Autor Thema: Ideen für Transdanubien  (Gelesen 54595 mal)

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haidi

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Re: Ideen für Transdanubien
« Antwort #45 am: 15. April 2014, 11:03:10 »
* Bei Großeinkäufen gebe ich deutlich mehr Geld aus, weil ich immer mehr kaufe, als ich eigentlich brauche oder will. Mag sein, dass andere Leute da mehr Disziplin haben, bei mir funktioniert es aber nicht. Dazu kommt noch, dass ich (andere Leute haben ev. mehr Logistiktalent) bei großen Einkäufen meist nicht alles aufbrauche, bevor es verdirbt, weil ich bei der Vorratshaltung einfach den Überblick verliere. Ergo habe ich Geld für nichts ausgegeben
Bei Großeinkäufen folgende Reihenfolge einhalten:

Einkaufsliste schreiben (wichtig)
gut Essen (wichtig)
Einkaufen gehen (weniger wichtig)
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

Inventar

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Re: Ideen für Transdanubien
« Antwort #46 am: 15. April 2014, 11:09:29 »
Bevor ihr alle so gute Ratschläge schreibt schaut zuerst wie es um die Öffis im 22.Bez. bestellt ist. Manche Gebiete sind echt schlecht erschlossen und über manche Fahrpläne schweigen wir lieber.
Da ist es kein Wunder wenn die Leute lieber mit dem Auto fahren. Und Car2Go kannst vergessen. Da gibt es Grenzen, hab ich gelesen, und wenn du weiter weg vom Bezirkszentrum wohnst hast du die Möglichkeit gar nicht.

13er

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Re: Ideen für Transdanubien
« Antwort #47 am: 15. April 2014, 11:28:24 »
Weil es die von dir erwähnten zahlreichen Milchgeschäfte, Greißler, Konsum- und Meinlfilialen mit ihren geringen Entfernungen eben nicht mehr gibt.
Die Supermarktdichte ist aber trotzdem im Stadtgebiet erheblich. Wenn man nicht unbedingt zum z.B. Hofer oder Billa muss, sondern das Geschäft nimmt, das grad am Weg liegt, dann findet man überall in kürzester Gehdistanz einen Supermarkt.
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Schienenfreak

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Re: Ideen für Transdanubien
« Antwort #48 am: 15. April 2014, 11:31:26 »
Mit dem Auto Einkaufen ist in den meisten Fällen (in Wien) nur eine Frage der Bequemlichkeit. Die Alternative ist ja nicht nur, mehrmals in der Woche einzukaufen, für sperrigeres oder schweres Zeugs gibt es ja auch Zustelldienste zu wohlfeilen Preisen. Katzenstreu, Getränke, Waschmittel usw. habe ich mir liefern lassen und musste es daher auch nicht selbst vom Auto zu Wohnung schleppen. Und mit einer Einkaufstasche kommt man auch nicht in Versuchung, zuviel zu kaufen. Wenn's einmal etwas mehr sein sollte (Partytime), dann gibt es stufengängige Einkaufswagerln. Und wenn wirklich einmal ein Auto benötigt wird, gibt es Taxis, CarSharing, Car2Go und dergleichen. Wer natürlich seine Unterkunft unbedingt in der Pampa haben muss, der hat's natürlich schwerer, aber sicher nicht mein Mitleid und Verständnis.
:up:
Absolut richtig! Innerhalb Wiens finde ich, dass man so schnell nicht an ein Auto angewiesen ist. Ich lebe derzeit allein und komme sehr gut zu recht, da wären mir die Erhaltungskosten für ein Auto für die paar mal, wo ich mir halt einen Zustelldienst bestellen muss, nicht wert.
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Re: Ideen für Transdanubien
« Antwort #49 am: 15. April 2014, 12:41:35 »
Durch das Auto hat sich die Nahversorgungsinfrastruktur komplett geändert.

Das ist richtig. Daraus ergibt sich, dass das Auto schuld ist, dass man ein Auto braucht!  8)

Ferry

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Re: Ideen für Transdanubien
« Antwort #50 am: 15. April 2014, 18:58:27 »
Das ist richtig. Daraus ergibt sich, dass das Auto schuld ist, dass man ein Auto braucht!  8)
In gewisser Weise stimmt das. Allerdings ist das Auto nicht alleine schuld, sondern es ist letztlich nur die Antwort auf das gesteigerte Mobilitätsbedürfnis. Aber man sollte eben auch nicht bestreiten, dass es Fälle gibt, wo man auf das Auto nicht verzichten kann, und der wöchentliche Einkauf für eine vierköpfige Familie zählt da dazu.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

moszkva tér

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Re: Ideen für Transdanubien
« Antwort #51 am: 15. April 2014, 19:52:36 »
Das ist richtig. Daraus ergibt sich, dass das Auto schuld ist, dass man ein Auto braucht!  8)
Ich bin Alkoholiker, weil ich in meinem Leben nix weiterbringe. Ich bringe in meinem Leben nix weiter, weil ich Alkoholiker bin. Der übliche Teufelskreislauf, der sehr schwer zu durchbrechen ist, passt auf den Autowahn ebenfalls wie die Faust aufs Auge

Z-TW

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Re: Ideen für Transdanubien
« Antwort #52 am: 15. April 2014, 19:58:30 »
Das ist richtig. Daraus ergibt sich, dass das Auto schuld ist, dass man ein Auto braucht!  8)
In gewisser Weise stimmt das. Allerdings ist das Auto nicht alleine schuld, sondern es ist letztlich nur die Antwort auf das gesteigerte Mobilitätsbedürfnis. Aber man sollte eben auch nicht bestreiten, dass es Fälle gibt, wo man auf das Auto nicht verzichten kann, und der wöchentliche Einkauf für eine vierköpfige Familie zählt da dazu.

Das gesteigerte Mobilitätsbedürfnis ist zum Teil eine Zwangsmobilität - vor allem im ländlichen Raum. Eine Kollegin wohnte in einem Waldviertler Ort 16 km vom nächsten Supermarkt entfernt. Übrigens waren wir in Wien eine vierköpfige Familie und brauchten kein Auto. Der Vater besaß etwa ein oder zwei Jahre eine gebrauchte Renault Dauphine, bis er drauf kam, dass die eigentlich unnötig ist - dann verkaufte er sie um 1000.- ATS.

13er

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Re: Ideen für Transdanubien
« Antwort #53 am: 15. April 2014, 21:38:29 »
Allerdings ist das Auto nicht alleine schuld, sondern es ist letztlich nur die Antwort auf das gesteigerte Mobilitätsbedürfnis.
Das Auto ist aber auch zum Großteil Schuld am gesteigerten Mobilitätsbedürfnis. Früher war Wohnung, Arbeit, Einkaufen usw. meist (aber natürlich nicht immer) recht nahe beieinander. Mit der stark zunehmenden Verbreitung des Autos hat sich der "Aktionsradius" stets erhöht. Insgesamt hat das Auto den Menschen kaum mehr Zeit, sondern nur mehr Stress gebracht. Gilt übrigens auch für die U-Bahn (wobei unsere U-Bahn als Straßenbahnersatz eh noch recht langsam ist).

Das Phänomen ist in der Verkehrsplanung gut untersucht.
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Linie 41

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Re: Ideen für Transdanubien
« Antwort #54 am: 15. April 2014, 22:11:29 »
Früher war Wohnung, Arbeit, Einkaufen usw. meist (aber natürlich nicht immer) recht nahe beieinander.
In der Stadt aber größtenteils immer noch. Draußen in meiner Hood (15 Gehminuten vom Wienerwald entfernt) sind es zwischen 10 und 15 Gehminuten zu Spar 1, Spar 2, Billa 1, Billa 2, Zielpunkt, DM, Bipa. Nur der Hofer ist etwas weiter weg – und für die beiden Billas und Spars wohne ich sogar am ungünstigsten, nämlich genau in der gleichen Distanz zu allen Filialen. Vor 30 Jahren war's nicht anders, außer daß die Spars Meinls waren und noch ein dritter Billa existierte (zwei Minihäuserblöcke vom Nachbarbilla in derselben Gasse – also mehr als bescheuert), dafür hat es keinen Hofer gegeben. Da braucht's wirklich kein Auto – meine Mutter hatte nicht einmal einen Führerschein und trotzdem für die ganze Familie eingekauft, hin und wieder gab's einmal einen Großeinkauf mit dem Auto beim Pampam (wir hätten es auch ohne locker geschafft).

Kurz gesagt: Die Generationen 1960+ besteht mehrheitlich einfach aus bequemlichen Luschen (und genau zu jenen zähle ich mich auch, wenn ich mit dem Auto einkaufen fahre).
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

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Re: Ideen für Transdanubien
« Antwort #55 am: 17. April 2014, 14:42:24 »
Also was hier an Diskussionen kommt... meine Mutter hat seit ich denken kann die Einkäufe für eine Vier- bis Achtpersonenfamilie weitgehend zu Fuß erledigt. Höchstens einmal im Monat gibt es eine Tour mit dem Auto zum Hofer, ansonsten muss der "Pensionistenporsche" reichen. Manchmal wird der halt wenn grad ein Sonderangebot ist mit 15 l Getränkesirup angefüllt und den Berg raufgeschleift... Mineralwasser gibts bei uns nur für Gäste aus Deutschland, Wasser kommt aus der Leitung.
"Sollte dies jedoch der Parteilinie entsprechen, werden wir uns selbstverständlich bemühen, in Zukunft kleiner und viereckiger zu werden!"

(aus einer Beschwerde über viel zu weit und kurz geschnittene Pullover in "Good Bye Lenin")

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Re: Ideen für Transdanubien
« Antwort #56 am: 17. April 2014, 16:15:58 »
Mineralwasser gibts bei uns nur für Gäste aus Deutschland, Wasser kommt aus der Leitung.
Hmmm... ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Deutsche (die teilweise aber sogar hier leben) kein Leitungswasser trinken. Gibts da einen Grund für? ;)
"das korrupteste Nest auf dem weiten Erdenrund"
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Re: Ideen für Transdanubien
« Antwort #57 am: 17. April 2014, 16:27:15 »
Ja, Leitungswasser in Deutschland schmeckt grausam (alpine Regionen ausgenommen) und sie sind es daher gewohnt.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

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Re: Ideen für Transdanubien
« Antwort #58 am: 17. April 2014, 16:31:06 »
Ja, Leitungswasser in Deutschland schmeckt grausam (alpine Regionen ausgenommen) und sie sind es daher gewohnt.
Wir sind mit unserem Wasser schon sehr verwöhnt. Wenn man bedenkt, dass man in einigen Ländern das Wasser gar nicht trinken darf (oder man darf schon, heute wird's einem mit Smartphone ja auch am WC kaum langweilig).
Mit uns kommst du sicher... zu spät.

MK

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Re: Ideen für Transdanubien
« Antwort #59 am: 17. April 2014, 16:37:03 »
Ja, Leitungswasser in Deutschland schmeckt grausam (alpine Regionen ausgenommen) und sie sind es daher gewohnt.

So generell kann man das nicht sagen. Ich lebe in einer nicht-alpinen Region Deutschlands und trinke fast ausschließlich Leitungswasser, das auch nicht anders schmeckt als das Wiener.
So vergeht Jahr um Jahr, und es ist mir längst klar, dass nichts bleibt, dass nichts bleibt, wie es war.