Autor Thema: Fahrgastbeirat  (Gelesen 125335 mal)

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Re: Fahrgastbeirat
« Antwort #420 am: 30. November 2018, 01:18:14 »
BTW: Das letzte auf der FGB-Seite angebotene Sitzungsprotokoll stammt von der Sitzung vom 26. März d.J. - haben die seither keine Sitzungen mehr gehabt? Update auf der FGB-Seite vergessen? Oder?
Das ist ein Unternehmen, das in Jahrhunderten denkt, da sind doch so ein paar aktuelle Protokolle egal. Die sind sowieso immer mehr zu einer Karikatur verkommen.

Niemals, jetzt haben sie Vollgas gegeben und das Protokoll von September online gestellt. Wieder mal ein Quell guter Laune, angesichts des Inneren Novembers bei den Wiener Linien... :)) :fp: :fp:

Na, das ist aber erstaunlich ... ob die hier mitlesen? Und haben die zwischen März und September keine Sitzung mehr gehabt, auf "faule Willis" bildlich gesagt gemacht?

Was mir noch neben dem von den Vorpostern schon Angemerkten u.a. aufgefallen ist:

* Liniennummerierung für den neuen 11er: Weil's also den Fahrgästen bzw. den Kundinnen und Kunden wurscht - vulgo: nebensächlich - ist, kann es auch dem VU wurscht sein und das Jahrhundert alte, gute Nummerierungssystem über den Haufen geworfen werden (wieder einmal, ist ja nicht das erste Mal, bekanntlich).

* "Mobility for all" (*schauder*) Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer werden auf eine künftige "Hotlline", "7 Tage/Woche, werktags 7-22h" vertröstet. (Und wie ist es an den anderen Tagen der Woche, sprich Sonntag und Feiertag? Samstag ist ja auch ein Werktag, aber ob das Erdberg auch weiß?) ... Man ist also weiterhin nicht in der Lage die Typenunterscheidung V- oder U-Type im System integriert zu haben, dass es demnach auch anno 2018 für Rollifahrende immer noch ein Lotteriespiel ist, ob sie mit einem einfahrenden U-Bahn-Zug mitkönnen oder wahrscheinlich nicht: Haben sie sich am Bahnsteigende aufgestellt und es kommt ein U, liegt es in ihrem rollstuhlfahrerischen Geschick und entsprechend der Menschenmenge am Bahnsteig, ob sie in rasender Geschwindigkeit zum nächstgelegenen, für Rollis erlaubten Einstieg hinrollen können. Haben sie sich hingegen in potentieller Erwartung eines Silberpfeiles passend aufgestellt, dann müssen sie halt zum Bahnsteigende flitzen, wenn doch ein V einfährt ...

* Interessant unter diesem Punkt des "Mobility for all" ist auch das Eingeständnis, wie unsicher die hintere Plattform des ULF ist: "In den ULFs können Sie sich hinten nicht hinstellen, es besteht kein Prallschutz für den Fall einer Notbremsung."  ... Wobei: In Zeiten wie diesen braucht man auf der hinteren Plattform eher keinen Prallschutz Richtung vorne für den Fall der Notbremsung, denn vielmehr einen hinten gegen auffahrende ULFe ...

Signalabhängigkeit

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Re: Fahrgastbeirat
« Antwort #421 am: 30. November 2018, 03:08:49 »
Es ist wohl echt zu viel erwartet, solche "Protokolle" nach den Sitzungen von einer sprachlich versierteren Person korrekturlesen zu lassen........  :o

Klingelfee

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Re: Fahrgastbeirat
« Antwort #422 am: 30. November 2018, 06:27:46 »
"Sichtbarkeit der LED-Anzeigen bei den Straßenbahnen sind noch nicht komplett umgesetzt."
–-> Hat es da in den letzten 1-2 Jahren überhaupt noch Umbauten gegeben?

"Gibt es beim Essverbot Toleranz z.B. bei Kindern? Ja natürlich, es gibt klare Vorgaben."
–-> könnte ein Satz aus einem Monty Python-Sketch sein

"Securitys sind Aufsichtsorgane im Sinne des Eisenbahngesetzes"
–-> Stimmt das wirklich, sind das wirklich §39-Organe und dürfen auch Dienstaufträge erteilen und Menschen festnehmen? Das wäre zumindest für mich eine echte Neuinformation

Dienstaufträge dürfen sie nur übermitteln. Jedoch mit der Festnahme nach §35 des Eisenbahngesetzes dürfen sie aussprechen.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

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Re: Fahrgastbeirat
« Antwort #423 am: 30. November 2018, 08:28:07 »
Bin ja gespannt, ob man sich auch mit der Geldverschwendung für die "Haltestelle Neu" beschäftigt. Um das Geld könnte man sämtliche unlesbaren Zielanzeigen erneuern.

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Re: Fahrgastbeirat
« Antwort #424 am: 30. November 2018, 09:57:16 »
§ 35 EisbG Erteilung der Betriebsbewilligung

Festnahme nach §35 des Eisenbahngesetzes

 ???
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Re: Fahrgastbeirat
« Antwort #425 am: 30. November 2018, 10:18:40 »
§39 ist gemeint, der legt fest, was EAOs können müssen.
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hema

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Re: Fahrgastbeirat
« Antwort #426 am: 30. November 2018, 14:14:27 »
Eisenbahnaufsichtsorgane dürfen aber nur Menschen festnehmen, welche anhaltend gegen die Sicherheit es Eisenbahnbetriebes verstoßen, sofern ein zeitnahes Einschreiten der Polizei nicht möglich oder zu erwarten ist! Solche festgehaltenen Personen sind so bald wie möglich den staatlichen Sicherheitskräften zu übergeben. Im Stadtgebiet ist das Einschreiten der Polizei aber an jeder Stelle in kurzer Zeit möglich, womit eine Festnahme durch ein Eisenbahnaufsichtsorgan wohl nicht statthaft ist. Was jedenfalls (und jedermann) bleibt ist natürlich das private Festhalterecht, das es erlaubt Menschen anzuhalten und der Polizei zu übergeben, welche die Sicherheit oder "Leib und Leben" gefährden oder z.B. ein Verbrechen begangen haben!





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Re: Fahrgastbeirat
« Antwort #427 am: 30. November 2018, 14:21:54 »
* "Mobility for all" (*schauder*) Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer werden auf eine künftige "Hotlline", "7 Tage/Woche, werktags 7-22h" vertröstet. (Und wie ist es an den anderen Tagen der Woche, sprich Sonntag und Feiertag? Samstag ist ja auch ein Werktag, aber ob das Erdberg auch weiß?) ... Man ist also weiterhin nicht in der Lage die Typenunterscheidung V- oder U-Type im System integriert zu haben, dass es demnach auch anno 2018 für Rollifahrende immer noch ein Lotteriespiel ist, ob sie mit einem einfahrenden U-Bahn-Zug mitkönnen oder wahrscheinlich nicht: Haben sie sich am Bahnsteigende aufgestellt und es kommt ein U, liegt es in ihrem rollstuhlfahrerischen Geschick und entsprechend der Menschenmenge am Bahnsteig, ob sie in rasender Geschwindigkeit zum nächstgelegenen, für Rollis erlaubten Einstieg hinrollen können. Haben sie sich hingegen in potentieller Erwartung eines Silberpfeiles passend aufgestellt, dann müssen sie halt zum Bahnsteigende flitzen, wenn doch ein V einfährt ...

* Interessant unter diesem Punkt des "Mobility for all" ist auch das Eingeständnis, wie unsicher die hintere Plattform des ULF ist: "In den ULFs können Sie sich hinten nicht hinstellen, es besteht kein Prallschutz für den Fall einer Notbremsung."  ... Wobei: In Zeiten wie diesen braucht man auf der hinteren Plattform eher keinen Prallschutz Richtung vorne für den Fall der Notbremsung, denn vielmehr einen hinten gegen auffahrende ULFe ...
7 Tage die Woche und werktags widerspricht sich schon einmal. 7-22 Uhr ist ein Schlag ins Gesicht für Rollstuhlfahrer - gerade unter Tags sind die Intervalle ja so dicht, dass es zwar nicht lustig, aber auch kein großes Problem ist, auf den nächsten Zug zu warten. Aber vor 7 und nach 22 Uhr? Müssen Rollifahrer da daheim sein? :ugvm:

Übrigens ist die Sache mit der nicht vorhandenen Unterscheidung von U und V in den elektronischen Echtzeitsystemen meines Wissens bei der Volksanwaltschaft anhängig und wird von denen auch aufs schärfste kritisiert. Allerdings zeigt die Erfahrung, dass die Stadt Wien und ihre Subunternehmen auffällig oft zu Diskussionen in der zugehörigen Fernsehsendung nicht erscheinen. ::)

Welcher Einstieg ist bei einem U besser geeignet als ein anderer? ???
Die sind doch alle gleich ungeeignet aufgrund der Stufe und des Spalts.

Die hinterste Plattform der ULFe ist sowieso allein schon deshalb ungeeignet, weil der Spalt ja bei der zugehörigen Türe bekanntlich keine konstante Breite hat.
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Re: Fahrgastbeirat
« Antwort #428 am: 30. November 2018, 15:31:33 »
Aber vor 7 und nach 22 Uhr? Müssen Rollifahrer da daheim sein? :ugvm:
https://www.youtube.com/watch?v=ZtlAb2pG1uI  :up:

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Re: Fahrgastbeirat
« Antwort #429 am: 08. Februar 2019, 09:37:34 »
Und weiter gehts...  :D Nur zur Erinnerung: "Wir denken das Öffi-Netz als Gesamtes"
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Re: Fahrgastbeirat
« Antwort #430 am: 08. Februar 2019, 09:56:57 »
Ohne Worte.  :bh:

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Re: Fahrgastbeirat
« Antwort #431 am: 08. Februar 2019, 10:06:27 »
Und weiter gehts...  :D Nur zur Erinnerung: "Wir denken das Öffi-Netz als Gesamtes"

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Re: Fahrgastbeirat
« Antwort #432 am: 08. Februar 2019, 10:28:11 »
Zitat
In den Stationen Kepplerplatz (sic!),  Nestroyplatz, Taubstummengasse wurden Aufzüge nachgerüstet.
Der Autor (oder immer noch die Autorin?) war wohl der Meinung, dass das Dokument zu wenige Zeichen hat sonst hätte man diesen völlig unnötigen Satz nicht eingefügt. Wen interessiert die Tatsache, dass diese Station vor einer halben Ewigkeit (1998 - 2001) mit einem Aufzug nachgerüstet wurden!?  :fp:

Der Satz und das Plenken schmerzt auch in den Augen:

Zitat
Überlastung  66A,  60A:  Die Linie 66 fährt die Anton Baumgartner Straße, da ist ein neuralgischer  Verkehrspunkt mit einer neuen Ampel, die als Grund für die Behinderung gesehen wird.

95B

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Re: Fahrgastbeirat
« Antwort #433 am: 08. Februar 2019, 10:52:03 »
Zitat
In den Stationen Kepplerplatz (sic!),  Nestroyplatz, Taubstummengasse wurden Aufzüge nachgerüstet.
Der Autor (oder immer noch die Autorin?) war wohl der Meinung, dass das Dokument zu wenige Zeichen hat sonst hätte man diesen völlig unnötigen Satz nicht eingefügt. Wen interessiert die Tatsache, dass diese Station vor einer halben Ewigkeit (1998 - 2001) mit einem Aufzug nachgerüstet wurden!?  :fp:

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die Anfrage ursprünglich wegen der Station Stephansplatz gekommen ist und im Protokoll zur Unkenntlichkeit verzerrt wurde, damit ja niemand auf die Idee kommt, dazu weitere Fragen zu stellen. :-X
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Linie106

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Re: Fahrgastbeirat
« Antwort #434 am: 11. Februar 2019, 15:14:54 »
Boah, diese Antworten machen mich aggressiv.

Von der Anbindung her ist kein Unterschied, ob ich von der ÖBB Meidling her oben oder unten einsteige. Die Intervalle und Auslastungen passen so, wir haben auch gute Rückmeldungen dazu.

Wenn ich im Bereich Wilhelmstraße wohne/arbeite/zu tun habe, und die wird sehrwohl von Meidling SU mitversorgt, macht es schon einen Unterschied, ob ich davor einen 7A direkt daneben hatte oder jetzt zum Schedifkaplatz bzw zur Wurmbstraße hatschen muss.... das ist doch ein schönes Stückchen.

Überlastung 66A, 60A: Die Linie 66 fährt die Anton Baumgartner Straße, da ist ein
neuralgischer Verkehrspunkt mit einer neuen Ampel, die als Grund für die Behinderung
gesehen wird. Das Problem liegt bei der Ampel Josef-Österreicher-Gasse, die vom Bus
beeinflusst wird.


1. gute Deutsch diese, Linie 66 wäre Straßenbahn, oder? :D
2. der 66A ist u.a. deswegen überlastet, weil er im 23. die einzige Querverbindung mit einigermaßen annehmbaren Takt ist (Zubringer zu S/U Bahn, zahlreiche Wohngroßsiedlungen und Schulen liegen am Weg)
Das ist schon bald jahrzehntelang ein Problem, dennoch tut sich absolut gar nichts und auch die für die Relation deutlich zu wenigen (großteils) 10min Intervalle werden nicht besser. Vielleicht sollte man da ansetzen?

Eine Ampel mehr oder weniger macht es auf der Strecke kaum aus. Da gibt es noch viel mehr Problemampeln und Stauzonen.
Ua: Liesinger Platz, Atzgersdorfer Platz bzw Knotzenbachgasse, Bahnübergang WLB, Sterngasse, Laxenburger Straße. Oft reicht ein Falschparker oder Müll-LKW aus, dass auf der ganzen Linie Chaos gibt, in den vielen engen Gasserln, wo der Bus durchfährt...

Aber Hauptsache man hat das Thema mit einer 08/15 Antwort erledigt. ––