Autor Thema: Optimierung der Abfertigungszeiten  (Gelesen 17457 mal)

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hema

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Re: Optimierung der Abfertigungszeiten
« Antwort #15 am: 15. Januar 2013, 16:51:14 »
. . . . denen das einfallen könnte!
Und wozu bezahlt man dann teures Geld für eine Beraterfirma nach der anderen?  ???  8)
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95B

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Re: Optimierung der Abfertigungszeiten
« Antwort #16 am: 15. Januar 2013, 16:52:07 »
Und wozu bezahlt man dann teures Geld für eine Beraterfirma nach der anderen?  ???  8)
Weil die roten Beraterfirmen auch von irgendwas leben müssen? :-X
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
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hema

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Re: Optimierung der Abfertigungszeiten
« Antwort #17 am: 15. Januar 2013, 16:54:17 »
Hehrer Sozialismus und Gott Mammon!?  :o
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benkda01

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Re: Optimierung der Abfertigungszeiten
« Antwort #18 am: 15. Januar 2013, 16:57:36 »
Das ist eben jener internationale Standard, der in Osteuropa seit der Einführung automatischer Türen gilt. Vor dem Fall des Eisernen Vorhangs konnte und durfte man darüber nichts wissen. Jetzt, nach beinahe 25 Jahren härtester Praxistests, kann man endlich diesen Standard auch in Wien einführen.
Au Contraire. In der Metro in Budapest, [...] gibt es bis heute noch die Litanei "Vorsicht, Türen schließen, [rumms], nächste Station XXX"
Schon, aber dafür in den alten russischen Zügen auch ohne Signalton. Und die Abfertigung nur mit Signalton gibt es dafür in Straßenbahn, Autobus, Trolleybus (siehe Video), HÉV und Zahnradbahn. :)

ЗИУ-9 Budapest – Abfertigung
 

95B

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Re: Optimierung der Abfertigungszeiten
« Antwort #19 am: 15. Januar 2013, 17:06:24 »
Hehrer Sozialismus und Gott Mammon!?  :o
Zwischen Theorie und Praxis bestehen halt manchmal winzige Unterschiede...
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TramTrainTrolley

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Re: Optimierung der Abfertigungszeiten
« Antwort #20 am: 20. Januar 2013, 10:48:42 »
Schon, aber dafür in den alten russischen Zügen auch ohne Signalton. Und die Abfertigung nur mit Signalton gibt es dafür in Straßenbahn, Autobus, Trolleybus (siehe Video), HÉV und Zahnradbahn. :)

Im letzten Jahr wurden die alten russischen Metro-Züge mit einer optischen und akkustischen Türschließ-Warnanlage nachgerüstet. Oberhalb der Türen wurden schmale, längliche rote Leuchten installiert, dazu ein "Pieper". Der Türschließvorgang besteht nun aus der Ansage vom Band, gleichzeitig oder kurz danach blinkt die rote Warnlampe und der Pieper ertönt mehrmals hintereinander - dann schließen sich die Türen. Da die Warnsignale vom Zugbegleiter gesteuert werden, können sie nach Lust und Laune auch unterbleiben. Bei den neuen Alstom-Metropolis Zügen gibt es überhalb der Türen eine recht unscheinbare und sehr kleine rote Warnleuchte und einen eher schwachen Summer. In diesen Zügen ist grundsätzlich kein Warnhinweis vom Band vorgesehen, bei großem Fahrgastandrang wird der Warntext aber oft vom Zugbegleiter "live" gesprochen.

Für diejenigen unter euch, die der ungarischen Sprache nicht mächtig sind: Beim Warntext vom Band in den alten russischen Zügen gibt es mehrere Varianten, die in wortwörtlicher Übersetzung etwa folgendermaßen klingen: "Ich bitte Sie (Mehrzahl!), achtzugeben, die Türen schließen sich". "Seien Sie so herzlich achtzugeben, die Türen gehen zu" - und eine Kombination aus beiden. (Auf Ungarisch: "Kérem vigyázzanak, az ajtók záródnak", bzw. "Legyenek szívesek vigyázni, az ajtók csukódnak". Die Varianten kommen im Laufe einer Fahrt abwechselnd zur Anwendung.

Was die Warnleuchten und -signale bei Tram, Bus, O-Bus, Lokalbahn, Zahnradbahn und der alten Untergrundbahn betrifft, so ist die Palette sehr weitgefächert: Klingeln, Piepen, Summen, Ding-Dong - alles kommt vor, besonders bei Bus und O-Bus gibt es kaum zwei Fahrzeugtypen, die dieselben Abfertigungssignale haben.

13er

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Re: Optimierung der Abfertigungszeiten
« Antwort #21 am: 20. Januar 2013, 11:06:28 »
Und bei der M1 wird man halb taub vom Abfertigungssignal, das noch dazu ziemlich lang anhält - das muss wirklich mühsam sein, damit jeden Tag, vor allem in der Früh, unterwegs zu sein.

PS: Ich liebe die alten sowjetischen Wagen! :)
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Ferry

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Re: Optimierung der Abfertigungszeiten
« Antwort #22 am: 20. Januar 2013, 14:29:55 »
Für diejenigen unter euch, die der ungarischen Sprache nicht mächtig sind: Beim Warntext vom Band in den alten russischen Zügen gibt es mehrere Varianten, die in wortwörtlicher Übersetzung etwa folgendermaßen klingen: "Ich bitte Sie (Mehrzahl!), achtzugeben, die Türen schließen sich". "Seien Sie so herzlich achtzugeben, die Türen gehen zu" - und eine Kombination aus beiden. (Auf Ungarisch: "Kérem vigyázzanak, az ajtók záródnak", bzw. "Legyenek szívesek vigyázni, az ajtók csukódnak"
Ich habe bei der zweiten Ansage auch die verdrehte Wortfolge "csukódnak az ajtók" gehört. Da ich aber schon lange nicht mehr in Budapest war, weiß ich nicht, ob es die noch immer gibt.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

TramTrainTrolley

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Re: Optimierung der Abfertigungszeiten
« Antwort #23 am: 20. Januar 2013, 14:44:20 »
Für diejenigen unter euch, die der ungarischen Sprache nicht mächtig sind: Beim Warntext vom Band in den alten russischen Zügen gibt es mehrere Varianten, die in wortwörtlicher Übersetzung etwa folgendermaßen klingen: "Ich bitte Sie (Mehrzahl!), achtzugeben, die Türen schließen sich". "Seien Sie so herzlich achtzugeben, die Türen gehen zu" - und eine Kombination aus beiden. (Auf Ungarisch: "Kérem vigyázzanak, az ajtók záródnak", bzw. "Legyenek szívesek vigyázni, az ajtók csukódnak"
Ich habe bei der zweiten Ansage auch die verdrehte Wortfolge "csukódnak az ajtók" gehört. Da ich aber schon lange nicht mehr in Budapest war, weiß ich nicht, ob es die noch immer gibt.
Auch die von dir erwähnte Variante ist anzutreffen, da im Ungarischen die Wortfolge im Satz nicht so streng ist wie im Deutschen.

benkda01

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Re: Optimierung der Abfertigungszeiten
« Antwort #24 am: 20. Januar 2013, 17:30:40 »
Im letzten Jahr wurden die alten russischen Metro-Züge mit einer optischen und akkustischen Türschließ-Warnanlage nachgerüstet.
Bis jetzt nur Wagen auf der M3.

Zitat
Oberhalb der Türen wurden schmale, längliche rote Leuchten installiert, dazu ein "Pieper". Der Türschließvorgang besteht nun aus der Ansage vom Band, gleichzeitig oder kurz danach blinkt die rote Warnlampe und der Pieper ertönt mehrmals hintereinander - dann schließen sich die Türen.
Die Pieper waren ganz am Anfang im Testbetrieb installiert und werden seither nicht verwendet, lediglich die rot blinkende Warnleuchte gibt es noch. Und die blinkt immer gleichzeitig mit der Abfertigungsansage.

Zitat
Da die Warnsignale vom Zugbegleiter gesteuert werden, können sie nach Lust und Laune auch unterbleiben.
Bist du dir sicher, dass die extra gesteuert werden? ??? Der Zugbegleiter macht das jedenfalls sicher nicht, weil es auf der M3 keine Zugbegleiter gibt. ;) Was du meinen könntest, ist, dass das ganze in vielen Zügen schlampig verkabelt ist und nur beim Türenschließen auf der in Fahrtrichtung linken Seite aktiviert wird (dafür auf beiden Seiten gleichzeitig), bzw. in rückwärts eingereihten Wagen genau umgekehrt. ::) :D

Zitat
Bei den neuen Alstom-Metropolis Zügen gibt es überhalb der Türen eine recht unscheinbare und sehr kleine rote Warnleuchte und einen eher schwachen Summer. In diesen Zügen ist grundsätzlich kein Warnhinweis vom Band vorgesehen, bei großem Fahrgastandrang wird der Warntext aber oft vom Zugbegleiter "live" gesprochen.
Doch, der Warnhinweis vom Band ist sehr wohl vorgesehen, nur ist der Abspielbefehl im Bordcomputer derart blöd positioniert (in Untermenüs), dass sich die meisten Fahrer die Mühe nicht machen und wenn überhaupt, dann lieber selber sprechen.

Zitat
Für diejenigen unter euch, die der ungarischen Sprache nicht mächtig sind: Beim Warntext vom Band in den alten russischen Zügen gibt es mehrere Varianten, die in wortwörtlicher Übersetzung etwa folgendermaßen klingen: "Ich bitte Sie (Mehrzahl!), achtzugeben, die Türen schließen sich". "Seien Sie so herzlich achtzugeben, die Türen gehen zu" - und eine Kombination aus beiden. (Auf Ungarisch: "Kérem vigyázzanak, az ajtók záródnak", bzw. "Legyenek szívesek vigyázni, az ajtók csukódnak". Die Varianten kommen im Laufe einer Fahrt abwechselnd zur Anwendung.
Das stimmt so nicht. Bevor die Ansagen letztes Jahr wegen einiger Stationsumbenennungen getauscht wurden, lauteten sie bei der Männerstimme (M2: Thoma István, M3: Szalóczy Pál) abwechselnd "Szíveskedjenek vigyázni, az ajtók záródnak" ("Seien Sie so herzlich achtzugeben, die Türen schließen") und "Tessék vigyázni, az ajtók záródnak" ("Bitte geben Sie acht, die Türen schließen"), und bei der Frauenstimme (Vadász Ágnes, in den innen rosa gestrichenen "Barbie"-Zügen auf der M2) "Kérem vigyázzanak, az ajtók záródnak" ("Ich bitte Sie achtzugeben, die Türen schließen"). Seit dem Ansagentausch gab es lange nur mehr letztere Version, aber von einer anderen Dame (Tarcsa Zsuzsa) gesprochen. In den Alstom-Zügen spricht wieder Szalóczy Pál, die genaue Formulierung (immer gleich) habe ich leider vergessen, weil man sie so selten hört. In den russischen Zügen auf der M3 wurde vor kurzem begonnen, die Frauenansagen durch neue Ansagen von Szalóczy Pál zu ersetzen, dort ist der Wortlaut abwechselnd "Szíveskedjenek [...]" und "Kérem [...]".

Zitat
Was die Warnleuchten und -signale bei Tram, Bus, O-Bus, Lokalbahn, Zahnradbahn und der alten Untergrundbahn betrifft, so ist die Palette sehr weitgefächert: Klingeln, Piepen, Summen, Ding-Dong - alles kommt vor, besonders bei Bus und O-Bus gibt es kaum zwei Fahrzeugtypen, die dieselben Abfertigungssignale haben.
:D :up:

Und bei der M1 wird man halb taub vom Abfertigungssignal, das noch dazu ziemlich lang anhält - das muss wirklich mühsam sein, damit jeden Tag, vor allem in der Früh, unterwegs zu sein.
Manche Fahrer verwenden es einfach nicht und setzen voll und ganz auf die Ansage vom Band. :D

Zitat
PS: Ich liebe die alten sowjetischen Wagen! :)
^-^ :up:

Ich habe bei der zweiten Ansage auch die verdrehte Wortfolge "csukódnak az ajtók" gehört. Da ich aber schon lange nicht mehr in Budapest war, weiß ich nicht, ob es die noch immer gibt.
Darüber haben wir beide schon einmal diskutiert, dabei handelt es sich um die ganz alten, originalen Ansagen, die es schon sehr lange nicht mehr gibt. ;)

Ferry

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Re: Optimierung der Abfertigungszeiten
« Antwort #25 am: 20. Januar 2013, 18:58:43 »
Ich habe bei der zweiten Ansage auch die verdrehte Wortfolge "csukódnak az ajtók" gehört. Da ich aber schon lange nicht mehr in Budapest war, weiß ich nicht, ob es die noch immer gibt.
Darüber haben wir beide schon einmal diskutiert, dabei handelt es sich um die ganz alten, originalen Ansagen, die es schon sehr lange nicht mehr gibt. ;)
Ich weiß, ich wollte es nur wieder einmal erwähnen.  :D
Übrigens schreibt "TramTrainTrolley" in seiner Antwort auf mein Posting "Auch die von dir erwähnte Variante ist anzutreffen", woraus ich herauslesen würde, dass es die auch heute noch gibt.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

benkda01

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Re: Optimierung der Abfertigungszeiten
« Antwort #26 am: 20. Januar 2013, 19:16:15 »
Das stimmt aber eben nicht. :P

13er

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Re: Optimierung der Abfertigungszeiten
« Antwort #27 am: 26. Februar 2013, 21:43:14 »
Ich bin heute wieder mal mit der U6 gefahren und auch hier wurde nur mehr durch Piepsen abgefertigt, ohne Durchsagen. Einzelfall?
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Re: Optimierung der Abfertigungszeiten
« Antwort #28 am: 26. Februar 2013, 21:52:17 »
Ich hab den Eindruck, mal so mal so. Ein System konnt ich nicht erkennen.

B. S. Agrippa

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Re: Optimierung der Abfertigungszeiten
« Antwort #29 am: 26. Februar 2013, 23:05:36 »
Ich bin heute wieder mal mit der U6 gefahren und auch hier wurde nur mehr durch Piepsen abgefertigt, ohne Durchsagen. Einzelfall?
Das Abfertigen ohne Durchsagen bei der U6 ist aber nichts Neues, das habe ich schon zu Zeiten der E6/c6 öfters erlebt, als die Fahrer noch per "Zegfedepp!" abgefertigen mussten. Speziell südlich von Meidling wurde da nicht selten wie bei der herkömmlichen Straßenbahn abgefertigt: Glocke ertönt (also letzte Tür ist zu), Abfahrt. Ohne "Zegfedepp!", ohne Abfertigungston. Wobei das Abfertigungs-"Tüüt" in den letzten Betriebsjahren dank der laut knallenden Magnetverriegelungen sowieso obsolet geworden war.  :D

Edit: Die Ausführungen beziehen sich jetzt auf das gewöhnliche Schließen, nicht das zentrale. Bei letzterem kann ich mich ans Abfertigungsprozedere nicht mehr genau erinnern, da ich das eher selten erlebt habe.