Autor Thema: Tramway-Nachtverkehr  (Gelesen 72650 mal)

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Linie 41

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Re: Tramway-Nachtverkehr
« Antwort #255 am: 18. Januar 2016, 20:50:10 »
Weil immer so negativ über die U Bahn geschrieben wird.
Natürlich ist der Betrieb einer U Bahn teurer als die Straßenbahn, dafür werden auch um einiges mehr Menschen damit transportiert. Auch bei den Fahrzeiten kann die Straßenbahn im innerstädtischen Bereich durch den restlichen Verkehr nicht mithalten.
Das U Bahnsystem ist in Wien nicht ganz ideal realisiert worden, aber ich möchte mir nicht vorstellen wie es ganz ohne U Bahn wäre.
Wir reden hier vom Nachtverkehr und nicht von der HVZ.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

normalbuerger

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Re: Tramway-Nachtverkehr
« Antwort #256 am: 18. Januar 2016, 22:39:39 »
Ja und auch im Nachtbetrieb ist der Bus noch immer die billigste und flexibelste Lösung.
Der Bus kann beliebig gefahren werden, die Straßenbahn ist da nicht so flexibel.
Vom Energieverbrauch sind dann auch beide Verkehrsmittel ziemlich gleich ( Straßenbahn größeres Fassungsvermögen)
Aber wie schon gesagt, die hälfte der Nacht fährt der Bus sehr schwach ausgelastet herum, die Bim wäre dann auch nicht voller.
Was sinnvoll wäre wäre ein 15 Min Intervall bei den Bussen, denn 30 min Wartezeit ist nicht ohne.
Man hat leider bei der Einführung der Nacht U Bahn vergessen das restliche Netz zu adaptieren, da hätte man auch Straßenbahnen aktivieren können, aber die Busse bei 30 Min zu belassen ist ein Fehler gewesen, da täte man auch ein 30 Min Intervall bei der U Bahn nehmen können, denn was bringen 15Min bei der U Bahn wenn der Bus dann erst irgendwann kommt.

Linie 41

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Re: Tramway-Nachtverkehr
« Antwort #257 am: 18. Januar 2016, 22:45:49 »
Du weißt schon, daß Du Kraut und Rüben argumentierst... Die Straßenbahn ist Dir zu teuer, die U-Bahn hältst Du für ausgelastet, aber der Bus ist ja sooo billig.  ::) ::) ::) ::)

Also was jetzt?

Aus ökonomischer Sicht müßte man auf jeden Fall zum reinen Busverkehr zurückgehen. Alles andere geht an der benötigten Kapazität meilenweit vorbei.

Aus verkehrsplanerischer Sicht muß man ein reduziertes Tagnetz à la Silvesternachtverkehr anbieten (allerdings etwas mehr ausgedünnt). Die Linien sollten aber bis auf ein paar Stadtrandexoten nicht zum Tagesverlauf unterschiedlich sein.

Die jetzige Hybridlösung finde ich bei weitem suboptimaler als die beiden anderen Alternativen.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

highspeedtrain

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Re: Tramway-Nachtverkehr
« Antwort #258 am: 19. Januar 2016, 10:55:53 »
Die jetzige Hybridlösung finde ich bei weitem suboptimaler als die beiden anderen Alternativen.

Ja. Und außerdem bevorzugt sie einseitig jene, die an der U-Bahn wohnen. Alle anderen haben nur ein Restlangebot, wofür ich sehr wenig Verständnis habe (mir ist schon klar, dass die U-Bahn auch in der Nacht vermutlich öfter unterwegs sein wird, weil wohl nur die wichtigsten Oberflächenlinien einen 15-Minuten-Takt rechtfertigen, aber dennoch, derzeit ist mir der Unterschied zu groß.

Und nicht aus persönlicher Befindlichkeit, denn ich wohne eh 30 Sekunden von einem U-Bahn-Abgang entfernt.

Also meine ich, man muss sich schon entscheiden.

Entweder ausschließlich Bus, oder - in einem ersten Schritt nur am Wochenende - ein (ausgedünntes) Tagesnetz.

Am teuersten kommt unter Garantie die Nacht-U-Bahn; wieso die Bim teurer sein sollte als der Bus, würde ich nicht verstehen. Die Infrastruktur ist ja schon da und Personal braucht man auch nicht mehr.