Alle drei genannten Stationen sind in den letzten 6 oder 7 Jahren kosmetisch überarbeitet worden und zumindest Währinger und Nussdorfer Straße haben bei der Gelegenheit neue Beleuchtung erhalten.
Fakt ist, eine Tramwayverbindung Michelbeuern - Josefstädter Straße wäre DER Plan für eine Sperre dieser Strecke und auch sonst ideal (Verstärkerlinie, SEV bei spontanen Störungen).
Meines Wissens war die letzte "gröbere" Sanierung der Stationen bei der Umstellung Stadtbahn-UBahn ... und das ist schon rund 30 Jahre her ...
Damals waren auch durch den Einbau der Aufzüge die Bahnsteige und Bahnsteighöhen "dran" - aber ich weiß wer dort Bauleiter war

Wie gesagt - kosmetisch. Verputz ausgebessert, alles neu ausgemalt, Fenster neu lackiert, zum Teil Fensterbretter und Stiegengeländer ausgetauscht, neue Beleuchtung (zweilampige Balken statt der alten mit einer Röhre). Ob bei der Gelegenheit an der Elektrik selber auch was geändert worden ist weiß ich nicht. An der Substanz ist jedenfalls nichts gemacht worden, allerdings hätten grobe Probleme eventuell auffallen können.
Die Elektrik wurde kmoplett erneuert und den damaligen Bestimmungen angepasst. Auf Grund der Aufzüge MUSSTEN die Niederspannungsräume neu gemacht werden. Ausserdem mussten auch die bei der U-Bahn und jetzt auch bei der Ustrab notwendigen Notstromanlagen eingebaut werden, sodass die Stationen MINDESTENS 1,5 Stunden mit einer Notbeleuchtung versorgt werden können.
Das war damals auch das Problem, dass die HQL-Lampen die in den (Halb-)Kugeln waren nach einem Stromausfall ca 3 Minuten brauchten, bis sie weider hell waren. Daher wurden damals nach Genehmigung durch das Bundesdenkmalamt diese kleinen Eckleuchten montiert, die batteriebetrieben waren ...
Nur so nebenbei: Es mussten natürlich auch die (Halb)-Kugeln dem "neuen" Streustrombestimmungen angepass werden und neu gebaut werden...
Es sei nur noch erwähnt, dass es in den in den Stationen befindlichen Wohnungen E-Installaionen aus der Stadtbahnzeit gab ...
Es war nicht leicht einer 80jährigen zu erklären, dass ihre Wohnung mit neuer E-Installation ausgestattet werden muss
Nachsatz: Es war ein Logikfehler von mir! Es wurden natürlich nicht die Bahnsteige erhöht, sondern das Gleisbett abgesenkt. Wäre es möglich gewesen, die Bahnsteige zu ERHÖHEN, dann wäre dort der Silberpfeil gefahren. Aber da alle Räume direkt vom Bahnsteig aus begehbar waren hätte es einen Rattenschwanz an Umbauten gegeben, die Räume wären zu nieder geworden usw usw
Von welcher Renovierung redest du jetzt? 198x oder 200x? Kleine Notleuchten waren ja meiner Erinnerung nach schon vor 2008 oder wann das war vorhanden. Was ich meine ist die Erneuerung der Lichtbänder auf den beiden Bahnsteigen mit der Umstellung von ein- auf zweilampige Leuchten.
Die Beleuchtung über die Zeit ist überhaupt so eine Geschichte. Auf Fotos der Zwischen- und Nachkriegszeit hängt auf den Bahnsteigen alle paar Meter eine Leuchte mit Emailleschirm, vermutlich mit 200- oder 500-W-Glühlampen. In den 60ern oder vielleicht 70ern wurden in etwas geringeren Abständen Leuchtsofflampenleuchten (einlampig) an den Längsträgern des Bahnsteigdachs montiert. Bei der Totalsanierung der Gürtellinie dürften diese durch durchgehende (einlampige) Lichtbänder ersetzt worden sein, die jetzt wieder ersetzt werden (durch zweilampige), eine Verdoppelung der Leistung.
Die E-Installation in den Dienstwohnungen kann ich mir lebhaft vorstellen... ich hab grad erst selber wieder einen Mix aus Installationen der Kaiserzeit und neueren Erweiterungen beseitigt, gewürzt mit ein paar Stücken Aluminiumleitungen aus der NS-Zeit. In zwei Zimmern waren da zwar Schukosteckdosen mit gelb-grünen Drähten dahinter, aber geerdet waren die trotzdem nicht - die Zuleitung in die Zimmer war 100 Jahre alt.