Autor Thema: Beschleunigung? za wos brauch ma des?  (Gelesen 112184 mal)

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #315 am: 05. Juni 2019, 12:56:33 »
Ich will ja nicht sagen, dass dies eine optimale Lösung ist. Ich bin aber froh über jeden Meter, wo die ÖV vom MIV getrennt und somit beschleunigt wird. Und die Zeiten, wo man so einfach mal 2-3 Kilometer abmarkiert habe und somit Raum für den ÖV geschaffen hat, sind nun mal vorbei.
Es wird Zeit, dass in Wien endlich eine zeitgemäße Verkehrspolitik Einzug hält. In Paris hat man ganze Hauptverkehrsachsen (am Seine-Ufer) in Fußgängerzonen umgewandelt und die Stadt ist nicht zusammengebrochen.  ::)
Die (absolute) Zahl der Autos in Wien nimmt nach wie vor zu - das ist absurd in einer Zeit von Carsharing und immer deutlicher werdender Klimakrise. :bh:
Hier gehört politisch radikal gegengesteuert.
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Klingelfee

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #316 am: 05. Juni 2019, 13:56:07 »
Ich will ja nicht sagen, dass dies eine optimale Lösung ist. Ich bin aber froh über jeden Meter, wo die ÖV vom MIV getrennt und somit beschleunigt wird. Und die Zeiten, wo man so einfach mal 2-3 Kilometer abmarkiert habe und somit Raum für den ÖV geschaffen hat, sind nun mal vorbei.
Es wird Zeit, dass in Wien endlich eine zeitgemäße Verkehrspolitik Einzug hält. In Paris hat man ganze Hauptverkehrsachsen (am Seine-Ufer) in Fußgängerzonen umgewandelt und die Stadt ist nicht zusammengebrochen.  ::)
Die (absolute) Zahl der Autos in Wien nimmt nach wie vor zu - das ist absurd in einer Zeit von Carsharing und immer deutlicher werdender Klimakrise. :bh:
Hier gehört politisch radikal gegengesteuert.

Was das Paris gebracht hat, sah man beim Brand von Notre Dame. Die Straßen waren so hoffnungslos verstopft, das auch die Feuerwehr im Stau stand.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

tramway.at

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #317 am: 05. Juni 2019, 13:57:01 »
Was das Paris gebracht hat, sah man beim Brand von Notre Dame. Die Straßen waren so hoffnungslos verstopft, das auch die Feuerwehr im Stau stand.

Völliger Schwachsinn, sorry.
Harald A. Jahn, www.tramway.at

Aktuell: Großes Update auf www.tramway.at

normalbuerger

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #318 am: 05. Juni 2019, 14:38:18 »
Ich will ja nicht sagen, dass dies eine optimale Lösung ist. Ich bin aber froh über jeden Meter, wo die ÖV vom MIV getrennt und somit beschleunigt wird. Und die Zeiten, wo man so einfach mal 2-3 Kilometer abmarkiert habe und somit Raum für den ÖV geschaffen hat, sind nun mal vorbei.
Es wird Zeit, dass in Wien endlich eine zeitgemäße Verkehrspolitik Einzug hält. In Paris hat man ganze Hauptverkehrsachsen (am Seine-Ufer) in Fußgängerzonen umgewandelt und die Stadt ist nicht zusammengebrochen.  ::)
Die (absolute) Zahl der Autos in Wien nimmt nach wie vor zu - das ist absurd in einer Zeit von Carsharing und immer deutlicher werdender Klimakrise. :bh:
Hier gehört politisch radikal gegengesteuert.

Was bringt das Carsharing? So stehen noch mehr Autos auf den Straßen herum.
Viele die früher öffentlich gefahren sind nutzen jetzt die Carsharing Fahrzeuge, unterm Strich vermeidet man dadurch keinen KFZ Verkehr, denn Auto bleibt Auto, egal ob kurzfristig gemietet oder das eigene.

schaffnerlos

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #319 am: 05. Juni 2019, 15:16:28 »
Was bringt das Carsharing? So stehen noch mehr Autos auf den Straßen herum.
Viele die früher öffentlich gefahren sind nutzen jetzt die Carsharing Fahrzeuge, unterm Strich vermeidet man dadurch keinen KFZ Verkehr, denn Auto bleibt Auto, egal ob kurzfristig gemietet oder das eigene.

Die Problematik, ob Carsharing Leute vom ÖV/Rad abzieht ist die eine. Unbestritten ist jedoch, dass kein Carsharing-Fahrzeug 23 Stunden am Tag nur herumsteht. Mit dem Aufkommen von selbstfahrenden Autos muss das Ziel überhaupt sein, in Zukunft nur mehr Carsharing-Fahrzeuge zuzulassen.

coolharry

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #320 am: 05. Juni 2019, 15:22:52 »
Was bringt das Carsharing? So stehen noch mehr Autos auf den Straßen herum.
Viele die früher öffentlich gefahren sind nutzen jetzt die Carsharing Fahrzeuge, unterm Strich vermeidet man dadurch keinen KFZ Verkehr, denn Auto bleibt Auto, egal ob kurzfristig gemietet oder das eigene.

Die Problematik, ob Carsharing Leute vom ÖV/Rad abzieht ist die eine. Unbestritten ist jedoch, dass kein Carsharing-Fahrzeug 23 Stunden am Tag nur herumsteht. Mit dem Aufkommen von selbstfahrenden Autos muss das Ziel überhaupt sein, in Zukunft nur mehr Carsharing-Fahrzeuge zuzulassen.

Ändert am Stau aber wenig. Nur Parkplätze braucht man dann, theoretisch, etwas weniger.

schaffnerlos

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #321 am: 05. Juni 2019, 15:27:02 »
Nur Parkplätze braucht man dann, theoretisch, etwas weniger.

Nicht etwas weniger sondern sehr viel weniger. Und oft scheitern Vorhaben an den heiligen Parkplätzen.

coolharry

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #322 am: 05. Juni 2019, 15:31:26 »
Nur Parkplätze braucht man dann, theoretisch, etwas weniger.

Nicht etwas weniger sondern sehr viel weniger. Und oft scheitern Vorhaben an den heiligen Parkplätzen.

"Sehr viel weniger" kommt auf die Gegend an.

abc

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #323 am: 05. Juni 2019, 15:38:38 »
Nur Parkplätze braucht man dann, theoretisch, etwas weniger.

Nicht etwas weniger sondern sehr viel weniger. Und oft scheitern Vorhaben an den heiligen Parkplätzen.

Würde ich so nicht unterschreiben. Denn der Bedarf an Parkplätzen wird nur geringer, wenn Leute ihr Auto abschaffen, weil es Carsharing (in Verbindung mit Öffis, Rad etc.) gibt. Mein Eindruck ist allerdings eher, dass Carsharing von Leuten genutzt wird, die sowieso kein Auto haben und auch nie eines hatten/wollten.

schaffnerlos

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #324 am: 05. Juni 2019, 15:43:38 »
Ich bin von einer künftigen Situation ohne Privat-PKW ausgegangen. Im Jetztzustand ist es wahrscheinlich ein Nullsummenspiel.

Linie 58

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #325 am: 05. Juni 2019, 18:12:41 »
Was das Paris gebracht hat, sah man beim Brand von Notre Dame. Die Straßen waren so hoffnungslos verstopft, das auch die Feuerwehr im Stau stand.

Deine Argumente waren auch schon einmal weniger absurd.  :blank:

Ferry

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #326 am: 05. Juni 2019, 18:48:42 »
Es wird Zeit, dass in Wien endlich eine zeitgemäße Verkehrspolitik Einzug hält. In Paris hat man ganze Hauptverkehrsachsen (am Seine-Ufer) in Fußgängerzonen umgewandelt und die Stadt ist nicht zusammengebrochen.  ::)

Wir sind hier aber in Österreich und nicht in Frankreich. Dass man dort zum MIV eine andere Einstellung hat, ist hinlänglich bekannt, wird aber an den hiesigen Umständen leider nichts ändern.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

Rodauner

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #327 am: 05. Juni 2019, 18:51:39 »
Manche Linien sind abschnittweise zu den Stoßzeiten jetzt schon an der Kapazitätsgrenze. Mit einer - erzwungenen - wesentlichen Reduktion des MIV brächen Teile des Öffentlichen Verkehrs in Wien mit den derzeitigen Intervallen ziemlich häufig zusammen!

J-C

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #328 am: 05. Juni 2019, 19:30:55 »
Und deswegen wird die Reduktion des MIV mit einem Ausbau des ÖPNV Hand in Hand gehen. Ich kann mir gut vorstellen, dass man dazu etwa die U-Bahn auf einen 90-Sekunden-Takt verstärkt.

T1

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Re: Beschleunigung? za wos brauch ma des?
« Antwort #329 am: 05. Juni 2019, 19:32:19 »
Es wird Zeit, dass in Wien endlich eine zeitgemäße Verkehrspolitik Einzug hält. In Paris hat man ganze Hauptverkehrsachsen (am Seine-Ufer) in Fußgängerzonen umgewandelt und die Stadt ist nicht zusammengebrochen.  ::)

Wir sind hier aber in Österreich und nicht in Frankreich. Dass man dort zum MIV eine andere Einstellung hat, ist hinlänglich bekannt, wird aber an den hiesigen Umständen leider nichts ändern.
Jo, aber dort war die Einstellung zum MIV vor 40 Jahren auch eine ganz andere. Und die hat sich auch geändert. Wird bei uns auch irgendwann einmal so sein.

Manche Linien sind abschnittweise zu den Stoßzeiten jetzt schon an der Kapazitätsgrenze. Mit einer - erzwungenen - wesentlichen Reduktion des MIV brächen Teile des Öffentlichen Verkehrs in Wien mit den derzeitigen Intervallen ziemlich häufig zusammen!
Mit der derzeitigen Betriebsführung vielleicht.

Es ist ja nicht so, dass der ÖV unendlich Kapazitäten nach oben hat. Aber mit einer effizienteren Betriebsführung könnte man ums quasi selbe Geld halt mehr Personen transportieren.