(Auch zur Erinnerung: Es ist kein glatter 15-min-Takt, sondern ein 12/18-min-Takt angedacht.)
Das stimmt nicht, natürlich ist ein lupenreiner 15'-Takt geplant, die Trassenlücken auf der Stammstrecke lassen auch gar nichts anderes zu.
Ich meine, mich hatte ein User in diesem Forum mal berichtigt, als ich das schrieb, und auf den 18/12-min-Takt hingewiesen.
Heute Vormittag habe ich mir die Planungen für die Stationen nochmal angeschaut und finde sie weiterhin sehr sinnvoll. Sie sind von allen Seiten gut erreichbar (auch dann, wenn die S-Bahn schon einfährt...) und bieten vorbildlich kurze und mit so wenig wie möglich Straßenquerungen verbundene Umsteigemöglichkeiten zu Straßenbahn- und Buslinien.
An der
Hietzinger Hauptstraße (
pdf) würde der 53A Richtung Stock im Weg über die Hummelgasse fahren, Richtung Hütteldorf müsste er über Meytensgasse und Spohrstraße geführt werden (und in der Meytensgasse die Einbahn gedreht werden). Er würde dann direkt neben dem Bahnhofseingang zum Stehen kommen und so einen Umstieg zur S-Bahn (und vom 10er) ohne Straßenquerung ermöglichen Daneben ist sogar noch eine Busbucht vorgesehen, so dass auch eine Buslinie (47A? 54A/B?) hier enden und den Einzugsbereich der Strecke erweitern könnte. Die bisherige Busbucht in der Spohrstraße wäre für Kiss & Ride geeignet, eine Bike&Ride-Anlage mit Platz für 88 Fahrräder ist direkt unter der Station. Positiv finde ich auch, dass ein Shop (also mutmaßlich eine Bäckerei oder ein Imbiss) vorgesehen ist. Das bringt Frequenz und erhöht im Idealfall das subjektive Sicherheitsgefühl.
Speising (
pdf): Fahrtreppe vom Durchgang Speisinger Straße - Linzer Straße mit nördlichem Platz, der sich zum Wohngebiet hin öffnet. Zusätzlicher Ausgang zu Hofwiesengasse, wo zumindest die ÖBB-Planenden auch die Bushaltestelle Richtung Lainzer Tor/Atzgersdorf platzieren würde (mal schauen, ob die Stadt Wien dem folgt). Dazu ein WC. Etwas nachteilig ist natürlich, dass durch die Verschiebung der Station der Zugang von der Versorgungsheimstraße entfällt; dafür liegt die Station künftig nicht mehr in der Kurve (bzw. nur das südliche Bahnsteigende in einer ganz leichten).
Stranzenbergbrücke (
pdf): Zugänge beiderseits des namensgebenden Ingenieurbauwerks mit Bushaltestellen direkt vor den Zugängen. Am Ostende weitere Querungsmöglichkeit der Bahntrasse für den Fußverkehr zwischen Kernstraße und Klimtgasse mit Zugang zur Station.
Ich weiß nicht, wieso diese Investitionen plötzlich nichts wert, gar "Mumpitz" sein sollen, nur weil die S80 nach Hütteldorf statt auf die Vorortelinie fährt. Die hiesigen Verkehrsströme verlaufen mutmaßlich eh eher Richtung Osten. Wichtiger für den Erfolg dieser Investion ist m.E. nicht das westliche Ende der S80, sondern die Kontextprojekte der Stadt Wien: Die Einrichtung der Bushaltestellen so, wie es die ÖBB-Planenden mitgedacht haben, stärkere Ausrichtung des Busliniennetzes auf die Verbindungsbahn (z.B. eben 47A und/oder 54A/B zur Station Hietzinger Hauptstraße, passende Anschlüsse an der Stranzenbergbrücke), ein Ausbau der Radinfrastruktur zu den Stationen hin etc.