Autor Thema: Mitdenken beim Wageneinsatz?  (Gelesen 860687 mal)

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hema

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #75 am: 14. Februar 2012, 01:57:14 »

Mit nur ganz ein wenig Nachdenken und Konsequenz müsste wohl auf keiner einzigen Linie ein Zug nach 23 Uhr ein Hochflurer sein.
Und du erklärst dann den Leuten, warum da einige Züg kurz geführt werden, nur um ULFs auf bestimmte Positionen zu bringen!  :P
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13er

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #76 am: 14. Februar 2012, 02:16:01 »
Und du erklärst dann den Leuten, warum da einige Züg kurz geführt werden, nur um ULFs auf bestimmte Positionen zu bringen!  :P
An Tagen mit vielen Fahrtbehinderungen lass ich mir einreden, dass es zu Unregelmäßigkeiten kommt (andererseits - wofür gibt es Disponenten? Die könnten auch so etwas sehr wohl in gewissen Grenzen kontrollieren). Aber die Züge fahren in der Früh oder beim Einschub ja schon "falsch" aus. Also selbst im ganz normalen Regelbetrieb ist es beabsichtigt, dass die Blaue kein Niederflurzug ist.
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hema

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #77 am: 14. Februar 2012, 02:50:41 »
Und wenn du jetzt in der Früh (aufwendig) rumtauschst, kann am Abend alles wieder ganz anders sein, weil du ja nicht weißt, ob etwas anfällt und was. Wenn es leicht geht, wird es ja eh meist gemacht, also wenn ein Einzieher und ein Tourenzug hintereinander in der Endstelle stehen, bleibt der ULF draussen. Zumindest soweit der nicht woanders hingehört oder die Werkstatt auf ihn wartet  (oder der Disponent "schläft"  :-[ ).

Aber wenn man nur um der ULFs willen anfängt Züge kurz zu führen und damit hunderte Leute auf der Linie verärgert, erntet man wohl wenig Verständnis. Und wenn dann als Lohn der Aktion später eh kein einziger Rollstuhlfahrer unterwegs ist, der einen Vorteil davon hat, war es sowieso für die Katz'. Als es am 49er noch den ULF-Plan gab, habe ich selber miterlebt, wie ein Rollstuhlfahrer in Baumgarten raus musste, weil der ULF wieder an seinen plangemäßen "Platz" musste. Und leider waren die zwei oder drei nächsten Züge nach Hütteldorf E1. Der ULF-Plan war sicher kontraproduktiv, sobald es Störungen gab, weil während Störung hat er sowieso nicht gestimmt und nachher wurden eben viele ULFs nur gekürzt, um den Plan wieder aufzubauen. Dadurch war gerade an den Endstellen die ULF-Dichte noch geringer. Und wenn es dann während der versuchten Regulierung zur nächsten Behinderung kam, war alles noch chaotischer.

Dass öfters wer bei der Arbeit nicht denkt und Maßnahmen verschläft, die kinderleicht zu setzen wären, ist schlimm, aber sicher nicht die Regel. Aber alles geht halt nicht so einfach, wie es von außen ausschaut und hat oft unterm Strich gar nicht so viel Sinn, wie man idealistischerweise erwartet hätte!
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13er

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #78 am: 14. Februar 2012, 03:03:25 »
Ja, wie hat schon der Sinowatz gesagt, es ist alles sehr kompliziert. Und da könnt ja a jeder kommen, weil des woar no nia so ... ;)

Es geht hier ums Tauschen eines einzigen Zugs, nicht des halben Auslaufs! Und, wie gesagt, das Argument mit den Störungen kauf ich dir nicht ab. Im Störungsfall hat sicher jeder ein gewisses Verständnis, dass die Züge nicht gut geordnet daherkommen, aber nicht im stinknormalen Auslauf, wie man es tagtäglich erlebt.
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hema

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #79 am: 14. Februar 2012, 03:09:07 »
Ich denke, du siehst das aus einem viel zu idealistischen Blickwinkel! Am besten, wir quatschen einmal ausführlich drüber, weil sonst wird alles wirklich viel zu kompliziert.  ;)
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moszkva tér

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #80 am: 14. Februar 2012, 07:18:12 »
Du könntest recht haben. Aber was ist eigentlich wenn wirklich ein Rollstuhlfahrer drauf vertraut das es eben ein Nf ist? Ich habs selber erlebt es wird aufs Taxi verwiesen und man soll die Rechnung einschicken. Kann man sich aber nicht auch grundsätzlich auf den Zeitungsartikel berufen? Vorallem sollte es ja auch im Intresse körperlich eingeschränkter Personen genau deshalb so sein.

Kommt auf die Behinderung an, aber für einen Rollifahrer ist es sehr mühsam bis unmöglich, sich in ein normales Taxi zu zwängen.  :lamp:
Da braucht man jemanden, der die Person raushebt und ins Auto verfrachtet, dann den Rollstuhl verstaut, und dasselbe Procedere nachher beim Aussteigen. Bei einem normalen Taxi nicht zu bewerkstelligen, da braucht man schon einen Behindertentransporter mit Rampe und speziell geschultes Personal. Und das muss in der Regel längerfristig vorbestellt werden.

Die Taxiaufforderung ist eher als Hohn zu bezeichnen. À la: Wie schnell fährt dein Rollstuhl, 5 km/h? Da kannst ja gleich zu Fuß gehen.  :down:

coolharry

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #81 am: 14. Februar 2012, 07:40:41 »
In Zeiten in denen die Intervalle länger sind (länger als 10min) gehört jeder Zug Niederflurig.
In Wien heißt das ULF. Hättens ein paar E2mit Niederflurmittelteil ausgerüstet, wärens halt noch eine Spur flexibler.
Das Glück ist ein Vogerl. Wenns knallt ist es weg.

schaffnerlos

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #82 am: 14. Februar 2012, 09:05:10 »
In anderen Städten schafft(e) man es ja schließich auch, den Niederflurfahrplan halbwegs einzuhalten, nur bei uns...
Daher nach wie vor meine Forderung: Man möge einen Teil der Linien komplett verulfen (zumindest außerhalb der HVZ), dieses bekannt geben und bei den restlichen Linien gilt dann "Was kommt das kommt". Und die Bezirke sollen gefälligst die Go.... halten oder die ULFe selbst finanzieren.

tram

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #83 am: 14. Februar 2012, 10:15:12 »
"Die Blaue Hochflur vs. Niederflur" und "Mitdenken beim Wageneinsatz" zusammengeführt.

HLS

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #84 am: 14. Februar 2012, 10:31:10 »
Ich denke, du siehst das aus einem viel zu idealistischen Blickwinkel! Am besten, wir quatschen einmal ausführlich drüber, weil sonst wird alles wirklich viel zu kompliziert.  ;)
Ich finde aber 13er hat da recht. Die "Blaue" ist nur ein max. zwei Züge und diese wird man wohl schaffen im laufe des Abends so zu tauschen das man diese niederflurig bekommt.
"Grüß Gott"

Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen. Dieter Nuhr

Ferry

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #85 am: 15. Februar 2012, 09:36:11 »
Ich finde aber 13er hat da recht. Die "Blaue" ist nur ein max. zwei Züge und diese wird man wohl schaffen im laufe des Abends so zu tauschen das man diese niederflurig bekommt.
Ich sehe es auch so. MMn gehört da von der Direktion ein klares Wort gesprochen: "Die letzten drei Kurse jeder Linie sind ausnahmslos mit Niederflur-Fahrzeugen zu führen". Punkt, Ende, Aus. Nachdem es mittlerweile in allen Abstellanlagen NF-Fahrzeuge gibt, gibt es keine Ausrede mehr, dass das nicht so gemacht werden kann. Zumindest keine Plausible...  :D
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TH

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #86 am: 15. Februar 2012, 09:37:27 »
Da mußt mit der Hauptabteilung F sprechen. Die haben die Macht der Wageneinsätze, nicht V .  8)

13er

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #87 am: 15. Februar 2012, 09:40:13 »
Man sollte die Wageneinteilung definitiv an V4 (oder K3) übergeben, dann würden auch nicht so viele ULFe den ganzen Tag im Bahnhof herumstehen, während die Hochflurer draußen unterwegs sind, damit man sich die paar Euro für eine frühere HU spart.
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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #88 am: 15. Februar 2012, 09:44:25 »
während die Hochflurer draußen unterwegs sind...
Ist ja inganz  deinem Sinne.  :P

13er

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Re: Mitdenken beim Wageneinsatz?
« Antwort #89 am: 15. Februar 2012, 09:53:49 »
während die Hochflurer draußen unterwegs sind...
Ist ja inganz  deinem Sinne.  :P
Ja, ich persönlich hab sicher nix dagegen, mir ist ein E1 hundert Mal lieber als ein ULF-Klumpat. Aber Ottonormalbeförderungsfall sieht das anders.
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