der Fa. Hofer gehören und dort sollte u.a. ein neuer Markt entstehen (möglicherwiese war dort ein Schild in diesem Sinne).
Wobei die nächste Hofer-Filiale gleich in der Nähe ist: Linzer Straße 233. Es gibt aber eine ORF-Artikel vom April, der auch von einer Diskonter-Filiale spricht:

http://wien.orf.at/news/stories/2580064/ (http://wien.orf.at/news/stories/2580064/)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 22. Dezember 2013, 00:48:50
Hofer verdichtet sein Filialnetz ganz schön. Schau dir einmal die Breitenfurter STraße und Umgebung an:

Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 22. Dezember 2013, 02:22:38
Es gibt zwar schon recht lange einige Pläne, was mit dem Gebe-Areal passieren soll, ein Abriss ist aber nicht in Sicht, lt meinen Informationen, da u.a. Teile noch als Lager verwendet werden.
Das wäre mir neu. Eine verlässliche Quelle meinte, das Gebäude wäre nur von Obdachlosen bewohnt gewesen und voll mit Exkrementen.

In der Einwanggasse ist (war?) ein Lager der Fa. Gebe.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 22. Dezember 2013, 14:47:05
Als ich vor 3 Monaten in der Linzer Straße zu tun hatte, sah ich bei der Firma Gebe kurz hinein, und da war ersichtlich, dass Teile der Gebäudeseite Linzer Straße als Lager verwendet wurden. Ist aber mittlerweile eben 3 Monate her. Dazwischen kann sich vieles ändern. Werd heute mit dem Auto vorbeifahren, wenn ich nach Eichgraben fahr.
Möglicherweise war meine Quelle nicht überall, die Info ist aber schon älter.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: N1 am 30. Dezember 2013, 12:42:45
Abriss der GEBE-Fabrik gestartet

Seit Jahren zieht die leere GEBE-Fabrik in Wien-Penzing Künstler und Obdachlose an. Jetzt startet der Abriss des Industriedenkmals. Bis Sommer 2015 sollen Wohnungen und ein Supermarkt entstehen. Ein Teil der Fabrik bleibt aber erhalten.


Rund 4.300 Quadratmeter Fläche hat das Areal der GEBE-Fabrik in Penzing zwischen Linzer Straße, Ameisgasse und Westbahnstrecke. 1897 wurde das rund 90 Meter lange und 15 Meter hohe Fabriksgebäude erbaut - mehr dazu in  In GEBE-Fabrik zieht neues Leben ein (http://wien.orf.at/news/stories/2580064/).

Anfang der 1990er-Jahre wurde die Herdfabrik geschlossen, seither zog das Gebäude Obdachlose, Graffiti-Künstler und Fotografen an. Jetzt muss die Fabrik einem Wohnprojekt weichen. Der denkmalgeschützte Trakt neben der Westbahn bleibt aber erhalten. 36 der insgesamt 92 Wohnungen werden in diesem Trakt entstehen. Der Hochofen in dem Gebäude wird ebenfalls nicht abgerissen.

(http://wien.orf.at/static/images/site/oeka/20131252/gebe1.5213659.jpg)

Die Abrissarbeiten haben bereits begonnen. In den nächsten Wochen wird das neuere der beiden historischen Gebäude geschliffen. Baubeginn ist dann im Frühling des nächsten Jahres. Im Sommer 2015 sollen die Wohnungen, eine Tiefgarage und ein Diskontsupermarkt im Erdgeschoß fertig sein.

(http://wien.orf.at/static/images/site/oeka/20131252/gebe3.5213657.jpg)
Der denkmalgeschützte Teil an der Westbahnstrecke bleibt erhalten

Insgesamt wird auf 7.600 Quadratmetern Wohnraum geschaffen, streng getrennt in Eigentum im denkmalgeschützten Gebäude und geförderte Neubauwohnungen. 56 dieser Wohnungen wird es dort geben, die Kosten dafür liegen bei knapp fünf Millionen Euro, 1,8 Millionen Euro kommen von der Stadt.

Link:
Fotos von der GEBE-Fabrik (http://stadterkundung.wordpress.com/2012/06/23/gebe-fabrik/)
_____
Quelle: wien.orf.at (http://wien.orf.at/news/stories/2622675/)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 30. Dezember 2013, 12:45:01
Irgendwo im Hinterkopf meint übrigens eine Stimme, das Areal würde der Fa. Hofer gehören und dort sollte u.a. ein neuer Markt entstehen (möglicherwiese war dort ein Schild in diesem Sinne).
Der von N1 gepostete Bericht stützt deine Annahme.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 30. Dezember 2013, 12:55:47
Insgesamt wird auf 7.600 Quadratmetern Wohnraum geschaffen, streng getrennt in Eigentum im denkmalgeschützten Gebäude und geförderte Neubauwohnungen.

Wirklich eine fantastische Idee, in großen loftartigen Räumen unmittelbar neben der Westbahn Eigentumswohnungen anzulegen.  :fp: Warum kommt keiner auf die Idee, in solchen Gebäuden Gewerbehöfe wie in der Mollardgasse einzurichten? Immer nur Wohnungen und Geschäfte, wo sind die Arbeitsplätze?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 30. Dezember 2013, 13:12:13
Wirklich eine fantastische Idee, in großen loftartigen Räumen unmittelbar neben der Westbahn Eigentumswohnungen anzulegen.  :fp: Warum kommt keiner auf die Idee, in solchen Gebäuden Gewerbehöfe wie in der Mollardgasse einzurichten? Immer nur Wohnungen und Geschäfte, wo sind die Arbeitsplätze?
Lofts bringen mehr Geld als Gewerbehöfe. Lofts sind momentan in (siehe auch Klein Modellbahn-Fabrik). Mich wundert es auch, dass man direkt neben der Bahn Luxus-Wohnungen hinstellt, aber die Leute kaufen auch dort. Kannst auch sehen in der Tullnertalgasse, wo die direkt an die Südbahn angrenzenden Würfelhäuser auf minimalem Grundstück direkt neben der Bahntrasse im Nu verkauft waren.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 106er am 30. Dezember 2013, 13:55:41
Wirklich eine fantastische Idee, in großen loftartigen Räumen unmittelbar neben der Westbahn Eigentumswohnungen anzulegen.  :fp: [...]

Aber geh! Dieser Teil der Westbahn verkommt doch ab 2015 sowieso zu einer Regionalbahn mit viel weniger Zügen und wird danach auf Wunsch der Neo-Loftis überplattet! Dann hat sich die Spekulation gelohnt! ;)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 30. Dezember 2013, 14:08:15
Wirklich eine fantastische Idee, in großen loftartigen Räumen unmittelbar neben der Westbahn Eigentumswohnungen anzulegen.  :fp: Warum kommt keiner auf die Idee, in solchen Gebäuden Gewerbehöfe wie in der Mollardgasse einzurichten? Immer nur Wohnungen und Geschäfte, wo sind die Arbeitsplätze?
Lofts bringen mehr Geld als Gewerbehöfe.

Ja, das ist schon klar, die Entscheidung ist auch nicht Aufgabe des Investors, sondern der Stadtplanung.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 30. Dezember 2013, 14:16:24
Wirklich eine fantastische Idee, in großen loftartigen Räumen unmittelbar neben der Westbahn Eigentumswohnungen anzulegen.  :fp: Warum kommt keiner auf die Idee, in solchen Gebäuden Gewerbehöfe wie in der Mollardgasse einzurichten? Immer nur Wohnungen und Geschäfte, wo sind die Arbeitsplätze?
Lofts bringen mehr Geld als Gewerbehöfe.

Ja, das ist schon klar, die Entscheidung ist auch nicht Aufgabe des Investors, sondern der Stadtplanung.
Die Stadtplanung muss aber erst einen Investor finden, der die verminderte Rendite akzeptiert.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: schaffnerlos am 30. Dezember 2013, 14:17:16
Ja, das ist schon klar, die Entscheidung ist auch nicht Aufgabe des Investors, sondern der Stadtplanung.

Gewidmet ist es eh als GB GV (Gemischtes Baugebiet-Geschäftsviertel).

Bei MALEK-HERBST (http://www.malekherbst.at/projekte/wohnen/wohnwerk-linzerstrasse-wien.html) gibt es mehr Infos.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: N1 am 30. Dezember 2013, 19:52:50
Dass das Match Neue Hofer-Filiale vs. Industriedenkmal auch weniger glimpflich für letzteres ausgehen kann, zeigt die ehemalige Egger-Süßwarenfabrik in Nussdorf. Die wurde 2005 nämlich einfach abgerissen und durch einen neuen Zweckbau mit Garage ersetzt. Im Kulturgutkataster auf wien.gv.at ist die alte Fabrik trotzdem noch zu finden (http://www.wien.gv.at/kulturportal/public/identifyGebaeude.aspx?id=ARCH.SZI_P.10039699&mid=14908e08-c3d6-4d47-9ef5-f60a8a4a1bee&ftype=vienna:ARCH.SZI_P&g=3f7feadf-ea05-4cf3-bb83-6c44184e97f8&cid=c50f9335-e915-46da-9520-4da69079dd11):

(http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez19/12554501.jpg)

(http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez19/12554502.jpg)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 21. Januar 2014, 04:03:39
Zur Gebe-Fabrik:

Freifinanzierte Eigentumswohnungen von WVG.at (http://www.wvg.at/news/220-vergabestart-blickpunkt-wiental-14-linzer-stra%C3%9Fe-139-143)
In diesem Link wir die Hofer-Filiale bestätigt.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 21. Januar 2014, 14:39:18
In der Einwanggasse ist (war?) ein Lager der Fa. Gebe.
Ist, auch weiterhin.

Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 21. Januar 2014, 16:42:50
Gersthofer Straße 130-136 ist übrigens Geschichte. Auch fast(?) alle Bäume auf den Grundstücken wurden legal gefällt, Wohnraumbedarf sticht Naturschutz (meint zumindest das Bezirksblatt).
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: RobertK am 01. März 2014, 20:20:39
Diesem Haus in der Simmeringer Hauptstraße 52 geht es gerade an den Kragen.
Die Informationstafel sagt: "Hier wird ein Ärztezentrum neu errichtet!"
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 02. März 2014, 01:10:54
Gumpendorfer Straße 155 wird entgegen meiner Befürchtungen generalsaniert und aufgestockt. Allerdings fürchte ich, dass außer den Mauern nicht allzu viel historische Substanz bleiben wird (sie hat unter den Modeerscheinungen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eh schon erheblich gelitten).

Gumpendorfer Straße 123 wirkt hingegen wie kurz vor dem Abbruch. Auch Kreuzgasse 8 wirkt dem Untergang geweiht, alle Hochparterrefenster sind vernagelt.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 02. März 2014, 09:58:37
Ein Spezialdrama sind ja die Tribünen in der Kriau (Architekt: Otto Schönthal). Die werden die "Neugestaltung" des Areals nicht überleben, fürchte ich. Dafür ist gegenüber mitten im Prater ein Riesenklotz aus der Erd' gewachsen - für das Umspannwerk war ja nirgendwo sonst Platz  :bh:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 02. März 2014, 17:37:24
Ein Spezialdrama sind ja die Tribünen in der Kriau (Architekt: Otto Schönthal). Die werden die "Neugestaltung" des Areals nicht überleben, fürchte ich. Dafür ist gegenüber mitten im Prater ein Riesenklotz aus der Erd' gewachsen - für das Umspannwerk war ja nirgendwo sonst Platz  :bh:
Vor einiger gab es zu diesem Problem den lockeren Spruch: "Über ganz Wien wird jetzt a Bruck'n baut und dann de Stodt zuagschi . . . . !"
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 03. März 2014, 10:07:26
Ein Spezialdrama sind ja die Tribünen in der Kriau (Architekt: Otto Schönthal). Die werden die "Neugestaltung" des Areals nicht überleben, fürchte ich. Dafür ist gegenüber mitten im Prater ein Riesenklotz aus der Erd' gewachsen - für das Umspannwerk war ja nirgendwo sonst Platz  :bh:
Das ist ja das Dilemma mit dem U-Bahn-Bau. Die U2 bringt gutes Entwicklungspotential nach Transdanubien (Stadlau, Seestadt), aber führt auch zu einem großen Bebauungsdruck in Gegenden, wo eigentlich keine Entwicklung stattfinden sollte. Der Prater sollte als innerstädtisches Naherholungsgebiet eigentlich tabu sein!
Schon das Viertel Zwei frisst sich wie eine Made in den Randbereich des Praters, als Nächstes geht es den Trabrenngründen an den Kragen und irgendwann wird man wohl auch die Trainingsplätze vom Praterstadion irgendwie verdichten.  :(

Auch was an der Unteren Alten Donau im Nahbereich der Station Donaustadtbrücke passiert, ist ein Skandal. Da werden die kleinen Schrebergartenhütten reihenweise abgerissen und auf den zusammengelegten Grundstücken große Luxuswohnhäuser errichtet - indirekt gefördert durch den Steuerzahler, der die U-Bahn finanziert hat  :down:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 03. März 2014, 10:31:46
Ein Spezialdrama sind ja die Tribünen in der Kriau (Architekt: Otto Schönthal). Die werden die "Neugestaltung" des Areals nicht überleben, fürchte ich. Dafür ist gegenüber mitten im Prater ein Riesenklotz aus der Erd' gewachsen - für das Umspannwerk war ja nirgendwo sonst Platz  :bh:
Das ist ja das Dilemma mit dem U-Bahn-Bau. Die U2 bringt gutes Entwicklungspotential nach Transdanubien (Stadlau, Seestadt), aber führt auch zu einem großen Bebauungsdruck in Gegenden, wo eigentlich keine Entwicklung stattfinden sollte. Der Prater sollte als innerstädtisches Naherholungsgebiet eigentlich tabu sein!
Schon das Viertel Zwei frisst sich wie eine Made in den Randbereich des Praters, als Nächstes geht es den Trabrenngründen an den Kragen und irgendwann wird man wohl auch die Trainingsplätze vom Praterstadion irgendwie verdichten.  :(

Auch was an der Unteren Alten Donau im Nahbereich der Station Donaustadtbrücke passiert, ist ein Skandal. Da werden die kleinen Schrebergartenhütten reihenweise abgerissen und auf den zusammengelegten Grundstücken große Luxuswohnhäuser errichtet - indirekt gefördert durch den Steuerzahler, der die U-Bahn finanziert hat  :down:

Wenns könnten, würdens um den Prater rum eh alles mit 200m hohen Wohntürmen zu Pflastern. Grünlage und U-Bahn Anschluss ist halt unschlagbar leicht verwertbar.

Zum viertel zwei muss man aber dazu sagen, dass da früher ein paar Messehallen gestanden sind. Die Fläche war also kein Grünraum. Bei der Trabrennbahn schaut das ein bischen anders aus, wobei hier es ja so ist, dass die Bahn selbst verkleinert wird und auf der frei werdenden Fläche bei der Trabrennstraße dan ein Teil der Wohnung hin kommt. Der andere Teil kommt auf der anderen Seite Richtung Stadion hin, wo der Trainingsplatz verbaut wird und die alten Stallungen höchstwahrscheinlich auch "aufgewertet" werden. Da diese unter Denkmalschutz stehen kann man sie zumindest nicht einfach so abreißen. Da muss man zumindest zuerst das Dach löchrig schlagen.  8)
Die neuen Stallungen sollen ja dort hin kommen, wo man jetzt noch eine Art Parkplatz erkennen kann.

Und zu den Trainingsplätzen neben dem Stadion. Bald werden das dort eh die einzigen nicht verbauten Flächen sein. Das Innenleben der ehemaligen Stadionschleife wurde schon zu gebaut mit gut über 100 Wohnungen. https://www.ig-immobilien.com/ueber-uns/immobilien-portfolio/inland/1020-wien-josef-fritsch-/ (https://www.ig-immobilien.com/ueber-uns/immobilien-portfolio/inland/1020-wien-josef-fritsch-/)
Gegenüber, wo jetzt noch die Sport und Funhalle steht, wird auch ein Wohnklotz hinkommen, mit vermutlich auch so 100 Wohnungen. Die restlichen Sportplätze die es dort noch gibt, gehören der Hakoah. Wenn die mal Geld benötigen sollten, sind die Flächen auch ratz fatz verbaut. Ein Teil ist es eh schon. Und die restliche Industriebrache ist nur dank der Finanzkrise unverbaut. Da wurde jetzt um geplant und siehe da, dort wo früher nur Büros geplant waren werden nun auch 400 Wohnungen geplant. http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/oesterreich/wien/1491700/Marina-Tower-wird-zum-Wohnturm (http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/oesterreich/wien/1491700/Marina-Tower-wird-zum-Wohnturm)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Tramwayhüttl am 03. März 2014, 16:38:30
Ich finde auch dass der Prater an sich unangetastet bleiben sollte. Allerdings finde ich z.B. die Tangente wesentlich störender als die neue Wohnbebauung am Rand davon.
Im Gegenteil: Das Viertel wurde in meinen Augen durch die neue WU, das Grätzel um den OMV-Turm, die neue Messe und die Wohnbebauung extrem aufgewertet. Früher war es einfach eine hässliche G'stettn...nicht Fisch, nicht Fleisch. Ein bisschen Industriebranche, ein paar abgeranzte Messehallen, Leerflächen....
Klar entstanden dadurch einige Interessante Fotostellen mit dem 21er, welche ein eigenes Flair hatten, aber in Punkto Lebensqualität wurde hier stark aufgewertet. Und ich finde besser man verdichtet solche Gebiete sinnvoll, als dass man den Grüngürtel um die Stadt mit Satellitenstädten "Modell 1970" zubetoniert und sich so neue Ghettos züchtet. Für das neue Quartier Ausstellungsstraße/Handelskai/Prater/Stadion bräuchte es nur noch ordentliche Oberflächenverbindungen um dem Ganzen etwas Leben einzuhauchen. Dass Dichte Bebauung am Rand (natürlich möglichst hochwertig) und naturnaher Erholungsraum in der Nachbarschaft gut funktionieren zeigt der Central Park in Manhattan....
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 03. März 2014, 22:14:04
Wesentlich intelligenter wären diese Grätzel meiner Meinung nach genutzt worden wenn man sie kleinteilig mit maximal 15 m Bauhöhe für Mischnutzung verbaut hätte. Aber da scheiden sich die Geister, Hochhäuser sind ja so modern.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 03. März 2014, 22:29:23
Die Grundstücke werden dort nicht gerade billig sein und jeder Stock verringert die anteiligen Grundkosten
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 04. März 2014, 00:04:17
Bin heut übrigens an der Gebe-Fabrik vorbeigefahren - ausser der uninteressanten Fassade zur Westbahn und dem Schlot ist alles weg. So ist Denkmalschutz sinnlos, das Wesen der Fabrik war ja keine kahle Lochfassade, sondern die Hallen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 04. März 2014, 00:28:17
Die erhaltene Wand der Fabrik ist nichts anderes als eine überdimensionale Lärmschutzwand zur Eisenbahnstrecke.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 04. März 2014, 01:52:39
Ich verstehe das sowieso nicht. Lässt man ein paar Fragmente stehen und integriert die alten Steine ins neue Haus, ist das denkmalpflegerisch wertvoll. Würde man alles abreissen und den Bau in den fraglichen Teilen exakt nach den alten Plänen nachbauen, wäre das aus Sicht der Denkmalpflege wertlos. Irgendwie schizo. ::)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 04. März 2014, 11:12:44
Die Grundstücke werden dort nicht gerade billig sein und jeder Stock verringert die anteiligen Grundkosten
Natürlich. Aber da wäre halt die Politik gefragt so etwas im Sinne der Bevölkerung zu unterbinden.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 04. März 2014, 11:21:05
Die Grundstücke werden dort nicht gerade billig sein und jeder Stock verringert die anteiligen Grundkosten
Natürlich. Aber da wäre halt die Politik gefragt so etwas im Sinne der Bevölkerung zu unterbinden.

Die Politik wähnt sich gerade aber sicher, gerade damit billigen Wohnraum zu schaffen. Billiger Wohnraum geht halt vor optischen Schmankerln. Aber ganu das ist der Grund, warum die schönen Konzepte (großzügiger Grünraum, Frei Bereiche etc.) sich kaum bis gar nicht realisieren lassen. Billig heißt alles zu bauen oder weit hinauf. In manchen Fällen sogar beides.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 04. März 2014, 11:37:43
Die Grundstücke werden dort nicht gerade billig sein und jeder Stock verringert die anteiligen Grundkosten
Natürlich. Aber da wäre halt die Politik gefragt so etwas im Sinne der Bevölkerung zu unterbinden.

Die Politik wähnt sich gerade aber sicher, gerade damit billigen Wohnraum zu schaffen. Billiger Wohnraum geht halt vor optischen Schmankerln. Aber ganu das ist der Grund, warum die schönen Konzepte (großzügiger Grünraum, Frei Bereiche etc.) sich kaum bis gar nicht realisieren lassen. Billig heißt alles zu bauen oder weit hinauf. In manchen Fällen sogar beides.

Wobei ich mich da schon frage, wie es die Gemeinde von 1923 - 1934 geschafft hat, mehr als 60000 Wohnungen in damals höchster Qualität zu bauen, in Häusern, die bis heute absolut menschlich und angenehm wirken, und das in bitterster Notzeit, Wirtschaftskrise, Inflation, politischer Unruhe. http://www.viennaslide.com/gemeindebau/ (http://www.viennaslide.com/gemeindebau/)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 04. März 2014, 12:34:25
Die Grundstücke werden dort nicht gerade billig sein und jeder Stock verringert die anteiligen Grundkosten
Natürlich. Aber da wäre halt die Politik gefragt so etwas im Sinne der Bevölkerung zu unterbinden.

Die Politik wähnt sich gerade aber sicher, gerade damit billigen Wohnraum zu schaffen. Billiger Wohnraum geht halt vor optischen Schmankerln. Aber ganu das ist der Grund, warum die schönen Konzepte (großzügiger Grünraum, Frei Bereiche etc.) sich kaum bis gar nicht realisieren lassen. Billig heißt alles zu bauen oder weit hinauf. In manchen Fällen sogar beides.

Wobei ich mich da schon frage, wie es die Gemeinde von 1923 - 1934 geschafft hat, mehr als 60000 Wohnungen in damals höchster Qualität zu bauen, in Häusern, die bis heute absolut menschlich und angenehm wirken, und das in bitterster Notzeit, Wirtschaftskrise, Inflation, politischer Unruhe. http://www.viennaslide.com/gemeindebau/ (http://www.viennaslide.com/gemeindebau/)

Weil damals Menschen für Menschen gebaut haben. Heute baut Hackler für Investor. Investor will Kapital sehen und sonst nichts.
Außerdem hat sich damals keiner für Grundstückskosten/Mietverhältnis interessiert. Da war freies Grundstück, Gemeinde hats gekauft, hat ein Haus darauf errichtet und hat die Wohnungen leistbar vermietet. Da wurde nicht geschaut ob der Grundkostenanteil pro m² Mietwohnung eh nicht einen gewissen Betrag übersteigt damits noch gefördert wird etc.
 
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 106er am 04. März 2014, 12:46:52
[...] Investor will Kapital sehen und sonst nichts. [...]

Ein Investor will eine Rendite sehen, und das am besten ohne Einsatz eigenen Kapitals.  :lamp:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 04. März 2014, 15:40:17
Bin heut übrigens an der Gebe-Fabrik vorbeigefahren - ausser der uninteressanten Fassade zur Westbahn und dem Schlot ist alles weg. So ist Denkmalschutz sinnlos, das Wesen der Fabrik war ja keine kahle Lochfassade, sondern die Hallen.
Ging es beim Denkmalschuzt um das Gebäude oder um das am östlichen Ende bei der Tankstelle noch stehenden Gebäude.


Wobei ich mich da schon frage, wie es die Gemeinde von 1923 - 1934 geschafft hat, mehr als 60000 Wohnungen in damals höchster Qualität zu bauen, in Häusern, die bis heute absolut menschlich und angenehm wirken, und das in bitterster Notzeit, Wirtschaftskrise, Inflation, politischer Unruhe. http://www.viennaslide.com/gemeindebau/ (http://www.viennaslide.com/gemeindebau/)

Von der "Zier" her: Arbietskraft war damals billig, da hat man sich spielen können. Heute kannst nur mehr gerade Fassadenteile bauen und die Zier kann nur mehr in unterschiedlichen Fensteröffnungen und Auskragungen bestehen (vereinfacht dargestellt)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: martin8721 am 18. März 2014, 23:47:45
Am Gelände der ehemaligen Komet-Gründe auf der Schönbrunner Straße wird grad fleißig abgerissen. Ich schätze, dass das Gebäude mit Ende der Woche komplett verschwunden sein wird.  :'(

Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 25er am 19. März 2014, 17:46:10
Eine Schande, dass die schönen alten Reihenhäuser abgerissen werden. Am Ende kommen eh super fade "moderne" Häuser mit kreativen flachen Seiten und viel weiß hin. Andere Städte würden solche Häuser erhalten ... aber Wien ist anders.  :-[
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: benkda01 am 19. März 2014, 20:00:14
Und gerade dieses Haus (und sein schon im Vorjahr abgerissener Zwilling) waren innen wie außen wirkliche Prachtstücke. :'(
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Anid am 19. März 2014, 20:24:35
Was? DAS reißt man ab? Sind die vollkommen verblödet?? Mir fehlen echt die Worte über so viel Dummheit. Wieso hat man da nicht renoviert und das verunstaltete Nebenhaus wieder in den Originalzustand versetzt? Damit hätte man sicher auch eine Menge Geld verdienen können! Wieso hat der Denkmalschutz hier nicht eingegriffen? Es ist echt zum schreien.

Daniel
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 20. März 2014, 07:33:20
Was? DAS reißt man ab? Sind die vollkommen verblödet?? Mir fehlen echt die Worte über so viel Dummheit. Wieso hat man da nicht renoviert und das verunstaltete Nebenhaus wieder in den Originalzustand versetzt? Damit hätte man sicher auch eine Menge Geld verdienen können! Wieso hat der Denkmalschutz hier nicht eingegriffen? Es ist echt zum schreien.

Daniel

Mal das https://www.wien.gv.at/m19prjdb/wettbewerbe/html/show_ausschreibung.asp?ID=1496&Q_A_TYP=2&Q_A_STANDORT=&Q_A_QUERYSTR=&Q_A_ART=0&Q_A_VERFAHREN=0&Q_A_VON=&Q_A_BIS=&Q_A_LAUFEND (https://www.wien.gv.at/m19prjdb/wettbewerbe/html/show_ausschreibung.asp?ID=1496&Q_A_TYP=2&Q_A_STANDORT=&Q_A_QUERYSTR=&Q_A_ART=0&Q_A_VERFAHREN=0&Q_A_VON=&Q_A_BIS=&Q_A_LAUFEND) bauen will
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Ferry am 20. März 2014, 11:43:54
Wieso hat der Denkmalschutz hier nicht eingegriffen?
Vermutlich, weil das Gebäude nicht unter Denkmalschutz gestanden ist.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: martin8721 am 20. März 2014, 11:56:38
Wieso hat der Denkmalschutz hier nicht eingegriffen?
Vermutlich, weil das Gebäude nicht unter Denkmalschutz gestanden ist.

Frage: Warum war er nicht da?
Antwort: Weil er nicht da war.  8)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Ferry am 20. März 2014, 12:01:46
Frage: Warum war er nicht da?
Antwort: Weil er nicht da war.  8)
Was ich sagen wollte: Das Bundesdenkmalamt konnte gegen den Abriss nichts tun, es konnte nicht eingreifen, weil das Gebäude eben nicht unter Denkmalschutz gestanden ist, und das vermutlich deswegen nicht, weil sich entweder niemand darum gekümmert hat, es unter Denkmalschutz stellen zu lassen oder es nicht als schützenswert eingestuft worder war. Besser so?  ;)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 20. März 2014, 12:04:50
Oder anders ausgedrückt, eine sehr einflussreiche Person hat erwirkt, dass dieses Haus nicht zu schützen ist. ::)

Jetzt kann man dort einen hässlichen 0815-Büroturm hinstellen, wo doch in Wien gerade der Bedarf an neuen Büroflächen so riesengroß ist. :bh: :fp:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 20. März 2014, 13:08:28
Oder anders ausgedrückt, eine sehr einflussreiche Person hat erwirkt, dass dieses Haus nicht zu schützen ist. ::)

Jetzt kann man dort einen hässlichen 0815-Büroturm hinstellen, wo doch in Wien gerade der Bedarf an neuen Büroflächen so riesengroß ist. :bh: :fp:
Da kommt ein Shoppingcenter hin... unter anderem. Riesige Sauerei wenn ihr mich fragts!

Das Denkmalamt ist eine der zahlosesten Instrumente der österreichischen Verwaltung, ein Trauerspiel der Extraklasse!
Das Haus bzw. Ensemble dürfte aus verschiedenen Gründen nicht unter Schutz gestanden sein. Einerseits war das rechte Haus seit Jahrzehnten ziemlich verhunzt, ein Rückbau wäre nicht den Prinzipien des Denkmalschutzes entsprechend gewesen -> nicht schutzwürdig, damit auch kein Ensembleschutz für das Nachbarhaus. Weiters gilt offenbar die Devise "Gibt eh so vü davon!", somit sind Gründerzeitwohnhäuser in den seltensten Fällen schutzwürdig.

Hier wäre weniger der historisch-kulturell motivierte Denkmalschutz gefragt als die Stadt mit ihren Tourismusinteressen - Wien lebt zu wesentlichen Teilen von der Attraktivität des noch relativ geschlossenen Gründerzeit-Wohnbestandes und die Häuser bieten - gegebenfalls nach behutsamer Adaptierung von Kleinstwohnungen - hochwertigsten Wohnraum. Aber man sägt lieber fröhlich am eigenen Ast bzw. drückt den diversen Antragstellern die Säge in die Hand und erklärt ihnen, wie sie sägen sollen/dürfen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 20. März 2014, 13:30:56
Da kommt ein Shoppingcenter hin... unter anderem. Riesige Sauerei wenn ihr mich fragts!
Shoppingcenter oder Büroturm ist auch schon wurscht, beides braucht man dort so dringend wie einen Kropf. Übrigens ganz toll, dass man direkt angrenzend zur Meidlinger Hauptstraße schon wieder ein neues Shoppingcenter genehmigt. So belebt man eine schwächelnde Einkaufsstraße ganz sicher nicht. ::)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 20. März 2014, 15:00:30
Da kommt ein Shoppingcenter hin... unter anderem. Riesige Sauerei wenn ihr mich fragts!
Shoppingcenter neben Einkaufsstraßen werden jetzt offenbar beliebt, zB Mariahilfer Straße, Landstraßer Hauptstraße... und nur, damit die großen Ketten angepasste Räume erhalten und sich nicht in Geschäftsstraßen setzen müssen.

Zu betonen ist ja leider auch, daß man sich mit dieser kurzsichtigen Profitgier das Stadtbild rundherum zusammenhaut. Das Straßenbild lebt nicht zuletzt von lebendigen Erdgeschoßzonen, sprich Geschäften (und nicht Müllräumen und Tiefgarageneinfahrten). Und die sind leider zu überwiegendstem Anteil nur in Gründerzeithäusern vorhanden. Eigentlich ein Armutszeugnis für die heutige Architektur, die es seit 1945 praktisch nicht zusammenbringt, Erdgeschoßzonen zu gestalten, die vor 100 Jahren selbstverständlich waren und von denen die Stadt heute hauptsächlich zehrt.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 20. März 2014, 15:06:25
Und die sind leider zu überwiegendstem Anteil nur in Gründerzeithäusern vorhanden.

Und dort werden sie oft genug den heutigen Anforderungen (Raumaufteilung, Installationen, Barrierefreiheit) nicht gerecht. :(

Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 20. März 2014, 17:14:35
Oder anders ausgedrückt, eine sehr einflussreiche Person hat erwirkt, dass dieses Haus nicht zu schützen ist. ::)

Nicht nur dieses Haus, das ganze Grätzl dort, einschließlich der alten Stadtbahnstation!  :down:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Ferry am 20. März 2014, 18:50:18
Es gab für dieses Haus einen "Ensembleschutz" - jedoch kein Denkmalschutz,
Wo genau ist da der Unterschied?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 20. März 2014, 21:06:42
Ensembleschutz gäbe es zB im Bereich der alten Weindörfer, wie Neustift, Sievering, bzw auch in Verbindung mit dem Denkmalschutz.
Das hilft leider wenig, wenn bei Bauarbeiten dann irrtümlich ein Haus zerstört wird.

Mir sind die näheren Umstände von dieser Liegenschaft bekannt. Eine örtlich Initiative wollte unter allen Umständen, dieses historische Gebäude erhalten, es gab sogar einen Vorschlag, dieses Gebäude in das aktuelle Bauvorhaben einzubinden. Die Bausubstanz dieses Hauses war in einem sehr guten Zustand, deshalb war auch geplant dieses zu erhalten. Leider haben diese Bemühungen nichts genützt.
Das Problem dort ist aber auch, dass diese Kreuzung samt Umgebung eine derartige Un-Gegend samt Verkehrshölle ist, dass es kein Wunder ist, dass es "eh wuascht" ist, was dort steht.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hiller_michael am 21. März 2014, 00:06:40
Am Gelände der ehemaligen Komet-Gründe auf der Schönbrunner Straße wird grad fleißig abgerissen. Ich schätze, dass das Gebäude mit Ende der Woche komplett verschwunden sein wird.  :'(

Und wieder ein schoenes altes Haus in meiner Heimatstadt verloren gegangen. Wenn das so weiter geht, werde ich Wien nicht wieder erkennen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Karbei am 31. März 2014, 19:50:55
TV Tipp: Kulturmontag um 22:30 Uhr auf ORF 2

Schutzlos-Zonen: Einstürzende Altbauten
Wiens historische Winzerdörfer werden zubetoniert

Der Terminus "technische Abbruchreife" ist das Menetekel für alle, die an romantischen Vorstellungen von historisch gewachsenen Strukturen festhalten.

Wien darf stolz sein: auf sein kulturelles Erbe, auf seine Architektur aus allen Epochen und auf seinen dörflichen Charakter, der sich in den Grätzeln und Außenbezirken erhalten hat.

Die ehemaligen Winzerdörfer wie Grinzing, Nußdorf oder Neustift sind Erholungsgebiet und touristischer Anziehungspunkt – und zusehends abbruchreif. In geschlossenen Ensembles klaffen immer mehr Baulücken, auf dass sie mit Appartementhäusern neu aufgefüllt werden. Auch in so genannten Schutzzonen droht immer öfter die Abrissbirne.

Stellt die Baupolizei fest, dass ein Objekt aus baulichen oder gesundheitlichen Gründen nicht erhalten werden kann, rollt der Bagger an.

Die Eigentümer haben oft größtes Interesse, dass alte Substanz zu "Bruchbuden" oder "Schandflecken" verkommt. Zu lukrativ sind derzeit Immobiliengeschäfte in den noblen Grünbezirken Wiens. Jüngst wurde wieder in Nußdorf ein altes Winzerhaus abgerissen. Weinhauer-Orte wie Grinzing mutieren zu potemkinschen Orten: die Fassaden bleiben bestehen, dahinter wird die Kubatur "maximal ausgenützt" und hineingeklotzt.

Der kutur.montag berichtet über abbruchreife, wiewohl denkmalgeschützte Häuser und schutzlose Schutzzonen. Live zu Gast im Studio ist die Präsidentin des Bundesdenkmalamts, Barbara Neubauer.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Tramwayhüttl am 09. April 2014, 23:25:06
Zitat
Ein weiterer Todeskandidat scheint mir das Eckhaus Esterhazygasse/Magdalenengasse, auch hier gibt es eingeschlagene Fenster und sonstige Anzeichen des Verfalls.

Das besagte Haus wird seit Kurzem (wie es aussieht recht aufwendig) saniert!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 10. April 2014, 10:26:38
Zitat
Ein weiterer Todeskandidat scheint mir das Eckhaus Esterhazygasse/Magdalenengasse, auch hier gibt es eingeschlagene Fenster und sonstige Anzeichen des Verfalls.

Das besagte Haus wird seit Kurzem (wie es aussieht recht aufwendig) saniert!
Da schau her, sehr erfreulich!

Dafür wurde mir von Nachbarn erzählt, dass das einstöckige Eckhaus Gersthofer Straße/Wallrißstraße vermutlich abgerissen wird, das Chinarestaurant ist schon zu und wurde ausgeräumt.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Tramwayhüttl am 10. April 2014, 16:12:39
Das orange Haus am "Mariahilfer G-ürtel" (32?) auf welchem sich seit Jahrzehnten eine große "Donau-Versicherungen"-Leuchtreklame befindet ist komplett leer....
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 16. April 2014, 16:26:20
Gibt es eigentlich irgendwelche Infos zum Haus Liechtensteinstraße 28?
Da ist ja das letzte, das noch nicht in der neuen Baufluchtlinie steht. Sieht aber nicht wirklich bewohnt aus - die Blumen in den Fenstern dürften eher nicht echt sein.
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Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Petersil am 16. April 2014, 21:03:55
Es handelt sich um das denkmalgeschützte Bürgerhaus "zur Hl. Dreifaltigkeit" aus dem Jahre 1781. Warum der Flächenwidmungs- und Bebauungsplan keine Rücksicht auf dieses Haus nimmt, ist mir leider unklar.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 17. April 2014, 00:21:53
Der Plan nimmt ja Rücksicht, aber wenn jemand das Haus wegreißt, dann darf er nicht mehr so weit in die Straße hinein bauen, sondern nur mehr in der Linie der Fassaden der beiden angrenzenden Häuser.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 17. April 2014, 00:44:32
Umso besser, auch wenn die Außenfassade interessant ist, wäre eine sanfte Renovierung vielleicht nicht schlecht. Die Schilder über den Türen find ich besonders faszinierend. :up:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 17. April 2014, 00:44:35
Über das Haus in der Liechtensteinstraße haben wir in diesen Forum bereits vor einiger Zeit diskutiert:
http://www.tramwayforum.at/index.php?topic=1946.msg33269 (http://www.tramwayforum.at/index.php?topic=1946.msg33269)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Ferry am 17. April 2014, 10:48:49
Dieses Objekt befindet sich in Privatbesitz und der Eigentümer denkt nicht dran, es wegzureißen, zumal der Innenhof anders aussieht als die Fassade vermuten lässt.
Dann sollte er es aber auch sanieren, die Außenfassade wirkt ziemlich schäbig.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 17. April 2014, 12:07:17
Dann sollte er es aber auch sanieren, die Außenfassade wirkt ziemlich schäbig.
Ich finde es allerdings auch irgendwie genial, dass das Haus in einer Form konserviert wird, wie sie vermutlich bereits vor etwa 100 Jahren existiert hat mit dem  Pferdefleischhauer Rudolf Schlapota und dem Lager der Firma Alexander Häusler. Im Inneren soll es ja noch viel mehr alte Sachen geben. Bei einer Sanierung läuft man Gefahr, dass diese Dinge teilweise vernichtet werden.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 17. April 2014, 15:36:16
Die Türen und Fenster leiden ohne regelmäßige Neulackierung allerdings massiv und sind wohl irgendwann Totalschäden. Es wundert mich auch, dass die nur mit einer dünnen Kette gesicherten Eingänge der Geschäfte nie aufgebrochen wurden.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 17. April 2014, 23:40:30
Die Türen und Fenster leiden ohne regelmäßige Neulackierung allerdings massiv und sind wohl irgendwann Totalschäden.
Unlängst wurde ein Scharnier ausgetauscht, das neue goldene Scharnier wirkt ganz fremd neben der irgendwann 1930 stehengebliebenen Restfassade.

Dann sollte er es aber auch sanieren, die Außenfassade wirkt ziemlich schäbig.
"Soll er sanieren" sagt sich halt auch leicht. Für einen Privateigentümer ist eine Sanierung auch nicht immer leistbar. Abgesehen davon gefällt mir der derzeitige, aus der Zeit gefallene Zustand des Hauses recht gut. Wien-Besucher bekommen u.a. das oft von mir gezeigt.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Ferry am 18. April 2014, 11:05:58
"Soll er sanieren" sagt sich halt auch leicht. Für einen Privateigentümer ist eine Sanierung auch nicht immer leistbar. Abgesehen davon gefällt mir der derzeitige, aus der Zeit gefallene Zustand des Hauses recht gut. Wien-Besucher bekommen u.a. das oft von mir gezeigt.
Naja, aber so wie es aussieht, bröckelt da teilweise schon der Putz ab. Und das ist dann weniger lustig, wenn man soetwas auf den Kopf bekommt. Also zumindest eine Minimalsanierung der Außenfassade wäre da schon angebracht. Ist ja auch für die Bausubstanz nicht gut, wenn die Ziegel offenliegen, und auch die Fenster und Fensterstöcke halten neu lackiert länger als im derzeitigen Zustand.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 02. Mai 2014, 13:24:11
Übrigens habe ich neulich feststellen können, dass man beim Blick durchs Schlüsselloch durchaus ein bisschen was vom Innenhof erkennen kann - also wenn's wen interessiert...
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Tramwayhüttl am 02. Mai 2014, 15:41:20
Ein recht originales Biedermeierhaus in der Garbergasse 9 soll - trotz protesten von Anrainern und Gebietsbetreuung - abgerissen werden  >:( :bh:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 02. Mai 2014, 17:06:47
Momentan und in letzter Zeit wird und wurde überhaupt unheimlich viel abgerissen!  :'(
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 03. Mai 2014, 14:42:06
Zu Beginn der nächsten Woche werden in der Badgasse im Lichtental (9. Bezirk) völlig unbeachtet von Medien, Bezirkspolitik und Denkmalamt zwei fast 300 Jahre alte Gebäude abgerissen, die bedauerlicherweise nicht unter Denkmalschutz stehen. Um die Bedeutung der beiden Gebäude zu verstehen, zunächst ein kurzer Exkurs zur Geschichte des Viertels.

Beim Lichtental handelt es sich um ein erst im 18. Jahrhundert besiedeltes und trockengelegtes ehemaliges Überschwemmungsgebiet von Nebenströmen der unregulierten Donau. Die flächenmäßig starke und intensive Bebauung innerhalb weniger Jahrzehnte des 18. Jahrhunderts ist auf die zuvor in unmittelbarer Umgebung gegründete Brauerei zurückzuführen, die Arbeitgeber für die neuen Siedler war, denen auch Steuererleichterungen zugestanden wurden. Auch nach der Schließung der Brauerei Mitte des 19. Jahrhunderts blieben die typischen ein- bis zweistöckigen Vorstadthäuser bestehen, viele überlebten unbeschadet beide Weltkriege. Die Bausubstanz und -struktur im Lichtental 1950 ließe sich wohl gut mit der heute noch bestehenden am Spittelberg vergleichen. Jedoch setzte ab den 1950er-Jahren nicht etwa eine sanfte Altstadtsanierung, sondern ein eher brutales "Assanierungsprogramm" der Stadt Wien ein, das darin bestand, zahlreiche alte Häuser aufgrund des kolportierten schlechten Bauzustands abzureißen und die freigewordenen Parzellen durch Gemeindebauten zu ersetzen. Ein Baublock wurde zum Lichtentaler Park umgestaltet.

Dem Assanierungsprogramm fielen jedoch entgegen ursprünglicher Planungen nicht alle alten Gebäude zum Opfer. Manche, wenige Hausbesitzer zeigten sich resistent und verweigerten eine Ablöse ihres Besitzes. Die nach diversen Abbrüchen neuerer Zeit übrigen insgesamt acht im Lichtental verstreuten Häuser, sechs davon in drei zusammenhängenden Ensembles, spiegeln also gut den architektonischen Charakters des Viertels um 1800 wider. Umso tragischer ist es, dass eines dieser drei Ensembles aus dem frühen 18. Jahrhundert nun abgetragen wird. Es handelt sich um die Häuser Badgasse 27 und 29. Der Literatur nach zu schließen wurde Badgasse 27 ("Zum Blumenstock") 1722 und Badgasse 29 ("Zur heiligen Anna") um 1716 erbaut. Die Gebäude überlebten beide Weltkriege nicht unbeschadet, Badgasse 27 wies laut zeitgenössischer Literatur sogar Bombenschäden auf, wurden jedoch wieder instandgesetzt und entgingen der Abtragung im Rahmen der Assanierung - leider nicht der durch den Eigentümer, eine Immobilienfirma, im Jahr 2014. Entstehen wird, da der Flächenwidmungsplan auf die alte Bausubstanz keine Rücksicht nimmt, wohl ein weiterer sechsstöckiger, gesichtsloser Neubau.  :-\

Die folgenden Aufnahmen sind vom Februar 2014. Mittlerweile sind die Gebäude schon entkernt, es fehlen die Fenster und bei Badgasse 29 das halbe Dach.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 03. Mai 2014, 15:21:00
Ach f*ck, die kommen bzw kamen sogar in meinem Buch vor...

Ein netter Kontrast dazu ist der Spaziergang durch das Thury-Viertel. Hier, zwischen Reznicekgasse,  Badgasse und Marktgasse, haben sich Reste der vorgründerzeitlichen Bebauung erhalten, manche Hinterhöfe verbergen romantische Überraschungen. Am Block Badgasse/Fechtergasse/Wiesengasse steht ein 1952 fertiggestelltes Wohnhaus: Es ist das letzte Werk des Architekten Karl Ehn, einer der aktivsten Gemeindebauarchitekten in der Zwischenkriegszeit – der Karl Marx-Hof hat ihn berühmt gemacht.

Das gelbe hat sogar ein neues Dach... Hier die Rückseite, letzten Sommer.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 03. Mai 2014, 17:30:04
Das gelbe hat sogar ein neues Dach... Hier die Rückseite, letzten Sommer.
Sehr schlau, ins Stiegenhaus des Gemeindebaus zu gehen! Werd ich morgen auch noch machen, ab Montag wird nach Aussage von Bauhacklern abgerissen. Das gelbe, Badgasse 29, dürfte vor ca. 20 Jahren saniert worden sein, es verfügte auch über neue Fenster. Das Dach ist schon halb entfernt, die Fenster ebenso.

Zu diesem Haus gibt es übrigens noch eine lustige Anekdote: Im Erdgeschoß war 200 Jahre lang ein Wirtshaus untergebracht. Erster Wirt war Johann Lochner, der das damals noch nach dem Hausnamen "Zur heiligen Anna" benannte Gasthaus am 25. 6. 1800 eröffnete. Der Wirt zeichnete sich vor allem durch seinen groben Schmäh aus, so wurde jeder Gast mit Sprüchen wie „Na, is denn nirgends a Bradl z ́haben als da bei mir?“ empfangen. Dies brachte ihm den Spitznamen "Narrendattel" ein, nach dem das Gasthaus in Folge auch benannt wurde und sich zu einer lokalen Berühmtheit entwickelte. Sogar von Ferdinand Raimund wurde das Lokal literarisch verarbeitet. Erst 2000 wurde das klitzekleine Lokal, das nur aus einem Raum bestand, schließlich aus feuerpolizeilichen Gründen geschlossen.

Zur Geschichte der "Narrendattel" existiert sogar ein Forschungsprojekt des Bezirksmuseum, die Publikation aus 1999 kann hier (http://www.bezirksmuseum.at/default/fileadmin/user_upload/Bezirke/Bezirk-09/158_-_Narrendattel.pdf) abgerufen werden.

Daraus noch zwei Bilder: Badgasse 29 und 27 in den 1950er-Jahren sowie das Aussehen des Gasthauses 1990:

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Solche Geschichten gibt es im Lichtental übrigens zuhauf. Jedes Haus aus dem 18. Jahrhundert verfügte über einen Hausnamen und ein Hauszeichen (teilweise sehr humorvolle Hausnamen, wie "Zum goldenen Bierkrug"). Die Anzahl der Gaststätten war überdurchschnittlich hoch, im 19. Jahrhundert gab es in fast jedem zweiten Haus ein Gasthaus. Noch in den 1990er-Jahren gab es zehn Gastgewerbebetriebe im Lichtental, heute sind es nur mehr fünf.

Noch eine Korrektur zu Deinen veröffentlichten Sätzen:

Ein netter Kontrast dazu ist der Spaziergang durch das Thury-Viertel. Hier, zwischen Reznicekgasse,  Badgasse und Marktgasse, haben sich Reste der vorgründerzeitlichen Bebauung erhalten, manche Hinterhöfe verbergen romantische Überraschungen. Am Block Badgasse/Fechtergasse/Wiesengasse steht ein 1952 fertiggestelltes Wohnhaus: Es ist das letzte Werk des Architekten Karl Ehn, einer der aktivsten Gemeindebauarchitekten in der Zwischenkriegszeit – der Karl Marx-Hof hat ihn berühmt gemacht.
Das Viertel zwischen Reznicek-, Bad- und Marktgasse ist nicht Thurygrund, sondern Lichtental. Der südliche Teil von Thurygrund (es handelt sich dabei ja um einen zweigeteilten Bezirksteil, dessen Teile nicht miteinander verbunden sind) beginnt ab der Fechtergasse südwärts, die Grenze durchschneidet den Thuryhof. Der Karl-Schönherr-Hof, den Du beschreibst, steht komplett auf Lichtentaler "Bezirksteilgebiet".

Falls von Interesse, kann ich gerne einmal eine Lichtental-Reportage mit so manchen G'schichtln und Bildern zusammenstellen, ich habe mich damit in den letzten Monaten recht intensiv beschäftigt.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Revisor am 03. Mai 2014, 18:12:49
Falls von Interesse, kann ich gerne einmal eine Lichtental-Reportage mit so manchen G'schichtln und Bildern zusammenstellen, ich habe mich damit in den letzten Monaten recht intensiv beschäftigt.

Ja, gerne. So etwas ist immer nett zu lesen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 03. Mai 2014, 18:37:31
Das gelbe, Badgasse 29, dürfte vor ca. 20 Jahren saniert worden sein, es verfügte auch über neue Fenster. Das Dach ist schon halb entfernt, die Fenster ebenso.
Es ist halt eine Zeit, wo nur der (mögliche) Profit zählt.  :-X


Zitat
Falls von Interesse, kann ich gerne einmal eine Lichtental-Reportage mit so manchen G'schichtln und Bildern zusammenstellen . . . .
Im ÖNB-Bildarchiv gibt es auch Fotos, die kann man dann ja einfügen!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 03. Mai 2014, 18:49:31
Die erwähnte Renovierung muss schon in den 80ern gewesen sein, auf dem Bild von 1990 sieht man eindeutig die neuen Fenster.

Beide Häuser waren renovierungsbedürftig, Nr. 27 mehr, aber keineswegs abbruchreif. Das Problem ist aus Sicht der Profitgier die mangelnde Ausnützung der maximal möglichen Wohnfläche. Nr. 29 dürfte ursprünglich oben aus drei Zimmer-Küche-Wohnungen bestanden haben, Nr. 27 aus einer großen Wohnung. Im Hof von Nr. 29 finden sich noch alte Stallungen oder ähnliche Räume. Das untere Stockwerk der Häuser besteht jeweils aus einem langgestreckten Raum links und rechts des Eingangs und einem weiteren Raum im Hoftrakt bzw. bei Nr. 27 mehreren kleinen Räumen ebendort.

Die Wohnung im Haus Nr. 27 hat noch Reste einer "schwarzen Kuchl", die allerdings später zum Bad umgebaut wurde. Nach Entfernung der nachträglich eingezogenen Trennwände steht das WC etwas sinnlos mitten in der Küche ;)
Der Boden ist mit historischen Steinplatten belegt, in den Zimmern war bis vor kurzem ein sehr alter Holzboden aus breiten Planken. Außerdem gibt es vermutlich originale Stuckdecken. Leider hatte ich keine Kamera mit als ich kürzlich tagsüber drin war.

Am Montag kommt laut Aussage eines der Bauarbeiter "Abbruchmann".
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 03. Mai 2014, 19:04:28
Für viele alte Häuser war lebensrettend, dass die (neu) gültige Baulinie ein gutes Stück hinter der alten lag. Da man davon an vielen Stellen wieder abgegangen ist und die Bauwerber wieder weiter nach vor rücken lässt*, ist diese nunmehr bessere Möglichkeit den Grund zu nutzen ein Todesstoß für etlche Baujuwele, dazu kommt natürlich die Profitgier der Investoren!



*) Sei es durch (gefällige) Änderung des Bebauungsplanes oder durch irgend eine "Sonderregelung".   8)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 03. Mai 2014, 20:11:00

Falls von Interesse, kann ich gerne einmal eine Lichtental-Reportage mit so manchen G'schichtln und Bildern zusammenstellen, ich habe mich damit in den letzten Monaten recht intensiv beschäftigt.

Ja bitte, das würde mich auch sehr interessieren, zumal es kaum Publikationen gibt, vom Bezirksteil "Lichtental" und "Thurygrund".

Vom Photographen Joseph Mutterer, sind gut 100 Aufnahmen erhalten geblieben.

Da schließe ich mich an. Zufälligerweise bin ich erst diese Woche wieder einmal durchs Lichtental spaziert, als ich dem (übrigens sehr guten!) Inder "Heilige Kuh" einen Besuch abgestattet habe. Die G'schichtln und Bilder könnte man auch in ein gefälliges Layout setzen und als Kleinauflage drucken lassen. Ich bin mir sicher, dass so eine Broschüre Abnehmer findet. (Man könnte auch einen kleinen Teil mit historischen Straßenbahnfotos aus der Gegend dazunehmen, damit auch diese Klientel erschlossen wird.)

Was haltet ihr davon? Man braucht halt jemanden mit einem Verein oder einer Firma, der offiziell (bzw. gegen Beteiligung) dahintersteht, damit sich die Geschichte (Verkauf der Heftchen) nicht im rechtlichen Graubereich bewegt (Umsatzsteuer & Co.).
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 03. Mai 2014, 20:22:01
Was haltet ihr davon?
Eine gute Idee, auch der Teil mit den Straßenbahnbildern. Wir hatten hier ja einmal ein paar Aufnahmen aus dem Bereich Althanstraße/Augasse, der ja im Vergleich zu den 70er-Jahren heute nicht mehr wiederzuerkennen ist. Eventuell ließe sich in Kooperation mit dem Bezirksmuseum etwas machen.

Ein Wermutstropfen könnte allerdings sein, daß man die Bilder, die das Bildarchiv der ÖNB verwaltet, nur gegen Gebühr veröffentlichen darf (ab € 38,50 pro Bild für eine Auflage bis 3.000 Stück und eine Abbildungsgröße bis zu einer Viertelseite), was die Einbindung dieser Bilder unmöglich machen dürfte. Schade, denn das Bildarchiv verwaltet auch sehr viele Bilder aus der Zeit der Assanierung des Lichtentals (50er-/60er-Jahre), die sich anderswo schwer auftreiben werden lassen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 03. Mai 2014, 22:07:40
Das wäre natürlich eine tolle Sache. Das Bezirksmuseum muss man sowieso mit einbinden, schließlich kommen von dort viele wertvolle Informationen und sie können auch als Vertriebspartner agieren. Nachdem bei der Kleinauflage einer Broschüre keine sonderlichen Druckkosten entstehen, könnte ich mir sogar vorstellen, dass das Bezirksmuseum als "die notwendige Institution, die die Steuern ordnungsgemäß verbucht" agiert, sprich, die Herstellungskosten zahlt und dafür die Einnahmen einstreift.

Mögliches Modell: bei gutem Verkauf verkaufsabhängige Beteiligung der Autorenschaft, bei gegen die Erwartungen schlechtem Verkauf nach x Monaten freiwillige Verpflichtung der Autorenschaft, dem Bezirksmuseum die entstandenen Kosten (abzüglich Erlöse) aus eigener Tasche zu ersetzen.

Die Kosten beim Digitaldruck sind heutzutage so niedrig, dass da nicht wirklich ein Risiko entsteht.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 07. Mai 2014, 00:59:07
Und weiter gehts mit der mutwilligen Zerstörung im Rekordtempo... Wien will alle Sünden die deutsche Städte im Wirtschaftswunder begangen haben nachholen und sägt mit aller Kraft am eigenen Ast.

http://derstandard.at/1397522640331/Die-Demolierer-und-der-Denkmalschutz?ref=article (http://derstandard.at/1397522640331/Die-Demolierer-und-der-Denkmalschutz?ref=article)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 07. Mai 2014, 09:19:44
Aber Hauptsache, sie fordern und verhandeln so einen Schwachsinn (Seisgasse#Schönburgstraße)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Petersil am 07. Mai 2014, 22:59:48
Und weiter gehts mit der mutwilligen Zerstörung im Rekordtempo... Wien will alle Sünden die deutsche Städte im Wirtschaftswunder begangen haben nachholen und sägt mit aller Kraft am eigenen Ast.

http://derstandard.at/1397522640331/Die-Demolierer-und-der-Denkmalschutz?ref=article (http://derstandard.at/1397522640331/Die-Demolierer-und-der-Denkmalschutz?ref=article)

Das ist dank Bauklasse 2 aber nicht ganz so "lustig" wie andernorts. Dort wird sich keine besonders große Schuhschachtel ausgehen.

tramway.at: Ich vermute, in dem Haus haben vor sehr langer Zeit Angehörige von mir gewohnt. Was ist denn da passiert?  :o
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 07. Mai 2014, 23:07:51
tramway.at: Ich vermute, in dem Haus haben vor sehr langer Zeit Angehörige von mir gewohnt. Was ist denn da passiert?  :o

Hallo petersil, der Eigentümer Lu. hat den Dachboden ausgebaut, irgendwann vor dem Krieg gab es einen Dachaufbau, das Denkmalamt hat eine Wiedererrichtung als Abtausch für straßenseitige Terrassenflächen verlangt. Hier (unter dem Ballon bzw ganz im Hintergrund) das Haus vor dem Umbau - mE völlig lächerlich, auf dem kahlen Haus den Aufbau in dieser Form zu verlangen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 07. Mai 2014, 23:12:30
Und weiter gehts mit der mutwilligen Zerstörung im Rekordtempo... Wien will alle Sünden die deutsche Städte im Wirtschaftswunder begangen haben nachholen und sägt mit aller Kraft am eigenen Ast.

http://derstandard.at/1397522640331/Die-Demolierer-und-der-Denkmalschutz?ref=article (http://derstandard.at/1397522640331/Die-Demolierer-und-der-Denkmalschutz?ref=article)

Das ist dank Bauklasse 2 aber nicht ganz so "lustig" wie andernorts. Dort wird sich keine besonders große Schuhschachtel ausgehen.

tramway.at: Ich vermute, in dem Haus haben vor sehr langer Zeit Angehörige von mir gewohnt. Was ist denn da passiert?  :o
Vermutlich hoffen sie auf eine Gefälligkeitswidmung, rasch Bauklasse 4 und los gehts.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Petersil am 07. Mai 2014, 23:53:38
Hallo petersil, der Eigentümer Lu. hat den Dachboden ausgebaut, irgendwann vor dem Krieg gab es einen Dachaufbau, das Denkmalamt hat eine Wiedererrichtung als Abtausch für straßenseitige Terrassenflächen verlangt. Hier (unter dem Ballon bzw ganz im Hintergrund) das Haus vor dem Umbau - mE völlig lächerlich, auf dem kahlen Haus den Aufbau in dieser Form zu verlangen.

Das ist bizarr. Die einzige noch lebende Verwandte ist zu jung und wird sich an eventuell vorher bestandene Dachaufbauten nicht erinnern können, aber zumindest an das Geschäft ihrer Mutter 8) Ich werde beim nächsten Familientreffen einmal nachfragen, wie das Haus in ihrer frühen Erinnerung ausgeschaut hat. Gerüchteweise gibt/gab es außerdem in einem der Häuser in der Nähe, womöglich in der Seisgasse, eine selbstgebaute Orgel im Keller. Das ist auch ein Thema, das ich gerne einmal ergründen würde.

@W_E_St: Ich habe den Eindruck, dass das zumindest in den Innenbezirken und in der Schutzzone nicht mehr so leicht wie vor 2010 geht. Aber nix ist fix.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 08. Mai 2014, 01:04:44
Teilweise bewegt sich was, ja. Deswegen ist ja auch in der Cottagegasse (ehem. Gasthaus Zum sanften Heinrich) seit geraumer Zeit eine Gstätt'n - dort hat man auf eine Gefälligkeitswidmung nicht nur gehofft sondern sogar vertraut, und in geradezu sensationeller Einigkeit haben 4(!) Parteien in der BV "Njet!" gesagt. Jetzt steht irgendein armer Immobilienentwickler da mit einem Grundstück, von dem nicht einmal die Hälfte als Baugrund gewidmet ist und das nur Bauklasse 2...
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 08. Mai 2014, 22:28:48
Jetzt steht irgendein armer Immobilienentwickler da mit einem Grundstück, von dem nicht einmal die Hälfte als Baugrund gewidmet ist und das nur Bauklasse 2...
:'(
wirklich traurig!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 13. Mai 2014, 17:07:34
Der ehemalige Taxiorange-Kutscherhof in der Speisinger Straße ist auch vor kurzem abgerissen worden. Mit einem Neubau (Wohnen im Kutscherhof) wird demnächst begonnen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 13. Mai 2014, 21:32:32
Kutschkerhof
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Tramwayhüttl am 16. Mai 2014, 17:41:31
Laut orf.at und Standard möchte der Eigentümer des durch die Gasexplosion schwer beschädigten Hauses in der Mariahilfer Straße dieses übrigens wieder aufbauen lassen und nicht Abreißen. Wäre in meinen Augen ein Zeichen und Schritt in die richtige Richtung und sehr erfreulich darüber hinaus.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 16. Mai 2014, 18:06:21
findet sich schon seit gestern im entsprechenden Spezialthread
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Tramwayhüttl am 16. Mai 2014, 19:32:38
Hoppala, übersehen :-X! Sorry!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Laiseka am 20. Mai 2014, 11:57:11
Kommt jetzt eine Hausabrissorgie ;) ?

Zitat
Zig Anzeigen wegen „illegaler Zubauten“

Weil er selbst angezeigt worden ist, soll ein Wiener bis zu 1.000 Klagen bei der Baupolizei eingebracht haben. Dabei geht es um Zubauten wie Carports und Werkzeughütten, die vermeintlich nicht genehmigt und deshalb illegal errichtet worden sein sollen.

Zwar seien in der Vergangenheit bereits die Bewohner von gesamten Gassen und Grätzl angezeigt worden, eine derartige Welle in dem Ausmaß habe es aber noch nicht gegeben, sagte Hannes Kirschner von der Wiener Baupolizei gegenüber „Radio Wien“.

Zig Anzeigen müssen überprüft werden
Dass es aber tatsächlich genau 1.000 Anzeigen sind, wie von der Gratiszeitung „Heute“ berichtet, will Kirschner nicht bestätigen. Aber „der Anzeiger hat ganz Wien abgegrast und auffällige Zubauten zur Anzeige gebracht“, und es seien jedenfalls „sehr, sehr viele“.

Sämtliche Klagen müssten nun überprüft werden. Stellt sich die jeweilige Beanstandung als richtig heraus, müsse die Baupolizei einen Entfernungsauftrag erteilen, der wiederum eine Bauverhandlung nach sich ziehe, sagte Kirschner. Bei einem Entfernungsurteil hätten die Betroffenen meistens drei Monate Zeit, um rückzubauen beziehungsweise die Zubauten wieder zu entfernen.

Binnen dieser Frist könne auch ein Antrag auf nachträgliche Bewilligung der einzelnen Zubauten eingebracht werden, wovon „sicherlich eine ganze Menge bewilligungsfähig sind“, sagte Kirschner.

http://wien.orf.at/news/stories/2648198/ (http://wien.orf.at/news/stories/2648198/)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 13er am 20. Mai 2014, 12:27:22
Jaja, das goldene Wienerherz 8)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 20. Mai 2014, 16:58:18
Jaja, das goldene Wienerherz 8)
Ich bin zwar auch der Meinung, dass diese Vorgehensweise vielleicht ein bisserl übertrieben ist, aber etwas möchte ich schon festhalten: ich habe in den letzten 5 Jahren insgesamt 3 mal erlebt, dass Nachbarn ohne Genehmigung etwas bauen wollten oder aber eine Baugenehmigung für etwas erlangen wollten, das nicht genehmigungsfähig war. In allen Fällen wären die Rechte des Nachbarn mitunter signifikant eingeschränkt worden bzw. hätte sich mittelfristig durch "Gewohnheitsrecht" eine Verschlechterung der Nachbarrechte bei einer zukünftigen Bauverhandlung daraus ergeben können. In 2 von 3 Fällen wurde den Vorgängen ein Riegen vorgeschoben, im dritten Fall wurde durch einen - rechtlich zwar möglichen, aber sehr seltsamen - rechtlichen Kunstgriff die Baugenehmigung unter Auflagen erteilt. Insgesamt sollte man also sehr wohl darauf achten, was die Nachbarn so treiben. Ob es deshalb notwendig ist, gleich hunderte Leute, von deren Bauten man nicht persönlich betroffen ist, anzuzeigen, sei dahingestellt.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 20. Mai 2014, 22:23:15
Das betrifft meistens Carports, die sind sowieso eine optische Beleidigung, insofern find ich das nicht so schlimm.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Pareidolic am 17. Juni 2014, 15:32:59
Teilweise bewegt sich was, ja. Deswegen ist ja auch in der Cottagegasse (ehem. Gasthaus Zum sanften Heinrich) seit geraumer Zeit eine Gstätt'n - dort hat man auf eine Gefälligkeitswidmung nicht nur gehofft sondern sogar vertraut, und in geradezu sensationeller Einigkeit haben 4(!) Parteien in der BV "Njet!" gesagt. Jetzt steht irgendein armer Immobilienentwickler da mit einem Grundstück, von dem nicht einmal die Hälfte als Baugrund gewidmet ist und das nur Bauklasse 2...
Könnte es sein dass diese ausnahmsweise mal gute Nachricht schon wieder veraltet ist (http://waehring.gruene.at/bezirksteile/waehring/artikel/lesen/91548/)? Da steht etwas von einem 4-Parteien-Nein in 2013, und jetzt 2014 einem 3-Parteien-Ja für einen Neubau mit Tiefgarage.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 17. Juni 2014, 17:49:31
Teilweise bewegt sich was, ja. Deswegen ist ja auch in der Cottagegasse (ehem. Gasthaus Zum sanften Heinrich) seit geraumer Zeit eine Gstätt'n - dort hat man auf eine Gefälligkeitswidmung nicht nur gehofft sondern sogar vertraut, und in geradezu sensationeller Einigkeit haben 4(!) Parteien in der BV "Njet!" gesagt. Jetzt steht irgendein armer Immobilienentwickler da mit einem Grundstück, von dem nicht einmal die Hälfte als Baugrund gewidmet ist und das nur Bauklasse 2...
Könnte es sein dass diese ausnahmsweise mal gute Nachricht schon wieder veraltet ist (http://waehring.gruene.at/bezirksteile/waehring/artikel/lesen/91548/)? Da steht etwas von einem 4-Parteien-Nein in 2013, und jetzt 2014 einem 3-Parteien-Ja für einen Neubau mit Tiefgarage.
Schaut so aus. Wie üblich dürften Wirtschaftsinteressen über Umweltangelegenheiten und Anrainerwünsche dominieren.

So gesehen freue ich mich auf das Platzen der von der EZB georteten Immobilienblase. So lange der Immobilienmarkt dermaßen die Bodenhaftung verloren hat, sind solche Aktionen natürlich lukrativ. Nur ein kleiner Vergleich: kleine, sanierungsbedürftige Substandard-Eigentumswohnungen waren bei meinen ersten Suchen um 2008 noch für 1000 Euro/m2 zu haben, konkret kann ich mich an Angebote aus Simmering und Ottakring erinnern. Heute legt man für annähernde Ruinen dieser Art ab 2500 Euro pro m2 hin. Ernsthaft, 100 000 Euro für 35 m2 Zimmer-Küche ohne Bad mit indischem Klo?!? Das ist für mich einfach nur mehr komplett jenseits von gut und böse! Nicht mehr erschreckend, sondern einfach nur mehr abgehoben.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 18. Juni 2014, 13:55:04
So gesehen freue ich mich auf das Platzen der von der EZB georteten Immobilienblase.

Die Wohnungspreise werden sicher irgendwann stagnieren oder sogar leicht zurückgehen. Aber mit 30.000 Einwohnern mehr pro Jahr in Wien (das sind 1 1/2 Seestädte jährlich) denke ich nicht, dass es sich um eine Blase handelt, die platzen wird. Die Nachfrage nach Wohnraum ist da und kann durch Neubau derzeit nicht gedeckt werden.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 18. Juni 2014, 15:20:57
Abgesehen davon ist das meiste, was bei uns gebaut wird, massiv, also werthaltig. Das sind ja nicht solche Pappendeckelhäuser, wie bei der Blase über dem großen Teich.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 18. Juni 2014, 16:05:41
Abgesehen davon ist das meiste, was bei uns gebaut wird, massiv, also werthaltig. Das sind ja nicht solche Pappendeckelhäuser, wie bei der Blase über dem großen Teich.
Die Ir(r)en haben auch recht massiv gebaut - jedenfalls im Vergleich zu den USA - und die Blase ist trotzdem mit einem riesigen Knall geplatzt. Allerdings waren das keine Wohnungen in überbevölkerten Großstädten, sondern tausende Reihenhäuser am ADW, für mehr Leute als dort je von der Gesamtbevölkerung des Landes her leben könnten. Irland ist ja ungefähr so groß wie Österreich, aber hat nur halb so viele Einwohner. Fast die Hälfte davon wohnt im - für kontinentale Verhältnisse reichlich zersiedelten - Dublin, der Rest verteilt sich auf das ganze Land.

Darauf ist in Wien also leider nicht zu hoffen. Allerdings ist die Frage, ob der Markt für Eigentumswohnungen als Geldanlage nicht langsam gesättigt ist - oder wenn sich die Wirtschaft entwickelt wieder andere Anlageformen interessanter werden - und sich die Einkommen wieder positiver zu den Wohnraumpreisen entwickeln. Momentan ist es so, dass man ja locker wesentliche Teile des Einkommens für Wohnen (Miete oder Kreditraten) ausgeben muss.

Eine Möglichkeit wäre natürlich eine striktere Regelung der Mieten, andererseits führt das vermutlich dazu, dass geldgeile Eigentümer die Wohnungen verscherbeln statt vermieten, was erst wieder eine Sauerei ist. Es gibt übrigens einen Ansatz, demgemäß die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes an der Eigentumsquote bei Wohnraum gemessen wird. Je niedriger die Eigentumsquote, desto höher der Entwicklungsstand, denn eine niedrige Eigentumsquote deutet auf geographisch flexible, hochausgebildete und -bezahlte urbane Arbeitskräfte und eine Wirtschaft, die viele solche benötigt. Eine hohe Eigentumsquote hingegen deutet im Prinzip auf eine bäuerlich-handwerkliche Gesellschaft mit dörflichen Strukturen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 18. Juni 2014, 16:57:46
Ach ja, die Häuser der Zukunft wachsen gratis aus dem Boden und erhalten sich selber! Schöne sozialistische Träume.   ::)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 18. Juni 2014, 17:18:47
Ach ja, die Häuser der Zukunft wachsen gratis aus dem Boden und erhalten sich selber! Schöne sozialistische Träume.   ::)
Zwischen kostendeckender Miete und dem was teilweise verlangt wird klaffen aber - vor allem bei Bestandsgebäuden - ganz erhebliche Unterschiede. Einen Gründerzeitbau kann man durchaus auch erhalten, wenn man für eine 3-Zimmer-Wohnung 500 Euro Miete verlangt (ganz grob jetzt). Gewinn machen wird man damit natürlich keinen, und die Errichtungskosten eines Neubaus kriegt man damit auch nicht herein.

Bei uns im Haus sind die Mieten durchwegs eher niedriger (lauter Altverträge) und das Haus macht trotzdem keine Verluste, sondern Renovierungen gehen sich aus dem Budget aus.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 18. Juni 2014, 17:29:32
Ach ja, die Häuser der Zukunft wachsen gratis aus dem Boden und erhalten sich selber! Schöne sozialistische Träume.   ::)

Die Baukosten für eine 0815 Wohnung liegen bei rund 2000-2500 Euro pro Quadratmeter in einem Mehrparteienhaus.
Verlangt werden aber 4500-5000 Euro pro Quadratmeter. Also mit jeder Wohnung kannst zwei neue bauen.
Macht man aber nicht somit verdienen sich einige eine goldene Nase. Ist halt so.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 18. Juni 2014, 18:00:44
Eine Möglichkeit wäre natürlich eine striktere Regelung der Mieten, andererseits führt das vermutlich dazu, dass geldgeile Eigentümer die Wohnungen verscherbeln statt vermieten, was erst wieder eine Sauerei ist.

Sinken die Mieten, sinken automatisch auch die Kaufpreise. Denn ein Wohnungskauf ist wirtschaftlich nur interessant, wenn die zu erwartenden Mietkosten während der Lebenszeit den Kaufpreis übersteigen würden  :lamp:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: MK am 18. Juni 2014, 18:36:40
Ich wohne im sanierten Altbau (nicht in Wien) und zahle 6,50 pro Quadratmeter warm. Der Vermieter kann davon gut leben (zehn Wohnungen, sieben sind vermietet, zwei stehen leer, in einer wohnt er selber, es ist seine einzige Einkommensquelle).
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 18. Juni 2014, 20:58:26
Ich wohne im sanierten Altbau (nicht in Wien) und zahle 6,50 pro Quadratmeter warm. Der Vermieter kann davon gut leben (zehn Wohnungen, sieben sind vermietet, zwei stehen leer, in einer wohnt er selber, es ist seine einzige Einkommensquelle).
Eben. Er kann gut leben, und das bei Mieten, von denen man als Mieter in Wien nur träumen kann, außer man hat einen solide alten Mietvertrag - den jemand in meinem Alter fast nicht haben kann. Unter 10 Euro/m2 ist ohne Beziehungen absolut nichts mehr zu wollen, meistens zahlt man mehr.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 19. Juni 2014, 22:18:03
Ich wohne im sanierten Altbau (nicht in Wien) und zahle 6,50 pro Quadratmeter warm. Der Vermieter kann davon gut leben (zehn Wohnungen, sieben sind vermietet, zwei stehen leer, in einer wohnt er selber, es ist seine einzige Einkommensquelle).
"Blöde" Frage, weil du schreibst "Miete warm" - lebst du in Deutschland?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 20. Juni 2014, 07:56:36
Ich wohne im sanierten Altbau (nicht in Wien) und zahle 6,50 pro Quadratmeter warm. Der Vermieter kann davon gut leben (zehn Wohnungen, sieben sind vermietet, zwei stehen leer, in einer wohnt er selber, es ist seine einzige Einkommensquelle).
"Blöde" Frage, weil du schreibst "Miete warm" - lebst du in Deutschland?

"Miete warm" / "Miete kalt" sind durchaus auch in Österreich gebräuchliche Ausdrücke, zumindest unter Insidern (Architekten, Maklern usw.), werden aber eher flapsig verwendet, nicht offiziell. Bedeutet: inklusive bzw. exklusive Betriebskosten.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: MK am 20. Juni 2014, 08:08:43
"Blöde" Frage, weil du schreibst "Miete warm" - lebst du in Deutschland?

Ja. Ich wusste allerdings nicht, dass man das in Österreich nicht sagt (und das, obwohl ich erst vor ein paar Jahren weggezogen bin).
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 20. Juni 2014, 12:18:13
"Blöde" Frage, weil du schreibst "Miete warm" - lebst du in Deutschland?

Ja. Ich wusste allerdings nicht, dass man das in Österreich nicht sagt (und das, obwohl ich erst vor ein paar Jahren weggezogen bin).
Mir ist das durchaus vertraut, wobei Warmmieten in Österreich - zumindest Wien - halt nicht so verbreitet sind, weil man entweder die eigene Gastherme hat oder die Fernwärme separat zahlt. Bei uns gibt es zwar eine Hauszentralheizung, die wird aber per Wärmemengenzähler separat von der Miete abgerechnet.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 20. Juni 2014, 13:23:25
Mir ist "Kalt/Warm" durchaus bekannt, nicht nur aus Kinderzeiten, wenn ich was angestellt habe. Ich habe diesen Begriff bislang nur für Deutschland gekannt, bei uns eher incl./excl. Betriebskosten.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 20. Juni 2014, 14:19:14
Mir ist "Kalt/Warm" durchaus bekannt, nicht nur aus Kinderzeiten, wenn ich was angestellt habe. Ich habe diesen Begriff bislang nur für Deutschland gekannt, bei uns eher incl./excl. Betriebskosten.
Das ist ja noch einmal was anderes. Warmmiete ist inkl. Betriebskosten, Warmwasser und Heizung (daher "warm"). Gibt es in Wien eigentlich fast nur in ein paar Wohnblöcken aus den 70ern mit Hauszentralheizung.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 30. Juni 2014, 00:44:12
Ich mache mir massive Sorgen um Gentzgasse 4 im 18. Bezirk!

http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez18/05513101.jpg (http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez18/05513101.jpg)

Obwohl seit dem Foto die Fassade erneuert worden ist, ist es in sehr schlechtem Allgemeinzustand. Die noch vorhandenen Kastenfenster haben teilweise fast keinen Lack mehr, Scheiben sind eingeschlagen und wenn mich nicht alles täuscht fehlen sogar einzelne Außenflügel komplett.

Mindestens schon das ganze Wochenende (möglicherweise schon länger) steht jetzt noch dazu eine abgewrackte Waschmaschine außen direkt vor dem Gehflügel des Haustores, das Haus ist also ganz offensichtlich unbewohnt. Es wäre eine enorme Schande um dieses relativ original erhaltene Biedermeierhaus!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: N1 am 23. August 2014, 19:00:16
R.I.P., Haus Leystraße 46!
(http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez20/06423901.jpg)
Quelle: wien.gv.at/kulturportal (http://www.wien.gv.at/kulturportal/public/identifyGebaeude.aspx?id=ARCH.SZI_P.11974515&mid=5479ebe9-104a-4359-9865-1248b0d7b6f1&ftype=vienna:ARCH.SZI_P&g=ec1c61e3-4836-4a5b-9ac5-04d304662887&cid=aa14f0bb-bbd2-4b36-b6db-f60b44df2540)

Es handelt sich um das zweistöckige Gebäude mit den recht auffälligen weißen Fensterrahmen. Eine kurze Recherche mit Google hat ergeben, dass der Komponist Anton Karas in dem Haus geboren und aufgewachsen ist. Als trauriges Überbleibsel kann man derzeit noch den Hauseingang samt umgebendem Mauerwerk sehen - alles andere ist bereits weg.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 23. August 2014, 22:32:01
Eine kurze Recherche mit Google hat ergeben, dass der Komponist Anton Karas in dem Haus geboren und aufgewachsen ist.

Ein Gedenkstein befindet sich am Eck.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Tramwayhüttl am 25. August 2014, 21:05:03
An der Kaiserstraße 87 hängt ein Parajo-Plakat. Im Internet findet man aber nichts über das Haus oder künftige Pläne.
Das markante und gut erhaltene Haus Wiedner Gürtel 16 soll auch abgerissen werden! :bh:

Langsam finde ich wird es Zeit für eine Petition!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: martin8721 am 25. August 2014, 22:07:38
Das markante und gut erhaltene Haus Wiedner Gürtel 16 soll auch abgerissen werden! :bh:

Naja.
Soooo markant find ich das jetzt nicht.

(http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez04/00816801.jpg)

Da ist das Nebenhaus am Wiedner Gürtel 18 mit seinem kleinen Türmschen schon außergewöhnlicher.

(http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez04/00815501.jpg)

Trotzdem wäre es echt schade drum... :'(
Habe das Gefühl, das man rund um den neuen Hauptbahnhof grad ziemlich viel "aufwerten" will.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: h 3004 am 26. August 2014, 07:57:38
Gestern war ich in Eisenstadt: Von der Haydnkirche weg bis zum Schloß sind die Häuser heruntergekommen und die Geschäftslokale leer. (Einzelne nicht besonders ansprechende mehrstöckige Neubauten befinden sich im Bereich Raiffeisenkasse/Landwirtschaftskammer). Dasselbe gilt für Teile der Kirchengasse. Am ganzen Oberberg gibts keine Nahversorgung mehr, aber in den Weingärten und Feldern der Umgebung wird wie wild neu gebaut. Schade um dieses - einst schöne - Viertel.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: h 3004 am 26. August 2014, 08:09:07
Und ich bitte um Entschuldigung, wenn mein Beitrag OT ist, aber ich wollte es einmal sagen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: B1.702 am 26. August 2014, 11:40:02
Zwischen kostendeckender Miete und dem was teilweise verlangt wird klaffen aber - vor allem bei Bestandsgebäuden - ganz erhebliche Unterschiede. Einen Gründerzeitbau kann man durchaus auch erhalten, wenn man für eine 3-Zimmer-Wohnung 500 Euro Miete verlangt (ganz grob jetzt). Gewinn machen wird man damit natürlich keinen, und die Errichtungskosten eines Neubaus kriegt man damit auch nicht herein.

Das große Missverständnis: Miete ist nicht gleich Erhaltungs- und Betriebskosten. Das ist unabhängig von einander. Zwar nicht völlig, da aus der Miete Rücklagen für die Erhaltung geschaffen werden müssen (oft aber nicht werden, aber nicht weil die Miete zu gering ist), aber gleichzeitig gibt es die Möglichkeit, zusätzliche Erhaltungsbeiträge, ibs. bei anstehendenen Sanierungsarbeiten einzuheben.

Die Betriebskosten decken wiederum die laufenden Kosten, also Verwaltung, Steuer, allgemeinen Verbrauch an Wasser, Strom, Gas und Wärme, Reinigung, laufende Wartungs- und routinemäßige Reparaturarbeiten.

Grob gesagt: Die Erhaltung des Hauses ist sogar möglich, wenn die Miete 0 Euro beträgt!

Die Mieteinnahmen dienen in erster Linie dem Einkommen des Vermieters. Bitte lasst euch nicht auf Diskussionen ein, wie "Altmieter gefährden die Erhaltung des Hauses". Das ist FPÖ-Argumentation für Dumme.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 26. August 2014, 13:32:18
Zwischen kostendeckender Miete und dem was teilweise verlangt wird klaffen aber - vor allem bei Bestandsgebäuden - ganz erhebliche Unterschiede. Einen Gründerzeitbau kann man durchaus auch erhalten, wenn man für eine 3-Zimmer-Wohnung 500 Euro Miete verlangt (ganz grob jetzt). Gewinn machen wird man damit natürlich keinen, und die Errichtungskosten eines Neubaus kriegt man damit auch nicht herein.

Das große Missverständnis: Miete ist nicht gleich Erhaltungs- und Betriebskosten. Das ist unabhängig von einander. Zwar nicht völlig, da aus der Miete Rücklagen für die Erhaltung geschaffen werden müssen (oft aber nicht werden, aber nicht weil die Miete zu gering ist), aber gleichzeitig gibt es die Möglichkeit, zusätzliche Erhaltungsbeiträge, ibs. bei anstehendenen Sanierungsarbeiten einzuheben.

Die Betriebskosten decken wiederum die laufenden Kosten, also Verwaltung, Steuer, allgemeinen Verbrauch an Wasser, Strom, Gas und Wärme, Reinigung, laufende Wartungs- und routinemäßige Reparaturarbeiten.

Grob gesagt: Die Erhaltung des Hauses ist sogar möglich, wenn die Miete 0 Euro beträgt!

Die Mieteinnahmen dienen in erster Linie dem Einkommen des Vermieters. Bitte lasst euch nicht auf Diskussionen ein, wie "Altmieter gefährden die Erhaltung des Hauses". Das ist FPÖ-Argumentation für Dumme.

Also bei den Betriebskosten bin ich bei dir, bei den Erhaltungskosten nicht. Außerdem rede ich von 500 Euro Bruttomiete inkl. Betriebskosten, nicht von Nettomiete.

Es bleibt aber dabei, dass die Behauptung, ohne marktübliche Mieten wären die Häuser nicht zu erhalten, frei erfunden ist.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Petersil am 27. August 2014, 16:08:58
Es bleibt aber dabei, dass die Behauptung, ohne marktübliche Mieten wären die Häuser nicht zu erhalten, frei erfunden ist.

Ich bin in die Verwaltung eines Zinshauses involviert und kann das zumindest für ein einfaches Haus ohne Luxus-Schnickschnack bestätigen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 27. August 2014, 16:11:42
Es bleibt aber dabei, dass die Behauptung, ohne marktübliche Mieten wären die Häuser nicht zu erhalten, frei erfunden ist.

Ich bin in die Verwaltung eines Zinshauses involviert und kann das zumindest für ein einfaches Haus ohne Luxus-Schnickschnack bestätigen.

Was kannst du bestätigen? Dass die Behauptung erfunden ist oder dass die Häuser nicht zu erhalten wären?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Petersil am 27. August 2014, 16:31:59
Dass die Behauptung in sehr vielen Fällen erfunden ist.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: wolfrathplatz am 04. September 2014, 00:01:48
So gehts auch :  Sogar die Wandrosetten der Tramway wurden bei der Renovierung belassen.  ;)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 04. September 2014, 09:20:43
Das geschieht vermutlich immer, wenn niemand weiß, was diese komischen Eisentrümmer sein sollen. Loss ma's liaba drauf, bevua no wos gschiecht!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: schaffnerlos am 04. September 2014, 09:25:23
Das geschieht vermutlich immer, wenn niemand weiß, was diese komischen Eisentrümmer sein sollen. Loss ma's liaba drauf, bevua no wos gschiecht!

Ich glaube eher:
"dös hot uns kaana gsogt dos ma des obenehma soin" und
"daspornma uns die hockn, is jo eh wurscht"
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 04. September 2014, 09:57:04
Das geschieht vermutlich immer, wenn niemand weiß, was diese komischen Eisentrümmer sein sollen. Loss ma's liaba drauf, bevua no wos gschiecht!

Die haben ja nur die Fassade geweiselt. Sonst nichts. Und Maler können mit Schraubendrehern und sonstigem Werkzeug nicht umgehen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: wolfrathplatz am 04. September 2014, 11:13:35
Das geschieht vermutlich immer, wenn niemand weiß, was diese komischen Eisentrümmer sein sollen. Loss ma's liaba drauf, bevua no wos gschiecht!

Die haben ja nur die Fassade geweiselt. Sonst nichts. Und Maler können mit Schraubendrehern und sonstigem Werkzeug nicht umgehen.

Die haben auch innen renoviert.  :P
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Ferry am 04. September 2014, 11:18:53
Die haben auch innen renoviert.  :P

Aber scheinbar auch nur gefarbelt. Wäre der Verputz der Außenwand durch eine Maurerpartie erneuert worden, wären die Rosetten längst weg.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Tramwayhüttl am 04. September 2014, 22:25:18
Das Haus ist schön geworden, die Fenster passen dagegen überhaupt nicht! (Obwohl man in Wien mit der Renovierung originaler Fenster bzw. zumindest deren Ersatz durch neue mit gleicher Flügelaufteilung in Wien/Österreich wesentlich umsichtiger agiert als z.B. in Deutschland).
Bzgl. Rosetten: Ich habe aber auch schon bei einigen neu renovierten Häusern gesehen dass diese nicht nur belassen, sondern explizit auch anders angemalt, d.h. "bemerkt" wurden.

Ein weiteres positives Beispiel. In der Ottakringer Straße 126 wird ein Zinshaus momentan sehr schön hergerichtet. Man macht sich sogar die Mühe und rekonstruiert das Haustor und die Auslagen der Geschäftslokale. Ich weiß nicht ob nach original alten Plänen oder "frei erfunden", jedenfalls sieht es sehr edel aus: Gedrechselte Auslagenvorbauten aus Holz, schwarze Glasplatten für den Namen der Geschäftslokale, geätzte Scheiben im Haustor, Messingleuchten etc. Wirkt fast wie ein Fremdkörper in dieser nicht gerade mondänen Umgebung. Sobald das Gerüst weg ist versuche ich ein Foto zu machen. Wien könnte noch viel schöner sein, würde man sich auch abseits des 1. Bezirks etwas mehr um die Ästhetik des Stadtbildes kümmern.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 05. September 2014, 00:10:20
In Deutschland kommt strafverschärfend dazu, dass es in vielen Gegenden traditionell keine Kastenfenster sondern einfachverglaste Undinger gegeben hat. Die sind dann ab den 70ern systematisch durch Isolierglas-Ungetüme, meistens gleich billig aus PVC, ersetzt worden. Wesentlich eleganter wären Vorsatzfenster innen, aber unbeliebt bei Handwerkern, die es gern simpel hätten. Insofern ist dort der Glaube "alte Fenster = böse" noch viel weiter verbreitet als bei uns.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Tramwayhüttl am 05. September 2014, 23:36:23
In Süd-, Ost- und Norddeutschland waren Kasten- bzw. Doppelfenster aber sehr wohl verbreitet. Allerdings setzten sich in Deutschland schon in der Zwischenkriegszeit Verbundfenster durch, während in Österreich bis in die 60er Jahre in Neubauten Kastenfenster verbreitet waren.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 06. September 2014, 12:24:40
In Süd-, Ost- und Norddeutschland waren Kasten- bzw. Doppelfenster aber sehr wohl verbreitet. Allerdings setzten sich in Deutschland schon in der Zwischenkriegszeit Verbundfenster durch, während in Österreich bis in die 60er Jahre in Neubauten Kastenfenster verbreitet waren.
Sehr unterschiedlich würde ich sagen. In Nordrhein-Westfalen wo meine Oma herkommt ist noch Mitte der 50er mit Einfachverglasung gebaut worden, Verwandte in Sachsen-Anhalt haben gar noch 1984 die einfachverglasten zweiflügeligen Fenster mit Oberlichten durch einfachverglaste einflügelige DDR-Fenster ersetzt. Die Kombination gepflasterte Dorfstraße + Traktoren mit leeren Anhängern + Einfachfenster war akustisch nicht mehr feierlich! Zu der Zeit ist in Plattenbauten längst Isolierglas verbaut worden, auch in der DDR. Auch im Norden (Hamburg, Kiel & Co.) waren denke ich lange nur einfachverglaste Fenster üblich, allerdings nach außen aufschlagend, damit der dauernde Wind sie zudrückt und nicht auf. Wärmetechnisch waren diese Fenster mit 14 cm "dicken" Fachwerkwänden allerdings eh schon fast wurscht.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Tramwayhüttl am 19. September 2014, 01:06:11
Kaiserstraße 87 ist dahin  :(
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 19. September 2014, 12:54:49
Momentan wird sehr viel abgerissen. Die Stadt wird eben viel schöner und moderner!  >:D
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Elin Lohner am 20. September 2014, 20:04:33
Spallartgasse 6 ist Geschichte.

Vorher (https://www.flickr.com/photos/russianchild007/5002069320/in/photostream/)

Nachher:
[attach=1]
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 25er am 20. September 2014, 20:08:35
Auf diesem Haus hängt übrigens schon seit langem eine "Ankündigung" für ein neues - wunderschönes - eckiges weißes Wohnhaus ...  :bh:

(http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez22/08071101.jpg)
(Quelle (http://www.wien.gv.at/kulturportal/public/identifyGebaeude.aspx?id=ARCH.SZI_P.12215618&mid=22cef9d2-af03-49ef-a0f8-1d192869b3e6&ftype=vienna:ARCH.SZI_P&g=7eba6a65-c013-4c8a-a80a-6d2a0fe3bb7d&cid=05968717-5d6a-4bbc-8d63-857c38ccc1a2))

Schade, die Wagramer Straße wird immer weiter zerstört. Seufz.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 20. September 2014, 20:15:22
Der Fischer hat schon länger zu.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 21. September 2014, 12:41:10
Das kleine alte Haus auf der Gstättn Ecke Donaustadtstraße/Wagramer Straße ist mittlerweile auch weg.

Übrigens, weil wir hier oder anderswo vor Jahren einmal über die Dichtheit von Fenstern diskutiert haben: Wasserschenkel entfallen bei modernen Fenstern nicht etwa deshalb weil sie dichter wären, sondern weil sich die Erzeuger darauf verlassen, dass eindringendes Wasser mit einer Metallschiene mit Abflusslöchern wieder nach außen geleitet wird. Bei neu gebauten Kastenfenstern gibt es oft Wasserschenkel UND Schienen, bei den modernen Fenstern handelt es sich um eine Sparversion.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: oldtimer am 21. September 2014, 20:11:31
Der Fischer hat schon länger zu.

Mindestens seit einem Jahr, wenn nicht schon seit über 9 Monaten.

Mindestens seit einem halben Jahr, wenn nicht schon seit über 9 Monaten.

 :fp:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Hubi am 21. September 2014, 20:30:40
Zitat
Mindestens seit einem Jahr, wenn nicht schon seit über 9 Monaten.

ähhhh, wieviele Monate hat ein Jahr? >:D
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: oldtimer am 21. September 2014, 20:32:00
Meistens 12 ;D

Eigentlich wollte ich schreiben, dass der Fischer schon seit über einem halben Jahr geschlossen hat... :ugvm:

Danke für den Hinweis 8)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: RobertK am 28. September 2014, 23:33:31
Zwar ein wenig OT da knapp außerhalb der Stadtgrenze, aber dennoch erwähnenswert: die alten Ziegelbauten auf der Triester Straße gegenüber dem nördlichen Teil der SCS (bei der Anton Benya-Straße in Brunn am Gebirge) sind vor kurzem abgerissen worden (Foto: Bing Maps).
Waren das eigentlich auch früher Wohnhäuser für die Ziegelarbeiter? Die Gebäude hatten nämlich eine gewisse Ähnlichkeit mit jenen auf der Triester Straße bei der 165er-Endstation, die schon in den 80ern oder 90ern abgerissen worden sind.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 28. September 2014, 23:50:43
Zwar ein wenig OT da knapp außerhalb der Stadtgrenze, aber dennoch erwähnenswert: die alten Ziegelbauten auf der Triester Straße gegenüber dem nördlichen Teil der SCS (bei der Anton Benya-Straße in Brunn am Gebirge) sind vor kurzem abgerissen worden (Foto: Bing Maps).
Waren das eigentlich auch früher Wohnhäuser für die Ziegelarbeiter? Die Gebäude hatten nämlich eine gewisse Ähnlichkeit mit jenen auf der Triester Straße bei der 165er-Endstation, die schon in den 80ern oder 90ern abgerissen worden sind.

Grmbl. Ja, das sind letzte Reste der Arbeitersiedlungen der Ziegeleien. Historisch interessant, architektonisch nicht, schon länger leerstehend, kommerziell kaum zu verwerten (alte Wohnhäuser an der lauten Straße). Dass die irgendwann mal fallen würden war vorauszusehen, natürlich schade, aber schlussendlich verständlich.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: buschberg am 29. September 2014, 09:21:07
Man sagt ja manchesmal, es ist ja schade um die alten Häuser, doch drinnen wohnen möchte man halt nicht.Ein unbewohntes Haus verfällt halt schneller.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 29. September 2014, 09:27:25
Als Flüchtlingsunterkunft wären sie sicher noch zu brauchen gewesen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 29. September 2014, 09:46:18
Als Flüchtlingsunterkunft wären sie sicher noch zu brauchen gewesen.

Kommt auf den Erhaltungszustand drauf an. Wennst es erst Generalsanieren müsstest, um überhaupt Menschen unterbringen zu können, dann kannst auch keine Asylwerber mehr dort unterbringen. Bedenke auch Asylwerber brauchen in Österreich Licht, Wasser, Warmes Wasser und funktionierende Toiletten. Sollte dies in den Häuser nur mehr mit größerem Aufwand möglich sein, ist der Abriß vorzuziehen. Wobei die dahinterliegenden Häuser jetzt um ihre "Lärmschutzwand" gebracht wurden.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 29. September 2014, 10:20:59
Historisch interessant, architektonisch nicht . . . .
Die gibt es noch!  ;)

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Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 29. September 2014, 13:22:10
@Coolharry - einen brauchbaren Erhaltungszustand habe ich natürlich angenommen.

@Hema: Sind keine Ziegeleiarbeiterhäuser, sondern Eisenbahnerhäuser und - so viel ich weiß - bewohnt.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 29. September 2014, 13:25:58
@Coolharry - einen brauchbaren Erhaltungszustand habe ich natürlich angenommen.

Da die Häuser schon länger unbewohnt waren, bzw. so gewirkt haben, bin ich jetzt nicht mehr von einem guten Erhaltungszustand ausgegangen.

Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Petersil am 29. September 2014, 14:27:08
Die in Meidling sind nicht mehr bewohnt.

Spannenderweise ist das westliche Gebäude (13-23) denkmalgeschützt, das östliche (5-11) nicht.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 29. September 2014, 16:43:44
Zwar ein wenig OT da knapp außerhalb der Stadtgrenze, aber dennoch erwähnenswert: die alten Ziegelbauten auf der Triester Straße gegenüber dem nördlichen Teil der SCS (bei der Anton Benya-Straße in Brunn am Gebirge) sind vor kurzem abgerissen worden (Foto: Bing Maps).
Waren das eigentlich auch früher Wohnhäuser für die Ziegelarbeiter? Die Gebäude hatten nämlich eine gewisse Ähnlichkeit mit jenen auf der Triester Straße bei der 165er-Endstation, die schon in den 80ern oder 90ern abgerissen worden sind.

Grmbl. Ja, das sind letzte Reste der Arbeitersiedlungen der Ziegeleien. Historisch interessant, architektonisch nicht, schon länger leerstehend, kommerziell kaum zu verwerten (alte Wohnhäuser an der lauten Straße). Dass die irgendwann mal fallen würden war vorauszusehen, natürlich schade, aber schlussendlich verständlich.
Nur... die dort vermutlich entstehenden Neubauten werden vermutlich auch nicht viel besser sein und auch Wohnhäuser werden. Oder kommt dort Gewerbe/Industrie als "Schallschutzwand" hin? Eine Brache kann ich mir kaum vorstellen, dafür reißt niemand Häuser ab.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 30. September 2014, 09:30:28
Oder kommt dort Gewerbe/Industrie als "Schallschutzwand" hin? Eine Brache kann ich mir kaum vorstellen, dafür reißt niemand Häuser ab.

Schätzungsweise Einzelhandel  ;)
In dieser Gegend gibt es ja eine massive Unterversorgung an Geschäften. Ein weiterer Kik-Hofer-Fressnapf-Komplex wird dort dringend gebraucht  >:D
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: schaffnerlos am 30. September 2014, 09:46:58
Die in Meidling sind nicht mehr bewohnt.

Sie dürfen behördlich aus Lärmschutzgründen nicht mehr bewohnt werden.

Und was die diversen Hausabrisse betrifft: Sicher ist es um viele Gebäude schade, aber die Stadt wächst und wächst und wächst. Wir können Satellitensiedlunge am Bisamberg, Telefonweg und in Oberlaa bauen oder eben die Stadt verdichten.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 30. September 2014, 09:48:17
Die Häuser in der Eichenstraße (ein Teil davon ist denkmalgeschützt) werden vermutlich ihrem Schicksal überlassen, bis sie so baufällig sind, dass man sie leider nur mehr abreißen kann. Wohnen darf dort keiner mehr, weil die Behörde jegliche weitere Nutzung zu Wohn- und Arbeitszwecken wegen der enormen Lärmbelastung durch die Eisenbahn untersagt hat. Es ist also nicht einmal möglich, dort Asylanten oder Obdachlose einzuquartieren.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 30. September 2014, 10:54:50
Die Häuser in der Eichenstraße (ein Teil davon ist denkmalgeschützt) werden vermutlich ihrem Schicksal überlassen, bis sie so baufällig sind, dass man sie leider nur mehr abreißen kann. Wohnen darf dort keiner mehr, weil die Behörde jegliche weitere Nutzung zu Wohn- und Arbeitszwecken wegen der enormen Lärmbelastung durch die Eisenbahn untersagt hat. Es ist also nicht einmal möglich, dort Asylanten oder Obdachlose einzuquartieren.

Wohnen kann man dort sicher nicht mehr. Eine Kulturelle Nutzung wäre aber durchaus möglich (ob erlaubt weiß ich nicht). Geht ja unter der U6 auch wunderbar. Laute Nachtclubs stört die laute Bahn nicht.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 30. September 2014, 11:11:28
Die Häuser in der Eichenstraße (ein Teil davon ist denkmalgeschützt) werden vermutlich ihrem Schicksal überlassen, bis sie so baufällig sind, dass man sie leider nur mehr abreißen kann. Wohnen darf dort keiner mehr, weil die Behörde jegliche weitere Nutzung zu Wohn- und Arbeitszwecken wegen der enormen Lärmbelastung durch die Eisenbahn untersagt hat. Es ist also nicht einmal möglich, dort Asylanten oder Obdachlose einzuquartieren.

Lärmschutzfenster rein und Klima und kannst schon als Büro nutzen. Man muss halt wollen und Geld in die HAnd nehmen. ABer verfallen lassen und dann an Hofer und Co verscherbeln bringt sicher mehr.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 30. September 2014, 12:34:56
Die Häuser in der Eichenstraße (ein Teil davon ist denkmalgeschützt) werden vermutlich ihrem Schicksal überlassen, bis sie so baufällig sind, dass man sie leider nur mehr abreißen kann. Wohnen darf dort keiner mehr, weil die Behörde jegliche weitere Nutzung zu Wohn- und Arbeitszwecken wegen der enormen Lärmbelastung durch die Eisenbahn untersagt hat. Es ist also nicht einmal möglich, dort Asylanten oder Obdachlose einzuquartieren.

Lärmschutzfenster rein und Klima und kannst schon als Büro nutzen. Man muss halt wollen und Geld in die HAnd nehmen. ABer verfallen lassen und dann an Hofer und Co verscherbeln bringt sicher mehr.

So riecht das in der Tat.

[Zynismus]Obdachlose könnte man natürlich sehr wohl dort wohnen lassen... man müsste nur irgendwo ein Fenster offen lassen, dann regelt sich das ganz von alleine.[/Zynismus]

Zurück zur Realität: ist der ÖBB-Wohnblock am Praterstern tatsächlich weiter weg von den Gleisen als die Häuser in Meidling? Kann ich mir grad fast nicht vorstellen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 30. September 2014, 12:54:06
[Zynismus]Obdachlose könnte man natürlich sehr wohl dort wohnen lassen... man müsste nur irgendwo ein Fenster offen lassen, dann regelt sich das ganz von alleine.[/Zynismus]

Erinnert mich an einen Sketch von Gerhard Polt, in dem er einen Immobilienhai spielt, der Altbauten leer bekommen möchte (damit er sanieren und teuer vermieten kann): "und dann hab ich Türken dort einquartiert. Man hat mir gesagt, das sind gute Verwohner. Aber dann fangen die auf einmal heimlich zum sanieren an, die Saubagasch!"  :D
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 30. September 2014, 13:21:11
Zurück zur Realität: ist der ÖBB-Wohnblock am Praterstern tatsächlich weiter weg von den Gleisen als die Häuser in Meidling? Kann ich mir grad fast nicht vorstellen.

Möglicherweise besteht das Problem nicht so sehr durch Luftschall, sondern durch Körperschall. Das würde dann auch eine Nutzung als Büro etc. unmöglich machen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 30. September 2014, 13:37:38
Zurück zur Realität: ist der ÖBB-Wohnblock am Praterstern tatsächlich weiter weg von den Gleisen als die Häuser in Meidling? Kann ich mir grad fast nicht vorstellen.

Möglicherweise besteht das Problem nicht so sehr durch Luftschall, sondern durch Körperschall. Das würde dann auch eine Nutzung als Büro etc. unmöglich machen.

Auch das lässt sich beheben. Aber wenn das so ein großes Problem sein soll, was ist dann mit den Wohnhäusern auf der anderen Straßenseite?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: schaffnerlos am 30. September 2014, 13:37:52
Zurück zur Realität: ist der ÖBB-Wohnblock am Praterstern tatsächlich weiter weg von den Gleisen als die Häuser in Meidling? Kann ich mir grad fast nicht vorstellen.

Meidling: 15 Meter, Praterstern: 55 Meter.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 30. September 2014, 15:13:15
Zurück zur Realität: ist der ÖBB-Wohnblock am Praterstern tatsächlich weiter weg von den Gleisen als die Häuser in Meidling? Kann ich mir grad fast nicht vorstellen.

Möglicherweise besteht das Problem nicht so sehr durch Luftschall, sondern durch Körperschall. Das würde dann auch eine Nutzung als Büro etc. unmöglich machen.

Auch das lässt sich beheben. Aber wenn das so ein großes Problem sein soll, was ist dann mit den Wohnhäusern auf der anderen Straßenseite?
Die Häuser in der Eichenstraße gehören der ÖBB, die Wohnungen sollen unbewohnbar sein, weil sehr feucht und stockdunkel. Wenn die Bahn für den recht ungünstigen Streifen einen anderen Verwendungszweck findet, werden die Bauten wohl umgehend abgerissen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 30. September 2014, 15:31:18
Die Häuser in der Eichenstraße gehören der ÖBB, die Wohnungen sollen unbewohnbar sein, weil sehr feucht und stockdunkel. Wenn die Bahn für den recht ungünstigen Streifen einen anderen Verwendungszweck findet, werden die Bauten wohl umgehend abgerissen.
Mittlerweile glaube ich gerne, dass die Wohnungen feucht und unbewohnbar sind. Die Häuser stehen seit etlichen Jahren leer und viele Scheiben sind bereits eingeschlagen und nur mehr mit Brettern vermacht. Auf diese Weise bekommst du jede Bausubstanz in kurzer Zeit klein.

Das schmale Grundstück direkt neben der Bahn dürfte jedoch auch nicht vernünftig verwertbar sein, deswegen machen die ÖBB halt nichts damit.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: schaffnerlos am 30. September 2014, 15:57:51
Wäre eigentlich gut für einen Fernbusbahnhof geeignet, nur die Zufahrt von den Autobahnen ist etwas blöd, da stauanfällig.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 01. Oktober 2014, 10:10:34
Wäre eigentlich gut für einen Fernbusbahnhof geeignet, nur die Zufahrt von den Autobahnen ist etwas blöd, da stauanfällig.

Das Grundstück wäre lang und schmal. Platz für Busabstellflächen wäre zwar ausreichend, aber wo bringst du Warteraum, Kassenhalle, Gastronomie usw. unter? Ideal wäre bei einem Busbahnhof natürlich auch ein wettergeschützter Zugang von den Warteräumen direkt zu den Bussen. Das würde ein breiteres Grundstück erfordern, speziell, wenn ich auch noch kurze Wege anbieten möchte. Zur U6 ist es von dort auch noch ziemlich weit.

Ich bin immer noch der Meinung, der beste Platz für den Busbahnhof ist dort, wo er jetzt ist. Erdberg. Man muss den Ort nur etwas behübschen!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: martin8721 am 01. Oktober 2014, 10:11:04
Weil wir gerade in der Gegend sind - ich mache mir etwas Sorgen um das Haus Eichenstraße 78.
Die Philadelphiawirtin hat vor einigen Monaten zugesperrt, seither steht das Gebäude komplett leer und verfällt vor sich hin... :-\
Anbei ein aktuelles Bild und eines vor ca. 100 Jahren.

(http://www.bildarchivaustria.at/Bildarchiv//BA/905/B10245196T10245202.jpg)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Laiseka am 06. Oktober 2014, 12:46:03
Dieses Haus ("Bangerl Haus") war vor einiger Zeit Thema in diesem Thread. Das Haus befindet sich Ecke Baumgasse/Leonhardgasse im 3. Bezirk. Jetzt ist es fertig renoviert und es ist zu verkaufen (Anzeige steht nur am Haus, im Internet habe ich keine Anzeige dazu gefunden):

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Das Haus befindet sich übrigens in der Nähe eines Schulwegs. Und anstatt dem Haus ein entsprechendes Ambiente zu bieten (größerer Vorplatz, Bäume etc.), heißt es im Schulwegplan der Stadt Wien nur lapidar: "Keinesfalls die Fahrbahnen der Leonhardgasse und Baumgasse queren. Unbedingt die auf dem Schulwegplan eingezeichneten Wege benutzen."
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 06. Oktober 2014, 17:11:26
Hm, der Styroporstuck hat mit dem original vermutlich wenig zu tun, ebenso wie die Fenstergröße und -teilung, aber im Vergleich zu vorher eine enorme Verbesserung!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 06. Oktober 2014, 18:19:18
Wohnen würde ich dort trotzdem nicht unbedingt wollen. Jeder kann einem vom Gehsteig aus ins Wohnzimmer schauen, bei den tief liegenden Fenstern.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 06. Oktober 2014, 20:23:57
Wohnen würde ich dort trotzdem nicht unbedingt wollen. Jeder kann einem vom Gehsteig aus ins Wohnzimmer schauen, bei den tief liegenden Fenstern.
Ja, das ist entschieden ein Nachteil. Den hat man allerdings bei vielen EG-Wohnungen. Mit einem kleinen Vorgarterl wäre das Haus viel reizvoller!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 07. Oktober 2014, 07:49:23
Wohnen würde ich dort trotzdem nicht unbedingt wollen. Jeder kann einem vom Gehsteig aus ins Wohnzimmer schauen, bei den tief liegenden Fenstern.
Ja, das ist entschieden ein Nachteil. Den hat man allerdings bei vielen EG-Wohnungen. Mit einem kleinen Vorgarterl wäre das Haus viel reizvoller!

Das Haus hätte aber durchaus seinen Reiz für einen Planer oder Architekten als Büro Räume. Überhaupt wäre es für Kleingewerbe durchaus reizvoll.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 07. Oktober 2014, 09:04:49
Das Haus hätte aber durchaus seinen Reiz für einen Planer oder Architekten als Büro

Wer weiß, wie verbaut/verwinkelt es innen ist?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 07. Oktober 2014, 12:17:53
Das Haus hätte aber durchaus seinen Reiz für einen Planer oder Architekten als Büro

Wer weiß, wie verbaut/verwinkelt es innen ist?
Nach der Totalsanierung doch wohl hoffentlich nicht mehr!

Meistens hatten diese Kleinsthäuser auch einen ziemlich simplen Grundriss - ein Raum neben dem anderen, in den häufigsten Fällen insgesamt vier und der Eingang in einem der beiden mittleren (ursprünglich die Küche). In das andere mittlere baut man intelligenterweise das Bad ein und schon hat man keine problematischen Durchgangszimmer mehr. Dieses haus dürfte noch dazu den Vorteil haben, an beiden Längsseiten über Fenster zu verfügen. Wenn solche Häuser quer zur Straße stehen haben sie normal nur auf einer Längs- und einer Schmalseite Fenster, da auf der anderen Längsseite schon der Nachbargrund oder das Nachbarhaus anschließt. Im Extremfall gehen sogar diese Fenster auf einen knapp 2 m breiten Schluff zwischen dem eigenen Haus und der Feuermauer vom Nachbarn. Das habe ich aber bis jetzt erst einmal gesehen, meistens gibt es einen deutlich breiteren schönen Innenhof.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Revisor am 07. Oktober 2014, 13:13:01
Soweit ich mich erinnere, war in dem Haus ein Branntweiner. Daher nehme ich an, daß es zumindest einen etwas größeren Raum als Schank- und Gaststube vorhanden war.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Laiseka am 07. Oktober 2014, 13:29:19
Das Haus hätte aber durchaus seinen Reiz für einen Planer oder Architekten als Büro

Wer weiß, wie verbaut/verwinkelt es innen ist?

Man kann derzeit in das Haus ganz gut einsehen, es wirkt innen sehr hell und nicht sehr verwinkelt. Leider kann man nicht erkennen, ob das Haus einen Garten hat und wie dieser aussieht. Und leider habe ich keine Informationen für wie viel Euro es verkauft wird  :-[
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 07. Oktober 2014, 13:36:28
Das Haus hätte aber durchaus seinen Reiz für einen Planer oder Architekten als Büro

Wer weiß, wie verbaut/verwinkelt es innen ist?

Man kann derzeit in das Haus ganz gut einsehen, es wirkt innen sehr hell und nicht sehr verwinkelt. Leider kann man nicht erkennen, ob das Haus einen Garten hat und wie dieser aussieht. Und leider habe ich keine Informationen für wie viel Euro es verkauft wird  :-[

770.000€.

Quelle: http://www.wohnnet.at/haus-1030-wien-landstrasse-3-4-5-innen-sued-6-zimmer-kauf/i153378691.htm (http://www.wohnnet.at/haus-1030-wien-landstrasse-3-4-5-innen-sued-6-zimmer-kauf/i153378691.htm)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 07. Oktober 2014, 14:14:11
Dieses haus dürfte noch dazu den Vorteil haben, an beiden Längsseiten über Fenster zu verfügen. Wenn solche Häuser quer zur Straße stehen haben sie normal nur auf einer Längs- und einer Schmalseite Fenster, da auf der anderen Längsseite schon der Nachbargrund oder das Nachbarhaus anschließt. Im Extremfall gehen sogar diese Fenster auf einen knapp 2 m breiten Schluff zwischen dem eigenen Haus und der Feuermauer vom Nachbarn. Das habe ich aber bis jetzt erst einmal gesehen, meistens gibt es einen deutlich breiteren schönen Innenhof.

Innenhof kannst vergessen, Fenster auf der von der  Straße abgewandten Seite wird es nur wenige geben:

Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 07. Oktober 2014, 16:10:44
Das Haus hätte aber durchaus seinen Reiz für einen Planer oder Architekten als Büro

Wer weiß, wie verbaut/verwinkelt es innen ist?

Man kann derzeit in das Haus ganz gut einsehen, es wirkt innen sehr hell und nicht sehr verwinkelt. Leider kann man nicht erkennen, ob das Haus einen Garten hat und wie dieser aussieht. Und leider habe ich keine Informationen für wie viel Euro es verkauft wird  :-[

770.000€.

Quelle: http://www.wohnnet.at/haus-1030-wien-landstrasse-3-4-5-innen-sued-6-zimmer-kauf/i153378691.htm (http://www.wohnnet.at/haus-1030-wien-landstrasse-3-4-5-innen-sued-6-zimmer-kauf/i153378691.htm)
:o
Die Preise sind und bleiben einfach nur jenseits von gut und böse!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Revisor am 07. Oktober 2014, 16:26:00
Die Preise sind und bleiben einfach nur jenseits von gut und böse!

Wieso? Es gehören zwei dazu: einer der den Preis festsetzt und einer der ihn bezahlt. Findet sich der zweite nicht, bleibt der erste auf dem Haus sitzen und muß seine Preisvorstellung revidieren. Findet sich der zweite aber, warum hätte er weniger verlangen sollen?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 13er am 07. Oktober 2014, 16:32:10
Wieso? Es gehören zwei dazu: einer der den Preis festsetzt und einer der ihn bezahlt. Findet sich der zweite nicht, bleibt der erste auf dem Haus sitzen und muß seine Preisvorstellung revidieren. Findet sich der zweite aber, warum hätte er weniger verlangen sollen?
Ui, da übt schon jemand für Rot-Neos nach der Wahl >:D
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Revisor am 07. Oktober 2014, 16:37:11
Ui, da übt schon jemand für Rot-Neos nach der Wahl >:D

Na, sicher nicht.  :down:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: MK am 07. Oktober 2014, 16:38:57
Wieso? Es gehören zwei dazu: einer der den Preis festsetzt und einer der ihn bezahlt. Findet sich der zweite nicht, bleibt der erste auf dem Haus sitzen und muß seine Preisvorstellung revidieren. Findet sich der zweite aber, warum hätte er weniger verlangen sollen?

Das Problem ist, dass man ein Dach über dem Kopf braucht, wenn man einen in einem Industrieland heutzutage als menschenwürdig angesehenen Lebensstandard erreichen will. Es gibt also ein Ungleichgewicht.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 07. Oktober 2014, 16:42:04
Hier geht es nicht um eine Sozialwohnung, sondern um ein Haus, das am freien Markt verkauft wird. Warum soll das der Eigentümer verschenken und nicht um den am Markt erzielbaren Preis veräußern?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 13er am 07. Oktober 2014, 16:46:25
Mein Posting war natürlich nicht ernst gemeint - für ein Mietshaus in der Stadt soll ruhig jeder verlangen und bezahlen, was er will. Mein Mitleid mit Hausherren (und vielleicht sind sie daneben ja auch noch Seidenfabrikanten? :D ) hält sich in sehr engen Grenzen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: MK am 07. Oktober 2014, 16:49:06
Hier geht es nicht um eine Sozialwohnung, sondern um ein Haus, das am freien Markt verkauft wird. Warum soll das der Eigentümer verschenken und nicht um den am Markt erzielbaren Preis veräußern?

Es geht nicht um Geschenke, sondern darum, dafür zu sorgen, dass die Zeiten der Bettgeher und fünfköpfigen Familien in Einzimmerwohnungen nicht wiederkommen.

Mein Posting war natürlich nicht ernst gemeint - für ein Mietshaus in der Stadt soll ruhig jeder verlangen und bezahlen, was er will. Mein Mitleid mit Hausherren (und vielleicht sind sie daneben ja auch noch Seidenfabrikanten? :D ) hält sich in sehr engen Grenzen.

Das Problem ist, dass ohne Regulierung die Kosten des Hauses einfach nur auf die Mieter umgelegt werden.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: schaffnerlos am 07. Oktober 2014, 16:51:51
Man sollte aber nicht alle Hausbesitzer über einen Kamm scheren und auch unter den Mietern gibt es genügend Gfrastsackln.

Und zumindest in Wien gibt es de facto drei Wohnungsmärkte: Den sozialen (Gemeindebauten, geförderte Bauten), den regulierten (Altbau-Mieten) und eben den freien Markt. Ich finde die Mischung durchaus ausgewogen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: schaffnerlos am 07. Oktober 2014, 16:54:37
Das Problem ist, dass ohne Regulierung die Kosten des Hauses einfach nur auf die Mieter umgelegt werden.

Nanonaned! Wer außer den Nutznießern soll denn sonst zahlen? Was hätte ein Hausbesitzer davon, wenn er alles zahlen müsste und somit Verluste macht? Genausogut könntest du dich aufregen, dass die Mietwagenfirmen die Kosten des Autos auf den Mieter umlegen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: MK am 07. Oktober 2014, 16:56:36
Und zumindest in Wien gibt es de facto drei Wohnungsmärkte: Den sozialen (Gemeindebauten, geförderte Bauten), den regulierten (Altbau-Mieten) und eben den freien Markt. Ich finde die Mischung durchaus ausgewogen.

Zwischen 2012 und 2013 sind die Mieten in Wien um 17 Prozent (!) gestiegen, bei einer Inflationsrate von 2 Prozent und Einkommenssteigerungen auch in etwa dieser Höhe.

Von Ausgewogenheit kann man da nicht mehr sprechen.

Nanonaned! Wer außer den Nutznießern soll denn sonst zahlen? Was hätte ein Hausbesitzer davon, wenn er alles zahlen müsste und somit Verluste macht? Genausogut könntest du dich aufregen, dass die Mietwagenfirmen die Kosten des Autos auf den Mieter umlegen.

Wenn die Mieten durch die Bank sinnvoll reguliert wären, würde keiner derart hohe Immobilienpreise bezahlen, weil er Verlust machen würde. Also würden die Kaufpreise ebenso sinken.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: martin8721 am 07. Oktober 2014, 19:17:36

Am Rennweg 88-90 werden gerade 2 frühe Gründerzeithäuser abgerissen.
Das Haus Nr. 90 dürfte sogar erst in den 90er-Jahren saniert worden sein, wenn man das Bild aus dem Kulturgüterkataster zum Vergleich heranzieht... :-\

Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 08. Oktober 2014, 11:32:45
Wieso? Es gehören zwei dazu: einer der den Preis festsetzt und einer der ihn bezahlt. Findet sich der zweite nicht, bleibt der erste auf dem Haus sitzen und muß seine Preisvorstellung revidieren. Findet sich der zweite aber, warum hätte er weniger verlangen sollen?
Du beschreibst sehr gut die "Greatest Fool Theory", die in den Wirtschaftswissenschaften inzwischen recht gut behandelt wird, und deren Basis letztlich zu der katastrophalen Immobilienblase in Amerika geführt hat, die auch in Europa die Wirtschaftskrise ausgelöst hat:

Ich habe ein Gut, das ich nicht um einen realistischen Preis verkaufe, sondern ich hoffe, dass ich jemanden Blöden finde, der tatsächlich einen Phantasiepreis zahlt. Dieser kauft dann das Ding ab, in der Hoffnung, jemanden Blöden zu finden, der ihm noch mehr bezahlt. Der, der niemanden mehr findet, der mehr zahlt, bleibt auf dem Ding sitzen und war somit "the greatest fool", also der größte Idiot.

Die Immobilienkrise entstand übrigens so:
* Aufgeblasene Immobilienpreise
* Käufer nehmen Kredite für den Kauf eines Hauses auf und geben das massiv überbewertete Haus als Sicherheit.
* Käufer kann Kredit nicht bedienen
* Bank pfändet Haus und verkauft es, um den Kredit zu tilgen.
* Haus bringt aber weniger, als der Kredit ausmacht.
* Haus futsch, Bank bleibt auf uneinbringbarem Kredit sitzen, Käufer hat weiterhin Schulden.

Das ganze ein paar Millionen Mal, und fertig ist die Kreditkrise.  >:(

Was macht der Staat? Man gibt an die Banken Staatshilfe, damit die nicht krachen gehen. Ums selbe Geld hätte man alle Schuldner rausboxen können, die Banken bekämen die Kredite bezahlt und die Schuldner könnten neu anfangen.  :bh: :ugvm:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 08. Oktober 2014, 13:24:50
Wobei man hier anmerken sollte, dass bei uns noch immer tendenziell massiv gebaut wird, in den USA hingegen sind viele Häuser nur aus "Pappendeckel", was den Wert der Immobilie zusätzlich gefährden kann.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Ferry am 08. Oktober 2014, 13:33:43
Wobei man hier anmerken sollte, dass bei uns noch immer tendenziell massiv gebaut wird, in den USA hingegen sind viele Häuser nur aus "Pappendeckel", was den Wert der Immobilie zusätzlich gefährden kann.

Das stimmt! Was dort manchmal als "Haus" herumsteht, ginge bei uns nicht einmal als Schuppen durch. Fängt dort etwas zu brennen an, bleibt in kürzester Zeit nichts mehr davon über, weil kaum Brennsubstanz vorhanden ist.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 08. Oktober 2014, 13:51:09
In den USA wird halt wesentlich billiger gebaut, als bei uns. Das klassische Wohnhaus ist eine Holzhütte mit ein bisschen Verkleidung drauf und meist komplett ohne Dämmung. Deshalb kann sich in den USA auch ein Niedrigverdiener seine eigenen vier Wände leisten, was bei uns nicht der Fall ist.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 08. Oktober 2014, 15:14:25
Fangt bei uns auch schon an:
Holzbalkengerüst (6x8 oder 8x10 cm)
Dämmung zwischen die Balken
OSB-Platten beidseitig
Putz
fertig
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 08. Oktober 2014, 15:32:59
Fangt bei uns auch schon an:
Holzbalkengerüst (6x8 oder 8x10 cm)
Dämmung zwischen die Balken
OSB-Platten beidseitig
Putz
fertig

A bissl dicker sinds schon, sonst schaffst die geforderten Dämmwerte nicht. Aber vom grundsätzlichen Aufbau stimmts.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 08. Oktober 2014, 19:55:23
In den USA schaffen sie es auch, ein Haus in ein paar Wochen fix-fertig hinzustellen (2 Wochen für den wasserdichten Rohbau samt Fassade).

Und manche dieser Holzhütten - denn viel stabiler waren die vor 100, 150 Jahren auch nicht - halten überraschend lang. Reparaturen sind auch relativ einfach, manchmal werden sogar ganze Häuser auf ein neues Fundament gestellt oder auf Tiefladern durch die Gegend transportiert. Wohnen möchte ich in so was trotzdem nicht, alleine schon weil es im Falle des Falles brennt wie ein Christbaum zu Ostern (ein mitteleuropäischer Dachgeschossausbau übrigens auch, habe ich 2 Stockwerke über mir mehr oder weniger live miterlebt, nach 10 Minuten wäre da kein Entkommen mehr gewesen). Außerdem wird es mangels thermischer Speichermasse im Sommer brütend heiß.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 08. Oktober 2014, 21:10:57
Andererseits wird von einer Brandwiderstandsdauer von 90 Minuten gesprochen, wenn das Holz dick genug ist.
http://www.haus.de/bauen/bauplanung/brandschutz-von-holzhaeusern-feuerhemmende-konstruktionen.htm (http://www.haus.de/bauen/bauplanung/brandschutz-von-holzhaeusern-feuerhemmende-konstruktionen.htm)



Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 08. Oktober 2014, 21:23:38
Außerdem wird es mangels thermischer Speichermasse im Sommer brütend heiß.
Deswegen hat in den USA auch praktisch jeder Haushalt eine Klimaanlage. Sogar in Gegenden wie San Francisco und der Bay Area, wo es Temperaturen wie in London hat und es nur wenige Tage im Jahr heißer werden kann.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 08. Oktober 2014, 22:58:31
Andererseits wird von einer Brandwiderstandsdauer von 90 Minuten gesprochen, wenn das Holz dick genug ist.
http://www.haus.de/bauen/bauplanung/brandschutz-von-holzhaeusern-feuerhemmende-konstruktionen.htm (http://www.haus.de/bauen/bauplanung/brandschutz-von-holzhaeusern-feuerhemmende-konstruktionen.htm)
Wenn, ja wenn...
Standgehalten hat die Konstruktion bei uns auch (auch wenn der Statiker fast einen Herzinfarkt gekriegt hat) aber die Zerstörung war beeindruckend!

So hat das übrigens ausgeschaut... wenige Minuten nach Brandausbruch (max. 20, eher weniger) war keine Chance mehr, da rein- und lebend rauszukommen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 09. Oktober 2014, 00:47:25
Der Holzausbau ist bei einem Wohnungsbrand das geringste Problem. In den Räumen gibt es so viel schnell entflammbares Material (Vorhänge, Stoffe von Sessel und Sitzgarnituren, Kunststoffe, Kleidung etc.), da hast von dem schon die Rauchvergiftung mit Bewusstlosigkeit, wenn du nicht schon bei Ausbruch des Brandes verschwindest.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 09. Oktober 2014, 15:13:39
Der Holzausbau ist bei einem Wohnungsbrand das geringste Problem. In den Räumen gibt es so viel schnell entflammbares Material (Vorhänge, Stoffe von Sessel und Sitzgarnituren, Kunststoffe, Kleidung etc.), da hast von dem schon die Rauchvergiftung mit Bewusstlosigkeit, wenn du nicht schon bei Ausbruch des Brandes verschwindest.

Wohl wahr, aber richtig unlustig wird es, wenn du in einem vom Rauch halbwegs sicheren Bereich bist, aber die Stiege brennt und du weißt, dass binnen kürzester Zeit auch der Teil in dem du bist brennen wird. In einem typischen mitteleuropäischen Stiegenhaus ist kaum Brandlast.

Außerdem vermute ich, dass die materiellen Schäden bei (vor allem leichten) Holzbauten weit massiver ausfallen als bei Massivbauten. Ist aber mehr geraten.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Petersil am 21. November 2014, 11:05:16
Weiß jemand etwas dazu: http://www.skyscrapercity.com/showpost.php?p=119257079&postcount=724 (http://www.skyscrapercity.com/showpost.php?p=119257079&postcount=724)

Reißen die ernsthaft das alte Brown-Boveri-Verwaltungsgebäude ab?  :o
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 21. November 2014, 11:15:10
Weiß jemand etwas dazu: http://www.skyscrapercity.com/showpost.php?p=119257079&postcount=724 (http://www.skyscrapercity.com/showpost.php?p=119257079&postcount=724)

Reißen die ernsthaft das alte Brown-Boveri-Verwaltungsgebäude ab?  :o

Meine Persönliche Meinung: Alles ist möglich. Auf die schnelle hab ich aber jetzt keine Bauvorhaben für die Adresse gefunden.
Aber die Firma Prajo macht auch Entkernungen, das kann also heißen das die Z.B. nur ein Geschoß umbauen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 21. November 2014, 13:14:45
Weiß jemand etwas dazu: http://www.skyscrapercity.com/showpost.php?p=119257079&postcount=724 (http://www.skyscrapercity.com/showpost.php?p=119257079&postcount=724)

Reißen die ernsthaft das alte Brown-Boveri-Verwaltungsgebäude ab?  :o

Meine Persönliche Meinung: Alles ist möglich. Auf die schnelle hab ich aber jetzt keine Bauvorhaben für die Adresse gefunden.
Aber die Firma Prajo macht auch Entkernungen, das kann also heißen das die Z.B. nur ein Geschoß umbauen.
Stimmt, an sich nennt sich "Zerbrochen und gespalten" ja "Bau- und Abbruchunternehmen", allerdings sieht man sie sehr selten bei Bauvorhaben. In der Wiedner Hauptstraße haben sie aber z.B. vor ein paar Jahren ein Gründerzeithaus umgebaut, Garage rein usw.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: N1 am 05. Dezember 2014, 22:09:28
Das Eckhaus Alserbachstraße/Boltzmanngasse, das nach einem gescheiterten Neubauvorhaben jahrelang seinem Schicksal überlassen wurde, ist derzeit eingerüstet und erhält einen neuen Fassadenanstrich. Es geschehen doch noch Zeichen und Wunder!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Linie 41 am 06. Dezember 2014, 00:22:25
Sehr schön – ein Schlag gegen die Immobilienneubaumafia ist ein guter Schlag.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Laiseka am 16. Dezember 2014, 23:27:25
Nach gefühlten 20 Jahren wird nun offenbar das Haus Ecke Gumpendorferstraße 73/Hofmühlgasse auch im Bereich des Erdgeschoss renoviert. Das Haus steht unter Denkmalschutz.

Die Lage an der Autorennbahn hat wohl eine Restauration nicht besonders attraktiv gemacht... .

http://de.wikipedia.org/wiki/Zum_Auge_Gottes (http://de.wikipedia.org/wiki/Zum_Auge_Gottes)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 13er am 16. Dezember 2014, 23:48:00
Damit alles schön ausschaut, wenn der 13er wieder dort vorbeifährt 8)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 17. Dezember 2014, 09:32:14

Damit alles schön ausschaut, wenn der 13er wieder dort vorbeifährt 8)
Wenn es bis dahin dann wieder(holt) renoviert wird. 8)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 17. Dezember 2014, 10:04:26
Nach gefühlten 20 Jahren wird nun offenbar das Haus Ecke Gumpendorferstraße 73/Hofmühlgasse auch im Bereich des Erdgeschoss renoviert. Das Haus steht unter Denkmalschutz.

Auch ich hätte auf eine ähnlich lange Zeitspanne getippt – tatsächlich waren es aber nur sechs Jahre:

https://www.wien.gv.at/mariahilf/wirtschaft-wohnen/echohaussanierung.html (https://www.wien.gv.at/mariahilf/wirtschaft-wohnen/echohaussanierung.html)

Die Lage an der Autorennbahn hat wohl eine Restauration nicht besonders attraktiv gemacht... .

Oder der damalige Eigentümer hat sich finanziell übernommen und konnte die Renovierung nicht mehr fertigstellen und wegen des Denkmalschutzes war es schwierig, einen neuen Besitzer zu finden, der gleich einmal mit hohen Investitionen reingeht.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Laiseka am 17. Dezember 2014, 10:53:48
Zitat
Auch ich hätte auf eine ähnlich lange Zeitspanne getippt – tatsächlich waren es aber nur sechs Jahre

2008 hat man mit der Sanierung begonnen. Davor stand das Haus wirklich sehr lange, sehr desolat herum. Ich denke, es ist schwierig in dieser Lage ein Haus zu renovieren und attraktive Wohnungen anzubieten: denn alle Zimmer sind vermutlich auf die Autorennbahn ausgerichtet... .
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 17. Dezember 2014, 11:15:22
Zitat
Auch ich hätte auf eine ähnlich lange Zeitspanne getippt – tatsächlich waren es aber nur sechs Jahre

2008 hat man mit der Sanierung begonnen. Davor stand das Haus wirklich sehr lange, sehr desolat herum. Ich denke, es ist schwierig in dieser Lage ein Haus zu renovieren und attraktive Wohnungen anzubieten: denn alle Zimmer sind vermutlich auf die Autorennbahn ausgerichtet... .

Ich weiß nicht, wann das Foto auf https://www.wien.gv.at/mariahilf/wirtschaft-wohnen/echohaussanierung.html (https://www.wien.gv.at/mariahilf/wirtschaft-wohnen/echohaussanierung.html) geschossen wurde:

(https://www.wien.gv.at/mariahilf/images/echohaus.jpg)

Auto und Ampel lassen mich auf Ende der 1980er/Anfang der 1990er tippen.

Die anscheinend nur oberflächlich auf den alten Putz aufgebrachte Farbe ist bald wieder abgeblättert, siehe

(https://c3.staticflickr.com/3/2025/2087004872_bc6e17ac26.jpg)

https://www.flickr.com/photos/wienschau/2087004872/ (https://www.flickr.com/photos/wienschau/2087004872/)

In dieser Form habe ich das Haus nicht so sehr als verfallen wahrgenommen (du aber wahrscheinlich schon) – dieser Eindruck hat sich bei mir erst eingestellt, als man die Fassade abgeschlagen hat.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 13er am 17. Dezember 2014, 12:17:35
denn alle Zimmer sind vermutlich auf die Autorennbahn ausgerichtet... .
Die Gumpendorfer soll ja bald auch ein wenig verkehrsberuhigt werden. Scheitert hauptsächlich am Widerstand der WL wegen des 57A, der dann auch nur mehr 30 fahren könnte, wodurch man um 50 Minuten längere Fahrpläne bräuchte, so rein gewerkschaftlich :D 13A natürlich auch um 10 Minuten verlängern.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: schaffnerlos am 17. Dezember 2014, 12:29:54
Die Gumpendorfer soll ja bald auch ein wenig verkehrsberuhigt werden. Scheitert hauptsächlich am Widerstand der WL wegen des 57A, der dann auch nur mehr 30 fahren könnte,

Ähm, auf der Gumpi gilt doch schon längst Tempo 30 – auch für Busse, wenn sie nicht auf einer Busspur fahren.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 13er am 17. Dezember 2014, 12:32:47
Die Gumpendorfer soll ja bald auch ein wenig verkehrsberuhigt werden. Scheitert hauptsächlich am Widerstand der WL wegen des 57A, der dann auch nur mehr 30 fahren könnte,
Ähm, auf der Gumpi gilt doch schon längst Tempo 30 – auch für Busse, wenn sie nicht auf einer Busspur fahren.
Oh, tatsächlich, das habe ich dann nicht mehr so mitverfolgt. Hat man es also wirklich geschafft! Merken tut man davon nix, aber das ist bei fast allen 30ern in Wien so, dass sich kein Autofahrer dran hält.

Derzeit gibt es ja schon wieder Aufregung wegen der einspurigen auf der Neustift-/Burggasse.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 17. Dezember 2014, 13:51:29
Oh, tatsächlich, das habe ich dann nicht mehr so mitverfolgt. Hat man es also wirklich geschafft! Merken tut man davon nix, aber das ist bei fast allen 30ern in Wien so, dass sich kein Autofahrer dran hält.

Logisch, denn wenn man eine Temporeduktion erreichen will, müssen die Straßen so gestaltet sein, dass eine höhere Geschwindigkeit unter normalen Verhältnissen mehr oder minder unmöglich wird. Nur mit dem Aufstellen von Taferln kann man keine Verkehrsberuhigung erreichen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 17. Dezember 2014, 14:37:00
Ich fahr' dort relativ häufig. Aber an den 30er halten sich dort eigentlich alle. Ausnahmen wird es immer und überall geben!  ;)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 13er am 17. Dezember 2014, 14:40:16
Logisch, denn wenn man eine Temporeduktion erreichen will, müssen die Straßen so gestaltet sein, dass eine höhere Geschwindigkeit unter normalen Verhältnissen mehr oder minder unmöglich wird. Nur mit dem Aufstellen von Taferln kann man keine Verkehrsberuhigung erreichen.
Umgekehrt gilt aber nicht, dass enge Gassen die Geschwindigkeit reduzieren. In meiner Gasse gilt seit einer Ewigkeit ein 30er, es gibt auch Radfahren gegen die Einbahn. Trotzdem kann man dankbar sein, wenn der größte Teil nur 50 fährt. Rund 10% halten sich tatsächlich an den 30er.

Das hat wohl auch mit der subjektiven Wahrnehmung der Geschwindigkeit zu tun. Im Auto kommt einem ein 30er so vor, als ob man steht. Für Fußgänger und Radfahrer ist ein 30er eher sportlich ;)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 17. Dezember 2014, 14:41:49
Im Auto kommt einem ein 30er so vor, als ob man steht.

Auf einer breiten, geraden Straße ja. In einem engen Nebengasserl, das auf beiden Seiten unübersichtlich zugeparkt ist, eher nicht.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Ferry am 18. Dezember 2014, 08:43:41
Nach meinem Wissen, liegt der Grund bei der Familie Liechtenstein, dass in der Umgebung, keine leerstehende Häuser abgerissen werden sollen, da die Familie gegen eine Verschandelung ihrer baulichen Umgebung, durch Neubauten, ist.

Und diese Familie hat soviel Einfluss, dass sie bestimmen kann, was mit den Häusern in ihrer Umgebung passiert? Das kann ich mir kaum vorstellen.

PS: Du solltest mit den Beistrichen etwas sparsamer sein - in deinem Satz sind gleich drei zuviel!  ;)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 18. Dezember 2014, 08:50:26
Nach meinem Wissen, liegt der Grund bei der Familie Liechtenstein, dass in der Umgebung, keine leerstehende Häuser abgerissen werden sollen, da die Familie gegen eine Verschandelung ihrer baulichen Umgebung, durch Neubauten, ist.

Und diese Familie hat soviel Einfluss, dass sie bestimmen kann, was mit den Häusern in ihrer Umgebung passiert? Das kann ich mir kaum vorstellen.

Die haben schon gewaltig viel Einfluß. Wenn ich daran denke wie wir das Stadtpaläis mit umgebaut haben, wie sich da alle vor der Frau Fürstin angemacht haben. Wehe da ist ein Farbeimer auf der Treppe gestanden, wenn die mal die Baustelle besucht hat. Da wurde auch der Rohbeton gesaugt!
Weiters parken sicher die diversesten Vermögen der Immobilienentwickler, Steuerschonend, in dem Fürstentum. Da kann ein plötzlicher Computerfehler doch so manches vernichten.  ;)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Ferry am 18. Dezember 2014, 08:57:00
Nach meinem Wissen, liegt der Grund bei der Familie Liechtenstein, dass in der Umgebung, keine leerstehende Häuser abgerissen werden sollen, da die Familie gegen eine Verschandelung ihrer baulichen Umgebung, durch Neubauten, ist.

Und diese Familie hat soviel Einfluss, dass sie bestimmen kann, was mit den Häusern in ihrer Umgebung passiert? Das kann ich mir kaum vorstellen.

Die haben schon gewaltig viel Einfluß. Wenn ich daran denke wie wir das Stadtpaläis mit umgebaut haben, wie sich da alle vor der Frau Fürstin angemacht haben. Wehe da ist ein Farbeimer auf der Treppe gestanden, wenn die mal die Baustelle besucht hat. Da wurde auch der Rohbeton gesaugt!

Das sie in ihrem Stadtpalais bestimmen, was zu geschehen hat, ist ja OK, aber dass in ihrer Umgebung Häuser leerstehen, weil sie nicht abgerissen werden dürfen, wage ich doch zu bezweiflen. In der Stadt ist Grund einfach zu wertvoll, um ihn brachliegen zu lassen. Kein BV kann daran Interesse haben. Und ich wüßte auch nicht, welche rechtliche Handhabe es dafür geben könnte - außer der Grund, auf dem die leerstehenden Häuser stehen, wäre ebenfalls im Besitz der Familie Liechtenstein.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: pronay am 18. Dezember 2014, 12:34:45
Nach meinem Wissen, liegt der Grund bei der Familie Liechtenstein, dass in der Umgebung, keine leerstehende Häuser abgerissen werden sollen, da die Familie gegen eine Verschandelung ihrer baulichen Umgebung, durch Neubauten, ist.

[. . .]

PS: Du solltest mit den Beistrichen etwas sparsamer sein - in deinem Satz sind gleich drei zuviel!  ;)

Da sind nicht drei, sondern vier Beistriche zuviel, und zwar die Nummern 1, 3, 5 und 6.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Ferry am 18. Dezember 2014, 18:34:10
Da sind nicht drei, sondern vier Beistriche zuviel, und zwar die Nummern 1, 3, 5 und 6.

Du hast recht! Den nach "Neubauten" hatte ich übersehen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 13er am 23. Dezember 2014, 17:10:31
Nach gefühlten 20 Jahren wird nun offenbar das Haus Ecke Gumpendorferstraße 73/Hofmühlgasse auch im Bereich des Erdgeschoss renoviert. Das Haus steht unter Denkmalschutz.
Und es sieht wirklich wie ein neues Haus aus:

[attach=1]

Wenn die Revitalisierung der 13er-Strecke so weitergeht, dann kommt auch bald die Straßenbahn wieder! *fieberträum*
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Elin Lohner am 02. Januar 2015, 19:39:51
Und wieder ein Gründerzeithaus weniger. Diesesmal handelt es sich um das Haus auf der Breitenseer Straße 32.

Vorher: (Es ist das kleine Grüne Haus)
[attach=1]

Nachher:
[attach=2]
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 02. Januar 2015, 20:02:34
Und wieder ein Gründerzeithaus weniger. Diesesmal handelt es sich um das Haus auf der Breitenseer Straße 32.

Vorher: (Es ist das kleine Grüne Haus)
(Dateianhang Link)

Nachher:
(Dateianhang Link)
Schaut weniger nach Gründerzeit aus als nach den letzten Resten bäuerlicher Bebauung. Den traurigen Resten, weil original war da nicht mehr viel.

Hier sieht man etwas mehr:
(http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez14/03863501.jpg)

Wenn wir schon in der Gegend sind, Hütteldorfer Straße 59 gebe ich auch keine sehr hohen Überlebenschancen.
(http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez15/04561501.jpg)

Erbaut 1925 von Jaroslav Six als Kunstschmiede und Haus für seinen Schwager Karl Schöfmann.

http://www.architektenlexikon.at/de/605.htm (http://www.architektenlexikon.at/de/605.htm)

Aber wieso um Himmels Willen Österreich 1936(!) zum Deutschen Reich gezählt wird, wüsste ich auch sehr gerne!!!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 06. Januar 2015, 23:56:31
Wenn wir schon in der Gegend sind, Hütteldorfer Straße 59 gebe ich auch keine sehr hohen Überlebenschancen.
(http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez15/04561501.jpg)

Erbaut 1925 von Jaroslav Six als Kunstschmiede und Haus für seinen Schwager Karl Schöfmann.
Da kommts ganz auf den Eigentümer an. Das kann auch noch Jahrzehnte so dastehen, wenns die Eigentümer so wollen, ich sag nur Liechtensteinstraße 28. ;)

Bemerkenswert ist auch das Gartentor dieses Hauses:

(http://www.buergmann.net/penzing/wien/huetteldorfer59detail.jpg)


__________


Weiters themenrelevant: Video vom Abriss der Häuser Badgasse 27 und 29 im 9. Bezirk (Lichtental) im Mai 2014:

https://www.youtube.com/watch?v=y_amnk6gmU8 (https://www.youtube.com/watch?v=y_amnk6gmU8)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Hawk am 08. Januar 2015, 19:19:21
Für sehr viele ist es bequemer in einer Eigentumswohnung zu leben als in einen Haus, möglich auch wegen der Betriebskosten?
Mir persönlich wäre ein Haus mit ein wenig Grün lieber.  :)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Laiseka am 16. Januar 2015, 16:56:32
Ein architektonisch sehr interessantes Gebäude befindet sich in der Ratschkygasse, Ecke Ruckergasse: das Ratschkybad. Derzeit wird es renoviert.

Auffallend ist das steile Dach, wie in Wikipedia bestätigt handelt es sich dabei um eine "späte Formen des Heimatstils". M.W.n. ist das das einzige Haus mit solch einer steilen Dachform in Wien?

[attach=2]

[attach=1]

[attach=3]
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Ferry am 16. Januar 2015, 17:09:26
Ein architektonisch sehr interessantes Gebäude befindet sich in der Ratschkygasse, Ecke Ruckergasse: das Ratschkybad. Derzeit wird es renoviert.

War das vor der Renovierung noch in Betrieb? Falls nein, stand das Gebäude leer oder wurde es anderwertig genutzt?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Laiseka am 16. Januar 2015, 17:12:23
Ein architektonisch sehr interessantes Gebäude befindet sich in der Ratschkygasse, Ecke Ruckergasse: das Ratschkybad. Derzeit wird es renoviert.

War das vor der Renovierung noch in Betrieb? Falls nein, stand das Gebäude leer oder wurde es anderwertig genutzt?

War wohl bis 2006 in Betrieb, wurde dann wegen Wasserschaden geschlossen. Was jetzt passieren soll, kann ich nicht ganz herausfinden. Hier heißt es, es sollen Wohnungen entstehen: http://www.wienerbezirksblatt.at/home/deinbezirk/23396 (http://www.wienerbezirksblatt.at/home/deinbezirk/23396)

(wie es dort wohl ist in der Dachgeschoßwohnung zu wohnen ;) )
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 16. Januar 2015, 17:44:21
(wie es dort wohl ist in der Dachgeschoßwohnung zu wohnen ;) )
Äußerst schräg, vermute ich mal! :))
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 16. Januar 2015, 18:33:48
Meines Wissens steht das Gebäude des ehemalige Tröpferlbades in der Ratschkygasse unter Denkmalschutz. Das Bad ist aber lange schon geschlossen, seitdem steht es offensichtlich leer. Da es kaum noch Wohnungen ohne Badezimmer gibt, ist in der heutigen Zeit kaum noch Bedarf für eine solche Badeanstalt vorhanden.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 16. Januar 2015, 20:40:15
Mir fallen mit so einem steilen Dach spontan die Getreidespeicher in Albern ein. Es gibt aber sicher auch kleinere Wohnhäuser, allerdings sind straßenseitige Giebel äußerst unüblich, daher bemerkt man das weniger.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 360er am 16. Januar 2015, 22:44:13
Aktuell wird auf der Perchtoldsdorfer Straße die ehemalige Konditorei Bimashofer dem Erdboden gleich gemacht. Schade darum
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Linie 41 am 16. Januar 2015, 23:23:29
Ich nehme stark an, daß man da noch Dachfenster einbaut, sonst wird das ein bisserl finster.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Rodauner am 17. Januar 2015, 10:59:28
Wer den 60er noch mit den Rosenhügelstudios im Hintergrund aufnehmen möchte: Beeilung: Die Abrissarbeiten haben schon begonnen.  :'(
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 19. Januar 2015, 08:38:44
Mir fallen mit so einem steilen Dach spontan die Getreidespeicher in Albern ein. Es gibt aber sicher auch kleinere Wohnhäuser, allerdings sind straßenseitige Giebel äußerst unüblich, daher bemerkt man das weniger.
Das dürfte eine Bauform gewesen sein, die in der Zwischenkriegszeit kurz modern war. Ich kenne nur ein Wohnhaus im 13. Bezirk (Meytensgasse 3) mit einem ähnlich steilen Dach wie in der Ratschkygasse, das stammt auch aus den Zwanziger (oder Dreißiger) Jahren.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 19. Januar 2015, 10:05:21
Ich bin in die Liste der denkmalgeschützten Bauwerke im 23. Bezirk hineingerutscht, da gibt es auch einige Bauten "mit Elementen des Heimatstils"
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 19. Januar 2015, 16:55:36
. . . .  mit einem ähnlich steilen Dach wie in der Ratschkygasse . . . .
Im Dach sind technische Einrichtungen des Bades untergebracht, die brauchen Platz. Der Architekt hat sich halt für das markante hohe Dach entschieden, statt eines äußerlich leeren zusätzlichen Stockwerks. Vielleicht wollte er auch eine gewisse Signalwirkung erzielen, durch die sich dieses doch wichtige Gebäude deutlich von der Umgebung abheben sollte (und von Suchenden sofort erkannt werden konnte).
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 19. Januar 2015, 23:59:25
Mir fallen mit so einem steilen Dach spontan die Getreidespeicher in Albern ein. Es gibt aber sicher auch kleinere Wohnhäuser, allerdings sind straßenseitige Giebel äußerst unüblich, daher bemerkt man das weniger.
Das dürfte eine Bauform gewesen sein, die in der Zwischenkriegszeit kurz modern war. Ich kenne nur ein Wohnhaus im 13. Bezirk (Meytensgasse 3) mit einem ähnlich steilen Dach wie in der Ratschkygasse, das stammt auch aus den Zwanziger (oder Dreißiger) Jahren.

Das dürfte was mit dem damals sehr beliebten "Heimatstil" zu tun haben.
Steile Dächer werden eher im Hochgebirge gebraucht, wo es viel schneit. Damit der Schnee abrutschen kann und sich nicht zu viel Schneelast aufbaut, die das Dach eindrückt.
Im Zeitgeist der Zwischenkriegszeit ist dieser Hochgebirgsstil auch in die Großstadt gebracht worden. Das war eine Gegenbewegung zum Modernismus und eher nicht politisch.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Petersil am 22. Januar 2015, 11:12:58
Teilweise bewegt sich was, ja. Deswegen ist ja auch in der Cottagegasse (ehem. Gasthaus Zum sanften Heinrich) seit geraumer Zeit eine Gstätt'n - dort hat man auf eine Gefälligkeitswidmung nicht nur gehofft sondern sogar vertraut, und in geradezu sensationeller Einigkeit haben 4(!) Parteien in der BV "Njet!" gesagt. Jetzt steht irgendein armer Immobilienentwickler da mit einem Grundstück, von dem nicht einmal die Hälfte als Baugrund gewidmet ist und das nur Bauklasse 2...

Sie probieren es schon wieder. Für das Grundstück Ecke Hofstattgasse / Cottagestraße ist ein Entwurf (http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/flaechenwidmung/aktuell/7318e.html) online, der alle Stückerl spielt: Bauklasse 3, ein kleinerer Garten, die Möglichkeit, im Garten unterirdische Bauten zu errichten.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 22. Januar 2015, 11:18:16
Sie probieren es schon wieder. Für das Grundstück Ecke Hofstattgasse / Cottagestraße ist ein Entwurf (http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/flaechenwidmung/aktuell/7318e.html) online, der alle Stückerl spielt: Bauklasse 3, ein kleinerer Garten, die Möglichkeit, im Garten unterirdische Bauten zu errichten.

Damit ist eine Garage gemeint, oder?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 22. Januar 2015, 11:50:01
Teilweise bewegt sich was, ja. Deswegen ist ja auch in der Cottagegasse (ehem. Gasthaus Zum sanften Heinrich) seit geraumer Zeit eine Gstätt'n - dort hat man auf eine Gefälligkeitswidmung nicht nur gehofft sondern sogar vertraut, und in geradezu sensationeller Einigkeit haben 4(!) Parteien in der BV "Njet!" gesagt. Jetzt steht irgendein armer Immobilienentwickler da mit einem Grundstück, von dem nicht einmal die Hälfte als Baugrund gewidmet ist und das nur Bauklasse 2...

Sie probieren es schon wieder. Für das Grundstück Ecke Hofstattgasse / Cottagestraße ist ein Entwurf (http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/flaechenwidmung/aktuell/7318e.html) online, der alle Stückerl spielt: Bauklasse 3, ein kleinerer Garten, die Möglichkeit, im Garten unterirdische Bauten zu errichten.
Ich glaub Ruhe geben sie erst, wenn sie auf der Verbauung eines Gründerzeit-Eckhauses sind (natürlich mit heute üblicher Stockwerkshöhe von 2,5 m). Und am besten Bauklasse 4.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 22. Januar 2015, 12:40:06
Damit ist eine Garage gemeint, oder?
Zum Beispiel. Der neue Antragsentwurf sagt dazu:

"3.1. Auf den mit G BB6 bezeichneten Grundflächen wird festgesetzt, dass bei der Errichtung von unterirdischen Gebäuden ausreichend dimensionierte Erdkerne mit einer Tiefe von mindestens 1,5 m für das Pflanzen von Bäumen vorzusehen sind".

Die alte Bestimmung (http://www.wien.gv.at/flaechenwidmung/public/besBestText.aspx?PNR=7318) sagte hingegen:

"5.2. Auf den mit G BB 2 bezeichneten Grundflächen dürfen weder unterirdische Bauten noch Nebengebäude errichtet werden. "

Die Argumentation der MA21 ist hier vermutlich, daß durch das erfolgte Wegreißen der Bäume und des Hauses der Grund der früheren besonderen Bestimmung weggefallen ist. Das ist zwar faktisch korrekt, aber ich sehe es als dringend an, gerade hier eine Unterbauung keinesfalls zuzulassen, um einen Präzedenzfall zu statuieren. Wird es nämlich so durchgezogen wie veranschlagt (und so sieht es aus, man ist ja schon in der öffentlichen Auflage), wäre das ein klarer Sieg für die in dem Fall selten eindeutigen Spekulationsabsichten der Eigentümer und ein echter Skandal.

Zur Aussage des Gutachters "Es ist ein Gestaltungskonzept sowohl für den Übergang vom öffentlichen zum privaten Raum wie auch für die - das Stadtbild prägende - Begrünung der Ecke mit raumprägenden Bäumen zu entwickeln. Das mit dem Fachbeirat akkordierte Gestaltungskonzept wird als Teil der Einreichung beigefügt werden." ist anzumerken, daß durch die geplante Versiegelung der ganzen Fläche mit einer Tiefgarage unmöglich ein Baumbestand wie früher hergestellt werden kann. Vielmehr wird dort außer Sträuchern und Zierpflanzen gar nix wachsen.

Ich würde allen, die das ebenfalls interessiert, eine Stellungnahme dagegen bei der MA21 nahelegen, das geht fast ohne Zeitaufwand online: Klick (https://www.wien.gv.at/formularserver2/user/formular.aspx?pid=2cf501af13814ce3bd5d748c6ffb7c1d&pn=B54f67404134549caadbea882c852d8fb&data=%3CDaten%3E%3CSeite%3E%3CG%3E%3CPlan%3E7318e%3C%2fPlan%3E%3C%2fG%3E%3C%2fSeite%3E%3C%2fDaten%3E) . Die Magistratsabteilung ist verpflichtet, jede Stellungnahme einzeln zu beantworten.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 23. Januar 2015, 00:08:37
Interessant - zufällig kenn ich das Grundstück, weil meine Freundin gegenüber wohnt. Da war früher ein "kleines" Vorstadthaus, jetzt ist da eine Baulücke; eigenartigerweise wurden im Eckbereich schon neue Bäume angepflanzt. Die wahre Geschichte würde mich durchaus interessieren!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 23. Januar 2015, 08:15:18
Eine Zusammenfassung gibt es hier: http://waehring.gruene.at/themen/bezirksentwicklung/immobilienspekulation-im-cottage?map=1 (http://waehring.gruene.at/themen/bezirksentwicklung/immobilienspekulation-im-cottage?map=1)

Und bevor jetzt wieder Pöbeleien gegen die Grünen kommen - in dem Fall sind sie die einzigen, die sich gegen eine spekulantenfreundliche Lösung einsetzen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 13er am 23. Januar 2015, 09:20:07
Eine neue Garage wird übrigens auch am Eck Wattgasse # Ottakringer Straße errichtet. Dort klafft ein riesiges Loch. Ich hoffe, dass danach der Park wiederhergestellt wird (der meiner Erinnerung nach jetzt eh nicht sehr ansehnlich war).
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 23. Januar 2015, 13:00:48
Eine neue Garage wird übrigens auch am Eck Wattgasse # Ottakringer Straße errichtet. Dort klafft ein riesiges Loch. Ich hoffe, dass danach der Park wiederhergestellt wird (der meiner Erinnerung nach jetzt eh nicht sehr ansehnlich war).
Park ist gut... das war ein riesengroßer Parkplatz mit ein paar Bäumen!

Interessant - zufällig kenn ich das Grundstück, weil meine Freundin gegenüber wohnt. Da war früher ein "kleines" Vorstadthaus, jetzt ist da eine Baulücke; eigenartigerweise wurden im Eckbereich schon neue Bäume angepflanzt. Die wahre Geschichte würde mich durchaus interessieren!

Da schau her, dann sind wir ja fast Nachbarn!

Die Bäume sind Ersatzpflanzungen für die Fällungen und ich glaube zwei davon sind schon wieder eingegangen... die Gesamtgeschichte ist in gewisser Weise typisch wienerisch. Das alte Wirtsehepaar war ein klassisches Tyrannenduo, das die Töchter komplett ausgebeutet hat. Entsprechend haben sie das Wirtshaus gehasst und es nach dem Tod des Vaters unter maximaler Zerstörung so schnell wie möglich zu Geld gemacht. Die Mutter ist schon Ende der 90er gestorben, ab dann war das Lokal an wechselnde Pächter vergeben, der Vater hat oberhalb gewohnt. Das war ein dauerhafter Streitpunkt mit den Pächtern, weil es zwar einen Wohnungszugang von außen gegeben hat, er aber offensichtlich darauf bestanden hat, die Wohnung nur durch die Wirtshausküche zu betreten. Insgesamt waren es glaube ich zwei Pächter, vor allem der erste trotz erstklassiger Küche nicht besonders erfolgreich. Im Sommer haben ihm die Leute allerdings aufgrund des herrlichen Gastgartens die Tür eingerannt.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Laiseka am 31. Januar 2015, 00:08:21
Leider nur einige Schnappschüsse sehr, sehr schlechter Qualität von einem ehem. Geschäftslokal bei der Station Währinger Straße-Volksoper. Gegenwärtig dient es als Materiallager der Wr. Linien, vielleicht ändert sich das wieder. Ich habe den Eindruck, dass das Mobiliar noch weitgehend intakt ist. Vor gar nicht allzu langer Zeit war dort noch ein Geschäft drinnen, seit wann das geschlossen ist weiß ich leider nicht.
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p.s. durch den Radwegumbau in diesem Bereich (der vor einigen Monaten nach der Wiener Devise "Radwegneubauten dürfen nur auf Kosten von Fußgängern, Radfahrern selber und eventuell des ÖV aber nur in absoluten Ausnahmesituationen auf Kosten des MIV gehen" erfolgt ist), kommt es in der 42er Station gelegentlich zu Blockaden des Radwegs durch die in der Station haltende Straßenbahn, so vergangenen Montag (?) als der 41er umgeleitet wurde. Das Bild vermittelt den Eindruck, dass die Straßenbahn fährt, sie stand aber so in der Station.

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Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 31. Januar 2015, 03:37:55
p.s. durch den Radwegumbau in diesem Bereich (der vor einigen Monaten nach der Wiener Devise "Radwegneubauten dürfen nur auf Kosten von Fußgängern, Radfahrern selber und eventuell des ÖV aber nur in absoluten Ausnahmesituationen auf Kosten des MIV gehen" erfolgt ist),
Quält bitte die Mobilitätsagentur (Blum - den Radfahrbeauftragten kann man eh nicht erreichen). Vielleicht hift viel quälen, bislang reagieren sie wie die WL, auf die erste Mail bekommt man eine nichtssagende Mail (werden uns das anschauen, aber von der Materie verstehen eh nur wir etwas) und auf eine Antwortmail darauf entsteht Funkstille.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 31. Januar 2015, 09:26:26
Leider nur einige Schnappschüsse sehr, sehr schlechter Qualität von einem ehem. Geschäftslokal bei der Station Währinger Straße-Volksoper. Gegenwärtig dient es als Materiallager der Wr. Linien, vielleicht ändert sich das wieder. Ich habe den Eindruck, dass das Mobiliar noch weitgehend intakt ist. Vor gar nicht allzu langer Zeit war dort noch ein Geschäft drinnen, seit wann das geschlossen ist weiß ich leider nicht.

Stimmt, vor einiger Zeit waren in den Auslagen noch vereinzelt Taschen und Rucksäcke. Ich hatte aber auch damals den Eindruck, dass das Geschäft schon viele Jahre geschlossen sein muss und der Inhaber seine nicht mehr an den Mann gebrachten Bestände einfach zurückgelassen hat.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 31. Januar 2015, 10:48:55
Ich habs auch letzthin fotografiert, weil der Kasten über dem Portal ziemlich alt ist (wohl vor dem II. Weltkrieg). Ein Zettel hängt dran, dass es nicht zu mieten ist, weil die WiLi ein Lager draus machen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 31. Januar 2015, 11:13:37
In der Bildbeschreibung hast du dich verschrieben (Volksoper, nicht Volkstheater). ;)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 31. Januar 2015, 11:29:28
In der Bildbeschreibung hast du dich verschrieben (Volksoper, nicht Volkstheater). ;)

schdimmd  :fp:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 31. Januar 2015, 11:55:08
Leider nur einige Schnappschüsse sehr, sehr schlechter Qualität von einem ehem. Geschäftslokal bei der Station Währinger Straße-Volksoper. Gegenwärtig dient es als Materiallager der Wr. Linien, vielleicht ändert sich das wieder. Ich habe den Eindruck, dass das Mobiliar noch weitgehend intakt ist. Vor gar nicht allzu langer Zeit war dort noch ein Geschäft drinnen, seit wann das geschlossen ist weiß ich leider nicht.

Stimmt, vor einiger Zeit waren in den Auslagen noch vereinzelt Taschen und Rucksäcke. Ich hatte aber auch damals den Eindruck, dass das Geschäft schon viele Jahre geschlossen sein muss und der Inhaber seine nicht mehr an den Mann gebrachten Bestände einfach zurückgelassen hat.

Nein, nein, das war ernsthaft noch offen, und die mageren Bestände sind sehr langsam weniger geworden!

Ich hab mir immer vorgenommen einmal reinzugehen und irgendeine Kleinigkeit zu kaufen, aber dann war es plötzlich ganz zu. Muss 2-3 Jahre her sein.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 31. Januar 2015, 18:36:46
Nein, nein, das war ernsthaft noch offen, und die mageren Bestände sind sehr langsam weniger geworden!

Tatsächlich? :o Diesen Umstand hat der Inhaber geschickt verheimlicht.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 31. Januar 2015, 22:22:52
Nein, nein, das war ernsthaft noch offen, und die mageren Bestände sind sehr langsam weniger geworden!

Tatsächlich? :o Diesen Umstand hat der Inhaber geschickt verheimlicht.
Weißt eh... Kundschaft macht Arbeit ;)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 01. Februar 2015, 00:59:33
Nein, nein, das war ernsthaft noch offen, und die mageren Bestände sind sehr langsam weniger geworden!

Tatsächlich? :o Diesen Umstand hat der Inhaber geschickt verheimlicht.
Allerdings, aber es hat Licht gebrannt!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: martin8721 am 05. Februar 2015, 13:22:53
In der Gudrunstraße 187 wird gerade das frühere Bfi-Gebäude abgerissen.

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Eigentlich sehr schade, da es - wenn ich mich recht erinnere - erst vor ca. 10 Jahren saniert wurde und rein äußerlich noch einen sehr guten Eindruck machte.  :-\

Ganz schlau werde ich allerdings nicht aus den Fotos aus dem Kulturgüterkataster. Die Bilder dürften aus den 80er-Jahren stammen. Dort wirkt das Gebäude allerdings viel schmäler.  ???

(http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez10/09599601.jpg)

Auch dem Haus Favoritenstraße 182 gebe ich nicht mehr all zu lange. Das Gebäude steht komplett leer und unten wurde schon ein Bauzaun aufgestellt.

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Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Elin Lohner am 05. Februar 2015, 13:44:30
In der Gudrunstraße 187 wird gerade das frühere Bfi-Gebäude abgerissen.
Dabei sah dieses Gebäude äußerlich noch ziemlich gut in Schuss aus, außerdem dürfte es erst vor einigen Jahren einen Aufsatz am Dach erhalten haben.
Warum wurde das alte bfi-Gebäude eigentlich abgerissen? Baumängel? Schäden in der Infrastruktur?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: benkda01 am 05. Februar 2015, 14:14:34
Meines Wissens war das Gebäude in einwandfreiem Zustand. :'(
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 05. Februar 2015, 14:44:52
In der Gudrunstraße 187 wird gerade das frühere Bfi-Gebäude abgerissen.

Wien will Kulturstadt sein und tritt alles mit Füßen wo nicht Kitsch drauf steht. :bh:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Petersil am 05. Februar 2015, 14:45:31
In der Gudrunstraße 187 wird gerade das frühere Bfi-Gebäude abgerissen.

Das war früher die ABB, oder? Damit sind auch solche Aufnahmen (http://www.tramwayforum.at/index.php?topic=2261.msg115087#msg115087) nicht mehr möglich. Schade.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 05. Februar 2015, 15:01:57


Ganz schlau werde ich allerdings nicht aus den Fotos aus dem Kulturgüterkataster. Die Bilder dürften aus den 80er-Jahren stammen. Dort wirkt das Gebäude allerdings viel schmäler.  ???

(http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez10/09599601.jpg)

Das Foto zeigt sicher die Fassade in der Fernkorngasse, vor dem Abbruch der Hallen und Bau der rosa Klötze im Hintergrund der neuen Bilder!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Petersil am 06. März 2015, 15:13:46
Wahrscheinlich eine der letzten Möglichkeiten, das Floridsdorfer Woolworth-Gebäude in seiner derzeitigen Herrlichkeit betreten zu können, wird die Ausstellung "Neue Impulse für das Bezirkszentrum" zwischen 18. und 20. März sein.

Weitere Infos hier (http://www.gbstern.at/projekte-und-aktivitaeten/stadtwohnen/initiative-gemeinsam-fuer-floridsdorf/neue-impulse-fuer-das-bezirkszentrum/).
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: RobertK am 07. März 2015, 14:49:35
Soeben im 3. Bezirk abgerissen: Kölblgasse 7. Hier war seit ich zurückdenken kann eine KFZ-Werkstätte untergebracht. Laut Firmen-ABC (http://www.firmenabc.at/franz-gutmann_FCdi) hatte der letzte Betreiber sein Gewerbe am 21.7.1980 angemeldet.
Das historische Foto stammt aus dem Kulturgutkataster (http://www.wien.gv.at/kulturportal/public/).
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 07. März 2015, 23:57:53
Interessant! Die Spuren am Nachbarhaus schauen so aus als wäre da ein ursprünglich ebenerdiges Haus nachträglich aufgestockt worden! Vom Baustil her würde ich meinen nach dem Krieg, aber eventuell auch schon in den 30ern, dafür würden die Fenster mit Oberlichten sprechen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 08. März 2015, 10:58:54
Wahrscheinlich hat der damalige Werkstattbesitzer den Betrieb vergrößert und konnte dann nicht mehr daneben wohnen, sondern musste darüber einziehen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Tramwayhüttl am 09. März 2015, 00:37:12
In diesem Falle ist es aber in meinen Augen kein Verlust fürs Stadtbild.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 09. März 2015, 01:34:44
In diesem Falle ist es aber in meinen Augen kein Verlust fürs Stadtbild.
Leider nein, nicht in dem Zustand.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Laiseka am 18. März 2015, 15:32:40
Zitat
Vassilakou will Hausabrisse erschweren

Mit verpflichtenden Bewilligungen will Planungsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) den Abriss von historischen Häusern erschweren. Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ) sieht aber genug Schutzmöglichkeiten, er schlägt Mini-Schutzzonen vor.

„Es soll keinen Altbau-Abriss ohne mein Okay geben“, so Vassilakou am Mittwoch in der „Presse“. Schlupflöcher für Immobilienspekulanten sollen so geschlossen werden. Ansetzen will sie zum einen bei den sogenannten Schutzzonen, die vor allem im innerstädtischen Bereich erhaltenswerte Ensembles schützen. Hier ist eine Prüfung durch das Magistrat (MA 19) schon jetzt verpflichtend.

Vassilakou gegen „technische Abbruchreife“
Gibt es aber kein behördliches Okay, hat der Besitzer noch die Möglichkeit nachzuweisen, dass eine Sanierung wirtschaftlich nicht mehr rentabel ist. Diese Option der „technischen Abbruchreife“ will die Planungsstadträtin eliminieren. Soll heißen: Bei einem behördlichen Nein zu einem Abbruchvorhaben gebe es dann keine Alternative mehr. „Ich weiß, das ist sehr radikal. Aber es ist schlussendlich der einzige Weg, historische Bausubstanz effektiv zu schützen“, betonte Vassilakou.

Denn die technische Abbruchreife sei in letzter Zeit sehr häufig genutzt worden. Durch die Streichung könne Immobilienspekulanten das Handwerk gelegt werden. Denn dann rentiere es sich nicht mehr, alte Gebäude mutwillig verfallen zu lassen, um dann höhere Wohnbauten mit mehr verwertbarer Fläche neu zu errichten.

Neue Prüfung außerhalb der Schutzzonen
Zum anderen will Vassilakou auch bei historischen Bauten außerhalb der Schutzzonen eingreifen. Denn nach derzeitiger Regelung habe die MA 19 dort überhaupt keine Möglichkeit zur Begutachtung. Ein geplanter Abbruch muss lediglich vom Eigentümer gemeldet werden.

Vassilakou wünscht sich, dass sich hier die Behörde ebenfalls querlegen kann. Konkret soll die MA 19 nach Bekanntgabe eines geplanten Abrisses binnen drei Monaten prüfen dürfen, ob das Gebäude schützenswert ist. Ist dies der Fall, dürfte das Haus nicht zerstört werden. Für beide Änderungen bräuchte es eine Novelle der Bauordnung.

Ludwig für Mini-Schutzzonen
„Die Frau Stadträtin hätte schon jetzt genügend Möglichkeiten, den Schutz zu verbessern“, meinte dagegen Wohnbaustadtrat Ludwig am Mittwoch Richtung Vassilakou - um gleich mit seinen Vorschlägen aufzuwarten. So gebe es etwa die Möglichkeit, einzelne Objekte in den Randbezirken durch die Einrichtung sehr kleiner Schutzzonen besser vor dem Abriss zu bewahren: „Das ist rechtlich möglich, wenn man es gut begründet.“ Neben dem jeweiligen Gebäude könnten auch der Garten oder bestimmte „natürliche Gegebenheiten“ einbezogen werden.

Darüber hinaus gebe es die Option, für derzeit nicht geschützte bestehende Altbauten im Bebauungsplan festzuschreiben, dass beispielsweise die Fassade erhalten bleiben muss. Und nicht zuletzt wäre eine Ausweitung bestehender Schutzzonen denkbar.

Von der Forderung Vassilakous, die „technische Abbruchreife“ abzuschaffen, hält Ludwig wenig. „Wer sollte das dann erhalten, wenn der Hauseigentümer finanziell dazu nicht in der Lage ist?“, gab er zu bedenken. Zudem sei die Bauordnung in dieser Sache kürzlich verschärft worden und so ein Abriss aus technischen und finanziellen Gründenerschwert worden. Immobilienspekulation könne man natürlich nie gänzlich ausschließen, aber im Normalfall habe ein Hausbesitzer ja kein Interesse daran, sein Eigentum verfallen zu lassen, so Ludwig.

Denkmalamt kritisiert Heumarkt-Projekt
Neuerlich für Kritik sorgt das geplante Hochhausprojekt am Heumarkt. Auf dem Areal des Hotels Intercontinental, des Eislaufvereins und des Konzerthauses bereitet vor allem der geplante 73 Meter hohe Turm für Wohnungen Kopfzerbrechen. „Diese Ausschreibung für den Turm hätte schon wesentlich niedriger ausfallen müssen, weil absehbar ist, dass es Probleme gibt“, meinte Barbara Neubauer vom Bundesdenkmalamt in der ORF-Sendung „Report“.

Laut einer Empfehlung der UNESCO soll am Heumarkt nicht über die Höhe der angrenzenden Gebäude hinausgebaut werden. Diese Empfehlung ist nach wie vor aufrecht, hieß es von der österreichischen UNESCO-Kommission. Planungsstadträtin Vassilakou verteidigte im „Report“ das Projekt: „Ich weise darauf hin, dass beispielsweise das Loos-Haus zu seiner Zeit auch ein Skandalobjekt war - und heute ist es ein Objekt, auf das wir alle stolz sind“.

Quelle: http://wien.orf.at/news/stories/2700392/ (http://wien.orf.at/news/stories/2700392/)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 18. März 2015, 19:45:23
Bischoffgasse 27 ist auch schon Geschichte!  :'(


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Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 21. März 2015, 22:50:22
Abriss Rosenhügel-Studios:

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Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Elin Lohner am 21. März 2015, 23:01:59
Seit längerem fällt mir beim vorbeifahren mit der U4 auf, dass die Häuser in der Fabriksgasse offenbar abgerissen werden sollen.
Das Haus in der Fabriksgasse 16 steht komplett leer und es fehlen einige Fenster.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 23. April 2015, 07:08:57
Gumpendorfer 57 machts auch nicht mehr lang   :(
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 23. April 2015, 09:46:27
Das Tüwi bei der Boku wird in nächster Zeit abgerissen und durch einen Uni-Neubau ersetzt.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 23. April 2015, 09:47:50
Gumpendorfer 57 machts auch nicht mehr lang   :(

Und das kommt hin: http://www.vestwerk.com/#!gumpensdorfer-strae-57/cl0b (http://www.vestwerk.com/#!gumpensdorfer-strae-57/cl0b)

Mir gefällts nicht aber über Geschmack lässt sich ja streiten. Schönheit ist das bestehende Gebäude auch nicht.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 23. April 2015, 10:15:26
Gumpendorfer 57 machts auch nicht mehr lang   :(

Und das kommt hin: http://www.vestwerk.com/#!gumpensdorfer-strae-57/cl0b (http://www.vestwerk.com/#!gumpensdorfer-strae-57/cl0b)

Mir gefällts nicht aber über Geschmack lässt sich ja streiten. Schönheit ist das bestehende Gebäude auch nicht.

Anstelle des 1980er-Gemeindebaus stand früher ein Tröpferlbad (ich konnte es noch unmittelbar vor dem Abbruch begehen, hab aber leider nicht fotografiert); ich fand immer lustig, dass neben dem uralten und wahrscheinlich oft undichten Tröpferlbad gleich die Installateurinnung steht  :)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: martin8721 am 23. April 2015, 10:28:24
Das Tüwi bei der Boku wird in nächster Zeit abgerissen und durch einen Uni-Neubau ersetzt.

Was?!  :o Das wird abgerissen?!  :'(
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 23. April 2015, 13:48:55
Das Tüwi bei der Boku wird in nächster Zeit abgerissen und durch einen Uni-Neubau ersetzt.

Was?!  :o Das wird abgerissen?!  :'(

Das ist seit wahrscheinlich bald 10 Jahren geplant. Ewig schade drum, jedenfalls um das Gebäude! Um das Lokal weniger, aber das kommt in den Neubau wieder rein und wird vermutlich binnen kürzester Frist genauso vergrinden... Sauberkeit ist ja bourgeoiser Zwang und Einschränkung der freien Lebensentfaltung, nur im Dreck kann die Kreativität und Freiheit gedeihen. Oder so ähnlich.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 23. April 2015, 14:10:59
Das Tüwi bei der Boku wird in nächster Zeit abgerissen und durch einen Uni-Neubau ersetzt.

Was?!  :o Das wird abgerissen?!  :'(
Ja weißt du es nicht? Wien wird immer moderner und schöner! Klingt irgendwie nach Drohung!  :o



Ein Architekt war früher ein angesehener Mensch, heute muss sich mancher eher genieren, sich dazu zu bekennen. Die meisten sehen wohl eh nur die Kohle, die sie machen, obwohl der große Kuchen nur auf wenige aufgeteilt wird Der große Rest ist froh, wo als Zeichenknecht unterzukommen, hackelt ganz was anderes oder besucht in schöner Regelmäßigkeit Kurse beim AMS.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 37er-Wagen am 23. April 2015, 15:04:42
Das Tüwi bei der Boku wird in nächster Zeit abgerissen und durch einen Uni-Neubau ersetzt.

Was?!  :o Das wird abgerissen?!  :'(

Das ist seit wahrscheinlich bald 10 Jahren geplant. Ewig schade drum, jedenfalls um das Gebäude! Um das Lokal weniger, aber das kommt in den Neubau wieder rein und wird vermutlich binnen kürzester Frist genauso vergrinden... Sauberkeit ist ja bourgeoiser Zwang und Einschränkung der freien Lebensentfaltung, nur im Dreck kann die Kreativität und Freiheit gedeihen. Oder so ähnlich.

Na geh, habt ihr gar kein Bild von dem wirklich schönen und durchdachten Neubau?

http://www.big.at/projekte/tuewi-wien/ (http://www.big.at/projekte/tuewi-wien/)

samt den anderen Projekten, die nicht zum Zug kommen.

Sinnvoller wäre es, wenn sie auf den Auszug des Moduls warten würden und dort was Neues hinstellen... auf das Gebäude spekulieren sie ja eh schon. Den TüWi sollte man eher restaurieren ...

Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 23. April 2015, 15:28:26
Na geh, habt ihr gar kein Bild von dem wirklich schönen und durchdachten Neubau?
http://www.big.at/projekte/tuewi-wien/ (http://www.big.at/projekte/tuewi-wien/)
samt den anderen Projekten, die nicht zum Zug kommen.
Sinnvoller wäre es, wenn sie auf den Auszug des Moduls warten würden und dort was Neues hinstellen... auf das Gebäude spekulieren sie ja eh schon. Den TüWi sollte man eher restaurieren ...

Bei meinem Baustellenbesuch meinte der Bauleiter, das wäre natürlich untersucht worden, aber das Gebäude ist erstens am Ende seiner Lebensdauer und zweitens lassen sich die notwendigen Nutzungen (Hörsaal) nicht unterbringen. Es wurde auch überlegt den Innenhof des Hauptgebäudes zu unterkellern, aber es gibt keine sinnvollen Transportöffnungen, um das Material aus dem Hof rauszubekommen. Hab übrigens gleich einen Rundflug mit der BIG-Air gebucht :) *örks*, was tut man nicht alles für die Kunst!  :P Das ist schon ein "Erlebnis", wenn in 40 Metern Höhe der Wind ins Körbchen fährt, das Stahlseil sich ausdreht und der Kranfahrer einen ans Ende des Auslegers verfährt *Bitte die Herztropfen!*
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 37er-Wagen am 23. April 2015, 16:24:09
Achja, das Argument mit dem Ende der Lebenszeit... manchmal wundert es mich, dass Barockhäuser in Wien noch stehen, wenn man sich anschaut, für welche Lebenszeit die eigentlich konzipiert waren.

naja, wenn man wollen würde, hätte man da sicher Möglichkeiten..

Tolle Fotos, hab "mich" schon erspäht :)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 23. April 2015, 17:23:05
Achja, das Argument mit dem Ende der Lebenszeit... manchmal wundert es mich, dass Barockhäuser in Wien noch stehen, wenn man sich anschaut, für welche Lebenszeit die eigentlich konzipiert waren.
naja, wenn man wollen würde, hätte man da sicher Möglichkeiten..

Es geht da um die diversen Vorschriften zu Barrierefreiheit und die Erfordernsse von Haustechnik etc., die man in einem ex-Wohnhaus nicht sinnvoll verwirklichen kann, ohne dass man die ganze Kiste praktisch komplett aushöhlt.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 23. April 2015, 17:29:25

Es geht da um die diversen Vorschriften zu Barrierefreiheit und die Erfordernsse von Haustechnik etc. . . .
ich weiß nicht, wie die Menschheit bisher überlebt hat!?  ::)


Und trotz (oder wegen?) all des Fortschritts, der Modernität und des wirren Zeitgeists ist sie ihrem Aussterben näher denn je!  :-[
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 23. April 2015, 18:31:46
Achja, das Argument mit dem Ende der Lebenszeit... manchmal wundert es mich, dass Barockhäuser in Wien noch stehen, wenn man sich anschaut, für welche Lebenszeit die eigentlich konzipiert waren.
naja, wenn man wollen würde, hätte man da sicher Möglichkeiten..

Es geht da um die diversen Vorschriften zu Barrierefreiheit und die Erfordernsse von Haustechnik etc., die man in einem ex-Wohnhaus nicht sinnvoll verwirklichen kann, ohne dass man die ganze Kiste praktisch komplett aushöhlt.

Dann sollen sie um Himmels Willen die Hütte verkaufen und ins Modul übersiedeln bzw. das durch einen Neubau ersetzen!

PS: konkret müsste halt die BIG das Tüwi verkaufen und der Boku das Modul-Grundstück zur Verfügung stellen. Wem gehört das eigentlich? Eh der BIG oder der WKO?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 23. April 2015, 19:22:04
Achja, das Argument mit dem Ende der Lebenszeit... manchmal wundert es mich, dass Barockhäuser in Wien noch stehen, wenn man sich anschaut, für welche Lebenszeit die eigentlich konzipiert waren.
naja, wenn man wollen würde, hätte man da sicher Möglichkeiten..

Es geht da um die diversen Vorschriften zu Barrierefreiheit und die Erfordernsse von Haustechnik etc., die man in einem ex-Wohnhaus nicht sinnvoll verwirklichen kann, ohne dass man die ganze Kiste praktisch komplett aushöhlt.
Das Modul ist keine Bundesdienststelle, also nix BIG.
Harald meinte übrigens nicht  das Boku-Gebäude, sondern das Modul - zumindest habe ich ihn so verstanden.
Dann sollen sie um Himmels Willen die Hütte verkaufen und ins Modul übersiedeln bzw. das durch einen Neubau ersetzen!

PS: konkret müsste halt die BIG das Tüwi verkaufen und der Boku das Modul-Grundstück zur Verfügung stellen. Wem gehört das eigentlich? Eh der BIG oder der WKO?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 13er am 24. April 2015, 17:19:11
Offenbar wird in den nächsten Tagen mit dem Abriss des Wien Energie-Gebäudes Ecke Pelikangasse # Mariannengasse begonnen. Heute wurden bereits die Bauzäune aufgestellt und der Gehsteig/Parkplätze gesperrt. Endlich ist dann diese häßliche Verkleidung Geschichte, die den ohnehin schon extrem engen Gehsteig noch einmal verkleinert hat!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Elin Lohner am 03. Mai 2015, 18:30:58
Mit der Fabriksgasse scheint es langsam zu Ende zu gehen. Die Häuser Nr. 14 und 16 wurden schon abgerissen und das Haus Nr. 11 wird es dem Anschein nach auch nicht mehr lange geben.

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Die Nummern 13-15 wird man wohl einfach auflösen, da dieses Gebäude zur Schönbrunner Schlossstraße 18-20 gehört.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 03. Mai 2015, 18:41:58
Ja, in Meidling geht was weiter mit der Modernität!   >:D


Auch die Häuser Reschgasse 16 und Rotenmühlgasse 30 sind mittlerweile Geschichte!  :-X


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Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: N1 am 03. Mai 2015, 18:56:34
Der Interspar am Franz-Jonas-Platz in Floridsdorf, vermutlich das letzte klassische Warenhaus in Wien, ist Geschichte.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 03. Mai 2015, 19:20:23
Der Interspar am Franz-Jonas-Platz in Floridsdorf, vermutlich das letzte klassische Warenhaus in Wien, ist Geschichte.

Ist aber nicht schade drum. Das Konzept eines Warenhauses ist mittlerweile überho!t.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 37er-Wagen am 04. Mai 2015, 12:13:30
Der Interspar am Franz-Jonas-Platz in Floridsdorf, vermutlich das letzte klassische Warenhaus in Wien, ist Geschichte.

Ist aber nicht schade drum. Das Konzept eines Warenhauses ist mittlerweile überho!t.

Der Interspar war ja auch schon ziemlich verlottert und das Ende war absehbar, als sie das Restaurant oben im ersten Stock nicht wieder eröffnet haben. Das war ja komplett verbaut, du mußtest über hohe Stufen in den zweiten Stock zu den Toiletten rauf, vom steilen Anstieg ins Restaurant rede ich gar nicht.

Allerdings ist es auch ein Stück Kindheitserinnerung, weil sich dort in den vergangenen 30 Jahren (auch von der Aufteilung her: Spielzeug im ersten Stock) nichts geändert hat.

Als "Trost": der Spar wird dort wiedererrichtet als topmoderner Hypermarkt (was der Interspar vor 30 Jahren ja auch mal war). Bis dahin hat Spar einen eigenen Zubringerbus zum Trillerpark eingerichtet.

PS: Auch hier war Prajo sehr fleißig am Werk. :)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 04. Mai 2015, 13:14:27
Wird wohl so ein moderner Interspar wie am Hauptbahnhof oder in Wien Mitte. Irgendwie auch schade drum, dort einkaufen zu gehen war wie eine Zeitreise zurück in die frühen 90er-Jahre, denn seit damals dürfte dort am Interieur nichts mehr verändert worden sein.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: martin8721 am 04. Mai 2015, 21:00:42
Wird wohl so ein moderner Interspar wie am Hauptbahnhof oder in Wien Mitte. Irgendwie auch schade drum, dort einkaufen zu gehen war wie eine Zeitreise zurück in die frühen 90er-Jahre, denn seit damals dürfte dort am Interieur nichts mehr verändert worden sein.

Ein Besuch beim Merkur in der Ruckergasse ist auch eine gute Empfehlung, wenn man eine Zeitreise in die späten 80er-Jahre machen mag. Der Markt dürfte seit seiner Eröffnung ziemlich unverändert sein und ist - dementsprechend - auch ein wenig ranzig  ;).
Einzig die Kassen wurden kürzlich erneuert.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 04. Mai 2015, 21:14:23
Ein Besuch beim Merkur in der Ruckergasse ist auch eine gute Empfehlung, wenn man eine Zeitreise in die späten 80er-Jahre machen mag. Der Markt dürfte seit seiner Eröffnung ziemlich unverändert sein und ist - dementsprechend - auch ein wenig ranzig  ;).
Einzig die Kassen wurden kürzlich erneuert.
Stimmt! Dort hängt glaub ich noch das in den 90er-Jahren in vielen Supermärkten übliche Schild, auf dem steht, dass Ladendiebstahl 500 Schilling kostet.

Ein weiterer 90er-Jahre-Merkur war im 14. Bezirk, in der Schanzstraße. Dieser wurde leider vor rund einem Jahr geschlossen, weil am Areal der ehemaligen Remise Breitensee eine neue Filiale eröffnet wurde.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 04. Mai 2015, 22:49:21

Ein Besuch beim Merkur in der Ruckergasse ist auch eine gute Empfehlung, wenn man eine Zeitreise in die späten 80er-Jahre machen mag. Der Markt dürfte seit seiner Eröffnung ziemlich unverändert sein . . . .
Ah, der wurde schon einige Male umgebaut. Er ist heute sogart doppelt so groß wie in der Anfangszeit, auch das Obergeschoß ist erst bei einem Umbau dazugekommen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: benkda01 am 04. Mai 2015, 22:50:33
Ein Besuch beim Merkur in der Ruckergasse ist auch eine gute Empfehlung, wenn man eine Zeitreise in die späten 80er-Jahre machen mag. Der Markt dürfte seit seiner Eröffnung ziemlich unverändert sein und ist - dementsprechend - auch ein wenig ranzig  ;).
Aus dieser Sicht ist auch der METRO in Vösendorf ein guter Tipp. Vor allem der Kassenbereich ist ziemlich heruntergekommen und die Kassen arbeiten noch mit DOS und winzigen Röhrenbildschirmen. :D
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 05. Mai 2015, 07:53:22
Ein Besuch beim Merkur in der Ruckergasse ist auch eine gute Empfehlung, wenn man eine Zeitreise in die späten 80er-Jahre machen mag. Der Markt dürfte seit seiner Eröffnung ziemlich unverändert sein und ist - dementsprechend - auch ein wenig ranzig  ;).
Aus dieser Sicht ist auch der METRO in Vösendorf ein guter Tipp. Vor allem der Kassenbereich ist ziemlich heruntergekommen und die Kassen arbeiten noch mit DOS und winzigen Röhrenbildschirmen. :D

Das mit den DOS Kassen ist aber Metro Standard. Die Neue in Simmering arbeitet auch noch damit.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: martin8721 am 05. Mai 2015, 12:04:37
Ein Besuch beim Merkur in der Ruckergasse. . . .
Ah, der wurde schon einige Male umgebaut.

Ok.
Dafür wirkt er aber - im Vergleich zu fast allen anderen Merkur-Märkten - wirklich schon sehr in die Jahre gekommen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 05. Mai 2015, 12:13:16
Dafür wirkt er aber - im Vergleich zu fast allen anderen Merkur-Märkten - wirklich schon sehr in die Jahre gekommen.
Der letzte nennenswerte Umbau muss trotzdem schon 20 Jahre her sein.

Ah, der wurde schon einige Male umgebaut. Er ist heute sogart doppelt so groß wie in der Anfangszeit, auch das Obergeschoß ist erst bei einem Umbau dazugekommen.
Welches Obergeschoß meinst du? Das Geschäft hat doch meines Wissens nur ein Geschoß. Die Tiefgarage mit dem Aufzug direkt ins Geschäft war in den 80er-Jahren schon genauso vorhanden. Wir haben damals dort gewohnt und waren häufiger dort einkaufen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Bus am 05. Mai 2015, 14:25:21
Das Huma-Zentrum in Simmering, vor allem der Restaurantbereich war ja vor kurzem auch eine Nostalgiereise pur.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 05. Mai 2015, 16:20:43

Welches Obergeschoß meinst du? Das Geschäft hat doch meines Wissens nur ein Geschoß. Die Tiefgarage mit dem Aufzug direkt ins Geschäft war in den 80er-Jahren schon genauso vorhanden. Wir haben damals dort gewohnt und waren häufiger dort einkaufen.
Du kennst ihn vermutlich nur in der heutigen Bauform, ursprünglich war das Geschäft viel kleiner. Beim großen Umbau entstand dann die heutige Form mit der überbauten Garage. Ganz stolz war man auf den Aufzug, der als Hydrauliklift gebaut wurde. Über dem Markt wurde ein Obergeschoß errichtet, da war neben Merkur Büroräumen irgend ein Amt drinnen (und ist es eventuell noch immer  ??? ).
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 05. Mai 2015, 16:39:03

Welches Obergeschoß meinst du? Das Geschäft hat doch meines Wissens nur ein Geschoß. Die Tiefgarage mit dem Aufzug direkt ins Geschäft war in den 80er-Jahren schon genauso vorhanden. Wir haben damals dort gewohnt und waren häufiger dort einkaufen.
Du kennst ihn vermutlich nur in der heutigen Bauform, ursprünglich war das Geschäft viel kleiner. Beim großen Umbau entstand dann die heutige Form mit der überbauten Garage. Ganz stolz war man auf den Aufzug, der als Hydrauliklift gebaut wurde. Über dem Markt wurde ein Obergeschoß errichtet, da war neben Merkur Büroräumen irgend ein Amt drinnen (und ist es eventuell noch immer  ??? ).

Wenns der Merkur Ecke Pohlgasse ist, ist die MA6 drin.

Das Huma-Zentrum in Simmering, vor allem der Restaurantbereich war ja vor kurzem auch eine Nostalgiereise pur.

Ja war es. Jetzt wachsen schon die Pfeiler fürs neue Zentrum empor.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Laiseka am 11. Mai 2015, 20:29:32
Die Komet-Gründe sind jetzt endgültig Geschichte

Vorher
[attach=1]

Nachher
[attach=2]
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: martin8721 am 11. Mai 2015, 20:43:11
Apropos Meidling:

Ich mache mir gerade Sorgen um die ehemaligen Arbeiterwohnhäuser in der Eichenstraße.  :-\
Dort finden seit letzter Woche irgendwelche Arbeiten statt und an den Fenstern wurden große Transparente der Firma "Ayka - Bau- und Abbrucharbeiten" aufgehängt.

Laut "Liste der denkmalgeschützten Objekte in Wien/Meidling" auf Wikipedia, ist der südliche Teil (Hausnummern 13-23) denkmalgeschützt, der nördliche Teil (Hausnummern 5-11) jedoch nicht. Trotzdem finden die Bauarbeiten gerade in beiden Gebäudekomplexen statt.

Weiß da jemand Näheres?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 11. Mai 2015, 21:04:21
Ja, aber was willst' mit den Häusern machen? Zum Wohnen sind sie unzumutbar und als Büros wohl auch nicht anzubringen. Und wirklich schad ist es nicht um diese Häuser, sie sind weder schön, noch architektonisch oder vom Stadtbild her irgendwie wertvoll.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Petersil am 11. Mai 2015, 21:23:42
Ich mache mir gerade Sorgen um die ehemaligen Arbeiterwohnhäuser in der Eichenstraße.  :-\

Das habe ich mir heute ebenfalls gedacht, als ich mit der WLB vorbeigefahren bin. Möglicherweise wurden sie ja verkauft? Auf der Homepage der ÖBB-Immobilien sind sie jedenfalls nicht mehr im Angebot.

Von der Flächenwidmung her gilt: Bauland, gemischtes Baugebiet, min. 9, max. 16 Meter; nur beim Eck mit der Längenfeldgasse gilt stattdessen min. 2,5, max. 9 Meter.

Man könnte die östlichen Häuser abreißen und ein Bürohaus mit eventuell irgendeinem lärmintensiveren Betrieb im EG hinstellen. Ein neues Bürohaus könnte man mit einem entsprechenden Schall- und Erschütterungsschutz planen.

Damit bleibt die Frage, was mit den westlichen, denkmalgeschützten Häusern passiert.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: benkda01 am 11. Mai 2015, 21:44:36
Und wirklich schad ist es nicht um diese Häuser, sie sind weder schön, noch architektonisch oder vom Stadtbild her irgendwie wertvoll.
Das finde ich nicht.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: martin8721 am 12. Mai 2015, 04:55:56
Und wirklich schad ist es nicht um diese Häuser, sie sind weder schön, noch architektonisch oder vom Stadtbild her irgendwie wertvoll.
Das finde ich nicht.

Sehe ich auch so.
Solche Backsteinhäuser sind für Wien doch eher selten und immerhin steht dieser massive Block auf der Eichenstraße bereits seit dem Jahr 1869, also seit der Frühzeit der Eisenbahn.
Für mich absolut stadtbildprägend. War recht überrascht, als ich las, wie alt die schon sind und hätte sie ad hoc ca. 20-30 Jahre jünger geschätzt.
Außerdem spiegeln diese Häuser auch die Geschichte der Arbeiterschaft und der Bundesbahnen vor dem roten Roten wider.

Aber ja - was könnte man dort wirklich unterbringen?
Selbst bei einem Neubau, besteht ja weiterthin das extreme Lärmproblem und ich glaube, mal gelesen zu haben, dass es nach heutigen Vorgaben, gar nicht mehr erlaubt wäre, dort Wohnungen bzw. Büros zu errichten, eben wegen der extremen Nähe zu den Gleisen.

Eventuell irgendwelche Künstlerwerkstätten? Ich glaub, dafür wären sie sicher heiß begehrt.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 12. Mai 2015, 07:15:44
Man könnte sie natürlich schon einer nicht-kommerziellen Zwischennutzung zuführen, beispielsweise an Künstler für Ateliers, Proberäume usw. Aber da kann man dann halt nicht marktübliche Mieten lukrieren.

Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 12. Mai 2015, 07:28:57
Und wirklich schad ist es nicht um diese Häuser, sie sind weder schön, noch architektonisch oder vom Stadtbild her irgendwie wertvoll.
Das finde ich nicht.

Sehe ich auch so.
Solche Backsteinhäuser sind für Wien doch eher selten und immerhin steht dieser massive Block auf der Eichenstraße bereits seit dem Jahr 1869, also seit der Frühzeit der Eisenbahn.
Für mich absolut stadtbildprägend. War recht überrascht, als ich las, wie alt die schon sind und hätte sie ad hoc ca. 20-30 Jahre jünger geschätzt.
Außerdem spiegeln diese Häuser auch die Geschichte der Arbeiterschaft und der Bundesbahnen vor dem roten Roten wider.

Aber ja - was könnte man dort wirklich unterbringen?
Selbst bei einem Neubau, besteht ja weiterthin das extreme Lärmproblem und ich glaube, mal gelesen zu haben, dass es nach heutigen Vorgaben, gar nicht mehr erlaubt wäre, dort Wohnungen bzw. Büros zu errichten, eben wegen der extremen Nähe zu den Gleisen.

Eventuell irgendwelche Künstlerwerkstätten? Ich glaub, dafür wären sie sicher heiß begehrt.

Mir wäre keine Norm/Regel/Gesetz bekannt das es verbietet an lauten Orten zu bauen. Schon gar nicht Büro und Geschäftshäuser.
Schall wird immer innerhalb der Räume bei geschlossenen Fenstern gemessen. Und da kann man mit baulichen Massnahmen (Schallschutzfenster, besser Erschüttterungsschutz, etc) schon einiges machen. Da kann man in einem Raum direkt neben der Bahn locker unter 35dB(A) zusammen bringen.
Und vorallem wenns rein um Lärm geht, hätte sonst nicht sehr viel in den letzten Jahren gebaut werden dürfen. In Wien bist schnell mal an einer lauten Straße/Platz/Eisenbahn.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 12. Mai 2015, 08:11:30
und ich glaube, mal gelesen zu haben, dass es nach heutigen Vorgaben, gar nicht mehr erlaubt wäre, dort Wohnungen bzw. Büros zu errichten, eben wegen der extremen Nähe zu den Gleisen.
Das wird zwar immer wieder erzählt, ich glaubs aber nicht wirklich. In den letzten Jahren wurden oft gleisnahe Gebäude errichtet, zum Beispiel beim Westbahnhof. Mit Schallschutzfenstern und anderen Maßnahmen kann man den Lärm ordentlich herunterdrücken.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 12. Mai 2015, 09:30:50
Möglicherweise ist bei diesen Gebäuden der Körperschall das Problem und nicht der Luftschall.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 12. Mai 2015, 09:34:54
Möglicherweise ist bei diesen Gebäuden der Körperschall das Problem und nicht der Luftschall.

Da man, wenn man will, ganze Häuser umsetzen kann (siehe Zürich https://www.youtube.com/watch?v=malxVr-VrKg (https://www.youtube.com/watch?v=malxVr-VrKg)) kann es kein Problem sein ein Haus Schalltechnisch von seiner Umgebung besser zu entkoppeln.
Rentieren tut es sich halt nicht wirklich.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 12. Mai 2015, 10:56:24
und ich glaube, mal gelesen zu haben, dass es nach heutigen Vorgaben, gar nicht mehr erlaubt wäre, dort Wohnungen bzw. Büros zu errichten, eben wegen der extremen Nähe zu den Gleisen.
Das wird zwar immer wieder erzählt, ich glaubs aber nicht wirklich. In den letzten Jahren wurden oft gleisnahe Gebäude errichtet, zum Beispiel beim Westbahnhof. Mit Schallschutzfenstern und anderen Maßnahmen kann man den Lärm ordentlich herunterdrücken.

Na klar, schau dir an, was bisher unmittelbar neben dem Hauptbahnhof hochgezogen wurde.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 12. Mai 2015, 11:16:37
Möglicherweise ist bei diesen Gebäuden der Körperschall das Problem und nicht der Luftschall.
Die Räume dort sind sehr finster und angeblich recht feucht. Für betriebliche Nutzung wird man sie schwer anbringen, weil es, abgesehen von der mangelnden Attraktivität, praktisch keine Zufahrts- und Parkmöglichkeit gibt (Halteverbot). Wer soll da gern viel Geld in die Sanierung stecken? Für einen Neubau ist das Grundstück nicht nur unpraktisch nahe an der Bahn gelegen, sondern ein recht schmaler Streifen. Auch ist für den Fall eines Abrisses möglicherweise ein Teil der Fläche für die Verbreiterung der Eichenstraße vorgesehen, was ja nicht ganz unpraktisch wäre! 
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: martin8721 am 12. Mai 2015, 11:28:46
Auch ist für den Fall eines Abrisses möglicherweise ein Teil der Fläche für die Verbreiterung der Eichenstraße vorgesehen, was ja nicht ganz unpraktisch wäre!

Genau. Zusätzliche Fahrspur und vielleicht noch ein Parkhaus - dem machen Luft- & Körperschall nix aus.  >:D
Sicher gut für Lebensqualität und Grätzelaufwertung.  ;)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 12. Mai 2015, 11:59:51
Und selbständiger Gleiskörper! Fürchterlich, wo kämen wir den da hin!?  :o
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Petersil am 12. Mai 2015, 17:03:14
Auch ist für den Fall eines Abrisses möglicherweise ein Teil der Fläche für die Verbreiterung der Eichenstraße vorgesehen, was ja nicht ganz unpraktisch wäre!

Im derzeitigen Flächenwidmungsplan betrifft das nur das nicht zum Ensemble gehörende Eckhäuschen an der Längenfeldgasse. Bei den Häusern Eichenstraße 5 bis 23 ist die Baulinie unverändert dort, wo jetzt die Häuser stehen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 18. Mai 2015, 16:43:12
Apropos Meidling:

Ich mache mir gerade Sorgen um die ehemaligen Arbeiterwohnhäuser in der Eichenstraße.  :-\
Dort finden seit letzter Woche irgendwelche Arbeiten statt und an den Fenstern wurden große Transparente der Firma "Ayka - Bau- und Abbrucharbeiten" aufgehängt.

Laut "Liste der denkmalgeschützten Objekte in Wien/Meidling" auf Wikipedia, ist der südliche Teil (Hausnummern 13-23) denkmalgeschützt, der nördliche Teil (Hausnummern 5-11) jedoch nicht. Trotzdem finden die Bauarbeiten gerade in beiden Gebäudekomplexen statt.

Weiß da jemand Näheres?

Der Abbruch hat heute begonnen!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 18. Mai 2015, 21:38:34
Apropos Meidling:

Ich mache mir gerade Sorgen um die ehemaligen Arbeiterwohnhäuser in der Eichenstraße.  :-\
Dort finden seit letzter Woche irgendwelche Arbeiten statt und an den Fenstern wurden große Transparente der Firma "Ayka - Bau- und Abbrucharbeiten" aufgehängt.

Laut "Liste der denkmalgeschützten Objekte in Wien/Meidling" auf Wikipedia, ist der südliche Teil (Hausnummern 13-23) denkmalgeschützt, der nördliche Teil (Hausnummern 5-11) jedoch nicht. Trotzdem finden die Bauarbeiten gerade in beiden Gebäudekomplexen statt.

Weiß da jemand Näheres?

Der Abbruch hat heute begonnen!

Tatsächlich? Ich bin gegen halb fünf mit der Badner dort vorbeigefahren, da waren Transparente einer Abbruchfirma zu sehen. Aus einem Fenster hats gestaubt, ich habe dem aber keinerlei Beachtung geschenkt.
Schade, wieder ein Stück Industriegeschichte dahin  :'(
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 19. Mai 2015, 09:08:24
Der Abbruch hat heute begonnen!
Wird auch der denkmalgeschützte Teil abgebrochen?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 19. Mai 2015, 09:09:43
Der Abbruch hat heute begonnen!
Wird auch der denkmalgeschützte Teil abgebrochen?

Kann ich mir nicht vorstellen, aber warten wir's ab... vielleicht unterläuft der Baufirma ja ein, äh, "Irrtum".
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: martin8721 am 19. Mai 2015, 09:15:28
Kann ich mir nicht vorstellen, aber warten wir's ab... vielleicht unterläuft der Baufirma ja ein, äh, "Irrtum".

Aus diesem Grund hab ich letzte Woche sicherheitshalber auch das Bundesdenkmalamt informiert.  8)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: benkda01 am 19. Mai 2015, 10:19:15
Aus diesem Grund hab ich letzte Woche sicherheitshalber auch das Bundesdenkmalamt informiert.  8)
Danke. :up: :up: :up:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 19. Mai 2015, 10:23:40
Kann ich mir nicht vorstellen, aber warten wir's ab... vielleicht unterläuft der Baufirma ja ein, äh, "Irrtum".

Aus diesem Grund hab ich letzte Woche sicherheitshalber auch das Bundesdenkmalamt informiert.  8)

Ist das sinnvoll? Ich meine: Fahren die dann öfter vorbei und schauen sich die Sache an? Oder kommt das einer Eingabe beim Salzamt gleich?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 19. Mai 2015, 10:33:01
Ist der Denkmalschutz überhaupt noch aufrecht? Diese Häuser sind seit über 10 Jahren sich selbst überlassen und die Bausubstanz hat darunter sicher stark gelitten. Wenn es wirtschaftlich nicht mehr zumutbar ist, kann der Denkmalschutz aufgehoben werden.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: martin8721 am 19. Mai 2015, 11:45:11
Ist das sinnvoll? Ich meine: Fahren die dann öfter vorbei und schauen sich die Sache an? Oder kommt das einer Eingabe beim Salzamt gleich?

Ich weiß es auch nicht. Geantwortet haben sie auf meine Email noch nicht. Aber mal schauen.

Bin mir jetzt gar nicht mehr sicher, ob die Gebäude wirklich abgerissen werden! War vor ca. 1 Stunde vor Ort und da bot sich folgendes Bild:

[attach=1]

Es wird ziemlich viel Baumaterial angekarrt. Der LKW ist von einer Firma, die sich auf Fassadensanierungen spezialisiert hat.

Was auch gegen einen Abbruch spricht, ist die Tatsache, dass an den Wänden im Innenraum, der Verputz feinsäuberlich abgeschlagen wurde und nun die blanken Ziegelwände zu sehen sind. Durch die eingeschlagenen Fenster konnte ich ein paar Aufnahmen machen, ohne die Baustelle zu betreten.  ;)
Würde man wirklich abreißen, würde man da wohl anders drüberfahren.
Bei den Bildern befinden wir uns im südlichen Teil (Hausnummern 13-23).

[attach=2]

[attach=3]

[attach=4]

Alte Postkästen und "Zephyr schließt selbst"-Schildchen.

[attach=6]

[attach=7]

[attach=8]

Da wir im Tramwayforum sind, darf auch ein Bild der alten Oberleitungsrosetten nicht fehlen.  ;)

[attach=5]

Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 19. Mai 2015, 11:55:10
Dann darf man ja gespannt sein. In ein paar Tagen werden wir es wissen ob da nur ein Häufchen Steine bleibt oder neue Büro/Wohn/Geschäftshäuser entstehen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 19. Mai 2015, 12:08:06
Ist der Denkmalschutz überhaupt noch aufrecht? Diese Häuser sind seit über 10 Jahren sich selbst überlassen und die Bausubstanz hat darunter sicher stark gelitten. Wenn es wirtschaftlich nicht mehr zumutbar ist, kann der Denkmalschutz aufgehoben werden.
In der aktuellen Liste der denkmalgeschützten Objekte (http://www.bda.at/documents/143677432.pdf) des BDA sind die Häuser enthalten. Die Aufhebung des Denkmalschutzes braucht im Übrigen ein bissl mehr als wirtschaftliche Unzumutbarkeit (zum Glück).
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 19. Mai 2015, 12:21:25
In der aktuellen Liste der denkmalgeschützten Objekte (http://www.bda.at/documents/143677432.pdf) des BDA sind die Häuser enthalten. Die Aufhebung des Denkmalschutzes braucht im Übrigen ein bissl mehr als wirtschaftliche Unzumutbarkeit (zum Glück).
Ja, Vitamin B hilft natürlich auch noch! Und wenn es stimmt, dass die Häuser wegen der Nähe zur Eisenbahn keiner Nutzung mehr zugeführt werden können, dann wäre wohl für das Denkmalamt der Aufhebungsgrund erfüllt. Aber wer weiß, vielleicht kommt es eh anders.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 19. Mai 2015, 13:41:40
In der aktuellen Liste der denkmalgeschützten Objekte (http://www.bda.at/documents/143677432.pdf) des BDA sind die Häuser enthalten. Die Aufhebung des Denkmalschutzes braucht im Übrigen ein bissl mehr als wirtschaftliche Unzumutbarkeit (zum Glück).
Ja, Vitamin B hilft natürlich auch noch! Und wenn es stimmt, dass die Häuser wegen der Nähe zur Eisenbahn keiner Nutzung mehr zugeführt werden können, dann wäre wohl für das Denkmalamt der Aufhebungsgrund erfüllt. Aber wer weiß, vielleicht kommt es eh anders.

Woher kommt der Schas mit der unnutzbarkeit. Mir wäre kein Passus der Baugesetze Wiens bekannt der soetwas, oder ähnliches, als Text hat. Bei Neubauten kann das vielleicht sein aber bei bestehenden Objekten gelten andere Regeln. Sollte ein Politiker soetwas behaupten, dann ist es eine Schutzbehauptung um den eigenen Willen durchzusetzen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 19. Mai 2015, 15:48:12
Damals, als die Hausbesetzung dort stattfand, wurde das so kommuniziert. Die Behörden erlauben keine Nutzung für Wohnzwecke oder Büros, wegen des Bahnlärms. Kann aber auch sein, dass dieser Vorwand nur dazu diente, den Denkmalschutz auszuhebeln.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Ferry am 20. Mai 2015, 08:17:41
Damals, als die Hausbesetzung dort stattfand, wurde das so kommuniziert. Die Behörden erlauben keine Nutzung für Wohnzwecke oder Büros, wegen des Bahnlärms. Kann aber auch sein, dass dieser Vorwand nur dazu diente, den Denkmalschutz auszuhebeln.

Die Häuser dürften bleiben - gestern war gut zu erkennen, dass bahnseitig sämtliche Fensterstöcke entfernt wurden. Für einen Abriss würde man sich so einen Aufwand kaum antun.

Ich nehme an, dass dort Büro- oder Lagerräume für die ÖBB hinkommen werden.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: U4 am 20. Mai 2015, 09:22:03
Also wenn die Rosette "noch in Betrieb" ist, wie man sieht, kann ich mir einen Abbruch nicht vorstellen ...
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: U4 am 20. Mai 2015, 15:10:53
Aus einem Beitrag von wien.orf.at

Zitat
600 Wohnungen im „Triiiple“-Tower

Beim zweiten Bau handelt es sich um das Projekt „Triiiple“ am Gelände des ehemaligen Zollamts unweit von „Town Town“ im Bezirk Landstraße. Dort geht es um 600 Wohnungen. Als Gegenleistung für die Umwidmung sieht der Vertrag vor, dass Soravia den dortigen Abschnitt der Ostautobahn (A4) überplatten und die Oberfläche zum Donaukanal anbinden muss.
Hier wird es ebenfalls einen Kindergarten in der Erdgeschoßzone geben. Drei Millionen Euro fließen in die Schulerweiterung am Standort Dietrichgasse. Außerdem werden 30 Einheiten einer sozialen Hilfsorganisation zur Verfügung gestellt, die diese an bedürftige Personen weitervermieten kann.
Gesamter Artikel: http://wien.orf.at/news/stories/2711889/ (http://wien.orf.at/news/stories/2711889/)

Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 20. Mai 2015, 17:21:53
Damals, als die Hausbesetzung dort stattfand, wurde das so kommuniziert. Die Behörden erlauben keine Nutzung für Wohnzwecke oder Büros, wegen des Bahnlärms. Kann aber auch sein, dass dieser Vorwand nur dazu diente, den Denkmalschutz auszuhebeln.

Die Häuser dürften bleiben - gestern war gut zu erkennen, dass bahnseitig sämtliche Fensterstöcke entfernt wurden. Für einen Abriss würde man sich so einen Aufwand kaum antun.

Korrekt, da betreibt man üblicherweise Mülltrennung mit der Baggerschaufel.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 25. Mai 2015, 23:49:22
 Aus den denkmalgeschützten Arbeiterhäusern beim Bahnhof Meidling sollen Wohnungen werden. Genehmigung gibt es keine. Der Architekt führt einen Kampf mit der Justiz.

22.05.2015 | 18:51 |  Anna Thalhammer  (Die Presse)

Wien. Leer stehende historische Bauten renovieren und wieder nutzen zu wollen, ist eine gute Sache. Eine Genehmigung braucht man dazu aber trotzdem. Das alte Arbeiterhaus der ÖBB in der Eichenstraße 13–23 in Wien-Meidling, das nun seit fast zehn Jahren leer steht, wurde vom Bauträger Semsem gekauft. Hier sollen laut dem Architekten Alaa Abouelenin bis Oktober Wohnungen entstehen. „Ob für kürzere oder längere Nutzung ist noch nicht entschieden.“

Das Problem: Der 1869 vom Chefarchitekten der Südbahngesellschaft, Wilhelm Flattich, errichtete Sichtziegelbau steht seit 2002 unter Denkmalschutz – und Genehmigungen für den laufenden Umbau gibt es laut Bundesdenkmalamt keine. Abouelenin ist der Meinung, dass er diese auch nicht braucht: „Wir machen nur Vorbereitungsarbeiten, reißen nur Wände heraus, die nicht tragend sind, und wollen am Gesamterscheinungsbild der Gebäude nichts ändern. Aus wirtschaftlichen Gründen müssen wir schnell arbeiten.“ Er verstehe also nicht, warum sich das Denkmalamt so aufrege. Die Bauarbeiten wurden wie vorgeschrieben bei der Baupolizei gemeldet. „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Denkmalamt langsam und faul ist. Ich habe in persönlichen Verhandlungen mit der Frau Präsidentin Neubauer alles besprochen. Ich habe einen Brief von ihr, wo alles geklärt ist.“

 
Ein Brief ist keine Bewilligung

Das sieht das Bundesdenkmalamt nicht so. Im Akt zum Objekt in der Eichenstraße ist etwas anderes vermerkt: Ja, es habe ein Gespräch gegeben, bestätigt das Bundesdenkmalamt, und ja, auch einen Brief der Präsidentin. Dort sind aber nur allgemeine Rahmenbedingungen zu einem Umbau in einem derartigen Objekt beispielhaft skizziert, dazu sei ausdrücklich formuliert, dass gröbere Veränderungen am Objekt nicht vorstellbar sind. „Es ist völlig normal, Gespräche zu führen. Es geht ja nicht darum, dass wir einen Glassturz über das Gebäude stülpen wollen. Wir sind auch daran interessiert, dass es genutzt wird“, sagt Oliver Schreiber vom Bundesdenkmalamt. „Der Bauträger ist schon lange in Wien tätig und sollte wissen, was eine Korrespondenz und was eine Genehmigung ist. Denn die gibt es nicht“, sagt Schreiber. Darum hat das Bundesdenkmalamt den Antrag auf Einstellung der Bautätigkeit gestellt und fordert den Rückbau.

Semsem und auch der Architekt Alaa Abouelenin sind tatsächlich keine Unbekannten. Abouelenin produzierte im Jahr 2002 nach Libro und Cybertron mit 55,8 Millionen Euro Passiva den drittgrößten Firmenkonkurs des Landes. Der damals 15-fache Gesellschafter und 14-fache Geschäftsführer verschiedenster Immo-Projektgesellschaften musste sich wegen betrügerischer Herbeiführung der Zahlungsunfähigkeit vor Gericht verantworten. Es saß knapp drei Monate in Untersuchungshaft und wurde nicht rechtskräftig verurteilt. Zu einem Abschluss des Verfahrens ist es bis heute, also auch 13Jahre später, nicht gekommen. Sein Anwalt Karl Schön spricht von einem Justizskandal und absichtlicher Verschleppung. Während Abouelenin auf ein Urteil wartet, mischt er mit Semsem, der Firma seiner Frau Andrea Wagner, wieder kräftig auf dem Immobilienmarkt mit.

Die Liegenschaft am Meidlinger Bahnhof wurde erst vor Kurzem von der ÖBB verkauft. Vor so Kurzem, dass diese noch immer als Eigentümer für den Bau von Wilhelm Flattich im Grundbuch stehen. Dieser hat übrigens etliche mittlerweile denkmalgeschützte Bauten für die Bahn errichtet, darunter den Hauptbahnhof Triest oder die Bahnhöfe an der Brennerstrecke und im Pustertal. Auch die Pläne für den alten Südbahnhof stammten aus seiner Feder. Abouelenin plant nach dem Umbau im Inneren des historischen Hauses auch eine Aufstockung. Ein Ansuchen liegt der Baupolizei vor. Auch davon weiß das Denkmalamt noch nichts.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.05.2015)

Q: http://diepresse.com/home/panorama/wien/4737744 (http://diepresse.com/home/panorama/wien/4737744)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 68er am 26. Mai 2015, 09:18:16
Semsem hat im Vierten ein Haus entgegen der Bauklasse mit einem Luxuspenthouse aufgestockt und dann das Verfahren zwanzig oder dreißig Jahre durch alle Instanzen gezogen, bis es schlussendlich doch einen vom VwGH bestätigten, zwangsvollstreckten Abbruchbescheid gab.
Da werden die Behörden also vermutlich noch viel Spaß haben.
Aber gut, weder ist es im diese Bruchbuden, noch um ihre einzige zukünftig denkbare Verwendung als Elendsquartiere für Opfer von Menschenhändlerbanden schade.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Achter am 26. Mai 2015, 20:33:41
Aber gut, weder ist es im diese Bruchbuden, noch um ihre einzige zukünftig denkbare Verwendung als Elendsquartiere für Opfer von Menschenhändlerbanden schade.

Diese "Bruchbuden" halten immerhin schon 145 Jahre - ein Alter, das heutige Architektur vermutlich großteils niemals erreichen wird.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 26. Mai 2015, 21:07:21
Um Gottes Willen. Vor allem im 4. zieht der eine Blutspur, der ist angeblich im Auslegen von Gesetzeslücken höchst gefinkelt. Irgendwann hat mir ein Baupolizist Schmankerl aller Art erzählt, er setzt sich auf jede Behördennachlässigkeit drauf und kämpft dann ewig.

Die Eichenstraßenhäuser kann man damit vergessen.

http://bi.morgyver.com/01-archiv/presse/bau.html (http://bi.morgyver.com/01-archiv/presse/bau.html)

Hier kann man in wenig Einblick in die Denkweise des Herren nehmen:
https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Justiz/JJT_19991019_OGH0002_0040OB00234_99M0000_000/JJT_19991019_OGH0002_0040OB00234_99M0000_000.pdf (https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Justiz/JJT_19991019_OGH0002_0040OB00234_99M0000_000/JJT_19991019_OGH0002_0040OB00234_99M0000_000.pdf)

Da hat er sich soweit ich mich erinnere einen schmalen, keilförmigen Grundstücksstreifen zwischen Straße und Bauobjekt gesichert und dann der ehemaligen Auftraggeberin, auf die er bös war, die Überfahrt verboten...
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 26. Mai 2015, 22:37:13
Semsem hat im Vierten ein Haus entgegen der Bauklasse mit einem Luxuspenthouse aufgestockt und dann das Verfahren zwanzig oder dreißig Jahre durch alle Instanzen gezogen, bis es schlussendlich doch einen vom VwGH bestätigten, zwangsvollstreckten Abbruchbescheid gab.
Nachdem er in den 30 Jahren genug Gewinn mit diesen Penthäusern gemacht haben wird, gehört da eine anständige Gewinnabschöpfung her.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 29. Juni 2015, 12:23:49
Im 14. dürfte wieder einmal ein Kahlschlag bevorstehen und zwar Ecke Poschgasse/Kuefsteingasse (Schützplatz). Kuefsteingasse 11, ein Wohnhaus mit Zimmer-Küche-Wohnungen aus dem späten 19. Jahrhundert, leider innen wie außen um 1960 heftig modernisiert, ist laut den Eigentümern schon verkauft. Die Autowerkstätte Ecke Poschgasse ist bereits übersiedelt und das Gebäude steht leer, Poschgasse 5 wirkt auch recht leer, ebenso das schöne Gründerzeithaus Poschgasse 3.

Kuefsteingasse 11:

(http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez14/03855701.jpg)

Poschgasse 3 (im Hintergrund) und 5:

(http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez14/03860401.jpg)

Wie man sieht war die Einfahrt von Nr. 5 schon 1998 nicht mehr in Betrieb.

Es könnte also durchaus sein, dass da bis auf das Eckhaus zur Hütteldorfer Straße nicht viel überbleibt.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 29. Juni 2015, 13:22:52
Bei so einer Ubahnstation steigen die Grundstückspreise auch noch dazu. Warum soll sich so mancher Hausbesitzer (Zimmer-Küche-Wohnungen) den Unterhalt des Hauses antun, wenn er um den Kaufpreis sich ein Einfamilienhaus in nahezu beliebiger Lage und eine Yacht :) leisten kann und ihm dann noch Geld übrig bleiben wird.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 29. Juni 2015, 14:46:25
Bei so einer Ubahnstation steigen die Grundstückspreise auch noch dazu. Warum soll sich so mancher Hausbesitzer (Zimmer-Küche-Wohnungen) den Unterhalt des Hauses antun, wenn er um den Kaufpreis sich ein Einfamilienhaus in nahezu beliebiger Lage und eine Yacht :) leisten kann und ihm dann noch Geld übrig bleiben wird.

Die Wohnungen waren schon zusammengelegt, jedenfalls im 1. Stock, aber das Haus schreit trotzdem nach einer Generalsanierung. Nachdem das einer Familie gehört hat, müssten für deine Rechnung da schon mehrere Einfamilienhäuser herausspringen und die muss man haben wollen. Ich würde ein Grundstück mitten in Wien vermutlich nur hergeben, wenn ich mir für den Erlös ein besser erhaltenes Zinshaus in noch besserer Lage kaufen könnte (und das ist etwas unwahrscheinlich).
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 29. Juni 2015, 17:12:16
Ich würde ein Grundstück mitten in Wien vermutlich nur hergeben, wenn ich mir für den Erlös ein besser erhaltenes Zinshaus in noch besserer Lage kaufen könnte (und das ist etwas unwahrscheinlich).
Um sein Geld nur anzulegen, ist halt ein unbebautes Grundstück irgendwo in Wien besser geeignet, als ein Zinshaus. Damit hat man viel weniger Kosten und Scherereien. Das Zinshaus lohnt sich nur dann, wenn man selber darin wohnen möchte.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 29. Juni 2015, 18:00:40
Ich würde ein Grundstück mitten in Wien vermutlich nur hergeben, wenn ich mir für den Erlös ein besser erhaltenes Zinshaus in noch besserer Lage kaufen könnte (und das ist etwas unwahrscheinlich).
Um sein Geld nur anzulegen, ist halt ein unbebautes Grundstück irgendwo in Wien besser geeignet, als ein Zinshaus. Damit hat man viel weniger Kosten und Scherereien. Das Zinshaus lohnt sich nur dann, wenn man selber darin wohnen möchte.

Und genau das tun die ehemaligen Eigentümer dieses Hauses offensichtlich noch bzw. räumen es gerade. Insofern... für mich nicht nachvollziehbar.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 29. Juni 2015, 18:52:39
Wer weiß, vielleicht wohnen sie woanders, wollen aufs Land ziehen oder brauchen dringend Geld. Da gäbs viele Möglichkeiten...
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Tramwayhüttl am 30. Juni 2015, 15:54:32
Kopernikusgasse 8 im 6. Bezirk wurde durch einen (zugegeben nicht einmal so hässlichen/billig wirkenden) Neubau ersetzt. Das Haus sah ziemlich desolat aus und hatte wohl schon vor Jahrzehnten seine Stuckfassade verloren.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 37er-Wagen am 03. August 2015, 12:41:30
Ich wurde gerade informiert, dass es anscheinend schon wieder ein Haus erwischt hat: Sobieskigasse 35 (mit wirklich schönem Einfahrtstor)

(http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez09/01450102.jpg)
Foto Copyright Kulturgüterkataster der Stadt Wien

anscheinend haben sie da gleich die Bauarbeiten vis-a-vis (Rückseite Auge-Gottes-Kino) genutzt...  :(
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: nord22 am 05. August 2015, 16:06:28
Der Abbruch des Interspar-Gebäudes am Franz-Jonas-Platz hat den Blick auf eine historische Wandreklame der Firma Weiser freigegeben (Foto: A. Thiel).

nord22
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: pronay am 05. August 2015, 17:11:48
Ah, der Weiser . . . der hatte auch eine Filiale im 18., Währinger Straße 105. Dort hat meine Mutter — Gott hab' sie selig, sie ist 1969 verstorben — immer Fleisch gekauft. Zuletzt war dort "Imbiss Maresch" (iirc) drinnen, aber der hat inzwischen auch schon zugesperrt.

Sorry für Off-topic, aber manchmal gehen einem die Erinnerungen durch . . .  ^-^
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: martin8721 am 05. August 2015, 17:14:53
Der Abbruch des Interspar-Gebäudes am Franz-Jonas-Platz hat den Blick auf eine historische Wandreklame der Firma Weiser freigegeben (Foto: A. Thiel).

Wow!
Stadtarchäologie pur!  :up:
Tolle Werbung mit dem VW-Bus.  :D
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 12. August 2015, 16:57:45
Ich wurde gerade informiert, dass es anscheinend schon wieder ein Haus erwischt hat: Sobieskigasse 35 (mit wirklich schönem Einfahrtstor)

(http://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez09/01450102.jpg)
Foto Copyright Kulturgüterkataster der Stadt Wien

anscheinend haben sie da gleich die Bauarbeiten vis-a-vis (Rückseite Auge-Gottes-Kino) genutzt...  :(

Ist korrekt, zeitweise war der ganze innere Gürtel neblig. Die Abbrucharbeiten dauern vermutlich immer noch an, ich war zuletzt am Donnerstag dort und da hat das Haus von der Hofseite immer noch fast komplett ausgeschaut, die Straßenseite war schon ziemlich weg.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Petersil am 14. August 2015, 16:27:29
Übrigens eine gute Nachricht: Die denkmalgeschützte Elisabethstatue aus dem ehemaligen Elisabethspital wurde nicht still und heimlich entsorgt, sondern renoviert und steht im Pflegeheim.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: nord22 am 01. September 2015, 20:51:08
Anbei eine Aufnahme der GEBE Fabrik aus dem Jahr 2008 (Foto: daknoll). Industrieruinen haben einen eigenen, morbiden Charme ....

nord22
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 25. September 2015, 12:32:48
Hofer in der ehemaligen GEBE-Fabrik eröffnet am 1.10. - die Wohnungsübernahmen dürften auch schon unmittelbar bevorstehen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 26. September 2015, 15:33:58
Profit geht eben über alles!  :'(
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 26. September 2015, 17:01:08
Und das kommt hin: http://www.davincigroup.eu/index.php/de/projekte-de/referenzen-de/16hut85-de
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 26. September 2015, 19:35:59
Und das kommt hin: http://www.davincigroup.eu/index.php/de/projekte-de/referenzen-de/16hut85-de

Brrrr, schauderhaft! :'(
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 26. September 2015, 20:41:59
Ja. Wien wächst halt. In zehnJahren werden wir vielleicht schon 3 Millionen Menschen hier haben. Mit all den Problemen mit Wasser, Wohnungen, Verkehr, Energieversorgung, Abfall usw., die sich hier in kaum lösbarer Größe noch auftun werden!  :-[

Die unverbesserlichen Optimisten und Zukunftsgläubigen hier (im Forum) werden nun wieder kräftig auf mich hinhauen, was aber nichts an der Tatsache ändert. Aber zum Glück haben wir ja Vertreter diverser politischer Couleurs und Glaubensgemeinschaften, die diese Entwicklung sowieso nur positiv sehen.

Unser Abstieg hat eh schon längst begonnen, noch geht es halt recht flach und kaum merklich bergab und man kann sich die Dinge noch schönreden.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Soundy am 26. September 2015, 21:12:44

Brrrr, schauderhaft! :'(

Stimmt! Aber wenigstens eine gute Öffi-Lage: 2 x Bim, 1x U-Bahn, 1x Vorortelinie. Gibt es nicht überall.

Soundy
(der trotzdem nicht dort wohnen möchte)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 26. September 2015, 21:17:45
Stimmt! Aber wenigstens eine gute Öffi-Lage: 2 x Bim, 1x U-Bahn, 1x Vorortelinie. Gibt es nicht überall.
in diesem Fall darfst in diesem Forum auch 4 Autobuslinien erwähnen (eigentlich 3)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 26. September 2015, 21:46:45
Die unverbesserlichen Optimisten und Zukunftsgläubigen hier (im Forum) werden nun wieder kräftig auf mich hinhauen, was aber nichts an der Tatsache ändert. Aber zum Glück haben wir ja Vertreter diverser politischer Couleurs und Glaubensgemeinschaften, die diese Entwicklung sowieso nur positiv sehen.
Was wären deine Lösungsvorschläge? Die Rechtsextremen sind doch genauso hilflos wie alle anderen Parteien.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 26. September 2015, 21:59:48
Ich habe genausowenig einen (gangbaren), wie auch alle anderen.  :-[
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Hawk am 27. September 2015, 10:01:45
Hilflos sind sicher alle, es ist sehr leicht egal was für eine Farbe die haben über andere herzuziehen!  :down:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 27. September 2015, 10:40:32
Ja. Wien wächst halt. In zehnJahren werden wir vielleicht schon 3 Millionen Menschen hier haben. Mit all den Problemen mit Wasser, Wohnungen, Verkehr, Energieversorgung, Abfall usw., die sich hier in kaum lösbarer Größe noch auftun werden!  :-[

Was immer vergessen wird: Mehr Leute heisst ja auch mehr Steuereinnahmen, mehr Bedürftnisse, mehr Geschäft etc. Das Gegenteil hast du in den schrumpfenden Städten Ostdeutschlands, das sieht keiner als Vorteil dort... Kann schon sein, dass eine Stadt stabiler Größe Vorteile hat, allerdings hätte das in Europa demoskopisch üble Auswirkungen (Überalterung).
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 27. September 2015, 18:03:17
Vordergründig und naiv betrachtet hast du natürlich recht!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 27. September 2015, 22:24:12
Ja. Wien wächst halt. In zehnJahren werden wir vielleicht schon 3 Millionen Menschen hier haben. Mit all den Problemen mit Wasser, Wohnungen, Verkehr, Energieversorgung, Abfall usw., die sich hier in kaum lösbarer Größe noch auftun werden!  :-[
In ca. zehn Jahren werden wir 2 Millionen Einwohner haben. Drei sicher nicht, das geht sich nicht aus  :lamp:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 27. September 2015, 22:46:02
In ca. zehn Jahren werden wir 2 Millionen Einwohner haben. Drei sicher nicht, das geht sich nicht aus  :lamp:
3 Mio. Einwohner wären nur dann realisitisch, wenn Wien durch Eingemeindung des Speckgürtels in die Breite wächst. Aber das werden wir alle nicht mehr erleben.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 27. September 2015, 23:50:21
3 Mio. Einwohner wären nur dann realisitisch, wenn Wien durch Eingemeindung des Speckgürtels in die Breite wächst. Aber das werden wir alle nicht mehr erleben.
Die Eingemeindung des Speckgürtels verschiebt das Problem nur.
Die einzige Lösung wäre eine radikale Änderung der Organisation unseres Landes (Wegfall der Bundesländer).
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 28. September 2015, 01:23:18

In ca. zehn Jahren werden wir 2 Millionen Einwohner haben.
Mit den sich hier illegal aufhaltenden Personen haben wir die zwei Millionen vermutlich schon jetzt. Offiziell wächst Wien derzeit um 30.000 bis 35.000 Einwohner, Tendenz sicher (bald) stark steigend, wenn man die sich nun unaufhaltbar anbahnende Entwicklung kritisch betrachtet. Vielleicht dauert es auch etrwas länger bis zum Dreimillionsten, aber der Trend ist klar! Die dezenten Prognosen des Vorjahres kann man getrost auf den Haufen werfen, obwohl die, zu Ende gedacht, auch schon bedrohlich genug gewesen wären.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 28. September 2015, 04:10:48
Die einzige Lösung wäre eine radikale Änderung der Organisation unseres Landes (Wegfall der Bundesländer).
Mei Red seit Jahren.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 28. September 2015, 07:01:11

In ca. zehn Jahren werden wir 2 Millionen Einwohner haben.
Mit den sich hier illegal aufhaltenden Personen haben wir die zwei Millionen vermutlich schon jetzt. Offiziell wächst Wien derzeit um 30.000 bis 35.000 Einwohner, Tendenz sicher (bald) stark steigend, wenn man die sich nun unaufhaltbar anbahnende Entwicklung kritisch betrachtet. Vielleicht dauert es auch etrwas länger bis zum Dreimillionsten, aber der Trend ist klar! Die dezenten Prognosen des Vorjahres kann man getrost auf den Haufen werfen, obwohl die, zu Ende gedacht, auch schon bedrohlich genug gewesen wären.

bei ca. 30.000 EW plus pro Jahr dauert es noch ca. 300 Jahre bis zu den drei Millionen  ;)

Nur meine Frage: Wien wächst, das mag stressig sein. Speziell für Menschen, die älter sind und daher fast nur ein schrumpfendes Wien erlebt haben. Aber was genau soll bedrohlich sein? Die vielen Kinder, die dann wieder im Hof vom Gemeindebau spielen und das Hunti beim Äußerln schrecken?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 28. September 2015, 08:14:01

In ca. zehn Jahren werden wir 2 Millionen Einwohner haben.
Mit den sich hier illegal aufhaltenden Personen haben wir die zwei Millionen vermutlich schon jetzt. Offiziell wächst Wien derzeit um 30.000 bis 35.000 Einwohner, Tendenz sicher (bald) stark steigend, wenn man die sich nun unaufhaltbar anbahnende Entwicklung kritisch betrachtet. Vielleicht dauert es auch etrwas länger bis zum Dreimillionsten, aber der Trend ist klar! Die dezenten Prognosen des Vorjahres kann man getrost auf den Haufen werfen, obwohl die, zu Ende gedacht, auch schon bedrohlich genug gewesen wären.

bei ca. 30.000 EW plus pro Jahr dauert es noch ca. 300 Jahre bis zu den drei Millionen  ;)

Nur meine Frage: Wien wächst, das mag stressig sein. Speziell für Menschen, die älter sind und daher fast nur ein schrumpfendes Wien erlebt haben. Aber was genau soll bedrohlich sein? Die vielen Kinder, die dann wieder im Hof vom Gemeindebau spielen und das Hunti beim Äußerln schrecken?

Was bedrohlich sein könnte:
Die mit dem Wachstum einhergehende Steigerung der Menschenzahl und die damit auch einhergehende Steigerung der Kriminalität (effektiv nicht prozentuell). Da der Prozentsatz ungefähr gleich bleibt aber die Bevölkerung ja mehr wird. Was aber nicht bedrohlich sein müsste, würde die Politik mal vorausschauend handeln und mehr Polizisten ausbilden und versuchen zu halten.
Desweiteren sind mehr Menschen natürlich auch auf dem Arbeitsmarkt ein Problem. Natürlich steigt die Anzahl der Jobs weil ich ja für mehr Bewohner auch mehr Grundversorgung benötige (Supermarkt, Arzt, Schule etc.) aber trotzdem brauche ich auch darüber hinaus auch Jobs (die Gesellschaft ist halt auch kein Perpetuum mobile). Und die sind das was die Politik nur bedingt beeinflussen kann. In den 70iger war in Wien ungefähr doppelt soviel Industrie wie heute. Somit auch wesentlich mehr Jobs. Diese sind aber heute in China, Osteuropa oder sonstwo.
Fazit: Je mehr Menschen in einer Stadt leben desto stärker treten deren Probleme zu tage. Wobei ich persönlich nichts gegen Wachstum einer Stadt habe. Ein schrumpfen und damit ein verfallen einer Stadt ist nicht schön anzusehen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 28. September 2015, 09:28:49
Die Eingemeindung des Speckgürtels verschiebt das Problem nur.
Die einzige Lösung wäre eine radikale Änderung der Organisation unseres Landes (Wegfall der Bundesländer).
Trotzdem wäre meiner Ansicht nach nichts dagegen einzuwenden, einige Speckgürtelgemeinden, die ohnehin längst mit Wien zusammengewachsen sind, einzugemeinden. Wäre aus verwaltungstechnischer und vor allem verkehrspolitischer Sicht sogar sehr sinnvoll.

In den 70iger war in Wien ungefähr doppelt soviel Industrie wie heute.
Und die konnten wir damals nur deswegen aufrecht erhalten, weil wir zahlreiche Gastarbeiter vom Balkan und aus der Türkei ins Land geholt haben.

Fazit: Je mehr Menschen in einer Stadt leben desto stärker treten deren Probleme zu tage. Wobei ich persönlich nichts gegen Wachstum einer Stadt habe. Ein schrumpfen und damit ein verfallen einer Stadt ist nicht schön anzusehen.
Sehe ich genauso! Wien ohne Zuwanderung wäre eine schrumpfende Rentnerstadt und das wäre auch alles andere als positiv.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 28. September 2015, 10:25:17
Was bedrohlich sein könnte:
Die mit dem Wachstum einhergehende Steigerung der Menschenzahl und die damit auch einhergehende Steigerung der Kriminalität (effektiv nicht prozentuell). Da der Prozentsatz ungefähr gleich bleibt aber die Bevölkerung ja mehr wird. Was aber nicht bedrohlich sein müsste, würde die Politik mal vorausschauend handeln und mehr Polizisten ausbilden und versuchen zu halten.

Wenn die relative Kriminalität gleich bleibt, ändert sich für den Einzelnen ja nichts.

Meines Erachtens bringt das Wachstum der Stadt unter anderem folgende Probleme mit sich:

Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 28. September 2015, 13:06:48
Die Qualität der neuen Wohngebiete ist nicht die Beste, soziale Brennpunkte entstehen, das heizt bestehende Verdrängungsprozesse zusätzlich an.[/li][/list]
Heute hat man aber genau das umgekehrte Problem: Die neuen Wohnviertel (z.B. Sonnwendviertel, Nordbahnhof, Seestadt) sind keine Wohnsiedlungen für die Unterschicht, sondern eher für die Mittelschicht aufwärts. Das heißt, neu geschaffener Wohnraum ist nicht für die Randgruppen da (ja, abgesehen von der Handvoll Alibi-Smartwohnungen). Gleichzeitig steigen auch die Preise in den Gründerzeitvierteln, das heißt, auch dort können die Ärmeren nicht mehr wohnen. Die sozialen Brennpunkte werden sich also nicht in den Neubaugebieten entwickeln, sondern möglicherweise in einigen wenigen alten Gebieten. Nämlich in jenen Gründerzeitgebieten, die sich für die Aufwertung (noch) nicht so eignen, weil es eben keinen coolen Markt oder Augarten gleich nebenan gibt.

Die Preise am Wohnungsmarkt ziehen an, weil nicht genügend neuer Wohnraum in kurzer Zeit nachkommt.
Das stimmt nur bedingt. Derzeit werden ungefähr so viele Wohnungen gebaut wie gebraucht werden. Die Preise ziehen auch deswegen an, weil Wohnungen als Spekulationsobjekte erworben werden. Da sind die Russen, die den Ersten aufkaufen, nicht das Problem. Eher die obere Mittelschicht, die schnell Wohnungen aufkaufen, damit die Kinder in 10 Jahren wo wohnen können, wenn sie ausziehen. Dafür gibts auch schon ein Vokabel: "Anlegerwohnung". Ganze Neubauprojekte werden heute schon rein als "Anlegerwohnung" vermarktet. Schon seltsam, dass man in Zeiten knappen Wohnraumes nicht einmal auf die Idee kommt, in einer Wohnung, die man kauft, auch selbst zu wohnen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: HLS am 28. September 2015, 14:08:20


bei ca. 30.000 EW plus pro Jahr dauert es noch ca. 300 Jahre bis zu den drei Millionen  ;)


Erklär mir mal bitte deine Rechnung. Du bist ja praktisch ärger als der Professors meines Vaters, der immer sagte: "1x1=1, 2x2=4 3x3=annähernd 9.
Ich komme übrigens bei einem Wachstum von 30.000/Jahr auf rund 41,67Jahre.
Die Einwohnerzahl Wiens, lt. Google, rund 1.750.000. Somit ergibt sich bei mir folgende Rechnung: (3.000.000-1.750.000):30.000=41,6666667.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 28. September 2015, 14:23:24
Dafür gibts auch schon ein Vokabel: "Anlegerwohnung". Ganze Neubauprojekte werden heute schon rein als "Anlegerwohnung" vermarktet. Schon seltsam, dass man in Zeiten knappen Wohnraumes nicht einmal auf die Idee kommt, in einer Wohnung, die man kauft, auch selbst zu wohnen.

Diese Wohnung kaufen Banken, Versicherungen und nur zum kleinen Teil private. Ist besser als jedes Sparbuch. Und Banken und Versicherungen müssen das Geld irgendwo anlegen um die versprochen Renditen zu scheffeln.
Aber die privaten, die sich solche Anlegerwohnungen kaufen, brauchen keine Wohnung mehr. Die haben meist schon ganze Zinshäuser.
Aber wer soll sich auch sonst die Wohnung kaufen die 3500-4000 Euro (für eine 0815 normal Standard Neubauwohnung) kostet? 200.000 € plus Nebengebühren sind für eine 1,5 Zimmer Wohnung mit 50m² ja schon ganz schön gesalzen. Da zahlt man bald mal 30-40 Jahre retour. Da bau ich mir auch lieber ein Haus, da bin ich auch solange gebunden hab aber wesentlich mehr davon.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 28. September 2015, 14:41:55
Dafür gibts auch schon ein Vokabel: "Anlegerwohnung". Ganze Neubauprojekte werden heute schon rein als "Anlegerwohnung" vermarktet. Schon seltsam, dass man in Zeiten knappen Wohnraumes nicht einmal auf die Idee kommt, in einer Wohnung, die man kauft, auch selbst zu wohnen.

Diese Wohnung kaufen Banken, Versicherungen und nur zum kleinen Teil private. Ist besser als jedes Sparbuch. Und Banken und Versicherungen müssen das Geld irgendwo anlegen um die versprochen Renditen zu scheffeln.
Aber die privaten, die sich solche Anlegerwohnungen kaufen, brauchen keine Wohnung mehr. Die haben meist schon ganze Zinshäuser.

Das ist nicht ganz so. Als einigermaßen erfolgreicher Einzelunternehmer hast bald mal das Problem, dass du kein Geld steuerfrei ins nächste Jahr bekommen kannst (es ist am Jahresende Überschuss und muss voll versteuert werden). Also heissts investieren. Wohnungen sind insoferne gut, als dass man sie ins Betriebsvermögen aufnehmen kann und die Ausgaben ebenfalls geltend machen kann. Solche Wohnungen in Neubauten sind besonders gut, weil sie nicht dem Richtwert unterliegen. Vermietungen in Altbauten (die mir persönlich lieber wären) sind nicht lukrativ - nicht, weil man als Unternehmer so ein Ausbeuter ist, sondern weil das Finanzamt eine Gewinnabsicht erkennen muss. 

Das ganze übrigens nicht deswegen, weil man wie Dagobert Duck reich sein will, sondern weil die zu erwartende Pension im Vergleich zu den eingezahlten Beiträgen ebenso skandalös ist wie die Krankenversicherung.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 28. September 2015, 18:57:16
Wer gerne in einer großen, praktisch nicht mehr zu organisierenden Stadt lebt, kann sich ja in Kairo, Tokio, Mexico-City, New York oder einer der anderen (inzwischen weltweit wohl hunderten) Mega- Städte ansiedeln!  >:D
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Pareidolic am 28. September 2015, 20:11:37
Das ist nicht ganz so. Als einigermaßen erfolgreicher Einzelunternehmer hast bald mal das Problem, dass du kein Geld steuerfrei ins nächste Jahr bekommen kannst (es ist am Jahresende Überschuss und muss voll versteuert werden). Also heissts investieren. Wohnungen sind insoferne gut, als dass man sie ins Betriebsvermögen aufnehmen kann und die Ausgaben ebenfalls geltend machen kann.

Dazu müsste aber doch der Gewinn innerhalb eines Jahres den Kosten solcher "Vorsorgewohnungen" von ca €300.000 entsprechen, oder verstehe ich das falsch? Würden die meisten Einzelunternehmer mit solchen Überschüssen nicht einfach eine Kapitalgesellschaft gründen?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 28. September 2015, 20:17:39
Wer gerne in einer großen, praktisch nicht mehr zu organisierenden Stadt lebt, kann sich ja in Kairo, Tokio, Mexico-City, New York oder einer der anderen (inzwischen weltweit wohl hunderten) Mega- Städte ansiedeln!  >:D
Tokio und New York würde ich nicht als schlecht organisierte Städte bezeichnen. Die anderen von dir genannten Beispiele liegen in armen Schwellenländern, wo ganz andere ökonomische Voraussetzungen vorherrschen. Mal abgesehen davon, dass Wien sowieso weit davon entfernt ist, eine Mega-Stadt mit über 10 Mio. Einwohnern zu werden.

Wien wird 2 Millionen Einwohner haben, eine Einwohnerzahl die Wien schon einmal hatte und mit der man zurechtkommen wird. Du kannst dich damit abfinden, oder halt wegziehen, beschauliche Kleinstädte haben wir in Österreich genug.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 28. September 2015, 21:02:53
Das ist nicht ganz so. Als einigermaßen erfolgreicher Einzelunternehmer hast bald mal das Problem, dass du kein Geld steuerfrei ins nächste Jahr bekommen kannst (es ist am Jahresende Überschuss und muss voll versteuert werden). Also heissts investieren. Wohnungen sind insoferne gut, als dass man sie ins Betriebsvermögen aufnehmen kann und die Ausgaben ebenfalls geltend machen kann.

Dazu müsste aber doch der Gewinn innerhalb eines Jahres den Kosten solcher "Vorsorgewohnungen" von ca €300.000 entsprechen, oder verstehe ich das falsch? Würden die meisten Einzelunternehmer mit solchen Überschüssen nicht einfach eine Kapitalgesellschaft gründen?

Um solche Summen geht es ja nicht. Man kann einen kleinen Teil Eigenkapital verwenden und den rest auf Kredit, wobei die Kreditraten auch wieder Betriebsausgaben sind. In meinem Fall hab ich Ruinen um paar zehntausend Euro gekauft und die Renovierungskosten dann auf 10 Jahre abgeschrieben. (www.romeoapartment.com / www.yppartment.com, wenn wer Urlaub machen möchte  ;) )
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 28. September 2015, 21:36:04
Du kannst dich damit abfinden, oder halt wegziehen . . . .
 
Gute Idee! Anderer Vorschlag, du nimmst endlich mal die rosa Brille ab und beguckst die Realität mit beiden Augen. ::)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Beutetiroler am 28. September 2015, 21:59:52
Hallo Harald,

hast du die Zustimmung der anderen Eigentümer eingeholt? Sonst kann es Ärger geben wegen der Widmung C:-), falls das Objet als Wohnung und nicht für touristische Zwecke gewidmet ist
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 28. September 2015, 22:13:55
mir ist die komplexe Rechtslage bekannt, Kurzfassung: wo kein Kläger, da kein Richter.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 28. September 2015, 22:23:30
Deshalb steht wohl im Kleingedruckten, dass sich das Angebot nur an Interessenten aus Österreich richtet (ist das eigentlich erlaubt, das ist ja schließlich diskriminierend gegenüber anderen EU-Bürgern ;) ). :lamp:

Ich finde die Preise für diese Appartements übrigens äußerst günstig. Wenn ich überlege, was ich auf Dienstreisen teilweise pro Monat zahle (und das für deutlich weniger gut ausgestattete bzw. weniger stylishe Appartements.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 28. September 2015, 22:33:01
Deshalb steht wohl im Kleingedruckten, dass sich das Angebot nur an Interessenten aus Österreich richtet (ist das eigentlich erlaubt, das ist ja schließlich diskriminierend gegenüber anderen EU-Bürgern ;) ). :lamp:

Das wiederum ist eine Absicherung gegen Abmahnanwälte aus Deutschland, die Websites mit internationaler Zielgruppe verklagen, wenn sie den deutschen Regeln widersprechen...  ::) Ihr ahnt ja garnicht, auf wievielen Ebenen man als Unternehmer gequält wird...
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 29. September 2015, 02:07:03
Gute Idee! Anderer Vorschlag, du nimmst endlich mal die rosa Brille ab und beguckst die Realität mit beiden Augen. ::)
Ja, überaus realistisch deine Vergleiche Wiens mit Kairo und Mexico City. ::)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 29. September 2015, 07:35:24
Gute Idee! Anderer Vorschlag, du nimmst endlich mal die rosa Brille ab und beguckst die Realität mit beiden Augen. ::)
Ja, überaus realistisch deine Vergleiche Wiens mit Kairo und Mexico City. ::)

Hema hat halt ein Problem mit einer wachsenden Bevölkerung. Ist ja sein gutes Recht damit ein Problem zu haben. Andere mögen auch eine gewisse Straßenbahntype nicht und müssen damit auch leben.  8)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 29. September 2015, 16:45:37
Und dann gibt es noch Leute, die Eigentumswohnungen zum Vermieten kaufen, dann eineinhalb Jahre warten bis der (persönlich bekannte) Vorbesitzer den Großteil seines Klumperts herausgeräumt hat, dann mit einer halbgaren Renovierung beginnen und die nach über 4 Jahren immer noch nicht abgeschlossen haben (E-Installation und Bad fertig, aber keine Heizung mehr außer dem Gaskonvektor im Wohnzimmer). Ein bisserl Zeug vom Vorbesitzer steht glaube ich bis heute herum.

So können auch Wohnungen leer stehen...
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 29. September 2015, 21:35:48
Und dann gibt es noch Leute, die Eigentumswohnungen zum Vermieten kaufen, dann eineinhalb Jahre warten bis der (persönlich bekannte) Vorbesitzer den Großteil seines Klumperts herausgeräumt hat, dann mit einer halbgaren Renovierung beginnen und die nach über 4 Jahren immer noch nicht abgeschlossen haben (E-Installation und Bad fertig, aber keine Heizung mehr außer dem Gaskonvektor im Wohnzimmer). Ein bisserl Zeug vom Vorbesitzer steht glaube ich bis heute herum.

So können auch Wohnungen leer stehen...

Irgendeinen Leerstand hast immer. Meine Renovierungen haben auch immer lang gedauert, einfach weil ich keine Schulden mache oder das Haus gesamt in Renovierung war (Wohnung 1020: 2003-2006, Wohnung 1060: 2008-2011). Wenn ein Haus kleinweise saniert wird, ist es nicht zumutbar, dort zu wohnen. Auch bei normalem Mieterwechsel vergehen die Monate schnell, das kann man kaum so timen, dass sich die die Klinke in die Hand geben (meine Nachbarwohnung stand nach Auszug der letzten Mieter auch paar Monate leer). Ich selbst "bewohne" auch zwei Wohnungen (eine "schöne" den ganzen Tag und als Büro, eine "alte" als Abstellraum und Bastelstube), ist das nun Leerstand? Ausserdem kann man das garnicht so auf Einheuiten runterbrechen. Ich leiste mir alleine eine große Wohnung (dafür hab ich kein Auto), statistisch gesehen ist das eigentlich auch "Leerstand".

Ich sehe das aber nicht als problematisch, sondern ganz normal - jeder PKW steht 23 Stunden täglich leer, meine Kleidung hängt meist großteils unbenutzt herum, auch mein Computer ist 10 Stunden täglich nicht in Betrieb, meine Profikamera wird gar nur alle paar Wochen verwendet, und trotzdem lebe unter anderem ich von den Bildern, die ich mit ihr mache... Ressourcen werden nicht ständig genutzt!

Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 30. September 2015, 10:12:40
Ich leiste mir alleine eine große Wohnung (dafür hab ich kein Auto), statistisch gesehen ist das eigentlich auch "Leerstand".
Kein Leerstand, nur Unterbelag (vs. Überbelag - viele Bewohner in einer kleinen Wohnung)

Übrigens, bist du sicher, dass du wirklich alleine lebst? Keine Meldephantome bei dir?  :)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 30. September 2015, 10:53:42
Ich leiste mir alleine eine große Wohnung (dafür hab ich kein Auto), statistisch gesehen ist das eigentlich auch "Leerstand".
Kein Leerstand, nur Unterbelag (vs. Überbelag - viele Bewohner in einer kleinen Wohnung)

Übrigens, bist du sicher, dass du wirklich alleine lebst? Keine Meldephantome bei dir?  :)

Ich bin mir zwar nicht sicher, ob ich immer ganz alleine bin, aber fremde Post bekam ich noch nie  :)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 30. September 2015, 11:31:34
Ich leiste mir alleine eine große Wohnung (dafür hab ich kein Auto), statistisch gesehen ist das eigentlich auch "Leerstand".
Kein Leerstand, nur Unterbelag (vs. Überbelag - viele Bewohner in einer kleinen Wohnung)

Übrigens, bist du sicher, dass du wirklich alleine lebst? Keine Meldephantome bei dir?  :)

Ich bin mir zwar nicht sicher, ob ich immer ganz alleine bin, aber fremde Post bekam ich noch nie  :)
Ich habs erst bemerkt, wie eine gerichtliche Vorladung eingetrudelt ist. Anruf... "na gut, dann meld ma die Dame halt ab, Sache erledigt"
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 30. September 2015, 12:26:04
Ich leiste mir alleine eine große Wohnung (dafür hab ich kein Auto), statistisch gesehen ist das eigentlich auch "Leerstand".
Kein Leerstand, nur Unterbelag (vs. Überbelag - viele Bewohner in einer kleinen Wohnung)

Übrigens, bist du sicher, dass du wirklich alleine lebst? Keine Meldephantome bei dir?  :)

Ich bin mir zwar nicht sicher, ob ich immer ganz alleine bin, aber fremde Post bekam ich noch nie  :)
Ich habs erst bemerkt, wie eine gerichtliche Vorladung eingetrudelt ist. Anruf... "na gut, dann meld ma die Dame halt ab, Sache erledigt"

Bei meinem Vater ist einmal die Jahre vorher nach NÖ übersiedelte Vormieterin mit einem Krankentransport eingetrudelt :D

Die Dame war wohl schon etwas verwirrt und hat ihre alte Adresse genannt.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 30. September 2015, 15:13:41
Ich habs erst bemerkt, wie eine gerichtliche Vorladung eingetrudelt ist. Anruf... "na gut, dann meld ma die Dame halt ab, Sache erledigt"

Bei meinem Vater ist einmal die Jahre vorher nach NÖ übersiedelte Vormieterin mit einem Krankentransport eingetrudelt :D

Die Dame war wohl schon etwas verwirrt und hat ihre alte Adresse genannt.
Sowas ist tragisch, aber gut, kann passieren...

In meinem Fall hats mich aber schon auch erschreckt, wie leicht und simpel man jemanden abmelden kann. Ich meine: Keine Nachfragen, keine Nachweise, einfach ein Anruf, Klick im Computer und das wars. So kann man also auch einfach Leute abmelden, die tatsächlich in dieser Wohnung wohnen (z.B. um billige unbefristete Mieten wegen mangelndem Bedarf zu kündigen). Auffallen tut sowas erst sehr sehr spät.  :(
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Tramwaycafe am 30. September 2015, 15:55:32
In meinem Fall hats mich aber schon auch erschreckt, wie leicht und simpel man jemanden abmelden kann. Ich meine: Keine Nachfragen, keine Nachweise, einfach ein Anruf, Klick im Computer und das wars. So kann man also auch einfach Leute abmelden, die tatsächlich in dieser Wohnung wohnen (z.B. um billige unbefristete Mieten wegen mangelndem Bedarf zu kündigen). Auffallen tut sowas erst sehr sehr spät.  :(
Je nun, das wundert mich auch außerordentlich, dass das bei Dir so formlos funktioniert hat; auch halte ich dieses Vorgehen für rechtlich nicht gedeckt…

Ich hatte das Problem, dass in der Eigentumswohnung, die ich vor geraumer Zeit kaufte, vorher ein gesuchter Krimineller wohnte, der untergetaucht war. War super, wenn regelmäßig die Polizei oder der Gerichtsvollzieher vor der Tür standen, und die gelben Zetteln mit Gerichtsvorladungen in "E"-Sachen (Exekution) sich im Postkast'l geradezu stapelten. Das Abmelden dieser Person war eine lange dauernde und mühsame Prozedur.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 30. September 2015, 16:12:50
Eine Arbeitskollegin von mir hatte als Vormieter ebenfalls einen Kriminellen, der im Suchtgiftbereich angesiedelt war. Den abzumelden war nach ihren Erzählungen nicht wirklich schwierig. Lästiger war hingegen, dass es noch geraume Zeit lang immer wieder zu unliebsamen Begegnungen mit "Kunden" des Vormieters kam, die nicht Bescheid wussten, dass sich an dieser Adresse keine "Verkaufsstelle" mehr befand ...
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 30. September 2015, 17:10:48
Der Freund einer Bekannten war untergetaucht.
Auskunft, ob er noch gemeldet ist, bekommt nur der Haus- oder Wohnungseigentümer, nicht aber der Mieter.

Gang aufs Bezirksamt, dort gab es eine Einvernahme, bei der sie erklärte, dass sie den Verdacht hat, dass Herr M. in der von ihr gemieteten Wohnung gemeldet ist.
Die Beamtin erklärte uns die Vorgangsweise:
Sie schaut im Melderegister nach, ob er gemeldet ist. Wenn ja, schickt sie einen RS-Brief. Wenn dieser nicht abgeholt wird, dann erfolgt die Abmeldung von Amts wegen.

Wenn der abzumeldende auf Urlaub ist, sollte er zumindest die Hinterlegungsanzeige vorfinden und hätte wahrscheinlich die Möglichkeit des Antrags der Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand.
Natürllich kann der Hausherr oder der Mieter mit etwas krimineller Energie die Post unterschlagen, dann hat der Beamtshandelte schlechte Karten.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 02. Oktober 2015, 19:30:01
Beim Eckhaus Gersthofer Straße # Wallrißstraße schließt bald das vorletzte verbliebene (von ursprünglich 4) Geschäften. Nur der Optiker hält sich noch.

Das Eckhaus Währinger Straße # Spitalgasse wurde abgedeckt und steht komplett ohne Dach und teilweise ohne Dachstuhl da. Das Gebäude ist aber bewohnt.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 02. Oktober 2015, 23:21:20
Beim Eckhaus Gersthofer Straße # Wallrißstraße schließt bald das vorletzte verbliebene (von ursprünglich 4) Geschäften. Nur der Optiker hält sich noch.

Das Eckhaus Währinger Straße # Spitalgasse wurde abgedeckt und steht komplett ohne Dach und teilweise ohne Dachstuhl da. Das Gebäude ist aber bewohnt.

Ich denke da sind lauter Büros drin.

Entweder sie bauen den Dachboden aus oder sie erneuern das Dach. Nach Abbruch wirkt es jedenfalls nicht.

In Gersthof war ja der Abbruch schon mehr oder weniger beschlossene Sache, aber es gab anscheinend heftige Proteste von Anrainern (und von meiner Meinung nach reichlich blauäugigen Anarchistengruppen, die in Flugzetteln die Eigentümer bitten sie doch dort gratis selbstverwaltet wohnen zu lassen, wofür sie im Gegenzug Arbeiten wie "Klos selber reparieren" ausführen würden. Vielleicht sind die Mitglieder ja handwerklich besser unterwegs als schriftlich, aber die Zettel wirken reichlich unbeholfen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 03. Oktober 2015, 06:39:05
Entweder sie bauen den Dachboden aus oder sie erneuern das Dach. Nach Abbruch wirkt es jedenfalls nicht.
Dachentfernung im Herbst? Macht man das nicht eher in der regenarmen Zeit?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 03. Oktober 2015, 08:16:32
Entweder sie bauen den Dachboden aus oder sie erneuern das Dach. Nach Abbruch wirkt es jedenfalls nicht.
Dachentfernung im Herbst? Macht man das nicht eher in der regenarmen Zeit?
Heutzutage arbeitet man nach Terminplan und nicht nach logik.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 03. Oktober 2015, 09:55:04
Dachentfernung im Herbst? Macht man das nicht eher in der regenarmen Zeit?
Die Dachdeckerfirmen arbeiten halt nicht nur im Hochsommer, sondern auch im Herbst. In ein paar Tagen ist das Dach vermutlich eh wieder zu.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 06. Oktober 2015, 11:34:08
Dachentfernung im Herbst? Macht man das nicht eher in der regenarmen Zeit?
Die Dachdeckerfirmen arbeiten halt nicht nur im Hochsommer, sondern auch im Herbst. In ein paar Tagen ist das Dach vermutlich eh wieder zu.

Glaub ich nicht, gestern hat der halbe Dachstuhl gefehlt. Aber gelegentliche Überflutungen zahlt die Versicherung, sowas wird heutzutage einkalkuliert.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: martin8721 am 09. Oktober 2015, 23:13:20
Gerade jetzt wird das Haus Wiedner Gürtel 22 abgerissen.  :'(

Ich denke, morgen wird es schon komplett weg sein - als ich nämlich vor 2,5 Stunden dort war, waren noch überhaupt keine Arbeiten in Sicht, vor einer halben Stunde sah es bereits so aus:

[attach=1]

Da wird wirklich schnell gearbeitet.  :o

Hier ein Foto aus besseren Tagen, als der Abbruch aber wohl auch schon besiegelt war...

(https://c2.staticflickr.com/6/5493/11131552863_4e307d42e1.jpg)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 13er am 09. Oktober 2015, 23:55:14
Da kommt sicher auch so was Fesches hin wie links daneben!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 106er am 10. Oktober 2015, 06:15:42
Da kommt sicher auch so was Fesches hin wie links daneben!

Wenn man sich die Bilder auf der Homepage des Bauträgers ansieht (http://um-bau.at/index.php/immobilien.html#miete), kann sich den schmucken Neubau ungefähr vorstellen. Ob etwas schön und/oder geschmackvoll ist, läßt sich leider nicht messen. Dem einen gefällt es, der anderen überhaupt nicht ...
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 10. Oktober 2015, 11:58:05
Da kommt sicher auch so was Fesches hin wie links daneben!
Das daneben sieht aber eher aus wie ein früher 60er-Jahre-Bau. Das Problem dort ist der katastrophale Autoverkehr. Ein Gründerzeithaus, bei dem praktisch alle Fenster straßenseitig ausgerichtet sind, ist in dieser Lage leider fast unbewohnbar.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 12. Oktober 2015, 23:31:41
Weil die Gebe-Fabrik und der Abriss doch recht viel hier diskutiert wurde, habe ich heute beim Vorbeikommen ein paar Fotos gemacht:

Rückseite, ein kleiner Gemeinschaftsgarten mit Ausblick auf die Bahn (ganz hinten hat man ein paar Quadratmeter Ziegelsteine roh belassen):
[attach=1]
die Front zur Ameisbrückenrampe
[attach=2]
Die Front zur Linzerstraße, einmal mit dem finsteren "Hofer-Loch"
(irgendwie haut das die an sich nicht ansprechende Fassade komplett "zsamm")
[attach=3]
und ohne Hofer-Loch
[attach=4]

(Alle Fotos mit Smartphone)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 13. Oktober 2015, 01:48:05
(Alle Fotos mit Smartphone)
Auf den ersten Blick dachte ich, das wären Renderings...  :o

Neuigkeiten übrigens zum Hausabriss Ecke Wallrißstraße/Gersthofer Straße: nachdem das Modegeschäft seit ein paar Tagen mit Plakaten einen" Totalabverkauf wegen Hausabriss" ankündigt, hat die Optikerin seit Anfang dieser Woche ein Schild in der Auslage hängen, dass sie nicht zusperrt und bleibt. ;D
Bleibt also wohl spannend, was da passieren wird.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 13. Oktober 2015, 08:27:52
Die Front zur Linzerstraße, einmal mit dem finsteren "Hofer-Loch"
(irgendwie haut das die an sich nicht ansprechende Fassade komplett "zsamm")

Ein wahres Meisterwerk des postsozialistischen Brutalismus! :blankd:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 13. Oktober 2015, 08:55:02
Die Front zur Linzerstraße, einmal mit dem finsteren "Hofer-Loch"
(irgendwie haut das die an sich nicht ansprechende Fassade komplett "zsamm")

Ein wahres Meisterwerk des postsozialistischen Brutalismus! :blankd:

Sie ham a Haus baut, sie ham a Haus baut ...... schaust den ganzen Tag auf a graue Mauer kriegst  graues Herzerl auf die Dauer.

Also farblich ist das ganze nicht so der bringer.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 13. Oktober 2015, 09:06:27
Also farblich ist das ganze nicht so der bringer.

Das erinnert mich an eine Exkursion im Rahmen meines Studiums. Wir besichtigten unter anderem eine recht neue Grazer Wohnsiedlung, der Architekt persönlich führte uns durch die Anlage. Alles war eintönigst grau, sodass natürlich bald die Frage auftauchte, warum. Da meinte der Architekt, die Farbe käme erst durch die Nutzung. Ums Eck dann großes Gelächter der ganzen Gruppe, denn bei Erdarbeiten dürfte irgendwas schiefgegangen sein und die Fassade war großflächig braun gesprenkelt. ;D
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 13. Oktober 2015, 11:20:01
Also farblich ist das ganze nicht so der bringer.

Hab ich mir auch gedacht - vielleicht wollte der Architekt die Altfassade (Ameisbrückenrampe und Bahnseite) von der neuen unterscheiden.

Wenn man schon so Betonumrandungen um die Fenster macht, dann könnte man es vielleicht einmal schaffen, Augenbraune über die Fenster machen. Es gibt genug Firmen, die Betonfertigteile in Serie machen.

Die Loggia im vorletzten Stock auf die Kreuzung schauend muss auch der Hammer sein, mit dem "SChalldeckel" wird der Straßenlärm ja direkt in die Wohnung geleitet, aber vielleicht ist die eh Behindertengereicht für Taube.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Bus am 13. Oktober 2015, 15:57:08
Auch nicht schlecht, bei der "Gebe" schon wieder ein Hofer. Hat man nun die Tendenz, dass man alle 500 m einen Hofer errichtet?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 13. Oktober 2015, 17:43:24
Auch nicht schlecht, bei der "Gebe" schon wieder ein Hofer. Hat man nun die Tendenz, dass man alle 500 m einen Hofer errichtet?
Auf der Brunner Straße (bei der Perfektastraße) wird gerade eine vielleicht 15 Jahre alte Filiale abgerissen und  neu errichtet.


Hofer (Aldi Süd  bzw. Aldi im Allgemeinen) arbeitet besonders wirtschaftlich und angeblich komplett ohne Fremdkapital wie Kredite etc. Ich nehme an, dass diese Filialkonzentration (Breitenseer Straße, Linzer STraße - ehemalige Schärdinger und Gebe) für Hofer sinnvoll ist.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 13. Oktober 2015, 18:03:51
Neuigkeiten übrigens zum Hausabriss Ecke Wallrißstraße/Gersthofer Straße: nachdem das Modegeschäft seit ein paar Tagen mit Plakaten einen" Totalabverkauf wegen Hausabriss" ankündigt, hat die Optikerin seit Anfang dieser Woche ein Schild in der Auslage hängen, dass sie nicht zusperrt und bleibt. ;D
Bleibt also wohl spannend, was da passieren wird.

Das wird allerdings interessant!

Realistische Idee 1: das Haus wird doch nur generalsaniert und aufgestockt und der Fetzentandler weiß nichts davon
Realistische Idee 2: das Haus wird abgerissen und das Geschäft zieht anschließend wieder ein, eventuell dazwischen provisorisch übersiedelt

Schnapsidee: die reißen das Haus fast ganz ein und nur das eine Geschäft bleibt stehen  >:D
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 13. Oktober 2015, 21:55:39
Ich nehme an, dass diese Filialkonzentration (Breitenseer Straße, Linzer STraße - ehemalige Schärdinger und Gebe) für Hofer sinnvoll ist.

Möglicherweise entsteht diese Verteilung auch infolge Optimierung der Lieferlogistik.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 13. Oktober 2015, 23:25:01
Realistische Idee 2: das Haus wird abgerissen und das Geschäft zieht anschließend wieder ein, eventuell dazwischen provisorisch übersiedelt

Schnapsidee: die reißen das Haus fast ganz ein und nur das eine Geschäft bleibt stehen  >:D
Es sieht absolut nicht danach aus, als würde das Optik-Geschäft auch nur im entferntesten dran denken, dort auszuziehen.

So eine Schnapsidee hab ich mal in Neusiedl/See miterlebt: da wurde ein Eck eines Hauses für die Trafik stehen gelassen, der absolut nicht darauf abgestimmte Neubau wurde an diesem Eck ausgespart. Ein paar Jahre später kam die Trafik weg. Danach wurde das Haus an der Stelle glaube ich komplettiert.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 14. Oktober 2015, 02:35:29
So was gibt es öfters. In der Alserbachstraße (Ecke Rögergasse) ist auch beim Abbruch des alten Hauses die Apotheke stehen geblieben und dann wurde übrer ihr das neue Haus errichtet. Im Bild aus dem Kulturkataster kann man das erkennen, wenn man ganz genau schaut. Auch beim Neubau der Rampe von der Längenfeldgasse zur Wientalbrücke, welche im Zuge des U6-Umbaus ja neu errichtet werden musste, ist ein alter Bogen einsam stehen geblieben und wurde in das neue Bauwerk integriert. Der Mieter (Autospengler?) wollte partout nicht ausziehen.


[attachimg=1]
Quwelle: wien.gv.at
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: jemand88 am 14. Oktober 2015, 09:17:47
So was gibt es öfters. In der Alserbachstraße (Ecke Rögergasse) ist auch beim Abbruch des alten Hauses die Apotheke stehen geblieben und dann wurde übrer ihr das neue Haus errichtet. Im Bild aus dem Kulturkataster kann man das erkennen, wenn man ganz genau schaut.

Bist du dir sicher, dass du da nicht etwas verwechselst? Die Apotheke befindet sich nämlich in der Alserbachstraße 28, jedoch wurde dieses Gebäude nicht abgerissen, sondern vor einigen Jahren saniert.
So sah das Gebäude vor der Sanierung aus: http://www.bahnbilder.de/1024/wien-wvb-sl-5-e1-671559.jpg
Und so sieht es heute aus: http://www.wohnnet.at/bilder/topreal/_export_bp_DB30500032_2965_1411121059.JPG

Sehr wohl wurde aber das benachbarte Haus (Alserbachstraße 26) im Jahr 2009(?) komplett abgerissen (siehe http://media05.regionaut.meinbezirk.at/2010/11/02/162556_web.jpg?1288688665) und durch einen Neubau ersetzt, wobei sich dort nie eine Apotheke, sondern ein seit mehr als 10 Jahren leerstehendes Geschäftslokal befand.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 14. Oktober 2015, 09:52:32
Sehr wohl wurde aber das benachbarte Haus (Alserbachstraße 26) im Jahr 2009(?) komplett abgerissen (siehe http://media05.regionaut.meinbezirk.at/2010/11/02/162556_web.jpg?1288688665) und durch einen Neubau ersetzt, wobei sich dort nie eine Apotheke, sondern ein seit mehr als 10 Jahren leerstehendes Geschäftslokal befand.
Das war 2010 - Grund waren laut dem Insidern durchaus bekannten Eigentümer Martin Lenikus angeblich durch ein Erdbeben aufgetretene Risse im Gebäude. Entstanden ist eines der hässlichsten Gebäude im Bezirk, das äußerlich ein Musterbeispiel für liebloseste Investorenarchitektur darstellt...  :down:

Die Geschichte mit der Apotheke kann ich auch nicht ganz glauben, die war immer im Haus Nr. 28...  ???
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: benkda01 am 14. Oktober 2015, 11:09:46
Bezüglich teilweise abgerissener beziehungsweise zerstückelter Häuser kann ich übrigens auch etwas anbieten: :D

(https://dl.dropboxusercontent.com/u/22461610/bilder/2014-04-26_14-10-21.jpg)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 14. Oktober 2015, 11:14:38
So was gibt es öfters. In der Alserbachstraße (Ecke Rögergasse) ist auch beim Abbruch des alten Hauses die Apotheke stehen geblieben und dann wurde übrer ihr das neue Haus errichtet. Im Bild aus dem Kulturkataster kann man das erkennen, wenn man ganz genau schaut.

Bist du dir sicher, dass du da nicht etwas verwechselst? Die Apotheke befindet sich nämlich in der Alserbachstraße 28, jedoch wurde dieses Gebäude nicht abgerissen, sondern vor einigen Jahren saniert.
So sah das Gebäude vor der Sanierung aus: http://www.bahnbilder.de/1024/wien-wvb-sl-5-e1-671559.jpg
Und so sieht es heute aus: http://www.wohnnet.at/bilder/topreal/_export_bp_DB30500032_2965_1411121059.JPG

Sehr wohl wurde aber das benachbarte Haus (Alserbachstraße 26) im Jahr 2009(?) komplett abgerissen (siehe http://media05.regionaut.meinbezirk.at/2010/11/02/162556_web.jpg?1288688665) und durch einen Neubau ersetzt, wobei sich dort nie eine Apotheke, sondern ein seit mehr als 10 Jahren leerstehendes Geschäftslokal befand.
Das Haus wo damals die Niederösterreichische Versicherung drin war und heute die Conwert, war früher auch nur das Eckhaus. Erst in den 90er (muss so um 95 gewesen sein) wurde zuerst das Haus in der Stroheckgasse abgerissen und das Bürohaus erweitert und dann anschliessend so rund um 97 das Haus Alserbachstraße 28. Erkennbar daran das die Passage/Arkadengang in der Alserbachstraße nicht durch ging und erst im Zuge dessen über die gesamte Blocklänge erstellt wurde. Auf dem Bereich des ehemaligen Gehsteigs wurden dann Parkplätze errichtet. Soweit meine Erinnerung. Bin in der Glasergasse in die Schule gegangen und hab damals recht oft auf einen 5er Richtung Wallensteinplatz gewartet.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Schienenbremse am 14. Oktober 2015, 11:22:41
Bezüglich teilweise abgerissener beziehungsweise zerstückelter Häuser kann ich übrigens auch etwas anbieten: :D

Bitte unterlasse das Einbinden von Fotos über externe Hostingdienste. Für diesen Zweck gibt es im Forum die Attachmentfunktion!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 14. Oktober 2015, 15:06:17

Die Geschichte mit der Apotheke kann ich auch nicht ganz glauben, die war immer im Haus Nr. 28...  ???
Um das Haus geht es ja. Am Bild aus dem Kulturgüterkataster erkennt man, dass das Haus ab dem ersten Stock abgetragen ist, das Erdgeschoß aber noch steht.




Hier ist auch ein Teil des alten Baus stehen geblieben:

[attachimg=1]

Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Beutetiroler am 15. Oktober 2015, 21:38:14
Diese Haus steht nicht in der Alserbachstraße/sondern Wattg./Wilhelminenstr.

Und ist so schiach, dass es schon wieder kitschig ist :)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: jedleseer am 21. Oktober 2015, 12:56:21
Hallo!
Nach dem Abbruch des Interspargebäudes in Floridsdorf sieht man nicht nur die hier
http://www.tramwayforum.at/index.php?topic=2063.msg190458;topicseen#msg190458
angeführte "Weiser"- Reklame sondern auf des Seite der Floridsdorfer Hauptstraße auch eine Werbung für "Liesinger-Bier" Leider nicht mehr ganz komplett. Außerdem sind auch noch die Umrisse des Hauses zu erkennen, das vor Interspar dort gestanden ist. Eine Eisenhandlung war darin.
LG
jedleseer
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: mitleser am 22. Oktober 2015, 09:16:09
Das Nadelöhr von Floridsdorf >:D
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 05. November 2015, 21:10:13
Die Initiative Denkmalschutz hat eine Liste mit gefährdeten Gebäuden in Schutzzonen online gestellt: (https://www.facebook.com/Initiative.Denkmalschutz/posts/908408032541074:0)

1. Bezirk
- Bauernmarkt 21 (akut), Fotos: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157629475153829/

3. Bezirk,
- Kundmanngasse 31, Innenhof verfällt, Fotos: https://www.wien.gv.at/kulturport…/m19objekte/…/00461201.jpg
- Landstraßer Hauptstraße 142, Fotos: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157630775876908/

4. Bezirk,
- Freundgasse 9, Fotos: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157631647993784/

7. Bezirk:
- Breite Gasse 15 (akut), Fotos: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157644460452624/

8. Bezirk:
- Albertgasse 43 (akut?), Fotos: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157649641955690/

9. Bezirk:
- Alserbachstraße 25 (akut), Fotos: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157646005592959/
- Liechtensteinstraße 28, Fotos: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157646405652041/

12. Bezirk:
- Belghofergasse 42, Fotos: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157629320989998/

13. Bezirk:
- Hietzinger Hauptstraße 100-102 (akut), Fotos: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157628998443139/
- Beckgasse 14 / Elßlergasse 5, Fotos: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157638205718453/

14. Bezirk:
- Otto Wagner Spital Steinhof, Pavillon 8; Fotos: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157634711489083/
- Hadikgasse 46 (akut), Fotos: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157654362006069/

18. Bezirk:
- Khevenhüllergasse 4 (akut), Fotos: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157629302248195/

19. Bezirk:
- Chimanistraße 27 (akut), Fotos: https://www.wien.gv.at/kulturport…/m19objekte/…/05782902.jpg
- Freihof, Hackhofergasse 14, Seitentrakte eingestürzt (akut), Fotos: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157639898025953/
- Türkenwirt, Peter Jordan-Straße 76 (akut), Fotos: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157629287691293/
- Neustift am Walde 50, Fotos: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157652777634032/
- Neustift am Walde 72 (akut; verfällt seit über 30 Jahren), Fotos: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157633334397487/
- Bloschgasse 1 (im Kahlenbergerdorf), Fotos: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157633127237051/

21. Bezirk:
- Jagdvilla Magdalenenhof am Bisamberg, Senderstraße 130, Fotos: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157647748926870/
- Loretto-Schlössl in Jedlesee (Lorettoplatz 5), Fotos: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157647754477158/ (vgl. örtliche Bürgerinitiative: https://sites.google.com/site/keinbaulandstattgruenland/)

23. Bezirk:
- Endresstraße 113 (akut), Fotos: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157646844679983/

Hinzuzufügen wäre noch Strozzigasse 39 im 8. Bezirk.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 05. November 2015, 21:40:02
Hadikgasse 46 ist originell... dort habe ich 2005 als Elektriker bei der Generalsanierung des oberen Stockwerks gearbeitet, die offensichtlich nie fertig geworden ist. Innen ist praktisch keine Originalsubstanz mehr erhalten, EG und Stiegenhaus schauen aus wie aus den 80ern (viel dunkler Stein) und der 1. Stock war damals bis auf die Knochen ausgehöhlt - aller Verputz abgeschlagen, nichttragende Zwischenwände abgebrochen, Grundriss völlig verändert, alle alten Böden entfernt. Die Elektro-Rohinstallation war weitgehend fertig, die Gipskarton-Zwischenwände sind großteils schon gestanden und zum Teil haben sie schon auf die unverputzten alten Wände Gipskartonplatten gepickt (mit scheibtruhenweise Kleber, 2-3 Scheibtruhen pro Wand). Also eigentlich relativ weit gediehen das Ganze. Alle Stromzähler im Haus neu usw.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: martin8721 am 06. November 2015, 11:18:31
3. Bezirk,
- Landstraßer Hauptstraße 142, Fotos: https://www.flickr.com/photos/id_ejs/sets/72157630775876908/

Dieses Haus ist wirklich wunderschön!  :o
Sieht fast schon aus wie ein Palais! Und das mitten auf der Landstraßer Hauptstraße. Mir ist das Gebäude erst vor ein paar Jahren das erste Mal aufgefallen.

Danke für diese sehr interessante Liste (die noch um zahlreiche Objekte zu ergänzen wäre).
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: jedleseer am 09. November 2015, 13:15:26
Und  das nächste Gebäude, dass in Floridsdorf zumindest teilweise abgetragen wird. Das ehemalige Quelle-Kaufhaus. Die oberen Geschosse werden abgebrochen, nur die unteren beiden bleiben bestehen. Darauf wird dann ein neues Gebäude aufgesetzt. So habe ich es zumindest aus einer Informationsveranstaltung über die Änderungen im Bezirkszentrum in Erinnerung.
LG
jedlesser
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 09. November 2015, 13:37:31
Und  das nächste Gebäude, dass in Floridsdorf zumindest teilweise abgetragen wird. Das ehemalige Quelle-Kaufhaus. Die oberen Geschosse werden abgebrochen, nur die unteren beiden bleiben bestehen. Darauf wird dann ein neues Gebäude aufgesetzt. So habe ich es zumindest aus einer Informationsveranstaltung über die Änderungen im Bezirkszentrum in Erinnerung.
LG
jedlesser

Hier ertfährt man mehr.
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20150304_OTS0034/sp-papai-ehemaliges-woolworth-gebaeude-hat-neue-eigentuemer-mit-visionen (http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20150304_OTS0034/sp-papai-ehemaliges-woolworth-gebaeude-hat-neue-eigentuemer-mit-visionen)
http://www.raab.at/schlosshoferstrasse-3-1210-wien-2/ (http://www.raab.at/schlosshoferstrasse-3-1210-wien-2/)

Schaut ein bissl aus wien ein 80iger Jahre Gemeindebau.
Unbezahlbare Vorsorgewohnungen mit direktem Zugang zum Franz Jonas Platz. Was will man mehr.  ::)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 09. November 2015, 14:05:02
Und  das nächste Gebäude, dass in Floridsdorf zumindest teilweise abgetragen wird. Das ehemalige Quelle-Kaufhaus.

Um dieses Gustostückerl "kapitalistischen Brutalismus" ist es weiß Gott nicht schade. :)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 09. November 2015, 17:21:18
Hoffentlich folgt auch dem ehemaligen Einkaufsspitz bald die Abrissbirne. Noch wird das Gebäude als Parkhaus genutzt.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 09. November 2015, 19:52:17
Hoffentlich folgt auch dem ehemaligen Einkaufsspitz bald die Abrissbirne. Noch wird das Gebäude als Parkhaus genutzt.

Das ist für den Eigentümer sicher eine einträgliche Nutzung ...
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 09. November 2015, 20:04:29
Das ist für den Eigentümer sicher eine einträgliche Nutzung ...
Ich weiß nicht, wie gut die P&R dort tatsächlich geht. Aber der hässliche Ostblock-Schandfleck mit der leerstehenden, verwahrlosten Erdgeschoßzone und dem Parkhaus am Dach gehört schleunigst entfernt.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 09. November 2015, 20:06:13
Ich weiß nicht, wie gut die P&R dort tatsächlich geht. Aber der hässliche Ostblock-Schandfleck mit der leerstehenden, verwahrlosten Erdgeschoßzone und dem Parkhaus am Dach gehört schleunigst entfernt.

Natürlich. Aber leider garantiert niemand, dass stattdessen nicht etwas noch viel Hässlicheres hingeklotzt wird.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 09. November 2015, 20:25:13
Natürlich. Aber leider garantiert niemand, dass stattdessen nicht etwas noch viel Hässlicheres hingeklotzt wird.
Also viel hässlicher als das, was jetzt dort steht (https://www.dealheute.at/perl/print_bild3.cgi?nr=171436&typ=large), geht eigentlich fast nicht mehr. Das hätte wahrscheinlich gute Chancen unter die Top 10 der hässlichsten Gebäude Wiens zu kommen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 10. November 2015, 18:09:48
Und  das nächste Gebäude, dass in Floridsdorf zumindest teilweise abgetragen wird. Das ehemalige Quelle-Kaufhaus. Die oberen Geschosse werden abgebrochen, nur die unteren beiden bleiben bestehen. Darauf wird dann ein neues Gebäude aufgesetzt. So habe ich es zumindest aus einer Informationsveranstaltung über die Änderungen im Bezirkszentrum in Erinnerung.
LG
jedlesser

Hier ertfährt man mehr.
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20150304_OTS0034/sp-papai-ehemaliges-woolworth-gebaeude-hat-neue-eigentuemer-mit-visionen (http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20150304_OTS0034/sp-papai-ehemaliges-woolworth-gebaeude-hat-neue-eigentuemer-mit-visionen)
http://www.raab.at/schlosshoferstrasse-3-1210-wien-2/ (http://www.raab.at/schlosshoferstrasse-3-1210-wien-2/)

Schaut ein bissl aus wien ein 80iger Jahre Gemeindebau.
Unbezahlbare Vorsorgewohnungen mit direktem Zugang zum Franz Jonas Platz. Was will man mehr.  ::)

Eher späte 50er/frühe 60er mit den leicht pastellig-bunten Balkonverkleidungen!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: martin8721 am 12. November 2015, 19:58:03
Kein Hausabriss im eigentlichen Sinne, nichtsdestotrotz aber ein "Verbrechen" findet gerade am Haus Favoritenstraße, Ecke Waldgasse statt.
Das Gebäude hatte bis vor ein paar Wochen noch eine Stuckfassade, die nun feinsäuberlich abgeschlagen wurde.  :(

Auf der Visualisierung des Bauträgers Smilks erkennt man, was für ein "Schmuckstück" daraus gemacht werden soll. Ewig schad' drum...
Die Favoritenstraße ist in der Gegend ohnehin nicht mehr gesegnet ist mit schönen Gründerzeithäusern.  :-\

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Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: benkda01 am 12. November 2015, 22:10:07
Kein Hausabriss im eigentlichen Sinne, nichtsdestotrotz aber ein "Verbrechen" findet gerade am Haus Favoritenstraße, Ecke Waldgasse statt.
Das Gebäude hatte bis vor ein paar Wochen noch eine Stuckfassade, die nun feinsäuberlich abgeschlagen wurde.  :(

Auf der Visualisierung des Bauträgers Smilks erkennt man, was für ein "Schmuckstück" daraus gemacht werden soll. Ewig schad' drum...
Die Favoritenstraße ist in der Gegend ohnehin nicht mehr gesegnet ist mit schönen Gründerzeithäusern.  :-\
Dass solche Idiotien heute noch geschehen, ist eigentlich unfassbar >:(
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 13er am 12. November 2015, 23:06:12
Das Haus bei der 44er-Hst. Wattgasse stadtauswärts ist mittlerweile auch vollständig weg - sehr ungewohnt!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 13. November 2015, 00:56:59
. . . . und das liebe China-Lokal!  :'(
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: benkda01 am 13. November 2015, 01:15:58
Das Haus bei der 44er-Hst. Wattgasse stadtauswärts ist mittlerweile auch vollständig weg - sehr ungewohnt!
Was war da einmal? Ich bin da zufällig erst heute vorbeigefahren (ich fahre dort sehr selten), habe mich über das riesige Trümmerfeld gewundert und wegen der alt anmutenden Ziegelfragmente und der Spuren an den angrenzenden Feuermauern Böses geahnt. :-\
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 13. November 2015, 01:33:13
Einstöckige Vorstadthäuser.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: benkda01 am 13. November 2015, 08:44:40
Einstöckige Vorstadthäuser.
Ach :'(
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 13. November 2015, 16:01:58
Das war der Häuserblock Wichtelgasse - Wattgasse (Wilhelminenstr. 10-16), da war nur das Eckhaus zur Wichtelgasse alt.

(https://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez16/10414301.jpg)

Oder um welche Häuser geht es?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 13er am 13. November 2015, 16:56:07
Das war der Häuserblock Wichtelgasse - Wattgasse (Wilhelminenstr. 10-16), da war nur das Eckhaus zur Wichtelgasse alt.

(https://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez16/10414301.jpg)

Oder um welche Häuser geht es?
Es geht um das Haus unmittelbar an der Haltestelle, da wo der Chineser drin war (Yunyuyan).
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 13. November 2015, 17:09:42
http://s3-media2.fl.yelpcdn.com/bphoto/zzKjotW97pU0UeI0_fq6hg/o.jpg

https://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez16/04788001.jpg
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 13. November 2015, 18:07:32
http://s3-media2.fl.yelpcdn.com/bphoto/zzKjotW97pU0UeI0_fq6hg/o.jpg

https://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez16/04788001.jpg

Naja gut, um jede graue Uralthütte ist es auch wieder nicht schade.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Bus am 13. November 2015, 20:07:25
Auch die (blassgrüne) Meierei gegenüber der S-Bahn Station Ottakring ist mittlerweile Geschichte.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 15. November 2015, 10:56:33
Das Eckhaus Währinger Straße # Spitalgasse wurde abgedeckt und steht komplett ohne Dach und teilweise ohne Dachstuhl da. Das Gebäude ist aber bewohnt.

Aktuell wird die Trägerkonstruktion für einen mindestens zweigeschossigen Dachausbau errichtet, noch ist die Konstruktion oben unfertig. Das untere Stockwerk mit geraden Wänden und den Ansatz der Dachschrägen oberhalb erkennt man aber schon. Die Zukunft des Hauses dürfte also weitgehend gesichert sein.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 15. November 2015, 14:28:22
Das Eckhaus Währinger Straße # Spitalgasse wurde abgedeckt und steht komplett ohne Dach und teilweise ohne Dachstuhl da. Das Gebäude ist aber bewohnt.
Aktuell wird die Trägerkonstruktion für einen mindestens zweigeschossigen Dachausbau errichtet, noch ist die Konstruktion oben unfertig. Das untere Stockwerk mit geraden Wänden und den Ansatz der Dachschrägen oberhalb erkennt man aber schon. Die Zukunft des Hauses dürfte also weitgehend gesichert sein.
Also wird das Haus fast doppelt so hoch wie zuvor? :o
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 16. November 2015, 11:16:42
Das Eckhaus Währinger Straße # Spitalgasse wurde abgedeckt und steht komplett ohne Dach und teilweise ohne Dachstuhl da. Das Gebäude ist aber bewohnt.
Aktuell wird die Trägerkonstruktion für einen mindestens zweigeschossigen Dachausbau errichtet, noch ist die Konstruktion oben unfertig. Das untere Stockwerk mit geraden Wänden und den Ansatz der Dachschrägen oberhalb erkennt man aber schon. Die Zukunft des Hauses dürfte also weitgehend gesichert sein.
Also wird das Haus fast doppelt so hoch wie zuvor? :o

Eher nicht, die Stockwerke oben sind sicher niedriger als im Altbau und die Dachneigung wird geändert, insofern nehme ich an, dass die Firsthöhe um maximal ein Stockwerk steigt, wenn überhaupt.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 16. November 2015, 13:32:36
Das Eckhaus Währinger Straße # Spitalgasse wurde abgedeckt und steht komplett ohne Dach und teilweise ohne Dachstuhl da. Das Gebäude ist aber bewohnt.
Aktuell wird die Trägerkonstruktion für einen mindestens zweigeschossigen Dachausbau errichtet, noch ist die Konstruktion oben unfertig. Das untere Stockwerk mit geraden Wänden und den Ansatz der Dachschrägen oberhalb erkennt man aber schon. Die Zukunft des Hauses dürfte also weitgehend gesichert sein.
Also wird das Haus fast doppelt so hoch wie zuvor? :o

Eher nicht, die Stockwerke oben sind sicher niedriger als im Altbau und die Dachneigung wird geändert, insofern nehme ich an, dass die Firsthöhe um maximal ein Stockwerk steigt, wenn überhaupt.

Lichte Raumhöhe bei Regelgeschossen: 2,5m
Lichte Raumhöhe bei Dachgeschossen: 2,4m
Durschnittliche Geschoßhöhe (Regelgeschoß) bei einem neuen Wohnbau (Höhe von Fussbodenoberkante bis Fußbodenoberkante des folgenden Geschoßes) ca. 2,75m-2,80m.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 23. November 2015, 23:38:42
Das Eckhaus Währinger Straße # Spitalgasse wurde abgedeckt und steht komplett ohne Dach und teilweise ohne Dachstuhl da. Das Gebäude ist aber bewohnt.
Aktuell wird die Trägerkonstruktion für einen mindestens zweigeschossigen Dachausbau errichtet, noch ist die Konstruktion oben unfertig. Das untere Stockwerk mit geraden Wänden und den Ansatz der Dachschrägen oberhalb erkennt man aber schon. Die Zukunft des Hauses dürfte also weitgehend gesichert sein.
Also wird das Haus fast doppelt so hoch wie zuvor? :o

Eher nicht, die Stockwerke oben sind sicher niedriger als im Altbau und die Dachneigung wird geändert, insofern nehme ich an, dass die Firsthöhe um maximal ein Stockwerk steigt, wenn überhaupt.

Es fehlt zwar immer noch ziemlich viel, aber inzwischen sieht man, dass die neue Dachkonstruktion nicht einmal die alten Rauchfänge überragt. Oben ist halt jetzt in der Mitte ein Flachdach.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 24. November 2015, 09:09:06
Das Eckhaus Währinger Straße # Spitalgasse wurde abgedeckt und steht komplett ohne Dach und teilweise ohne Dachstuhl da. Das Gebäude ist aber bewohnt.
Aktuell wird die Trägerkonstruktion für einen mindestens zweigeschossigen Dachausbau errichtet, noch ist die Konstruktion oben unfertig. Das untere Stockwerk mit geraden Wänden und den Ansatz der Dachschrägen oberhalb erkennt man aber schon. Die Zukunft des Hauses dürfte also weitgehend gesichert sein.
Also wird das Haus fast doppelt so hoch wie zuvor? :o
Eher nicht, die Stockwerke oben sind sicher niedriger als im Altbau und die Dachneigung wird geändert, insofern nehme ich an, dass die Firsthöhe um maximal ein Stockwerk steigt, wenn überhaupt.
Es fehlt zwar immer noch ziemlich viel, aber inzwischen sieht man, dass die neue Dachkonstruktion nicht einmal die alten Rauchfänge überragt. Oben ist halt jetzt in der Mitte ein Flachdach.
Könnte durchaus ein "sanfter" Dachausbau werden... :)
Es werden anscheinend zwei Dachgeschoße.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: nord22 am 25. November 2015, 08:16:31
Der Altbau Ecke Gersthofer Straße/ Wallrißstraße ist vom Abbruch bedroht. Kurt Rasmussen verewigte dieses Gebäude mit B1 762 im Oktober 2015.

nord22
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Hawk am 29. November 2015, 16:55:16
Da wird der Erbe von Höller Reisen, welchen das Haus gehört, einiges verdienen!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 29. November 2015, 21:40:53
Da wird der Erbe von Höller Reisen, welchen das Haus gehört, einiges verdienen!
Aber nur, wenn er es schafft, die Optikerin rauszubekommen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 07. Dezember 2015, 15:32:45
Hütteldorfer Straße 127 wird renoviert und aufgestockt. Das Haus ist seit langer Zeit zum Großteil entstuckt, Nur amHauseck gibt es STuck.
Ich bin neugierig, ob das Bild vom zukünftigen Zustand den Tatsachen entspricht und aller Stuck wieder kommt oder der restliche verschwindet.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 07. Dezember 2015, 15:39:44
Hütteldorfer Straße 127 wird renoviert und aufgestockt. Das Haus ist seit langer Zeit zum Großteil entstuckt, Nur amHauseck gibt es STuck.
Ich bin neugierig, ob das Bild vom zukünftigen Zustand den Tatsachen entspricht und aller Stuck wieder kommt oder der restliche verschwindet.

Manche Dachaufbauten wirken wirklich als wäre ein UFO auf dem Haus gelandet.
Brrr....
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 07. Dezember 2015, 16:44:01
Ich bin neugierig, ob das Bild vom zukünftigen Zustand den Tatsachen entspricht und aller Stuck wieder kommt oder der restliche verschwindet.
Der Stuck dürfte wieder hergestellt werden. Ist wohl eine Vorgabe, um Fördergelder zu erhalten.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 07. Dezember 2015, 21:18:00
Ich bin neugierig, ob das Bild vom zukünftigen Zustand den Tatsachen entspricht und aller Stuck wieder kommt oder der restliche verschwindet.

Im Zuge einer Wärmedämmung mit Styroporplatten kann man natürlich auch neuen Stuck anbringen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 07. Dezember 2015, 23:28:39
Zum "Glück" gibt es ja Styropor-Stuck für Sparmeister!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 08. Dezember 2015, 02:07:42
Wenn es dann verputzt ist, ist es eigentlich egal.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 09. Dezember 2015, 13:05:29
Wenn es dann verputzt ist, ist es eigentlich egal.

Relativ. Styroporfassaden sind nicht übermäßig haltbar (Größenordnung 30 Jahre bis zur Kompletterneuerung), ein erhebliches Brandrisiko sofern nicht aufwändig mit nichtbrennbaren Einlagen über den Fenstern ausgeführt und manchmal fliegen sie sogar einfach davon.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: benkda01 am 09. Dezember 2015, 13:13:00
Es geht hier aber nur um Styropor-Stuckelemente!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 09. Dezember 2015, 16:24:45
Es geht hier aber nur um Styropor-Stuckelemente!

Wenn die - wie heute gerne gemacht - auf eine Styroporfassade gepickt werden, gelten alle Einschränkungen genauso. Direkt auf einer verputzten Fassade kann ich über ihre Haltbarkeit zu wenig sagen, diese Dinger sind erst in den letzten 10 Jahren halbwegs populär geworden. Mechanisch rasend stabil kommen sie mir aber auch nicht vor, vor allem wenn die Schnittkanten zugänglich sind. Die Sichtflächen sind recht fest, das Innere der Elemente aber nicht wirklich. Der feinporige Hartschaum ist zwar stabiler als das übliche grobkörnige Fassadenstyropor, aber von Zementstuck kilometerweit entfernt.

Eine deutsche Firma bietet übrigens hohle Zementstuckelemente an, die für die Montage auf Dämmfassaden geeignet sind.

Übrigens, passend zum Thema Stuck: das Amtshaus Währing war ja lange eingerüstet, inzwischen ist die erste Etappe der Sanierung abgesehen vom Hochparterre fertig. Das wird eine sehr beeindruckende Restaurierung! Der ursprüngliche Stuck war stellenweise mit bis zu 1,5 cm Feinputz überschmiert, der jetzt komplett entfernt wird, so dass die klaren Kanten und Konturen wieder zum Vorschein kommen und der Stuck nicht ausschaut wie Schokolade in der Sonne! Sehr beeindruckende Verwandlung!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 09. Dezember 2015, 21:21:09
Relativ. Styroporfassaden sind nicht übermäßig haltbar (Größenordnung 30 Jahre bis zur Kompletterneuerung), ein erhebliches Brandrisiko sofern nicht aufwändig mit nichtbrennbaren Einlagen über den Fenstern ausgeführt und manchmal fliegen sie sogar einfach davon.
Es gibt mittlerweile auch Dämmelemente aus Steinwolle. Diese sind nicht brennbar, aber wehe, es kommt Wasser in die Fassade. :-\

Wegfliegende Styroporelemente haben wenigstens den Vorteil, dass man einen Treffer derselben durchaus überleben kann.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 10. Dezember 2015, 00:00:42
Relativ. Styroporfassaden sind nicht übermäßig haltbar (Größenordnung 30 Jahre bis zur Kompletterneuerung), ein erhebliches Brandrisiko sofern nicht aufwändig mit nichtbrennbaren Einlagen über den Fenstern ausgeführt und manchmal fliegen sie sogar einfach davon.
Es gibt mittlerweile auch Dämmelemente aus Steinwolle. Diese sind nicht brennbar, aber wehe, es kommt Wasser in die Fassade. :-\

Wegfliegende Styroporelemente haben wenigstens den Vorteil, dass man einen Treffer derselben durchaus überleben kann.

Ich weiß, wir haben einmal über Steinwolle nachgedacht - bis wir den Preis erfahren haben. War zwar nicht der Kostenfaktor der dem ganzen Bauprojekt das Genick gebrochen hat (das waren schon viel grundlegendere Dinge wie Wände, Decken und Dach), aber nicht ohne.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 18er am 13. Januar 2016, 11:47:10
Seit einigen Tagen ist das Haus Gumpendorfer Straße 57 (Landesinnung Wien der Sanitär und Heizungsinstallateure) abgesperrt und mit Baugitter versehen. Innen scheint alles ausgeräumt zu sein. Lt. wien.gv.at Baujahr 1818. Weiß jemand, was mit diesem Haus geschehen soll?

[attach=1]

[attach=2]
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Elin Lohner am 13. Januar 2016, 12:30:51
Seit einigen Tagen ist das Haus Gumpendorfer Straße 57 (Landesinnung Wien der Sanitär und Heizungsinstallateure) abgesperrt und mit Baugitter versehen. Innen scheint alles ausgeräumt zu sein. Lt. wien.gv.at Baujahr 1818. Weiß jemand, was mit diesem Haus geschehen soll?
Es soll einem Neubau weichen und so (http://www.skyscrapercity.com/showpost.php?p=113983267&postcount=441) aussehen.

Eine weitere Quelle zu dem Projekt gibt es auch hier (http://www.heute.at/bauenwohnen/art63961,1124942).
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 13. Januar 2016, 15:20:32
Seit einigen Tagen ist das Haus Gumpendorfer Straße 57 (Landesinnung Wien der Sanitär und Heizungsinstallateure) abgesperrt und mit Baugitter versehen. Innen scheint alles ausgeräumt zu sein. Lt. wien.gv.at Baujahr 1818. Weiß jemand, was mit diesem Haus geschehen soll?
Leerstand und vernagelte Fenster aber schon seit ca. einem Jahr. Habe ich eh da einmal gepostet, glaube ich.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: martin8721 am 13. Januar 2016, 19:39:42
Seit einigen Tagen ist das Haus Gumpendorfer Straße 57 (Landesinnung Wien der Sanitär und Heizungsinstallateure) abgesperrt und mit Baugitter versehen. Innen scheint alles ausgeräumt zu sein. Lt. wien.gv.at Baujahr 1818. Weiß jemand, was mit diesem Haus geschehen soll?

Wird gerade abgerissen.
Wer noch Fotos machen will, sollte sich beeilen!
Heute Nachmittag stand nur noch die Fassade zur Gumpendorfer Straße - dahinter bereits ein riesiger Schutthaufen.


Wie ich gerade gelesen habe, ist übrigens auch ein anderes Gebäude auf der Abschussliste:

https://stadtfruchtwien.wordpress.com/2016/01/13/abriss-haschahof-wohnfonds-wien-vernichtet-ein-stueck-stadtgeschichte-ein-hilferuf/ (https://stadtfruchtwien.wordpress.com/2016/01/13/abriss-haschahof-wohnfonds-wien-vernichtet-ein-stueck-stadtgeschichte-ein-hilferuf/)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Tramwayhüttl am 13. Januar 2016, 22:42:50
Wenigstens hat man alles "brauchbare" (Fenster, Flügeltüren...) abmontiert und es ist nicht ein ganz so 08-15 Neubau Marke "glatt mit Billigbaumarktfenstern, Tiefgaragenrolltor und zur "Behübschung" ein knallrotes Quadrat auf der Fassade".
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 18er am 14. Januar 2016, 12:52:42
Seit einigen Tagen ist das Haus Gumpendorfer Straße 57 (Landesinnung Wien der Sanitär und Heizungsinstallateure) abgesperrt und mit Baugitter versehen. Innen scheint alles ausgeräumt zu sein. Lt. wien.gv.at Baujahr 1818. Weiß jemand, was mit diesem Haus geschehen soll?

Wird gerade abgerissen.
Wer noch Fotos machen will, sollte sich beeilen!
Heute Nachmittag stand nur noch die Fassade zur Gumpendorfer Straße - dahinter bereits ein riesiger Schutthaufen.


Wie ich gerade gelesen habe, ist übrigens auch ein anderes Gebäude auf der Abschussliste:

https://stadtfruchtwien.wordpress.com/2016/01/13/abriss-haschahof-wohnfonds-wien-vernichtet-ein-stueck-stadtgeschichte-ein-hilferuf/ (https://stadtfruchtwien.wordpress.com/2016/01/13/abriss-haschahof-wohnfonds-wien-vernichtet-ein-stueck-stadtgeschichte-ein-hilferuf/)

Der Haschahof wird wohl doch nicht abgerissen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: fr3 am 07. Februar 2016, 20:46:57
Haus Lainzer Straße 132 dürfte auch nicht mehr lange stehen. Seit einigen Monaten sind bereits die Geschäfte geräumt und auch sonst tut sich dort nichts mehr.

Damit verschwindet wohl die letzte Engstelle in der Lainzerstraße. Eigentlich ist das ganze nur von dokumentarischem Wert, denn das dazugehörige Ortsbild ist schon seit langer Zeit verloren gegangen und das Haus selbst wurde so tiefgreifend umgebaut dass von seinem Originalaussehen nur mehr das Dach vorhanden ist.
(Bilder vom 7.2.2016)

Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 07. Februar 2016, 21:00:51
Schade, dort habe ich schon 2 Mal fast einen Unfall "verursacht". Gesehen, dass ich in der Engstelle stehen bleiben muss und der 60er kommt, also vor der Engstelle gewartet, der Nachfahrende hat jeweils über die Sperrfläche an mir vorbei gewollt.....
(Ist auch beim Einparken lustig, wenn neben einem eine Sperrfläche ist. Einschlagen, kurz ab er kräftig zurückschieben - die von hinten kommenden wissen an sich eh, dass sie übrig bleiben, also quietschen sie sich ein.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 23. Februar 2016, 13:20:07
Ein Gusto Stück für die Kategorie: "Wie mach ich Verkehr".
Die Leute sollen zwar in Ottakring wohnen aber arbeiten sollens gefälligst woanders.

Das Bauprojekt an dem Bahndamm ist sowieso ein bissl umstritten.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 24. Februar 2016, 00:10:31
Toll, da verhindert man einen Baumarkt, der offensichtlich sogar ein durchdachtes Verkehrskonzept gehabt hätte und als Konsequenz lässt man an dieser Stelle auf Jahre hinaus die Industriefläche brach liegen. ::)
Genau dorthin würde ein große Baumarkt passen, weil rundherum schon viele andere Gewerbebetriebe sind - Interspar, Kika, Hofer. Das wäre nicht nur ein idealer "Puffer" zwischen Vorortelinie und Wohngebiet, sondern man könnte beispielweise auch den Baumarkt in der Schadinagasse abreißen und dort Wohnungen errichten - dort ist schon ein Wohngebiet.

Achja: in der Gersthofer Straße bei der Haltestelle Erndtgasse Richtung Pötzleinsdorf wurde heute nach monatelanger Pause mit der Baustelleneinrichtung begonnen. Damit werden die letzten Gartenmauerreste der kleinen alten Häuser entfernt.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 25er am 06. März 2016, 01:13:45
Das scheinbar leerstehende Haus Wagramer Straße 120 (https://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez22/08079001.jpg) wurde diese Woche demoliert, Wagramer Straße 110 (https://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez22/08078501.jpg) wurde mittlerweile das Dach abgenommen, ob es aufgestockt wird war nicht erkenntlich, ich tippe eher leider auf Abriss. Damit verschwinden abermals zwei alte Gebäude, wodurch die Wagramer Straße auch weiterhin zur weißen Betoneinheitswüste verkommt.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Tatra83 am 06. März 2016, 13:16:31
Im Februar wurden die Gebäude Breitenfurter Straße 32-38 sowie Altmannsdorfer Straße 73 abgerissen, die befinden sich genau auf der nördlichen Ecke der Kreuzung Breitenfurter Str./Altmannsdorfer Str. (https://www.google.at/maps/@48.1633972,16.3168396,317a,20y,41.6t/data=!3m1!1e3?hl=de) Das Verfahren zur Flächenwidmung läuft derzeit noch.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 06. März 2016, 16:39:01
Das scheinbar leerstehende Haus Wagramer Straße 120 (https://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez22/08079001.jpg) wurde diese Woche demoliert, Wagramer Straße 110 (https://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez22/08078501.jpg) wurde mittlerweile das Dach abgenommen, ob es aufgestockt wird war nicht erkenntlich, ich tippe eher leider auf Abriss. Damit verschwinden abermals zwei alte Gebäude, wodurch die Wagramer Straße auch weiterhin zur weißen Betoneinheitswüste verkommt.
Diese Gebäude sind aber auch nicht gerade ansehnlich. Nicht alles, was alt ist, muss man bewahren. Und die Betonwüste und Autohölle ändert man mit dem Erhalt der beiden Gebäude auch nicht, weil sie selbst nicht sonderlich "lebendig" wirken.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Tramwayhüttl am 06. März 2016, 22:44:41
In Transdanubien ist städtebaulich/ästhetisch (Kaisermühen und einige Ecken von Floridsdorf einmal ausgenommen) ohnehin Hopfen und Malz verloren. Man könnte den 26er auch in "A Streetcar named 1960s" umbenennen....
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 07. März 2016, 08:21:02
Das scheinbar leerstehende Haus Wagramer Straße 120 (https://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez22/08079001.jpg) wurde diese Woche demoliert, Wagramer Straße 110 (https://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez22/08078501.jpg) wurde mittlerweile das Dach abgenommen, ob es aufgestockt wird war nicht erkenntlich, ich tippe eher leider auf Abriss. Damit verschwinden abermals zwei alte Gebäude, wodurch die Wagramer Straße auch weiterhin zur weißen Betoneinheitswüste verkommt.
Diese Gebäude sind aber auch nicht gerade ansehnlich. Nicht alles, was alt ist, muss man bewahren. Und die Betonwüste und Autohölle ändert man mit dem Erhalt der beiden Gebäude auch nicht, weil sie selbst nicht sonderlich "lebendig" wirken.
Ja die beiden Häuser wurden irgendwann mal häßlich saniert.

Trotzdem finde ich es schade, dass zum Beispiel auf der Donaufelder Straße, immer mehr der kleinen, einstöckigen Häuser verschwinden und statt dessen diese grauen potthäßlichen Einheitsmonster hin geklotzt werden. Warum lässt man die kleinen vorne nicht stehen und macht die Monster im Hof dahinter. Platz ist ja bei den meisten ausreichend und es ist ja in Wien schon ein paar mal gemacht worden.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 07. März 2016, 09:49:36
Kannst du dir vorstellen, in einem derartigen Haus aqn z.B. der Donaufelder Straße zu wohnen? Die Häuser waren in früheren Zeiten zur Straße hin ausgerichtet, d.h. du hast dein Wohnzimmer, dein Schlafzimmer zur Straße hin mit allen Nachteilen wie Verkehrslärm und der Tatsache, dass du im Sommer Nachts kaum das Fenster offen haben kannst. Dann kommen höhere Erhaltungskosten im Vergleich zu einem mehrstöckigen Gebäude mit vielen Stockwerken dazu. Im Endeffekt hast ein "totes" Gebäude da stehen, das nicht leicht zu vermieten ist. Nach Umbauten könnten Geschäfte oder Lokale einziehen, aber dafür muss es auch erst ausreichend Interessenten geben.

Es ist auch eine Interessenabwägung: Entweder verdichteter Wohnbau oder Zersiedelung und Anwachsen des Speckgürtels.
Verkehrsprobleme und Umweltgründe stehen halt einer großflächigen Erhaltung dieser netten Gegenden entgegen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 07. März 2016, 09:59:42
Kannst du dir vorstellen, in einem derartigen Haus aqn z.B. der Donaufelder Straße zu wohnen? Die Häuser waren in früheren Zeiten zur Straße hin ausgerichtet, d.h. du hast dein Wohnzimmer, dein Schlafzimmer zur Straße hin mit allen Nachteilen wie Verkehrslärm und der Tatsache, dass du im Sommer Nachts kaum das Fenster offen haben kannst. Dann kommen höhere Erhaltungskosten im Vergleich zu einem mehrstöckigen Gebäude mit vielen Stockwerken dazu. Im Endeffekt hast ein "totes" Gebäude da stehen, das nicht leicht zu vermieten ist. Nach Umbauten könnten Geschäfte oder Lokale einziehen, aber dafür muss es auch erst ausreichend Interessenten geben.

Es ist auch eine Interessenabwägung: Entweder verdichteter Wohnbau oder Zersiedelung und Anwachsen des Speckgürtels.
Verkehrsprobleme und Umweltgründe stehen halt einer großflächigen Erhaltung dieser netten Gegenden entgegen.

Die toten Erdgeschoße der Neubauten sind da natürlich wesentlich schöner.
Die EG Zonen sind so oder so tot. In dem Vorderhaus könnte man Fahrradabstellraum, Kinderwagenabstellraum, Spielraum, Gemeinschaftsraum oder sonstwas (Geschäft) unterbringen. Auch andere Dinge wie Saune und co. Macht man bei den Neubauten auch also warum nicht gleich das alte Gebäude nutzen. Es ist alles in den kleinen Gebäuden machbar und bei allen genannten Räumen ist es egal wie laut der Verkehr draussen dröhnt.

Natürlich kostet es Geld und vermutlich auch mehr als abreissen und Neu bauen aber es würde einfach wesentlich angenehmer wirken, wenn nicht gleich so ein 6-8 stöckiges,  graues irgendwas direkt an der Straße steht. Meist noch jetzt in den Lichtraum der Straße gebauten Lodgias die den Gehsteig dann zum Tunnel verkommen lassen. Furchtbar sowas. Wie ein permanent eingerüstetes Haus.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 07. März 2016, 10:12:21
1) Es kostet Geld und macht die Wohnungen dann  noch mehr unleistbar - zahlen müssen es die Wohnenden
2) Es darf je nach Grundstück nur ein bestimmter Anteil verbaut werden. Mit der Erhaltung dieser Häuser bleibt weniger Wohnraum übrig, damit steigen die Zersiedelung, die Grundanteilskosten, der Wohnungspreis, die Erhaltungskosten ...

Ich bin auch  nicht glücklich darüber, aber das ist halt Fakt.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 07. März 2016, 10:13:42
Warum lässt man die kleinen vorne nicht stehen und macht die Monster im Hof dahinter. Platz ist ja bei den meisten ausreichend und es ist ja in Wien schon ein paar mal gemacht worden.
Ganz einfach deswegen, weil es den Gewinn des Bauträgers schmälern würde. Grundstücke sind teuer, da wird jeder Quadratmeter genutzt.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 07. März 2016, 10:21:11
Warum lässt man die kleinen vorne nicht stehen und macht die Monster im Hof dahinter. Platz ist ja bei den meisten ausreichend und es ist ja in Wien schon ein paar mal gemacht worden.
Ganz einfach deswegen, weil es den Gewinn des Bauträgers schmälern würde. Grundstücke sind teuer, da wird jeder Quadratmeter genutzt.

Man macht es oft umgekehrt: Nebengebäude im hinteren Grundstücksteil werden stehen gelassen, weil man für Neubauten an diesen Positionen keine Baugenehmigung mehr erhalten würde! So kann aus der verfügbaren Fläche die maximale Kubatur herausgeholt werden.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 07. März 2016, 10:26:48
Man macht es oft umgekehrt: Nebengebäude im hinteren Grundstücksteil werden stehen gelassen, weil man für Neubauten an diesen Positionen keine Baugenehmigung mehr erhalten würde! So kann aus der verfügbaren Fläche die maximale Kubatur herausgeholt werden.
Ja, solche Fälle gibt es auch. Wie manchmal auch sehr alte Häuser, die vor der Baufluchtlinie stehen und deswegen erhalten werden, weil man mit einem Neubau wertvolle Quadratmeter herschenken müsste.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: h 3004 am 07. März 2016, 13:48:00
Über die Baufluchtlinie stehende Häuser sind alt und daher wartungsintensiv. Es ist halt eine Kosten-Nutzenrechnung, eine  Ablöse zu bekommen und bei der Baufluchtlinie neu zu bauen oder zu warten....auf was?  Obwohl : in der Kl. Pfarrg. im 2. Bez. gibt es Häuser in 3 Baufluchtlinien: und eines der am meisten in die Straße Ragenden ist relativ jung. 
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 07. März 2016, 21:51:24
Obwohl : in der Kl. Pfarrg. im 2. Bez. gibt es Häuser in 3 Baufluchtlinien: und eines der am meisten in die Straße Ragenden ist relativ jung.
Wobei die Kleine Pfarrgasse nicht gerade das Idealbeispiel für eine Straße ist, in der es dringend notwendig ist, den Querschnitt zu maximieren. ;)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 08. März 2016, 06:49:48
Obwohl : in der Kl. Pfarrg. im 2. Bez. gibt es Häuser in 3 Baufluchtlinien: und eines der am meisten in die Straße Ragenden ist relativ jung.
Wobei die Kleine Pfarrgasse nicht gerade das Idealbeispiel für eine Straße ist, in der es dringend notwendig ist, den Querschnitt zu maximieren. ;)

Allerdings, wäre der Ring geschlossen worden, wie die Nazis das planten, wäre er genau da durch.

Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 08. März 2016, 07:43:03
Obwohl : in der Kl. Pfarrg. im 2. Bez. gibt es Häuser in 3 Baufluchtlinien: und eines der am meisten in die Straße Ragenden ist relativ jung.
Wobei die Kleine Pfarrgasse nicht gerade das Idealbeispiel für eine Straße ist, in der es dringend notwendig ist, den Querschnitt zu maximieren. ;)

Allerdings, wäre der Ring geschlossen worden, wie die Nazis das planten, wäre er genau da durch.

Dann wäre dort sehr viel mehr Platz gemacht worden als nur für einen geschlossenen Ring.
http://www.tramwayforum.at/index.php?topic=5633.0 (http://www.tramwayforum.at/index.php?topic=5633.0)
Aber das ist eine andere Geschichte.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 08. März 2016, 17:52:20
Der Erhaltungs- und Sanierungsaufwand für Altbauten wird oft - auch von Profis - völlig überschätzt, wirkliche Totalschäden sind selten und meistens durch extreme Vernachlässigung (und damit meine ich eher schon jahrelang riesige Löcher im Dach) bedingt. Ich wohne in einem über 100 Jahre alten Haus und habe guten Einblick in den Erhaltungsaufwand. 2013 wurde - weil sowieso Dacharbeiten notwendig waren - meines Wissens erstmals das Dach neu gedeckt, teilweise von der Versicherung bezahlt. Reparaturen an tragenden Teilen bislang in den letzten Jahrzehnten nur Wasserschadensanierung in zwei Zimmern (neue Bretter für ein paar zig Euro auf die Tramdecke nageln), die Kastenfenster müssen ca. alle 10-15 Jahre neu lackiert werden, die Lackierung aus den frühen 90ern hat sogar um die 20 Jahre gehalten. Die Blei-Wasserleitungen waren nach über 90 Jahren einmal fällig, die Abflüsse (vor allem die Fallstränge aus Gusseisen) sind weitgehend noch original. Wenn eine Wohnung frei wird sind selbst bei grobem angestautem Renovierungsbedarf nur kosmetische Maßnahmen, eine neue Elektroinstallation (falls die noch aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg stammt), eventuell neues Bad und Küche und bei hohen Ansprüchen Neuverlegung des einen oder anderen Parkettbodens fällig.

Ach ja, die eine oder andere punktuelle Dämmmaßnahme (Dach und Souterrain) war auch noch dabei. Und irgendwann in den 70ern die Elektrosteigleitung.

Natürlich ist das ein großbürgerliches Haus mit nach heutigen Maßstäben besseren Grundrissen (große Wohnungen mit Bad und WC) und dementsprechend sind in Arbeiterhäusern umfangreichere Arbeiten nötig um sie für moderne Wohnzwecke brauchbar zu machen, z.B. Badeinbau, aber die Tendenz, Altbauten abzureißen ist nicht unwesentlich dem Wunsch nach Maximierung der Nutzfläche geschuldet - und eben (laut Zeitschrift Immobilienwirtschaft) der kompletten Fehleinschätzung der Kosten. Angenommen wird, dass 90% der Kosten auf den Bau anfallen und die Betriebs- und Erhaltungskosten nur 10% ausmachen, real dürfte es mindestens bei 50:50 liegen, wenn nicht 30:70. Dazu kommt eine gewisse Abneigung gegen Überraschungen bei Baufirmen, die ich zwar teilweise nachvollziehen kann, die meiner Meinung nach aber auch zu kräftiger Ressourcenverschwendung führt.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 08. März 2016, 19:06:34
die Tendenz, Altbauten abzureißen ist nicht unwesentlich dem Wunsch nach Maximierung der Nutzfläche geschuldet - und eben (laut Zeitschrift Immobilienwirtschaft) der kompletten Fehleinschätzung der Kosten.

Diese Fehleinschätzung ist natürlich stets "zufällig" und "unabsichtlich". Es wurde ja noch niiiie ein Altbau saniert. :-X
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Beutetiroler am 08. März 2016, 22:03:49
bei einer Wohnungssanierung von Kategorie c/DB auf A kannst mit Kosten von ugefähr € 1000 bis 1200 pro m² rechnen- je nachdem wie gut der Unterbau ist.
ca 4 Euro mehr pro m²/Monat macht der Unterschied im Zins aus- das große Geschäft machst als Vermieter also nicht. Die Zinsen für Kredite werden nicht immer so billig sein wie jetzt.

Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 09. März 2016, 15:38:52
bei einer Wohnungssanierung von Kategorie c/DB auf A kannst mit Kosten von ugefähr € 1000 bis 1200 pro m² rechnen- je nachdem wie gut der Unterbau ist.
ca 4 Euro mehr pro m²/Monat macht der Unterschied im Zins aus- das große Geschäft machst als Vermieter also nicht. Die Zinsen für Kredite werden nicht immer so billig sein wie jetzt.

Reich zu werden sollte ja EIGENTLICH auch nicht unbedingt der Sinn der Bereitstellung von Wohnraum sein... aber vielleicht bin ich da zu kommunistisch oder wie auch immer politisch "falsch" eingestellt. Und das als Hausherrensohn :D Reich wird von den Mieteinnahmen hier im Haus niemand, aber das Werkl rennt mit weit unter marktüblichen Mieten kostendeckend.

Ein aus Bewohnersicht reichlich dubioser Vorteil von (frei finanzierten) Neubauten ist der Entfall der Mietzinsbindung gemäß Mietrechtsgesetz und das ist bei Wohnbauten sicher ein nicht ganz unerheblicher Anreiz für die menschliche Gier.

Mal schaun wie sich der Wohnungsmarkt weiterentwickelt... Eigentumswohnungen scheinen bis auf weiteres an der Decke angekommen zu sein bzw. sind die Preise sogar wieder gesunken, das wirkt nach Marktsättigung. Auch die Mieten steigen - so jedenfalls mein Eindruck - nicht mehr so abartig wie noch vor zwei Jahren.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 09. März 2016, 15:57:21
bei einer Wohnungssanierung von Kategorie c/DB auf A kannst mit Kosten von ugefähr € 1000 bis 1200 pro m² rechnen- je nachdem wie gut der Unterbau ist.
ca 4 Euro mehr pro m²/Monat macht der Unterschied im Zins aus- das große Geschäft machst als Vermieter also nicht. Die Zinsen für Kredite werden nicht immer so billig sein wie jetzt.

Reich zu werden sollte ja EIGENTLICH auch nicht unbedingt der Sinn der Bereitstellung von Wohnraum sein... aber vielleicht bin ich da zu kommunistisch oder wie auch immer politisch "falsch" eingestellt. Und das als Hausherrensohn :D Reich wird von den Mieteinnahmen hier im Haus niemand, aber das Werkl rennt mit weit unter marktüblichen Mieten kostendeckend.

Gut das es noch idealisten gibt aber grundsätzlich baut man eine Firma auf um Reich und Wohlhabend zu werden.

Ein aus Bewohnersicht reichlich dubioser Vorteil von (frei finanzierten) Neubauten ist der Entfall der Mietzinsbindung gemäß Mietrechtsgesetz und das ist bei Wohnbauten sicher ein nicht ganz unerheblicher Anreiz für die menschliche Gier.
Es ist Marktwirtschaft.

Mal schaun wie sich der Wohnungsmarkt weiterentwickelt... Eigentumswohnungen scheinen bis auf weiteres an der Decke angekommen zu sein bzw. sind die Preise sogar wieder gesunken, das wirkt nach Marktsättigung. Auch die Mieten steigen - so jedenfalls mein Eindruck - nicht mehr so abartig wie noch vor zwei Jahren.

Die Eigentumswohnungspreise sinken nicht weil kein Bedarf mehr besteht sondern weil sie die Personen, die in die meisten Wohnungen einziehen würden, sich nicht leisten können. Und die Nachfrage nach "Vorsorgewohnungen" ist halt im Moment stagnierend.
Für mich als Mieter ist das sowieso alles einen Schritt zu hoch.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Achter am 09. März 2016, 20:07:02
Im Februar wurden die Gebäude Breitenfurter Straße 32-38 sowie Altmannsdorfer Straße 73 abgerissen, die befinden sich genau auf der nördlichen Ecke der Kreuzung Breitenfurter Str./Altmannsdorfer Str. (https://www.google.at/maps/@48.1633972,16.3168396,317a,20y,41.6t/data=!3m1!1e3?hl=de) Das Verfahren zur Flächenwidmung läuft derzeit noch.

So sah die Außenfront seit 2010 und das Innere 2015 aus:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: egilmar am 09. März 2016, 22:55:34
Als ich heute vorbei fuhr waren nur mehr Ziegel- und Holzberge dort gelagert. Die Häuser (oder das was noch übrig war) sind also Geschichte.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: jedleseer am 10. März 2016, 12:55:59
Hallo!
Zur Donaufelder Straße
Nahe der Kreuzung mit der Fultonstraße wurde jetzt auch ein einstöckiges Haus teilweise abgerissen. Nur die Vorderfront ließ man stehen und wird sie in den Neubau integrieren. Gleiches geschieht mit einem Haus in der Schenkendorfgasse. Es befindet sich auf dem gleichen Bauplatz.
Auf dem Plakat, das in der Schenkendorfgasse an der Hausfassade angebracht ist, kann man es leider nur schlecht erkennen.
LG
jedleseer
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: fr3 am 10. März 2016, 19:24:09
Im Februar wurden die Gebäude Breitenfurter Straße 32-38 sowie Altmannsdorfer Straße 73 abgerissen, die befinden sich genau auf der nördlichen Ecke der Kreuzung Breitenfurter Str./Altmannsdorfer Str. (https://www.google.at/maps/@48.1633972,16.3168396,317a,20y,41.6t/data=!3m1!1e3?hl=de) Das Verfahren zur Flächenwidmung läuft derzeit noch.

So sah die Außenfront seit 2010 und das Innere 2015 aus:

Nachdem die Häuser bereits im Februar 2015 auf den Abriss gewartet hatten, habe ich sie damals abgelichtet.

Schräg gegenüber in der Breitenfurterstraße Ecke Sonnergasse befinded sich eine anderer Kandidat... (5. Bild)

Das Haus gegenüber ohne Eingang (vermutlich zu Breitenfurterstrasse 20 - ehem Fa. Perkovic gehörig) sieht nicht nach Abriss aus. Das Dach ist jedoch bemerkenswert. (Bild 6)



Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Achter am 10. März 2016, 21:57:15
Der sogenannte Kandidat bei der Sonnergasse ist seit einem halben Jahr Geschichte - zwischen Schneiderhan- und Sonnergasse ist alles dem Erdboden gleichgemacht...
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Petersil am 12. März 2016, 21:50:30
Der sogenannte Kandidat bei der Sonnergasse ist seit einem halben Jahr Geschichte - zwischen Schneiderhan- und Sonnergasse ist alles dem Erdboden gleichgemacht...

Ich nehme an, man wartet den neuen Flächenwidmungsplan ab. Im bestehenden war dieser Grund aber ebenfalls schon sehr vorteilhaft gewidmet, nämlich mit 16 m Höhe. Bei der Kreuzung mit der Schneiderhangasse ist allerdings die Baulinie zurückgesetzt. Ich nehme an, man will der Firma Henkel die Zufahrt verbessern.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: oldtimer am 12. März 2016, 22:33:47
Das scheinbar leerstehende Haus Wagramer Straße 120 (https://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez22/08079001.jpg) wurde diese Woche demoliert, Wagramer Straße 110 (https://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez22/08078501.jpg) wurde mittlerweile das Dach abgenommen, ob es aufgestockt wird war nicht erkenntlich, ich tippe eher leider auf Abriss. Damit verschwinden abermals zwei alte Gebäude, wodurch die Wagramer Straße auch weiterhin zur weißen Betoneinheitswüste verkommt.

110 wurde abgetragen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Wagenbeweger am 15. März 2016, 21:03:27
Der hässliche Komplex in der Nussdorferstrasse ist auch bald Geschichte. Das Expedit Li 37 und 38, welches der letzte verbliebene Mieter in dem Gebäude ist, wird am Monatsende langsam geräumt.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: oldtimer am 15. März 2016, 21:11:12
Wird der Expedit bzw. die Ablösestelle aufgelassen oder in eine andere Räumlichkeit verlegt?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Wagenbeweger am 15. März 2016, 21:14:53
Wird der Expedit bzw. die Ablösestelle aufgelassen oder in eine andere Räumlichkeit verlegt?

Ursprünglich waren Container angedacht, doch jetzt hat man angeblich eine Lokalität bei der Canisiusgasse gefunden.
Das leerstehende Geschäft gegenüber, wo bis vor kurzen noch ein Anker drinnen war, währe perfekt gewesen, aber das hat schon einen neuen Besitzer.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 15. März 2016, 22:18:09
Das Haus Hetzendorfer Straße 84 steht auch kurz vor dem Ende. Man hat inzwischen offensichtlich alles getan um es ausreichend zu devastieren!


[attachimg=1]
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Ferry am 16. März 2016, 14:20:50
Das Haus Hetzendorfer Straße 84 steht auch kurz vor dem Ende. Man hat inzwischen offensichtlich alles getan um es ausreichend zu devastieren!

Wenn ich könnte, würde ich versuchen, die Meinl-Leuchttafel zu retten. Um die ist es ewig schade.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Operator am 16. März 2016, 14:42:03
Das Haus Hetzendorfer Straße 84 steht auch kurz vor dem Ende. Man hat inzwischen offensichtlich alles getan um es ausreichend zu devastieren!

Wenn ich könnte, würde ich versuchen, die Meinl-Leuchttafel zu retten. Um die ist es ewig schade.
Das Bild ist älter, ich glaube, das wird es schon lange nicht mehr geben!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 16. März 2016, 15:16:24
Das Bild ist älter, ich glaube, das wird es schon lange nicht mehr geben!
Ja, das Bild ist von 2000.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 16. März 2016, 15:22:17

Das Bild ist älter, ich glaube, das wird es schon lange nicht mehr geben!
Ja, dort ist gar nichts mehr, nur eine kaputte, dreckige Fassade und ein (leichter) Brandschaden. Das Haus ist leer und es wurde offensichtlich alles gemacht um es abbruchreif zu kriegen. Das Problem für einen potentiellen Grundstück-Versilberer ist, dass es in einer Schutzzone steht, da braucht es für den Abbruch einen guten Grund. Man setzt vermutlich auf einen (Gefälligkeits-)Bescheid der Baupolizei, die den Abriss wegen großer Baufälligkeit aus Sicherheitsgründen vorschreibt. So kann man dann als gesetzestreuer Bürger seine Hände in Unschuld waschen. Was man dort machen will ist mir nicht klar, bei der bestehenden Widmung ist das (kleine) Grundstück praktisch nicht gewinnbringend verwertbar.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Tramwayhüttl am 23. März 2016, 19:24:00
Das Haus Hofmühlgasse 6 muss im Sommer 2017 der U2-Verlängerund weichen, da dort ein Stationsaufgangsgebäude hinkommt. Ein Bekannter wohnt dort. Grund ist dass dieses Haus als "desolat" erachtet wurde (es hat auch eine ungewöhnlich "Schiefe" bzw. abgesunkene (?) Fassade und wurde ziemlich dilettantisch (kaputt)renoviert) und als einziges im Umkreis nicht unterkellert ist.

http://www.wienverzeichnis.at/fileupload/gratiseintrag/TN_2757.jpg
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 23. März 2016, 19:51:58
Es ist ja noch gar nicht fix, dass diese unnötige U-Bahn überhaupt gebaut wird!  :-[
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Tramwayhüttl am 23. März 2016, 20:54:02
Die Hausbesitzerin hat aber den Bescheid von der Stadt bekommen und ist der Meinung dagegen wäre man eh machtlos. Den Mietern mit befristetem Vertrag wurde schon mitgeteilt dass dieser aus o.g. Grund ausläuft und nicht verlängert bzw. abgegolten wird.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: skytree am 23. März 2016, 21:31:01
Wie sieht so ein Bescheid aus - ist das schon eine Enteignung?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 24. März 2016, 00:06:30
Enteignung nicht, aber als juristischer Laie meine ich:
Sie bekommt nur mehr den Preis für den Grund, das Haus muss nicht mehr abgelöst werden, weil ja desolat und Abbruchbescheid vorliegt. Eventuell zieht man ihr noch die ABbruchkosten vom Grundpreis ab.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 24. März 2016, 05:55:02
Um das Haus ist es schade. Eines der letzten niedergeschoßigen Häuser am Magdalenengrund, von denen es vor 20 Jahren zahlreiche gab.Auch ohne U-Bahn ist das Nachverdichtungspotential enorm und für einen Investor eine Goldgrube.

Das Geschäftslokal beherbergte übrigens lange Jahre ein Registrierkassengeschäft. "Seit 100 Jahren Kassen die passen". Mit dem Y2K-Bug haben sie sich noch einmal retten können, aber dann war es vorbei. Heute ist da so eine Ayurveda-Massage drin.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 24. März 2016, 06:32:20
Das Geschäftslokal beherbergte übrigens lange Jahre ein Registrierkassengeschäft. "Seit 100 Jahren Kassen die passen". Mit dem Y2K-Bug haben sie sich noch einmal retten können, aber dann war es vorbei.
Heute könnte man mit passenden Registrierkassen hingegen wieder ein Geschäft machen. ::)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Tramwayhüttl am 24. März 2016, 14:27:47
Das Geschäft ist soweit ich weiß nur übersiedelt, der Massagesalon ist recht gut und vor allem seriös (NUR Massage mit normalem "finish" 8) )

An die Experten: Sonderlich viel dürfte an dem Haus aber nicht mehr Original sein, auch /vor allem im Inneren nicht. Was hat es mit der auffallend schiefen/verzogenen Fassade auf sich?

Sicher ist es irgendwie schade, andererseits bin ich froh dass es nicht eines der markanten (und sanierten) Eckhäuser an der Wienzeile trifft.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Achter am 04. April 2016, 17:17:08
So sah es heute in der Lainzer Straße 132 aus - das Haus samt geschlossenen Geschäften steht noch.

Lainzer Straße 141 (Julien-Hof) wurde entkernt - die Fassade steht noch, dahinter ist aber alles weg. Somit ein Potemkinsches Dorf.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: N1 am 04. April 2016, 17:31:02
Das Haus Heiligenstädter Straße 93, eines der wenigen Gründerzeithäuser in der Gegend, gehört seit kurzem der Vergangenheit an.
(https://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez19/06189501.jpg)
Quelle: Wien Kulturgut (https://www.wien.gv.at/kulturportal/public/)
(Das Haus links neben dem Mondo, heute: Penny)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 04. April 2016, 20:23:43
Das ist aber ein Haus aus der  sog. "Vorgründerzeit"!  ;)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Achter am 04. April 2016, 21:43:18
Eine Meldung aus dem EBFÖ:

Wer noch schnell das "seltsame" Gebäude der Fa. Bertrams - Knie und Ofenfabrik - am Handelskai neben dem Millennium Tower ablichten möchte, sollte sich beeilen.
Die Bagger sind schon aufgefahren.


Quelle: http://www.bahnforum.info/smf/index.php?topic=124351.from1459798276;topicseen#msg1760726
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 04. April 2016, 22:06:23
Eine Meldung aus dem EBFÖ:

Wer noch schnell das "seltsame" Gebäude der Fa. Bertrams - Knie und Ofenfabrik - am Handelskai neben dem Millennium Tower ablichten möchte, sollte sich beeilen.
Die Bagger sind schon aufgefahren.
Ofenrohr- und -kniefabrik.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 05. April 2016, 09:56:45
Das Haus Heiligenstädter Straße 93, eines der wenigen Gründerzeithäuser in der Gegend, gehört seit kurzem der Vergangenheit an.
... und das kommt hin:

(http://piment.at/Content/uploads/immomakler/justimmo-2016-04-05_06_24-1459830804/32d781341045197f11f6731e630384568ed30cc246600ec9e53f3d1ba60bd145.jpg)
(Q: http://piment.at/objekte/fuer-anleger-wohnen-an-der-hohen-warte-heiligenstaedter-strasse-93-top-15 )
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 05. April 2016, 11:53:15
Schräg geteilte FEnsterbalken - eine Wahnsinnsinnovation.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 05. April 2016, 11:57:29
Schräg geteilte FEnsterbalken - eine Wahnsinnsinnovation.

Ein unbedarfter CAD-Nutzer kriegt halt nicht mehr hin, als einen Strich zu markieren und zu drehen. :-\
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 05. April 2016, 13:45:19
Das Beste find ich ja den Baum vor der Tiefgarageneinfahrt.  :fp: Aber ja, ein Rendering-Haus, das nicht von Bäumen eingerahmt ist, ist wohl kein gutes Rendering-Haus.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 05. April 2016, 14:00:21
Die nach innen versetzten Garagentore und Hauseingänge bringen mich auch zu der Überlegung, ob keiner dieser Architekten jemals in so einer von ihm "entworfenen" Bude gelebt hat – da sammelt sich Mist, Besoffene und Sandhasen erleichtern sich dort ungesehen, es stinkt also auch ... und Angsträume sind diese Nischen obendrein. Summa summarum also durchaus :ugvm:.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 05. April 2016, 18:33:17
Das Beste find ich ja den Baum vor der Tiefgarageneinfahrt.  :fp: Aber ja, ein Rendering-Haus, das nicht von Bäumen eingerahmt ist, ist wohl kein gutes Rendering-Haus.

Also mir schaut das so aus als ob zwischen Baum/Grünstreifen und Gehsteig noch eine Fahrbahn wäre.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 05. April 2016, 21:53:06
Die nach innen versetzten Garagentore und Hauseingänge bringen mich auch zu der Überlegung, ob keiner dieser Architekten jemals in so einer von ihm "entworfenen" Bude gelebt hat – da sammelt sich Mist, Besoffene und Sandhasen erleichtern sich dort ungesehen, es stinkt also auch
Ist das eventuell mittlerweile in der Bauordnung etc. so vorgeschrieben? Ich beobachte das nämlich bei fast jedem Neubau - bei Bauten aus den 80er, 90er-Jahren war das hingegen noch nicht so.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 05. April 2016, 22:37:10
Die nach innen versetzten Garagentore und Hauseingänge bringen mich auch zu der Überlegung, ob keiner dieser Architekten jemals in so einer von ihm "entworfenen" Bude gelebt hat – da sammelt sich Mist, Besoffene und Sandhasen erleichtern sich dort ungesehen, es stinkt also auch
Ist das eventuell mittlerweile in der Bauordnung etc. so vorgeschrieben? Ich beobachte das nämlich bei fast jedem Neubau - bei Bauten aus den 80er, 90er-Jahren war das hingegen noch nicht so.

Wahrscheinlich müssen die Türen heute nach aussen aufschlagen und dürfen aber nicht den "Lichtraum" des Hauses verlassen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 06. April 2016, 00:05:55
Wahrscheinlich müssen die Türen heute nach aussen aufschlagen und dürfen aber nicht den "Lichtraum" des Hauses verlassen.

Das ließe sich aber leicht anders lösen, indem man die Türen nicht in rechteckige, sondern abgeschrägte Kobel setzt. Dann ist die Sichtbarkeit des Türraums auch von der Seite gewährleistet und es entsteht kein Angstraum. Mitten in der Nacht sind die Dinger ja normalerweise nicht beleuchtet.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 06. April 2016, 00:15:14
Naja, nicht wirklich, wennst zB 100 als Durchgangslichte brauchst, ist es egal, ob der Türrahmen grad oder schräg steht, das Türblatt muss ja mindestens 100 hinter der Fassadenflucht angeschlagen sein
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 06. April 2016, 00:20:55
Nein, ich meinte es so: ;)

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Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 06. April 2016, 00:26:31
Nein, ich meinte es so: ;)

(Dateianhang Link)

Bist du wahnsinnig, da gehen 3 Quadratmeter verloren, das gibt Bauträgerkonkurse auf die nächsten Jahrzehnte und ein Arbeitslosenheer, das kannst garnicht in Badewannen messen
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 06. April 2016, 00:51:07
Bei Garagentoren sticht das Argument nicht, das sind ja heute fast immer Rolltore, die nach oben aufgehen. Und ich kenne durchaus ein paar ältere Konstrukte mit zurückgesetzten Garagentoren, z.B. auf der stadteinwärtigen Seite der Martinstraße recht weit unten bei der Währinger Straße, ein 70er-Bau. Dort stinkt es immer abartig!

Bei uns gegenüber ist gleich die ganze Rampe offen und das Tor ist erst unten im Keller bzw. beim auf einen Hügel gebauten Nachbarhaus am oberen Ende der Rampe. Wird aber anscheinend seltener als WC verwendet, jedenfalls riecht es dort nur intensiv nach dem als Schalldämmung aufgepickten Kork.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 06. April 2016, 08:20:06
Bei Garagentoren sticht das Argument nicht, das sind ja heute fast immer Rolltore, die nach oben aufgehen. Und ich kenne durchaus ein paar ältere Konstrukte mit zurückgesetzten Garagentoren, z.B. auf der stadteinwärtigen Seite der Martinstraße recht weit unten bei der Währinger Straße, ein 70er-Bau. Dort stinkt es immer abartig!

Bei uns gegenüber ist gleich die ganze Rampe offen und das Tor ist erst unten im Keller bzw. beim auf einen Hügel gebauten Nachbarhaus am oberen Ende der Rampe. Wird aber anscheinend seltener als WC verwendet, jedenfalls riecht es dort nur intensiv nach dem als Schalldämmung aufgepickten Kork.

Das hat vielleicht mit dem Luftvolumen innerhalb der Garage und der damit verbundenen Dimensionierung der Lüftung zu tun. ???
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 06. April 2016, 08:28:11
Zitat
Bei uns gegenüber ist gleich die ganze Rampe offen und das Tor ist erst unten im Keller bzw. beim auf einen Hügel gebauten Nachbarhaus am oberen Ende der Rampe. Wird aber anscheinend seltener als WC verwendet, jedenfalls riecht es dort nur intensiv nach dem als Schalldämmung aufgepickten Kork.

Das hat vielleicht mit dem Luftvolumen innerhalb der Garage und der damit verbundenen Dimensionierung der Lüftung zu tun. ???

Ist das Tor unten, kann ich die Rampe raus lassen aus der Berechnung (gilt ja als "im freien"). Ist das Tor oben muß ich die Rampe mitrechnen. Die Unterschiede sind aber marginal und haben praktisch keinen monetären Nutzen sondern sind reine Architektur spielerein.
Bei stark befahrenen Tiefgaragen hats vielleicht eine Auswirkung aber eine Wohnhaus Garage fällt da nicht drunter.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 06. April 2016, 23:38:52
Zitat
Bei uns gegenüber ist gleich die ganze Rampe offen und das Tor ist erst unten im Keller bzw. beim auf einen Hügel gebauten Nachbarhaus am oberen Ende der Rampe. Wird aber anscheinend seltener als WC verwendet, jedenfalls riecht es dort nur intensiv nach dem als Schalldämmung aufgepickten Kork.

Das hat vielleicht mit dem Luftvolumen innerhalb der Garage und der damit verbundenen Dimensionierung der Lüftung zu tun. ???

Ist das Tor unten, kann ich die Rampe raus lassen aus der Berechnung (gilt ja als "im freien"). Ist das Tor oben muß ich die Rampe mitrechnen. Die Unterschiede sind aber marginal und haben praktisch keinen monetären Nutzen sondern sind reine Architektur spielerein.
Bei stark befahrenen Tiefgaragen hats vielleicht eine Auswirkung aber eine Wohnhaus Garage fällt da nicht drunter.

Interessant wird es eventuell aus Brandschutzgründen: ab 1000 m2 braucht man Brandabschnitte samt teuren Toren usw., jedenfalls ist das mein letzter Stand, auch schon wieder 10 Jahre alt. Keine Ahnung ob das um 1980 als das Haus gegenüber gebaut worden ist auch schon der Fall war. Wahrscheinlicher ist aber, dass man den 48ern freien Zutritt zum Müllraum am unteren Ende der Rampe lassen wollte.

Irrerweise hat dieses Haus übrigens laut interner Zählung drei oder vier Kellergeschosse, beide Eingänge liegen auf K2 und die Garage ist auf K3. Der Hintergedanke dabei war offenbar die Hanglage, aber schon im K1 sind Wohnungen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 07. April 2016, 12:05:32
Beim Haus Gersthofer Straße 74 hat heute anscheinend der Abriss begonnen. Zumindest stand vorhin ein LKW mit Mulde im geöffneten Gartentor und ein Teil des Gebäudes ist "angeknabbert".
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: RobertK am 01. Mai 2016, 14:51:32
Um das alte Atelier in der Rechten Bahngasse 20 im 3. Bezirk hatte ich mir schon länger Sorgen gemacht, daher hatte ich es vor vier Jahren vorsorglich fotografiert.
Meine Sorge war nicht unbegründet, denn jetzt ist es weg. Laut Aussage eines Passanten ist es vor ca. 3 Wochen abgerissen worden. Auch die rechts davon befindliche niedrige Ziegelmauer mit dem Zaun und dem Metalltor ist entfernt worden.

Wie ich hier (http://oevp-wien.at/landstrasse/antraege-und-anfragen) im Netz gefunden habe, gab es im Jänner 2015 in der Bezirksvertretetersitzung eine Anfrage bzgl. des möglichen Denkmalschutzes für dieses Objekt, doch irgendwie hat die dafür zuständige amtsführende Stadträtin nicht darauf reagiert...
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 01. Mai 2016, 17:32:48
. . . . und die Bäume.  :down:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Ferry am 02. Mai 2016, 08:20:15
. . . . und die Bäume.  :down:

Und das ist ziemlich heftig, weil m.W. dafür Ersatzpflanzungen durchgeführt werden müssten (Wiener Bauordnung).
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 02. Mai 2016, 08:34:28
. . . . und die Bäume.  :down:

Und das ist ziemlich heftig, weil m.W. dafür Ersatzpflanzungen durchgeführt werden müssten (Wiener Bauordnung).

Ja die Ersatzpflanzungen. Da gibts mehrere möglichkeiten:
1.: Man zahlt einen Abschlag (quasi eine Strafe die sich irgendwie aus dem Baumstamdurchmesser errechnet)
2.: Man pflanzt wirklich ein paar neue Bäume, deren Anzahl sich auch irgendwie aus dem Baumstammdurchmesser ergibt. Diese pflanzungen müssen auf entweder in unmittelbarer Umgebung oder auf einem dafür vorgemerkten Grundstück durch geführt werden. Ob der Baum an der neuen Stelle überhaupt überlebt, steht aber auf einem anderen Papier.
3.: Man erklärt den Baum für krank und muß noch weniger machen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 02. Mai 2016, 09:18:55
. . . . und die Bäume.  :down:

Und das ist ziemlich heftig, weil m.W. dafür Ersatzpflanzungen durchgeführt werden müssten (Wiener Bauordnung).

Aj die Ersatzpflanzungen. Da gibts mehrere möglichkeiten:
...
2.: Man pflanzt wirklich ein paar neue Bäume, deren Anzahl sich auch irgendwie aus dem Baumstammdurchmesser ergibt. Diese pflanzungen müssen auf ... einem dafür vorgemerkten Grundstück durch geführt werden. ...
Wozu, glaubt ihr, wird es einen Norbert-Scheed-Wald (Wienerwald Nordost) geben? Das ist die Gegend, wo die ganzen Ersatzpflanzungen durchgeführt werden können, ohne dass sie wen stören. Und ein Mal im Jahr gibt es auch noch medienwirksam die Anpflanzung des "Wald der Jungen Wienerinnen und Wiener"  >:D
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 02. Mai 2016, 09:33:46
Ich frage mich, was man auf diesem Grundstück bauen möchte. Dort passt ja maximal ein ebenerdiges Haus mit Flachdach hin, es sei denn man mauert beim Nachbarhaus alle seitlichen Fenster zu. Oder entsteht dort ein kleiner Park? Dann kann man auch die Ersatzpflanzung durchführen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 02. Mai 2016, 11:56:12
Ich frage mich, was man auf diesem Grundstück bauen möchte. Dort passt ja maximal ein ebenerdiges Haus mit Flachdach hin, es sei denn man mauert beim Nachbarhaus alle seitlichen Fenster zu. Oder entsteht dort ein kleiner Park? Dann kann man auch die Ersatzpflanzung durchführen.

Auf dem Grund kann man gut ~290m² pro Geschoß bauen. Das ist ordentlich viel Platz für ein Mehrparteinhaus.
Also locker mal 10 Wohnungen á 80m² bauen.
10 Wohnungen zum Preis von ~300000€ macht also knapp 3Mios.
Wenn das mal kein Argument ist diesen Rattenstall abzureißen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 02. Mai 2016, 13:09:41
Man kann dort eben nicht so einfach ein mehrstöckiges Gebäude anbauen. Außer, man mauert wie gesagt die Fenster am Nachbargebäude zu.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 02. Mai 2016, 13:26:24
Man kann dort eben nicht so einfach ein mehrstöckiges Gebäude anbauen. Außer, man mauert wie gesagt die Fenster am Nachbargebäude zu.

Alles geht.
Selbst wenn man dort einen Lichtschacht frei lässt gehen sich dort mindestens 10 Wohnungen aus.
Die hinteren Fenster dürfen sogar bleiben, da laut  Bebauungsplan dort ein Hof vorgesehen werden muß.
Und bei den 2 anderen Fenster lässt man halt frei und baut darüber und dahinter zu. Möglich ist alles.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Ferry am 02. Mai 2016, 14:10:00
Selbst wenn man dort einen Lichtschacht frei lässt gehen sich dort mindestens 10 Wohnungen aus.
Die hinteren Fenster dürfen sogar bleiben, da laut  Bebauungsplan dort ein Hof vorgesehen werden muß.
Und bei den 2 anderen Fenster lässt man halt frei und baut darüber und dahinter zu. Möglich ist alles.

Interessant wäre, welche Bauklasse das Grundstück hat. Davon hängt nämlich die maximale Bauhöhe ab.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 02. Mai 2016, 14:10:42
Man kann dort eben nicht so einfach ein mehrstöckiges Gebäude anbauen. Außer, man mauert wie gesagt die Fenster am Nachbargebäude zu.

Alles geht.
Selbst wenn man dort einen Lichtschacht frei lässt gehen sich dort mindestens 10 Wohnungen aus.
Die hinteren Fenster dürfen sogar bleiben, da laut  Bebauungsplan dort ein Hof vorgesehen werden muß.
Und bei den 2 anderen Fenster lässt man halt frei und baut darüber und dahinter zu. Möglich ist alles.

Ich kenn die Grundstücksgrenzen und Bebauungsrichtlinien dort nicht im Detail, aber Fenster in Feuermauern zur Grundgrenze hin werden nur auf Wiederruf vom Nachbarn erlaubt. Wenn der später was baut, hat der Fensterbenützer einfach Pech gehabt.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 02. Mai 2016, 14:18:28
Selbst wenn man dort einen Lichtschacht frei lässt gehen sich dort mindestens 10 Wohnungen aus.
Die hinteren Fenster dürfen sogar bleiben, da laut  Bebauungsplan dort ein Hof vorgesehen werden muß.
Und bei den 2 anderen Fenster lässt man halt frei und baut darüber und dahinter zu. Möglich ist alles.

Interessant wäre, welche Bauklasse das Grundstück hat. Davon hängt nämlich die maximale Bauhöhe ab.

Bauklasse IV.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Bus am 02. Mai 2016, 14:30:17
Ich frage mich nur, was dieses kleine Häuschen mal war?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: nord22 am 03. Mai 2016, 08:57:33
Wieder ein schöner Gründerzeitbau weniger: Abschied vom alten Türkenwirt http://wien.orf.at/news/stories/2772072/ (http://wien.orf.at/news/stories/2772072/). Der Neubau an dieser Stelle ist an Hässlichkeit nicht zu überbieten ...

nord22
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 03. Mai 2016, 09:04:43
Wieder ein schöner Gründerzeitbau weniger: Abschied vom alten Türkenwirt http://wien.orf.at/news/stories/2772072/ (http://wien.orf.at/news/stories/2772072/). Der Neubau an dieser Stelle ist an Hässlichkeit nicht zu überbieten ...
Die Boku braucht halt dringend ein zusätzliches Gebäude.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Ferry am 03. Mai 2016, 09:05:47
Interessant wäre, welche Bauklasse das Grundstück hat. Davon hängt nämlich die maximale Bauhöhe ab.

Bauklasse IV.

OK, das bedeutet eine Gebäudehöhe von mindestens 12 und maximal 21 Meter (also max. sechs Stockwerke).
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 03. Mai 2016, 09:05:58
Wieder ein schöner Gründerzeitbau weniger: Abschied vom alten Türkenwirt http://wien.orf.at/news/stories/2772072/ (http://wien.orf.at/news/stories/2772072/). Der Neubau an dieser Stelle ist an Hässlichkeit nicht zu überbieten ...

nord22

Also jetzt doch?
Ein Freund von mir feierte seit ca. 10 Jahren immer seinen Geburtstag im Tüwi, weil das "heuer wahrscheinlich das letzte Mal" sein wird.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 03. Mai 2016, 12:13:39
Wieder ein schöner Gründerzeitbau weniger: Abschied vom alten Türkenwirt http://wien.orf.at/news/stories/2772072/ (http://wien.orf.at/news/stories/2772072/). Der Neubau an dieser Stelle ist an Hässlichkeit nicht zu überbieten ...

nord22

Also jetzt doch?
Ein Freund von mir feierte seit ca. 10 Jahren immer seinen Geburtstag im Tüwi, weil das "heuer wahrscheinlich das letzte Mal" sein wird.

Ja ja, die Abschiedsparty war am 15. April!

Viel sinnvoller für die Boku wäre das gegenüber liegende Modul-Grundstück, das in den nächsten Jahren frei wird (die Schule übersiedelt in die Muthgasse)! Das Tüwi-Grundstück bietet sich einfach mit dem vorhandenen Haus für Wohnzwecke an.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 03. Mai 2016, 21:07:10
Beim Haus Gersthofer Straße 74 hat heute anscheinend der Abriss begonnen. Zumindest stand vorhin ein LKW mit Mulde im geöffneten Gartentor und ein Teil des Gebäudes ist "angeknabbert".
Das Haus ist seit heute komplett weg - es stehen nur mehr Reste der Wand zum Nachbargrundstück.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 06. Mai 2016, 21:57:10
Hetzgasse 8
Die letzte Familie zieht aus - Ablöse: kolportierte 450.000 Euro
Quelle: http://www.krone.at/Oesterreich/Um_450.000_Euro_abgeloest_Letzte_Mieter_zogen_aus-Abriss-Krimi_in_Wien-Story-508963 (http://www.krone.at/Oesterreich/Um_450.000_Euro_abgeloest_Letzte_Mieter_zogen_aus-Abriss-Krimi_in_Wien-Story-508963)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: nord22 am 08. Mai 2016, 14:43:52
Das Ensemble Linzer Straße 91/ Diesterweggasse bestehend aus einem Biedermeierhaus und einem Gründerzeitbau (um 1900, weiße Fassade) ehemals Hotel Gloriette inkl. Cafe Konditorei steht leer, alle Türen wurden mit weißen Holzplatten verschlossen.
Dürfte nur mehr eine Frage der Zeit sein, bis die Gebäude auf "Bauhöhe Null" gebracht werden ...

nord22
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 08. Mai 2016, 16:54:43
Das grassiert jetzt in Wien. Da dürfen sich jene ungehemmt austoben, die draus große Rendite machen und all jene Helfershelfer, die sich für Architekten halten!  :down:  :-[
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 08. Mai 2016, 18:22:16
Das Ensemble Linzer Straße 91/ Diesterweggasse bestehend aus einem Biedermeierhaus und einem Gründerzeitbau (um 1900, weiße Fassade) ehemals Hotel Gloriette inkl. Cafe Sitler geheißen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Soundy am 08. Mai 2016, 20:01:07
Das Ensemble Linzer Straße 91/ Diesterweggasse bestehend aus einem Biedermeierhaus und einem Gründerzeitbau (um 1900, weiße Fassade) ehemals Hotel Gloriette inkl. Cafe Konditorei steht leer, alle Türen wurden mit weißen Holzplatten verschlossen. ...

nord22

So sah das Gebäude einmal aus (2009 und 2007) und da dies hier ein Tramwayforum ist, eine Aufnahme der "dazugehörigen" Haltestelle von 6.7.2011 mit A1 76.

Soundy
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 08. Mai 2016, 21:03:36
 War da nicht der Money Point drin?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 08. Mai 2016, 21:50:16
Gegenüber.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: noniq am 08. Mai 2016, 21:53:09
Ich geh da jeden Tag vorbei – gefühlt hat sich seit Jahren nichts geändert (auch die Holzplatten in den Türen gibts schon ewig). Vor ein paar Monaten war mal ein paar Wochen lang ein Fenster im 2. Stock zur Diesterweggasse offen – irgendwann wurde das aber auch wieder zugemacht :-)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 08. Mai 2016, 22:54:25
Gegenüber.
Im ehemaligen Umek - heute ist auch so ein Money-Point ähnliches Geschäft drinnen.

Umek war ursprünglich ein Greißler, hat dann (noch vor Billa-Zeiten so um 1960) den ersten Supermarkt in dieser Gegend errichtet. Er versprach 1000 Schilling jedem, der der Kassa einen Rechenfehler nachweisen konnte - ich hab addieren gelernt - jeden Umek-Zettel den ich erwischen konnte, hab ich nachgerechnet.
Am Mittwoch gab es nach der Mittagspause frisch gekochte Rindszunge - mir rinnt neute noch das Wasser im Mund zusammen, wenn ich dran denke.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 09. Mai 2016, 11:32:19
Am Mittwoch gab es nach der Mittagspause frisch gekochte Rindszunge - mir rinnt neute noch das Wasser im Mund zusammen, wenn ich dran denke.
Zunge, bäääh... Ich es sicher nix, was jemand anderer schon im Mund gehabt hat. :P
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 09. Mai 2016, 12:39:25
Wenn ich dran denke, was da früher für eine Lokaldichte war:
Cafe Sitler, dann das Kaffeehaus gegenüber auf Missindorfstraße 1 (Name fällt mir nicht ein), Drechslergasse 2 das Cafe Linzerhof, Diesterweggasse#Cumberlandstraße der Hradetzky, Linzerstraße 100 ein Cafe und bis zur Ameisgasse noch 2 Wirtshäuser, dabei hab ich die noch nicht mitgezählt die zwischen Linzer Straße und Hütteldorfer Straße waren.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 10. Mai 2016, 11:10:26
Ich geh da jeden Tag vorbei – gefühlt hat sich seit Jahren nichts geändert (auch die Holzplatten in den Türen gibts schon ewig). Vor ein paar Monaten war mal ein paar Wochen lang ein Fenster im 2. Stock zur Diesterweggasse offen – irgendwann wurde das aber auch wieder zugemacht :-)
Ziemlich dubiose Geschichte! Die beiden Gebäude stehen seit über 20 Jahren leer und gehören angeblich einem chinesischen Investor. Im Jahr 2004 hat es mal eine "Sanierung" gegeben, ansonsten passiert dort seit vielen Jahren nichts.

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/chronik/151089_Weiter-Raetselraten-um-Geister-Hotel.html?em_view=

http://derstandard.at/2000013498763/Bepflanzte-Baumscheiben-in-der-ehemaligen-Rotlichtgegend
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 06. Juli 2016, 22:32:26
Heute (oder möglicherweise schon gestern) wurde äußerst unerwartet mit dem Abbruch des Hauses Währinger Straße 92, vormals Bäckerei Haag, vormals Bäckerei Schamburek begonnen. Unerwartet deshalb, weil der dortige Spar-Markt eigentlich nur renovieren wollte (Baugenehmigung "Umbau von Arbeitsräumen (Backstube) zu Verkaufsräumen" von Februar 2016) und Schilder in der Auslage verkündeten "Wir sind ab Herbst wieder für Sie da!". Heute gegen 11 Uhr fehlte plötzlich fast das halbe Haus und es hängt eine schon mit 30.5.2016 datierte Baugenehmigung für Abbruch und Neubau eines Wohnhauses mit einem Büro und Supermarkt.

(https://www.wien.gv.at/kulturportal/m19objekte/bez18/10362101.jpg)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 06. Juli 2016, 23:20:07
Es handelt sich übrigens um das linke, niedrige, entstuckte Haus - falls irgendwer denkt, das Gründerzeithaus wird abgerissen.  ;)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Tramwayhüttl am 07. Juli 2016, 23:35:34
Puh, ich hab schon schlimmes befürchtet....
Ok, um das ist es nicht wirklich schade.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 08. Juli 2016, 15:38:53
Puh, ich hab schon schlimmes befürchtet....
Ok, um das ist es nicht wirklich schade.

Jein - ich finde es schon eine gewisse Ressourcenverschwendung, das alles zu entsorgen. Die Dippelbäume aus denen die Decken bestehen sind teilweise über 15 cm dick und um die 50 cm breit! Das müssen riesige Fichten oder Tannen gewesen sein!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 08. Juli 2016, 20:21:48
Die Firma Schuh hat in der Atzgersdorfer Straße gegenüber der Endemanngasse ein Sägewerk, in dem aus den Dippelbäumen Bretter geschnitten werden. Die sind gesucht und recht teuer, das Holz ist oft mehr als 100 Jahre geschützt getrocknet, besseres bekommt man heute nicht.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 08. Juli 2016, 22:51:56
Da werden "antike" Möbel draus gemacht!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 08. Juli 2016, 23:40:46
Die Firma Schuh hat in der Atzgersdorfer Straße gegenüber der Endemanngasse ein Sägewerk, in dem aus den Dippelbäumen Bretter geschnitten werden. Die sind gesucht und recht teuer, das Holz ist oft mehr als 100 Jahre geschützt getrocknet, besseres bekommt man heute nicht.

Dort offensichtlich kein Thema, die sind in recht üblem Zustand nachdem der Bagger sie aus dem Haus gerissen hat. Wie weit ein Teil davon schon morsch war, ist allerdings von der Straße aus schwer zu beurteilen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 11. Juli 2016, 23:52:10
Das hätte weitaus schlimmer werden können (9., Währinger Straße/Spitalgasse)...
Aktuell wird das nächste Haus (jenes mit dem schlechtesten Fassadenzustand der drei weiter in die Straße hineingebauten Häuser) eingerüstet.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: h 3004 am 12. Juli 2016, 09:16:46
Das geht offenbar sogar, ohne die Haltestelle zu verlegen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: oldtimer am 12. Juli 2016, 09:54:25
Das geht offenbar sogar, ohne die Haltestelle zu verlegen.

Nicht ganz, die vordere Haltestelle der Doppelhaltestelle war einige Wochen aufgelassen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 12. Juli 2016, 11:34:44
Das geht offenbar sogar, ohne die Haltestelle zu verlegen.

Nicht ganz, die vordere Haltestelle der Doppelhaltestelle war einige Wochen aufgelassen.

Wäre aber nicht notwendig gewesen. Da war noch genug Platz, um neben und unter dem Gerüst zu gehen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 14. Juli 2016, 00:44:31
Das Gerüst beim Eckhaus ging bis zum Randstein! :lamp:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 14. Juli 2016, 13:33:26
Das Gerüst beim Eckhaus ging bis zum Randstein! :lamp:

Das habe ich anders in Erinnerung... auf alle Fälle konnte man unter dem Gerüst bequem die Gehsteigkante erreichen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 14. Juli 2016, 21:02:34
Das Gerüst beim Eckhaus ging bis zum Randstein! :lamp:

Das habe ich anders in Erinnerung... auf alle Fälle konnte man unter dem Gerüst bequem die Gehsteigkante erreichen.
Es stand jedenfalls deutlich weiter in den Gehsteig hinein als das neue Gerüst beim Nebenhaus. Und die Steher hätten meiner Meinung nach "problemlos" Fahrgäste beim Aus- und Einsteigen behindern können. Insbesondere weil man beim Aussteigen nicht unbedingt darauf vorbereitet ist, dass 50-100 cm vor der Türe ein senkrechter Metallpfosten steht.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: h 3004 am 15. Juli 2016, 10:04:25
Ja, wenn man mit Kühlschrank oder Maibaum ein/aussteigen will, sicher!  ;)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 15. Juli 2016, 12:10:33
Ja, wenn man mit Kühlschrank oder Maibaum ein/aussteigen will, sicher!  ;)
Da reicht auch schon ein Rollstuhl oder Kinderwagen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 15. Juli 2016, 13:15:12
Der Gehsteig ist dort, soweit man dem Messwerkzeug im offiziellen Online-Stadtplan trauen kann, um die 4 m breit. Das Baugerüst war sicher höchstens 2,5 m, aber eher nur 2 m breit. Folglich wäre mehr als genug Platz gewesen - WEIT mehr als auf der blödsinnigen Haltestelleninsel vom 5er und 33er derzeit!

Übrigens ist die Sanierung oberhalb schon recht weit gediehen, das Haus strahlt jetzt in Schönbrunnergelb mit weißen Details, aus dem hässlichsten ist das schönste Haus des Blocks geworden!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 21. Juli 2016, 22:36:19
Heute (oder möglicherweise schon gestern) wurde äußerst unerwartet mit dem Abbruch des Hauses Währinger Straße 92, vormals Bäckerei Haag, vormals Bäckerei Schamburek begonnen.
Und mittlerweile hat man freie Sicht auf den riesigen Ziegelkamin im Innenbereich. Bloß die Frage, wie lang der noch steht?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 37er-Wagen am 29. Juli 2016, 13:17:14
Heute (oder möglicherweise schon gestern) wurde äußerst unerwartet mit dem Abbruch des Hauses Währinger Straße 92, vormals Bäckerei Haag, vormals Bäckerei Schamburek begonnen.
Und mittlerweile hat man freie Sicht auf den riesigen Ziegelkamin im Innenbereich. Bloß die Frage, wie lang der noch steht?

DIE Frage hat sich mittlerweile auch schon geklärt, von dem ist nicht mehr viel übrig...
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 01. August 2016, 13:20:01
Heute (oder möglicherweise schon gestern) wurde äußerst unerwartet mit dem Abbruch des Hauses Währinger Straße 92, vormals Bäckerei Haag, vormals Bäckerei Schamburek begonnen.
Und mittlerweile hat man freie Sicht auf den riesigen Ziegelkamin im Innenbereich. Bloß die Frage, wie lang der noch steht?

DIE Frage hat sich mittlerweile auch schon geklärt, von dem ist nicht mehr viel übrig...

Aktuell nichts mehr. Aber das Hofhaus will man anscheinend stehen lassen, jedenfalls ist es teilweise mit Balken vor herabfallenden Trümmern geschützt, so wie die Maueröffnung zum Nachbarhaus (der Spar erstreckte sich über zwei Häuser). Allmählich vermute ich, dass man im rechten Haus einen provisorischen Spar baut, anders kann ich mir eine Wiedereröffnung Herbst 2016 unmöglich erklären. So schnell werden Häuser bei uns nicht fertig.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: N1 am 02. August 2016, 22:12:26
Ist schon bekannt, was aus dem Haus Linke Wienzeile 106 (https://www.wien.gv.at/kulturportal/public/identifyGebaeude.aspx?id=ARCH.SZI_P.18056250&mid=206747a8-673c-46f2-9473-2933fe979152&ftype=vienna:ARCH.SZI_P&g=59678f12-fd0b-42e2-a15a-69bc89bfab76&cid=57a240ce-cfa0-4a30-92c2-b932b70528fe) (Ecke Pilgramgasse) werden wird? Da droht(e?) ja wegen der U2 der Abriss ... :-\
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Vento66 am 02. August 2016, 23:26:13
Im Moment sind die Mieter noch drinn, hab auch nichts von Kündigungen gehört.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: martin8721 am 03. August 2016, 08:50:41
Ist schon bekannt, was aus dem Haus Linke Wienzeile 106 (https://www.wien.gv.at/kulturportal/public/identifyGebaeude.aspx?id=ARCH.SZI_P.18056250&mid=206747a8-673c-46f2-9473-2933fe979152&ftype=vienna:ARCH.SZI_P&g=59678f12-fd0b-42e2-a15a-69bc89bfab76&cid=57a240ce-cfa0-4a30-92c2-b932b70528fe) (Ecke Pilgramgasse) werden wird? Da droht(e?) ja wegen der U2 der Abriss ... :-\

Echt?
Ich dachte, das Haus gegenüber (neben dem Spar) sollte abgerissen werden.
Um Linke Wienzeile 106 wäre es echt schade... :'(
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 03. August 2016, 09:01:32
Im Moment sind die Mieter noch drinn, hab auch nichts von Kündigungen gehört.
Selbst wenn, wird das noch ein paar Jahre dauern, also mindestens bis 2018/19 würde ich schätzen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 03. August 2016, 09:25:10
Ist schon bekannt, was aus dem Haus Linke Wienzeile 106 (https://www.wien.gv.at/kulturportal/public/identifyGebaeude.aspx?id=ARCH.SZI_P.18056250&mid=206747a8-673c-46f2-9473-2933fe979152&ftype=vienna:ARCH.SZI_P&g=59678f12-fd0b-42e2-a15a-69bc89bfab76&cid=57a240ce-cfa0-4a30-92c2-b932b70528fe) (Ecke Pilgramgasse) werden wird? Da droht(e?) ja wegen der U2 der Abriss ... :-\

Echt?
Ich dachte, das Haus gegenüber (neben dem Spar) sollte abgerissen werden.
Um Linke Wienzeile 106 wäre es echt schade... :'(

Ich habe gehört, dass im 6. Bezirk ein Haus abgerissen wird, um einen Aufgang zu bauen. Und zwar das Haus Ecke Hofmühlgasse/Mollardgasse gegenüber von der Garagenrampe.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 03. August 2016, 10:19:59
Ich habe gehört, dass im 6. Bezirk ein Haus abgerissen wird, um einen Aufgang zu bauen. Und zwar das Haus Ecke Hofmühlgasse/Mollardgasse gegenüber von der Garagenrampe.

Es ist eben nichts zu teuer, um dem Volk Kathedralen der St. U-Bahn zu spendieren.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 03. August 2016, 10:41:34
Es ist eben nichts zu teuer, um dem Volk Kathedralen der St. U-Bahn zu spendieren.
(https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/fc/Kievskaya_KL_2010.jpg/800px-Kievskaya_KL_2010.jpg)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 03. August 2016, 10:45:26
Es ist eben nichts zu teuer, um dem Volk Kathedralen der St. U-Bahn zu spendieren.
(https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/f/fc/Kievskaya_KL_2010.jpg/800px-Kievskaya_KL_2010.jpg)

So weit haben wir den Sozialismus bei uns noch nicht entwickelt. Die Stationen der U9 könnten dann aber schon so ausschauen. 8)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: N1 am 03. August 2016, 16:53:16
Echt?
Ich dachte, das Haus gegenüber (neben dem Spar) sollte abgerissen werden.
Um Linke Wienzeile 106 wäre es echt schade... :'(

Ich habe gehört, dass im 6. Bezirk ein Haus abgerissen wird, um einen Aufgang zu bauen. Und zwar das Haus Ecke Hofmühlgasse/Mollardgasse gegenüber von der Garagenrampe.
Spätestens nachdem ich diese Visualisierung (https://www.biorama.eu/wp-content/uploads/2016/04/u2u5_pilgramgasse_179597-1024x723.jpg) gesehen habe, bin ich quasi fix davon ausgegangen, dass es wohl das Haus Linke Wienzeile 106 (Natürlich Ecke Hofmühlgasse und nicht, wie oben von mir geschrieben, Pilgramgasse) treffen wird. Die Massen an Tauben, die gerne auf dem Hausdach hocken, wird's jedenfalls freuen, wenn das Haus bleibt. Die Mieter wären hingegen - angesichts der jahrelangen Baustelle - nur bedingt zu beglückwünschen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Tramwayhüttl am 04. August 2016, 10:33:55
Also Hofmühlgasse/Mollardgasse wird fix abgerissen. Eine Freundin von mir wohnt hier und sämtliche Mietverträge wurden mit dieser Begründung aufgelöst/nicht verlängert. Ursprünglich war geplant den Aufgang in das Erdgeschoss des Hauses zu integrieren. Allerdings ist laut Hausbesitzerin (die das Haus an sich nicht auf-/hergeben wollte, auch da sie ihre Privatwohnung erst kürzlich aufwendig renoviert hat) die allgemeine Bausubstanz bzw. vor allem das Fundament für solch einen großen Eingriff zu schwach und nicht geeignet.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 04. August 2016, 10:40:41
Allerdings ist laut Hausbesitzerin (die das Haus an sich nicht auf-/hergeben wollte, auch da sie ihre Privatwohnung erst kürzlich aufwendig renoviert hat) die allgemeine Bausubstanz bzw. vor allem das Fundament für solch einen großen Eingriff zu schwach und nicht geeignet.

Da wird man die Hausbesitzerin wohl fürstlich entlohnt haben, damit es nicht zu einer zweiten "Herminengasse" kommt.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 37er-Wagen am 04. August 2016, 12:35:22
Also Hofmühlgasse/Mollardgasse wird fix abgerissen. Eine Freundin von mir wohnt hier und sämtliche Mietverträge wurden mit dieser Begründung aufgelöst/nicht verlängert. Ursprünglich war geplant den Aufgang in das Erdgeschoss des Hauses zu integrieren. Allerdings ist laut Hausbesitzerin (die das Haus an sich nicht auf-/hergeben wollte, auch da sie ihre Privatwohnung erst kürzlich aufwendig renoviert hat) die allgemeine Bausubstanz bzw. vor allem das Fundament für solch einen großen Eingriff zu schwach und nicht geeignet.

Ist mir unbegreiflich, da wurden doch schon ganz andere Bruchbuden mit weiß Gott was für Armierungen verstärkt, um 3-4 Stockwerke oben drauf zu setzen, geschweige denn die Mauern zu verstärken. Die Frage ist halt auch immer, ob der Wille zur Erhaltung da ist oder ob der Abriss nicht viel bequemer ist...
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 04. August 2016, 16:00:28
Also Hofmühlgasse/Mollardgasse wird fix abgerissen. Eine Freundin von mir wohnt hier und sämtliche Mietverträge wurden mit dieser Begründung aufgelöst/nicht verlängert. Ursprünglich war geplant den Aufgang in das Erdgeschoss des Hauses zu integrieren. Allerdings ist laut Hausbesitzerin (die das Haus an sich nicht auf-/hergeben wollte, auch da sie ihre Privatwohnung erst kürzlich aufwendig renoviert hat) die allgemeine Bausubstanz bzw. vor allem das Fundament für solch einen großen Eingriff zu schwach und nicht geeignet.

Ist mir unbegreiflich, da wurden doch schon ganz andere Bruchbuden mit weiß Gott was für Armierungen verstärkt, um 3-4 Stockwerke oben drauf zu setzen, geschweige denn die Mauern zu verstärken. Die Frage ist halt auch immer, ob der Wille zur Erhaltung da ist oder ob der Abriss nicht viel bequemer ist...

Nachdem der Bereich unter dem Haus praktisch komplett für Aufgang + Nebenräume benötigt wird, zahlt es sich kaum aus, das niedere und historisch wertlose Gebäude aufwendig zu unterfangen. Das ist eine Riesenaktion, bei so einem Häuserl zahlt sich das echt null aus.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 04. August 2016, 16:06:12
. . . . das niedere und historisch wertlose Gebäude . . . .
Die U-Bahn ist auch wertlos, nicht nur historisch.    >:D


Dafür allerdings sauteuer, was dann zur historischen Belastung künftiger Generationen wird!    :down:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Tramwayhüttl am 06. August 2016, 12:18:34
Lt. Aussage der Freundin wurde wohl wirklich sehr gut gezahlt, aber verständlich, würde ich als betroffener Hausbesitzer auch machen lassen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Vento66 am 06. August 2016, 12:27:52
Ich habe gehört, dass im 6. Bezirk ein Haus abgerissen wird, um einen Aufgang zu bauen. Und zwar das Haus Ecke Hofmühlgasse/Mollardgasse gegenüber von der Garagenrampe.
Das hoffe ich nicht, sonst brauch ich eine neue Wohnung :(
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: RobertK am 26. August 2016, 09:44:12
Vor kurzem abgerissen:

a) Wien 10., Laxenburger Straße 84 - im Luftbild (Quelle: Bing Maps (http://bing.com/maps)) das Haus über dem "n" von "Laxenburger".
[attach=1]
[attach=2]

b) Wien 3., Rennweg 73 (Quelle für das historische Foto: Kulturgutkataster (http://www.wien.gv.at/kulturportal/public/))
[attach=3]
[attach=4]
Der Abriss könnte schon etwas länger her sein, auf dem Luftbild von Google Maps ist das Haus schon weg.

Bitte die miese Qualität der aktuellen "Beweisfotos" zu entschuldigen, die habe ich gestern aus dem Auto heraus mit dem Handy geschossen...
Die niedrigen alten Häuser in der Laxenburger Straße sollte man besser noch alle fotografieren, solange sie noch stehen. So z.B. Nr. 74 (wo der Technotronic drinnen ist) und Nr. 76 - die werden vielleicht in ein paar Jahren alle weg sein.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: martin8721 am 28. August 2016, 21:02:40
Das Haus Inzersdorfer Straße / Van-der-Nüll-Gasse wurde auch vor wenigen Wochen abgerissen...
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Tramwayhüttl am 28. August 2016, 21:43:57
Ganz ehrlich, aber die letzten drei Beispiele waren jetzt weder sonderlich hübsche noch sonderlich historisch wertvolle (i.S.v. Originalzustand/Optik/Umgebung..) Häuseln. Bei den ebenerdigen/eingeschossigen Häusern ist auch nicht viel mit Umbau/Aufstockung drinnen. Hinzu kommt dass die Gegenden auch nicht sonderlich schön/idyllisch sind...Finde ich jetzt weitaus weniger tragisch als wenn es ein Biedermeierhaus oder ein größeres Gründerzeithaus trifft.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 28. August 2016, 21:49:57
Ersetzt werden die Häuser natürlich durch architektonisch hochwertige Betonbunker! Aber Wien wächst ja, zur großen Zufriedenheit Häupls, der schließlich von baldigen 2,5 Millionen träumt.   ::)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 29. August 2016, 08:33:39
zur großen Zufriedenheit Häupls, der schließlich von baldigen 2,5 Millionen träumt.   ::)

2,5 Mio. Spritzer? Promille?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 29. August 2016, 09:15:26
zur großen Zufriedenheit Häupls, der schließlich von baldigen 2,5 Millionen träumt.   ::)

2,5 Mio. Spritzer? Promille?

Des schafft nicht mal der Häupl in einem Leben.  8)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 29. August 2016, 09:19:18
zur großen Zufriedenheit Häupls, der schließlich von baldigen 2,5 Millionen träumt.   ::)

2,5 Mio. Spritzer? Promille?

Des schafft nicht mal der Häupl in einem Leben.  8)

Deswegen ist es ja auch nur ein Traum. ;D
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 29. August 2016, 16:40:20
zur großen Zufriedenheit Häupls, der schließlich von baldigen 2,5 Millionen träumt.   ::)

2,5 Mio. Spritzer? Promille?
G'spritzte!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 29. August 2016, 22:09:45
Das Eckhaus Wallrißstraße / Gersthoferstraße fällt demnächst, wie ich zufällig an den Plakaten am Haus sehen konnte. Ein paar einschlägige Bilder dazu:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tom128 am 29. August 2016, 23:00:18
Das Eckhaus Wallrißstraße / Gersthoferstraße fällt demnächst, wie ich zufällig an den Plakaten am Haus sehen konnte. Ein paar einschlägige Bilder dazu:

Ich bin mir nicht sicher, weil ich gestern Nacht daran vorbeigekommen bin und die Schilder nicht lesen konnte, aber kann es sein, dass auch das kleine Nachbarhaus ein Stück weiter oben sowie (eventuell) das Eckhaus Wallrißstraße / Ecke Schöffelgasse demnächst ebenso abgerissen werden?

Sahen beide gestern eher unbewohnt aus und waren hinter einem Bauzaun, der eher nichts Gutes vermuten lässt.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Klingelfee am 30. August 2016, 06:59:43
Das Eckhaus Wallrißstraße / Gersthoferstraße fällt demnächst, wie ich zufällig an den Plakaten am Haus sehen konnte. Ein paar einschlägige Bilder dazu:

Was mich nur etwas irritiert, dass auf dem Plakat Schöffelgasse 45 steht und nicht Wallrißstraße 2. Denn das ist die Adresse des Hauses mit dem Plakates
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 30. August 2016, 07:46:02
Das Eckhaus Wallrißstraße / Gersthoferstraße fällt demnächst, wie ich zufällig an den Plakaten am Haus sehen konnte. Ein paar einschlägige Bilder dazu:

Was mich nur etwas irritiert, dass auf dem Plakat Schöffelgasse 45 steht und nicht Wallrißstraße 2. Denn das ist die Adresse des Hauses mit dem Plakates

Stimmt! Aber das Geschäft "Glaser" wirbt mit "Totalabverkauf wegen Hausabriss". Vielleicht werden ja gleich mehrere Objekte neu gebaut?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: mike1163 am 30. August 2016, 08:47:58
Aber das Geschäft "Glaser" wirbt mit "Totalabverkauf wegen Hausabriss".
Das hängt da schon ewig, war glaub ich sogar letztes Jahr schon drauf... Der Chinese beim Eck hat ja auch schon vor über 2 Jahren zugesperrt.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Schienenfreak am 30. August 2016, 08:48:19
Das Haus Döblinger Hauptstraße 40 wurde auch vor kurzem abgerissen. Was da hinkommen soll, weiß ich nicht, derzeit hängt am Bauzaun bloß die Werbung der Abbruchfirma.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 30. August 2016, 09:01:08
Wer kauft sich in dieser Lage eine sauteure Eigentumswohnung? Ich würde nicht einmal geschenkt in der lauten Verkehrshölle mit vierspuriger Autostraße und Eisenbahn wohnen, geschweige denn einen höheren 6-stelligen Eurobetrag dafür ausgeben wollen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Ferry am 30. August 2016, 09:54:36
Wer kauft sich in dieser Lage eine sauteure Eigentumswohnung? Ich würde nicht einmal geschenkt in der lauten Verkehrshölle mit vierspuriger Autostraße und Eisenbahn wohnen, geschweige denn einen höheren 6-stelligen Eurobetrag dafür ausgeben wollen.

Meistens ist es so, dass bei diesen Häusern der Gang auf die Straße schaut, die Wohnungen hingegen gehen alle auf die andere, ruhiger Seite in den Hof. Ist z.B. bei den Bauten in der Gablenzgasse auch so.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 30. August 2016, 10:05:09
Wer kauft sich in dieser Lage eine sauteure Eigentumswohnung?

Zum Beispiel welche, die das als Vorsorgewohnung verwenden und keinen Gedanken daran verschwenden, jemals selbst dort einzuziehen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 30. August 2016, 11:55:11
Abgerissen wird das Haus frühestens wenn die Optikerin in Pension geht und das dürfte meines Wissens noch mehrere Jahre dauern. Das Plakat ist wenn ich mich richtig erinnere für ein Haus, das schon weitgehend fertig ist. Ob in der Gersthofer Straße/Wallrißstraße tatsächlich Eigentumswohnungen entstehen weiß ich nicht, irgendwo hieß es schon vor einiger Zeit (IIRC letztes Jahr), dass der Eigentumsmarkt ziemlich gesättigt ist und eher wieder Mietwohnungen gebaut werden.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 30. August 2016, 12:47:57
Das Plakat bewirbt offensichtlich neu fertiggestellte Eigentumswohnungen in der Schöffelgasse 45. Vielleicht gehören beide Liegenschaften demselben Bauträger? Warum macht der Glaser Abverkauf wegen Hausabriss, wenn sich dieser eh noch Jahre hinziehen dürfte?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 30. August 2016, 20:44:22
Das Plakat bewirbt offensichtlich neu fertiggestellte Eigentumswohnungen in der Schöffelgasse 45. Vielleicht gehören beide Liegenschaften demselben Bauträger? Warum macht der Glaser Abverkauf wegen Hausabriss, wenn sich dieser eh noch Jahre hinziehen dürfte?

Das weiß niemand so genau - ist recht amüsant, direkt nebeneinander "Totalabverkauf wegen Hausabriss" beim Glaser und "Wir bleiben offen!" beim Optiker!

In einem Bezirkszeitungs-Artikel war übrigens sogar vom Abriss von zwei Häusern die Rede, allerdings sieht man dem Nachbarhaus nichts an, möglicherweise hat der Schreiberling da das langgestreckte Eckhaus für zwei Häuser gehalten.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Tramwayhüttl am 30. August 2016, 21:45:45
Zitat
Ersetzt werden die Häuser natürlich durch architektonisch hochwertige Betonbunker! Aber Wien wächst ja, zur großen Zufriedenheit Häupls, der schließlich von baldigen 2,5 Millionen träumt.

Das ist natürlich wieder ein anderes Thema. Berlin kriegt das mit geschmackvollen Neubauten weitaus besser hin *seufz*. Dass die Leute nach Wien kommen und Wien wächst, hat aber eher damit zu tun dass es wieder attraktiver wird in Städten zu wohnen (Arbeitsplätze, Infrastruktur, Kultur, Flexibilität) und Wien hier eigentlich nur an seine historische Vergangenheit anschließt. Ob Spritzer-Michi träumt oder nicht, wird das nicht aufzuhalten sein. Und ich finde besser man verdichtet im bestehenden, dünner besiedelten Gebiet, als die Stadt wuchtert (noch mehr) in die Fläche bzw. man baut wietere Satellitenstaädte und züchtet sich so Brennpunkte für die Zukunft. In der Gründerzeit wurden auch die ehemaligen Vorstädte in wenigen Jahrzehnten von Dörfern zu gründerzeitlichen Stadtteilen verwandelt, mal mehr, mal weniger gewinnmaximierend, optisch in meinen Augen aber ansprechender als heute. Infrastruktur, Grünanlagen etc. war aber dabei eher "wurscht".
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 37er-Wagen am 31. August 2016, 11:59:39
Das Haus Döblinger Hauptstraße 40 wurde auch vor kurzem abgerissen. Was da hinkommen soll, weiß ich nicht, derzeit hängt am Bauzaun bloß die Werbung der Abbruchfirma.

Den Abriss habe ich fotodokumentarisch - so weit mir das diensttechnisch möglich war - begleitet. ANGEBLICH soll der Garten (welcher? ist ja nicht mehr viel übrig wegen "Gefahr in Verzug") erhalten bleiben und irgendwas mit einer Tiefgarage für eins der Nachbarhäuser. Ist aber Hörensagen von den Leuten der Abbruchfirma.

Zudem wird gerade die alte Zentrale der immoinvest in der Renngasse 10 abgerissen (von der nämlichen Baufirma) und was dort dann hinkommt –> http://no10.at/   :-X
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 31. August 2016, 12:18:55
Dort wo einmal das Tüwi stand ist auch nur mehr ein tiefes, großes Loch.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Tramwayhüttl am 31. August 2016, 17:36:10
Zitat
Zudem wird gerade die alte Zentrale der immoinvest in der Renngasse 10 abgerissen (von der nämlichen Baufirma) und was dort dann hinkommt –> http://no10.at/   :-X

Das ist im Vergleich zum Vorgängerbau aber zumindest optisch eine Verbesserung und sieht halbwegs hochwertig aus, auch wenn Naturstein/Holz edler gewesen wäre....
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 31. August 2016, 22:26:45
Das Plakat bewirbt offensichtlich neu fertiggestellte Eigentumswohnungen in der Schöffelgasse 45. Vielleicht gehören beide Liegenschaften demselben Bauträger? Warum macht der Glaser Abverkauf wegen Hausabriss, wenn sich dieser eh noch Jahre hinziehen dürfte?
Das weiß niemand so genau - ist recht amüsant, direkt nebeneinander "Totalabverkauf wegen Hausabriss" beim Glaser und "Wir bleiben offen!" beim Optiker!
Ich nehme an, die Optikerin ("Ich bleibe noch weiter da!") weigert sich, auszuziehen. Dem Glaser wird es eher wurscht sein, weil das nur eine Filiale ist und alle anderen sind schon draußen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 06. September 2016, 02:00:18
Hietzinger Haupstraße 102 Ecke Mantlergasse ist auch Geschichte:

Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 06. September 2016, 02:12:18
Es ist irre, wie momentan alles dem Profit geopfert wird!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Pareidolic am 06. September 2016, 12:15:34
Hietzinger Haupstraße 102 Ecke Mantlergasse ist auch Geschichte:
Mitten in der Schutzzone, aber anscheinend hatte der Eigentümer vor Errichtung der Schutzzone schon einen Baubescheid für den Neubau, und konnte damit vor Gericht einen Abbruchbescheid erstreiten:

http://wien.orf.at/news/stories/2794442/

http://tvthek.orf.at/program/Wien-heute/70018/Wien-heute/13605331/Gruenderzeithaus-in-Schutzzone-abgerissen/13611016
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 06. September 2016, 21:19:42
Heute (oder möglicherweise schon gestern) wurde äußerst unerwartet mit dem Abbruch des Hauses Währinger Straße 92, vormals Bäckerei Haag, vormals Bäckerei Schamburek begonnen.
Und mittlerweile hat man freie Sicht auf den riesigen Ziegelkamin im Innenbereich. Bloß die Frage, wie lang der noch steht?

DIE Frage hat sich mittlerweile auch schon geklärt, von dem ist nicht mehr viel übrig...

Aktuell nichts mehr. Aber das Hofhaus will man anscheinend stehen lassen, jedenfalls ist es teilweise mit Balken vor herabfallenden Trümmern geschützt, so wie die Maueröffnung zum Nachbarhaus (der Spar erstreckte sich über zwei Häuser). Allmählich vermute ich, dass man im rechten Haus einen provisorischen Spar baut, anders kann ich mir eine Wiedereröffnung Herbst 2016 unmöglich erklären. So schnell werden Häuser bei uns nicht fertig.
Der Spar ist bereits wieder geöffnet - auf halber Breite.
Am - an der Straßenfront leeren - Nachbargrundstück werden gerade Bohrpfahlarbeiten durchgeführt.

Ich bin mir nicht sicher, weil ich gestern Nacht daran vorbeigekommen bin und die Schilder nicht lesen konnte, aber kann es sein, dass auch das kleine Nachbarhaus ein Stück weiter oben sowie (eventuell) das Eckhaus Wallrißstraße / Ecke Schöffelgasse demnächst ebenso abgerissen werden?

Sahen beide gestern eher unbewohnt aus und waren hinter einem Bauzaun, der eher nichts Gutes vermuten lässt.
Das Haus Wallrißstraße 10 war gestern Abend bereits des Daches beraubt - und dies nicht in einer Weise, die darauf schließen ließe, dass es sich dabei lediglich um eine Dacherneuerung handeln könnte.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: HLS am 06. September 2016, 22:40:31

Das Haus Wallrißstraße 10 war gestern Abend bereits des Daches beraubt - und dies nicht in einer Weise, die darauf schließen ließe, dass es sich dabei lediglich um eine Dacherneuerung handeln könnte.
Wenn ich den Baubescheid, der am Bauzaum befestigt ist, noch richtig im Kopf habe, entsteht dort ein Neubau.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 07. September 2016, 22:11:16
Das Haus Wallrißstraße 10 ist weg. Nur mehr ein Haufen Schutt liegt am Grundstück. Das Nachbarhaus scheint aber stehen zu bleiben - zumindest deutet derzeit nichts darauf hin, dass dort auch Arbeiten geplant sind. Der Bauzaun geht nur bis zur Schöffelgasse, damit die Fußgänger die Wallrißstraße bei der Kreuzung queren und nicht erst bei der Weiche.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 37er-Wagen am 08. September 2016, 12:57:31
Zur Vervollständigung: auch das Haus Michaelerstraße 17, neben dem Ursulinenhof und schräg vis-à-vis meiner alten Volksschule ist weg... eins der letzten einstöckigen Häuser dort (abgesehen vom Eckhaus Edelhofgasse - Michaelerstraße ; gsd in der Schutzzone).

Bilder werden nachgereicht.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Stellwerker am 16. September 2016, 15:42:55
In der Nußdorfer Straße beim Gürtel wird aktuell ein Haus abgerissen (wo früher das Expedit für den 37er und 38er drinnen war). Auf der Feuermauer des Nebenhauses in der ersten Seitengasse nach dem Gürtel kommt eine alte Werbung zum Vorschein. Beim Vorbeifahren konnte ich "würzen wir" oder "wir würzen" erkennen. Vielleicht ist das ja für jemanden interessant.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 18er am 19. September 2016, 18:50:34
Jetzt können endlich alle Verkehrsprobleme in der Breitenfurter Straße gelöst werden ;)

http://wien.orf.at/m/news/stories/2797561/
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 19. September 2016, 19:16:50
Ich hoffe schon, dass das wieder hergestellt wird. Ich kann mir auch vorstellen, dass das Haus unter Denkmalschutz steht.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 19. September 2016, 21:31:42
das im Hintergrund, oder?!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Linie 360 am 19. September 2016, 21:42:11
das im Hintergrund, oder?!
Ja, genau das ist es!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 19. September 2016, 22:05:51
Das Slama-Haus ist derzeit ganz entblättert und zeigt seine eigenartige Konstruktion. Ich bin ja sonst architektonisch nicht ganz unbeschlagen, aber hier rätsle ich: Ist das ein Umbau aus den 1950er-Jahren (dagegen spricht, dass das ganze Haus hätte unterfangen werden müssen, sowie Details wie das alte Treppengeländer), oder wurde das schon (wann? um 1910?) so gebaut (damals schon so üppige Betonkonstruktionen?) ?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: nord22 am 19. September 2016, 22:16:49
Die Betonkonstruktion ist schon original. Der Kaipalast war zum Beispiel auch ein (ästhetisch gestalteter) Betonbau.

nord22
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Tramwayhüttl am 19. September 2016, 22:47:10
Besonders große Büro- und Geschäftshäuser wurde in Wien (und anderswo) schon in den letzten Jahren vor dem ersten Weltkrieg in Stahlbetonweise erbaut und außen halt auf "Gründerzeit" getrimmt.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 19. September 2016, 23:15:16
Ja, in dem Fall hat mich die Diskrepanz der eher konservativen Fassade zum so völlig anderen Unterbau irritiert.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 20. September 2016, 02:21:52
Das Haus war von Anfang an so. Es wurde 1912/13 erbaut, Architekt war Alois Augenfeld (1865-1935). Die unteren drei Geschoße waren als moderne Geschäftszone konzipiert, darüber Wohnnutzung. Auf dem Bild von 1935 kannst du es erkennen.

[attachimg=1]
(Quelle: ÖNB-Bildarchiv)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 18er am 20. September 2016, 20:58:19
Im 9. (Nußdorferstraße) gibts temporär eine alte Webung zu sehen: https://mobile.twitter.com/alsergrundlerin/status/778251717473345536
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Linie 360 am 22. September 2016, 14:19:03
Im 9. (Nußdorferstraße) gibts temporär eine alte Webung zu sehen: https://mobile.twitter.com/alsergrundlerin/status/778251717473345536
Hier noch ein etwas ausführlicherer Artikel dazu->
http://wien.orf.at/news/stories/2798212/
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 22. September 2016, 17:42:03
Ich hoffe schon, dass das wieder hergestellt wird. Ich kann mir auch vorstellen, dass das Haus unter Denkmalschutz steht.
Das Haus steht unter Denkmalschutz und muss originalgetreu wiederhergestellt werden. Heute wurde mit dem teilweisen Abbruch des stark beschädigten und einsturzgefährdeten Bogen begonnen.

Spektakulär sind übrigens auch die Verkehrsmaßnahmen. Die Buslinien Richtung stadtauswärts müssen über den Maurer Berg und die seit 1988 für den Verkehr gesperrte Kalksburger Straße ("Klause") umgeleitet werden.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 22. September 2016, 19:45:06
Spektakulär sind übrigens auch die Verkehrsmaßnahmen. Die Buslinien Richtung stadtauswärts müssen über den Maurer Berg und die seit 1988 für den Verkehr gesperrte Kalksburger Straße ("Klause") umgeleitet werden.
Diese Straße war in den Achzigern noch im Gegenverkehr befahrbar. Muss ich  einmal mit dem Bus mitfahren.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 22. September 2016, 20:42:32
Diese Straße war in den Achzigern noch im Gegenverkehr befahrbar. Muss ich  einmal mit dem Bus mitfahren.
Sie wurde 1988 für den Verkehr gesperrt und ist seitdem nur noch eine Forststraße. Mit dem Bus mitten durch den Wald zu fahren, ist ein Erlebnis. Der Autoverkehr rollt übrigens Richtung stadtauswärts über die Zemlinskygasse, vorbei an den Weingärten. Die Umleitung wird wohl noch einige Zeit Bestand haben.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: h 3004 am 22. September 2016, 21:54:29
Jetzt wärs halt schön, wenn wir die Bahn noch hätten...
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 22. September 2016, 23:37:46
Verwechselst du das mit Kaltenleutgeben?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: h 3004 am 23. September 2016, 09:15:29
Das Haus ist doch bei der Kalksburger Kirche, oder? Dann sind die Breitenfurter betroffen, die hätten während der Sperre nach Kaltenleutgeben zur Bahn fahren können (Busshuttle, ev. P&R). Das habe ich gemeint, aber ist heutzutage eh egal.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 26. September 2016, 22:31:05
Das Haus ist doch bei der Kalksburger Kirche, oder? Dann sind die Breitenfurter betroffen, die hätten während der Sperre nach Kaltenleutgeben zur Bahn fahren können (Busshuttle, ev. P&R). Das habe ich gemeint, aber ist heutzutage eh egal.

Wie willst du von Breitenfurt mit dem Busshuttle nach Kaleu kommen, ohne durch Kalksburg zu fahren? Über Hochroterd und Stangau wirst du wohl nicht meinen, oder? Und um durch den Bürgerspitalwald zu fahren, bräuchte man am ehesten einen PAZ-672:
(https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/1a/Bus_in_Kazakhstan.jpg/800px-Bus_in_Kazakhstan.jpg)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tom128 am 04. Oktober 2016, 22:13:31
Dieses kleine "Hexenhäuschen", sowie die Halle im Hintergrund auf der Simmeringer Hauptstraße Nr. 174 wurden irgendwann nach dem 28. Februar abgerissen und werden gerade hierdurch ersetzt (http://www.kallco.at/wohnen_quartier11#nclps-227ansicht).
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 04. Oktober 2016, 23:11:34
Dafür hat der Wiederaufbau von Mariahilfer Straße 182 begonnen, erster und zweiter Stock stehen schon wieder, zumindest die Fassade!

Auch bei der Brandruine (Dachbrand) Hernalser Gürtel/Zimmermannplatz stehen schon neue Mauern.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Linie 360 am 08. Oktober 2016, 17:02:22
Es geht munter weiter :'( :'(->
Aufnahmeort ist Ecke Argentinierstraße/Wiedner Gürtel
(Bitte entschuldigt die Qualität, ich habe es nur schnell beim Vorbeifahren mit dem Auto aufgenommen!)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Superguppy am 08. Oktober 2016, 17:12:10
Eher sollte man die hässliche Kiste rechts neben dem Haus abreißen...  :D
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 08. Oktober 2016, 17:59:49
Dort kommt ein Hotel hin! Wir haben ja in Wien viel zu wenige (leerstehende) Hotel- und Bürobauten. Irgendwann platzt die nächste Immo-Blase und wir werden wieder zur Kasse gebeten werden um Banken und Wirtschaft zu retten, zumindest jener Teil von uns, dem man überhaupt noch was wegnehmen kann!  :-[
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 09. Oktober 2016, 11:08:43
Eher sollte man die hässliche Kiste rechts neben dem Haus abreißen...  :D

Die hässliche Kiste ist ein herausragendes Beispiel der 1950er-Jahre-Architektur und sehr schützenswert
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Werner1981 am 09. Oktober 2016, 13:03:19
Dort kommt ein Hotel hin! Wir haben ja in Wien viel zu wenige (leerstehende) Hotel- und Bürobauten. Irgendwann platzt die nächste Immo-Blase und wir werden wieder zur Kasse gebeten werden um Banken und Wirtschaft zu retten, zumindest jener Teil von uns, dem man überhaupt noch was wegnehmen kann!  :-[

Der Wien-Tourismus schreibt jedes Jahr neue Rekord-Zahlen. Um weiter zu wachsen muß auch das Angebot stimmen. Denn findet der klassische Städtereisende keine passende Unterkunft in seiner gewünschten Kategorie fliegt er einfach in eine andere Stadt.

Außerdem ist die Lage gerade dort für ein Hotel sehr gut. Hauptbahnhof mit U-Bahn vor der Tür, Schloß Belvedere ums Eck.

Trotzdem scheint das bestehende Haus eigentlich in gutem Zustand und erhaltenswert zu sein - wobei das kann man von außen nur schwer beurteilen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Superguppy am 09. Oktober 2016, 13:41:42
Die hässliche Kiste ist ein herausragendes Beispiel der 1950er-Jahre-Architektur und sehr schützenswert
In der mehrheitlich aus Gründerzeitfassaden bestehenden Häuserfront ist es trotzdem ein hässlicher Fremdkörper. ;) Vielleicht hats ja neu sogar mal gut ausgesehen - im derzeitigen (verdreckten) Zustand sieht es aus wie ein Flak-Turm... :(
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 11. Oktober 2016, 08:46:37
Eher sollte man die hässliche Kiste rechts neben dem Haus abreißen...  :D

Die hässliche Kiste ist ein herausragendes Beispiel der 1950er-Jahre-Architektur und sehr schützenswert

Es ist leider nicht nur in diesem Forum so, dass alle Häuser, die jünger sind als 1919, als hässlich empfunden werden. Genauso wie jede Straßenbahn, die neuer ist als ein M-Dreiwagenzug.  :(
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 11. Oktober 2016, 09:04:13
Es ist leider nicht nur in diesem Forum so, dass alle Häuser, die jünger sind als 1919, als hässlich empfunden werden. Genauso wie jede Straßenbahn, die neuer ist als ein M-Dreiwagenzug.  :(

Also bei der Straßenbahn muss ich dir widersprechen. Die Meisten empfinden beispielsweise C1+c1 oder E1+c3 auch als sehr ästhetisch.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 11. Oktober 2016, 09:10:40
Die hässliche Kiste ist ein herausragendes Beispiel der 1950er-Jahre-Architektur und sehr schützenswert
In der mehrheitlich aus Gründerzeitfassaden bestehenden Häuserfront ist es trotzdem ein hässlicher Fremdkörper. ;) Vielleicht hats ja neu sogar mal gut ausgesehen - im derzeitigen (verdreckten) Zustand sieht es aus wie ein Flak-Turm... :(
Gründerzeithäuser (und auch das kritisierte Haus) sind am Gürtel in seiner derzeitigen Verkehrssituation wohntechnisch minderwertig, weil alle Wohnungsfenster auf den Gürtel gehen und die Gangfenster zur Hofseite. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man dort wirklich wohnen will.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Superguppy am 11. Oktober 2016, 10:28:48
Stimmt, die Wohnqualität der alten Häuser am Gürtel ist ohne Zweifen bescheiden...

Es ist leider nicht nur in diesem Forum so, dass alle Häuser, die jünger sind als 1919, als hässlich empfunden werden. Genauso wie jede Straßenbahn, die neuer ist als ein M-Dreiwagenzug.  :(
Zum einen braucht man über Geschmack nicht streiten. :) Zum anderen finde ich längst nicht alle neueren Häuser hässlich... aber für meinen Geschmack sind zwischen 1950 und 1970 kaum ansehnliche Gebäude errichtet worden, sondern hauptsächlich lieblose Betonkisten die heute in einem verdreckten graubraun "erstrahlen".
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: h 3004 am 11. Oktober 2016, 20:28:07
Auch ich wohne in einem Haus, das auf einer Bombenruine 1950 neu aufgebaut wurde. Damals (Wiederaufbaufond) hat man nur neuen  Wohnraum geschaffen. Die neuen Eigentümer wurden damals gefragt: wollt ihr lieber einen Lift oder ein ausgestattetes Badezimmer? (aus  Geldmangel nur alternativ). Unser Haus hat sich fürs Bad entschieden, das idente Nebenhaus für den Lift. - Heute ist es egal: auch wir haben den Lift und die anderen natürlich auch das Bad. Was ich sagen will: Fassade oder Aussehen und Komfort waren in den 50-ern nebensächlich, man brauchte Wohnraum.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 11. Oktober 2016, 22:54:56
Was ich sagen will: Fassade oder Aussehen und Komfort waren in den 50-ern nebensächlich, man brauchte Wohnraum.
Es gibt trotzdem zahlreiche Beispiele ästhetischer Architektur aus dieser Zeit in Wien. Darunter auch zahlreiche soziale Wohnbauten.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: h 3004 am 11. Oktober 2016, 23:07:09
Das kann schon sein, daß man mit Steuergeldern "schönere" Gemeindebaufassaden bauen konnte, wir mußten unser Eigentumshaus mit langfristigen Krediten finanzieren und daher blieb es "schlank".
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Linie 360 am 16. Oktober 2016, 11:01:59
Und das nächste Haus ist höchstwahrscheinlich demnächst fällig->http://wien.orf.at/news/stories/2803122/
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: martin8721 am 16. Oktober 2016, 11:07:58
Und das nächste Haus ist höchstwahrscheinlich demnächst fällig->http://wien.orf.at/news/stories/2803122/

Hatten wir schon hier.  ;)

http://www.tramwayforum.at/index.php?topic=2341.msg236227#msg236227 (http://www.tramwayforum.at/index.php?topic=2341.msg236227#msg236227)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 16. Oktober 2016, 13:40:30
Die Renovierung des Geschäftslokals Ecke Berggasse/Servitengasse schreitet voran, vom alten Schriftzug ist nichts mehr übrig.

Außerdem sieht man auf dem Foto die - in einem anderen Thread (welcher war das?) erwähnte - nur-Gelb-Ampel. Diese hat sogar Einsätze, die einen Fußgänger darstellen (am Foto schlecht erkennbar).
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Werner1981 am 16. Oktober 2016, 20:11:40
Interessant auch die Zusatztafel "Schrittgeschwindigkeit" unter dem Schild Wohnstraße - ist wohl für jene, die in der Fahrschule nicht aufgepaßt haben.  :bh:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 17. Oktober 2016, 01:13:14
Interessant auch die Zusatztafel "Schrittgeschwindigkeit" unter dem Schild Wohnstraße - ist wohl für jene, die in der Fahrschule nicht aufgepaßt haben.  :bh:

Tjo, im Währinger Cottage sprießen derzeit die Tafeln "Geänderter Vorrang!" weil anscheinend in den Wohnvierteln konsequent auf Rechtsvorrang umgestellt wurde!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 17. Oktober 2016, 01:17:40
Interessant auch die Zusatztafel "Schrittgeschwindigkeit" unter dem Schild Wohnstraße - ist wohl für jene, die in der Fahrschule nicht aufgepaßt haben.  :bh:
Radfahrer?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Werner1981 am 17. Oktober 2016, 02:09:31
Interessant auch die Zusatztafel "Schrittgeschwindigkeit" unter dem Schild Wohnstraße - ist wohl für jene, die in der Fahrschule nicht aufgepaßt haben.  :bh:
Radfahrer?

Dann müßte man aber unter jedes Verkehrszeichen das (auch) für Radfahrer gilt die Bedeutung schreiben, oder?  ;)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: diogenes am 17. Oktober 2016, 06:31:08
Interessant auch die Zusatztafel "Schrittgeschwindigkeit" unter dem Schild Wohnstraße - ist wohl für jene, die in der Fahrschule nicht aufgepaßt haben.  :bh:
Radfahrer?

Dann müßte man aber unter jedes Verkehrszeichen das (auch) für Radfahrer gilt die Bedeutung schreiben, oder?  ;)
Rechtlich ist die Zusatztafel auch für Radfahrer unnötig, denn jeder, der sich auf einer öffentlichen Straße aufhält und hinreichend fähig ist, die StVO zu befolgen, muss sie auch kennen und selbstverständlich befolgen, auch dann, wenn man nicht in einer Fahrschule war. Für die anderen gilt der Vertrauensgrundsatz nicht.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Operator am 17. Oktober 2016, 07:04:52
Die Renovierung des Geschäftslokals Ecke Berggasse/Servitengasse schreitet voran, vom alten Schriftzug ist nichts mehr übrig.


Seit letzter Woche ist in diesem Lokal ein Probebetrieb und es ist ein französisches Kaffeehaus, auch der Name prangt schon übers Eingangstor!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 17. Oktober 2016, 09:28:54
Interessant auch die Zusatztafel "Schrittgeschwindigkeit" unter dem Schild Wohnstraße - ist wohl für jene, die in der Fahrschule nicht aufgepaßt haben.  :bh:
Radfahrer?
Ich hab noch nie einen Autofahrer mit Schrittgeschwindigkeit in einer Wohnstraße gesehen. Allerdings - und das ist seltsam - noch nie hat mich jemand angehupt oder -geblinkt, wenn er hinter mir fährt - ich fahre 1. Gang Standgas. Wissen tun sie es.

Allerdings: Wenn der Radfahrer nicht fährt, sondern spielt (Glöckerlpartie), dann darf er schneller fahren :)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 17. Oktober 2016, 09:37:37
Tjo, im Währinger Cottage sprießen derzeit die Tafeln "Geänderter Vorrang!" weil anscheinend in den Wohnvierteln konsequent auf Rechtsvorrang umgestellt wurde!

Solche Hinweistafeln sind allerdings schon sinnvoll, wenn man eine jahrelang gültige Verkehrssituation von heute auf morgen ändert. Nach einiger Zeit kann man sie ja wieder entfernen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 17. Oktober 2016, 10:03:57
Interessant auch die Zusatztafel "Schrittgeschwindigkeit" unter dem Schild Wohnstraße - ist wohl für jene, die in der Fahrschule nicht aufgepaßt haben.  :bh:
Radfahrer?

Dann müßte man aber unter jedes Verkehrszeichen das (auch) für Radfahrer gilt die Bedeutung schreiben, oder?  ;)

Interessant ist: Autos dürfen in die Wohnstraße nur zufahren, aber nicht durchfahren. Wird gerne missachtet.
Fahrräder dürfen aber schon durchfahren - selbstverständlich im Schritttempo wie die Autos.
Fahrräder dürfen in Wohnstraßen übrigens auch gegen die Einbahn fahren.

Mit dieser Zusatztafel untersagt man vielleicht (unbewusst?) auch die Durchfahrt für Fahhräder?  :down:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 17. Oktober 2016, 10:11:05
Mit dieser Zusatztafel untersagt man vielleicht (unbewusst?) auch die Durchfahrt für Fahhräder?  :down:

Dann ist das Ganze ein Kundmachungsmangel und die Wohnstraßenbeschilderung ungültig.  8)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: coolharry am 17. Oktober 2016, 14:14:48

Interessant ist: Autos dürfen in die Wohnstraße nur zufahren, aber nicht durchfahren. Wird gerne missachtet.

Man darf schon durch fahren allerdings mit Auflage: Z.B. kein Parkplatz gewesen zum Einparken und das dies vorher nicht ersichtlich war.
Zweitens: kurzes stehenbleiben und schon gilt es nicht mehr als durchfahren. Allerdings gilt dies alles nur, wenn es sich um eine Straße handelt die von Block zu Block geht, wenn es wie in Schwechat ist, wo ein ganzes Viertel eine Wohnstraße ist, siehts wieder anders aus.

Fahrräder dürfen aber schon durchfahren - selbstverständlich im Schritttempo wie die Autos.
Fahrräder dürfen in Wohnstraßen übrigens auch gegen die Einbahn fahren.

Mit dieser Zusatztafel untersagt man vielleicht (unbewusst?) auch die Durchfahrt für Fahhräder?  :down:

Warum sollten Radfahrer plötzlich nicht mehr durchfahren dürfen? Nur weil Schritttempo dabei steht?  ???
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 17. Oktober 2016, 14:24:02
Warum sollten Radfahrer plötzlich nicht mehr durchfahren dürfen? Nur weil Schritttempo dabei steht?  ???
Das andere Zusatzschild (hab ich selber auch schon an anderen Orten gesehen) lautet: Durchfahrt verboten  :lamp:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 17. Oktober 2016, 14:33:05

Allerdings: Wenn der Radfahrer nicht fährt, sondern spielt (Glöckerlpartie), dann darf er schneller fahren :)
Wobei sich die Frage ergibt, ob ein dem Gesetze entsprechend voll ausgerüstetes Rad auf einer öffentlichen Verkehrsfläche als Spielgerät gelten kann!? Sonst müsste ich ja auch mit anderen Fahrzeugen (Auto, Motorrad) dort "spielen" dürfen, also z.B. Motoradstunts durchführen, solange ich dadurch niemand gefährde oder den erlaubten Verkehr behindere. 
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Linie 360 am 17. Oktober 2016, 18:23:00
Falls es hier unpassend sein sollte, bitte verschieben->
http://ooe.orf.at/news/stories/2803576/
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Hubi am 17. Oktober 2016, 20:48:35
Zitat
Falls es hier unpassend sein sollte, bitte verschieben->
http://ooe.orf.at/news/stories/2803576/

Würde man den "Gedenkstein", wie am 2.Bild sichtbar, entfernen, wäre es ein Haus wie jedes andere!.......man hätte es auch nicht unbedingt im Internet (auf der HP von Braunau) und Reiseführern Jahrelang so bewerben müssen!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Paulchen am 18. Oktober 2016, 08:12:48
Würde man den "Gedenkstein", wie am 2.Bild sichtbar, entfernen, wäre es ein Haus wie jedes andere!.......

Das seh ich nicht so. Das Wissen um etwas geht ja nicht verloren, wenn man nicht explizit darauf hinweist.

Ob die von der Verwaltung gewählte Vorgehensweise sinnvoll ist, ist natürlich eine andere Frage.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: moszkva tér am 18. Oktober 2016, 09:40:07
..., wäre es ein Haus wie jedes andere!....
Es ist einfach kein Haus wie jedes andere. Aber abreißen ist die österreichische Lösung: Probleme unter den Teppich kehren und sich so lange wie möglich nicht damit auseinandersetzen.

Übrigens zum Abriss des Hitlerhauses (Wikipedia):
Zitat
Am 2. Mai 1945, unmittelbar nachdem Braunau von US-amerikanischen Truppen besetzt worden war, versuchte ein deutscher Stoßtrupp, Hitlers Geburtshaus in die Luft zu sprengen. Die US-Soldaten verhinderten dieses Vorhaben.

Also will man jetzt das machen, was die Nazis damals eigentlich wollten. Kein Kommentar dazu.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: luki32 am 18. Oktober 2016, 10:03:38
Übrigens zum Abriss des Hitlerhauses (Wikipedia):
Zitat
Am 2. Mai 1945, unmittelbar nachdem Braunau von US-amerikanischen Truppen besetzt worden war, versuchte ein deutscher Stoßtrupp, Hitlers Geburtshaus in die Luft zu sprengen. Die US-Soldaten verhinderten dieses Vorhaben.

Also will man jetzt das machen, was die Nazis damals eigentlich wollten. Kein Kommentar dazu.

Sorry, aber zu sagen, das macht man nicht, weil es die Nazis machen wollten, ist genau so dumm!

mfG
Luki
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 37er-Wagen am 18. Oktober 2016, 10:25:17
Es stellt sich allerdings die berechtigte Frage, warum ein Haus geschliffen werden soll, in dem sich Hitler wenige Monate lang nach seiner Geburt aufgehalten hat. Nach der Logik müßte man den Kreml auch abreißen, denn auch dort residierten Diktatoren.

Es spricht nichts gegen eine Umdeutung des Hauses, eventuell auch eine architektonische Intervention, wenn denn unbedingt das Erscheinungsbild des Hauses verändert werden muß...  und die Nutzung als Museum oder als behördlich Einrichtung.

Nur weil die Gebäude zerstört werden, löscht das die Geschehnisse nicht aus.... 



Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 18. Oktober 2016, 11:50:23
Es spricht nichts gegen eine Umdeutung des Hauses, eventuell auch eine architektonische Intervention, wenn denn unbedingt das Erscheinungsbild des Hauses verändert werden muß...  und die Nutzung als Museum oder als behördlich Einrichtung.
Flüchtlingsheim wäre ideal
Zitat
Nur weil die Gebäude zerstört werden, löscht das die Geschehnisse nicht aus....
Der geographische Platz wird sicher als Anziehungspunkt bestehen bleiben.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: noniq am 18. Oktober 2016, 13:22:17
Es spricht nichts gegen eine Umdeutung des Hauses, eventuell auch eine architektonische Intervention, wenn denn unbedingt das Erscheinungsbild des Hauses verändert werden muß...  und die Nutzung als Museum oder als behördlich Einrichtung.

Wär doch eine perfekte zweite Chance für das Mistkübelhaus der MA48  :))
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 18. Oktober 2016, 14:20:35
. . . .  in dem sich Hitler wenige Monate lang nach seiner Geburt aufgehalten hat.
Was jedoch gar nicht stimmt, Hitler wurde in einem Anbau im Hof geboren und der existiert schon längst nicht mehr. Was natürlich stimmt, ist die Adresse, aber die bleibt wohl auch in Zukunft aufrecht. Oder macht man das Grundstück zur Nummer 18a und lässt 20 einfach weg?  ::)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 37er-Wagen am 18. Oktober 2016, 14:42:45
Was jedoch gar nicht stimmt, Hitler wurde in einem Anbau im Hof geboren und der existiert schon längst nicht mehr. Was natürlich stimmt, ist die Adresse, aber die bleibt wohl auch in Zukunft aufrecht. Oder macht man das Grundstück zur Nummer 18a und lässt 20 einfach weg?  ::)

Sollte man vielleicht der Expertenkommission mitteilen...
und zur Adresse: man muß nur feststellen, dass die Adresse "belastet" ist und benennt dann die Straße einfach um, ändert vielleicht auch das Vergabeschema der Hausnummern und schon ist das "Problem" gelöst... plus natürlich der Neubau.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 19. Oktober 2016, 00:50:45
Beim Stöbern auf einer externen Festplatte bin ich über Fotos gestolpert, die im Oktober oder November 2004 unmittelbar vor dem Abbruch in einer Wohnung des Hauses Gentzgasse 162 entstanden sind. Bitte von einer Olympus Camedia C-120 mit 2,1 MP nicht zu viel erwarten! Noch dazu in einem staubigen Haus mit Blitz.

In einem Zimmer stand dieser geradezu unglaublich farbenfrohe Kachelofen:

[attach=1]

Auch ein kaum weniger schrilles Bad und WC gab es:

[attach=2]

[attach=3]

Soweit ich mich an das Haus erinnern kann, befand sich im Hochparterre ein Büro sowie eine Art Lagerraum. Letzter war recht heruntergekommen und offenbar seit vor dem Krieg nicht mehr renoviert, die Wände waren zuckerlrosa ausgemalt, mit einem gewalzten Muster in dunklerem Altrosa und die Lichtschalter und Steckdosen waren mit Glasabdeckungen. Ich nehme an, ursprünglich waren das zwei Zimmer-Küche-Wohnungen und das Zimmer der einen wurde irgendwann zum Büro dazugenommen, die Küche zum Lager degradiert.

Der erste Stock entsprach noch der ursprünglichen Wohnungseinteilung, von der Straße gesehen rechts eine Zimmer-Küche-Kabinett-Wohnung und links eine Zweizimmer-Kabinett-Wohnung mit Innen-WC. Aus dieser Zweizimmerwohnung müssten alle Fotos stammen. Die Zimmer hatten Fischgrätparkett und vor längerer Zeit wurde offenbar das Kabinett zum Bad umgebaut, zugänglich von der Küche und vom straßenseitigen Zimmer. Diese Wohnung war abgesehen vom Bad die gepflegteste im Haus.

Die kleinere Wohnung hatte eine in der Küche eingebaute Dusche und war etwas... eigenwillig ausgestattet. Schwarze Türen und blitzblauer Teppichboden in Zimmer und Kabinett, in der Küche ein sehr roh über den originalen Boden gelegter Fichten-Schiffboden. Im Kabinett waren Dinosaurier-Pickerln an der Wand, dort dürfte ein Kind gewohnt haben. Die Schalter und Steckdosen hatten auch hier Glasabdeckungen.

Im zweiten Stock waren die beiden Wohnungen zu einer zusammengelegt, was einen sehr kuriosen U-förmigen Grundriss mit zwei Eingangstüren ergab. Die beiden Kabinette wurden zu einem Zimmer verbunden, die Wände nach diesem Umbau allerdings zwar neu verputzt, aber nie ausgemalt! In der Küche der linken Wohnung wurde ein Bad eingebaut, ebenfalls sehr roh und unfertig. Trotzdem war in der Küche der rechten Wohnung (grün-geflammt verfliest, 70er vom Feinsten) eine Dusche eingebaut.

Nach diesen langen Beschreibungen noch ein kurioses Foto:

[attach=4]

Im Vorzimmer der linken Wohnung im 1. Stock fand sich diese Nische. Sie diente offensichtlich dazu, das Telefon bei Nichtbenutzung fast völlig hinter einer tapezierten Klappe zu verstecken!
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: RobertK am 16. November 2016, 23:40:15
Es geht munter weiter :'( :'(->
Aufnahmeort ist Ecke Argentinierstraße/Wiedner Gürtel
(Bitte entschuldigt die Qualität, ich habe es nur schnell beim Vorbeifahren mit dem Auto aufgenommen!)

Ich bin heute Abend dort vorbeigefahren: der Abbruch ist im vollen Gange, vom Haus Nr. 16 ist fast nichts mehr übrig.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 17. November 2016, 00:06:39
.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 17. November 2016, 12:18:05
Es geht munter weiter :'( :'(->
Aufnahmeort ist Ecke Argentinierstraße/Wiedner Gürtel
(Bitte entschuldigt die Qualität, ich habe es nur schnell beim Vorbeifahren mit dem Auto aufgenommen!)

Ich bin heute Abend dort vorbeigefahren: der Abbruch ist im vollen Gange, vom Haus Nr. 16 ist fast nichts mehr übrig.

Das Eckhaus dürfte allerdings noch voll bewohnt sein, ich bin am Sonntag dort vorbeigegangen und es hat in etlichen Wohnungen Licht gebrannt.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 17. November 2016, 12:27:11
Das Eckhaus dürfte allerdings noch voll bewohnt sein, ich bin am Sonntag dort vorbeigegangen und es hat in etlichen Wohnungen Licht gebrannt.

Von einem Abriss des Eckhauses war auch nie die Rede, sondern nur vom Haus daneben.

http://www.tramwayforum.at/index.php?topic=2063.msg237612#msg237612
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 18. November 2016, 12:08:15
Das Eckhaus dürfte allerdings noch voll bewohnt sein, ich bin am Sonntag dort vorbeigegangen und es hat in etlichen Wohnungen Licht gebrannt.

Von einem Abriss des Eckhauses war auch nie die Rede, sondern nur vom Haus daneben.

http://www.tramwayforum.at/index.php?topic=2063.msg237612#msg237612

Doch, am Wochenende hat (außerhalb des Forums) jemand behauptet, das Eckhaus solle mit weg.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 18. November 2016, 13:57:04
Doch, am Wochenende hat (außerhalb des Forums) jemand behauptet, das Eckhaus solle mit weg.

Was offensichtlich ein Blödsinn ist. ;)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 18. November 2016, 20:00:10
Doch, am Wochenende hat (außerhalb des Forums) jemand behauptet, das Eckhaus solle mit weg.

Was offensichtlich ein Blödsinn ist. ;)

Korrekt. Das hat der Betreffende dann auch mit eigenen Augen gesehen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: RobertK am 20. November 2016, 16:36:40
Es geht munter weiter :'( :'(->
Aufnahmeort ist Ecke Argentinierstraße/Wiedner Gürtel
(Bitte entschuldigt die Qualität, ich habe es nur schnell beim Vorbeifahren mit dem Auto aufgenommen!)

Ich bin heute Abend dort vorbeigefahren: der Abbruch ist im vollen Gange, vom Haus Nr. 16 ist fast nichts mehr übrig.

Fotos von heute Vormittag, sowie zum Vergleich ein Foto, das ich vor zwei Jahren aufgenommen habe.

Hier (http://www.vienna.at/initiative-denkmalschutz-kritisiert-weiteren-hausabriss-am-wiedner-guertel/5011912) noch ein Artikel, in dem zu lesen ist, dass sich die Initiative Denkmalschutz kritisch zu diesem Abbruch geäußert hat.

Übrigens hatte im Erdgeschoß dieses Hauses der frühere Boxer Edip Sekowitsch sein Lokal ("Ring frei" bzw. "Champ's Pub"), und dort ist er im Jahr 2008 tragischerweise erstochen worden.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: tramway.at am 20. November 2016, 21:55:14
Wien, Stephansplatz. Eine Altbauwohnung mit etwa 150 Quadratmetern, seit Jahrzehnten nicht mehr renoviert; eine Zeitkapsel mit den Resten eines langen Lebens. Über den Schichten vergangener Erinnerungen liegen Fragmente einer kurzen Theaterproduktion: um Kafka ging es, um den "Prozess". Nichts hätte besser gepasst, hier, in der Wohnung eines ehemaligen Rechtsanwalts und seiner Frau. Andenken an Jahrzehnte, persönliche Dokumente, Tagebücher mit Dingen, die man niederschreiben musste, und die doch nach 30 Jahren belanglos sind. In den Rudimenten zu wühlen fühlt sich obszön an: Was vom Leben bleibt sind staubige Notizbücher, zerfallende Urkunden, sentimentale Briefe an die Kinder, so persönlich wie banal. Die Inhalte des aufbewahrten Schriftguts haben sich über die Jahre sowieso geändert: Von Rechtswissenschaft und Medizin zu später ebenso sorgsam gesammelten Strickanleitungen aus Burda-Heften. Die Handlungsfäden eines 90jährigen Lebens sind gemeinsam mit denen aus Kafkas Stücken auf Garnspulen gewickelt, und sie werden nie wieder entwirrt.

Paar Wochen später kamen kräftige Jungs, und der Container.

https://www.facebook.com/events/159908867781243/
https://www.facebook.com/verein.tempora/
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 31. Januar 2017, 20:29:53
Akute Zusperr- und Abrissgefahr für das Café Restaurant Cobenzl! Nachdem die Stadt Wien ein höchstgerichtliches Urteil gegen den Betreiber erwirkt hat, kann jederzeit Exekution geführt werden. Momentan ist das Lokal noch geöffnet.

Aus einem Presse-Artikel von gestern: (http://diepresse.com/home/panorama/wien/5162242/Stadt-Wien-sucht-neuen-Paechter-fuer-Cobenzl)

Sima hat hingegen am Montag das Prozedere für die Suche nach einem neuen Pächter inklusive Konzept präsentiert. In drei Phasen soll innerhalb dieses Jahres feststehen, wer wie genau die Immobilie bespielen soll. Fest steht, dass das Areal nach wie vor als Restaurant und Café genutzt werden soll, in dem auch Veranstaltungen, wie Hochzeiten, abgehalten werden können. Eine Nutzung als Hotel kommt für die Stadträtin nicht infrage. Und: „Es soll eine enge Zusammenarbeit mit dem Weingut Cobenzl geben.“

Am Dienstag startet also das EU-weite Ausschreibungsverfahren für das 10.000 Quadratmeter große Areal. Bis Anfang März können sich Interessierte melden, die auf Basis von Referenzen nachweisen müssen, dass sie dafür qualifiziert sind. Auch die Bonität muss nachgewiesen werden. Dann werden von einer Jury maximal fünf Bewerber ausgewählt.

In der Jury sitzen Vertreter von Wien Tourismus, der Stadtplanung, des Liegenschaftseigentümers, des Weingutes Cobenzl sowie „Gastronomie-Kenner“, wie Sima sagt. Die fünf ausgewählten Bewerber haben fünf Wochen Zeit, ein Gesamtkonzept inklusive Finanzierung vorzulegen. Im Sommer soll dann der zukünftige Betreiber präsentiert werden. „Wenn der Gewinner oder die Gewinnerin feststeht, wird gemeinsam ein qualitätssicherndes bauliches Konzept erarbeitet“, sagt der Architekt und Juryvorsitzende Albert Wimmer. Bis Endes des Jahres soll dann die gemeinsame architektonische Umsetzung vorliegen. Ob das Gebäude oder Teile davon saniert, umgebaut oder abgerissen werden, hängt also vom neuen Konzept ab. Es besteht kein Denkmalschutz. Auch der Zeitplan für den Umbau (oder Neubau) ist offen.


Dabei wird mE übersehen, dass der Rundbau, in dem heute das Café drinnen ist, 1980 im Gegenteil zum südlichen Teil des dahinterliegenden Schlosses nicht abgebrannt ist. Der Rundbau wurde als "Hübners Bar und Cafépavillon Am Cobenzl" 1951-1952 von Anton Potyka errichtet, einem heute kaum mehr bekannten Architekten. Er zeichnete ab den 1930ern für verschiedenste Kaffeehaus-Inneneinrichtungen (https://de.wikipedia.org/wiki/Anton_Potyka#Innenraumgestaltung_und_-design_.28Auswahl.29) verantwortlich, die heute - bis auf das Cobenzl - allesamt nicht mehr existieren dürften.

Ich zitiere aus Wikipedia: "Besondere Beachtung in der Öffentlichkeit erregten vor allem Anton Potykas Gastronomieentwürfe Anfang der 1950er Jahre, wie das Espresso Stambul in der Wiener Innenstadt sowie das Espresso Rainer im Hotel Erzherzog Rainer in der Wiedner Hauptstraße – die sogenannte „Rainer-Diele“. Sie entstanden etwa zeitgleich mit Oswald Haerdtls berühmten Cafés und Espressi für die Firma Arabia. Das Espresso Rainer war einerseits durch eine quergestellte Bank in einen Bar- und einen Sitzbereich getrennt, andererseits wurde der Raum durch die wellenförmige freihängende Stuckdecke wieder zu einer Einheit verbunden. Drahtfiguren von Rudolf Hoflehner in beleuchteten Nischen hinter den Sitzplätzen sowie eine schwarz-weiße Sgraffitowand hinter der Bar verliehen dem Raum die spezielle Atmosphäre."

Betrieben wurde das Lokal von Hübner, dem auch das Parkhotel Schönbrunn oder der Kursalon am Stadtpark gehörte, bis 1974. Dann standen Lokal und Schloss leer, letzteres brannte teilweise ab. Seit 1983 werden beide Lokale vom jetzigen Pächter Olaf Auer betrieben. Und ja, die Mischung aus Monarchiekitsch und 80er-Jahre gepaart mit "Marmor aus Jugoslawien" (Zitat Besitzer (http://www.news.at/a/olaf-auer-schloss-cobenzl-7126961)) ist skurril, aber schon recht sehenswert, vor allem in der wirklich schönen Lage.

Weitere Infos: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wien/stadtpolitik/866887_Das-Erbe-des-Grafen-Cobenzl.html?em_cnt_page=3
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 31. Januar 2017, 20:31:32
Abreißen und der Natur zurückgeben!   :up:
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: diogenes am 01. Februar 2017, 06:38:30
Abreißen und der Natur zurückgeben!   :up:
Oder Abreißen und naturnah neu bauen. Gras am Dach und so :)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Ferry am 01. Februar 2017, 08:46:58
Wien, Stephansplatz. Eine Altbauwohnung mit etwa 150 Quadratmetern, seit Jahrzehnten nicht mehr renoviert; eine Zeitkapsel mit den Resten eines langen Lebens. Über den Schichten vergangener Erinnerungen liegen Fragmente einer kurzen Theaterproduktion: um Kafka ging es, um den "Prozess". Nichts hätte besser gepasst, hier, in der Wohnung eines ehemaligen Rechtsanwalts und seiner Frau. Andenken an Jahrzehnte, persönliche Dokumente, Tagebücher mit Dingen, die man niederschreiben musste, und die doch nach 30 Jahren belanglos sind. In den Rudimenten zu wühlen fühlt sich obszön an: Was vom Leben bleibt sind staubige Notizbücher, zerfallende Urkunden, sentimentale Briefe an die Kinder, so persönlich wie banal. Die Inhalte des aufbewahrten Schriftguts haben sich über die Jahre sowieso geändert: Von Rechtswissenschaft und Medizin zu später ebenso sorgsam gesammelten Strickanleitungen aus Burda-Heften. Die Handlungsfäden eines 90jährigen Lebens sind gemeinsam mit denen aus Kafkas Stücken auf Garnspulen gewickelt, und sie werden nie wieder entwirrt.

So eine Lampe mit einer runden Leuchtstoffröhre wie am letzten Bild hatten wir auch jahrzehntelang bei uns in der Küche (den Installationsresten nach zu schließen, dürfte es sich auch bei diesem Raum um eine Küche gehandelt haben)! Diese runden Röhren waren nicht leicht zu bekommen, wir mussten die bei unserem damaligen Elektrotandler immer vorbestellen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 01. Februar 2017, 09:44:13
So eine Lampe mit einer runden Leuchtstoffröhre wie am letzten Bild hatten wir auch jahrzehntelang bei uns in der Küche (den Installationsresten nach zu schließen, dürfte es sich auch bei diesem Raum um eine Küche gehandelt haben)! Diese runden Röhren waren nicht leicht zu bekommen, wir mussten die bei unserem damaligen Elektrotandler immer vorbestellen.

Aber weit verbreitet sind die runden Röhren dennoch – fast jede Billardtischbeleuchtung hat sie! ;)
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 60er am 01. Februar 2017, 09:50:04
Aber weit verbreitet sind die runden Röhren dennoch – fast jede Billardtischbeleuchtung hat sie! ;)

Die runden Leuchtstoffröhren gibt es sogar für die E27-Schraubfassung. Wir hatten einmal eine solche als Schreibtischlampe, war ein fürchterlich flackerndes Ding.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: W_E_St am 02. Februar 2017, 21:10:12
So eine Lampe mit einer runden Leuchtstoffröhre wie am letzten Bild hatten wir auch jahrzehntelang bei uns in der Küche (den Installationsresten nach zu schließen, dürfte es sich auch bei diesem Raum um eine Küche gehandelt haben)! Diese runden Röhren waren nicht leicht zu bekommen, wir mussten die bei unserem damaligen Elektrotandler immer vorbestellen.

Aber weit verbreitet sind die runden Röhren dennoch – fast jede Billardtischbeleuchtung hat sie! ;)

Die kenne ich eigentlich fast nur mit zwei normalen Röhren. Beim Brunswick Hernals waren sie vor ca. 15 Jahren gar noch mit Glühlampen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 05. Februar 2017, 04:18:40
Aber weit verbreitet sind die runden Röhren dennoch – fast jede Billardtischbeleuchtung hat sie! ;)

Die runden Leuchtstoffröhren gibt es sogar für die E27-Schraubfassung. Wir hatten einmal eine solche als Schreibtischlampe, war ein fürchterlich flackerndes Ding.
Mittlerweile sogar als LED.

So eine Lampe mit einer runden Leuchtstoffröhre wie am letzten Bild hatten wir auch jahrzehntelang bei uns in der Küche (den Installationsresten nach zu schließen, dürfte es sich auch bei diesem Raum um eine Küche gehandelt haben)! Diese runden Röhren waren nicht leicht zu bekommen, wir mussten die bei unserem damaligen Elektrotandler immer vorbestellen.

Aber weit verbreitet sind die runden Röhren dennoch – fast jede Billardtischbeleuchtung hat sie! ;)

Die kenne ich eigentlich fast nur mit zwei normalen Röhren. Beim Brunswick Hernals waren sie vor ca. 15 Jahren gar noch mit Glühlampen.
Ich kenne Billardtische nur mit 3 runden Schirmen, in denen Glühbirnen oder eben solche runden Röhren drin sind.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 01. März 2017, 19:08:06
Wieder ein Haus weniger, diesmal Teil eines Ensembles und in einer Schutzzone in der Inneren Stadt: Bauernmarkt 21 (http://wien.orf.at/news/stories/2828128/).

Interessant aber, dass das Türmchen (http://m.heute.at/news/oesterreich/wien/chronik/Denkmalschuetzer-alarmieren-Gruenderzeithaus-in-City-faellt;art85950,1399371) fein säuberlich entfernt und mit einem Tieflader abtransportiert wurde, kommt das vielleicht auf den Neubau wieder drauf?
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 37er-Wagen am 09. März 2017, 19:03:51
Wieder ein Haus weniger, diesmal Teil eines Ensembles und in einer Schutzzone in der Inneren Stadt: Bauernmarkt 21 (http://wien.orf.at/news/stories/2828128/).

Interessant aber, dass das Türmchen (http://m.heute.at/news/oesterreich/wien/chronik/Denkmalschuetzer-alarmieren-Gruenderzeithaus-in-City-faellt;art85950,1399371) fein säuberlich entfernt und mit einem Tieflader abtransportiert wurde, kommt das vielleicht auf den Neubau wieder drauf?

ich arbeite dort in der Nähe und verfolge den Abriss mit der Kamera, soweit möglich... der Entwurf des Neubaus schaut nicht so aus, als ob da der Turm wieder draufkäme... aber vielleicht hat sich das Bezirksmuseum Innere Stadt das Türmchen gesichert oder sonst wer hat es gekauft ... 
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 09. März 2017, 19:10:30
der Entwurf des Neubaus schaut nicht so aus, als ob da der Turm wieder draufkäme... aber vielleicht hat sich das Bezirksmuseum Innere Stadt das Türmchen gesichert oder sonst wer hat es gekauft ...
Kann man den Entwurf irgendwo online sehen? ???
Das "Türmchen" ist glaube ich ein kleines bisschen zu groß für ein Bezirksmuseum - nicht umsonst wurde es mit einem großen Schwertransporter liegend abtransportiert. ;)

Übrigens tut sich andernorts etwas: in der Schwertgasse (http://derstandard.at/2000053754770/Gutachten-lehnt-Ausbau-von-Barockhaus-in-Wiener-Innenstadt-ab). Mal sehen, ob sich die Stadt dran hält. Und ob dann nicht "zufällig" bei Renovierungsarbeiten ein Brand- oder Wasserschaden eintritt.  :-X
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 158er am 09. März 2017, 20:58:51
[...] Café Restaurant Cobenzl! Nachdem die Stadt Wien ein höchstgerichtliches Urteil gegen den Betreiber erwirkt hat, kann jederzeit Exekution geführt werden. Momentan ist das Lokal noch geöffnet.
Nächste Woche wird das Lokal geräumt. http://wien.orf.at/news/stories/2829981/ (falls noch wer die skurrile Einrichtung fotografieren will).
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 37er-Wagen am 12. März 2017, 22:38:13
Kann man den Entwurf irgendwo online sehen? ???

ja, habs für dich rausgesucht: https://oegfa.at/programm-1/architekturtage/architekturtage-2016-wert-haltung/architekturtage-2016-zu-gast-bei/zu-gast-bei-herrmann-valentiny-und-partner-zt-gmbh
könnte die erste Visualisierung sein (das erste Bild)...das schaut nicht so aus, als käme da ein Türmchen drauf, nicht? Schaut genauso "toll" wie das Hotel Topaz 2 blocks weiter aus...  :-X
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 4463 am 15. März 2017, 01:03:12
ja, habs für dich rausgesucht: https://oegfa.at/programm-1/architekturtage/architekturtage-2016-wert-haltung/architekturtage-2016-zu-gast-bei/zu-gast-bei-herrmann-valentiny-und-partner-zt-gmbh
könnte die erste Visualisierung sein (das erste Bild)...das schaut nicht so aus, als käme da ein Türmchen drauf, nicht? Schaut genauso "toll" wie das Hotel Topaz 2 blocks weiter aus...  :-X
Danke!

Naja, immerhin haben den Erker am Eck aus der Idee des alten Gebäudes übernommen. Und Platz für ein Türmchen wäre oben ja vielleicht?

Beim Hotel Topazz frage ich mich immer, wo da die Zimmer Platz haben, so klein wie die Grundfläche ist. :o
Wobei das Topazz wenigstens eine Architektur hat, die ein wenig heraussticht aus den anderen Projekten der letzten Jahre.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 95B am 15. März 2017, 09:05:52
Beim Hotel Topazz frage ich mich immer, wo da die Zimmer Platz haben, so klein wie die Grundfläche ist. :o

Das Hotel besteht nur aus Zimmern, die laut booking.com irrsinnig klein sind und keinen Stauraum bieten. Zum Frühstücken muss man in ein anderes Hotel gegenüber gehen.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: 37er-Wagen am 16. März 2017, 16:48:27
Beim Hotel Topazz frage ich mich immer, wo da die Zimmer Platz haben, so klein wie die Grundfläche ist. :o

Das Hotel besteht nur aus Zimmern, die laut booking.com irrsinnig klein sind und keinen Stauraum bieten. Zum Frühstücken muss man in ein anderes Hotel gegenüber gehen.

ach, ich dachte da unten im Keller habe ich einen Restaurantbereich gesehen? Lächerlich, wobei: das Haus, das dort stand, war ja zum Zeitpunkt des Abrisses leider auch keine Offenbarung mehr. Aber halt - was man vom restlichen Platz nur mehr bedingt sagen kann - Altbestand.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: haidi am 16. März 2017, 23:46:39
Beim Hotel Topazz frage ich mich immer, wo da die Zimmer Platz haben, so klein wie die Grundfläche ist. :o

Das Hotel besteht nur aus Zimmern, die laut booking.com irrsinnig klein sind und keinen Stauraum bieten. Zum Frühstücken muss man in ein anderes Hotel gegenüber gehen.
Deren Startseite ist gut:
Zitat
A home for cosmopolitans: if somebody makes a journey, he does not only have a lot to tell about, he should also feel really pampered. This can be provided by the famous Viennese hospitality on the one side and on the other by our team who can read any wish from your eyes.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: martin8721 am 25. März 2017, 05:24:18
Das Haus Breitenseer Straße / Montleartstraße wird demnächst Geschichte sein...
Um dieses, meiner Meinung nach, schöne Gebäude ist es wirklich schade.
Ein paar Minuten nachdem ich die Fotos aufgenommen hatte, kam ein Arbeiter, der den Stuck bearbeitet hat und mit einem Hammer dem Engerl den Kopf abgeschlagen hat. Das tat schon weh... :'(

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Bereits dieser Tage wurde das Haus Geibelgasse 8 abgerissen.
Kein Schmuckstück, aber trotzdem ein altes Haus weniger.

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Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Linie 360 am 25. März 2017, 08:43:57
Schön langsam wird das authentische Stadtbild mehr zerstört als durch den 2ten Weltkrieg :'( :'( :'(
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: buschberg am 25. März 2017, 12:10:32
Es ist ja sehr schade umdie alten Häuser, es will halt keiner mehr in so einem Haus wohnen.Am Land ist es mit den alten Bauernhäusern auch so.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: Klingelfee am 25. März 2017, 12:16:56
Es ist ja sehr schade umdie alten Häuser, es will halt keiner mehr in so einem Haus wohnen.Am Land ist es mit den alten Bauernhäusern auch so.

Und solange es billiger ist, das alte Haus abzureissen und ein Neues hinzustellen, wird sich daran auch nicht ändern. Wobei ich bei den Neubauten ooft frage, ob die Architekten auch ein bischen beim planen denken? Denn bei vielen Bauplänen, die in letzter Zeit eingesehen habe, frage ich mich wirklich, ob die einfach nur Wände aufgezogen haben - Wie zum Beispiel eine Wohnung, wo man von der Küche quer durch ein 30 m2 Wohnzimmer zum Essplatz gehen muss.
Titel: Re: Hausabriss und Mietenpreise
Beitrag von: hema am 25. März 2017, 12:37:37
Mariahilfer Straße 219, das kleine Haus bei der Stiege am Ende des Schwendermarktes (einst ein Gasthaus), ist auch schon Geschichte!   :'(





Und solange es billiger ist, das alte Haus abzureissen und ein Neues hinzustellen, wird sich daran auch nicht ändern.
Es ist nicht billiger, sondern wesentlich lukrativer für den Projektbetreiber!



Schön langsam wird das authentische Stadtbild mehr zerstört als durch den 2ten Weltkrieg :'( :'( :'(
Im Fernsehen war unlängst ein Bericht, wo man auch zu dieser bedauerlichen Erkenntnis kam. Wien wird immer gesichtsloser.