Autor Thema: "Klassische" Haltestellen  (Gelesen 15273 mal)

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38ger

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Re: "Klassische" Haltestellen
« Antwort #60 am: 25. April 2018, 15:58:46 »
Ein befahrbares Kap wäre vermutlich überhaupt kein Problem, wenn man die ganze Haltestelle um ca. 30 Meter zurückverlegt. Nur kostet das etliche Parkplätze.

Vom Verkehrsfluss her wäre es wohl wirklich kein Problem. Der Umsteigeweg vom 35A zum 38er (Neustift->Grinzing) oder zum 10A (Neustift->Heiligenstadt) oder vom 38er zum 35A (Grinzing->Neustift) oder vom 10A zum 35A (Heiligenstadt->Neustift) oder auch vom 38er zum 10A (Schottentor->Johnstraße) wären halt etwas länger.

Im Endeffekt sind fast alle Lösungen besser, als der Status Quo!

coolharry

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Re: "Klassische" Haltestellen
« Antwort #61 am: 25. April 2018, 16:15:30 »
Ein befahrbares Kap wäre vermutlich überhaupt kein Problem, wenn man die ganze Haltestelle um ca. 30 Meter zurückverlegt. Nur kostet das etliche Parkplätze.

Vom Verkehrsfluss her wäre es wohl wirklich kein Problem. Der Umsteigeweg vom 35A zum 38er (Neustift->Grinzing) oder zum 10A (Neustift->Heiligenstadt) oder vom 38er zum 35A (Grinzing->Neustift) oder vom 10A zum 35A (Heiligenstadt->Neustift) oder auch vom 38er zum 10A (Schottentor->Johnstraße) wären halt etwas länger.

Im Endeffekt sind fast alle Lösungen besser, als der Status Quo!

Ich frag mich eigentlich warum die sich so anstellen? In die Gegenrichtung gehts doch auch ohne täglich hundert Unfälle.
Da ist genau die gleiche Situation inkl. Linksabbieger. Es ist nur etwas mehr Platz am Gehweg.
Und wo soll der Stau (vor allem mehr Stau) sein? Die Station ist ja da und die Autos stehen meist hinter dem Verkehrsmittel.
Btw. Wie kann man so eine Farce aus etwas so simplen machen?
Das Glück ist ein Vogerl. Wenns knallt ist es weg.

38ger

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Re: "Klassische" Haltestellen
« Antwort #62 am: 25. April 2018, 17:07:26 »
Ein befahrbares Kap wäre vermutlich überhaupt kein Problem, wenn man die ganze Haltestelle um ca. 30 Meter zurückverlegt. Nur kostet das etliche Parkplätze.

Vom Verkehrsfluss her wäre es wohl wirklich kein Problem. Der Umsteigeweg vom 35A zum 38er (Neustift->Grinzing) oder zum 10A (Neustift->Heiligenstadt) oder vom 38er zum 35A (Grinzing->Neustift) oder vom 10A zum 35A (Heiligenstadt->Neustift) oder auch vom 38er zum 10A (Schottentor->Johnstraße) wären halt etwas länger.

Im Endeffekt sind fast alle Lösungen besser, als der Status Quo!

Ich frag mich eigentlich warum die sich so anstellen? In die Gegenrichtung gehts doch auch ohne täglich hundert Unfälle.
Da ist genau die gleiche Situation inkl. Linksabbieger. Es ist nur etwas mehr Platz am Gehweg.
Und wo soll der Stau (vor allem mehr Stau) sein? Die Station ist ja da und die Autos stehen meist hinter dem Verkehrsmittel.
Btw. Wie kann man so eine Farce aus etwas so simplen machen?

Die Situation in die Gegenrichtung ist schon etwas anders, weil ein Rückstau bis zur Hardtgasse möglich ist ohne Probleme, wenn es sich aber in Richtung Krottenbachstraße staut hinter der Station, dann hast hinter den Öffis gerade Mal 50-60 Meter, bis die Autos in die stark befahrene Kreuzung mit der Krottenbachstraße reinragen. Und der Billrothstraßenabschnitt zwischen Silbergasse und Krottenbachstraße ist jetzt schon ein unglaublicher Stau-Hot-Spot, weil hier die zwei Kfz-Hauptrelationen Neustift-Heiligenstadt und Grinzing/Sievering-Gürtel aufeinandertreffen.
Man müsste sich halt dazu durchringen die Parkplätze zwischen der stadteinwärtigen Station Gatterburggasse und der Krottenbachstraße zu streichen.
Aber vermutlich sind auch die Wiener Linien stur und wollen justament nur ein nicht überfahrbares Haltestellenkap errichten und der Bezirk macht erst gar keine Gegenvorschläge zum ÖV, weil ohnehin nur wichtig ist, dass A kein einziger Parkplatz verloren geht und sich B die Staugefahr um nicht ein einziges Prozent erhöhen darf.

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Re: "Klassische" Haltestellen
« Antwort #63 am: 27. April 2018, 10:39:34 »
Die Eisenbahnkreuzungsverordnung sieht Ampelanlagen (Lichtzeichen) mit 2 Lichtern vor - ohne Grünlicht. Die Anwendung der Eisenbahnkreuzungsverordnung beschränkt sich aber auf - erraten! - Eisenbahnkreuzungen. Dazu gehören nach diesen Bestimmungen auch Kreuzungen mit Straßenbahnen, aber selbst eine solche ist hier weit und breit nicht zu sehen.
[/color]
Gibt es das, was Du "keine Ampel" nennst nicht sogar in Wien abseits der Straßenbahn? Die Rotlichtanlage beim 13A ist doch sicher nicht die einzige in Wien?
Ich sehe da nicht nur beim Autobus, sondern auch bei der Straßenbahn ein rechtliches Problem, das aber - im Gegensatz zum Autobus - lösbar wäre. Guckstu Eisenbahnkreuzungsverordnung:

§ 19. (1) Die Einrichtung zur Abgabe von Lichtzeichen besteht aus zwei übereinander angeordneten kreisrunden Signalgebern mit schwarzem Hintergrund. Der schwarze Hintergrund ist innen mit einer weißen und außen mit einer roten Umrandung zu versehen (Signal- oder Tragschild).

Die typische Wiener UVLSA, deren Gültigkeit dem Verkehrsteilnehmer suggeriert werden soll, sieht aber so aus - ohne die farblich definierte Umrandung in Rot und Weiß:

Bild Linie 26

Gehören tätats sichs so:

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Re: "Klassische" Haltestellen
« Antwort #64 am: 27. April 2018, 10:44:34 »
Die Eisenbahnkreuzungsverordnung sieht Ampelanlagen (Lichtzeichen) mit 2 Lichtern vor - ohne Grünlicht. Die Anwendung der Eisenbahnkreuzungsverordnung beschränkt sich aber auf - erraten! - Eisenbahnkreuzungen. Dazu gehören nach diesen Bestimmungen auch Kreuzungen mit Straßenbahnen, aber selbst eine solche ist hier weit und breit nicht zu sehen.
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Gibt es das, was Du "keine Ampel" nennst nicht sogar in Wien abseits der Straßenbahn? Die Rotlichtanlage beim 13A ist doch sicher nicht die einzige in Wien?
Ich sehe da nicht nur beim Autobus, sondern auch bei der Straßenbahn ein rechtliches Problem, das aber - im Gegensatz zum Autobus - lösbar wäre. Guckstu Eisenbahnkreuzungsverordnung:

§ 19. (1) Die Einrichtung zur Abgabe von Lichtzeichen besteht aus zwei übereinander angeordneten kreisrunden Signalgebern mit schwarzem Hintergrund. Der schwarze Hintergrund ist innen mit einer weißen und außen mit einer roten Umrandung zu versehen (Signal- oder Tragschild).

Die typische Wiener UVLSA, deren Gültigkeit dem Verkehrsteilnehmer suggeriert werden soll, sieht aber so aus - ohne die farblich definierte Umrandung in Rot und Weiß:

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Nur das es sich hier um keine Eisenbahnkreuzung handelt. Damit zieht hier die Eisenbahnkreuzungsverordnung nicht
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

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Re: "Klassische" Haltestellen
« Antwort #65 am: 27. April 2018, 11:15:01 »
Die Eisenbahnkreuzungsverordnung sieht Ampelanlagen (Lichtzeichen) mit 2 Lichtern vor - ohne Grünlicht. Die Anwendung der Eisenbahnkreuzungsverordnung beschränkt sich aber auf - erraten! - Eisenbahnkreuzungen. Dazu gehören nach diesen Bestimmungen auch Kreuzungen mit Straßenbahnen, aber selbst eine solche ist hier weit und breit nicht zu sehen.
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Gibt es das, was Du "keine Ampel" nennst nicht sogar in Wien abseits der Straßenbahn? Die Rotlichtanlage beim 13A ist doch sicher nicht die einzige in Wien?
Ich sehe da nicht nur beim Autobus, sondern auch bei der Straßenbahn ein rechtliches Problem, das aber - im Gegensatz zum Autobus - lösbar wäre. Guckstu Eisenbahnkreuzungsverordnung:

§ 19. (1) Die Einrichtung zur Abgabe von Lichtzeichen besteht aus zwei übereinander angeordneten kreisrunden Signalgebern mit schwarzem Hintergrund. Der schwarze Hintergrund ist innen mit einer weißen und außen mit einer roten Umrandung zu versehen (Signal- oder Tragschild).

Die typische Wiener UVLSA, deren Gültigkeit dem Verkehrsteilnehmer suggeriert werden soll, sieht aber so aus - ohne die farblich definierte Umrandung in Rot und Weiß:

Bild Linie 26

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Nur das es sich hier um keine Eisenbahnkreuzung handelt. Damit zieht hier die Eisenbahnkreuzungsverordnung nicht

Und in der STVO kommen Ampeln ohne Grünes Licht nicht vor. Zumindest find ich sie nicht. Vielleicht findet sie ja ein anderer.
Das Glück ist ein Vogerl. Wenns knallt ist es weg.

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Re: "Klassische" Haltestellen
« Antwort #66 am: 27. April 2018, 11:24:08 »
Nur das es sich hier um keine Eisenbahnkreuzung handelt. Damit zieht hier die Eisenbahnkreuzungsverordnung nicht

Leider. Denn was sonst als eine Eisenbahnkreuzung ist das? Ein besonders schönes Beispiel ist die Querung der Süßenbrunner Straße, das ist nichts anderes als ein waschechter Bahnübergang! In Graz scheißt man sich übrigens nicht in die Hosen, wenn es darum geht, Kreuzungen von Straßenbahn und Straße mit Andreaskreuzen zu sichern, allein entlang der Strecke nach Mariatrost gibt es sicher ein Dutzend.
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Re: "Klassische" Haltestellen
« Antwort #67 am: 27. April 2018, 11:59:32 »

Und in der STVO kommen Ampeln ohne Grünes Licht nicht vor. Zumindest find ich sie nicht. Vielleicht findet sie ja ein anderer.
Es geht nicht um die Ampeln, sondern um die Bedeutung der Lichtzeichen und die ist in der StVO genau geregelt. Rot heißt "Halt!", egal ob auf einer Ampel, der Taschenlampe eines Polizisten oder sonstwo im Straßenbereich und sichtlich dem Verkehr zuzuordnen! Was punkto "Ampel" geregelt ist, ist die Anordnung der Farben, falls die Zeichen zur Verkehrsregelung in einem gemeinsamen Träger (ist im Sprachgebrauch die Ampel) zusammengefasst werden.

Ein anderer Kaffee ist, dass findige Juristen es schon immer schafften, absurde Auslegungen einzelner Bestimmungen zu kreieren (geht ja manchmal bis zur Sinnumkehr!) und dass ihnen leider immer wieder einzelne Richter darauf einsteigen. Siehe manche, logisch nicht nachvollziehbare (OGH-)Entscheide, wo ein an sich gut allgemeinverständlicher Gesetzestext kompliziert in "freier Interpretation" zum Wunschurteil gebogen wurde!  :-[
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Re: "Klassische" Haltestellen
« Antwort #68 am: 27. April 2018, 13:27:34 »
Nur das es sich hier um keine Eisenbahnkreuzung handelt. Damit zieht hier die Eisenbahnkreuzungsverordnung nicht

Leider. Denn was sonst als eine Eisenbahnkreuzung ist das? Ein besonders schönes Beispiel ist die Querung der Süßenbrunner Straße,
Der §1 Eisenbahnkreuzungsverordnung bestimmt, dass diese Verordnung auf "schienengleiche Eisenbahnübergänge mit einer Haupt- oder Nebenbahn, einer Straßenbahn, ..." anzuwenden ist." Wenngleich die Formulierung "Eisenbahnübergang mit einer Straßenbahn" eine eher komische ist, so denke ich doch, dass sie auf Stellen der Wiener Straßenbahn anwendbar ist. Im Besonderen geht ja die Rechtsauslegung davon aus, dass keine Bestimmung sinnlos ist - und für diese Erwähnung des Wortes Straßenbahn fällt mir nicht wirklich ein anderer Anwendungszweck ein als einer wie der  ;) Eisenbahnübergang ;) der ;) Straßenbahnlinie ;) 26 über die Süßenbrunnerstraße.

Und in der STVO kommen Ampeln ohne Grünes Licht nicht vor. Zumindest find ich sie nicht. Vielleicht findet sie ja ein anderer.
Es geht nicht um die Ampeln, sondern um die Bedeutung der Lichtzeichen und die ist in der StVO genau geregelt. Rot heißt "Halt!", egal ob auf einer Ampel, der Taschenlampe eines Polizisten oder sonstwo im Straßenbereich und sichtlich dem Verkehr zuzuordnen! Was punkto "Ampel" geregelt ist, ist die Anordnung der Farben, falls die Zeichen zur Verkehrsregelung in einem gemeinsamen Träger (ist im Sprachgebrauch die Ampel) zusammengefasst werden.

Und genau das kann ich aus dem Zusammenhang nicht herauslesen. Es steht hier im §38 was über die Bedeutung der Lichtzeichen und im §39 über die Anordnung der Lichtzeichen. Das sind zwei Paragrafen, die offensichtlich auf Lichtzeichen anzuwenden sind.

Deutlich wird das, weil ja im Paragraf 38 Abs 9 explizit steht, dass unter bestimmten (definierten!) Fällen auch Lichtzeichen ohne Gelb verwendet werden dürfen. Allein auf Grund der Tatsache, dass es diesen Absatz gibt, ist zwingend zu schließen, dass in anderen Fällen keine andere Anordnung der Lichtzeichen (Fehlen von Farben) geben darf (zwingend, weil ja davon ausgegangen wird, dass der Gesetzgeber keine nicht notwendigen Regelungen trifft und daher selbst in seinem Willen diese Regelung ("Rot-Grün ohne Gelb") für notwendig erachtet hat.

sheldor

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Re: "Klassische" Haltestellen
« Antwort #69 am: 27. April 2018, 15:33:46 »
Nur das es sich hier um keine Eisenbahnkreuzung handelt. Damit zieht hier die Eisenbahnkreuzungsverordnung nicht

Leider. Denn was sonst als eine Eisenbahnkreuzung ist das? Ein besonders schönes Beispiel ist die Querung der Süßenbrunner Straße, das ist nichts anderes als ein waschechter Bahnübergang! In Graz scheißt man sich übrigens nicht in die Hosen, wenn es darum geht, Kreuzungen von Straßenbahn und Straße mit Andreaskreuzen zu sichern, allein entlang der Strecke nach Mariatrost gibt es sicher ein Dutzend.

Obwohl es so etwas in Wien schon gab.

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Re: "Klassische" Haltestellen
« Antwort #70 am: 27. April 2018, 20:15:07 »
Ich erinnere mich an eine Diskussion im Usenet vor Jahrzehnten, in der es darum ging, ob der 1er in Graz nach Mariatrost an den Kreuzungen als Eisenbahn zu bewerten ist oder nicht. Die konkrete Beschilderung kannte ich damals nicht, obwohl ich nochmal ein paar Jahrzehnte früher als Kind wiederholt viele Wochen in Graz verbracht hatte.

Ein Grazer Straßenbahnfahrer wusste die Antwort auch nicht. Ich fragte ihn: Wer fährt zuerst? Du oder das Einsatzfahrzeug? Die Antwort auf diese Frage ist nämlich meiner Meinung nach das Kriterium, ob die Bahn eine Eisenbahn ist oder nicht.

Ich denke, in Wien hat überall das Eimsatzfahzeug den Vorrang.

hema

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Re: "Klassische" Haltestellen
« Antwort #71 am: 27. April 2018, 20:49:32 »
Zur Erklärung, wann etwas eine Eisenbahnkreuzung ist:


Zitat von: Eisenbahnkreuzungsverordnung
§ 1.  Geltungsbereich
1) Diese Verordnung gilt für jeden im Verlauf einer Straße mit öffentlichem Verkehr
angelegten schienengleichen Eisenbahnübergang mit einer Haupt- oder Nebenbahn, einer Straßenbahn,
einer Anschlussbahn oder einer Materialbahn im Sinne des Eisenbahngesetzes 1957 (EisbG), BGBl.
Nr. 60, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 25/2010, unabhängig davon, ob hierbei die
Eisenbahn die Straße überschneidet oder in sie einmündet.
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